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	<title>Antike Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Perikles</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 07:45:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[429 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[500 v.Chr.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Perikles war der vielleicht wichtigste Staatsmann im antiken Athen. Er lebte von 500 v. Chr. bis 429 v. Chr. Erfahre mehr im Hellas Blog.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/perikles/">Perikles</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Perikles (Περικλῆς) war einer der wichtigsten Staatsmänner <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athens</a> und der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Antike</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hat nicht nur Macht und Ansehen Athens befördert. Auch hat er einen Ausbau der Attischen Demokratie durchgesetzt und für ein Bauprogramm auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/">Akropolis</a> gesorgt, wie es das bis dahin noch nicht gegeben hatte. Perikles lebte von 500 v. Chr. bis 429 v. Chr.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Perikles Familie und Herkunft</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl von väterlicher als auch mütterlicher Seite war Perikles von sehr edler und angesehener Herkunft. Sein Vater Xanthippos stammte aus einem angesehenen athenischen Priestergeschlecht, den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Buzygen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buzygai</a>. Seine Mutter Agariste stammte aus einer der politisch einflussreichsten Familien Athens. Die war eine Nichte des Kleisthenes (Κλεισθένης).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="497" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Perikles-in-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin.jpg" alt="Perikles (in Abgusssammlung Antiker Plastik Berlin)" class="wp-image-1941" style="width:249px;height:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Perikles-in-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin.jpg 497w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Perikles-in-Abgusssammlung-Antiker-Plastik-in-Berlin-186x300.jpg 186w" sizes="(max-width: 497px) 100vw, 497px" /><figcaption class="wp-element-caption">Perikles<br>(<a href="https://hellas.blog/abguss-sammlung-antiker-plastik-berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abgusssammlung Antiker Plastik Berlin</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Perikles Geburt ist mit einem Mythos verbunden. Als Agariste schwanger war, hatte sie einen Traum. Ihrem Gatten Xanthippos würde sie kein Kind, sondern einen Löwen gebären. Kurz danach brachte sie Perikles zur Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perikles entstammte selbst einer adligen Familie. Die Macht des Adels wollte er jedoch beschränken. Der Adel dominierte den Areopag, der vor allem für die Gerichtsbarkeit, zu dieser Zeit aber auch für Staatsgeschäfte zuständig war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Perikles Großvater war einer der bedeutendsten Staatsmänner Athens. Kleisthenes (Κλεισθένης) lebte im 6. Jahrhundert. und die nach ihm benannten Reformen sollten sich als grundlegend für die Entwicklung seiner Stadt erweisen. Die Polis erhielt eine neue Ordnung. Die Organisation der politischen Macht leitete eine Entwicklung ein, die schließlich zur Demokratie führte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleisthenes ging es darum, alle Bürger Athens und ihre Interessen in die politische Willensfindung zu integrieren. Ein neues Selbstverständnis von der Rolle als Bürger konnte sich so entwickeln. In gegenseitiger Vertrautheit und Solidarität traten die Athener nach Außen hinauf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kleisthenischen Reformen legten die Grundlagen für eine ganz neue politische Entwicklung von Athen. In gewisser Weise kann man sagen, dass Perikles hier angeknüpft hat.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Demokratisierung von Athen, Sicherung der Macht</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Manche nennen Perikles den Vater der Demokratie. Die hat er nicht erfunden. Aber er war der erste echte Staatsmann der Weltgeschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Idee einer fairen Demokratie war ihm wichtig. Perikles setzte durch, dass die Rechtsprechung an Geschworenengerichte übertragen wurde. Diese setzten sich aus Bürgern Athens zusammen. Der Adel konnte also nicht mehr alleine entscheiden, wie das Gericht entscheidet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Scherbe-mit-Namen-des-Perikles"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Griechische-Agora-Museum-Scherbe-Perikles.jpg" alt="Scherbe mit Namen des Perikles" class="wp-image-13036" style="width:400px" title="Scherbe mit Namen des Perikles" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Griechische-Agora-Museum-Scherbe-Perikles.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Griechische-Agora-Museum-Scherbe-Perikles-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Griechische-Agora-Museum-Scherbe-Perikles-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Scherbe mit Namen des Perikles<br>(Museum auf der Griechischen Agora)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschworenen erhielten für ihre Tätigkeit eine Vergütung, die so genannten Diäten. Das brachte mit sich, dass auch arme Bürger an der Rechtsfindung mitwirken konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Politiker war er zu seiner Zeit umstritten. Es gab auch Bestrebungen, ihn aus Athen zu verbannen. Dafür konnten seine politischen Gegner sich des Mittels des <a href="https://hellas.blog/tag/ostrakismos/">Ostrakismos</a> bedienen. Das ist eine Volksabstimmung darüber, dass eine bestimmte Person aus Athen verbannt wird. Die war nicht erfolgreich, jedenfalls ist nichts bezüglich einer Verbannung des Perikles überliefert. Aber man hat eine <a href="https://hellas.blog/scherbe-perikles/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Scherbe mit seinem Namen</a> gefunden, die uns diese Geschichte erzählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Macht baute er immer weiter aus. Während der Perserkriege war die Akropolis zerstört worden. Perikles sorgte für deren Wiederaufbau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perikles führte die Reformen seines Großvaters Kleisthenes (Κλεισθένης) weiter. Er stärkte das demokratische Prinzip. Sein großes Talent war die politische Rede. Demosthenes konnte Menschen überzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei behielt Perikles auch die militärische Macht Athens im Auge. Er sorgte dafür, dass seine Stadt innerhalb des Attischen Seebundes immer stärker wurde. Das führte zum Konflikt mit Sparta und damit zum Peloponnesischen Krieg.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Darstellungen des Perikles</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Die bekannten Büsten des Perikles stellen ihn immer mit einem Helm dar. Der Helm symbolisiert die wichtige militärische Funktion als&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strategos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stratege</a>. Er hatte den Ruf eines umsichtigen, besonnenen Feldherren. Für militärische Abenteuer war er nicht zu haben. Bundesgenossen allerdings, die sich von Athen abwandten, hatten mit seiner Härte zu rechnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Helm gibt es noch eine zweite Erklärung. In der attischen Komödie&nbsp;wurde Perikles spöttisch als &#8222;Meerzwiebelkopf&#8220; aufs Korn genommen. Das ist ein Hinweis auf eine anormal lange Kopfform. Diese soll der Grund gewesen sein, aus dem Perikles stets seinen Helm aufhatte. So konnte er den hohen Kopf kaschieren.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Der Beginn des Peloponnesischen Krieges und Perikles Ende</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konflikte zwischen Sparta und Athen spitzen sich zu. Athen besaß ein im Vergleich zu Sparta nur keines Landheer. Aber die Flotte war stark.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perikles war der Stratege von Athen. Die Stadt war durch lange Mauern gesichert, die mit den Mitteln der damaligen Belagerungstechnik nicht erobert werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Athen ging so vor, dass es Kämpfe zu Land konsequent vermied. Mit seiner starken Flotte griff es die Küstenstädte der Peloponnes an. Ziel war, mit einer Blockade der Seewege Sparta langsam mürbe zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparta ging quasi dem umgekehrten Weg. Sein Heer verwüstete das Umland von Athen. Die Absicht dahinter war, Athen zur offenen Feldschlacht zu verleiten. Den Athenern war jedoch klar, dass sie hier keine echte Chance hatte. Sie waren hinter ihren Stadtmauern sicher. Allerdings kostete der Unterhalt ihrer Flotte sehr viel Geld, was die Stadt an die Grenzen ihrer Möglichkeiten führte. Dies brachte erhebliche Konflikte in der Stadt mit sich. Perikles wurde vorübergehend als Stratege abgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sparta wiederholte seine Verwüstungszüge durch Attika in jedem Sommer. Die Enge in der ummauerten Stadt Athen führte zu teils sehr unhygienischen Zuständen. Schließlich brach 430 v. Chr. eine Seuche aus, vermutlich die Pest. Ihr fiel ungefähr ein Viertel der Menschen in der Stadt zum Opfer. 429 v. Chr. erkrankte auch Perikles und starb an der Seuche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perikles hatte Athen zu einer wahren Blüte geführt. Diese Zeit ging mit dem Beginn des Peloponnesischen Krieges jedoch zu Ende. Ihm blieb es erspart, Niederlage und Niedergang seiner Stadt zu erleben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/perikles/">Perikles</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Archäologisches Nationalmuseum Athen</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 09:09:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Archäologisches Nationalmuseum Athen: Eine der weltweit größten und besten Sammlungen von Artefakten ab der Steinzeit bis in die Antike. Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich im November 2025 dort selbst gesehen habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Athen hat ein Archäologisches Nationalmuseum, wie es das kein zweites Mal in Griechenland gibt. Tatsächlich ist es eines der besten archäologischen Museen der Welt. Die Sammlung reicht zeitlich von der Jungsteinzeit bis in die griechisch-römische Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt war ich im November 2025 dort. Was ich in diesem Beitrag schildere, habe ich dort selbst so wahrgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Nationalmuseum Athen: Sammlungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 20. Jahrhundert hat man wirklich alle wichtigen Funde in Griechenland nach Athen gebracht. Das Museum hat so die bedeutendste archäologische Sammlung des Landes aufbauen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf 8.000 qm Ausstellungsfläche sind über 11.000 Objekte zu sehen. Das Museum hat 52 Säle, von denen in 49 Dauerausstellungen zu sehen sind. In drei Sälen gibt es wechselnde Sonderausstellungen. Außer Funden aus Griechenland gibt es auch eine bedeutende ägyptische Sammlung und Artefakte aus Italien, Zypern und Asien.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung prähistorischer Altertümer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Einlass ins Museum betrittst Du als erstes die Sammlung prähistorischer Altertümer. Die Sammlung umfasst Objekte von der Jungsteinzeit bis etwa 1000 vor Christus. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Steinzeit-bis-Bronzezeit:-Mykene,-Kykladenkultur"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene.jpg" alt="Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur" class="wp-image-13098" style="width:400px" title="Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest sie im Erdgeschoss und im Obergeschoss gibt es noch einen Saal mit Funden aus Santorin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrittst Du den ersten Saal, siehst Du auf die Maske des <a href="https://hellas.blog/agamemnon/">Agamemnon</a> und andere Goldschätze, die <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> in Mykene gefunden hat. Es ist wirklich unglaublich, von welch hoher Qualität diese Kunstschätze sind. Die großen Säle hier sind voller Artefakte aus der Bronzezeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der linken Seite sind einige Artefakte aus der Jungsteinzeit. Sie stehen an einem Durchgang zu einem Saal, der viele weitere Funde aus dieser prähistorischen Epoche zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der rechten Seite gibt es einen weiteren kleinen Saal. Dort sind Artefakte der Kykladenkultur zu sehen. Neben Mykene (Festland) und den Minoern (Kreta) ist das die dritte große Kultur der Bronzezeit. Wir wissen heute, dass diese Kulturen im Austausch miteinander standen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehst Du im mittleren Saal weiter, kommst Du aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Heinrich Schliemann hat in Mykene wirklich unglaubliche Schätze gefunden. Und die griechische Regierung war so weise, ihm einen Aufpasser zur Seite zu stellen.so fanden die Schätze ihren Weg nach Athen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Bereich siehst Du auch viele Artefakte aus Pylos, Tiryns und anderen kulturellen Hotspots der Bronzezeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Skulpturensammlung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gehst Du weiter durch den großen Saal, kommst Du zu einem ersten Saal mit