<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ägypten Archive - Hellas Blog</title>
	<atom:link href="https://hellas.blog/tag/aegypten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hellas.blog/tag/aegypten/</link>
	<description>Griechenland für Dich</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Oct 2026 17:01:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/09/cropped-Favicon_Hellas_Blog-32x32.jpg</url>
	<title>Ägypten Archive - Hellas Blog</title>
	<link>https://hellas.blog/tag/aegypten/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</title>
		<link>https://hellas.blog/pharos-alexandria/</link>
					<comments>https://hellas.blog/pharos-alexandria/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 16:45:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1303]]></category>
		<category><![CDATA[1323]]></category>
		<category><![CDATA[1375]]></category>
		<category><![CDATA[279 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[299 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandria (Ägypten)]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Menelaos]]></category>
		<category><![CDATA[Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Pharos]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemäer]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios I. Soter]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios II. Philadelphos]]></category>
		<category><![CDATA[Sostratos von Knidos]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Φάρος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=12267</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Pharos von Alexandria war der erste Leuchtturm der Welt. Erbaut im 3. Jahrhundert vor Christus stand er bis ins 14. Jahrhundert nach Christus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/">Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der erste Leuchtturm der Welt war der Pharos von Alexandria. Er war eines der sieben Weltwunder der Antike. Und sein Prinzip &#8211; vom Land Licht auf das Meer zu werfen &#8211; setzen heute zahlreiche Leuchttürme auf der ganzen Welt um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist der Pharos von Alexandria</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pharos ist eine Insel, die an der ägyptischen Küste vor dem heutigen Alexandria liegt. Ptolemaios I., der die Dynastie der Ptolemäer auf dem ägyptischen Thron begründete, gab den Auftrag zum Bau. Vollendet wurde er unter der Herrschaft seines Nachfolger Ptolemaios II.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="digitale-Rekonstruktion-des-Leuchtturms-von-Alexandria-zur-Zeit-der-Antike"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg" alt="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" class="wp-image-12247" style="width:400px;height:auto" title="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria durch KI</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unklar ist, wer die Idee zu dem Bauwerk hatte. Es könnte Ptolemaios I. selbst gewesen sein. Aber vielleicht war es auch Sostratos, der aus Knidos in Kleinasien stammte und ein angesehener Baumeister war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht, dass der Pharos von Alexandria unter der Leitung eben dieses Sostratos erbaut wurde. Die Bauzeit war zwischen 299 und 279&nbsp;v.&nbsp;Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Baukosten lagen bei 800 Talenten Silber. Das waren 21.000 kg. Aktuell (Oktober 2025) kostet ein Kilo Silber etwa 1.450 EUR. In heutigem Geld sprechen wir also von etwa 30 Millionen Euro Baukosten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">So sah der Leuchtturm aus</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn der Pharos nicht mehr steht, wissen wir doch in etwa, wie er ausgesehen hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Darstellung-des-Pharos-auf-alexandrinischen-Münzen"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/PhareAlexandrie.jpg" alt="Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen" style="width:400px;height:auto" title="Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen"/><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm war zwischen 115 und 160 Meter hoch. Bis ins 20. Jahrhundert war er der größte je gebaute Leuchtturm. Zu seiner Zeit war er vielleicht sogar das höchste Gebäude der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Münzen, die man im antiken Alexandria geprägt hat, ist der Leuchtturm zu sehen. Er war das Wahrzeichen der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unten hatte der Leuchtturm eine Plattform aus Granit. Sie war 190 m mal 190 m groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der untere Abschnitt des Gebäudes war zwischen 55 m und 65 m hoch. Er war quadratisch mit einer Seitenlänge von 30 m. Nach oben hin verjüngte er sich. Umgeben war er von einem überdachten Säulengang. Auch standen hier Statuen von Göttern und später auch von Pharaonen aus der Dynastie der Ptolemäer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Abschnitt war achteckig und etwa 30 m hoch. Darauf stand die etwas 9 m hohe Zylindra. Darüber befand sich die eigentliche Lichtquelle, in der ein Feuer brannte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz oben stand eine Götterstatue, die 7 oder 8 m hoch gewesen sein dürfte. Vermutlich stand hier Poseidon, eventuell war es auch Zeus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Pharos bis zu seiner Zerstörung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm hat viel gesehen. Zu nennen sind der Brand der Bibliothek von Alexandria, das aufkommende Christentum und das Ende der alten Religionen oder die Eroberung Alexandrias durch den Islam. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich hat ein Erdbeben den Leuchtturm zerstört. Das Jahr ist nicht genau bekannt. Die Quellen nennen 1303, 1323 oder 1375.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trümmer lagen im Meer. Später hat man sie geborgen und in der Qāitbāy-Zitadelle verbaut. Weitere Trümmerteile sind später immer wieder gefunden worden. Erst im <a href="https://www.baublatt.ch/verschiedenes/archaeologie-steinbloecke-vom-leuchtturm-von-alexandria-aus-dem-meer-geborgen-37789" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sommer 2025 sind Bauelemente aus dem Meer</a> geborgen worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Wort Pharos hat eine spannende Wurzel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort Pharos bedeutet heute im Griechischen Leuchtturm. Man schreibt es φάρος (Aussprache: faros). Aber diese Bedeutung hat es nicht immer gehabt. Im Grunde genommen beruht das Wort auf einem Missverständnis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pharos ist ursprünglich der Name einer <a href="https://www.google.com/maps/@31.0836631,29.5914969,11z?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI1MDkyNC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insel</a>, die vor der Küsten Ägyptens nahe den heutigen Alexandria lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://hellas.blog/homer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homer</a> erwähnt sie in seiner&nbsp;Odyssee&nbsp;(4,354–359). Es gibt eine Sage. Nach dieser soll der griechische König Menelaos auf einer Insel vor der Küste Ägyptens gelandet sein. Einen Namen der Insel kannte er nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also fragte er einen Mann nach deren Namen und nach dem Besitzer. Der Ägypter sagte Per aa, was das altägyptische Wort für Pharao ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menelaos verstand kein Ägyptisch. Er dachte, der Ägypter hätte ihm den Namen der Insel genannt. Und phonetisch klang das, was der Ägypter sagte, für Menelaos wie Pharos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Altgriechischen hat das Wort Pharos (φᾶρος) so viel wie &nbsp;Tuch oder Segel bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Begebenheit kam die Insel zu ihrem Namen. Und als man später dort einen Leuchtturm baute, nannten die Menschen ihn in Ermangelung eines eigenen Wortes so wie die Insel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Areal des Leuchtturms birgt spannende Funde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dort, wo einst der Leuchtturm stand, findet man immer wieder interessante Sachen. So haben Unterwasserarchäologen dort einen Ring aus Bronze geborgen. Darüber berichtet die <a href="https://www.welt.de/wissenschaft/article6ac749d4e51bfb79beba652c/archaeologie-taucher-bergen-im-mittelmeer-einzigartigen-ring-der-eines-der-weltwunder-zeigt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Welt am 8. Oktober 2026</a>. Das Besondere: Auf den Ring ist der Pharos von Alexandria eingraviert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/">Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/pharos-alexandria/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erdbeben haben den Leuchtturm von Alexandria zerstört</title>
		<link>https://hellas.blog/erdbeben-haben-den-leuchtturm-von-alexandria-zerstoert/</link>
					<comments>https://hellas.blog/erdbeben-haben-den-leuchtturm-von-alexandria-zerstoert/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1303]]></category>
		<category><![CDATA[1323]]></category>
		<category><![CDATA[1375]]></category>
		<category><![CDATA[279 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[299 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandria (Ägypten)]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Pharos]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemäer]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios I. Soter]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios II. Philadelphos]]></category>
		<category><![CDATA[Sostratos von Knidos]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Φάρος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=12160</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es steht fest, dass Erdbeben den Leuchtturm von Alexandria zerstört haben. Zu nennen sind die Jahre 1303, 1323 und 1375. Der Leuchtturm von Alexandria ist mit seinem griechischen Namen Faros (von φάρος) als eines der sieben Weltwunder der Antike bekannt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/erdbeben-haben-den-leuchtturm-von-alexandria-zerstoert/">Erdbeben haben den Leuchtturm von Alexandria zerstört</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es steht fest, dass ein Erdbeben den Leuchtturm von Alexandria zerstört hat. Er ist mit seinem griechischen Namen <em>Faros</em> (von φάρος, andere deutsche Schreibweise: Pharos) als eines der <a href="https://roland-richter.blogspot.com/2025/08/aussehen-weltwunder-antike.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sieben Weltwunder der Antike</a> bekannt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wissen wir über den Pharos von Alexandria?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Ende des Faros werden zwei Erdbeben in den Jahren 1303 und 1323 verantwortlich gemacht. Andere nennen das Jahr 1375.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Leuchtturms hat man im Jahr 299 v.Chr. begonnen. Den Bau abgeschlossen hat man im Jahr 279 v.Chr. Nimmt man das Jahr 1303 für seine Zerstörung an, dann stand er seit 279 v.Chr. über 1.600 Jahre. Seine genaue Höhe kennen wir nicht, sie lag vermutlich zwischen 115 m und 160 m. Für ein Gebäude von dieser Höhe sind 1.600 Jahre eine verdammt lange Zeit. Und vermutlich war der Pharos bis zu seinem Ende in Funktion.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Zerstörung-des-Leuchtturms-von-Alexandria-durch-ein-Erdbeben"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Erdbeben.jpg" alt="Zerstörung des Leuchtturms von Alexandria durch ein Erdbeben" class="wp-image-12248" style="width:400px" title="Zerstörung des Leuchtturms von Alexandria durch ein Erdbeben" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Erdbeben.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Erdbeben-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Erdbeben-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zerstörung des Leuchtturms von Alexandria<br>(Bild durch KI generiert)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der langen Zeit seiner Existenz hatte der Pharos einige Naturkatastrophen zu bestehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich beeindruckt: Der Turm stand an exponierter Lage am Meer. Er hat sowohl die permanente, salzhaltige Feuchtigkeit des Mittelmeers als auch die vielen Stürme im Winter ausgehalten. Und das über 1.600 Jahre lang. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch Erdbeben hatte er zu überstehen. Am 21. Juli 365 n.Chr. gab es südlich von Kreta ein heftiges Seebeben. Das soll auch den Turm schwer getroffen und beschädigt haben. Aber er blieb stehen. Allerdings hatten die alten Götter ihren Job nicht ordentlich erledigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das aufkommende Christentum nutzte die Gelegenheit, die Statuen der heidnischen Götter zu entfernen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die weitere Geschichte des Pharos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Beben beschädigte den Turm im Jahr 769. Man reparierte ihn so gut es ging. Der Pharos blieb stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 9. Jahrhundert hatten die Araber Ägypten erobert. Das obere Geschoss wurde zur Moschee umgebaut. Alexandria hatte damit das höchste Gotteshaus der islamischen Welt. Das war eine Ansage voll Selbstbewusstsein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem 12. Jahrhundert gibt es Berichte, die den Pharos in Funktion beschreiben. Oben brannte ein Licht und leuchtete hinaus auf See.