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	<title>Archäologisches Nationalmuseum Athen Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>Archäologisches Nationalmuseum Athen Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Jagd in Mykene: Szene auf einem Siegelring aus Gold</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Jagd spielte in Mykene eine gewichtige Rolle. Es ging nicht nur um Nahrung, die aus erlegten Tieren gewonnen werden</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/">Jagd in Mykene: Szene auf einem Siegelring aus Gold</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Jagd spielte in Mykene eine gewichtige Rolle. Es ging nicht nur um Nahrung, die aus erlegten Tieren gewonnen werden konnte. Die Jagd war wichtig. Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um besondere Artefakte, die ich in Museen gesehen habe. Im Archäologischen Nationalmuseum Athen zeigt man einen Siegelring aus Gold. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Siegelring zeigt die Jagd im Mykene der Bronzezeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mykene war eine bedeutende Stadt im Griechenland der Bronzezeit. Auf der Peloponnes war die Stadt eines der wichtigsten kulturellen Zentren. Wer in den Ruinen von Mykene steht, kann spüren, was für bedeutsames Zentrum von Macht und Kultur das einst gewesen sein muss. Und das lässt sich auch aus prachtvollen Grabbeigaben nachvollziehen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Schliemanns Aktivitäten in Mykene</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a> war zwischen 1874 und 1876 in Mykene aktiv. Er suchte nach Spuren von Orten und Personen, die in <a href="https://hellas.blog/homer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homers</a> <a href="https://hellas.blog/tag/ilias/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ilias</a> genannt wurden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Die-Maske-des-Agamemnon"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Die Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Personen war <a href="https://hellas.blog/agamemnon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agamemnon</a>, der König in Mykene war. Schliemann machte viele Goldfunde, unter anderem einige Totenmasken. Die schönste davon ordnete er Agamemnon zu. Heute wissen wir, dass die Maske nichts mit dem in der Ilias erwähnten König zu tun hatte. Aber ihre Bezeichnung blieb bis heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland war schlau. Vor Mykene war Schliemann in Troja aktiv, als dessen Entdecker er galt. Dort fand er viele Schätze, die er außer Landes brachte. Das war ihm zwar nicht erlaubt. Aber Schliemann schuf Fakten  und einigte sich hinterher mit dem Osmanischen Reich auf eine Geldentschädigung. Die Schätze waren aber weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wollte Griechenland in Mykene unbedingt vermeiden. Deshalb war ein Aufpasser vor Ort. Der stellte sicher, dass die Goldschätze nach Athen und nicht außer Landes gebracht wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die griechischen Behörden haben die Schätze in der Staatsbank eingelagert. Heute sind sie im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen. Darunter war auch der Siegelring, um den es heute geht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Jagd auf dem in Mykene gefundenen Siegelring</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gräberrund A war das Grab IV das größte seiner Art. Es hatte die reichsten Grabbeigaben. Darunter befand sich auch der Siegelring, um den es heute geht. Im Archäologischen Nationalmuseum hat er die Inventarnummer 240.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene.jpg" alt="Siegelring aus Gold mit Jagdszene" class="wp-image-15871" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Siegelring aus Gold mit Jagdszene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ring lag zwischen einem männlichen und einem weiblichen Skelett. Wem von beiden er gehörte, ist unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jagdszene ist sehr detailreich. Ein Wagen wird von zwei Pferden gezogen. Es gibt einen Wagenlenker und einen Schützen, der mit Pfeil und Bogen einen Hirschen erlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich finde die Darstellung der Waffe interessant. Pfeil und Bogen gehörten als Fernwaffen zur Standardausrüstung mykenischer Krieger. Das ist in bildlichen Darstellungen auf Gefäßen nachgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Funden weiß man, dass die Technik des Baus von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kompositbogen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kompositbögen</a> bereits bekannt war: Holz, Horn und Sehen wurden verleimt. Es liegt nahe, dass solche leistungsfähigen Bögen nicht nur militärisch, sondern auch bei der Jagd eingesetzt wurden. Typisch für einen Kompositbogen wäre allerdings eine Gegenkrümmung an den Enden, die der Abbildung auf dem Siegenring fehlt. Da der abgebildete Bogen aber relativ klein ist, kann angenommen werden, dass es sich um einen Kompositbogen handelt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Alter und Herstellung des Rings</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hergestellt wurde der Ring möglicherweise zwischen 1600 v.Chr. und 1500 v.Chr. In den mir zugänglichen Quellen habe ich dazu leider keine belastbare Aussage gefunden. Vielleicht weiß jemand aus dem Leserkreis etwas genaueres. Ich würde mich über eine Ergänzung in den Kommentaren sehr freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso ist nicht klar, wo der Ring gefertigt wurde. Nach einer jüngeren Ansicht soll er in Mykene hergestellt worden sein. Die meisten mir bekannten Stimmen sagen, dass er aus Kreta stammt. Er könnte als Raub, Handelsware oder ein Geschenk nach Mykene gekommen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens sind die meisten goldenen Siegel aus der mykenischen / minoischen Zeit nicht massiv. Sie bestehen aus dickem Blech. Der Goldschmied hat das Bild durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gravur" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gravieren</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ziselieren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ziselieren</a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Treiben" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Treibarbeit</a> hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Techniken kamen auch bei massiven Siegeln zum Einsatz. Sie wurden nicht gegossen. Ein Trick bei den Schilden der Ringen war, unedles Metall oder Silber zu verwenden. Das wurde mit einer starken Goldfolie überzogen, was die Herstellungskosten senkte und optisch erst einmal wie ein massiver Schild aussah.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Andere Funde</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum wird noch ein zweiter Ring mit einer Kampfszene gezeigt. Leider habe ich dazu kein brauchbares Foto. Dessen Inventarnummer ist 241. <a href="https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71481949" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beide Ringe sind in der Deutschen Fotothek zu sehen</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large" id="Das-Löwentor-in-Mykene"><img decoding="async" width="1024" height="570" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg" alt="Das Löwentor in Mykene" class="wp-image-1272" title="Das Löwentor in Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Löwentor in Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten mykenischen Siegel waren aus Halbedelsteinen wie etwa&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karneol" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karneol</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Achat" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Achat</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jaspis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jaspis</a>&nbsp;oder in späterer Zeit aus&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steatit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Steatit</a>&nbsp;und Glas gefertigt. Gold, wie bei diesem Ring, ist schon ein sehr besonderes Material.</p>



<h2 id="block-b112b298-eda1-4814-9341-0ef8e3aaf112" class="wp-block-heading">Mykene im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-e801eb32-7753-4b9d-9eff-09cd89a592c1">In den Ruinen von Mykene zu stehen, war für mich eines der faszinierendsten Erlebnisse in Griechenland. Dem touristischen Hype um sie kann ich nichts abgewinnen. Auch die Homer geschuldete Verklärung seiner Vergangenheit ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber definitiv stand hier eine beeindruckende Stadt und Festung, die in ihrer Zeit eine große Bedeutung hatte. Ich finde, das ist heute noch zu spüren. Deshalb schreibe ich immer wieder über Mykene.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Siegelring aus Gold mit Jagdszene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/">Jagd in Mykene: Szene auf einem Siegelring aus Gold</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/news-24-7-preist-mykene-als-reiseziel-an/"><img decoding="async" width="300" height="167" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Das Löwentor in Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/news-24-7-preist-mykene-als-reiseziel-an/">News 24/7 preist Mykene als Reiseziel an</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Beiträge Im Hellas Blog über <a href="https://hellas.blog/tag/mykene/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mykene</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