Skulpturen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Skulpturensammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung.jpg" alt="Skulpturensammlung" class="wp-image-13102" style="width:400px" title="Skulpturensammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skulpturensammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der antiken Skulpturen ist anhand von Exponaten nachzuvollziehen, die zwischen dem 7. Jahrhundert v.Chr. und dem 6. Jahrhundert n.Chr. entstanden sind. Diese Sammlung gilt als die bedeutendste und größte ihrer Art auf der Welt. Ihr könnt sehen, was für wunderbare Werke die Künstler der Antike hergestellt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum werden ca. 900 Kunstwerke gezeigt. Das Inventar beinhaltet etwa 16.000 Nummern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Skulpturensammlung des Archäologischen Nationalmuseums ist in 30 Sälen des Erdgeschosses zu sehen. Sie nimmt den größten Teil der Ausstellungsfläche des Museums ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr seht hier Werke aus der Jungsteinzeit bis hin zur Spätantike. Der größte Teil der Werke besteht aus Marmor oder anderen Steinarten. Aber es gibt auch große Bronzeplastiken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung von Vasen und Keramiken</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vasen- und Kleinkunstsammlung sind etwa 6.000 Objekte zu sehen, davon alleine 2.500 Vasen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Sammlung-von-Keramiken"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung.jpg" alt="Sammlung von Keramiken" class="wp-image-13100" style="width:400px" title="Sammlung von Keramiken" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung von Keramiken</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rundgang ist chronologisch aufgebaut. Das hat den Vorteil, dass man die Entwicklung der Keramiken zeitlich wunderbar nachvollziehen kann. Und ehrlich gesagt hat dieser Aufbau noch einen weiteren Vorteil: An zeitlichen Phasen, die den Besucher nicht so sehr interessieren, kann er einfach vorbeigehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie dokumentieren lückenlos die Entwicklung der griechischen Keramik zwischen dem 11. Jahrhundert vor Christus bis in die Römerzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick hat mich die Fülle der gezeigten Stücke in diesem Bereich des Museums überfordert. Aber gerade die schwarzfigurigen und rotfigurigen Keramiken sind eine nähere Betrachtung wert, zeigen sie doch zumeist eine interessante Geschichte. Viele dieser Gefäße zeigen mythologische Szenen. Aber auch Darstellungen des täglichen Lebens zu seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vasensammlung ist eine wirklich anschauliche Reise durch die Welt der griechischen Antike. Für diese Reise musst Du bereit sein. Nimm Dir viel Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ersten Besuch ist es aber auch völlig okay, zügig durchzugehen und sich nur einzelne Stücke anzuschauen. Mir ging es bei meinem ersten Besuch im Museum so, dass ich mich von der Fülle der Objekte überfordert gefühlt habe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung metallurgischer Werke</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Antike sind nicht nur Werke aus Stein auf uns gekommen, sondern auch welche aus Metall. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Bronzesammlung-des-Museums"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung.jpg" alt="Bronzesammlung des Museums" class="wp-image-13101" style="width:400px" title="Bronzesammlung des Museums" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bronzesammlung des Museums</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise gab es in der Antike anteilig viel mehr Kunst aus Metall als aus Marmor. Die Plastiken sind oft eingeschmolzen worden. Aus diesem Grund stellt die Sammlung metallurgischer Werke etwas ganz Einzigartiges dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon als das Archäologische Nationalmuseum begründet wurde, gab es Artefakte aus Metall. Von Anfang an hat das Museum Funde aus Metall systematisch gesammelt und ausgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Museumseröffnung wurde die Metallsammlung stetig erweitert und wissenschaftlich neu geordnet. Eine eigene, klar erkennbare Sammlung metallurgischer Werke existiert also seit mehr als 120 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die metallurgischen Werke im Museum zeigen nicht nur schöne Kunst. Sie erzählen auch von Technik, Wissen und Macht in der Antike. Nimm Dir Zeit für diese tolle Sammlung, wenn Du im Museum bist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung altägyptischer und östlicher Altertümer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ägyptische Sammlung des Nationalen Archäologischen Museums ist eine der bedeutendsten ihrer Art. Zu sehen sind Objekte aus der Zeit von 5.000 v.Chr. bis hin zur römischen Zeit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Ägyptische-Sammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung.jpg" alt="Ägyptische Sammlung" class="wp-image-13103" style="width:400px" title="Ägyptische Sammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ägyptische Sammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung ist durch große Schenkungen entstanden. Zu nennen sind John Demetriou und Alexander Rostović, die 1880 bzw. 1904 ihre Sammlungen zukommen ließen. Es gab weitere Schenkungen der Hellenic Archaeological Society, der ägyptischen Regierungen sowie zahlreiche Einzelspenden. Zudem kommen hierher ägyptische Objekte, die man bei Ausgrabungen in Griechenland gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besucher betrachten in den Sälen verschiedene historische Artefakte. Zu den Exponaten gehören verzierte Sarkophage und echte Mumien. Auch Statuen, Schmuck und alltägliche Gebrauchsgegenstände sind dort ausgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellungsobjekte vermitteln zudem Fakten über das damalige Alltagsleben in Ägypten. Texttafeln liefern historische Daten zu den jeweiligen Epochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Eindruck ist, dass ein Schwerpunkt auf der hellenistischen Epoche Ägyptens liegt. Mit den <a href="https://hellas.blog/tag/ptolemaeer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ptolemäern</a> herrschte eine aus Griechenland stammende Dynastie über Ägypten. Insofern bietet die Sammlung im Vergleich zu anderen Ägyptischen Museen einen gewissen Schwerpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Museum, sein Gebäude und seine Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Nationalmuseum in Athen ist das größte derartige Museum in Griechenland und wohl eines der wichtigsten archäologischen Museen der Welt. Es befindet sich in einem imposanten Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Nationalmuseum-Athen"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg" alt="Archäologisches Nationalmuseum Athen" class="wp-image-13107" style="width:400px" title="Archäologisches Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Nationalmuseum Athen (2025)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ist dieses Museum das erste, das nach der griechischen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich gegründet wurde. Das war im Jahr 1829.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein erster Sitz war in Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands. Als die Hauptstadt 1834 nach Athen verlegt wurde, siedelte das Museum dorthin über. Zunächst war die Sammlung in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Mit dem Bau des heutigen Museumsgebäudes hat man 1866 begonnen. Das war durch Schenkungen möglich. Die erste Bauleitung war bei Ludwig Lange, die Fassade stammt von Ernst Ziller. Die Einweihung des Hauptgebäudes war 1874, 1881 und 1885 folgten die beiden Seitenflügel. Andere Erweiterungen folgten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2. Weltkrieg bedeutet eine Zäsur für das Museum. Krieg bedeutet immer auch Gefahr für Kulturgüter. Deshalb haben die Verantwortlichen antike Stücke ausgelagert und versteckt. Das hat man auch in anderen Museen so gemacht. So konnten viele Antiken vor dem Zugriff der deutschen Besatzer gerettet werden. Das Museum wurde geschlossen und während der Besatzung auch bewacht. 1945 öffnete es wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1999 beschädigte ein Erdbeben den Museumsbau. Es folgten Renovierungsarbeiten, die 2004 beendet werden konnten. Das numismatische Museum bekam ein neues Domizil in Schliemanns Haus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2004 sind die Dauerausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich. Auch gibt es Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Ein Besuch lohnt sich immer, auch wenn Du erst im letzten Jahr dort gewesen bist. <a href="https://hellas.blog/reclams-staedtefuehrer-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus Gallas schreibt</a> über das Museum, dass man dort Tage verbringen könnte. Das stimmt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Umbau und Erweiterung des Nationalmuseums</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sanierungs- und Bauarbeiten am Museumsgebäude</a>. Noch ist das Museum geöffnet. Noch ist es geöffnet. Aber voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 wird es für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Ausstellungsstücke müssen woanders untergebracht werden. Ob man zumindest einige der Stücke in dieser Zeit an einer Location besichtigen kann, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr über den geplanten Umbau erfährst Du ganz unten in diesem Beitrag.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Weitere Bilder aus dem Museum</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sind noch weitere Bilder aus dem Museum.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13105" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin.jpg" alt="Saal mit Sammlung des bronzezeitlichen Thera" class="wp-image-13105" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Sammlung des bronzezeitlichen Thera</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13104" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung.jpg" alt="Sammlung antiker Gläser" class="wp-image-13104" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung antiker Gläser</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13099" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur.jpg" alt="Sammlung Kykladenkultur" class="wp-image-13099" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Kykladenkultur</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading">Das Museumscafé</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gutes Archäologisches Nationalmuseum hat natürlich auch einen Platz zum Verweilen, und der im Museum von Athen ist eine wahre Oase.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Außenbereich-des-Cafes-im-Museum"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich.jpg" alt="Außenbereich des Cafes im Museum" class="wp-image-13106" style="width:400px" title="Außenbereich des Cafes im Museum" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Außenbereich des Cafes im Museum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Café des Museums befindet sich im Erdgeschoss. Vom Eingang aus musst Du die Treppe herunterlaufen. Dann bist Du dort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle, zunächst einmal einen Blick auf das Angebot zu werfen. Von Kuchen bis zu vollwertigen warmen Mahlzeiten ist alles im Angebot. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich gibt es auch Getränke fast aller Art. Eine Einschränkung muss ich machen: Bier oder Wein habe ich nicht im Angebot gesehen. Aber Alkohol hätte ich hier auch nicht erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kommt der nächste Teil: Du nimmst zu Dir, was immer Du ausgesucht hast. Das kannst Du sowohl Innen als auch Außen machen. Beim Außenbereich handelt es sich um den Innenhof des Museums. Ich empfinde ihn nach einem mehrstündigen Rundgang durch das Museum als eine sehr wohltuende Oase. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Ebene befinden sich übrigens auch die Toiletten für die Besucher. Ich hoffe, dass auch die renoviert werden. Die Herrentoilette war &#8222;so hygienisch&#8220;, dass ich es mir verkniffen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich zum Archäologischen Nationalmuseum?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>, Athen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächst gelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Von dort läuft man in etwa 15 min zum Museum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio (Πολυτεχνείο).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Nationalmuseum Athen: Öffnungszeiten und Eintritt </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor einiger Zeit waren die Öffnungszeiten im Museum noch dreigeteilt organisiert und in Winter, Frühjahr und Sommer etwas unterschiedlich. Inzwischen ist die Sache zweigeteilt organisiert, wobei auf der <a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh155.jsp?obj_id=3249" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Ministeriums</a> und der <a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a> selbst unterschiedliche Zeiten angegeben sind. Ich halte mich an die Angaben des Ministeriums. Die Seite <a href="http://odysseus.culture.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">odysseus.culture.gr</a> ist nach meiner Erfahrung von den Informationen her besser gepflegt als die Seiten einzelner Museen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Öffnungszeiten im Winter</strong> (1. November bis 31. März):
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch bis Montag: 8:30 Uhr bis 16.00 Uhr</li>