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kam das Ende im 14. Jahrhundert. In den Jahren 1303 und 1323 gab es zwei große Erdbeben. Das erste richtete Schäden an, die man nicht mehr reparieren konnte. Das zwei brachte den Turm zum Einsturz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz sicher sind die Jahre nicht. Teilweise wird auch 1375 als Jahr des Zusammenbruchs genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber sicher ist: Die Trümmer des Pharos blieben zunächst liegen. 1480 ließ Sultan Kait-Bey Teile der Trümmer heben. Er nutzte sie als Baumaterial für die&nbsp;Qāitbāy-Zitadelle. In ihr kann man heute noch sehen, woraus der Pharos einst bestand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das vorläufig letzte Kapitel um die Trümmer ereignete sich im Sommer 2025. Forscher konnten 22 der größten verbliebenen Steinblöcke aus dem Meer bergen. Darunter sind Türstürze, Pfosten, Türschwellen und Bodenplatten mit einem Gewicht von bis zu 80 Tonnen. Aktuell untersuchen die Wissenschaftler diese Trümmer. Sie möchten etwas über die Konstruktion des Pharos und auch über sein Ende herausfinden. Auf dieser Grundlage wollen sie ein neues Modell des Pharos konstruieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wissen wir über den Pharos von Alexandria?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So einen Bau hatte es bis dahin auf der ganzen Welt noch nicht gegeben: Von einem hohen Turm aus schickte man ein Licht auf das Meer. So konnte man Schiffen anzeigen, wo es zum Hafen von Alexandria ging.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="digitale-Rekonstruktion-des-Leuchtturms-von-Alexandria"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg" alt="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" class="wp-image-12247" style="width:400px" title="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Den Bau des Leuchtturms von Alexandria hat man unter der Herrschaft des Pharaos Ptolemaios I. Soter begonnen. Vollendet wurde er nach dessen Tod, die Regentschaft über Ägypten hatte sein Sohn Ptolemaios II. Philadelphos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Idee zu dem Leuchtturm von Ptolemaios I. selbst stammte oder von Sostratos von Knidos, ist nicht bekannt. Sostratos war jedoch der Baumeister, der das Gebäude auf der Insel Pharos errichtet hat. Diese Insel lag vor der Küste Alexandrias. Ein Wort für Leuchtturm gab es bis dahin nicht. Der Pharos von Alexandria war der erste Turm, den man zu diesem Zweck errichtet hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die griechisch sprachigen Menschen in Alexandria übernahmen den Inselnamen in ihrer Sprache als Wort für Leuchtturm, und das blieb auch nach seiner Zerstörung durch ein Erdbeben bis heute so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leuchttürme erfüllen viele Funktionen. Sie zeigen von der Küste her an, wo es für Schiffe gefährlich wird. Aber sie leuchten auch den Weg in den Hafen. In gewisser Weise kann man sagen, dass der Pharos von Alexandria eine gewaltige Werbelampe war. Schiffe kamen in den Hafen, entluden ihre Waren und kauften auch ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lies den <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag über den Leuchtturm von Alexandria</a>, wenn Du mehr über ihn wissen möchtest.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/erdbeben-haben-den-leuchtturm-von-alexandria-zerstoert/">Erdbeben haben den Leuchtturm von Alexandria zerstört</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/erdbeben-haben-den-leuchtturm-von-alexandria-zerstoert/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</title>
		<link>https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/</link>
					<comments>https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bronze]]></category>
		<category><![CDATA[Dolch]]></category>
		<category><![CDATA[Gräberrund A in Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=15229</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf einem Dolch im Archäologischen Nationalmuseum Athen machen Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel. Gefunden wurde er im Gräberrund A in Mykene. Die Inventarnummer im Museum ist 765. Im heurigen Jahresthema geht es um besondere Artefakte in Museen. Dieser Dolch gehört für mich definitiv dazu.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a>&nbsp;ist ein Dolch zu sehen, auf dem Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel machen. Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um besondere Artefakte in Museen. Für mich gehört dieser Dolch dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machen Wasservögel und Katzen auf einem Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Dolch habe ich am Anfang des Rundgangs gesehen, im Bereich mit prähistorischen Altertümern. Dort gibt es viele Funde aus dem bronzezeitlichen Mykene.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Dolch-aus-Mykene-mit-Katzen,-Vögeln-und-Papyrusblüten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" class="wp-image-15278" title="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht wenige dieser Funde hat seinerzeit&nbsp;<a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>&nbsp;gemacht. Heute sind sie im Raum 4 des Museums zu sehen. Die Inventarnummer im Archäologischen Nationalmuseum ist 765.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klinge dieses Dolchs besteht aus Bronze. Sie ist reich mit Einlegearbeiten aus Gold und Silber verziert. Die Verzierungen sind mit einer Technik namens Niello ausgeführt, was auf die hohe Kunstfertigkeit der mykenischen Metallhandwerker hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefertigt wurde der Dolch im 16. oder 15. vorchristlichen Jahrhundert. Er gehört zu einer kleinen Gruppe von Luxusobjekten aus dieser Zeit, in denen von der Natur inspirierte Motive zu sehen sind. Mich erinnert das an Wandmalereien aus dieser Zeit, die man auf Santorin oder Kreta gefunden hat. Das ist ein Indiz für den kulturellen Austausch zwischen diesen Räumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schild zu diesem Objekt beschreibt es als&nbsp;<em>Bronzedolch mit eingelegten Verzierungen</em>. Auf der Klinge sei eine nilotische Landschaft mit Katzen dargestellt, die Wasservögel zwischen Papyrusblüten zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die Papyrusblüten sind ein Hinweis auf Ägypten. Niello war auch ägyptischen Schmieden bekannt. Sowohl Motive auf der Klinge als auch die handwerkliche Technik sind ein Indiz für den kulturellen Austausch mit Ägypten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Vorderseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gesamten Breite der Klinge sehen wir stilisierte Papyrusblüten. Rechts neben der großen Blüte am linken Rand sehen wir eine große Katze, die sich in einer dynamischen Bewegung befindet. Möglicherweise sehen wir einen Löwen. Mich erinnert das ein wenig an den&nbsp;<a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Vorderseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="209" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg" alt="Vorderseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15276" title="Vorderseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-300x78.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-768x201.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorderseite des Bronzedolchs, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Katze wird von einer großen Vogelgestalt begleitet, deren Flügel und Körper durch Gold- und Silbereinlagen hervorgehoben sind. Möglicherweise handelt es sich um eine symbolische Darstellung des Kampfes zwischen Raubtier und Beute. Vielleicht sollen aber auch nur Kraft und Dynamik zu sehen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts neben der Katze sind weitere Vögel zu sehen, die in verschiedenen Flugpositionen dargestellt sind. Das zeigt nicht nur die gute Beobachtungsgabe des Künstlers, die ich aus der sehr realistischen Darstellung der Tiere ableite. Das Motiv ist auch ein Hinweis darauf, dass die Natur in der mykenischen Vorstellungswelt eine große Bedeutung gehabt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterhalb der zentralen Szene schwimmen Fische und andere Wassertiere. Das deutet auf einen Lebensraum an einem Fluss oder See hin. Der Bezug zu Ägypten legt den Nil nahe, was auch im Begleittext des Museums zum Ausdruck kommt. Das ist aber meiner Meinung nach nur Spekulation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Rückseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die andere Seite ist Dank Spiegeln auch gut zu sehen. Links sehen wir einen Löwen, daneben Vögel und Blüten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Rückseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="213" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg" alt="Rückseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15277" title="Rückseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-300x80.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-768x204.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rückseite des Bronzedolchs</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich um Papyrus handelt, kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Die Pflanzen sind stilisiert dargestellt. Aber mit ihren langen Stängeln und typischen Spitzen sehen sie so aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche das Archäologische Nationalmuseum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Museums in Athen ist&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>. Die nächstgelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio. Der Eintritt kostet 20 Euro, bestimmte Personen erhalten eine Ermäßigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten</a>. Deswegen soll es in näherer Zukunft auch vorübergehend für Besucher geschlossen werden. Bitte informiere Dich vor einem Besuch auf der&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>, ob es geöffnet ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt der Isidora</title>
		<link>https://hellas.blog/das-getty-museum-in-los-angeles-zeigt-das-portraet-der-isidora/</link>
					<comments>https://hellas.blog/das-getty-museum-in-los-angeles-zeigt-das-portraet-der-isidora/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[California]]></category>
		<category><![CDATA[Enkaustik]]></category>
		<category><![CDATA[Frisur]]></category>
		<category><![CDATA[Getty Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Kalifornien]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[Mumie]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=14102</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt einer Frau, deren Name Isidora war. Die Enkaustik stammt aus Ägypten. Es handelt sich um ein Mumienportrait, das für ihre Beisetzung gefertigt wurde. Möglicherweise hat Isidora  im 1. nachchristlichen Jahrhundert gelebt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-getty-museum-in-los-angeles-zeigt-das-portraet-der-isidora/">Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt der Isidora</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt einer Frau aus Ägypten, deren Name Isidora war. Über dieses besondere Stück berichtete vor Kurzem <a href="https://www.lifo.gr/now/entertainment/portreto-ellinidas-toy-100-mh-sto-los-antzeles-fotizei-ti-diapolitismiki-romaiki" target="_blank" rel="noreferrer noopener">lifo.gr</a>. Das Mumienportrait ist für ihre Beisetzung gefertigt worden. Was verrät es über diese Frau?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Porträt der Isidora im Getty Museum in Los Angeles</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mumienbilder aus der hellenistischen Zeit Ägyptens gibt es einige. In Deutschland kann man sie zum Beispiel im <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liebieghaus</a> Frankfurt oder der Antikensammlung Berlin sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Mumienportrait-der-Isidora"><img decoding="async" width="533" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora.jpg" alt="Mumienportrait der Isidora" class="wp-image-14107" style="width:auto;height:400px" title="Mumienportrait der Isidora" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora.jpg 533w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mumienportrait der Isidora <br>(Bildquelle: J. Paul Getty Museum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten derartigen Bildern, die ich gesehen habe, war der Name der abgebildeten Person nicht bekannt. Das ist hier anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name der Frau ist auf der rechten Schulter der Mumienbinden geschrieben worden. Sie heißt Isidora (ΙΣΙΔΟΡΑ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo Isidora ursprünglich bestattet war, ist nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde das Bild faszinierend. Auf mich wirkt es, als wenn mich Isidora direkt ansieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Bild musste man sich erst einmal leisten können. Die Maltechnik nennt sich Enkaustik. Das Gold, das wir sehen, dürfte echt sein. Isidora dürfte einer Familie mit beträchtlichem Reichtum und hohem sozialen Status angehört haben. Zur Malechnik <em>Enkaustik</em> schreibe ich unten etwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Isidora trägt einen traditionell lavendelfarbenen Mantel. Schwarze Clavi (gewebte Streifen) mit vergoldetem Rand verlaufen vertikal vom Stofffeld auf das Leinen des Leichentuchs. So erweitern sie das Porträt über die Leinenbinden hinaus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Isidoras Frisur</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Isidora trägt eine zu ihrer Zeit populäre Damenfrisur. Die Haare sind eng geflochten und zu einem geflochtenen Knoten hoch gesteckt. Mit einer Haarnadel ist der Knoten am Kopf befestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ihrem Kopf trägt Isidora einen großen goldenen Kranz. In der Mitte sehen wir ein Element. Ob es einfach nur dekorativ sein soll oder möglicherweise eine religiöse Bedeutung hat, habe ich nicht herausfinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Gesicht ist vom Haar regelrecht umrahmt. An den Seiten fallen ihr spiralförmige Strähnen vor die Ohren. Das passt zur Radiokarbondatierung. Diese Haarmode war im ersten nachchristlichen Jahrhundert sehr beliebt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Schmuck</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fiel auch das wundervolle Geschmeide auf, mit dem Isidora geschmückt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ohrringe sind ein echter Hingucker. An einem goldenen Stab ist eine große Perle befestigt. Davon gehen nach unter vier goldene Stäbchen ab, an deren Enden wieder große Perlen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die drei Halsketten fallen auf. Sie sind vorne durch ein goldenes Element verbunden, das unten von einem edlen Stein abgeschlossen wird. Den sehen wir in einer Goldfassung, vielleicht handelt es sich um einen Amethyten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ketten sind sehr unterschiedlich. Die obere Kette könnte aus Smaragden, Perlen und Goldperlen bestehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mittlere Halskette besteht aus miteinander verbundenen Goldplättchen.  