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		<title>Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einem Dolch im Archäologischen Nationalmuseum Athen machen Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel. Gefunden wurde er im Gräberrund A in Mykene. Die Inventarnummer im Museum ist 765. Im heurigen Jahresthema geht es um besondere Artefakte in Museen. Dieser Dolch gehört für mich definitiv dazu.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a>&nbsp;ist ein Dolch zu sehen, auf dem Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel machen. Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um besondere Artefakte in Museen. Für mich gehört dieser Dolch dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machen Wasservögel und Katzen auf einem Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Dolch habe ich am Anfang des Rundgangs gesehen, im Bereich mit prähistorischen Altertümern. Dort gibt es viele Funde aus dem bronzezeitlichen Mykene.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Dolch-aus-Mykene-mit-Katzen,-Vögeln-und-Papyrusblüten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" class="wp-image-15278" title="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht wenige dieser Funde hat seinerzeit&nbsp;<a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>&nbsp;gemacht. Heute sind sie im Raum 4 des Museums zu sehen. Die Inventarnummer im Archäologischen Nationalmuseum ist 765.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klinge dieses Dolchs besteht aus Bronze. Sie ist reich mit Einlegearbeiten aus Gold und Silber verziert. Die Verzierungen sind mit einer Technik namens Niello ausgeführt, was auf die hohe Kunstfertigkeit der mykenischen Metallhandwerker hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefertigt wurde der Dolch im 16. oder 15. vorchristlichen Jahrhundert. Er gehört zu einer kleinen Gruppe von Luxusobjekten aus dieser Zeit, in denen von der Natur inspirierte Motive zu sehen sind. Mich erinnert das an Wandmalereien aus dieser Zeit, die man auf Santorin oder Kreta gefunden hat. Das ist ein Indiz für den kulturellen Austausch zwischen diesen Räumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schild zu diesem Objekt beschreibt es als&nbsp;<em>Bronzedolch mit eingelegten Verzierungen</em>. Auf der Klinge sei eine nilotische Landschaft mit Katzen dargestellt, die Wasservögel zwischen Papyrusblüten zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die Papyrusblüten sind ein Hinweis auf Ägypten. Niello war auch ägyptischen Schmieden bekannt. Sowohl Motive auf der Klinge als auch die handwerkliche Technik sind ein Indiz für den kulturellen Austausch mit Ägypten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Vorderseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gesamten Breite der Klinge sehen wir stilisierte Papyrusblüten. Rechts neben der großen Blüte am linken Rand sehen wir eine große Katze, die sich in einer dynamischen Bewegung befindet. Möglicherweise sehen wir einen Löwen. Mich erinnert das ein wenig an den&nbsp;<a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Vorderseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="209" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg" alt="Vorderseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15276" title="Vorderseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-300x78.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-768x201.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorderseite des Bronzedolchs, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Katze wird von einer großen Vogelgestalt begleitet, deren Flügel und Körper durch Gold- und Silbereinlagen hervorgehoben sind. Möglicherweise handelt es sich um eine symbolische Darstellung des Kampfes zwischen Raubtier und Beute. Vielleicht sollen aber auch nur Kraft und Dynamik zu sehen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts neben der Katze sind weitere Vögel zu sehen, die in verschiedenen Flugpositionen dargestellt sind. Das zeigt nicht nur die gute Beobachtungsgabe des Künstlers, die ich aus der sehr realistischen Darstellung der Tiere ableite. Das Motiv ist auch ein Hinweis darauf, dass die Natur in der mykenischen Vorstellungswelt eine große Bedeutung gehabt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterhalb der zentralen Szene schwimmen Fische und andere Wassertiere. Das deutet auf einen Lebensraum an einem Fluss oder See hin. Der Bezug zu Ägypten legt den Nil nahe, was auch im Begleittext des Museums zum Ausdruck kommt. Das ist aber meiner Meinung nach nur Spekulation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Rückseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die andere Seite ist Dank Spiegeln auch gut zu sehen. Links sehen wir einen Löwen, daneben Vögel und Blüten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Rückseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="213" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg" alt="Rückseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15277" title="Rückseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-300x80.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-768x204.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rückseite des Bronzedolchs</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich um Papyrus handelt, kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Die Pflanzen sind stilisiert dargestellt. Aber mit ihren langen Stängeln und typischen Spitzen sehen sie so aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche das Archäologische Nationalmuseum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Museums in Athen ist&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>. Die nächstgelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio. Der Eintritt kostet 20 Euro, bestimmte Personen erhalten eine Ermäßigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten</a>. Deswegen soll es in näherer Zukunft auch vorübergehend für Besucher geschlossen werden. Bitte informiere Dich vor einem Besuch auf der&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>, ob es geöffnet ist.</p>
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		<title>Archäologisches Nationalmuseum Athen</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 09:09:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Archäologisches Nationalmuseum Athen: Eine der weltweit größten und besten Sammlungen von Artefakten ab der Steinzeit bis in die Antike. Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich im November 2025 dort selbst gesehen habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Athen hat ein Archäologisches Nationalmuseum, wie es das kein zweites Mal in Griechenland gibt. Tatsächlich ist es eines der besten archäologischen Museen der Welt. Die Sammlung reicht zeitlich von der Jungsteinzeit bis in die griechisch-römische Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt war ich im November 2025 dort. Was ich in diesem Beitrag schildere, habe ich dort selbst so wahrgenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Nationalmuseum Athen: Sammlungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 20. Jahrhundert hat man wirklich alle wichtigen Funde in Griechenland nach Athen gebracht. Das Museum hat so die bedeutendste archäologische Sammlung des Landes aufbauen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf 8.000 qm Ausstellungsfläche sind über 11.000 Objekte zu sehen. Das Museum hat 52 Säle, von denen in 49 Dauerausstellungen zu sehen sind. In drei Sälen gibt es wechselnde Sonderausstellungen. Außer Funden aus Griechenland gibt es auch eine bedeutende ägyptische Sammlung und Artefakte aus Italien, Zypern und Asien.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung prähistorischer Altertümer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Einlass ins Museum betrittst Du als erstes die Sammlung prähistorischer Altertümer. Die Sammlung umfasst Objekte von der Jungsteinzeit bis etwa 1000 vor Christus. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Steinzeit-bis-Bronzezeit:-Mykene,-Kykladenkultur"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene.jpg" alt="Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur" class="wp-image-13098" style="width:400px" title="Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-01-Bereich-Steinzeit-Bronzezeit-Kykladenkultur-Mykene-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Steinzeit bis Bronzezeit: Mykene, Kykladenkultur</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest sie im Erdgeschoss und im Obergeschoss gibt es noch einen Saal mit Funden aus Santorin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrittst Du den ersten Saal, siehst Du auf die Maske des <a href="https://hellas.blog/agamemnon/">Agamemnon</a> und andere Goldschätze, die <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> in Mykene gefunden hat. Es ist wirklich unglaublich, von welch hoher Qualität diese Kunstschätze sind. Die großen Säle hier sind voller Artefakte aus der Bronzezeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der linken Seite sind einige Artefakte aus der Jungsteinzeit. Sie stehen an einem Durchgang zu einem Saal, der viele weitere Funde aus dieser prähistorischen Epoche zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der rechten Seite gibt es einen weiteren kleinen Saal. Dort sind Artefakte der Kykladenkultur zu sehen. Neben Mykene (Festland) und den Minoern (Kreta) ist das die dritte große Kultur der Bronzezeit. Wir wissen heute, dass diese Kulturen im Austausch miteinander standen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehst Du im mittleren Saal weiter, kommst Du aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Heinrich Schliemann hat in Mykene wirklich unglaubliche Schätze gefunden. Und die griechische Regierung war so weise, ihm einen Aufpasser zur Seite zu stellen.so fanden die Schätze ihren Weg nach Athen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Bereich siehst Du auch viele Artefakte aus Pylos, Tiryns und anderen kulturellen Hotspots der Bronzezeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Skulpturensammlung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gehst Du weiter durch den großen Saal, kommst Du zu einem ersten Saal mit Skulpturen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Skulpturensammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung.jpg" alt="Skulpturensammlung" class="wp-image-13102" style="width:400px" title="Skulpturensammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-05-Bereich-Skulpturensammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skulpturensammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der antiken Skulpturen ist anhand von Exponaten nachzuvollziehen, die zwischen dem 7. Jahrhundert v.Chr. und dem 6. Jahrhundert n.Chr. entstanden sind. Diese Sammlung gilt als die bedeutendste und größte ihrer Art auf der Welt. Ihr könnt sehen, was für wunderbare Werke die Künstler der Antike hergestellt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum werden ca. 900 Kunstwerke gezeigt. Das Inventar beinhaltet etwa 16.000 Nummern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Skulpturensammlung des Archäologischen Nationalmuseums ist in 30 Sälen des Erdgeschosses zu sehen. Sie nimmt den größten Teil der Ausstellungsfläche des Museums ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr seht hier Werke aus der Jungsteinzeit bis hin zur Spätantike. Der größte Teil der Werke besteht aus Marmor oder anderen Steinarten. Aber es gibt auch große Bronzeplastiken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung von Vasen und Keramiken</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vasen- und Kleinkunstsammlung sind etwa 6.000 Objekte zu sehen, davon alleine 2.500 Vasen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Sammlung-von-Keramiken"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung.jpg" alt="Sammlung von Keramiken" class="wp-image-13100" style="width:400px" title="Sammlung von Keramiken" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-03-Bereich-Keramiksammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung von Keramiken</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rundgang ist chronologisch aufgebaut. Das hat den Vorteil, dass man die Entwicklung der Keramiken zeitlich wunderbar nachvollziehen kann. Und ehrlich gesagt hat dieser Aufbau noch einen weiteren Vorteil: An zeitlichen Phasen, die den Besucher nicht so sehr interessieren, kann er einfach vorbeigehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie dokumentieren lückenlos die Entwicklung der griechischen Keramik zwischen dem 11. Jahrhundert vor Christus bis in die Römerzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Blick hat mich die Fülle der gezeigten Stücke in diesem Bereich des Museums überfordert. Aber gerade die schwarzfigurigen und rotfigurigen Keramiken sind eine nähere Betrachtung wert, zeigen sie doch zumeist eine interessante Geschichte. Viele dieser Gefäße zeigen mythologische Szenen. Aber auch Darstellungen des täglichen Lebens zu seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vasensammlung ist eine wirklich anschauliche Reise durch die Welt der griechischen Antike. Für diese Reise musst Du bereit sein. Nimm Dir viel Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ersten Besuch ist es aber auch völlig okay, zügig durchzugehen und sich nur einzelne Stücke anzuschauen. Mir ging es bei meinem ersten Besuch im Museum so, dass ich mich von der Fülle der Objekte überfordert gefühlt habe.