<li>Dienstag: 12:30 Uhr bis 20 Uhr</li>
</ul>
</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Öffnungszeiten im Sommer</strong> (1. April bis 31. Oktober):
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch bis Montag: 8:00 Uhr bis 20 Uhr</li>



<li>Dienstag: 12:30 Uhr bis 20 Uhr</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Webseite:&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.namuseum.gr</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Eintrittspreis </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt in das Museum kostet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>20 Euro</li>



<li>Für bestimmte Personengruppen (z.B. Kinder und Jugendliche aus EU-Staaten bis 25 Jahre, Behinderte mit Grad 67% und höher und andere) ist der Eintritt frei. </li>



<li>Für andere Gruppen gibt es einen Rabatt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">An diesen Tagen ist der <strong>Eintritt frei</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>6. März&nbsp; (Gedenktag von Melina Mercouri)</li>



<li>18. April&nbsp; (Internationaler Tag der Denkmäler)</li>



<li>18. Mai&nbsp; (Internationaler Museumstag)</li>



<li>jedes Jahr das&nbsp; letzte Wochenende im September&nbsp; (zwei Tage Tag des Europäischen Kulturerbes)</li>



<li>28. Oktober</li>



<li>jeder erste Sonntag des Monats vom 1. November bis 31. März</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.namuseum.gr/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weitere Informationen zum Eintritt</a> findest Du auf der Webseite des Museums.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Nationalmuseum im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Archäologisches Nationalmuseum ist schon eine Besonderheit, und das in Athen ist eines der besten seiner Art weltweit. Deshalb bringe ich im Blog auch immer wieder Beiträge über es und dort ausgestellte Artefakte.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Siegelring aus Gold mit Jagdszene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/">Jagd in Mykene: Szene auf einem Siegelring aus Gold</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Archäologisches Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf <a href="https://hellas.blog/tag/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Archäologische Nationalmuseum</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die geplante Erweiterung des archäologischen Nationalmuseums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erweiterung des Archäologischen Nationalmuseums in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> ist beschlossen. Eines der bedeutendsten <a href="https://hellas.blog/museen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museen</a> seiner Art auf der Welt bekommt deutlich mehr Ausstellungsfläche.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://davidchipperfield.com/media/Projects/1648-National-Archaeolgical-Museum/1648-dca-national-archaeological-museum-filippo-bolognese-03.jpg" alt="" style="width:548px;height:411px"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Bau stammt von Ludwig Lange, Panagiotis Kalkos und Ernst Ziller. 1874 ist der Hauptflügel eingeweiht worden. 1881 und 1885 folgten die beiden Seitenflügel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte große Erweiterung folgte 2009. Damals hat man das Museum um rund 24.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert, was Platz für weitere 2000 Exponate geschaffen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt soll das Museum noch einmal deutlich erweitert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Baunetz.de berichtet, dass hier eine sehr große Umgestaltung geplant ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Februar verkündete der griechische Premier <a href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kyriakos Mitsotakis</a> in einer feierlichen Veranstaltung, dass <a href="https://davidchipperfield.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">David Chipperfield Architekten</a> den Zuschlag für den großen Umbau bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steht fest, dass es voran geht. Ich finde, dass das Museum damit noch einmal deutlich aufgewertet wird. Ist seine Sammlung bereits jetzt die beste ihrer Art auf der Welt, wird der Museumsbau nun auch architektonisch zu den ganz großen Museen dieser Welt aufschließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Nationalmuseum macht gewissermaßen einen Schritt ins 21. Jahrhundert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Museum bekommt einen Vorbau</h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://davidchipperfield.com/media/Projects/1648-National-Archaeolgical-Museum/1648-dca-national-archaeolgical-museum-filippo-bolognese-01.jpg" alt="" style="width:640px;height:457px"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Museum läuft die Straße des 28. Oktober. Zwischen dem Gebäude und der Straße liegt ein kleiner Park. An dessen Stelle entsteht ein Vorbau, der zwei Stockwerke in die Tiefe geht. Dessen Dach wird bepflanzt, den Park heben die Architekten also gewissermaßen an. Der Zugang wird etwas abgesenkt, die Besucher werden so kanalisiert. Dieses Konzept kennen wir vom vom Centre Pompidou in Paris. Ich denke, dass hier etwas ganz besonderes entsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Chipperfiels Architekten haben auf ihrer Homepage <a href="https://davidchipperfield.com/projects/national-archaeological-museum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrere Bilder ihres Entwurfs</a> veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine treibende Kraft hinter dem Vorhaben ist der griechische Ministerpräsident <a href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kyriakos Mitsotakis</a>. Ihm geht es um mehr als nur darum, dieses Vorzeigestück eines öffentlichen Bauwerks aufzupeppen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/david-chipperfield-athen-archaeologisches-nationalmuseum-architektur-1.5752466" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Süddeutsche Zeitung</a> berichtet über die Erweiterung des Museums und über die Vorhaben der Regierung. Sie hat das Archäologische Nationalmuseum und andere Museen durch ein neues Gesetz in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bekommt eine größere Unabhängigkeit als bisher. Das bedeutet aber auch eine größere Eigenverantwortung: Das Museum ist in höherem Maße als bisher dazu verpflichtet, eigene Finanzquellen zu erschließen. Das heißt auch, dass die Verantwortlichen Spenden akquirieren müssen. Zudem hat die Regierung in Zukunft einen größeren Einfluss auf die Leitungen der Museen. Es ändert sich also einiges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mal gespannt, wie schnell der Umbau wirklich entsteht. Ob es zu Einschränkungen beim Betrieb des Museums kommt, steht noch nicht fest. Die Entwürfe gefallen mir auf jeden Fall sehr gut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Despotiko</title>
		<link>https://hellas.blog/despotiko/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Andiparos]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Antiparos]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Despotiko (Insel)]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Kykladen]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Südliche Ägäis]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Paros]]></category>
		<category><![CDATA[Tsimintiri]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=13510</guid>

					<description><![CDATA[<p>Despotiko (Δεσποτικό) ist eine unbewohnte griechische Insel. Sie gehört zu den Kykladen und liegt gegenüber von Antiparos. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/despotiko/">Despotiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Despotiko (Δεσποτικό) ist eine <a href="https://hellas.blog/uebersicht-inseln-kykladen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insel der Kykladen</a>. Sie liegt gegenüber von Antiparos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist Despotiko</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist Despotiko unbewohnt. Zahlreiche Funde aus der Bronzezeit und der Antike belegen, dass die Insel früher ein kulturelles Zentrum war.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Die-archäologische-Stätte-von-Mantra-auf-Despotiko"><img decoding="async" src="https://www.lifo.gr/sites/default/files/styles/max_1920x1920/public/articles/2025-12-30/Despotiko_13.jpg?itok=J-LM8NjW" alt="Die archäologische Stätte von Mantra auf Despotiko" style="width:400px" title="Die archäologische Stätte von Mantra auf Despotiko"/><figcaption class="wp-element-caption">Die archäologische Stätte von Mantra auf Despotiko<br>(Bildquelle: lifo.gr)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.lifo.gr/culture/vivlio/despotiko-iero-toy-apollona-allazei-ton-arhaiologiko-harti-ton-kykladon" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magazin lifo.gr bespricht</a> ein neu erschienenes Buch über Despotiko. In dem geht es um Fotos und Geschichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heiligtum des Apollo veränderte die Kykladen. So überschreibt das Magazin seinen Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlass ist eine zweisprachige Publikation über die Insel. Auf Griechisch und Englisch geht es mit Fotos und Geschichten um Despotiko. Das Buch berichtet über die Jahrzehnte lange Forschungstätigkeit auf der Insel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Despotiko war eines der wichtigsten religiösen Zentren auf der Insel. Die antiken Ruinen sind heute gut zu sehen. Weitere Ausgrabungen wurden auf Tsimintiri durchgeführt. Das ist eine kleine Insel zwischen Despotiko und Antiparos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein wichtiges Heiligtum in der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühesten Spuren menschlicher Aktivität auf Despotiko reichen bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurück. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Apollon-Tempel-auf-Despotiko"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Despotiko-Apollon-Tempel.jpg" alt="Apollon Tempel auf Despotiko" class="wp-image-13987" style="width:400px" title="Apollon Tempel auf Despotiko" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Despotiko-Apollon-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Despotiko-Apollon-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Despotiko-Apollon-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Apollon Tempel auf Despotiko<br>(Bild erstellt von Software)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heiligtum blühte in der spätarchaischen Periode (zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr.) auf, obwohl die frühesten Hinweise auf Verehrung aus der geometrischen Periode (9.–8. Jahrhundert v. Chr.) stammen. Es wurde von den Einwohnern von Paros gegründet, einer damals reichen Insel, bekannt für ihren hochwertigen Marmor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Archäologie: Bei Ausgrabungen wurden Reste eines dorischen Tempels, Altäre und weitere Gebäude freigelegt. Die Wiedererrichtung von drei dorischen Säulen hat dem Ruinenfeld eine dritte Dimension verliehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Funde: Im Tempel wurden rund 600 Gegenstände gefunden, die meisten aus der archaischen Zeit, darunter Keramikvasen, Statuen, Metallobjekte und ägyptische sowie syrische Gegenstände, was auf die weitreichenden Verbindungen des Heiligtums hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heiligtum, das auch der Göttin Artemis gewidmet war, war ein wichtiges religiöses Zentrum, das möglicherweise größer war als das bekanntere Heiligtum auf Delos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Buch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Buch selbst nicht gelesen. Falls Du Dich dafür interessierst, brauchst Du diese Informationen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Δεσποτικό. Φωτογραφίες και ιστορίες &#8211; Despotiko. Photographs and Stories.</li>



<li>deutsch: Despotiko. Fotografien und Geschichten</li>



<li>Sprachen: Griechisch und Englisch </li>



<li>Herausgegeben von: Yannos Kourayos &amp; Ilia Daifa&nbsp;(Γιάννος Κουράγιος &amp; Ίλια Νταϊφά)</li>