Recht große Edelsteine &#8211; vielleicht Smaragde &#8211; sehen wir in der untersten Kette. Dazwischen sehen wir quadratische Goldelemente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen solchen Schmuck konnten sich nur Familien der Oberschicht leisten. Das wäre heute vermutlich genauso. Denn der Schmuck hat nicht nur einen hohen Materialwert, da stecken auch viel Arbeit und Können drin.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wann lebte Isidora?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen auch, wann Isidora ungefähr bestattet wurde. Durch die Radiokarbonmethode konnte man eine Zeit zwischen 43 v. Chr. bis 122 n. Chr. ermitteln. Aber wann lebte sie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man auch Frisur und Schmuck, spricht einiges dafür, dass Isidora im ersten Jahrhundert nach Christus gelebt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enkaustik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Technik, in der das Porträt gemalt wurde, heißt Enkaustik. Das ist die Kunst, eingebrannte Gemälde zu fertigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort leitet sich vom altgriechischen Wort énkaustikē (ἐγκαυστική) ab. Der Künstler trägt in heißem Wachs gebundene&nbsp;Farbpigmente&nbsp;auf den Maluntergrund auf. Ihre Blütezeit erlebte diese Technik in der griechisch-römischen Antike. Die allermeisten Werke sind aber im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab eine &#8222;ökologische Nische&#8220;, in der sie überlebt haben: Das trockene Klima Ägyptens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im trockenen Klima von Ägypten haben einige Enkaustiken überlebt. Sie sind fantastisch und lassen ahnen, welche Kunstfertigkeit die Maler der Antike hatten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-getty-museum-in-los-angeles-zeigt-das-portraet-der-isidora/">Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt der Isidora</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/das-getty-museum-in-los-angeles-zeigt-das-portraet-der-isidora/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Archäologen haben den Eingang zum Leuchtturm von Alexandria vom Meeresgrund geborgen</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologen-haben-den-eingang-zum-leuchtturm-zu-alexandria-vom-meeresgrund-geborgen/</link>
					<comments>https://hellas.blog/archaeologen-haben-den-eingang-zum-leuchtturm-zu-alexandria-vom-meeresgrund-geborgen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[279 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandria (Ägypten)]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Pharos]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemäer]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios I. Soter]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios II. Philadelphos]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Φάρος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=14040</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Leuchtturm von Alexandria hatte einen Eingang, dessen Bauelemente seit 2015 geborgen wurden. Das haben jüngste Untersuchungen ergeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologen-haben-den-eingang-zum-leuchtturm-zu-alexandria-vom-meeresgrund-geborgen/">Archäologen haben den Eingang zum Leuchtturm von Alexandria vom Meeresgrund geborgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.skai.gr/news/technology/entyposiaki-eidisi-arxaiologoi-anesyran-apo-ton-vytho-ton-faro-tis-aleksandreias" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Skai.gr berichtet</a>, dass Archäologen Bauteile vom Eingang zu Leuchtturm von Alexandria vom Meeresgrund gebogen haben. Die Bergung von Elementen des Pharos läuft schon länger. Nunmehr ist auch geklärt, was genau da an Land geholt worden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Eingang zum Leuchtturm von Alexandria</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Alexandria stand der erste Leuchtturm der Welt. Der Bau wurde  279 v.Chr. vollendet. Und im 14. Jahrhundert hat ein (oder haben mehrere) Erdbeben ihm den Garaus gemacht. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Die-Bergung-der-Bauelemente-des-Eingangs"><img decoding="async" src="https://cdn.skai.gr/sites/default/files/styles/inline_image/public/lighthouseofalexandriadoorway.jpg.webp?itok=Ff_KJMWy" alt="Die Bergung der Bauelemente des Eingangs" style="width:400px" title="Die Bergung der Bauelemente des Eingangs"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Bergung der Bauelemente des Eingangs<br>(BIldquelle: skai.gr)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Über sein Ende plane ich später im Jahr einen eigenen Blogbeitrag. Es ist faszinierend, dass ein in der Antike gebauter Turm wohl mehr als 1600 Jahre stand und seine Funktion erfüllt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass man den Leuchtturm durch einen Eingang betreten musste, liegt auf der Hand. Das ist bei derartigen Bauwerken zu allen Zeiten so gewesen, auch heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ein Erdbeben den Turm zerstört hat, stürzten viele seiner Bauelemente ins Wasser. Das verhinderte ihre &#8222;Wiederverwertung&#8220; für andere Bauten, was mit einem Teil des Baumaterials passiert ist. Im Meer lagen die großen Steine dann über die nächsten Jahrhunderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juni 2015 bergen Forscher Bauelemente des Leuchtturms aus dem östlichen Hafenbereich von Alexandria.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis jetzt haben sie 22 Granit- und Kalksteinblöcke mit einem Gewicht von bis zu 80 Tonnen aus dem Meer geholt. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten sind diese Bauelemente wieder an der Luft.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geborgenen Bausteine sind für wissenschaftliche Untersuchungen zugänglich. Deren Leitung hat die Archäologin und Architektin Isabelle Hairy vom französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (<a href="https://www.cnrs.fr/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CNRS</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Analyse hat ergeben, dass die geborgenen Teile zum Haupteingang des Leuchtturms gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl griechische als auch ägyptische Arten der Steinbearbeitung konnten nachgewiesen werden. Das zeigt, dass die Ptolemäer die Fähigkeiten beider Kulturen zu vereinen wussten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kampagne 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Isabelle Hairy und Thomas Faucher haben die Ergebnisse der Unterwassergrabungen wissenschaftlich aufbereitet, die sie 2024 an der Stätte des Leuchtturms von Alexandria durchgeführt haben. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Der-Hafenbereich-von-Alexandria,-in-dem-einst-der-Pharos-stand"><img decoding="async" src="https://journals.openedition.org/baefe/docannexe/image/13858/img-2-small580.jpg" alt="Der Hafenbereich von Alexandria, in dem einst der Pharos stand" style="width:400px" title="Der Hafenbereich von Alexandria, in dem einst der Pharos stand"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Hafenbereich von Alexandria<br>(Bildquelle: openedition.org)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Den Bericht über die <a href="https://doi.org/10.4000/14fxc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kampagne in Alexandria ist im Internet veröffentlicht</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterwasserkampagne 2024 fand vom 3. September bis zum 17. Oktober statt. Sedimentablagerungen, zu denen es infolge des Baus von Wellenbrechern gekommen ist, stellen dabei eine gewisse Herausforderung dar. Zwar sind einige Bausteine geborgen worden. Die meisten noch vorhandenen Bauelemente des Leuchtturms liegen jedoch noch im Meer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich sehr faszinierend finde: Anscheinend sind Granitmonolithen der Fassade einer Pyramide aus der 4. Dynastie&nbsp; für die Fundamente des Leuchtturms von Alexandria wiederverwendet worden. Abschließend geklärt ist das nicht. Aber erste Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch haben die Forscher herausgefunden, dass die Steine wohl nicht mit Mörtel verbunden waren. Es scheint, dass Metall benutzt wurde. Einige Steine ​​von annähernd gleicher Abmessung weisen kreisrunde Zapfenlöcher auf. Von denen sind einige noch mit Metall gefüllt. Andere Steine haben horizontale Zapflöcher, in denen kein Metall gefunden wurde. Wie es scheint, konnte der Pharos mit dieser Bautechnik erdbebensicher errichtet werden. So ist auch das Alter von 1600 Jahren zu erklären, dass dieses Gebäude erreicht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Meer vor Alexandria liegen noch sehr viele Steine, die vermutlich vom Pharos stammen. Es werden in den Medien Zahlen zwischen 4000 und 5000 Stück genannt. Ob Ideen über den Wiederaufbau dieses Weltwunders realistisch sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber auf jeden Fall haben künftige Forschergenerationen hier noch sehr viel zu tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von einer Insel zum Pharos zum Leuchtturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm von Alexandria war das erste Gebäude seiner Art, und natürlich hatte er einen Eingang. Man musste ihn betreten, um ihn seinem Zweck entsprechend nutzen zu können. Seine Vorgeschichte finde ich aber auch sehr spannend</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="digitale-Rekonstruktion-des-Leuchtturms-von-Alexandria-zur-Zeit-der-Antike"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg" alt="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" class="wp-image-12247" style="width:400px" title="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria <br>zur Zeit der Antike</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm stand auf einer (früheren) Insel, die den Namen Faros trug. Zu diesem Namen kam sie durch einen Zufall.  Menelaos soll hier einst gelandet sein. Da er nicht wusste, wo er war, fragte er einen Mann nach dem Namen der Insel und ihrem Besitzer. Hier muss es dann Sprachschwierigkeiten gegeben haben. Der Mann antwortete ihm <em>Per aa</em>, damit gab er den Pharao als Eigentümer der Insel an. Menelaos dachte, der Ägypter habe ihm den Namen der Insel genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin bedeutete das Wort Pharos im Altgriechischen so viel wie Tuch oder Segel. Jetzt meinten die Griechen, dass auch diese Insel so heißt und segelten ab. Was blieb, war der neue griechische Inselname.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nach dem Tod Alexanders des Großen der Diadoche Ptolemaios I. die Herrschaft in Ägypten errang, gab er den Bau des Leuchtturms in Auftrag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst hat er seine Fertigstellung nicht mehr erlebt. Das Bauwerk ist erst unter der Regentschaft seines Nachfolgers Ptolemaios II. vollendet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein eigenes Wort für Leuchtturm hatten die Griechen und Ägypter nicht. Also benannte man ihm nach dem (griechischen) Namen der Insel, auf der er stand. So kam es, dass die Zeitgenossen über den Pharos sprachen, wenn sie den Leuchtturm meinten. Und das Wort Pharos zog auf diese Weise in die Griechische Sprache ein. Dort bedeutet es bis heute Leuchtturm. Für Segel oder Tuch sagen die Griechen heute <em>pani</em> (πανί).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mehr Informationen über den ersten Leuchtturm der Welt lies meinen <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag über den Pharos von Alexandria</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologen-haben-den-eingang-zum-leuchtturm-zu-alexandria-vom-meeresgrund-geborgen/">Archäologen haben den Eingang zum Leuchtturm von Alexandria vom Meeresgrund geborgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/archaeologen-haben-den-eingang-zum-leuchtturm-zu-alexandria-vom-meeresgrund-geborgen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>So könnten die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben</title>
