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	<title>1909 Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Ulf Jantzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ulf Jantzen lebte von 1936 bis 2000. Er studierte in den 1930er Jahren Archäologie, war später Professor in München und zum Schluss seiner Berufslaufbahn Erster Direktor des DAI in Athen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ulf Jantzen war ein deutscher Archäologe. Er kam am 5. April 1909 in Florenz zur Welt. Sein Vater war der Kunsthistoriker Hans Jantzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ulf Jantzen studierte Klassische Archäologie, 1936 wurde er in München promoviert. Seine Dissertation über&nbsp;<em>Bronzewerkstätten in Großgriechenland und Unteritalien</em>&nbsp;erschien 1937 in Berlin, sie ist inzwischen&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jantzen1937/0001">digital verfügbar</a>. 1936/37 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Während des 2. Weltkriegs führte er im Gefolge der deutschen Besatzer auf Kreta Ausgrabungen durch, die allerdings von den griechischen Behörden nicht genehmigt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des zweiten Weltkriegs blieb er Griechenland weiter verbunden. Er verfasste mehrere Schriften, die archäologische Themen des Landes betrafen. An der Universität Hamburg war er von 1960 bis 1969 als Professor für Klassische Archäologie tätig. Ab 1967 war er Erster Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen. Hier blieb er bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1974. In dieser Zeit wirkte er an verschiedenen Orten in Griechenland. Unter seiner Leitung konnte zwischen 1971 und 1973 der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/tunnel-eupalinos/">Tunnel des Eupalinos</a>&nbsp;freigelegt werden. Auch war er über mehrere Jahre an Ausgrabungen im Heraion von Samos beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Eintritt in den Ruhestand wurde Ulf Jantzen mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Griechenland und dem DAI Athen bleib er Zeit seines Lebens verbunden. Am 4. März 2000 starb er im Alter von 90 Jahren in Hamburg. Dort ist er auf den Nienstedtener Friedhof beigesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirkungsstätten von Ulf Jantzen auf Samos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten systematischen Ausgrabungen am Heraion von Samos sind 1902/03 von der Archäologischen Gesellschaft in Athen durchgeführt worden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="379" height="674" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02.jpg" alt="Blick in den Tunnel - Foto von Birgit Bauer" class="wp-image-3611" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02.jpg 379w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 379px) 100vw, 379px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den Tunnel &#8211; Foto von Birgit Bauer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1910 sind hier vorwiegend deutsche Archäologen tätig. Ab 1925 leitet das DAI Athen die Grabungen in Zusammenarbeit mit dem griechischen Archäologischen Dienst. Bis heute konnte fast das gesamte Tempelareal freigelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tunnel des Eupalinos ist ein Bauwerk aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Er führt durch den Berg Kastri und diente der Wasserversorgung der antiken Stadt Samos, die heute Pythagorio heißt. Die Besonderheit dieses Tunnels ist, dass er im Gegenvortrieb erbaut wurde. Das ist für die damalige Zeit eine sehr beeindruckende Leistung, die nur mit perfekten Vermessungstechniken möglich war.</p>
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