<li>Preis: 40 Euro </li>



<li>Bezugsmöglichkeit: <a href="https://www.melissabooks.com/product-page/despotiko-photographs-and-stories" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage von Melissa Publications</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst das Buch direkt beim Verlag bestellen. Beachte bitte, dass die Texte im Buch auf Griechisch und Englisch verfasst sind. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/despotiko/">Despotiko</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</title>
		<link>https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Apollon]]></category>
		<category><![CDATA[Delos]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Mithridates VI.]]></category>
		<category><![CDATA[Pausanias]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=11052</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Hellas Blog stelle ich ein Foto von der Insel Delos vor, das die Terrasse der Löwen zeigt. Es entstand vermutlich in den 1930er Jahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Thema dieses Jahres sind alte Bilder aus Griechenland, und in diesem Rahmen stelle ich heute ein Foto der Terrasse der Löwen auf der Insel Delos vor.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Terrasse-der-Löwen-auf-Delos-in-den-1930er-Jahren"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg" alt="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" class="wp-image-11057" style="width:400px" title="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Terrasse der Löwen auf Delos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau dieses Foto entstanden ist, weiß ich leider nicht. Ich habe es von einer nicht gelaufenen Postkarte. Die Karte soll aus den 1930er Jahren stammen, so der Verkäufer. Von der Karte selbst her verifizieren kann ich es nicht. Es steht keine Jahreszahl drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Antike war die Insel für alle Griechen heilig. Sie soll der Geburtsort von Apollon sein, hier lag sein zentrales Heiligtum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Griechen aller Städte und Länder hieß das nicht nur, dass sie fleißig Opfergaben hierher gebracht haben. Auf Delos wurde zeitweilig der Schatz des Attischen Seebundes verwahrt. Und was die öffentlichen Bauten anging, hieß es klotzen und nicht kleckern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 600 v.Chr. hat man auf Delos die Terrasse der Löwen errichtet, die Ihr auf dem Foto seht. Selbstverständlich ist das zu Ehren von Apollon erfolgt. Einige der Großkatzen sind heute noch zu sehen. Die Löwen sind nicht nur die Wächter und Beschützer des Heiligtums. Der Löwe war in der Antike auch das Tier der Macht schlechthin. Ein Gott, der von Löwen beschützt wurde, war schon eine Hausnummer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viele Menschen lebten früher auf Delos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine spannende Frage ist, wie viele Menschen in der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Antike</a> auf der heiligen Insel Delos lebte. Dem geht <a href="https://www.sportime.gr/viral/posos-kosmos-katikouse-stin-archea-ellada-sti-dilo-ke-pos-chorousan-oli-afti/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sportime</a> in einem lesenswerten Beitrag nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel galt als der Geburtsort des Gottes Apollo. Hier siedelten sich viele Menschen an, in der Antike war Delos für die Griechen nicht nur ein religiöses Zentrum. Hier gab es eine große Siedlung mit vielen Menschen. Sie trieben Handel, hatten eigenes Geld und übten politische und militärische Macht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als unter Philipp II. und Alexander die Makedonier die Herrschaft auch auf den Kykladen übernahmen, ging es für Delos weiter bergauf. Das setzte sich fort, als die Insel schließlich Teil des Römischen Reichs wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Delos lebten nicht nur Griechen. Hier gab es Syrer, Ägypter, Phönizier und natürlich viele Römer. Kaufleute aus anderen Völkern mögen hier auch eine Heimat gefunden haben. Man schätzt, dass in der Antike auf Delos 25.000 Menschen gelebt haben. Vielleicht waren es auch mehr als 30.000 Einwohner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Untergang von Delos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die blühende Insel war dem Untergang geweiht. Der König des kleinasiatischen Königreichs Pontos meinte, Rom die Vorherrschaft in der Region streitig machen zu können. Sein Name war Mithridates VI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 89 v. Chr. Und 63 v. Chr. führte er einen Krieg um die Vorherrschaft in der Ägäis und dem Schwarzen Meer. Sein Gegner war niemand geringeres als das Römische Reich. 88 v. Chr. nahm Mithridates Delos ein. Pausanias berichtet von dem, was geschah als die Truppen des Mithridates auf der Insel landeten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">…fuhr, weil Delos unbefestigt war und seine Bewohner keine Waffen besaßen, … und tötete die sich dort aufhaltenden Fremden und tötete die Delier selbst, raubte viel Geld und alle Weihgeschenke, schleppte dazu Frauen und Kinder in die Sklaverei ab und zerstörte Delos selbst von Grund auf.<sup data-fn="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542" class="fn"><a id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">1</a></sup></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plünderer haben alles zerstört, was sie nicht mitnehmen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rom befreite Delos bald wieder. Aber 69 v. Chr. eroberte ein Verbündeter des Mithridates die Insel erneut und zerstörte sie vollends. Danach haben die Menschen Delos zwar wieder aufgebaut und jetzt auch befestigt. Von den Eroberungen und Zerstörungen konnte die Stadt sich aber nicht erholen. Im 2. Jahrhundert n. Chr. war Delos weitgehend verlassen und aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto von der Terrasse der Löwen erinnert daran, dass Delos einst eine Insel mit vielen Bewohnern war. Das ist schon lange Geschichte. Heute ist es es ein Ort der Ruinen.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">Pausanias, Griechenland, Buch III, 23, 4 <a href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Antiken zu Paris</title>
		<link>https://hellas.blog/die-antiken-zu-paris/</link>
					<comments>https://hellas.blog/die-antiken-zu-paris/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätendiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Napoleon Bonaparte]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit seinem Gedicht Die Antiken zu Paris hat Friedrich von Schiller im Jahr 1802 eine deutliche Kritik an Frankreich geübt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-antiken-zu-paris/">Die Antiken zu Paris</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Gedicht Die Antiken zu Paris hat Friedrich von Schiller im Jahr 1802 eine deutliche Kritik an Frankreich geübt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Hintergrund von Schillers Kritik an Frankreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Gedicht zu verstehen, müssen wir uns weit in die Geschichte zurück begeben. Der europäische Kontinent ächzte unter den den von Napoleon angezettelten Kriegen. Einen griechischen Staat gab es noch nicht, über Griechenland herrschten weitgehend die Osmanen. Der <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheitskampf</a> stand erst noch bevor. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Antiken-zu-Paris"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris.jpg" alt="Die Antiken zu Paris" class="wp-image-11284" style="width:400px" title="Die Antiken zu Paris" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Antiken zu Paris</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Gebiet, das in der Antike von der griechischen Kultur geprägt war, wühlten sich Vertreter verschiedener Staaten durch den Schutt der Geschichte und brachten außer Landes, was immer ihnen möglich war. Das Ringen um die <a href="https://hellas.blog/tag/elgin-marbles/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elgin Marbles</a> kennt heute jeder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Friedrich von Schiller fühlte sich dem klassischen Griechenland verbunden. Die Plünderung von Kulturgütern durch die französischen Eroberer sah er ebenfalls kritisch. Die waren nicht nur in Bezug antike griechische Artefakte ein Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Gedicht kann man sehr Schillers Meinung zum Thema sehr gut herauslesen. Er sagt deutlich, dass die Eroberer die antiken Stücke als <em>Siegtrophäen</em> nach Paris gebracht haben. Dort zeigt man sie den Menschen zwar, die haben dazu aber überhaupt keinen Zugang. Die Beute ist nicht Teil des Lebens in Frankreich, wie sie es an ihren Fundplätzen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kunst bedarf der Wertschätzung. Die bedeutet nicht, sie physisch in Besitz zu nehmen. Der Zugang muss mit dem Herzen erfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Text des Gedichts</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist der Text des Gedichts Die Antiken von Paris aus der Feder von Friedrich von Schiller:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was der Griechen Kunst erschaffen,<br>Mag der Franke mit den Waffen<br>Führen nach der Seine Strand,<br>Und in prangenden Museen<br>Zeig er seine Siegstrophäen<br>Dem erstaunten Vaterland!<br><br>Ewig werden sie ihm schweigen,<br>Nie von den Gestellen steigen<br>In des Lebens frischen Reihn.<br>Der allein besitzt die Musen,<br>Der sie trägt im warmen Busen,<br>Dem Vandalen sind sie Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text mag sich sehr gekünstelt lesen. In Wahrheit ist es ein Spottgedicht, wie es beim nachstehend verlinkten Video mit einer Vertonung ganz gut rüber kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Antiken zu Paris als Rock &#8217;n&#8216; Roll Song</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe von Suno AI habe ich Die Antiken von Paris als Rock &#8217;n&#8216; Roll Song im Stil der 1950er Jahre eingespielt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/CJlIWfyezb8" title="Die Antiken zu Paris (Friedrich von Schiller)" width="800" height="450" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/CJlIWfyezb8?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/CJlIWfyezb8?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: YouTube</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild zum Video und auch zu diesem Beitrag habe ich mit Hilfe von copilot generiert. Der Text stammt natürlich von Friedrich von Schiller. Und die Umsetzung als Lied habe ich mit Hilfe von Suno AI machen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Archäologisches Museum Frankfurt</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-museum-frankfurt/</link>
					<comments>https://hellas.blog/archaeologisches-museum-frankfurt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Etrusker]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt (Main)]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<category><![CDATA[Mithras]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Nida (römische Stadt)]]></category>
		<category><![CDATA[Steinzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch Frankfurt am Main hat ein Archäologisches Museum. Hier siehst Du Funde von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter. Die Antikensammlung hat unter anderem ganz hervorragende Funde aus dem antiken Griechenland und dem griechischen Kulturkreis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-frankfurt/">Archäologisches Museum Frankfurt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auch Frankfurt hat ein Archäologisches Museum. Zu sehen sind Artefakte, die zwischen der Steinzeit und dem frühen Mittelalter entstanden sind. Griechenland-Fans kommen in der hervorragenden Sammlung antiker Keramiken auf ihre Kosten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Räumlichkeiten des ehemaligen Karmeliterklosters hat die Stadt Frankfurt ihr archäologisches Museum eingerichtet. Dazu kommt ein moderner Anbau.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt" class="wp-image-10850" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Museum Frankfurt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest das Museum im westlichen Bereich der Altstadt von Frankfurt. Vom Willy-Brandt-Platz und auch vom Römer aus ist es zu Fuß gut zu erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Sammlung des Museums eine eigene Abteilung des Historischen Museums von Frankfurt. Frankfurter Büger haben dieses Museum 1877/78 gegründet, um die Kultur- und Kunstaltertümer aus Frankfurt und Umgebung zu erhalten. Schnell gesellten sich auch Antiken aus dem Mittelmeerraum hinzu. So kam es, dass die Archäologische Abteilung im Jahr 1937 in ein eigenes Museum für Vor- und Frühgeschichte überführt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war das heutige Archäologische Museum gegründet. Seinen heutigen Namen erhielt es im Jahr 2002. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwerpunkt des Museums ist die Geschichte Frankfurts und Umgebung in den archäologisch relevanten Epochen. Darüber hinaus besitzt es eine Ausstellung zum Vorderen Orient sowie eine beeindruckende Antikensammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der alte Teil des Gebäudekomplexes ist ein früheres Kloster. Von 1246 bis 1803 lebten hier Mönche des Karmeliterordens. Im Jahr 1803 wurde das Kloster säkularisiert und befindet sich seit dem im Besitz der Stadt Frankfurt. Neben dem Museum hat heute das Institut für Stadtgeschichte hier seinen Sitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Antikensammlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum besitzt eine Sammlung von Antiken, die zwischen der Bronzezeit und der römischen Republik entstanden sind. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Antikensammlung" class="wp-image-10863" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Antikensammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antikensammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Stücke aus Griechenland und Kleinasien bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Ab Exponaten aus Großgriechenland (Süditalien), von den Etruskern und aus anderen Gegenden Italiens kannst Du den enormen Einfluss der griechischen Kultur auch auf der italienischen Halbinsel sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ältesten Objekte stammen aus der mykenischen Zeit. Aus dem antiken Griechenland sehen wir sowohl rotfigurige als auch weißfigurige Keramiken. Ich fand es faszinierend zu sehen, wie Etrusker und andere Völker Italiens diese Kunstform für sich übernommen haben. Das dokumentiert die engen Beziehungen zwischen Griechenland und Italien und den enormen Einfluss der griechischen Kultur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich haben vor allem die vielen Szenen der Mythenwelt und des Alltags angesprochen, die auf einigen Stücken zu sehen sind. Sowohl die Malereien auf den Keramiken als auch die figürlichen Darstellungen von Göttern und gewöhnlichen Menschen regen meine Fantasie an. Denn ich bekomme eine Vorstellung davon, wie die Menschen der Antike ihre Welt wohl wahrgenommen haben mögen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich bei antiker Gebrauchskeramik immer wieder fasziniert: Einige Stücke würde auch heute als Designerobjekt auf Interesse stoßen. Das zeigt, dass guter Geschmack in alltäglichen Dingen ein Merkmal der Menschen wohl aller Epochen ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Von der Bronzezeit über die Antike, von Hellas bis zu den Etruskern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass ich mir Keramiken aus der Bronzezeit im Museum anschauen kann. Die Exemplare können sich sehen lassen. Ähnliches habe ich im <a href="https://hellas.blog/museum-des-praehistorischen-thera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum des Prähistorischen Thera</a> oder im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> gesehen. Mit anderen Worten: Wunderbare Exemplare.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hatte es zum Beispiel eine Kanne angetan, die aus dem 13. Jahrhundert vor Christus stammt. Sie wurde in Attika gefunden und auf ihr ist ein wunderbarer Tintenfisch gemalt. Um die Zeit von 430/420 v.Chr. datieren die Archäologen einen Rython in Form eines Kopfes. Auf anderen Keramiken sieht man die Szene eines Gelages. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm Dir etwas Zeit für diese Stücke. Lass Deine Phantasie spielen und stell Dir vor, wie die antiken und bronzezeitlichen Griechen ihre Welt gesehen haben mögen. Nicht nur als Griechenland-Fan wirst Du feststellen, dass Frankfurt und sein Archäologisches Museum jeden Besuch wert sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alter Orient</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oberhalb der griechisch-römischen Antikensammlung findest Du im Neubau die Sammlung Alter Orient. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-Sammlung-Alter-Orient"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Sammlung Alter Orient" class="wp-image-10875" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Sammlung Alter Orient" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Alter Orient</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier siehst Du vor allem Kleinkunst aus dem Iran, aber auch Fundstücke aus Anatolien und Syrien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exponate sind faszinierend. Aus der Zeit zwischen 1.200 v.Chr. und 800 v.Chr. stammen Schnabelkannen und Gefäße in Tierform, die ich so bisher noch nicht gesehen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann siehst Du hier auf Bronzen, die aus Luristan stammen. Luristan ist eine Landschaft im Nordwesten des Iran. Die gezeigten Objekte gehören mit zu dem Besten, dass die Kunst des Bronzegießens in der Frühzeit hervorgebracht hat. Welchem Volk wir die Bronzen verdanken, weiß man leider nicht. Die im Archäologischen Museum Frankfurt zu sehenden Bronzen werden zwischen 1.300 v.Chr. und 600 v.Chr. datiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass diese Bronzen in Frankfurt zu sehen sind, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Im Westen kenne ich sie sonst nur aus dem British Museum oder dem Louvre. Die besten Stücke sind im Iranischen Nationalmuseum in Teheran zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Römerzeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Zeit des Imperium Romanum gab es im Nordwesten der heutigen Stadt Frankfurt/Main eine Stadt namens Nida. Sie war der Hauptort der Civitas Taunensium, der römischen Verwaltungseinheit in diesem Gebiet. Heute liegt hier Heddernheim.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-Römerzeit"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Römerzeit" class="wp-image-10877" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Römerzeit" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Römerzeit</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl aus Nida selbst als auch der weiteren Umgebung hat man viele tolle Funde gemacht, die in der Sammlung zur Römerzeit zu sehen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei meinem Besuch sind mir die vielen Fundstücke zum Kult des Mithras. Diese römische Gottheit hat ihre Wurzeln in Persien und galt zeitweise als &#8222;die Konkurrenz&#8220; schlechthin für das aufkommende Christentum. Auch im römisch besetzten Germanien gab es viele Orte, an denen die Römer Mithras verehrt haben. Im Archäologischen Museum ist sogar ein kleiner Kultort nachgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich auffällig sind auch die Jupiter-Säulen. In der Fachsprache nennt man sie Jupitergigantensäulen. Mir persönlich ist das Wort zu lang. Die meisten von ihnen hat man im 2. und 3. Jahrhundert n.Chr. in der Provinz Obergermanien aufgestellt. Meist sind diese Säulen 4 m hoch, es gibt aber auch deutlich höhere Exemplare. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann hat es natürlich viele Funde von Keramiken und anderen Gebrauchsgegenständen gegeben. Auch diese sind in dieser Sammlung zu sehen. Ich fand auch die Münzfunde sehr interessant, die man in der Gegend gemacht hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Frühes Mittelalter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die weitere große Sammlung führt uns in der Zeit des Überganges von der römischen Herrschaft zur Eigenständigkeit der germanischen Völker in der Region. Sie markiert den Umbruch von der Antike in das Mittelalter.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-frühes-Mittelalter"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: frühes Mittelalter" class="wp-image-10878" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: frühes Mittelalter" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">frühes Mittelalter</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Epoche brachte große kulturelle Veränderungen mit sich. Wir treffen auf Alamannen und Franken, die in der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert n.Chr. und dem 7. Jahrhundert n.Chr. in der Region ihre Spuren hinterlassen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Anfang machten hier die Alamannen, die das Rhein-Main Gebiet über gut 250 Jahre geprägt haben. Die fränkischen Merowinger übernahmen dann die Herrschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt uns direkt in die Anfänge der heutigen Stadt Frankfurt. Deren Name ist erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen erwähnt worden. In diesem Jahr versammelten sich in der fränkischen Königspfalz wichtige Kirchenvertreter zur Synode von Frankfurt.  Das war der Schlusspunkt der Entwicklung. Wir sehen Fundstücke aus der Region, aus denen wir viel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich das absolute Highlight des gesamten Museums ist die Frankfurter Silberinschrift. Dabei handelt es sich um ein 3,5 cm großes Silberamulett, in dem eine dünne Silberfolie eingerollt war. Dank moderner Technik konnte deren Inschrift entziffert werden. Die Forscher haben einen christlichen Text lesen können. Dieses Amulett stammt aus einem Grab, das zwischen 230 n.Chr. und 260 n.Chr. angelegt worden ist. Damit ist es der früheste Nachweis für die Anwesenheit des Christentums nördlich der Alpen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Artefakte und Ausstellungsbereiche des Museums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das nach meiner Wahrnehmung älteste Artefakt im Museum ist ein Faustkeil, den man in Bergen-Enkheim gefunden hat. Sein Alter wird mit 200.000 Jahren angegeben. Eine genauere Bestimmung ist wohl nicht möglich. Der Faustkeil beweist, wie lange schon Menschen in der Region in der Region aktiv sind. Ich bin geflasht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich erfährst Du auch sehr viel über das Karmeliterkloster selbst. Neben den Jupiter-Säulen sind zwei Vitrinen mit Artefakten, die dem Kloster zuzuordnen sind. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es sie gibt. Infolge der Säkularisierung ist viel Inventar des Klosters &#8222;verloren&#8220; gegangen. Dann kam der zweite Weltkrieg. Das Kloster wurde durch Bomben schwer beschädigt, was den Verlust der meisten bis dahin erhalten gebliebenen Artefakte bedeutete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig faszinierend ist die Sonderausstellung Aenigma 2.0. Sie ist seit dem 14. Oktober 2024 geöffnet und endet am 23. März 2025. Zu sehen sind so genannte Brotlaibidole. Das sind kleine Tonobjekte, die in Form eines Brotlaibs hergestellt wurden und die verziert oder markiert sind. Sie waren in der frühen Bronzezeit in Mitteleuropa verbreitet. Funde sind in Nordwestbulgarien gemacht worden und gehen nordwestlich hoch bis ins Mittelrheingebiet. Weitere Funde gibt es in Korsika, Mittelitalien und Polen. Dank der Zusammenarbeit von Leihgebern aus 11 Ländern konnte diese einzigartige Ausstellung gemacht werden. Man weiß nicht, wofür diese Brotlaibidole gut waren. Handelt es sich um einen Code? Um Nachrichten oder eine frühe Währung? Die Fantasie der Besucher ist ausdrücklich gefragt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Besuch im Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in Frankfurt am Main bist, solltest Du das Museum besuchen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main (<a href="https://maps.app.goo.gl/XYPEjexqVw9fLXHZA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Link zu Google Maps</a>)</li>