		<link>https://hellas.blog/sieben-weltwunder-antike-ausgesehen/</link>
					<comments>https://hellas.blog/sieben-weltwunder-antike-ausgesehen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandria (Ägypten)]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[Babylon]]></category>
		<category><![CDATA[Ephesos]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[Gizeh]]></category>
		<category><![CDATA[Halikanassos]]></category>
		<category><![CDATA[Hängende Gärten]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Koloss von Rhodos]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Mausoleum]]></category>
		<category><![CDATA[Olympia]]></category>
		<category><![CDATA[Pharos]]></category>
		<category><![CDATA[Pyramide]]></category>
		<category><![CDATA[Rhodos (Insel)]]></category>
		<category><![CDATA[Statue]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=12992</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie haben die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen? Dazu habe ich mir meine Gedanken gemacht. Das von einer KI generierte Bild der Weltwunder ist natürlich nur eine Spekulation.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/sieben-weltwunder-antike-ausgesehen/">So könnten die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sieben Weltwunder der Antike sind heute bekannt, aber wie haben sie ausgesehen? Die Menschen der Antike haben diese Bauwerke nicht als Weltwunder bezeichnet. Für sie waren das die Sehenswürdigkeiten ihrer Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was waren Weltwunder?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau genommen nannten sie diese Bauwerke&nbsp;ἑπτὰ θεάματα τῆς οἰκουμένης. Das bedeutet&nbsp;<em>die sieben Sehenswürdigkeiten der bewohnten (Erde)</em>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike.jpg" alt="Die sieben Weltwunder der Antike" class="wp-image-12991" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die 7 Weltwunder der Antike<br>(Bild durch KI generiert)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie genau diese Wunderwerke zu ihrer Zeit ausgesehen haben, wissen wir nicht. Die Werke gibt es &#8211; bis auf die große Pyramide von Gizeh &#8211; nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es je detailgetreue Bilder gegeben haben sollte, sind diese verloren gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen hauptsächlich aus Beschreibungen, wie die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben könnten. Einzig die Pyramiden von Gizeh ist bis heute erhalten geblieben. Alle anderen Werke gibt es nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Weltwunder war auf sieben begrenzt. Diese Zahl galt in der Antike als vollkommen. Und als vollkommen galten auch die Werke. Ursprünglich gehörten übrigens die Stadtmauern von Babylon zu den Weltwundern. Diese waren aber schon in der Antike zerstört. Stattdessen kam der Leuchtturm von Alexandria in die Liste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die sieben Weltwunder ausgesehen haben, wissen wir nicht wirklich. Aber das Bild zu diesem Blog gibt dazu doch eine ungefähre Vorstellung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das waren die sieben Weltwunder der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Weltwunder waren griechisch. Das kann sowohl für die Pyramide von Gizeh als auch die Hängenden Gärten von Babylon klar verneint werden. Aber die Griechen der Antike kamen auf die Idee, eine Liste der Weltwunder aufzustellen. Und wie diese sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben, wussten die Menschen ihrer Zeit vor allem aus Erzählungen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Pyramiden von Gizeh</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Pyramide des Cheops war&nbsp;glatt verkleidet mit feinpoliertem, weißem Tura-Kalkstein. Der reflektierte die Sonne sehr stark, so dass die Pyramide hell strahlte. Ihre Verkleidung ist archäologisch belegt. Erhalten geblieben sind zum Beispiel Verblendsteine. Ein goldener „Gipfelstein“ wird in der Populärliteratur oft erwähnt. In den mir bekannten Quellen ist er aber nicht belegt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt noch zwei weitere Pyramiden. Die des Chephren gilt als &#8222;mittlere&#8220; Pyramide und und die des Mykerinos ist die &#8222;kleine&#8220; Pyramide. Daneben steht noch das Grab von Chentkaus I., die am Ende der 4. Dynastie Ägypten als Königin regierte. Das war aber keine &#8222;richtige&#8220; Pyramide und wurde in Der Antike wohl auch nicht als solche angesehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hängende Gärten von Babylon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Existenz ist umstritten. Es gibt sogar die These, dass sie im assyrischen Ninive zu verorten ist. Einigkeit besteht aber, dass es sie gab. Vorstellen dürfen wir uns sie als große, terrassierte Gartenanlage mit aufwändiger Bewässerung.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zeusstatue von Olympia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Sie war kein Bauwerk, sondern ein Kunstwerk. Gefertigt von Phidias dürfen wir sie uns als ein sitzendes Kultbild des griechischen Gottes Zeus vorstellen. Sie war etwa 12 m hoch und wohl aus Elfenbein und Gold gefertigt. Pausanias berichtet, dass die Statue mit Öl gepflegt worden ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Artemistempel von Ephesos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bauwerk muss ein wirklich&nbsp;monumentaler Tempel gewesen sein. Der Tempeltyp war ein Dipteros im Ionischen Stil. Gebaut hat man den Tempel mit Marmor. Er hatte 127 Säulen, die eine Höhe von 18 bis 19 m hatten. Das Bauwerk war sehr üppig verziert und muss seine Besucher wahnsinnig beeindruckt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mausoleum von Halikarnassos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ließ König Mausolos II. sich ein Grabmal errichten. Es war keine Pyramide wie in Ägypten, sondern eher ein hausartiges Gebäude mit einem pyramidenähnlichen Dach. Und das muss richtig etwas hergemacht haben. Es hatte einen hohen Sockel, um den 36 Säulen angeordnet waren. Darüber war ein pyramidenförmiges Dach mit 24 Stufen. Und als Krönung soll eine Quadriga oben drauf gestanden haben. Hoch war das Mausoleum stolze 45 m. Die Reste des Podiums gibt es heute noch. Die Maße weichen leicht von den antiken Quellen ab, bestätigen aber prinzipiell, was wir über das Mausoleum wissen..&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Koloss von Rhodos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">An der Einfahrt zum Hafen von Rhodos stand eine imposante Statue des Gottes Helios. Sie war&nbsp;etwa 32–33 m hoch. Berichte, dass die Hafeneinfahrt unter den Beinen der Statue hindurchging, kann die Forschung nicht bestätigen. Wahrscheinlich hohe Bronze-Statue des Helios; gängige Forschung verwirft die „Hafeneinfahrt-Pose“. Möglicherweise stand sie bei der Akropolis von Rhodos oder im Bereich Mandráki. Wir dürfen uns den Gott stehend vorstellen, mit Mantel und Strahlenkrone.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Leuchtturm von Alexandria</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Man bezeichnet ihn auch mit dem griechischen Wort für Leuchtturm als Pharos. Es war ein dreigeteilter Turm. Unten war er quadratisch, in der Mitte oktogonal und oben zylindrisch. Insgesamt dürfte er etwas über 100 m hoch gewesen sein. An der Spitze gab es Spiegel, die bei Tag das Sonnenlicht reflektierten und auf das Meer blinkten. bei Nacht brannte hier ein Feuer, das weithin zu sehen war. Von Bildern auf antiken Münzen wissen wir, dass an den Ecken des Gebäudes Figuren standen. Und auf dem Dach mag eine Statue gestanden haben. Im Osthafen von Alexandria hat man Steine des Leuchtturms gefunden, welche die bisherigen Informationen zu Lage und Größe des Gebäudes stützen.&nbsp;Für mehr Informationen lies den <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel zum Pharos von Alexandria</a> in diesem Blog.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/sieben-weltwunder-antike-ausgesehen/">So könnten die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/sieben-weltwunder-antike-ausgesehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Mädchen auf einem Mumienportrait im Liebieghaus</title>
		<link>https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/</link>
					<comments>https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Enkaustik]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt (Main)]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Liebieghaus (Frankfurt)]]></category>
		<category><![CDATA[Mumie]]></category>
		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=10055</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Liebieghaus in Frankfurt seht Ihr das Bild von ein Mädchen, deren Mumienportrait man ihr einst mit zur ewigen Ruhe gegeben hat. Der Besuch des Liebieghauses lohnt sich. Und vielleicht findest Du dieses Bild auch so besonders wie ich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/">Das Mädchen auf einem Mumienportrait im Liebieghaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liebieghaus</a> in Frankfurt seht Ihr das Bild von ein Mädchen, deren Mumienportrait man ihr einst mit zur ewigen Ruhe gegeben hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Mumienbildnis-eines-Mädchens"><img decoding="async" width="800" height="533" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Mumienportrait-Maedchen-120-150-n.Chr_.jpg" alt="Mumienbildnis eines Mädchens" class="wp-image-10054" style="width:400px" title="Mumienbildnis eines Mädchens" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Mumienportrait-Maedchen-120-150-n.Chr_.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Mumienportrait-Maedchen-120-150-n.Chr_-300x200.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Mumienportrait-Maedchen-120-150-n.Chr_-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mumienbildnis eines Mädchens</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild ist so toll gemalt, auf mich wirkt es fast wie eine Fotografie. Mich blickt ein Mädchen an, das vor gut 1900 Jahren gelebt hat. So etwas finde ich wirklich faszinierend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild stammt aus Ägypten zur Zeit der römischen Besetzung. Entstanden ist es zwischen 120 nach Christus und 150 n.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Künstler hat das Bild mich Wachs auf dem Brett einer Sykomore gemalt. Die Sykomore kennen wir auch unter dem Namen Maulbeerbaum. Diese Pflanzen sind in Afrika und im östlichen Mittelmeerraum recht weit verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Technik nennt sich Enkaustik. Sie ist viel älter als die Ölmalerei, die wir hauptsächlich von Gemälden neueren Datums kennen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort Enkaustik bezeichnet die Kunst, eingebrannte Gemälde zu fertigen. Es leitet sich vom altgriechischen Wort énkaustikē (ἐγκαυστική) ab. Bei dieser Maltechnik tragen die Künstler in Wachs gebundene&nbsp;Farbpigmente&nbsp;heiß auf den Maluntergrund auf. Diese Technik erlebte ihre Blütezeit in der griechisch-römischen Antike. Leider sind die allermeisten dieser Werke im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen. Im trockenen Klima von Ägypten haben einige Enkaustiken überlebt. Sie sind fantastisch und lassen ahnen, welche Kunstfertigkeit die Maler der Antike hatten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Mädchen auf dem Mumienportrait im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun möchte ich noch kurz auf das Bild selbst zu sprechen kommen. Eigentlich zeigt das Liebieghaus nur Skulpturen und keine Gemälde. Im Saal mit römisch-ägyptischen Portraits sind jedoch auch Bilder zu sehen. Für die Besucher ist das ein großes Glück, denn diese Artefakte sind wirklich toll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ptolemäern begann die griechische Herrschaft über Ägypten, griechische Einflüsse kamen ins Land. Dieser Effekt verstärkte sich noch, seit die Römer nach dem Ende von <a href="https://hellas.blog/kleopatra-vii/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kleopatra</a> das Sagen hatten. Ihre Bestattungsrituale haben die Ägypter aber keineswegs aufgegeben. Weiterhin haben sie ihre Toten einbalsamiert und als Mumien beigesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als neues Element tauchte jetzt aber auf, dass man in die Mumie ein naturgetreues Portrait des Toten eingefügt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechische Künstler haben die Tafelmalerei mit der Technik der Enkaustik schon im 4. Jahrhundert vor Christus zur Vollendung gebracht. Die Mumienportraits stehen in der griechischen künstlerischen Tradition und setzen sie für den Bedarf in Ägypten um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Besuch im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Solltest Du in der Region Frankfurt sein, empfehle ich Dir einen Besuch des Liebieghauses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen für Deinen Besuch im Liebieghaus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse:&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/sDJk3x15FK4cEX627" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt am Main</a><br>Der Eingang befindet sich auf der dem Main zugewandten Seite des Grundstücks.</li>



