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	<title>1923 Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Julianischer Kalender: Seine Geltung in der orthodoxen Kirche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1582]]></category>
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		<category><![CDATA[orthodoxe Christenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Julianische Kalender ist 45 v.Chr. von Julius Cäsar als im Römischen Reich eingeführt worden. In der orthodoxen Kirche gilt er bis heute.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Julianische Kalender (Ιουλιανό ημερολόγιο) ist 45 v.Chr. von&nbsp;Julius Cäsar&nbsp;als verbindlicher, nach dem Umlauf der Sonne ausgerichteter Kalender im Römischen Reich eingeführt worden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="514" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Gaius-Julius-Caesar-Replik-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin.jpg" alt="Gaius Julius Caesar - Replik in der Abgusssammlung antiker Plastik in Berlin Charlottenburg" class="wp-image-3062" style="width:200px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Gaius-Julius-Caesar-Replik-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin.jpg 514w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Gaius-Julius-Caesar-Replik-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin-193x300.jpg 193w" sizes="(max-width: 514px) 100vw, 514px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gaius Julius Caesar</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im antiken Rom bedeutete die Kalenderreform Cäsars einen Paradigmenwechsel. Nutzten die Römer bis dahin einen Mondkalender, galt ab jetzt ein Sonnenkalender. Cäsar hat den neuen Kalender nicht selbst definiert. Vielmehr hat er einen Fachausschuss beauftragt, dem überwiegend Griechen angehörten. Geleitet hat ihn Sosigenes aus Alexandria (Σωσιγένης ὅ Ἀλεξανδρεύς). In Alexandria wurde alle vier Jahre ein Schalttag praktiziert. Als Cäsar in Ägypten war, hat er von Verbesserungsmöglichkeiten für den römischen Kalender erfahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Schaltregel besagte, dass alle vier Jahre im Februar ein Zusatztag eingeführt wurde. Die durchschnittliche Jahreslänger betrug nun 365,25 Tage, was ziemlich genau dem Umlauf der Erde um die Sonne entsprach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Julianische Kalender ist im Jahr 45 v. Chr. eingeführt worden. Cäsar wurde an den Iden des März 44 v. Chr. ermordet. Dass ein Schalttag praktiziert wurde, hat er selbst also wohl nicht mehr erlebt. Optimal war die Regelung der Schaltjahre nicht. Die in der Antike erfolgten Berechnungen des Sonnenumlaufs waren sehr gut. Über 1500 Jahre nach Einführung des Julianischen Kalenders zeigten sich jedoch Schwächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sind auf den ersten Blick minimal. Der Julianische Kalender ging von einem durchschnittlichen Sonnenjahr von 365,25 Tagen aus. Heute wissen wir, dass das Sonnenjahr 365,2422 Tage hat. Die Abweichung hat über den langen Zeitraum seit Einführung des Julianischen Kalenders zu einem deutlichen Abweichen des Kalenderjahrs vom tatsächlichen Sonnenjahr geführt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Besonderheiten zum Kalender in der orthodoxen Kirche</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der orthodoxen Christenheit wird der Kalender nicht einheitlich geführt. Die russisch-orthodoxe Kirche geht konsequent nach ihm vor, jedes christliche Fest wird nach ihm berechnet. Das ist in der griechisch-orthodoxen Kirche nicht so. Für die orthodoxen Kirchen beginnt das Kirchenjahr zum 1. September. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die griechisch-orthodoxen Christen verläuft das neue Kirchenjahr bis nach Weihnachten gleich mit den Westkirchen. Das ändert sich Karneval und dem danach folgenden Beginn der Fastenzeit. Ab hier führen die griechisch-orthodoxen Kirchen den Kalender genauso wie die anderen orthodoxen Kirchen. Besondere Feiertage finden allerdings an fixen Daten fest, zum Beispiel Mariä Himmelfahrt am 15. August. Ich denke, das liegt daran, dass diese Feiertage schon vor dem Schisma zwischen West- und Ostkirche festgelegt waren und man hält deshalb daran fest.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Gregorianische Kalender</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1582 hat Papst Gregor XIII. eine Reform des Kalenders mit einer besseren Regelung der Schaltjahre durchgeführt. Sein&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/gregorianischer-kalender/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gregorianischer Kalender</a>&nbsp;ist heute weltweit der am meisten genutzte Kalender. Mit einer durchschnittlichen Jahreslänge von 365,2425 Tagen kommt er dem tatsächlichen Sonnenjahr näher als der Julianische Kalender. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Kalender wurde nicht sofort von allen Ländern übernommen. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, bis er sich (fast überall) durchgesetzt hat. Griechenland hat im Jahr 1923 als letztes europäisches Land den gregorianischen Kalender eingeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Julianischer Kalender: gilt in der orthodoxen Kirche, Athos und einigen anderen Kirchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orthodoxe Kirche und einigen Altorientalischen Kirchen nutzen den Julianischen Kalender bis heute weiter. Daher richten die christlichen Feiertage in Griechenland sich nach dem Julianischen Kalender und weichen zumeist von den in West- und Nordeuropa gebräuchlichen Zeitpunkten ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mönchsrepublik Athos gilt der Julianische Kalender übrigens ganz offiziell bis heute. Betrachtet man Athos als eigenen Staat, ist er wohl der letzte Staat auf unserem Planeten, der den Gregorianischen Kalender noch nicht nutzt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Julianischer Kalender: Datum umrechnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es nicht einfach, unser Datum auf den Julianischen Kalender umzurechnen. Zum Glück gibt es dafür inzwischen <a href="https://kalender-365.de/kalender-umrechnen.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tools im Internet</a>. Auf eines habe ich verlinkt. </p>
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		<title>Das Grab des unbekannten Soldaten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1923]]></category>
		<category><![CDATA[1932]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmal]]></category>
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		<category><![CDATA[Syntagma]]></category>
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		<category><![CDATA[Εύζωνες]]></category>
		<category><![CDATA[Μνημείο του Αγνώστου Στρατιώτη]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unterhalb des Parlamentsgebäudes am Syntagma Platz ist der Ort, an dem Griechenland seiner gefallenen Soldaten gedenkt. Der griechische Staat hat</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unterhalb des Parlamentsgebäudes am <a href="https://hellas.blog/tag/syntagma/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Syntagma</a> Platz ist der Ort, an dem Griechenland seiner gefallenen Soldaten gedenkt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-1024x576.jpg" alt="Das Grab des unbekannten Soldaten in Athen" class="wp-image-309" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-1024x576.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-1536x864.jpg 1536w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Grab_des_unbekannten_Soldaten-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Grab des unbekannten Soldaten</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der griechische Staat hat diese Gedenkort 1923 errichtet. Das zentrale Relief hat der Bildhauer Fokion Rok gemacht. Man hat es 1932 enthüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders auffällig ist die Figur des gefallenen Soldaten, die an der Wand als Relief zu sehen ist. Er hält einen kreisförmigen Schild. Auf dem Kopf trägt er einen antiken Helm. Das Gesicht des Kriegers ist gedreht. So entsteht der Eindruck, dass er noch am Leben ist und sich nur ausruht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf beiden Seiten der Figur stehen Zitate aus der &#8222;Gefallenenrede des Perikles.&#8220;  Ringsum sind die Namen der Orte in den Stein gemeißelt, an denen die griechische Armee in den Balkankriegen bis in die Nachkriegszeit gekämpft hat. .</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-1024x576.jpg" alt="Evzonen am Grab des unbekannten Soldaten" class="wp-image-315" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-1024x576.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-1536x864.jpg 1536w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Athen_Evzonen_am_Grab_des_unbekannten_Soldaten-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Evzonen am Grab des unbekannten Soldaten</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Formation stellt die <a href="https://hellas.blog/ehrenwache-am-grab-des-unbekannten-soldaten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ehrenwache</a>. Gemeinhin nennt man diese Soldaten Evzonen. Εύζωνες bedeutet &#8222;Wohlgegürtete&#8220; und ist in dem Sinne zu verstehen, dass es sich um leichtbewaffnete Soldaten handelt. Eigentlich werden nur die Angehörigen der königlich-griechischen Leibgarde als Evzonen bezeichnet. Seit dem Ende der Monarchie ist der neue Name Präsidialgarde. Die Griechen sind hier aber sehr traditionell und nennen diese Soldaten weiterhin Evzonen. Bei den Evzonen handelt es sich um ein Eliteregiment der griechischen Armee. Sie werden zu Wach- und Repräsentationszwecken eingesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wachwechsel am Grab des unbekannten Soldaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu jeder Stunde findet ein Wachwechsel statt. An Sonn- und Feiertagen gibt es um 11 Uhr sogar eine große Wachablösung, die mit einer Parade der Evzonen und einer Militärkapelle zelebriert wird. In dieser Zeit wird der Verkehr vor dem Grabmal für etwa 10 Minuten gesperrt. Es lohnt sich wirklich, diesen besonderen Wachwechsel anzuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Leser auf Facebook hat mich auf eine &#8211; wichtige &#8211; Kleinigkeit hingewiesen. Aus griechischer Sicht ist es nicht richtig, von einem &#8222;Grab&#8220; des unbekannten Soldaten zu sprechen. Das Denkmal heißt Μνημείο του Αγνώστου Στρατιώτη, was genau genommen das &#8222;Denkmal des unbekannten Soldaten&#8220; bedeutet. Da ich meinen Artikel in deutscher Sprache verfasst habe, verwende ich die hierzulande übliche Bezeichnung vom &#8222;Grab des unbekannten Soldaten&#8220; in diesem Blogeintrag.</p>
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