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	<title>Amphoren Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Amphore als Transportgefäß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Amphore (αμφορέας) ist ein bauchiges Gefäß mit engem Hals und zwei Henkeln, die oft als Transportgefäß eingesetzt worden sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/amphore-als-transportgefaess/">Amphore als Transportgefäß</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine Amphore (αμφορέας) ist ein bauchiges Gefäß mit engem Hals und zwei Henkeln. Der Werkstoff ist meist eine Keramik, in seltenen Fällen auch Metall. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Vom-Meeresgrund-geborgene-Amphoren.jpg" alt="Vom Meeresgrund geborgene Amphoren" class="wp-image-7621" style="width:400px" title="Vom Meeresgrund geborgene Amphoren" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Vom-Meeresgrund-geborgene-Amphoren.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Vom-Meeresgrund-geborgene-Amphoren-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Vom-Meeresgrund-geborgene-Amphoren-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vom Meeresgrund geborgene Amphoren<br>im Archäologischen Museum Poros</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Amphoren waren das Tetrapak und der Seecontainer der Antike in Einem. Zugleich gibt es unglaublich fein gearbeitete und schön verzierte Amphoren. Die Amphore war also mehr als als nur ein Gebrauchsgegenstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Bild zu diesem Beitrag seht Ihr Amphoren, die vom Meeresgrund geborgen worden sind. Sie sind heute im Archäologischen Museum auf der Insel Poros zu sehen. Viele andere, auch kleinere Museen zeigen ganz ähnliche Artefakte. Inzwischen dürfen <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Taucher auch zu Wracks aus der Antike</a> herabsteigen. Die größte Sorge des griechischen Staates war früher, dass die Leute gefundene Amphoren einfach bergen und mitnehmen. Inzwischen ist so viel Vertrauen zu örtlichen Tauschulen vorhanden, dass der Staat begleiteten Tauchgängen zu solchen Wracks nunmehr zustimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Amphoren am Meeresgrund sehen möchte, sollte nach <a href="https://hellas.blog/limeni/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Limeni</a> gehen. Dort ist um 100 vor Christus ein Frachtschiff gesunken, das sehr viele Amphoren geladen hatte. Vom Schiff selbst ist nichts mehr zu sehen. Aber die Scherben der Ladung ist auf einem mehr als 500 qm großen Areal zu sehen. Die Ladung liegt in einer Tiefe zwischen 15 m und 30 m. Wichtig: Von den teilweise noch ganz erhaltenen Amphoren bzw. den Scherben darfst Du nichts anfassen oder gar aus dem Meer bergen. Das sollte selbstverständlich sein, muss aber doch immer wieder mal gesagt werden. Der Fall eines <a href="https://www.krone.at/3062822" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Österreichers, der Amphoren fand und mit nach Hause nahm</a>, spricht für sich. Jeder Staat bekämpft den illegalen Handel mit Antiquitäten. Daher wird so etwas auch hart bestraft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Amphore war das Transportgefäß der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Amphoren waren die Verpackungen für den Seehandel. Sie haben zwei Henkel und einen zumeist spitz zulaufenden Fuß. Dank dieser Form ließen sie sich im Schiffsraum so übereinander stapeln, dass sie sich auch bei schwerem Seegang nicht bewegten. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Zwei-Amphoren-im-Museum-fuer-antike-Schifffahrt-Mainz.jpg" alt="Zwei Amphoren im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz" class="wp-image-7627" style="width:250px" title="Zwei Amphoren im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Zwei-Amphoren-im-Museum-fuer-antike-Schifffahrt-Mainz.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Zwei-Amphoren-im-Museum-fuer-antike-Schifffahrt-Mainz-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwei Amphoren im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die oft recht großen Henkel erleichterten das Tragen und Stapeln der Gefäße. In Amphoren sind alle möglichen Waren transportiert worden. Sie ließen sich mit einem Propfen und Harz luft- und wasserdicht verschließen. Man hat aber nicht nur Öl, Wein, Honig, Milch und andere flüssige Stoffe transportiert. Auch Getreide ließ sich in einer Amphore trocken auf dem Seeweg transportieren. In Säcken überstand Getreide den langen Transport auf dem Meer sonst oft nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Finden wir heute Schiffswracks aus der Antike, sind Amphoren die am meisten nachgewiesenen Fundstücke der Ladung. Sie sind sehr stabil konstruiert. Wenn sie beim Sinken des Schiffs nicht zerbrachen, dann können sie über Jahrtausende im Meer intakt bleiben. Es sind Schiffsladungen bekannt, die bis zu 10.000 Amphoren umfassten. Die modernen Frachtcontainer hatten schon in der Antike ihre Vorläufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine einheitliche Größe gab es nicht. Aber es gab eine Systematik. Heinrich Dressel untersuchte gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Scherbenberg auf dem Monte Testaccio in Rom. Dieser Berg ist eine antike Mülldeponie, die zu einem großen Teil aus den Resten zerbrochener Amphoren besteht. Er ordnete seine Funde und die ihm bekannten Amphoren. So kam er auf etwas mehr als 40 verschiedene Amphorentypen. Auch wenn es in der Antike keine ISO gab: So etwas wie eine Standardnorm muss existiert haben. Das macht auch Sinn, denn nur gleichgroße Amphoren lassen sich so stapeln, dass sie kein Spiel haben und ohne Bruchgefahr transportiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet das Wort Amphore?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt noch die Frage nach der Herkunft des Wortes Amphore. Es stammt aus dem Griechischen. Das altgriechische Wort <em>Amphoreus</em> (ἀμφορεύς) bedeutet <em>zweihenkliges Tongefäß</em>. Und das ist eine Amphore ja auch. Das Wort setzt sich zusammen aus <em>amphi </em>(ἀμφί, = auf beiden Seiten) und <em>pherein</em> (φέρειν = tragen). Die Römer haben das Wort übernommen. Aus <em>Amphora</em> wurde dann unser deutsches Wort <em>Amphore</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und eines hat sich über all die Jahrtausende nie geändert: Benutzt man eine Amphore als Transportgefäß, muss man sie an beiden Henkeln anfassen. Sonst wird das nichts.</p>
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