<li>Homepage:&nbsp;<a href="https://www.liebieghaus.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">liebieghaus.de</a></li>



<li>Kontakt:&nbsp;<a href="https://www.liebieghaus.de/de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktformular im Internet</a>, E-Mail:&nbsp;<a href="mailto:info@liebieghaus.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@liebieghaus.de</a>&nbsp;oder Telefon 069 / 605098-200</li>



<li>Eintrittspreise: 8 Euro (Erwachsene), ermäßigt 6 Euro und Kinder unter 12 Jahre kostenfrei<br>Mitglieder von Städlverein oder Städlclub erhalten freien Eintritt ins Museum</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Heiligabend in Silvester ist das Liebieghaus geschlossen. An den beiden Weihnachtsfeiertagen und zu Neujahr gelten Sonderöffnungszeiten. Ansonsten findest Du die <a href="https://www.liebieghaus.de/de/informationen-service" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Öffnungszeiten hier auf der Homepages des Liebieghauses</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Quellen zu diesem Beitrag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Internetseiten habe ich verlinkt. Zusätzlich habe ich verwendet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://hellas.blog/meisterwerke-im-liebieghaus/">Meisterwerke im Liebieghaus</a> (2008), Seite 54 f.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Hinweise zu diesem Artefakt oder zu weiterer Literatur über das Liebieghaus bin ich immer dankbar. Meine Kontaktdaten stehen im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/">Das Mädchen auf einem Mumienportrait im Liebieghaus</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</title>
		<link>https://hellas.blog/liebieghaus/</link>
					<comments>https://hellas.blog/liebieghaus/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Furtwängler]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander der Große]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Athene]]></category>
		<category><![CDATA[Augustus]]></category>
		<category><![CDATA[Faustina Minor]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt (Main)]]></category>
		<category><![CDATA[Gaius Iulius Caesar]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Heinrich von Dannecker]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Maria Kaufmann]]></category>
		<category><![CDATA[Liebieghaus (Frankfurt)]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Aurelius]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Naukydes]]></category>
		<category><![CDATA[Reiner Winkler]]></category>
		<category><![CDATA[Septimius Severus]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Skulpturen]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel der Aphaia]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=9248</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/">Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung wurde weitgehend auf dem Kunstmarkt zusammengekauft und durch Stiftungen erweitert. 2019 konnte eine Sammlung von 200 kostbaren Elfenbeinskulpturen aus dem Besitz von Reiner Winkler erworben werden. Du kannst im Liebieghaus ganz herausragende Beispiele aus 5.000 Jahren Bildhauerkunst sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Liebieghaus am 28. September 2024 besucht. Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich an diesem Tag gesehen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Liebieghaus Frankfurt und seine Sammlung von Skulpturen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Museumsufer in Frankfurt steht eine schlossartige Villa, das Liebieghaus. Sie beherbergt eine Sammlung von ungefähr 3.000 Skulpturen aus der Zeit des alten Ägypten bis in die Neuzeit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Liebieghaus-Frankfurt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg" alt="Das Liebieghaus in Frankfurt" class="wp-image-9637" style="width:400px" title="Liebieghaus Frankfurt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Liebieghaus in Frankfurt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude ließ der böhmische Textilfabrikant Heinrich von Liebig für sich als Altersruhesitz erbauen. Nach seinem Tod erwarb die Stadt Frankfurt das Gebäude im Jahr 1907 und widmete es als Museum für die städtische Skulpturensammlung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Ausstellungsfläche von 1.600 Quadratmetern siehst Du Meisterwerke der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters und der Renaissance bis hin zu Barock und Klassizismus. Darin zu sehen sind auch immer wieder Skulpturen aus Süd- und Ostasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen für Deinen Besuch im Liebieghaus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/sDJk3x15FK4cEX627" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt am Main</a><br>Der Eingang befindet sich auf der dem Main zugewandten Seite des Grundstücks.</li>