<li><a href="https://www.archaeologisches-museum-frankfurt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a></li>



<li>Öffnungszeiten:
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch: 10 &#8211; 20 Uhr</li>



<li>Donnerstag bis Sonntag: 10 &#8211; 18 Uhr</li>



<li>Ruhetage: Montag und Dienstag</li>
</ul>
</li>



<li>Geschlossen: Karfreitag</li>



<li>Eintrittspreise:
<ul class="wp-block-list">
<li>10 Euro (ermäßigt: 5 Euro)</li>



<li>Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre sowie Studierende der Goethe-Uni Frankfurt und der Fachhochschule Frankfurt</li>



<li>Am letzten Samstag jeden Monats ist der Eintritt frei</li>
</ul>
</li>



<li>Kontakt: Telefon 0049 69 212-35896 oder E-Mail: <a href="mailto:info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht erforderlich, dass Du Dich vorab im Museum anmeldest. Sollten Dir abweichende Besuchszeiten bekannt sein, freue ich mich über eine Nachricht von Dir. Meine E-Mail-Adresse steht im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
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		<title>Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</title>
		<link>https://hellas.blog/liebieghaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Furtwängler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung wurde weitgehend auf dem Kunstmarkt zusammengekauft und durch Stiftungen erweitert. 2019 konnte eine Sammlung von 200 kostbaren Elfenbeinskulpturen aus dem Besitz von Reiner Winkler erworben werden. Du kannst im Liebieghaus ganz herausragende Beispiele aus 5.000 Jahren Bildhauerkunst sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Liebieghaus am 28. September 2024 besucht. Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich an diesem Tag gesehen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Liebieghaus Frankfurt und seine Sammlung von Skulpturen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Museumsufer in Frankfurt steht eine schlossartige Villa, das Liebieghaus. Sie beherbergt eine Sammlung von ungefähr 3.000 Skulpturen aus der Zeit des alten Ägypten bis in die Neuzeit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Liebieghaus-Frankfurt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg" alt="Das Liebieghaus in Frankfurt" class="wp-image-9637" style="width:400px" title="Liebieghaus Frankfurt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Liebieghaus in Frankfurt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude ließ der böhmische Textilfabrikant Heinrich von Liebig für sich als Altersruhesitz erbauen. Nach seinem Tod erwarb die Stadt Frankfurt das Gebäude im Jahr 1907 und widmete es als Museum für die städtische Skulpturensammlung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Ausstellungsfläche von 1.600 Quadratmetern siehst Du Meisterwerke der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters und der Renaissance bis hin zu Barock und Klassizismus. Darin zu sehen sind auch immer wieder Skulpturen aus Süd- und Ostasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen für Deinen Besuch im Liebieghaus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/sDJk3x15FK4cEX627" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt am Main</a><br>Der Eingang befindet sich auf der dem Main zugewandten Seite des Grundstücks.</li>



<li>Homepage: <a href="https://www.liebieghaus.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">liebieghaus.de</a></li>



<li>Kontakt: <a href="https://www.liebieghaus.de/de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktformular im Internet</a>, E-Mail: <a href="mailto:info@liebieghaus.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@liebieghaus.de</a> oder Telefon 069 / 605098-200</li>



<li>Eintrittspreise betragen während der Sonderausstellung bis 11.10.2026: <br>DI-FR: 10 Euro (Erwachsene), ermäßigt 8 Euro, Familien 18 Euro<br>SA und SO: 12 Euro (Erwachsene), ermäßigt 10 Euro, Familien 18 Euro<br>Mitglieder von Städlverein oder Städlclub erhalten freien Eintritt ins Museum</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Eintrittspreise nach dem 11.10.2026 etwas günstiger werden, bleibt abzuwarten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Führungen, was Dich im Liebieghaus erwartet</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal im Monat gibt es eine Führung, in der den Gästen die Highlights der Skulpturensammlung erklärt werden. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Abwechselnd findet diese Führung in deutscher und in englischer Sprache statt. Näheres dazu erfährst Du auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/angebote/highlights-der-skulpturensammlung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sind im Liebieghaus Skulpturen aus vier Sammlungen zu sehen: Antike, Mittelalter, Neuzeit und Elfenbein. Dass Griechenland die Ausstellungen zur Antike prägt, ist klar. Das ist auch der Grund dafür, dass ich die Sammlung im Hellas Blog vorstelle. Aber auch in den anderen Sammlungen gibt es wunderschöne Stücke mit einem Bezug zu Griechenland. Das ist mir Grund genug, die Skulpturensammlung Liebieghaus im Hellas Blog vorzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sammlung Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sammlung von Skulpturen umfasst nicht nur Objekte aus der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Antike</a>. Sie beginnt im alten Ägypten und in Zweistromland und führt uns bis in die Spätantike und das frühe Christentum. Natürlich spielt neben Griechenland auch Rom eine bedeutende Rolle. In die Sammlung kamen unter anderem Grabungsfunde aus Ägypten, die Karl Maria Kaufmann gemacht hatte. Zudem ist die Privatsammlung von Adolf Furtwängler an das Liebieghaus gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung ist in mehreren Räumen untergebracht, die ich einzeln vorstellen möchte. Eines vorweg: Die Namen der Säle habe ich mir ausgedacht anhand dessen, was dort gezeigt wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ägypten und das Zweistromland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Saal beinhaltet die ältesten Skulpturen, die ich im Liebieghaus in Frankfurt gesehen habe. Der Schwerpunkt der in diesem Saal gezeigten Objekte liegt in Ägypten. Ab etwa 3000 v.Chr. haben die Menschen am Nil eine Kultur entwickelt, die bis heute beeindruckt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Skulpturen-aus-Aegypten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg" alt="Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus" class="wp-image-9642" style="width:400px" title="Saal mit Skulpturen aus Ägypten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1. Dynastie beginnt mit der ersten Vereinigung Ober- und Unterägyptens unter der Herrschaft von Pharao Menes, die um 3032 v.Chr. datiert wird. Ob dieser tatsächlich gelebt hat oder aber nur ein Mythos ist, kann niemand sagen. Wahrscheinlich hat es einen Herrscher dieses Namens gegeben. Wichtig an dieser Stelle ist nur, dass sich ab dieser Zeit die ägyptische Religion und Zivilisation entwickelte und über gut 3 Jahrtausende halten konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus Frankfurt ist kein ägyptologisches Museum, sondern es sammelt Skulpturen. Neben Rundplastiken sind hier auch Reliefs und Sarkophage zu sehen. Ein Relief zeigt zum Beispiel, wie Opfertiere geschlachtet werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zweistromland, eine Verbindung von Ägypten nach Griechenland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Objekte in diesem Saal stammen aus Ägypten. So gibt es auch die Figur eines betenden Mannes aus dem Zweistromland zu sehen. Im Hellas Blog werde ich solche Exponate nicht vorstellen. Aber eventuell gibt es dafür eine Gelegenheit im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in diesem Saal gibt es aber eine Verbindung nach Griechenland. Hier ist eine Statue Alexanders des Großen zu sehen, die ihn als Pharao zeigt. Er hatte es geschafft, Ägypten nicht einfach nur zu erobern, sondern von den Ägyptern als ihr Herrscher akzeptiert zu werden. Diese Verbindung der ägyptischen mit der griechischen Zivilisation ist eine spannende Geschichte, auf die ich im Rahmen dieses Beitrag aber nicht tiefer eingehen kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 1</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den nächsten Saal macht dann den Schritt nach Griechenland. Schon beim Eintreten fallen die polychromen Figuren in diesem Raum auf.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-1-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg" alt="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" class="wp-image-9645" style="width:400px" title="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 1 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit über 40 Jahren erforschen Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann die Farbigkeit der antiken Skulpturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen antike Statuen in den Farben ihrer Materialien, das ist meist Marmor. Die Vorstellung vieler Menschen war lange, dass diese Skulpturen auch in der Antike so ausgesehen haben. Die Forschung hat jedoch ergeben, dass sie bemalt waren. Die Farben haben sie im Lauf der Jahrhunderte verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/polychromieforschung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses findest Du zur Polychromieforschung</a> viele Informationen. Durch naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden ist es möglich, noch vorhandene Farbpigmente zu identifizieren. Daraus lässt sie wissenschaftlich rekonstruieren, wie die Figuren einst ausgesehen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Saal sehen wir fünf Beispiele wissenschaftlicher Rekonstruktionen der Farbigkeit. Natürlich sind nicht die Originale bemalt worden, sondern Abgüsse. Durch die Farbe wirken die Figuren viel plastischer und lebendiger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber in diesem Saal sind natürlich auch Originale zu sehen. Mich hat der Kopf einer verschleierten Priesterin sehr beeindruckt. Dass Frauen sich verschleiern, kennen wir heute vor allem aus der islamischen Welt. Diese Tradition hat ihren Ursprung zumindest zum Teil aber in Griechenland. Sehr schön ist auch eine Amphore, die eine Szene aus dem Mythos um Helena und Menelaos zeigt. Bekanntlich hat der Raub der Helena zum Trojanischen Krieg und damit zum Untergang von Troja geführt. Hier sehen wir den Augenblick, als Helena und Menelaos sich wieder begegnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 2</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Saal mit Plastiken aus Griechenland zeigt ganz herausragende Beispiele der Kunst antiker Bildhauer. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-2-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg" alt="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" class="wp-image-9646" style="width:400px" title="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 2 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sehen wir Ausstellungsstücke, die mich sehr beeindruckt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Statue eines Diskuswerfers, der dem Bildhauer Naukydes zugeschrieben wird. Wir sehen allerdings nicht das Original, sondern eine römische Kopie. Von dieser Statue sind noch weitere römische Kopien bekannt. Eine befindet sich im Vatikan und eine andere im Louvre. Auf dem Foto zu diesem Saal sehr Ihr die Staue ganz auf der linken Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas weiter in der Mitte des Saales steht eine Statue der Athena mit Helm. Sie ist zwischen 180 und 190 n.Chr. entstanden. Erhalten geblieben ist jedoch nur der Torso. Ergänzungen sind in der Renaissance und im Barock gefertigt worden. Die Göttin trägt das mit Schuppen besetzte Ziegenfell, das sie von ihrem Vater Zeus als Schutz erhalten hatte. Auf der Brust sehen wir den hässlichen Kopf der getöteten Medusa. Und am Rand des Ziegenfells siehst Du Schlangen. Die sollen dem Mythos nach lebend gewesen sein. Diese Statue in polychromer Version zu sehen wäre der Hammer. Ich kann mir gut vorstellen, dass die lebendig gedachten Schlangen irre ausgesehen haben müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verbindung zwischen Griechenland und Ägypten ist der Kopf des Zeus mit Hörnern. Genau genommen handelt es sich um Zeus-Ammon. Der ägyptische Gott Amun-Re wurde entweder in Menschengestalt oder als Menschenkörper mit Widderkopf dargestellt. Dieser Kopf entstand zwischen 150 n.Chr. und 180 n.Chr. und zeigt, wie die Kulturen Ägyptens und Griechenlands ineinander verschmolzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Medusa</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Räume der Sammlung antiker Skulpturen sind deutlich kleiner als die drei vorherigen Säle. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-Werkstatt-zur-Farbrekonstruktion-der-Gorgo-Medusa"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg" alt="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" class="wp-image-9644" style="width:400px" title="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in diesen Raum eintrittst, siehst Du links eine große Skulptur. Die stammt nicht aus der Antike, sie ist zwischen 1803 und 1814 entstanden. Geschaffen hat sie Johann Heinrich von Dannecker. Ihr Name ist Ariadne auf dem Panther. Der Künstler verband mit dieser Statue die Idee, dass Schönheit die Wildheit bezwingt. Eine Replik dieser Skulptur steht übrigens auch draußen im Garten des Liebieghauses. In der Natur wirkt das Kunstwerk noch einmal ganz anders. Nach einem Besuch der Ausstellung solltet Ihr da mal vorbeigehen und das auf Euch wirken lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Links auf dem Bild seht Ihr ein farbiges Relief. Es handelt sich um eine Replik des Ostfrieses des Schatzhauses der Insel Siphnos in Delphi. Zu sehen ist eine Szene aus dem Trojanischen Krieg: Achill tötet Memnon. Die Farben sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert worden. So kann man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie farbig gestaltete Reliefs auf die Menschen der Antike gewirkt haben mögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Highlight dieses Raumes war für mich aber der Werktisch. Eine digital erstellte Kopie einer 1889 unter Neapel entdeckten Medusa dient als Vorlage, um die damalige Malerei zu rekonstruieren. Die Farben der Vorlage waren ungewöhnlich gut erhalten. Und in den nächsten Monaten können die Besucher am wissenschaftlichen Rekonstruktionsprozess dieses Gorgoneions teilhaben. Es lohnt sich wirklich, hier öfters mal vorbei zu kommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Athena aus dem Tempel der Aphaia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Raum führt uns auf die Insel Ägina und dort zum Tempel der Aphaia. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Farbrekonstruktion-der-Athena-vom-Tempel-der-Aphaia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" class="wp-image-9643" style="width:400px" title="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen ist der Gipsabguss einer Statue der Athena, die vom Westgiebel des Tempels stammt. Das Original ist in der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek in München zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden ist die Figur um 480 v.Chr. Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann haben die Bemalung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original hat zwei Löcher in der Brust. Diese waren dafür gedacht, ein Gorgoneion anzuheften. Die Wissenschaftler haben eines ergänzt. Als Grundlage dafür diente ein Gorgoneion, das aus dem Giebel des Apollontempels in Erettia auf Euböa stammt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Römische Portraits von Menschen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Saal verlassen wir die griechische Welt und gehen nach Rom. Bei den gezeigten Stücken ist der kulturelle Einfluss Griechenlands jedoch nicht zu verkennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-römischen-Portraits-von-Menschen-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" class="wp-image-9648" style="width:400px" title="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römischen Portraits von Menschen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier geht es um Portraits von Menschen. Die Artefakte dazu befinden sich und zwei Räumen, die hintereinander liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vorderen Raum sehen wir überwiegend Köpfe. Auf der linken Seite wird es kaiserlich. Vorne links sehen wir die Köpfe von Kaiser Augustus, der Faustina Minor und deren Ehemann Marcus Aurelius. Septimius Severus und die wissenschaftliche Rekonstruktion des Kopfes von Julius Caesar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen gegenübergestellt sind die Portraits antiker Menschen, zu denen kein Name bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Kopf des Raums steht die Portraitstatue eines römischen Feldherren. Der Kopf fehlt. Meiner Meinung nach muss das kein Zufall sein. Solche Statuen wurden durchaus so konstruiert, dass der Kopf ausgetauscht werden konnte. So musste bei einem Wechsel in der Stellung des Dargestellten keine ganze Statue neu angefertigt werden, sondern nur ein Kopf. Was der Hintergrund bei dieser Statue ist, weiß ich (noch) aber nicht</p>