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung metallurgischer Werke</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Antike sind nicht nur Werke aus Stein auf uns gekommen, sondern auch welche aus Metall. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Bronzesammlung-des-Museums"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung.jpg" alt="Bronzesammlung des Museums" class="wp-image-13101" style="width:400px" title="Bronzesammlung des Museums" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-04-Bereich-Bronzesammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bronzesammlung des Museums</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise gab es in der Antike anteilig viel mehr Kunst aus Metall als aus Marmor. Die Plastiken sind oft eingeschmolzen worden. Aus diesem Grund stellt die Sammlung metallurgischer Werke etwas ganz Einzigartiges dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon als das Archäologische Nationalmuseum begründet wurde, gab es Artefakte aus Metall. Von Anfang an hat das Museum Funde aus Metall systematisch gesammelt und ausgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Museumseröffnung wurde die Metallsammlung stetig erweitert und wissenschaftlich neu geordnet. Eine eigene, klar erkennbare Sammlung metallurgischer Werke existiert also seit mehr als 120 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die metallurgischen Werke im Museum zeigen nicht nur schöne Kunst. Sie erzählen auch von Technik, Wissen und Macht in der Antike. Nimm Dir Zeit für diese tolle Sammlung, wenn Du im Museum bist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung altägyptischer und östlicher Altertümer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ägyptische Sammlung des Nationalen Archäologischen Museums ist eine der bedeutendsten ihrer Art. Zu sehen sind Objekte aus der Zeit von 5.000 v.Chr. bis hin zur römischen Zeit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Ägyptische-Sammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung.jpg" alt="Ägyptische Sammlung" class="wp-image-13103" style="width:400px" title="Ägyptische Sammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Bereich-Aegyptische-Sammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ägyptische Sammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung ist durch große Schenkungen entstanden. Zu nennen sind John Demetriou und Alexander Rostović, die 1880 bzw. 1904 ihre Sammlungen zukommen ließen. Es gab weitere Schenkungen der Hellenic Archaeological Society, der ägyptischen Regierungen sowie zahlreiche Einzelspenden. Zudem kommen hierher ägyptische Objekte, die man bei Ausgrabungen in Griechenland gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besucher betrachten in den Sälen verschiedene historische Artefakte. Zu den Exponaten gehören verzierte Sarkophage und echte Mumien. Auch Statuen, Schmuck und alltägliche Gebrauchsgegenstände sind dort ausgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellungsobjekte vermitteln zudem Fakten über das damalige Alltagsleben in Ägypten. Texttafeln liefern historische Daten zu den jeweiligen Epochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Eindruck ist, dass ein Schwerpunkt auf der hellenistischen Epoche Ägyptens liegt. Mit den <a href="https://hellas.blog/tag/ptolemaeer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ptolemäern</a> herrschte eine aus Griechenland stammende Dynastie über Ägypten. Insofern bietet die Sammlung im Vergleich zu anderen Ägyptischen Museen einen gewissen Schwerpunkt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Museum, sein Gebäude und seine Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Nationalmuseum in Athen ist das größte derartige Museum in Griechenland und wohl eines der wichtigsten archäologischen Museen der Welt. Es befindet sich in einem imposanten Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Nationalmuseum-Athen"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg" alt="Archäologisches Nationalmuseum Athen" class="wp-image-13107" style="width:400px" title="Archäologisches Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Nationalmuseum Athen (2025)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ist dieses Museum das erste, das nach der griechischen Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich gegründet wurde. Das war im Jahr 1829.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein erster Sitz war in Nafplio, der ersten Hauptstadt Griechenlands. Als die Hauptstadt 1834 nach Athen verlegt wurde, siedelte das Museum dorthin über. Zunächst war die Sammlung in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Mit dem Bau des heutigen Museumsgebäudes hat man 1866 begonnen. Das war durch Schenkungen möglich. Die erste Bauleitung war bei Ludwig Lange, die Fassade stammt von Ernst Ziller. Die Einweihung des Hauptgebäudes war 1874, 1881 und 1885 folgten die beiden Seitenflügel. Andere Erweiterungen folgten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2. Weltkrieg bedeutet eine Zäsur für das Museum. Krieg bedeutet immer auch Gefahr für Kulturgüter. Deshalb haben die Verantwortlichen antike Stücke ausgelagert und versteckt. Das hat man auch in anderen Museen so gemacht. So konnten viele Antiken vor dem Zugriff der deutschen Besatzer gerettet werden. Das Museum wurde geschlossen und während der Besatzung auch bewacht. 1945 öffnete es wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1999 beschädigte ein Erdbeben den Museumsbau. Es folgten Renovierungsarbeiten, die 2004 beendet werden konnten. Das numismatische Museum bekam ein neues Domizil in Schliemanns Haus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2004 sind die Dauerausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich. Auch gibt es Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Ein Besuch lohnt sich immer, auch wenn Du erst im letzten Jahr dort gewesen bist. <a href="https://hellas.blog/reclams-staedtefuehrer-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus Gallas schreibt</a> über das Museum, dass man dort Tage verbringen könnte. Das stimmt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Umbau und Erweiterung des Nationalmuseums</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sanierungs- und Bauarbeiten am Museumsgebäude</a>. Noch ist das Museum geöffnet. Noch ist es geöffnet. Aber voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 wird es für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Ausstellungsstücke müssen woanders untergebracht werden. Ob man zumindest einige der Stücke in dieser Zeit an einer Location besichtigen kann, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr über den geplanten Umbau erfährst Du ganz unten in diesem Beitrag.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Weitere Bilder aus dem Museum</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sind noch weitere Bilder aus dem Museum.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13105" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin.jpg" alt="Saal mit Sammlung des bronzezeitlichen Thera" class="wp-image-13105" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-08-Bereich-Thera-Santorin-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Sammlung des bronzezeitlichen Thera</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13104" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung.jpg" alt="Sammlung antiker Gläser" class="wp-image-13104" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-06-Glassammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung antiker Gläser</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="13099" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur.jpg" alt="Sammlung Kykladenkultur" class="wp-image-13099" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-02-Sammlung-Kykladenkultur-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Kykladenkultur</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading">Das Museumscafé</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gutes Archäologisches Nationalmuseum hat natürlich auch einen Platz zum Verweilen, und der im Museum von Athen ist eine wahre Oase.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Außenbereich-des-Cafes-im-Museum"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich.jpg" alt="Außenbereich des Cafes im Museum" class="wp-image-13106" style="width:400px" title="Außenbereich des Cafes im Museum" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-09-Cafe-Aussenbereich-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Außenbereich des Cafes im Museum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Café des Museums befindet sich im Erdgeschoss. Vom Eingang aus musst Du die Treppe herunterlaufen. Dann bist Du dort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle, zunächst einmal einen Blick auf das Angebot zu werfen. Von Kuchen bis zu vollwertigen warmen Mahlzeiten ist alles im Angebot. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich gibt es auch Getränke fast aller Art. Eine Einschränkung muss ich machen: Bier oder Wein habe ich nicht im Angebot gesehen. Aber Alkohol hätte ich hier auch nicht erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kommt der nächste Teil: Du nimmst zu Dir, was immer Du ausgesucht hast. Das kannst Du sowohl Innen als auch Außen machen. Beim Außenbereich handelt es sich um den Innenhof des Museums. Ich empfinde ihn nach einem mehrstündigen Rundgang durch das Museum als eine sehr wohltuende Oase. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Ebene befinden sich übrigens auch die Toiletten für die Besucher. Ich hoffe, dass auch die renoviert werden. Die Herrentoilette war &#8222;so hygienisch&#8220;, dass ich es mir verkniffen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich zum Archäologischen Nationalmuseum?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>, Athen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächst gelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Von dort läuft man in etwa 15 min zum Museum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio (Πολυτεχνείο).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Nationalmuseum Athen: Öffnungszeiten und Eintritt </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor einiger Zeit waren die Öffnungszeiten im Museum noch dreigeteilt organisiert und in Winter, Frühjahr und Sommer etwas unterschiedlich. Inzwischen ist die Sache zweigeteilt organisiert, wobei auf der <a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh155.jsp?obj_id=3249" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Ministeriums</a> und der <a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a> selbst unterschiedliche Zeiten angegeben sind. Ich halte mich an die Angaben des Ministeriums. Die Seite <a href="http://odysseus.culture.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">odysseus.culture.gr</a> ist nach meiner Erfahrung von den Informationen her besser gepflegt als die Seiten einzelner Museen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Öffnungszeiten im Winter</strong> (1. November bis 31. März):