<li>Homepage: <a href="https://www.liebieghaus.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">liebieghaus.de</a></li>



<li>Kontakt: <a href="https://www.liebieghaus.de/de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktformular im Internet</a>, E-Mail: <a href="mailto:info@liebieghaus.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@liebieghaus.de</a> oder Telefon 069 / 605098-200</li>



<li>Eintrittspreise betragen während der Sonderausstellung bis 11.10.2026: <br>DI-FR: 10 Euro (Erwachsene), ermäßigt 8 Euro, Familien 18 Euro<br>SA und SO: 12 Euro (Erwachsene), ermäßigt 10 Euro, Familien 18 Euro<br>Mitglieder von Städlverein oder Städlclub erhalten freien Eintritt ins Museum</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Eintrittspreise nach dem 11.10.2026 etwas günstiger werden, bleibt abzuwarten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Führungen, was Dich im Liebieghaus erwartet</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal im Monat gibt es eine Führung, in der den Gästen die Highlights der Skulpturensammlung erklärt werden. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Abwechselnd findet diese Führung in deutscher und in englischer Sprache statt. Näheres dazu erfährst Du auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/angebote/highlights-der-skulpturensammlung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sind im Liebieghaus Skulpturen aus vier Sammlungen zu sehen: Antike, Mittelalter, Neuzeit und Elfenbein. Dass Griechenland die Ausstellungen zur Antike prägt, ist klar. Das ist auch der Grund dafür, dass ich die Sammlung im Hellas Blog vorstelle. Aber auch in den anderen Sammlungen gibt es wunderschöne Stücke mit einem Bezug zu Griechenland. Das ist mir Grund genug, die Skulpturensammlung Liebieghaus im Hellas Blog vorzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sammlung Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sammlung von Skulpturen umfasst nicht nur Objekte aus der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Antike</a>. Sie beginnt im alten Ägypten und in Zweistromland und führt uns bis in die Spätantike und das frühe Christentum. Natürlich spielt neben Griechenland auch Rom eine bedeutende Rolle. In die Sammlung kamen unter anderem Grabungsfunde aus Ägypten, die Karl Maria Kaufmann gemacht hatte. Zudem ist die Privatsammlung von Adolf Furtwängler an das Liebieghaus gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung ist in mehreren Räumen untergebracht, die ich einzeln vorstellen möchte. Eines vorweg: Die Namen der Säle habe ich mir ausgedacht anhand dessen, was dort gezeigt wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ägypten und das Zweistromland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Saal beinhaltet die ältesten Skulpturen, die ich im Liebieghaus in Frankfurt gesehen habe. Der Schwerpunkt der in diesem Saal gezeigten Objekte liegt in Ägypten. Ab etwa 3000 v.Chr. haben die Menschen am Nil eine Kultur entwickelt, die bis heute beeindruckt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Skulpturen-aus-Aegypten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg" alt="Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus" class="wp-image-9642" style="width:400px" title="Saal mit Skulpturen aus Ägypten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1. Dynastie beginnt mit der ersten Vereinigung Ober- und Unterägyptens unter der Herrschaft von Pharao Menes, die um 3032 v.Chr. datiert wird. Ob dieser tatsächlich gelebt hat oder aber nur ein Mythos ist, kann niemand sagen. Wahrscheinlich hat es einen Herrscher dieses Namens gegeben. Wichtig an dieser Stelle ist nur, dass sich ab dieser Zeit die ägyptische Religion und Zivilisation entwickelte und über gut 3 Jahrtausende halten konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus Frankfurt ist kein ägyptologisches Museum, sondern es sammelt Skulpturen. Neben Rundplastiken sind hier auch Reliefs und Sarkophage zu sehen. Ein Relief zeigt zum Beispiel, wie Opfertiere geschlachtet werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zweistromland, eine Verbindung von Ägypten nach Griechenland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Objekte in diesem Saal stammen aus Ägypten. So gibt es auch die Figur eines betenden Mannes aus dem Zweistromland zu sehen. Im Hellas Blog werde ich solche Exponate nicht vorstellen. Aber eventuell gibt es dafür eine Gelegenheit im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in diesem Saal gibt es aber eine Verbindung nach Griechenland. Hier ist eine Statue Alexanders des Großen zu sehen, die ihn als Pharao zeigt. Er hatte es geschafft, Ägypten nicht einfach nur zu erobern, sondern von den Ägyptern als ihr Herrscher akzeptiert zu werden. Diese Verbindung der ägyptischen mit der griechischen Zivilisation ist eine spannende Geschichte, auf die ich im Rahmen dieses Beitrag aber nicht tiefer eingehen kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 1</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den nächsten Saal macht dann den Schritt nach Griechenland. Schon beim Eintreten fallen die polychromen Figuren in diesem Raum auf.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-1-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg" alt="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" class="wp-image-9645" style="width:400px" title="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 1 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit über 40 Jahren erforschen Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann die Farbigkeit der antiken Skulpturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen antike Statuen in den Farben ihrer Materialien, das ist meist Marmor. Die Vorstellung vieler Menschen war lange, dass diese Skulpturen auch in der Antike so ausgesehen haben. Die Forschung hat jedoch ergeben, dass sie bemalt waren. Die Farben haben sie im Lauf der Jahrhunderte verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/polychromieforschung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses findest Du zur Polychromieforschung</a> viele Informationen. Durch naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden ist es möglich, noch vorhandene Farbpigmente zu identifizieren. Daraus lässt sie wissenschaftlich rekonstruieren, wie die Figuren einst ausgesehen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Saal sehen wir fünf Beispiele wissenschaftlicher Rekonstruktionen der Farbigkeit. Natürlich sind nicht die Originale bemalt worden, sondern Abgüsse. Durch die Farbe wirken die Figuren viel plastischer und lebendiger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber in diesem Saal sind natürlich auch Originale zu sehen. Mich hat der Kopf einer verschleierten Priesterin sehr beeindruckt. Dass Frauen sich verschleiern, kennen wir heute vor allem aus der islamischen Welt. Diese Tradition hat ihren Ursprung zumindest zum Teil aber in Griechenland. Sehr schön ist auch eine Amphore, die eine Szene aus dem Mythos um Helena und Menelaos zeigt. Bekanntlich hat der Raub der Helena zum Trojanischen Krieg und damit zum Untergang von Troja geführt. Hier sehen wir den Augenblick, als Helena und Menelaos sich wieder begegnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 2</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Saal mit Plastiken aus Griechenland zeigt ganz herausragende Beispiele der Kunst antiker Bildhauer. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-2-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg" alt="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" class="wp-image-9646" style="width:400px" title="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 2 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sehen wir Ausstellungsstücke, die mich sehr beeindruckt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Statue eines Diskuswerfers, der dem Bildhauer Naukydes zugeschrieben wird. Wir sehen allerdings nicht das Original, sondern eine römische Kopie. Von dieser Statue sind noch weitere römische Kopien bekannt. Eine befindet sich im Vatikan und eine andere im Louvre. Auf dem Foto zu diesem Saal sehr Ihr die Staue ganz auf der linken Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas weiter in der Mitte des Saales steht eine Statue der Athena mit Helm. Sie ist zwischen 180 und 190 n.Chr. entstanden. Erhalten geblieben ist jedoch nur der Torso. Ergänzungen sind in der Renaissance und im Barock gefertigt worden. Die Göttin trägt das mit Schuppen besetzte Ziegenfell, das sie von ihrem Vater Zeus als Schutz erhalten hatte. Auf der Brust sehen wir den hässlichen Kopf der getöteten Medusa. Und am Rand des Ziegenfells siehst Du Schlangen. Die sollen dem Mythos nach lebend gewesen sein. Diese Statue in polychromer Version zu sehen wäre der Hammer. Ich kann mir gut vorstellen, dass die lebendig gedachten Schlangen irre ausgesehen haben müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verbindung zwischen Griechenland und Ägypten ist der Kopf des Zeus mit Hörnern. Genau genommen handelt es sich um Zeus-Ammon. Der ägyptische Gott Amun-Re wurde entweder in Menschengestalt oder als Menschenkörper mit Widderkopf dargestellt. Dieser Kopf entstand zwischen 150 n.Chr. und 180 n.Chr. und zeigt, wie die Kulturen Ägyptens und Griechenlands ineinander verschmolzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Medusa</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Räume der Sammlung antiker Skulpturen sind deutlich kleiner als die drei vorherigen Säle. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-Werkstatt-zur-Farbrekonstruktion-der-Gorgo-Medusa"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg" alt="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" class="wp-image-9644" style="width:400px" title="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in diesen Raum eintrittst, siehst Du links eine große Skulptur. Die stammt nicht aus der Antike, sie ist zwischen 1803 und 1814 entstanden. Geschaffen hat sie Johann Heinrich von Dannecker. Ihr Name ist Ariadne auf dem Panther. Der Künstler verband mit dieser Statue die Idee, dass Schönheit die Wildheit bezwingt. Eine Replik dieser Skulptur steht übrigens auch draußen im Garten des Liebieghauses. In der Natur wirkt das Kunstwerk noch einmal ganz anders. Nach einem Besuch der Ausstellung solltet Ihr da mal vorbeigehen und das auf Euch wirken lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Links auf dem Bild seht Ihr ein farbiges Relief. Es handelt sich um eine Replik des Ostfrieses des Schatzhauses der Insel Siphnos in Delphi. Zu sehen ist eine Szene aus dem Trojanischen Krieg: Achill tötet Memnon. Die Farben sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert worden. So kann man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie farbig gestaltete Reliefs auf die Menschen der Antike gewirkt haben mögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Highlight dieses Raumes war für mich aber der Werktisch. Eine digital erstellte Kopie einer 1889 unter Neapel entdeckten Medusa dient als Vorlage, um die damalige Malerei zu rekonstruieren. Die Farben der Vorlage waren ungewöhnlich gut erhalten. Und in den nächsten Monaten können die Besucher am wissenschaftlichen Rekonstruktionsprozess dieses Gorgoneions teilhaben. Es lohnt sich wirklich, hier öfters mal vorbei zu kommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Athena aus dem Tempel der Aphaia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Raum führt uns auf die Insel Ägina und dort zum Tempel der Aphaia. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Farbrekonstruktion-der-Athena-vom-Tempel-der-Aphaia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" class="wp-image-9643" style="width:400px" title="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen ist der Gipsabguss einer Statue der Athena, die vom Westgiebel des Tempels stammt. Das Original ist in der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek in München zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden ist die Figur um 480 v.Chr. Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann haben die Bemalung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original hat zwei Löcher in der Brust. Diese waren dafür gedacht, ein Gorgoneion anzuheften. Die Wissenschaftler haben eines ergänzt. Als Grundlage dafür diente ein Gorgoneion, das aus dem Giebel des Apollontempels in Erettia auf Euböa stammt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Römische Portraits von Menschen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Saal verlassen wir die griechische Welt und gehen nach Rom. Bei den gezeigten Stücken ist der kulturelle Einfluss Griechenlands jedoch nicht zu verkennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-römischen-Portraits-von-Menschen-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" class="wp-image-9648" style="width:400px" title="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römischen Portraits von Menschen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier geht es um Portraits von Menschen. Die Artefakte dazu befinden sich und zwei Räumen, die hintereinander liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vorderen Raum sehen wir überwiegend Köpfe. Auf der linken Seite wird es kaiserlich. Vorne links sehen wir die Köpfe von Kaiser Augustus, der Faustina Minor und deren Ehemann Marcus Aurelius. Septimius Severus und die wissenschaftliche Rekonstruktion des Kopfes von Julius Caesar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen gegenübergestellt sind die Portraits antiker Menschen, zu denen kein Name bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Kopf des Raums steht die Portraitstatue eines römischen Feldherren. Der Kopf fehlt. Meiner Meinung nach muss das kein Zufall sein. Solche Statuen wurden durchaus so konstruiert, dass der Kopf ausgetauscht werden konnte. So musste bei einem Wechsel in der Stellung des Dargestellten keine ganze Statue neu angefertigt werden, sondern nur ein Kopf. Was der Hintergrund bei dieser Statue ist, weiß ich (noch) aber nicht</p>