<h4 class="wp-block-heading">Portraits in der römisch-ägyptischen Welt</h4>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-römisch-ägyptischen-Portraits-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" class="wp-image-9647" style="width:400px" title="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römisch-ägyptischen Portraits</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im nachfolgenden Raum geht es in die römisch-ägyptische Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fasziniert war ich von fünf Mumienmasken. Die befinden sich in der Vitrine auf der linken Seite des Bildes  und stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus. Die Masken bestehen aus Stuck, farbigem Glas, Vergoldung und Farbe. Blickst Du sie an, hast Du den Eindruck einem Menschen ins Gesicht zu sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter sind Mumienbilder eines Mädchens, eines Jungen und einer Frau zu sehen. Die Portraits hat man den Mumien beigegeben. Sie zeigen die Verstorbenen mit wirklich realistischen Portraits. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der rechten Seite ist ein Mosaik zu sehen, das aus dem 2. Jahrhundert nach Christus stammt. Es zeigt die Ermordung des Archimedes durch einen römischen Soldaten. Archimedes gilt als einer der bedeutendsten Erfinder der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hellas Blog stelle ich vor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Mädchen auf einem Mumienportrait</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Informationen dazu klicke bitte auf den Link.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die spätantike Welt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss der Sammlung antiker Skulpturen im Liebieghaus macht ein Raum mit Exponaten aus der Spätantike.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Saal-zur-Spätantike-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg" alt="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" class="wp-image-9649" style="width:400px" title="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind nicht nur Stücke aus dem römisch-griechischen Kulturkreis. Auch Artefakte aus Indien und China sind vorhanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie die Skulpturenkunst sich in verschiedenen Kulturkreisen auf der Welt entwickelt hat. Hier kannst Du es sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Raum hat mich ein Sarkophag aus Marmor fasziniert, der um 330 n.Chr. geschaffen wurde. Er ist im Stil antiker, heidnischer Sarkophage geschaffen. Jedoch zeigt er biblische Motive. So markiert dieses Artefakt den Übergang von der heidnischen Kultur zum Christentum. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Sammlungen im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt drei weitere Sammlungen, die im Liebieghaus zu sehen sind. Sie haben keinen &#8222;griechischen Schwerpunkt&#8220;. In ihnen habe ich aber immer wieder Objekte gesehen, die einen Bezug zur griechischen Kultur haben. Deshalb und auch der Vollständigkeit halber</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Mittelalter</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spätantike schloss sich das frühe Mittelalter an. Das verlief in Griechenland bekanntlich etwas anders als im westlichen und mittleren Europa. Dort geriet Griechenland aber keineswegs in Vergessenheit. Hinweise darauf findet man, wenn man genau hinschaut, auch in dieser Sammlung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Sammlung-Mittelalter-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg" alt="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" class="wp-image-9651" style="width:400px" title="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Mittelalter</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt der Sammlung im Liebieghaus ist die spätgotische Bildhauerkunst vom 14. bis in das frühe 16. Jahrhundert. Die gezeigten Stücke stammen vorwiegend aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind Werke von Tilman Riemenschneider, Hans Multscher, Niclaus Gerhaert von Leyden oder Michel Erhart. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Eindruck scheint es so, als wäre das Mittelalter wahnsinnig religiös gewesen. Das anzunehmen ist auch nicht ganz falsch. Aber Politik, Alltag und Religion waren für die Menschen in einer Weise miteinander verbunden, die wir uns heute zumeist nicht mehr vorstellen können. Die Kunst im Mittelalter war geprägt vom Aufgreifen religiöser Themen. Individualismus war nicht unbedingt angesagt. Aber Kunst war farbig und brachte auf ihre ganz eigene Art Leben und Lebendigkeit zum Ausdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künstlerische Entwicklung der Bildhauerei vom frühen bis ins späte Mittelalter ist in den einzelnen Sälen gut nachzuvollziehen. Im Rahmen des Hellas Blog passen die meisten hier gezeigten Stücke leider nicht. Eventuell kann ich das eine oder andere im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a> näher vorstellen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Neuzeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus haut auch zahlreiche Skulpturen, die nach dem 15. Jahrhundert entstanden sind. Diese sind in der Sammlung Neuzeit zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Sammlung-Neuzeit-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg" alt="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" class="wp-image-9641" style="width:400px" title="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Neuzeit im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formensprache emanzipiert sich jetzt von dem, was im Mittelalter üblich war. Religiöse Motive spielen nach wie vor eine große Rolle. Aber wir sehen auch viele Exponate, die keinen christlichen Inhalt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Künstler haben sich von der Formensprache der Antike inspirieren lassen. In der Renaissance strebten die Künstler eine möglichst wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Natur an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wohl berühmteste Exponat aus dieser Phase ist Ariadne auf dem Panther. Diese Skultpur habe ich oben schon erwähnt. Sie steht in der Sammlung zur Antike. Ich habe auch andere Exponate mit griechischem Bezug gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fällt auf, dass wir aus dieser Zeit viel mehr Darstellungen haben von Königen, Herrschern und anderen Leuten, die sich für so wichtig hielten. Mir scheint, dass Menschen in diesem Ausmaß während des Mittelalters nicht portraitiert worden sind. Allerdings war das in der Antike durchaus üblich, wie wir in der Sammlung Antike sehen. Auch in dieser Hinsicht &#8211; und nicht nur in den äußeren Merkmalen der Skulpturen &#8211; knüpften die Menschen an die Zeit der Antike an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Elfenbein</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Splendid White &#8211; herrliches Weiß. <a href="https://www.liebieghaus.de/de/splendidwhite" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So nennt das Liebieghaus die Elfenbeinsammlung</a> von Reiner Winkler, die es übernehmen und seinen Besuchern zugänglich machen durfte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Elfenbeinsammlung-Rainer-Winkler"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg" alt="Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus" class="wp-image-9650" style="width:400px" title="Elfenbeinsammlung von Rainer Winkler" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung umfasst Skulpturen aus Elfenbein, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden sind. Den Griechenland-Fans sei an dieser Stelle verraten, dass sich ein Blick in diese Sammlung unbedingt lohnt. Es gibt wunderschöne Motive, deren Anblick mir den Atem verschlagen hat. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht sagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reiner Winkler war ein sehr erfolgreicher Bauunternehmer. Er liebte Musik, Reisen, war Bergsteiger und Taucher. Und er war von Schnitzereien aus Elfenbein fasziniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über einen Zeitraum von 30 Jahren erwarb er etwa 210 Werke, die aus Elfenbein gefertigt wurden. Das war sein Hobby. Er liebte die Schönheit des Materials und von dem, was Künstler aus ihm gemacht hatten. Ein erstes &#8211; gotisches &#8211; Elfenbeintäfelchen erwarb er 1962. Seine Sammelleidenschaft weckten dann Statuetten, Figurengruppen, Reliefs und Gefäße des 17. und 18. Jahrhunderts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Sammlung galt als international herausragend. 1984 und 1994 haben international führende Experten zwei Bestandskataloge publiziert. Ursprünglich waren die Stücke in einer eigens dafür hergerichteten &#8222;Kunstkammer&#8220; in Winklers Wohnräumen zu sehen. Er lud Interessenten gerne zu sich nach Hause ein. Aber auch Ausleihwünschen entsprach er in sehr großzügiger Weise. 1995 richtete er die &#8222;Reiner Winkler Stiftung&#8220; ein, die Forschung auf dem Gebiet der europäischen Kleinplastik des 17. und 18. Jahrhunderts fördert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/">Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Mythologie der Griechen von Karl Kerényi</title>
		<link>https://hellas.blog/mythologie-griechen-karl-kerenyi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[1897]]></category>
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		<category><![CDATA[Antike]]></category>
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		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch von Karl Kerényi über die Mythologie der Griechen war für mich persönlich der Schlüssel dazu, in den alten Geschichten mehr sehen zu können als nur eine Geschichte. Gerne stelle ich es im Hellas Blog vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/mythologie-griechen-karl-kerenyi/">Die Mythologie der Griechen von Karl Kerényi</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Buch von Karl Kerényi über die Mythologie der Griechen war für mich persönlich der Schlüssel dazu, in den alten Geschichten mehr sehen zu können als nur eine Geschichte. Gerne stelle ich es im Hellas Blog vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Karl Kerényi und Die Mythologie der Griechen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Bücher von Karl Kerényi über die Mythologie der Griechen eines der ganz grundlegenden Werke zum Thema sind. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Karl-Kerenyi-Die-Mythologie-der-Griechen.jpg" alt="Karl Kerényi - Die Mythologie der Griechen" class="wp-image-8142" style="width:300px" title="Karl Kerényi - Die Mythologie der Griechen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Karl-Kerenyi-Die-Mythologie-der-Griechen.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Karl-Kerenyi-Die-Mythologie-der-Griechen-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beide Bände in einem Buch (Ausgabe 2022)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich spreche ganz bewusst von &#8222;den Büchern&#8220;, auch wenn Ihr auf dem Bild zu diesem Beitrag nur ein Buch seht. Band 1 ist 1951 erschienen, er behandelt die Götter- und Menschheitsgeschichten. Band 2 ist von 1958, in ihm geht es um die Heroengeschichten. Antiquarisch wird das Werk oft in älteren Ausgaben mit zwei Bänden angeboten. Aktuell sind beide Bände in einem Buch vereint auf dem Markt. Inhaltlich macht das keinen Unterschied. Beziehst Du Dich auf &#8222;den Kerényi&#8220;, dann ist es wichtig zu sagen um welche Ausgabe es geht. Die Paginierung der Bücher variiert in den unterschiedlichen Ausgaben. Wenn Du aus dem Kerényi zitiersst, dann gib immer an, mit welcher Ausgabe Du arbeitest. Sonst findet der neugierige Leser Deine Quelle im Zweifel nicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Band 1: Die Götter und Menschheitsgeschichten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Band ist in 15 Abschnitte aufgegliedert, die durch die griechische Vorstellungswelt führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er führt uns zum Anbeginn von allem. Es gab mehrere Schöpfungsmythen. Wir erfahren, wie die Welt entstanden ist und welche Rolle Okeanos und Thetys dabei gespielt haben. Die beiden waren sehr fleißig in ihrer Gemeinsamkeit. 3000 männliche und 3000 weibliche Okeaniden sind ja nicht zufällig in die Welt gekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schöner finde ich persönlich die Geschichte vom Ei, aus dem alles kam. Die Urnacht war ein schwarzer Vogel. Befruchtet vom Wind legte sie ihr silbernes Ei in den Riesenschoß der Dunkelheit. Aus dem Ei trat der Sohn des Windes hervor, ein Gott mit goldenen Flügeln. Chaos, Gaia und Eros bilden schließlich den dritten Mythos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kerényi geht dann weiter zu den Titanen und zu den Moiren und weiteren vorolympischen Gottheiten. Zu den <a href="https://hellas.blog/tag/olympische-goetter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olymischen Göttern</a> kommt er über Aphrodite, dann über die große Mutter der Götter zu Zeus, Metis und Pallas Athene, Apollon und anderen. Im Buch gibt er nicht jedem der Götter gleich viel Raum. Athene sind mehrere Seiten gewidmet, über Hestia finde ich kaum etwas. Das ist schade. Aber ich verstehe den Autoren, der eine Auswahl treffen muss und seine Darstellung nicht ausufern lassen will. Trotzdem hätte ich zu einer olympischen Göttin zumindest eine ganze Seite erwartet. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Band 2: Die Heroengeschichten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Band des Kerényi dreht sich um die Geschichten mythischer Helden von Urzeiten bis um den Trojanischen Krieg. Er ist in drei Bücher unterteilt. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Karl-Kerényi:-Die-Mythologie-der-Griechen-(1987)"><img decoding="async" width="551" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Kerenyi-Maythologie-zwei-Buecher.jpg" alt="Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen (1987)" class="wp-image-8878" style="width:400px" title="Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen (1987)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Kerenyi-Maythologie-zwei-Buecher.jpg 551w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Kerenyi-Maythologie-zwei-Buecher-300x245.jpg 300w" sizes="(max-width: 551px) 100vw, 551px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen (9. Auflage 1987)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichten von Perseus, Tantalos oder Ödipus sind wirklich gut erzählt. Im zweiten Band geht es es um Herakles, seine Herkunft und Abenteuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mag ja die Erzählung vom Stall des Augias sehr. König Augias war sehr reich, er besaß viele Kuhherden. Das war die Kehrseite seines Reichtums: Der viele Mist verschmutzte alle Ställe und verpestete das Königreich des Augias. Herakles bekam die Aufgabe gestellt, den ganzen Mist an einem Tag fortzuschaffen. Herakles öffnete die Grundmauern der Stelle. Er leitete einen Fluss &#8211; nach anderen Quellen sogar zwei Flüsse &#8211; hinein. Der gesamte Schmutz wurde binnen eines Tages weggespült. Hieraus lernten die antiken Griechen eine Regel für das Leben, die bis heute gilt: Sind die Missstände groß und seit langem vorhanden, hilft manchmal nur eine radikale Maßnahme. Können Menschen die Arbeit nicht erledigen, können sie sich der Hilfe der Naturkräfte bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich erfahren wir noch viel über Jason und Medeia, Orpheus und Euridike, Geschichten um den Trojanischen Krieg und andere. Allerdings gibt Kerényi diesen Geschichten nicht so viel Raum. Ich empfinde diese Darstellungen als relativ oberflächlich. Das mag aber auch daran liegen, dass ich irgendwann mit dem Lesen &#8222;satt&#8220; war. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Verdichtete Erzählung, ein informativer Anhang</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz bewusst vertiefe ich die einzelnen Geschichten und Kerényis Darstellung jetzt nicht mehr. Seine Erzählung ist sehr verdichtet. Wer mehr wissen möchte, dem hilft der Autor durch seine Quellenangaben. Im Buch nimmt der Verfasser Bezug auf viele bildliche Darstellungen der mythischen Gestalten. In der von mir besprochenen Ausgaben gibt es einen Anhang, in dem viele dieser Bilder gezeigt werden. Das empfinde ich als eine große Unterstützung beim Eintauchen in die antiken Mythen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über Karl Kerényi</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ungar Karl Kerényi gilt manchen als einer der wichtigsten Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Zur Welt kam er am&nbsp;19. Januar&nbsp;1897&nbsp;in&nbsp;Temesvár, das damals zum Königreich Ungarn in der Habsburger-Doppelmonarchie&nbsp;Österreich-Ungarn gehörte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine akademische Ausbildung war die eines klassischen Philologen, er studierte an der Universität Budapest. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://res.cloudinary.com/pim-red/image/upload/c_limit,f_auto,q_auto,w_450/v1668861031/klett-cotta/persons/photo/1893.png" alt="Karl Kerényi" style="width:200px" title="Karl Kerényi"/><figcaption class="wp-element-caption">Karl Kerényi<br>(Bildquelle: Klett Cotta)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dort wurde er 1919 mit einer Arbeit über <em>Platon und Longinus</em> promoviert. Als Forschungssprache hatte er sich bewusst für Deutsch entschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst unterrichtete Kerényi an verschiedenen Gymnasien und Budapest Latein und Altgriechisch. Daneben unternahm er Reisen in den Mittelmeerraum und Forschungsaufenthalte an den Universitäten Greifswald, Berlin und Heidelberg. Die Habilitation erfolgte 1927 an der Universität Budapest. Ab 1934 hatte er eine Professur für Altertumskunde an der Universität Pécs (deutsch: Fünfkirchen) inne. Der Universität Budapest bleibt er durch seine freitäglichen Vorlesungen über über antike Literatur und Mythologie verbunden, die in freiheitlichen Kreisen einen sehr großen Zuspruch erfuhren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als es in den 1930er Jahren in Ungarn zu einer starken Verschiebung der politischen Kräfte nach rechts kam, wurde auch das Universitätswesen reformiert. Professoren, die sich nicht fügen wollten, hat man an die Universität Szeged versetzt. Karl Kerényi war einer von ihnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1943 gab es in Ungarn politische Bestrebungen, die nazifreundliche Politik zu revidieren und Anschluss an den Westen zu finden. Als Botschafter eines freiheitlich denkenden, anti-faschistischen Ungarn hat man Wissenschaftler in westliche Länder mit dem Status eines Diplomaten geschickt. Für Kerényi ging es in die Schweiz. Als am 19. März 1944 die Wehrmacht in Ungarn einmarschierte und es besetzte, sandte er seinen Diplomatenpass zurück und blieb als staatenloser Ausländer in der Schweiz. Hier setzte er sein wissenschaftliches Wirken fort. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Nach Ende des 2. Weltkriegs</h4>