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch bis Montag: 8:30 Uhr bis 16.00 Uhr</li>



<li>Dienstag: 12:30 Uhr bis 20 Uhr</li>
</ul>
</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Öffnungszeiten im Sommer</strong> (1. April bis 31. Oktober):
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch bis Montag: 8:00 Uhr bis 20 Uhr</li>



<li>Dienstag: 12:30 Uhr bis 20 Uhr</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Webseite:&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.namuseum.gr</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Eintrittspreis </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt in das Museum kostet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>20 Euro</li>



<li>Für bestimmte Personengruppen (z.B. Kinder und Jugendliche aus EU-Staaten bis 25 Jahre, Behinderte mit Grad 67% und höher und andere) ist der Eintritt frei. </li>



<li>Für andere Gruppen gibt es einen Rabatt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">An diesen Tagen ist der <strong>Eintritt frei</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>6. März&nbsp; (Gedenktag von Melina Mercouri)</li>



<li>18. April&nbsp; (Internationaler Tag der Denkmäler)</li>



<li>18. Mai&nbsp; (Internationaler Museumstag)</li>



<li>jedes Jahr das&nbsp; letzte Wochenende im September&nbsp; (zwei Tage Tag des Europäischen Kulturerbes)</li>



<li>28. Oktober</li>



<li>jeder erste Sonntag des Monats vom 1. November bis 31. März</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.namuseum.gr/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weitere Informationen zum Eintritt</a> findest Du auf der Webseite des Museums.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Nationalmuseum im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Archäologisches Nationalmuseum ist schon eine Besonderheit, und das in Athen ist eines der besten seiner Art weltweit. Deshalb bringe ich im Blog auch immer wieder Beiträge über es und dort ausgestellte Artefakte.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Siegelring aus Gold mit Jagdszene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Archaeologisches-Nationalmuseum-Siegelring-Gold-Jagdszene-Mykene.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/jagd-in-mykene-szene-auf-einem-siegelring-aus-gold/">Jagd in Mykene: Szene auf einem Siegelring aus Gold</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Archäologisches Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf <a href="https://hellas.blog/tag/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Archäologische Nationalmuseum</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die geplante Erweiterung des archäologischen Nationalmuseums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erweiterung des Archäologischen Nationalmuseums in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> ist beschlossen. Eines der bedeutendsten <a href="https://hellas.blog/museen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museen</a> seiner Art auf der Welt bekommt deutlich mehr Ausstellungsfläche.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://davidchipperfield.com/media/Projects/1648-National-Archaeolgical-Museum/1648-dca-national-archaeological-museum-filippo-bolognese-03.jpg" alt="" style="width:548px;height:411px"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Bau stammt von Ludwig Lange, Panagiotis Kalkos und Ernst Ziller. 1874 ist der Hauptflügel eingeweiht worden. 1881 und 1885 folgten die beiden Seitenflügel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte große Erweiterung folgte 2009. Damals hat man das Museum um rund 24.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert, was Platz für weitere 2000 Exponate geschaffen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt soll das Museum noch einmal deutlich erweitert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Baunetz.de berichtet, dass hier eine sehr große Umgestaltung geplant ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Februar verkündete der griechische Premier <a href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kyriakos Mitsotakis</a> in einer feierlichen Veranstaltung, dass <a href="https://davidchipperfield.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">David Chipperfield Architekten</a> den Zuschlag für den großen Umbau bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steht fest, dass es voran geht. Ich finde, dass das Museum damit noch einmal deutlich aufgewertet wird. Ist seine Sammlung bereits jetzt die beste ihrer Art auf der Welt, wird der Museumsbau nun auch architektonisch zu den ganz großen Museen dieser Welt aufschließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Nationalmuseum macht gewissermaßen einen Schritt ins 21. Jahrhundert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Museum bekommt einen Vorbau</h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://davidchipperfield.com/media/Projects/1648-National-Archaeolgical-Museum/1648-dca-national-archaeolgical-museum-filippo-bolognese-01.jpg" alt="" style="width:640px;height:457px"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Museum läuft die Straße des 28. Oktober. Zwischen dem Gebäude und der Straße liegt ein kleiner Park. An dessen Stelle entsteht ein Vorbau, der zwei Stockwerke in die Tiefe geht. Dessen Dach wird bepflanzt, den Park heben die Architekten also gewissermaßen an. Der Zugang wird etwas abgesenkt, die Besucher werden so kanalisiert. Dieses Konzept kennen wir vom vom Centre Pompidou in Paris. Ich denke, dass hier etwas ganz besonderes entsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Chipperfiels Architekten haben auf ihrer Homepage <a href="https://davidchipperfield.com/projects/national-archaeological-museum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrere Bilder ihres Entwurfs</a> veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine treibende Kraft hinter dem Vorhaben ist der griechische Ministerpräsident <a href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kyriakos Mitsotakis</a>. Ihm geht es um mehr als nur darum, dieses Vorzeigestück eines öffentlichen Bauwerks aufzupeppen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/david-chipperfield-athen-archaeologisches-nationalmuseum-architektur-1.5752466" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Süddeutsche Zeitung</a> berichtet über die Erweiterung des Museums und über die Vorhaben der Regierung. Sie hat das Archäologische Nationalmuseum und andere Museen durch ein neues Gesetz in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bekommt eine größere Unabhängigkeit als bisher. Das bedeutet aber auch eine größere Eigenverantwortung: Das Museum ist in höherem Maße als bisher dazu verpflichtet, eigene Finanzquellen zu erschließen. Das heißt auch, dass die Verantwortlichen Spenden akquirieren müssen. Zudem hat die Regierung in Zukunft einen größeren Einfluss auf die Leitungen der Museen. Es ändert sich also einiges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mal gespannt, wie schnell der Umbau wirklich entsteht. Ob es zu Einschränkungen beim Betrieb des Museums kommt, steht noch nicht fest. Die Entwürfe gefallen mir auf jeden Fall sehr gut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologisches Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Archäologisches Nationalmuseum: Stand der Erweiterung</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/</link>
					<comments>https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 23:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[David Chipperfield]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Ziller]]></category>
		<category><![CDATA[Kyriakos Mitsotakis]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Lange]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Panagiotis Kalkos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Athens Archäologisches Nationalmuseum bekommt eine Erweiterung. Das Architekturbüro David Chipperfield führt den Erweiterungsbau durch. Die Exponate will man Auslagern. Auch wenn ein genauer Zeitraum noch nicht bekannt gegeben wurde, soll das Archäologische Nationalmuseum vorübergehend geschlossen werden. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/">Archäologisches Nationalmuseum: Stand der Erweiterung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Athens Archäologisches Nationalmuseum bekommt eine Erweiterung. Eines der bedeutendsten <a href="https://hellas.blog/museen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museen</a> seiner Art auf der Welt bekommt deutlich mehr Ausstellungsfläche. Deshalb wird es vorübergehend geschlossen. Die Ausstellungsstücke will man auslagern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zeitpunkt und die Dauer der Schließung sind noch nicht bekannt gegeben worden. Ich gehe davon aus, dass das Museum noch in 2026 seine Pforten schließen wird. Wann es wieder öffnet, steht ebenfalls noch nicht fest. Bei Bauarbeiten an so alten Gebäuden kann man das schlecht prognostizieren. Ich rechne aber nicht damit, dass es noch in diesem Jahr wieder besucht werden kann. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Nationalmuseum-Athen"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg" alt="Archäologisches Nationalmuseum Athen" class="wp-image-13107" style="width:400px;height:223px" title="Archäologisches Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Museum-von-Aussen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Nationalmuseum Athen (2025)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Bau stammt von Ludwig Lange, Panagiotis Kalkos und Ernst Ziller. 1874 ist der Hauptflügel eingeweiht worden. 1881 und 1885 folgten die beiden Seitenflügel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte große Erweiterung folgte 2009. Damals hat man das Museum um rund 24.