<h4 class="wp-block-heading">Portraits in der römisch-ägyptischen Welt</h4>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-römisch-ägyptischen-Portraits-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" class="wp-image-9647" style="width:400px" title="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römisch-ägyptischen Portraits</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im nachfolgenden Raum geht es in die römisch-ägyptische Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fasziniert war ich von fünf Mumienmasken. Die befinden sich in der Vitrine auf der linken Seite des Bildes  und stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus. Die Masken bestehen aus Stuck, farbigem Glas, Vergoldung und Farbe. Blickst Du sie an, hast Du den Eindruck einem Menschen ins Gesicht zu sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter sind Mumienbilder eines Mädchens, eines Jungen und einer Frau zu sehen. Die Portraits hat man den Mumien beigegeben. Sie zeigen die Verstorbenen mit wirklich realistischen Portraits. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der rechten Seite ist ein Mosaik zu sehen, das aus dem 2. Jahrhundert nach Christus stammt. Es zeigt die Ermordung des Archimedes durch einen römischen Soldaten. Archimedes gilt als einer der bedeutendsten Erfinder der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hellas Blog stelle ich vor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Mädchen auf einem Mumienportrait</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Informationen dazu klicke bitte auf den Link.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die spätantike Welt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss der Sammlung antiker Skulpturen im Liebieghaus macht ein Raum mit Exponaten aus der Spätantike.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Saal-zur-Spätantike-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg" alt="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" class="wp-image-9649" style="width:400px" title="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind nicht nur Stücke aus dem römisch-griechischen Kulturkreis. Auch Artefakte aus Indien und China sind vorhanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie die Skulpturenkunst sich in verschiedenen Kulturkreisen auf der Welt entwickelt hat. Hier kannst Du es sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Raum hat mich ein Sarkophag aus Marmor fasziniert, der um 330 n.Chr. geschaffen wurde. Er ist im Stil antiker, heidnischer Sarkophage geschaffen. Jedoch zeigt er biblische Motive. So markiert dieses Artefakt den Übergang von der heidnischen Kultur zum Christentum. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Sammlungen im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt drei weitere Sammlungen, die im Liebieghaus zu sehen sind. Sie haben keinen &#8222;griechischen Schwerpunkt&#8220;. In ihnen habe ich aber immer wieder Objekte gesehen, die einen Bezug zur griechischen Kultur haben. Deshalb und auch der Vollständigkeit halber</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Mittelalter</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spätantike schloss sich das frühe Mittelalter an. Das verlief in Griechenland bekanntlich etwas anders als im westlichen und mittleren Europa. Dort geriet Griechenland aber keineswegs in Vergessenheit. Hinweise darauf findet man, wenn man genau hinschaut, auch in dieser Sammlung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Sammlung-Mittelalter-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg" alt="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" class="wp-image-9651" style="width:400px" title="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Mittelalter</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt der Sammlung im Liebieghaus ist die spätgotische Bildhauerkunst vom 14. bis in das frühe 16. Jahrhundert. Die gezeigten Stücke stammen vorwiegend aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind Werke von Tilman Riemenschneider, Hans Multscher, Niclaus Gerhaert von Leyden oder Michel Erhart. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Eindruck scheint es so, als wäre das Mittelalter wahnsinnig religiös gewesen. Das anzunehmen ist auch nicht ganz falsch. Aber Politik, Alltag und Religion waren für die Menschen in einer Weise miteinander verbunden, die wir uns heute zumeist nicht mehr vorstellen können. Die Kunst im Mittelalter war geprägt vom Aufgreifen religiöser Themen. Individualismus war nicht unbedingt angesagt. Aber Kunst war farbig und brachte auf ihre ganz eigene Art Leben und Lebendigkeit zum Ausdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künstlerische Entwicklung der Bildhauerei vom frühen bis ins späte Mittelalter ist in den einzelnen Sälen gut nachzuvollziehen. Im Rahmen des Hellas Blog passen die meisten hier gezeigten Stücke leider nicht. Eventuell kann ich das eine oder andere im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a> näher vorstellen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Neuzeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus haut auch zahlreiche Skulpturen, die nach dem 15. Jahrhundert entstanden sind. Diese sind in der Sammlung Neuzeit zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Sammlung-Neuzeit-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg" alt="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" class="wp-image-9641" style="width:400px" title="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Neuzeit im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formensprache emanzipiert sich jetzt von dem, was im Mittelalter üblich war. Religiöse Motive spielen nach wie vor eine große Rolle. Aber wir sehen auch viele Exponate, die keinen christlichen Inhalt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Künstler haben sich von der Formensprache der Antike inspirieren lassen. In der Renaissance strebten die Künstler eine möglichst wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Natur an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wohl berühmteste Exponat aus dieser Phase ist Ariadne auf dem Panther. Diese Skultpur habe ich oben schon erwähnt. Sie steht in der Sammlung zur Antike. Ich habe auch andere Exponate mit griechischem Bezug gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fällt auf, dass wir aus dieser Zeit viel mehr Darstellungen haben von Königen, Herrschern und anderen Leuten, die sich für so wichtig hielten. Mir scheint, dass Menschen in diesem Ausmaß während des Mittelalters nicht portraitiert worden sind. Allerdings war das in der Antike durchaus üblich, wie wir in der Sammlung Antike sehen. Auch in dieser Hinsicht &#8211; und nicht nur in den äußeren Merkmalen der Skulpturen &#8211; knüpften die Menschen an die Zeit der Antike an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Elfenbein</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Splendid White &#8211; herrliches Weiß. <a href="https://www.liebieghaus.de/de/splendidwhite" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So nennt das Liebieghaus die Elfenbeinsammlung</a> von Reiner Winkler, die es übernehmen und seinen Besuchern zugänglich machen durfte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Elfenbeinsammlung-Rainer-Winkler"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg" alt="Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus" class="wp-image-9650" style="width:400px" title="Elfenbeinsammlung von Rainer Winkler" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung umfasst Skulpturen aus Elfenbein, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden sind. Den Griechenland-Fans sei an dieser Stelle verraten, dass sich ein Blick in diese Sammlung unbedingt lohnt. Es gibt wunderschöne Motive, deren Anblick mir den Atem verschlagen hat. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht sagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reiner Winkler war ein sehr erfolgreicher Bauunternehmer. Er liebte Musik, Reisen, war Bergsteiger und Taucher. Und er war von Schnitzereien aus Elfenbein fasziniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über einen Zeitraum von 30 Jahren erwarb er etwa 210 Werke, die aus Elfenbein gefertigt wurden. Das war sein Hobby. Er liebte die Schönheit des Materials und von dem, was Künstler aus ihm gemacht hatten. Ein erstes &#8211; gotisches &#8211; Elfenbeintäfelchen erwarb er 1962. Seine Sammelleidenschaft weckten dann Statuetten, Figurengruppen, Reliefs und Gefäße des 17. und 18. Jahrhunderts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Sammlung galt als international herausragend. 1984 und 1994 haben international führende Experten zwei Bestandskataloge publiziert. Ursprünglich waren die Stücke in einer eigens dafür hergerichteten &#8222;Kunstkammer&#8220; in Winklers Wohnräumen zu sehen. Er lud Interessenten gerne zu sich nach Hause ein. Aber auch Ausleihwünschen entsprach er in sehr großzügiger Weise. 1995 richtete er die &#8222;Reiner Winkler Stiftung&#8220; ein, die Forschung auf dem Gebiet der europäischen Kleinplastik des 17. und 18. Jahrhunderts fördert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/">Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/liebieghaus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spannungen um ein geplantes Tiefseekabel zwischen Kreta und Zypern</title>
		<link>https://hellas.blog/spannungen-tiefseekabel-kreta-zypern/</link>
					<comments>https://hellas.blog/spannungen-tiefseekabel-kreta-zypern/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschließliche Wirtschaftszone]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[EuroAfrica Interkonnektor]]></category>
		<category><![CDATA[Ievoli Relume]]></category>
		<category><![CDATA[Kairo]]></category>
		<category><![CDATA[Karpathos]]></category>
		<category><![CDATA[Kasos]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Stromversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Zypern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=8896</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Tiefseekabel soll zwischen Kreta und Zypern verlegt werden, was im Sommer 2024 zu Spannungen mit der sonst unbeteiligten Türkei führt. Der Hintergrund der Angelegenheit sind das Projekt EuroAfrica Interkonnektor und Machtansprüche, welche die Türkei im Mittelmeer stellt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/spannungen-tiefseekabel-kreta-zypern/">Spannungen um ein geplantes Tiefseekabel zwischen Kreta und Zypern</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zwischen den Inseln Kreta und Zypern soll Strom über ein Tiefseekabel transportiert werden, was aktuell zu Spannungen mit der Türkei führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell führt das in Neapel registrierte Vermessungsschiff Ievoli Relume in der Ägäis&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/KSHJnSwH8cfoSn489" target="_blank" rel="noreferrer noopener">zwischen den Inseln Karpathos und Kasos</a>&nbsp;Vermessungsarbeiten durch. Dieses Seegebiet befindet sich in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Griechenlands.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Ievoli-Relume"><img decoding="async" src="https://static.vesselfinder.net/ship-photo/9280720-311753000-dcdef0ba88259371371eb2b50b30154c/1?v1" alt="Ievoli Relume" style="width:400px" title="Ievoli Relume"/><figcaption class="wp-element-caption">Ievoli Relume<br>(Bildquelle: vesselfinder.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was die Ausschließliche Wirtschaftszone eines Landes ist, regelt das&nbsp;<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:21998A0623(01)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen</a>&nbsp;in den Artikeln 55 bis 75. Die Ausschließliche Wirtschaftszone eines Landes ist das Meeresgebiet jenseits des Küstenmeeres mit einer Ausdehnung bis zu 200 Seemeilen. Andere Staaten haben hier nur eingeschränkte Souveränitätsrechte. Man muss allerdings wissen, dass die Türkei diesem Seerechtsübereinkommen nicht beigetreten ist. Aus ihrer Sicht hat es keine Relevanz. Griechenland gehört ihm seit 1995 an, Zypern immerhin schon seit 1988.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die&nbsp;<a href="https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/34901-griechisch-t%C3%BCrkische-reibungen-vor-der-%C3%A4g%C3%A4is-insel-kassos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Griechenland Zeitung berichtet am 26. Juli 2024</a>, dass dies militärische Aktivitäten der Türkei ausgelöst habe. Sie habe fünf Kriegsschiffe in die Region entsandt, darunter zwei Fregatten und eine Korvette. Die Schiffe hielten sich im internationalen Seegebiet auf, näherten sich jedoch griechischen Hoheitsgewässern. Hier ging es also um nichts anderes als ein Signal an die griechische Seite. Auf den Hintergrund dieser Aktivitäten geht die Griechenland Zeitung in ihrem Bericht leider nicht ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">EuroAfrica Interkonnektor verbindet Ägypten, Zypern und Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dass die Vermessungsarbeiten der Ievoli Relume in Zusammenhang mit EuroAfrica Interkonnektor stehen. Das geplante Tiefseekabel verbindet eben auch Zypern mit Griechenland, was Spannungen mit der Türkei hervorruft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei EuroAfrica Interkonnektor geht es darum, dass in Ägypten nachhaltig durch Wasserkraft erzeugter Strom über Zypern nach Europa transportiert werden soll. Strom, der am Assuan Staudamm erzeugt wird, kann so zu europäischen Verbrauchern gebracht werden. Das Kabel zwischen Ägypten und Zypern wird 498 km lang sein. Und die Unterwasser-Stromleitung zwischen Zypern und Kreta überbrückt eine Distanz von 898 km. Die Leitung ist auf eine Kapazität von 2000 Megawatt Strom in beide Richtungen ausgelegt. Jedes Jahr können mehr als 17,5 TWh von Nordafrika nach Europa transportiert werden. Das ist deutlich mehr als die Jahresproduktion des Assuan Staudamms. EuroAfrica Interkonnektor hat die Fähigkeit, auch z.B. durch in Ägypten erst noch zu errichtende Solarparks erzeugten Strom nach Europa zu bringen. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben die Beteiligten am 6. Februar 2017 in Kairo unterzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon früh wurde aber deutlich, dass die Türkei mit diesem Projekt nicht einverstanden ist. Das Kabel läuft zwischen Zypern und Kreta durch ein Seegebiet, dass die Türkei als eigene Wirtschaftszone beansprucht. 2019 haben die Türkei und Libyen ein Abkommen miteinander geschlossen, mit dem beide Länder den zwischen ihnen liegenden Korridor des Mittelmeeres untereinander aufteilen. Auf die in ihm liegenden griechischen Inseln nahm die Türkei keine Rücksicht. Dieses Abkommen ist international nicht anerkannt und hat keine völkerrechtliche Bedeutung. In Griechenland besteht die Befürchtung, dass die Türkei auf Basis dieses Abkommens einige griechische Inseln wie Kreta, Rhodos, Kasos oder Karpathos für sich beanspruchen könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erklärung für die Aktivitäten der türkischen Marine im Sommer 2024</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das dürfte der Hintergrund sein, der die Türkei zur Entsendung seiner fünf Kriegsschiffe bewogen hat. Einmal möchte sie ihre eigenen Rechte in diesem Seegebiet demonstrieren, auch wenn sie die nach dem internationalen Völkerrecht nicht hat. Zum anderen möchte sie wegen des Unterseekabels gefragt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn das jetzt verhältnismäßig harmlos klingt, sind Griechenland und Zypern gut beraten, wenn sie die Türkei nicht um ihr Einverständnis bitten. Das Kabel wird zum Teil durch die Ausschließliche Wirtschaftszone dieser beiden Länder verlegt. Und die restliche Strecke läuft durch internationale Gewässer und nicht durch die Ausschließliche Wirtschaftszone der Türkei gemäß des Seerechtsübereinkommens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gehe davon aus, dass die Spannungen um das Tiefseekabel zwischen Kreta und Zypern nicht eskalieren werden. Momentan ist die Stimmung zwischen Athen und Ankara gut. Aber so lange aufgrund des Abkommens zwischen der Türkei und Libyen die Gefahr besteht, dass die Türkei zu Griechenland gehörende Inseln für sich beansprucht, hat Europa ein Problem. Es ist zu hoffen, dass es sich irgendwann in Wohlgefallen auflöst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Verlegung dieses Tiefseekabels sehe ich eine Infrastrukturmaßnahme, die zur <a href="https://hellas.blog/tag/energiewende/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Energiewende</a> auch in Griechenland  beitragen sollen. Dass daraus ernste und gefährliche Spannungen entstehen, finde ich wirklich sehr schade.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/spannungen-tiefseekabel-kreta-zypern/">Spannungen um ein geplantes Tiefseekabel zwischen Kreta und Zypern</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/spannungen-tiefseekabel-kreta-zypern/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Büste der Kleopatra in der Antikensammlung Berlin</title>
		<link>https://hellas.blog/bueste-kleopatra-antikensammlung-berlin/</link>
					<comments>https://hellas.blog/bueste-kleopatra-antikensammlung-berlin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Museum Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Antikensammlung Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kleopatra VII]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=8376</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Antikensammlung Berlin ist eine Büste der Kleopatra zu sehen, die ich Euch heute vorstellen möchte. Sie steht im</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/bueste-kleopatra-antikensammlung-berlin/">Die Büste der Kleopatra in der Antikensammlung Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Antikensammlung Berlin ist eine Büste der Kleopatra zu sehen, die ich Euch heute vorstellen möchte. Sie steht im Obergeschoss des Alten Museums, dort in Raum 7.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer war die Pharaonin Kleopatra?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kleopatra lebte von 69 v.Chr. bis zu ihrem Freitod am 10. August des Jahres 30 v.Chr. Sie ist eine der faszinierenden Pharaoninnen des alten Ägyptens. Wenn Du mehr über sie erfahren möchtest, lies bitte meinen Blogbeitrag über <a href="https://hellas.blog/tag/kleopatra-vii/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kleopatra VII</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die in der Antikensammlung Berlin zu sehende Büste der Kleopatra</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich diese Büste das erste Mal sah, hatte ich Elisabeth Taylor in der Rolle der Kleopatra im Kopf und auch die Darstellung bei Asterix. Das mag vielleicht lächerlich sein, war aber so. Irgendein Bild macht sich doch jeder von einer historischen Persönlichkeit. Die Büste sah irgendwie ganz anders aus, als ich mir Kleopatra vorgestellt hatte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="504" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Antikensammlung-Berlin.jpg" alt="Kleopatra VII in der Antikensammlung Berlin" class="wp-image-3058" style="width:300px;height:auto" title="Kleopatra VII in der Antikensammlung Berlin" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Antikensammlung-Berlin.jpg 504w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Antikensammlung-Berlin-189x300.jpg 189w" sizes="(max-width: 504px) 100vw, 504px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kleopatra VII in der Antikensammlung Berlin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Darstellung sieht ähnlich aus wie ihr Bild auf Münzen, die aus Alexandria stammen. Daher kann man diese Büste der historischen Pharaonin sehr sicher zuordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Gesicht empfinde ich als sehr zart. Die Nase ist spitz, aber nicht markant. Kleopatras Lippen sind geschwungen, nicht schmal. Ihr Kinn wirkt fest und energisch. Ich nehme eine kraft- und machtvolle Frau wahr, die auch als Büste einen großen Eindruck auf ihre Zeitgenossen gemacht haben dürfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich stand die Büste zu ihrer Zeit nicht für sich. Sie hat keinen gearbeiteten Sockel, sondern läuft unten spitz zu. Ich vermute, dass der Kopf in eine Statue eingesetzt wurde. Das war in der Antike ein recht übliches Verfahren, um schnell und kostengünstig viele Statuen von Herrschern oder anderen bedeutenden Persönlichkeiten aufstellen zu können. Nur der Kopf wurde ausgetauscht, der Torso blieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant finde ich auch die Frisur. Kleopatras Haare waren gewellt, nicht glatt. Sie sind zu beiden Seiten in eingedrehten Strähnen nach hinten geführt und zu einer Schlaufe eingeschlagen. Über der Stirn gibt es einen kleinen Bausch. Die Frisur ist so detailgetreu gearbeitet, dass ich vermute, Kleopatra hat wirklich so ausgesehen. Bedeckt ist der Kopf mit einer Binde, die unter dem Nackenknoten zusammenläuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau diese Büste hergestellt wurde, wissen wir nicht. Man vermutet, dass es zwischen 50 v.Chr. und 26 v.Chr. gewesen sein dürfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefunden hat man die Büste in Italien, und zwar an der Via Appia. Diese Straße führte von Rom nach Brindisi und war eine sehr wichtige Straße durch den Süden des antiken Italiens. Hier kamen viele Menschen vorbei, und wenn für eine Persönlichkeit positive Stimmung gemacht werden sollte, war die Via Appia dafür ein guter Ort. Kleopatra hielt sich in Juli 46 v.Chr. in Rom auf. Ich kann mir vorstellen, dass die Büste in Zusammenhang mit diesem Besuch aufgestellt wurde. Mehr habe ich dazu aber leider nicht herausfinden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie detailgetreu ist die Büste der Kleopatra in der Antikensammlung Berlin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie nah an der realen Kleopatra die Büste ist, wird heute sehr kontrovers und teils auch emotional diskutiert. Das sehe ich zum Beispiel an der Debatte darum, ob Kleopatra eine schwarze Afrikanerin oder eine weiße Europäerin war.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Netflix vs. Antike Büsten: Sah Kleopatra in Wirklichkeit afrikanisch aus?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dokudrama <a href="https://www.netflix.com/de/title/81230204" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Queen Cleopatra</a> hat man die Rolle der Kleopatra mit <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Adele_James" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Adele James</a> besetzt. Die Schauspielerin ist teils afrikanischer Herkunft, was in Zusammenhang mit ihrer Besetzung als Kleopatra zu Diskussionen geführt hat. Der bekannte ägyptische Archäologe <a href="https://www.almasryalyoum.com/news/details/2864818" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zahi Hawass meint</a>, diese Besetzung seit eine „Fälschung von Tatsachen“ und verfolge das Ziel die Meinung zu fördern, dass die ägyptische Zivilisation schwarz sei. Er meint, dass Netflix Verwirrung stifte und falsche Informationen verbreite. Das ist recht starker Tobak. <a href="https://www.netflix.com/tudum/articles/african-queens-release-date-cast-news" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Netflix dagegen trägt vor</a>, dass Kleopatras Ethnie nicht dokumentiert sei auch sei die Identität eines Teils ihrer Vorfahren nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Debatte will ich hier nicht einsteigen. Ich finde, dass Adele James eine tolle Schauspielerin ist. Wäre mir der Phänotypus wichtig, würde ich die Rolle eher mit einer Frau besetzen, die der Kleopatra ähnlichsieht, die wir von den Büsten her kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist aber mein persönlicher Geschmack, und für die Besetzung irgendwelcher Filme war ich noch nie zuständig. Dieser Punkt führt mich jedoch zur Frage der Detailtreue der Büste, die wir in Berlin sehen können.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Antike griechische Portraits</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Portraits im antiken Griechenland waren keine fotorealistische Abbildung einer Person. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="512" height="678" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-Berlin.jpg" alt="Kleopatra VII in der Abgusssammlung antiker Plastik in Berlin" class="wp-image-3057" style="width:300px;height:auto" title="Kleopatra VII in der Abgusssammlung antiker Plastik in Berlin" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-Berlin.jpg 512w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Kleopatra-VII-in-der-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-Berlin-227x300.jpg 227w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kleopatra VII in der Abgusssammlung antiker Plastik in Berlin Charlottenburg</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung des Körpers machte Aussagen über den gesellschaftlichen Status und Charaktereigenschaften der Person, ihr Selbstbild oder vielleicht das Ideal der Zeit von einem „Menschen wie er sein soll“ und als schön empfunden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Person zu identifizieren, war oft zusätzlich eine Inschrift nötig. Ab dem 3. Jahrhundert v.Chr. setzte sich in der Kunst ein Trend durch, die abgebildete Person durch realistische Züge zu individualisieren. Diese mussten jedoch nicht naturgetreu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleopatra lebte von 69 v.Chr. 30 v. Chr. In dieser Zeit war es schon relativ üblich, dass Portraits eine gewisse Ähnlichkeit mit der realen Person hatten. Menschen mit Macht wollten erkannt werden, wenn sie schon dafür gesorgt hatten, dass ihre Büsten in der Öffentlichkeit an verschiedenen Orten zu sehen waren. Das war bei Kleopatra nicht anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher bin ich der Meinung, dass eine gewisse Ähnlichkeit der Büste mit der realen Kleopatra angenommen werden darf. Es ist aber keine detailgetreue Abbildung, sondern eine vorteilhafte und idealisierende Darstellung der Pharaonin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo kann ich die Büste der Kleopatra sehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Büste der Kleopatra ist Teil der Antikensammlung in Berlin. Du kannst sie im Alten Museum sehen. Dort steht sie im Obergeschoss, Raum 7. Die Inventarnummer der Büste ist 1976.10.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Alte Museum steht auf der <a href="https://maps.app.goo.gl/i7DcTDym3crnGuTe7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museumsinsel in Berlin</a>.</li>



