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	<title>Anogia Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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		<title>Der 13. August 1944 in Anogia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Patrick Leigh Fermor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1944 hat eine Einheit der Wehrmacht das Dorf Anogia auf Kreta vollständig zerstört. 117 Menschen wurden ermordet. Im Rahmen des Jahresthemas 2025 geht es um alte Fotos aus Griechenland. Ehe ich auf ein Bild vom zerstörten Dorf zu sprechen komme, gehe ich auf das Anogia von heute ein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/anogia-13-august-1944/">Der 13. August 1944 in Anogia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">1944 hat die Wehrmacht das Dorf Anogia auf Kreta völlig zerstört. Sehr viele der Bewohner hat man getötet, 117 Menschen starben. Das Wunder: Anogia wurde wieder aufgebaut. Heute ist es wunderschön.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.unwto.org/news/un-tourism-announces-best-tourism-villages-2024-55-rural-communities-shaping-the-future-of-sustainable-travel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Welttourismusorganisation</a> hat im letzten Jahr das Dorf Anogia auf Kreta zum fünftbesten Dorf für Touristen erklärt. Das dokumentiert, wie sehr das Leben über Tod und Schrecken siegen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich greife Anigia im Rahmen des Jahresthemas 2025 auf, in dem es um alte Fotos aus Griechenland geht. Das Foto und seine traurige Geschichte bringe ich mit Absicht aber erst am Ende dieses Beitrags. Lest zunächst über das Anogia von heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anogia ist wunderschön</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest <a href="https://maps.app.goo.gl/RxMVZM4hSC1enyob6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anogia</a> ungefähr in der Mitte der Insel Kreta. Es liegt im Norden des Psiloritis-Massivs, das wir auch unter der Bezeichnung Ida-Gebirge kennen. Hier leben nach der <a href="https://hellas.blog/ergebnisse-volkszaehlung-griechenland-2021/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Volkszählung 2021</a> heute 2.240 Menschen. Den Ort erreichst Du am Besten mit dem Auto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du von Nordwesten aus in das Dorf hinein fährst, fällt es nicht weiter auf. Du siehst zunächst ein paar moderne Gebäude, die nicht besonders aussehen. In der Tat handelt es sich um eine vollständig nach dem 2. Weltkrieg neu erbaute Stadt. Das alte Dorf haben die deutschen Besatzern vollständig zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Tipp: Lass das Auto stehen und schlendere zu Fuß durch die Straßen. Du gehst über gepflasterte Gassen, siehst schöne Häuser (die gibt es hier!) und natürlich hat der Port auch eine <a href="https://maps.app.goo.gl/PTmZw1uM2JXDSzS28" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Platia</a>. Hier gibt es kleine Tavernen, in denen Du eine Pause machen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kirche Agios Ioannis (Heiliger Johannes):</strong> Diese traditionelle Kirche beeindruckt mit ihren kunstvollen Fresken und dem authentischen kretischen Baustil. Sie gilt als eines der kulturellen Highlights im Dorf und spiegelt die religiöse sowie historische Identität Anogias wider.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Haus/Museum von Nikos Xylouris:</strong> Das ehemalige Wohnhaus des legendären kretischen Musikers ist heute als Museum geöffnet. Es bietet nicht nur einen Einblick in das Leben und die Musik eines der bekanntesten Vertreter der kretischen Folklore, sondern auch in die regionalen Traditionen und die Geschichte des Dorfes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Malerisches Dorfzentrum und Architektur:</strong> Ein Spaziergang durch Anogia ist wie eine Zeitreise: Enge, gepflasterte Gassen, weiße Steinhäuser und ein charmantes Platia (Dorfplatz) laden dazu ein, das traditionelle Leben Kretas zu erleben. Die Atmosphäre, die hier spürbar ist, macht das ganze Dorf zu einer Art „lebendiger Sehenswürdigkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Traditionelle Handwerkskunst und kulturelle Erlebnisse:</strong> Anogia ist berühmt für seine Web- und Stickkunst. Zahlreiche kleine Läden und Werkstätten bieten authentische kretische Textilien und handgefertigte Produkte an. Außerdem finden regelmäßig traditionelle Musik- und Tanzveranstaltungen statt, die Besuchern einen lebendigen Einblick in die Kultur der Region gewähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Holzmuseum (Wooden Museum):</strong> Falls vorhanden, lohnt sich auch der Blick in das Holzmuseum, das die traditionelle kretische Holzverarbeitung und lokales Handwerk dokumentiert und ausstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Verbrechen in Anogia am 13. August 1944</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Anogia so schön ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Wehrmacht hat es am 13. August 1944 zerstört. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Anogia-nach-der-Zerstörung-am-13.-August-1944"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="255" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944.jpg" alt="Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944" class="wp-image-11375" style="width:400px" title="Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vorangegangen war die Entführung des deutschen Generalmajors Heinrich Kreipe. Die Aktion wurde von Patrick Leigh Fermor organisiert und durchgeführt. Die Deutschen haben die Briten nicht fassen können und sich an Griechen gerächt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben angenommen, dass diese die Briten bei ihrer Aktion unterstützt haben. Sie zerstören Anogia vollständig und töteten alle Männer im Umkreis von einem Kilometer. Die Deutschen haben 117 Menschen ermordet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war ein Schlag, von dem mancher Ort sich nicht mehr erholt hätte. Anogia hat den Zerstörern gezeigt, dass sie mit ihren Verbrechen keinen Erfolg hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen haben den Ort nach dem Krieg wieder aufgebaut. Ihnen ist zu verdanken, dass dieses Dorf heute wieder so schön ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für dieses und andere Verbrechen verantwortliche deutsche Kommandant hieß Friedrich-Wilhelm Müller. Er gehört zu jenen, das Land der Opfer zur Rechenschaft zog und die man bestraft hat. Ende April 1945 geriet er in Schleswig-Holstein in britische Gefangenschaft. Die Engländer lieferten ihn nach Griechenland aus. Dort hat man ihm für seine Verbrechen auf Kreta der Prozess gemacht. Das griechische Gericht verhängte die Todesstrafe. Friedrich-Wilhelm Müller wurde am 20. Mai 1947 in Athen hingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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