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert, was Platz für weitere 2000 Exponate geschaffen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt will man das Museum noch einmal deutlich erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Februar 2023 verkündete der griechische Premier <a href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kyriakos Mitsotakis</a> in einer feierlichen Veranstaltung, dass <a href="https://davidchipperfield.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">David Chipperfield Architekten</a> den Zuschlag für den großen Umbau bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich zuletzt im November 2025 dort war, habe ich von Arbeiten für den neuen Vorbau nichts gesehen. Das soll sich 2026 ändern. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Nationalmuseum: Erweiterung durch Vorbau</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Entwurf-von-David-Chipperfield-Architekten"><img decoding="async" src="https://davidchipperfield.com/media/Projects/1648-National-Archaeolgical-Museum/1648-dca-national-archaeolgical-museum-filippo-bolognese-01.jpg" alt="Entwurf von David Chipperfield Architekten" style="object-fit:cover;width:400px;height:457px" title="Entwurf von David Chipperfield Architekten"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Museum läuft die Straße des 28. Oktober. Zwischen dem Gebäude und der Straße liegt ein kleiner Park. An dessen Stelle entsteht ein Vorbau, der zwei Stockwerke in die Tiefe geht. Dessen Dach wird bepflanzt, den Park heben die Architekten also gewissermaßen an. Der Zugang wird etwas abgesenkt, die Besucher werden so kanalisiert. Dieses Konzept kennen wir vom vom Centre Pompidou in Paris. Ich denke, dass hier etwas ganz besonderes entsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Chipperfield Architekten haben auf ihrer Homepage <a href="https://davidchipperfield.com/projects/national-archaeological-museum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrere Bilder ihres Entwurfs</a> veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine treibende Kraft hinter dem Vorhaben ist der griechische Ministerpräsident <a rel="noreferrer noopener" href="https://hellas.blog/?s=Kyriakos+Mitsotakis" target="_blank">Kyriakos Mitsotakis</a>. Ihm geht es um mehr als nur darum, dieses Vorzeigestück eines öffentlichen Bauwerks aufzupeppen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/david-chipperfield-athen-archaeologisches-nationalmuseum-architektur-1.5752466" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a> berichtet über die Erweiterung des Museums und über die Vorhaben der Regierung. Sie hat das Archäologische Nationalmuseum und andere Museen durch ein neues Gesetz in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt. Es bekommt eine größere Unabhängigkeit als bisher. Das bedeutet aber auch eine größere Eigenverantwortung: Das Museum ist in höherem Maße als bisher dazu verpflichtet, eigene Finanzquellen zu erschließen. Das heißt auch, dass die Verantwortlichen Spenden akquirieren müssen. Zudem hat bekommt die Regierung einen größeren Einfluss auf die Leitungen der Museen. Es ändert sich also einiges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mal gespannt, wie schnell der Umbau wirklich entsteht. Inzwischen steht fest, dass das Museum eine Zeit lang wegen der Arbeiten geschlossen wird. Die Entwürfe gefallen mir auf jeden Fall sehr gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stand der Baumaßnahmen (November 2025)</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt war ich im November 2025 im Archäologischen Nationalmuseum. Im Außenbereich sieht man noch nichts von Bauarbeiten wegen der geplanten Erweiterung. Das hatte ich zunächst erwartet, wird hier doch sehr viel umgestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings passiert im Inneren des Museum sehr viel. Für den Besucher hat das zur Folge, dass nicht alle Säle zugänglich sind. Nicht alle Artefakte können angeschaut werden. Allerdings ist das meiste zu sehen und die Belästigung durch den Baulärm hält sich in Grenzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwischenlager für die Museumsstücke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die anstehenden Arbeiten können das bestehende Gebäude beeinträchtigen. Deshalb will man die Exponate in Lager bringen. <a href="https://www.kathimerini.gr/culture/museums/564052804/prosorini-stegi-gia-tis-archaiotites-toy-ethnikoy-archaiologikoy-moyseioy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kathimerini berichtet</a>, dass die Suche nach Lagern bald abgeschlossen werden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lager Karaiskakis in Chaidari steht ganz oben auf der Liste der potenziellen Lagerorte. Es ist nicht nur gut zu erreichen. Vor allem verfügt es über geeignete Bedingungen für die Lagerung und die erforderliche Sicherheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch führen die Verantwortlichen seit einiger Zeit in Gesprächen mit dem Verteidigungsministerium. Dessen Liegenschaften  bieten auch zufriedenstellende Lagerbedingungen für die Antiquitäten des Archäologischen Nationalmuseums.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/">Archäologisches Nationalmuseum: Stand der Erweiterung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Agamemnon in China</title>
		<link>https://hellas.blog/agamemnon-in-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Agamemnon]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Homer]]></category>
		<category><![CDATA[Ilias]]></category>
		<category><![CDATA[Kathimerini]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Trojanischer Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine detailgetreue Kopie der Maske des Agamemnon ist in China zu sehen. Sie sorgt im Sanxingdui-Museum in der chinesischen Stadt Guanghan für Begeisterung unter den Besuchern. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/agamemnon-in-china/">Agamemnon in China</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine detailgetreue Kopie der Maske des Agamemnon ist in China zu sehen. <a href="https://www.kathimerini.gr/culture/museums/563941225/o-agamemnonas-katektise-kai-tin-kina/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kathimerini berichtet</a>,  dass die Maske &nbsp;im Sanxingdui-Museum in der chinesischen Stadt Guanghan für Begeisterung sorgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Maske</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg hieß Agamemnon. Er war König in Mykene. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So berichtet es Homer in seiner Ilias. Und die beeindruckenden Ruinen von Mykene sind nie wirklich in Vergessenheit geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heinrich Schliemann fürte in Mykene 1876 Ausgrabungen durch. Im Gräberrund A fand er drei goldene Totenmasken. Die sind heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren eine Grabbeigabe für drei Skelette. Die waren im Vergleich mit anderen Skeletten aus dieser Zeit ungewöhnlich groß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Masken sprach Schliemann besonders an. Seine Meinung dazu stand auch schnell fest: Diese Maske konnte nur dem legendären Agamemnon gehören. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Agamemnon gehörte die Maske nicht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schon damals haben Experten diese Zuordnung bezweifelt. Und heute steht fest, dass Schliemann falsch lag. Die Toten wurden gut 3 Jahrhunderte vor dem Trojanischen Krieg begraben. Keiner von ihnen kann Agamemnon gewesen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind.Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du mehr über den mythischen König von Mykene wissen? Dann lies den <a href="https://hellas.blog/agamemnon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag über Agamemnon</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon kommt nach China</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun hat die Maske des Agamemnon es bis nach China geschafft. Nicht im Original, aber eine detailgetreue Kopie können Besucher des Sanxingdui-Museums in Guanghan sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Besucher-im-Sanxingdui-Museum"><img decoding="async" src="https://www.kathimerini.gr/wp-content/uploads/2025/11/202fe704e6e49153a8a020d830f7ef6f_20250716_105928643-1.jpg" alt="Besucher im Sanxingdui-Museum" style="width:400px" title="Besucher im Sanxingdui-Museum"/><figcaption class="wp-element-caption">Besucher im Sanxingdui-Museum<br>(Bildquelle: Kathimerini)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dort findet eine Ausstellung unter dem Titel „Eine Reise ins antike Griechenland“ statt. Das Interesse der Bevölkerung am Thema ist groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original der Maske verlässt Athen nicht. Deshalb hat man eine detailgetreue Kopie gefertigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür hat das Metallkonservierungslabor des Archäologischen Nationalmuseums ein hochauflösendes digitales Modell der Goldmaske gemacht. Das hat man aus 300 Fotos der Vorderseite und weiteren 300 Fotos der Rückseite schaffen können. Die Fotos mussten hochauflösend sein, um auch kleinste Details richtig zu erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend hat man die Fotos mithilfe einer speziellen Software photogrammetrisch verarbeitet. Die Methode entspricht der Photogrammetrie, die man auch bei der Vermessung von Gebäuden oder eines Geländes einsetzt. Auf diese Weise ließ sich das dreidimensionale digitale Modell erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten wurden an die Organisation für Kulturressourcenmanagement und -entwicklung (ODAP)&nbsp;übermittelt. Dort erstellten Experten mit einem 3D-Drucker ein physisches Modell der Maske aus Harz. Von dem hat man eine Gussform angefertigt, in die heißes Messing gegossen wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So konnte die detailgetreue Kopie des Originals hergestellt werden. Die hat man vergoldet und dem Archäologischen Nationalmuseum übergeben. Von dort trat die Maske ihre Reise in das Reich der Mitte an. Seit Juli ist sie in Guanghan zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Methode mit Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich spannend finde, die die hier angewandte Methode. Mit ihr lassen sich Kopien archäologischer Prunkstücke herstellen, die guten Gewissens statt dem Original an andere Museen ausgeliehen werden können. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Der-gestohlene-Goldschatz-von-Manching"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f9/Celtic_find_of_golden_coins_in_Manching_in_Germany.jpg/960px-Celtic_find_of_golden_coins_in_Manching_in_Germany.jpg" alt="Der gestohlene Goldschatz von Manching" style="width:400px" title="Der gestohlene Goldschatz von Manching"/><figcaption class="wp-element-caption">Der gestohlene Goldschatz von Manching<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind ja schon einige Kopien der Maske des Agamemnon gefertigt worden. Das erfolgte aber mit konventionellen Methoden, bei denen kleine Ungenauigkeiten nicht zu vermeiden sind. Die hier angewandte Methode bildet das Original bis ins Detail nach. Dem Besucher eines Museums entsteht kein Nachteil, wenn er es statt dem Original sieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das könnte auch eine Methode sein, die künftig in Museen selbst zum Einsatz kommt. Erinnert Ihr Euch an den Keltenschatz von Manching? Dort gibt es das Kelten-Römer-Museum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das unbestreitbare Highlight des Museums war ein keltischer Goldschatz. Er stammte aus der Zeit um 100 v.Chr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefunden hat man den Schatz 1999 auf dem Gelände des keltischen Oppidums von Manching. Neben drei Bronzeringen umfasste er 483 Goldmünzen und einen 217 Gramm schweren Gusskuchen, Die insgesamt 3,724 kg Gold sind am 22. November 2022 gestohlen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Täter hat man gefasst. Ein Teil der Münzen ist eingeschmolzen, der Verbleib vom Rest ist unbekannt. Die Täter schweigen. Dieses einzigartige kulturelle Erbe der Kelten ist wohl unwiederbringlich verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade kleinere Museen können sich modernste Alarmsysteme und Einbruchsicherungen oft nicht leisten. Will man solche Stücke dort zeigen, bieten detailgetreue Kopien sich an. Die Originale lassen sich mit viel geringeren Kosten als in einem Museum als Ausstellungsstück in sicheren Schließfächern verwahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Maske ist bis zum 21. Dezember in Guanghan zu sehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung im Sanxingdui-Museum endet am 21. Dezember. Die Maske ist der Liebling der Besucher. Sie lassen sich mit ihr fotografieren, so dass es aussieht, als trügen sie sie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon als Besuchermagnet in China. Wer hätte das gedacht? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/agamemnon-in-china/">Agamemnon in China</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die große Eruption von Santorin</title>
		<link>https://hellas.blog/eruption-santorin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[1538 v.Chr.]]></category>
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		<category><![CDATA[1611 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[1612 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[1627 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Aniakchak]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Pearson]]></category>
		<category><![CDATA[Eruption]]></category>
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		<category><![CDATA[GEOMAR]]></category>
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		<category><![CDATA[Jens Karstens]]></category>
		<category><![CDATA[Kolombo]]></category>
		<category><![CDATA[Kykladenkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die große Eruption von Santorini formte vor 3600 Jahren die das heutige Archipel. Der Vulkan zerstörte die Insel und die damalige Kultur.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/eruption-santorin/">Die große Eruption von Santorin</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Kultur auf <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorin</a> ging in der Bronzezeit durch die große Eruption unter. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="250" height="250" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320.jpg" alt="Santorin aus der Luft" class="wp-image-199" style="width:188px;height:188px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320.jpg 250w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption class="wp-element-caption">Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ereignis gab der Insel die Form, die wir heute noch kennen. Eine Hauptinsel ist geformt wie ein Halbmond. Daneben liegen kleinere Inseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese große Eruption ereignete sich vor etwa 3600 Jahren. In den Ruinen von Akrotiri kann man heute noch sehen, wie entwickelt die Zivilisation auf Santorini in der Bronzezeit war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des Jahres gab es ja Berichte, nach denen <a href="https://hellas.blog/droht-bei-santorin-ein-vulkanausbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bei Santorin eine Vulkanexplosion</a> droht. Konkret geht es um den Unterwasservulkan Kolombo (Ηφαίστειο Κολούμπος), der im Meer sieben Kilometer nordöstlich von Santorin liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb finde ich, dass die große Eruption von Santorin nicht nur historisch, sondern auch für unsere Gegenwart interessant ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Einwohner wussten, dass der Vulkan ausbrach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass es für den Ausbruch des Vulkans Vorzeichen gegeben haben muss, durch welche die Einwohner gewarnt waren. Im Gegensatz zu Pompeji hat man auf Santorin keine Überreste von Menschen gefunden, beim Ausbruch des Vulkans ums Leben kamen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="563" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri.jpg" alt="Eingang zu einem Haus am Dreiecksplatz in Akrotiri" class="wp-image-2798" style="width:400px;height:282px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-300x211.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-768x540.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-130x90.jpg 130w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eingang zu einem Haus am Dreiecksplatz in Akrotiri</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wussten, dass etwas schlimmes passiert, und haben die Insel rechtzeitig verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Menschen vor der großen Eruption Santorin verlassen haben, rechneten sie vermutlich damit, später zurück kehren zu können. Das kann man in den Ruinen von Akrotiri gut nachvollziehen. Dort haben die Leute ihre Möbel vor das Haus gestellt, ehe sie die Insel verlassen haben. An dieser Stelle blieben sie stehen. Der Vulkan brach aus. Die Menschen kehrten nie zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Ausgrabungen hat man die Spuren dieser Möbel gefunden. Die Möbel selbst bestanden aus organischem Material: Holz, Leder oder Stoff. Das Material ist in der Hitze des Vulkanausbruchs vergangen. Den Hohlraum haben die Forscher mit Gips ausgegossen und konnten so die Möbel rekonstruieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens sind diese Stücke nicht nur in Akrotiri zu sehen. Im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a> gibt es einen Santorin gewidmeten Ausstellungsbereich. Dort könnt Ihr sie auch anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann war die große Eruption von Santorin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau die große Eruption stattfand, haben Forscher bislang noch nicht abschließend klären können</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg" alt="Droht auf Santorin eine Vulkanexplosion?" class="wp-image-2092" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vulkaninsel Nea Kameni in der Caldera von Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuesten Erkenntnisse kommen von Hendrik J. Bruins und Johannes van der Plicht, zwei Forschern der Universität Groningen. Sie haben ägyptische Museumsstücke mit Hilfe der Radiokarbonmethode untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass Ablagerungen aus Santorin auf die Zeit des Pharaos Ahmose datiert werden können. Ihre Untersuchungsergebnisse haben sie Anfang September 2025 auf <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0330702" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Plos.One</a> veröffentlicht. Ahmose lebte zwischen 1580 v.Chr. und 1557 v.Chr., nach anderen Angaben 1524 bis 1499 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere datieren die Eruption etwas früher. Vor einigen Jahren hat man an der Caldera einen verkohlten Olivenbaum entdeckt. Eine C-14 Untersuchung führte zu einer Datierung auf 1627 v.Chr. In diesem Jahr muss er verkohlt und durch Bims bedeckt worden sein. Daher gingen Forscher davon aus, dass die Eruption auf dieses Jahr zu datieren ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Untersuchung von <a href="https://ltrr.arizona.edu/node/4548" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Charlotte Pearson</a> ist dem genauen Zeitpunkt der großen Eruption von Santorin auf die Spur gekommen. Sie hat dendrochronologische Untersuchungen durchgeführt. Eine Untersuchung des Datenmaterials ergab, dass die Eruption 1627 v.Chr. nicht Santorin betraf, sondern den <a href="https://goo.gl/maps/Y2hsBXTFtivEZbVW6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aniakchak</a> in Alaska.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antikewelt.de (Nachtrag 07.07.2024: Der Artikel ist online nicht mehr verfügbar) berichtet, dass die von Charlotte Pearson ausgewerteten Daten drei Zeiträume ergeben, die für die Eruption von Santorin in Betracht kommen: 1611 v.Chr., 1562–1555 v.Chr. und 1538 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der türkischen Westküste liegt Cesme-Baglararasi. Dort hat man Ablagerungen eines Tsunamis gefunden, die Wissenschaftler auf 1612 v. Chr. datiert haben. Andere Tsunamiablagerungen bei Palaikastro auf Kreta haben Wissenschaftler auf 1650 v.Chr. +/- 30 Jahre datiert. Entweder ist das Alter der Ablagerungen nicht richtig ermittelt worden. Alternativ ist möglich, dass es in der Zeit zwei oder mehr Tsunamis gab, die im Abstand von mehreren Jahren das östliche Mittelmeer betrafen. Dann sehe ich daraus keine Möglichkeit, eine Verbindung zu Santorin zu beweisen. Hier hat die Forschung noch einiges zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles grenzt den Zeitraum ein, kann ihn aber nicht endgültig klären. Meiner Meinung nach macht man nichts falsch, wenn man die große Eruption auf „etwa 1600 v. Chr.“ datiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie verlief die große Eruption?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://paraskevinomikou.weebly.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paraskevi Nomikou</a> und ihre Kollegen von der Universität Athen haben den Verlauf der großen Eruption aus geologischer Sicht rekonstruiert. Das <a href="https://www.nature.com/articles/ncomms13332" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ergebnis ihrer Forschungen</a> haben sie im November 2016 bei Nature Communications veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach verlief der Ausbruch in vier Phasen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Phase 1: Der Vulkan explodiert. Aus einem unterirdischen Schlos werden Lava, Asche und Gase ausgeschleudert.</li>



<li>Phase 2: Wasser dringt in den Schlot ein. Das hat zwei heftige Wasserdampf-Explosionen zur Folge.</li>



<li>Phase 3: Pyroklastische Ströme treten aus und bedecken die gesamte Umgebung mit Lava, Staub und Asche. Das Meerwasser in der Caldera verdampfte durch die Hitze. Es bildete sich ein Kraterrand, der das Eindringen frischen Wassers verhinderte. Die Caldera fiel trocken.</li>