<li>Adresse: Am Lustgarten, 10178 Berlin</li>



<li>Tipp: Das <a href="https://maps.app.goo.gl/dYnk2W78cHfrngaTA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alte Museum</a> ist schräg hinter dem Berliner Dom und leicht zu finden.</li>



<li>Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr</li>



<li>Kontakt:</li>



<li>Telefon: 030 / 266425101</li>



<li>E-Mail: <a href="mailto:ant@smb.spk-berlin.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ant@smb.spk-berlin.de</a></li>



<li>Eintrittstickets: Vor Ort oder bis zu 4 Wochen im Voraus <a href="https://shop.smb.museum/#/tickets/time?group=timeSlot" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über das Internet zu buchen</a>.</li>



<li>Eintrittspreis:
<ul class="wp-block-list">
<li>Altes Museum 12 Euro (ermäßigt: 6 Euro)</li>



<li>Alle Museen auf der Museumsinsel: 24 Euro (ermäßigt 12 Euro)</li>



<li>Museumspass Berlin 3 Tage: 32 Euro (ermäßigt: 16 Euro)</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle das Kombiticket, mit dem Du Dir alle Museen anschauen kannst. Das ist zwar recht viel und hinterher bist Du erschöpft. Aber es lohnt sich wirklich sehr. Reisende, die länger in Berlin sind und noch weitere Museen anschauen möchten, fahren mit dem Museumspass wahrscheinlich besser.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/bueste-kleopatra-antikensammlung-berlin/">Die Büste der Kleopatra in der Antikensammlung Berlin</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/bueste-kleopatra-antikensammlung-berlin/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