<p class="wp-block-paragraph">1947 reiste Kerényi nach Ungarn, um an der Akademie der Wissenschaft eine Rede zu halten. Kaum in Budapest angekommen, warnte man ihn vor der unmittelbar bevorstehenden kommunistischen Machtübernahme. Kerényi fuhr unmittelbar zurück in die Schweiz, wo er blieb und später sogar Schweizer Staatsbürger wurde. Der ungarische Propaganda-Apperat diskreditierte ihn und entzog ihm sogar seine akademischen Titel. Die wurden ihm erst nach der Wende 1989 post mortem zurückerkannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl Kerényi forschte weiter bei Zürich und wirkte dort als akademischer Lehrer. An verschiedenen westeuropäischen Universitäten &#8211; unter anderem in Bonn &#8211; hatte er Gastprofessuren inne. Am 14. April&nbsp;1973&nbsp;starb Karl Kerényi in&nbsp;Kilchberg in der Schweiz. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof von Ascona.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kerényi galt als&nbsp;einer der letzten Vertreter der großen Tradition der&nbsp;humanistischen&nbsp;Altertumswissenschaften. Er hinterließ ein umfangreiches Schriftwerk, das bis heute eine wichtige Erkenntnisquelle zum antiken Griechenland ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolands Meinung zu Die Mythologie der Griechen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorwort schreibt der Verfasser, dass sein Buch dem Leser die Gelegenheit biete, die Göttergeschichten  der griechischen Mythologie und diejenigen vom Ursprung und Schicksal der Menschheit wie die Kapitel eines einzigen Erzählungswerks vom Anfang bis zum Ende zu lesen. Ich finde, dass Karl Kerényi diesem Anspruch voll und ganz gerecht geworden ist. Er hat es geschafft, über Sagen und Mythen der antiken Griechen ein Sachbuch zu schrieben, das sich wie ein spannender Roman liest. Auch mehr als 60 Jahren nach dem Erscheinen der beiden Bände ist die Mythologie der Griechen meine unbedingte Leseempfehlung für jeden, der mehr über die alten und spannenden Geschichten aus Griechenland erfahren möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich kann ich es so sagen: Gustav Schwab eröffnete mir die Sagenwelt der Griechen, Karl Kerényi hat sie mir in Die Mythologie der Griechen erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Schwerpunktsetzung komme ich nicht so ganz zurecht. Das will ich zum Abschluss dieser Rezension noch sagen. Oben erwähnt habe ich schon, dass ich die Vorstellung Hestias unter den Olympischen Göttern vermisst habe. Odysseus wird bei den Helden des Trojanischen Krieges erwähnt, aber die Odyssee reißt Kerényi nur knapp ab. Ich persönlich hätte hier mehr erwartet. Vielleicht liegt meine Erwartung aber auch daran, dass es nach Erscheinen des 2. Bandes (1958) sehr viele neue Erkenntnisse gegeben hat. So wird mehr und mehr versucht, die in der Odyssee genannten Orte zu identifizieren und einen historischen Kern der Erzählung zu finden. Vieles davon war 1958 noch nicht bekannt. So zeigt sich: Auch ein noch so gutes Buch bleibt zwangsläufig auf dem Stand seines Erscheinens stehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das soll aber niemanden davon abhalten, sich dieses Buch ins Regal zu stellen. Unter den für das nicht-wissenschaftliche Publikum geschriebenen Büchern zur griechischen Mythologie nimmt der Kerényi nach wie vor einen Spitzenplatz ein. Wer sich dafür interessiert, sollte es sich besorgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zitate im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich im Blog aus dem Kerenyi zitiere, dann nutze ist die aus zwei Taschenbuchbänden bestehende Ausgabe von 1987. Ihr sehr die beiden Bücher im 2. Foto zu diesem Beitrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund dafür ist ganz einfach. Die Paginierung entspricht der Originalausgabe. Ich finde das sehr wichtig. Denn nur so zitiere ich korrekt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe allerdings auch das andere Buch. Es sind beide Bände darin zusammen enthalten. Es ist größer, auch die Schrift ist etwas größer. So liest es sich angenehmer. Das ist der Vorteil dieser Ausgabe. Ich nutze sie beide, aber für Zitate im Hellas Blog nur die dtv-Taschenbuchausgabe von 1987. Falls Du an der interessiert bist, solltest Du sie antiquarisch noch gut bekommen können. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo kann ich Die Mythologie der Griechen kaufen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du bekommst Die Mythologie der Griechen in jeder Buchhandlung und auch im Online-Handel. Das Buch ist sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book erhältlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das Buch kaufen möchte, braucht dafür diese Informationen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Mythologie der Griechen</li>