<li>Phase 4: Die Caldera kollabiert. Das Gestein fällt in den trockenen Innenberiech und wird vom nachströmenden Meer innerhalb von 2 Tagen bedeckt. Dieser Einstrom erzeugte Wellen von bis zu 200 m Höhe in der Caldera.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis dieser vier Phasen ist die Gestalt des Archipels, die wir heute kennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Größe des Vulkanausbruchs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Team um <a href="https://www.geomar.de/jkarstens" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jens Karstens</a> vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel hat versucht, die Größe des Vulkanausbruchs zu ermitteln. Das Ergebnis haben sie <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-38176-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ende April 2023 in nature communications veröffentlicht</a>. <a href="http://mr.crossref.org/iPage?doi=10.1144%2Fjgs2013-113" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ältere Forschungen</a> gingen noch von etwa 86 km³ Material aus, die durch den Vulkanausbruch bewegt wurden. Nun kommen die Wissenschaftler auf ein Volumen von etwa 35 km³ Material. Damit war der Ausbruch kleiner als bisher angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat trotzdem ausgereicht, um die Insel zu verheeren und die auf ihre erblühte Zivilisation zu beenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt von der Kykladenkultur auf Santorin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fundstücke aus der Kykladenkultur könnt Ihr in den Museen auf Santorin, in Athen und anderen Museen der Welt sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den wohl faszinierendsten Eindruck habe ich bei der Besichtigung der Ruinen von Akrotiri gewinnen können. 2014 habe ich dazu ein kleines Video gemacht und auf YouTube veröffentlicht. Es gibt sicherlich bessere Videos. Meines vermittelt aber zumindest einen guten Eindruck von dem, was hier einst gewesen ist. Viel Spaß beim Ansehen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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		<title>Der Gott vom Kap Artemision</title>
		<link>https://hellas.blog/der-gott-vom-kap-artemision/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Artemisio]]></category>
		<category><![CDATA[Bronze]]></category>
		<category><![CDATA[Euböa]]></category>
		<category><![CDATA[Evia]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Kalamis]]></category>
		<category><![CDATA[Myron]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Onatas von Ägina]]></category>
		<category><![CDATA[Poseidon]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Meer vor dem Kap Artemision hat man eine Bronzestatue entdeckt, bei der es sich um einen Gott handeln dürfte. Wahrscheinlich ist es entweder Zeus oder Poseidon. Heute ist die Statue im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Meer vor dem Kap Artemision hat man eine imposante Statue geborgen, die wahrscheinlich einen Gott darstellt. Du kannst sie heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer war der Gott aus dem Meer vor dem Kap Artemision?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis heute umstritten ist, ob es sich bei dem dargestellten Gott um Zeus oder um Poseidon handelt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Gott-vom-Kap-Artemision"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision.jpg" alt="Der Gott vom Kap Artemision" class="wp-image-12277" style="width:400px" title="Der Gott vom Kap Artemision" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Gott vom Kap Artemision</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man die Bronzestatue sieht ist klar, dass es sich um einen Gott handeln könnte. Genau genommen sehen wir aber erst einmal nur einen bärtigen Mann. Und der ist wirklich beeindruckend dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bronzestatue ist stolze 2,09 Meter groß. Die Arme sind weit ausgestreckt, die Spannweite der Arme beträgt über 2 Meter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann steht auf seinem linken Bein. Das rechte Bein ist nach hinten gerichtet. Sein Fuß ist leicht angeoben, es ist auf dem Vorderfuß abgestützt. Das dürfte zum Erhalt des Gleichgewichts dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der rechte Arm ist weit nach hinten gestreckt. Einstmals muss es etwas gehalten haben, vielleicht ein Wurfspeer. Zu Poseidon würde auch gut ein Dreizack passen, den er wirft. Oder was das ein Blitz, den Zeus schleudern wollte? Das passt vielleicht nicht so sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der linke Arm ist nach vorne ausgestreckt. Er bildet nicht nur ein Gegengewicht. Er bildet auch eine Peillinie, mit deren Hilfe der Mann sein Ziel richtig anpeilen konnte. Das Gesicht ist ruhig und konzentriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kopf blickt in Richtung des Wurfziels. Der Mund ist geschlossen. Die Augen waren einstmals wahrscheinlich lebensecht ausgestaltet. Die Iris könnte aus Knochen oder Elfenbein gefertigt worden sein. Die Iris mag aus Glas oder Stein gewesen sein. Das ist alles im Laufe der Zeit verloren gegangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das musst Du über die Figur wissen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bronzestatue steht im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum in Athen</a>. Dort hat sie die Inventarnummer X15161. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Der-Gott-vom-Kap-Artemision"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht.jpg" alt="Der Gott vom Kap Artemision" class="wp-image-12276" style="width:400px" title="Der Gott vom Kap Artemision" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gesicht des Gottes vom Kap Artemision</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fachleute meinen, dass die Statue um 460 v.Chr. angefertigt wurde. Sie ist eine der ganz wenig vollständig erhaltenen Bronzestatuen aus dieser Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer der Künstler war, der sie gefertigt hat, ist nicht bekannt. Genannt werden Kalamis, Onatas von Ägina und sogar Myron. Aber das ist nur Spekulation. Auf der Statue ist kein Zeichen angebracht, das einen Rückschluss auf seinen Schöpfer zuließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur ist in der Antike auf einem Schiff transportiert worden. Das ist in Höhe des Kap Artemision gesunken. Die Statue ruhte fast 2500 Jahre im Meer. Ich finde, dafür ist sie fantastisch erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1926 hat man die Staute im Meer <a href="https://maps.app.goo.gl/UkD47EuX69gQ1RJV7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Höhe von Artemisio</a> gefunden. Sie lag in der Nähe eines Schiffswracks. Den rechten Arm haben Taucher 1928 entdeckt. Dabei starb ein Taucher. Die Forschungsarbeiten wurden deshalb abgebrochen. Seitdem sind die nicht wieder aufgenommen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Wrack ist übrigens auch der Reiter vom Kap Artemision entdeckt worden. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
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		<title>Olympia 1972: griechische Briefmarke mit dem Motiv Ringen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1972]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Briefmarke]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[Olympia]]></category>
		<category><![CDATA[Pankration]]></category>
		<category><![CDATA[Ringen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Olympia 1972 in München: Die griechische Post hat zur Feier dieses Ereignisses eine Serie von Briefmarken herausgebracht, auf denen Motive aus der Antike zu sehen sind. In diesem Beitrag gehe ich auf die Marke ein, die das Ringen zum Motiv hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1972" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XX. Olympischen Sommerspiele 1972</a> fanden in München statt. Athleten aus aller Welt kamen im olympischen Dorf zusammen, um sich miteinander zu messen. Diese Spiele sind uns aufgrund des schrecklichen Mordanschlags gegen Athleten aus Israel in Erinnerung. Das soll jedoch nicht Gegenstand dieses Beitrags sein. Mir geht es um eine Briefmarke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die griechische Briefmarke zu Olympia 1972 mit dem Motiv Ringen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die griechische Post feierte ihre Vorfreude auf die Spiele mit einem eigenen Briefmarkensatz. Die fünf Marken zeigten Motive antiker Darstellungen von Sportlern. Im Michel-Katalog haben diese Marken die Nummern 1114 bis 1118.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="626" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1972-Ringen.jpg" alt="Briefmarke der griechischen Post zu Olympia 1972: Ringen" class="wp-image-6597" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1972-Ringen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1972-Ringen-300x235.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1972-Ringen-768x601.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Briefmarke der griechischen Post zu Olympia 1972: Ringen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht es heute um die Marke, die das Ringen zeigt. Wir sehen ein Relief mit zwei Männern, die sich in der für Ringer typischen Weise einander anfassen. Jeder versucht, den anderen zu packen und zu Boden zu ringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild stammt von der Basis der Statue eines Kouros, die an der Themistokleischen Mauer in Athen gefunden wurde. Die Darstellung wird um das Jahr 500/510 v.Chr. datiert. Das Original ist heute im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> zu sehen. Übrigens: Das Ringen sollte keinesfalls mit <a href="https://hellas.blog/pankration/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pankration</a> verwechselt werden, das eine andere und ungleich brutalere Sportart war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte jetzt aber auf die Briefmarke mit dem Motiv Ringen zurück kommen, die anlässlich Olympia 1972 erschienen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Michel-Katalog hat diese Marke die Nummer 1115. Sie hat einen Nominalwert von 1,50 Drachmen und ist in einer Auflage von 8.000.000 Stück erschienen. Der Katalog 2017/2019 gibt als Wert gestempelt und ungestempelt jeweils 30 Cent an. Ich denke, das könnte auch heute noch zutreffen. Ich finde diese Marke schön. Aufgrund der hohen Auflage ist sie jedoch ganz sicher keine besonders gute Wertanlage.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Quellen zu diesem Beitrag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Internetseiten habe ich verlinkt. Zusätzlich habe ich verwendet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Michel Katalog Südosteuropa 2017/2018 (102. Auflage), Seite 380</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Hinweise zu dieser Marke bin ich immer dankbar. Meine Kontaktdaten stehen im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