<li>14. Druckauflage 2022</li>



<li>von Karl Kerényi</li>



<li>erschienen: 1951 (1. Band) und 1958 (2. Band)</li>



<li>ISBN: 978-3608943733 (Taschenbuch) bzw. ASIN B00JP4QU5Q (E-Book)</li>



<li>Verlag: Klett Cotta</li>



<li>Preis: 25,00 Euro (Taschenbuch) bzw. 19,99 (E-Book)</li>



<li>452 Seiten (Seitenzahlen anderer Auflagen weichen ab)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr über Die Mythologie der Griechen erfährst Du auf der <a href="https://www.klett-cotta.de/produkt/karl-kerenyi-mythologie-der-griechen-9783608943733-t-3929">Homepage des Verlags</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/mythologie-griechen-karl-kerenyi/">Die Mythologie der Griechen von Karl Kerényi</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>10 Schiffswracks bei Kasos entdeckt</title>
		<link>https://hellas.blog/10-schiffswracks-bei-kasos-entdeckt/</link>
					<comments>https://hellas.blog/10-schiffswracks-bei-kasos-entdeckt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Kasos]]></category>
		<category><![CDATA[Kasosproject]]></category>
		<category><![CDATA[Relikt]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffswrack]]></category>
		<category><![CDATA[Sporttauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchspots]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wrack]]></category>
		<category><![CDATA[Wracks]]></category>
		<category><![CDATA[Wracktauchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Meer vor der Dodekanes-Insel Kasos (Κάσος) haben Archäologen 10 Schiffswracks entdeckt. Das älteste Wrack ist vermutlich 5000 Jahre alt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/10-schiffswracks-bei-kasos-entdeckt/">10 Schiffswracks bei Kasos entdeckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Nähe der Dodekanes Insel <a href="https://hellas.blog/kasos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kasos</a> (Κάσος) haben Unterwasserarchäologen 10 Schiffswracks entdeckt. Das hat das <a href="https://www.culture.gov.gr/el/Information/SitePages/view.aspx?nID=4905" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechische Kulturministerium am 13. März 2024 bekannt gegeben</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Taucher-untersuchen-Fundstuecke-im-Meer.jpg" alt="Taucher untersuchen Fundstücke im Meer" class="wp-image-6975" style="width:400px" title="Taucher untersuchen Fundstücke im Meer" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Taucher-untersuchen-Fundstuecke-im-Meer.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Taucher-untersuchen-Fundstuecke-im-Meer-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Taucher-untersuchen-Fundstuecke-im-Meer-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Taucher untersuchen Fundstücke im Meer <br>(Foto: © Greek Ministry of Culture)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Wracks sind teilweise bis zu 3000 Jahre alt. Oder anders gesagt: Das älteste der entdeckten Schiffswracks bringt es auf stolze 5000 Jahre. Andere sind deutlich jünger, sie stammen aus der Antike, dem Mittelalter oder der osmanischen Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nunmehr entdeckten Schiffe gehören nicht zu denjenigen <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wracks aus der Antike, die von Sporttauchern unter Führung lizensierter Unternehmen besucht werden können</a>. Dennoch ist das eine wirklich spannende Sache, nicht nur für Sporttaucher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehe der Fund der Wracks jetzt bekannt gegeben wurde, sind sie umfassend erforscht worden. Mit modernen wissenschaftlichen Methoden hat man sie dokumentiert. Verschiedene archäologische Objekten haben die Forscher geborgen, was deren Untersuchung ermöglicht. Die gesunkenen Schiffe hatten Waren aus Afrika, Spanien, Italien und Kleinasien an Bord. Das zeigt, dass die Region in der Antike zumindest ein Verkehrsknotenpunkt für Frachtschiffe gewesen sein muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Definitiv werden Unterwasserarchäologen, Historiker, Geologen und Biologen reichlich zu erforschen haben. Nicht nur Professoren, sondern auch Doktoranden und promovierte Wissenschaftler sind aktiv. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterwasserforschung bei Kasos ist in einer originellen Filmproduktion von AORI FILMS thematisiert worden. Der Titel lautet &#8222;Tauchen in der Geschichte der Ägäis&#8220;, mehr darüber erfahrt Ihr unter&nbsp;<a href="https://kasosproject.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://kasosproject.com</a>&nbsp;in griechischer und englischer Sprache. Der Film hat internationale Aufmerksamkeit geweckt, was für archäologische Produktionen nicht selbstverständlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss des Artikels möchte ich noch eine weitere Informationsquelle zu Kasosproject hinweisen. Einmal gibt es auf Instagram eine Seite, die Ihr Euch anschauen könnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Archäologen bei Kasos 10 Schiffswracks entdeckt haben, finde ich eine fantastische Neuigkeit. Und wenn die für Sporttaucher zugänglich gemacht werden, wird das eine gute Möglichkeit für die Insel sein, neue Gäste anzulocken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/10-schiffswracks-bei-kasos-entdeckt/">10 Schiffswracks bei Kasos entdeckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</title>
		<link>https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ägäis]]></category>
		<category><![CDATA[Alonnisos]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgüter]]></category>
		<category><![CDATA[Limeni]]></category>
		<category><![CDATA[Pagasitischer Golf]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Peloponnes]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Thessalien]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Schiffswrack]]></category>
		<category><![CDATA[Sporttauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Taucher]]></category>
		<category><![CDATA[Tauchspots]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Volos]]></category>
		<category><![CDATA[Wrack]]></category>
		<category><![CDATA[Wracks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gewässer rund um Griechenland sind sehr attraktiv, was das Thema Wracktauchen angeht. Seit Menschen hier leben, fahren sie zur See. Auf den Meeren liegen Wracks aus alles Epochen, jetzt dürfen auch mehr antike Schiffswracks besucht werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/">Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Ägäis dürfen Taucher in Zukunft Tauchgänge  zu drei ausgewählten Wracks aus der Antike unternehmen. Das berichtet die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/athen-taucher-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tagesschau auf ihrer Homepage</a>. Die Wracks liegen in der Nähe von Volos (Βόλος).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Amphoren-auf-dem-Meeresgrund"><img decoding="async" src="https://images.tagesschau.de/image/48e86b69-aab8-4f3b-b0ab-024b6643401f/AAABla3rzwE/AAABmgWmO88/16x7/griechenland-archaelogische-funde-100.webp?width=1280" alt="Amphoren auf dem Meeresgrund" style="width:400px" title="Amphoren auf dem Meeresgrund"/><figcaption class="wp-element-caption">Scherben von Amphoren auf dem Meeresgrund<br>(Bildquelle: tagesschau.de)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Menschen in Griechenland wohnen, fahren sie zur See. Leider kam es seit dem auch immer wieder zu Unglücken, so dass auf dem Boden des Mittelmeers rund um Griechenland sehr, sehr viele Schiffswracks aus allen Zeiten liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist aber nicht so, dass Taucher einfach so zu Wracks aus der Antike hinabsteigen und sie besuchen dürfen. Gerade die Vielzahl antiker Relikte auf dem Meeresboden war der Grund, aus dem es lange verboten war, als Zivilist mit Druckluft in Griechenland zu tauchen. Sporttauchen ist in Griechenland erst seit 2006 erlaubt und mit vielen Einschränkungen verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der griechische Staat hat erkannt, dass die vielen wunderschönen Tauchspots in Griechenland Touristen anlocken. Das gilt auch für Wracks aus der Antike. Unter strengen Auflagen hat man seit 2019 das Wrack eines antiken Frachters besuchen, der nach Hochrechnungen eine Ladung von 126 Tonnen hatte. Zumeist waren das Amphoren, deren Reste heute noch auf dem Meeresgrund liegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So kannst Du zu den Wracks aus der Antike tauchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Wracks liegen im Pagasitischen Golf, der sich vor der Hafenstadt Volos erstreckt. Dort musst Du zunächst also erst einmal hin.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023.jpg" alt="Der Hafen von Volos 2023 - Foto von Monika Hochscheid" class="wp-image-3238" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hafen von Volos 2023<br>(Foto: Monika Hochscheid)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht erlaubt, &#8222;einfach so&#8220; zu den antiken Schiffswracks zu tauchen. Das dürfen nur lizensierte Unternehmen, die in Volos ansässig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Volos gibt es mehrere Tauchschulen, die geführte Tauchexkursionen anbieten. Ich möchte keines der örtlichen Unternehmen empfehlen, da ich sie selbst nicht kenne. Daher lege ich Dir ans Herz, die Stichworte <a href="https://www.google.com/search?q=volos+tauchschule+wracktauchen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Volos, Tauchschule und Wracktauchen in eine Suchmaschine</a> einzugeben. Der Beispiellink führt Dich auf die Ergebnisse bei Google.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann werden Dir die Tauchschulen aus Volos angezeigt. Schau bitte im Netz nach, welche davon Dir zusagt und frage, ob sie einen geführten Tauchgang zu den antiken Wracks anbieten. Ich habe auf Anhieb einiges gefunden, und das wird bei Dir nicht anders sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Besuch von Wracks aus der Neuzeit ist in Griechenland erlaubt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wracktauchen ist definitiv ein interessantes Thema in Griechenland. Dass Taucher jetzt noch mehr Wracks aus der Antike besuchen dürfen, ist ein gutes Zeichen. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="534" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen.jpg" alt="Wracktauchen" class="wp-image-6701" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen-300x200.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wracktauchen <br>(Foto von Freunden aus der Taucherszene)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 2006 war Zivilisten das Tauchen im Mittelmeer rund um Griechenland praktisch untersagt. Grundsätzlich war es verboten, weil die Regierung Sorge hatte, dass Taucher antike Artefakte einfach vom Meeresgrund mitnehmen. Das ist auch wirklich ein Problem. 2006 hat man das jedoch geändert, bis auf einige Ausnahmen ist Tauchen überall erlaubt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Thema Tauchen in Griechenland will ich in den nächsten Monaten weitere Beiträge im Hellas Blog machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann folgen dann weitere Hinweise auf Wracks im Meer und andere Tauchspots. Inzwischen sind sehr viele Wracks aus jüngerer Zeit für Taucher ausdrücklich freigegeben. Auch gibt es wundervolle Naturschönheiten am Meeresgrund, die einen Besuch lohnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Amphoren am Meeresgrund vor Limeni</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag geht es um Wracks aus der Antike, und da habe ich noch einen weiteren Tipp für Euch: <a href="https://hellas.blog/limeni/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Limeni</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 100 vor Christus ist hier ein Frachtschiff gesunken, das sehr viele Amphoren geladen hatte. Vom Schiff selbst ist nichts mehr zu sehen. Aber die Scherben der Ladung ist auf einem mehr als 500 qm großen Areal zu sehen. Die Ladung liegt in einer Tiefe zwischen 15 m und 30 m. Auch hier bietet es sich an, vorab zu einer örtlichen Tauchschule Kontakt aufzunehmen und sich dort alle Informationen für Deinen Tauchgang zu den antiken Amphoren zu holen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Von den teilweise noch ganz erhaltenen Amphoren bzw. den Scherben darfst Du nichts anfassen oder gar aus dem Meer bergen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/">Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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