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		<title>Kopf der Hera aus dem Heraion von Argos</title>
		<link>https://hellas.blog/kopf-der-hera-aus-dem-heraion-von-argos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Argos]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Hadrian]]></category>
		<category><![CDATA[Hera]]></category>
		<category><![CDATA[Heraion]]></category>
		<category><![CDATA[Heraion (Argos)]]></category>
		<category><![CDATA[Nero]]></category>
		<category><![CDATA[Polykleitos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Heraion von Argos hat man einen Kopf der Hera gefunden, der heute im Archäologischen Nationalmuseum von Athen ausgestellt ist. Man rechnet ihn der Schule des Bildhauers Polykleitos zu.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum von Athen</a> könnt Ihr einen Kopf der Hera sehen, den man im <a href="https://maps.app.goo.gl/H7MsFFp6RyYgUQj57" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heraion von Argos</a> gefunden hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was solltest Du über den Kopf der Hera aus dem Heraion von Argos wissen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heraion von Argos war für die alten Griechen eines der wichtigsten Heiligtümer der Hera.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos.jpg" alt="Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)" class="wp-image-8336" style="width:400px" title="Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kopf gehörte zu einer Statue der Hera. Es war entweder die Kultstatue der Göttin, oder sie gehörte zum Westgiebel des Tempels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschaffen wurde dieses Kunstwerk um 420 v. Chr. Wer genau der Künstler war, ist nicht bekannt. Vermutlich ist die Statue in Argos geschaffen worden. Sie wird der Schule des Polykleitos zugerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Polykleitos (Πολύκλειτος) kam um 480 v.Chr. in Argos oder Sikyon zur Welt. Gestorben ist er gegen Ende des 5. Jahrhunderts vor Christus. Er hat zahlreiche Bronzestatuen geschaffen, die Schriftsteller noch Jahrhunderte später rühmend erwähnt haben. Leider blieb keine dieser Statuen erhalten. Die Zuordnung zu seinem Schaffenskreis ist nicht 100%ig gesichert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum hat dieser Kopf die Inventarnummer 1571. Man sieht ihr das Alter an. Aber trotz der Schäden, die sie im Laufe der Jahrhunderte davongetragen hat, finde ich sie immer nur noch wunderschön.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Heraion von Argos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der wichtigsten Heiligtümer der Hera war das Heraion von Argos (Ηραίον Άργους). Die Ruinen liegen in der Nähe der heutigen Stadt Argos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heiligtum geht auf das 8. Jahrhundert v.Chr. zurück. Der erste Tempel fiel 423 v. Chr. einem Feuer zum Opfer. Von ihm ist nichts mehr erhalten. Ungefähr von 420–410 v. Chr. hat man etwas unterhalb des alten Tempels den neuen errichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er stand bis weit in die nachchristliche Zeit. Es ist überliefert, dass die Kaiser Nero und Hadrian ihn reich beschenkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tempel geriet für lange Zeit in Vergessenheit. Wiederentdeckt hat ihn ein britischer Offizier und Philhellene im Jahr 1831. Sein Name war Thomas Gordon. Er kam besser vorbereitet zurück und führte 1836 auf der mittleren Terrasse des Geländes begrenzte Ausgrabungen durch. Dabei entdeckte Gordon die Grundmauern des Tempels. Weitere Ausgrabungen folgten und es zeigte sich, dass es sich um eine wirklich bedeutende Kultstätte handelte.</p>
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		<title>Agamemnon</title>
		<link>https://hellas.blog/agamemnon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Agamemnon]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[Atreus]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Chrysothemis]]></category>
		<category><![CDATA[Elektra]]></category>
		<category><![CDATA[Gräberrund A in Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte]]></category>
		<category><![CDATA[Iphigenie]]></category>
		<category><![CDATA[Klytaimnestra]]></category>
		<category><![CDATA[Menelaos]]></category>
		<category><![CDATA[Museum August Kestner Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Orestes]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Pelops]]></category>
		<category><![CDATA[Tantalos]]></category>
		<category><![CDATA[Trojanischer Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von Mykene und der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Auf jeden Fall ist das, was von ihm berichtet wird, ein spannendes Drama.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von&nbsp;Mykene&nbsp;und der Anführer der Griechen im&nbsp;Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Sein Name kann mit &#8222;sehr energisch&#8220; übersetzt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Am Anfang stand der Fluch der Tantaliden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang von dem, was uns über Agamemnon überliefert wurde, ist ein Fluch. Er ist ein Nachkomme des Königs Tantalos, der einst an die Tafel der Götter zum Essen eingeladen wurde. Von dort stahl Tantalos jedoch Nektar und Ambrosia, was ein schlimmer Frevel war und seine Gastgeber erzürnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tantalos setzte aber noch einen drauf. Aus einem Tempel stahl er einen goldenen Hund und verbarg ihn in seinem Haus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wenn das nicht reichen würde, steigerte er seine Untaten noch. Die unsterblichen Götter kamen zu einem Gastmahl ins Haus des Tantalos. Dieser versuchte, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen. Er tötete seinen jüngsten Sohn Pelops und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren. <a href="https://hellas.blog/tag/goettin-demeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demeter</a> aß einen Teil der Schulter, die anderen Götter merkten jedoch was los war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erweckten Pelops wieder zum Leben, die fehlende Schulter wurde durch eine aus Elfenbein ersetzt. Und Tantalos verstießen sie in die tiefste Region des Hades, den Tartaros. Dort peinigen sie ihn mit ewigen Qualen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lastete auf den Nachkommen des Tantalos ein Fluch: Jeder Nachfahre tötet ein Familienmitglied und lädt so weitere Schuld auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tantalos nennt man sein Geschlecht die <em>Tantaliden</em>. Der Vater des Agamemnon hieß Atreus, woraus sich auch die Familienbezeichnung <em>Atriden</em> ableitet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Familie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnons Vater Atreus herrschte über Mykene. Seine Mutter Aërope war die Tochter des Königs von Kreta. Atreus war ein Sohn des Pelops, der Fluch sollte also auch für das Leben des Agamemnon bestimmend werden. Auch hatte er mehrere Geschwister. Sein Bruder Menelaos war König von Sparta. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Klytaimnestra, Iphigenie und der Trojanische Krieg</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verheiratet war Agamemnon mit Klytaimnestra, die eine Tochter des Königs von Sparta war. </p>





<p class="wp-block-paragraph">Mit ihr hatte Agamemnon vier Kinder: Iphigenie, Orestes, Elektra und Chrysothemis. So schön hätte es die Königsfamilie in Mykene haben können, nur lastete leider der Fluch auf ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der begann seine Wirkung zu entfalten. Die Ehefrau von Menelaos war die schöne Helena, die von Paris nach Troja entführt wurde. Bekanntlich war das der Auslöser des Trojanischen Krieges. Die Flotte sammelte sich, die Göttin Artemis hatte aber Gegenwinde geschickt. Daher konnten die Griechen nicht in See stechen. Ein Seher riet Agamemnon, seine Tochter Iphigenie der Göttin zu opfern. Im letzten Moment hatte Artemis Erbarmen. Sie legte statt Iphigenie eine Hirschkuh auf den Opferaltar. Die Tochter des Agamemnon aber entführte sie nach Tauris. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Opferung seiner Tochter legte Agamemnon die Grundlage für seinen eigenen Untergang. Aber erst einmal ging es nach Troja. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ilias lernen wir ihn als einen sehr energischen Heerführer kennen, ihm fehlt es jedoch an Weitsicht. Er schafft es sogar, von seinen Leuten für eine Seuche verantwortlich gemacht zu werden, die im Lager der Griechen ausgebrochen war. Sein Konflikt mit Achilleus ist für die Griechen nicht eben förderlich. Andererseits stellt die Ilias ihn uns auch als starken und mutigen Kämpfer vor, der viele Trojaner auf dem Schlachtfeld tötet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Ende des Trojanischen Krieges und von Agamemnon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Vom Schlachtfeld vor Troja gehen die Griechen und damit ihr Anführer Agamemnon als Sieger hervor. Agamemnon  will zurück nach Mykene, Winde verschlagen ihn jedoch zunächst nach Kreta. Dort gründet er drei Städte und schließlich gelingt ihm doch die Rückkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun aber schlägt der Fluch der Atriden auf ihn zurück. Seine Klytaimnestra ist sehr wütend, da ihr Mann die gemeinsame Tochter Iphigenie opferte. Zusammen mit ihrem Geliebten Agisthos erdolcht sie Agamemnon im Bad. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Goldmaske des Agamemnon</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1876 führte Heinrich Schliemann in Mykene Ausgrabungen durch, bei denen er im Gräberrund A unter anderem mehrere goldene Totenmasken fand.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Die Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Schliemann gefundene Original der Maske kannst Du heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen. Dort habe ich auch das Foto der Maske gemacht, das Du hier siehst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du in <a href="https://maps.app.goo.gl/S5Uqrk2EqVDiDtXW9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mykene</a> bist, wirst Du ganz sicher auch in das kleine Museum des Ausgrabungsgeländes gehen. Dort habe ich eine wirklich gute Replik der Maske gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit musst Du aber nicht fahren. In Deutschland weiß ich noch von drei weiteren Repliken. Im <a href="https://hellas.blog/tag/museum-august-kestner-hannover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum August Kestner</a> in Hannover, in der <a href="https://www.schliemann-neubukow.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte</a> in Neubukow und im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen kannst Du Dir die Goldmaske des Agamemnon in einer Nachbildung ansehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dir noch eine weitere Nachbildung bekannt? Schreib sie gerne in die Kommentare. </p>
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