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	<title>Artefakte in Museen Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Artefakte in Museen Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Der Diskos von Phaistos</title>
		<link>https://hellas.blog/der-diskos-von-phaistos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 14:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum in Iraklio]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Diskos von Phaistos]]></category>
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		<category><![CDATA[Luigi Pernier (Archäologe)]]></category>
		<category><![CDATA[Minoische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Phaistos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. Juli 1908 fand Lugi Pernier in Phaistos einen Diskos. Er ist das berühmteste Fundstück des minoischen Kreta und ein ungelöstes Rätsel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-diskos-von-phaistos/">Der Diskos von Phaistos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Juli 1908 fand <a href="https://hellas.blog/luigi-pernier/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lugi Pernier</a> in Phaistos einen Diskos, der heute eines der berühmtesten Fundstücke aus dem minoischen Kreta sein dürfte. Heute kennen wir ihn als den Diskos von Phaistos (Δίσκος της Φαιστού).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Diskos ist eines der interessantesten Artefakte in griechischen Museen. Beim diesjährigen <a href="https://hellas.blog/jahresthema-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema</a> geht es um besondere Artefakte in Museen. Der Diskos gehört ganz sicher dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Luigi Pernier macht den Fund seines Lebens</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Luigi Pernier war Archäologe aus Leidenschaft. Er arbeitete sehr akribisch, was zu seiner Zeit nicht Standard war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen seines dreijährigen Aufbaustudiums an der&nbsp;<em>Scuola nazionale d’archeologia</em>&nbsp;in Rom kam er auch nach Griechenland. In Phaistos konnte er an einer Ausgrabung teilnehmen. Dieser Ausgrabungsstätte blieb er lange verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Italienische Archäologische Mission auf Kreta</em> durfte in Phaistos die Ausgrabungen durchführen. Luigi Pernier war einer der leitenden Archäologen. Am Abend des 3. Juli 1908 war es soweit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pernier selbst war übrigens nicht anwesend. Aber seine Mitarbeiter arbeiteten im <a href="https://geohack.toolforge.org/geohack.php?pagename=Diskos_von_Phaistos&amp;language=de&amp;params=35.051666666667_N_24.814861111111_E_region:GR_type:landmark&amp;title=Fundstelle+des+Diskos+von+Phaistos+in+einem+kleinen+Raum+s%C3%BCdlich+des+Ostendes+einer+Reihe+von+mit+Ziegeln+abgetrennten+Beh%C3%A4ltnisse+im+Geb%C3%A4ude+101+des+Palastes+von+Phaistos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nordostkomplex der Anlage</a>. Konkret untersuchten sie einen 1,15 m mal 3,4 m großen Vorratsraum. Heute nennt man ihn Kammer 8 des Gebäudes 101. Dort fanden sie eine zerbrochene Schrifttafel in Linear A, Keramik aus der Zeit 1650 bis 1600 v.Chr., Asche, Kohle und verbrannte Kochen eines Rinds. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sie fanden ein rundes, scheibenförmiges Objekt. Das sollte zu ihrem berühmtesten Fund avancieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">In Phaistos kam ein Diskos zu Tage, der bis heute fasziniert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der in Phaistos gefundene Diskos ist auf beiden Seiten mit Symbolen bestempelte Tonscheibe. Sie ist auf beiden Seiten mit geheimnisvollen Symbolen versehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Diskos-von-Phaistos-(Seite-A)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-A.jpg" alt="Diskos von Phaistos (Seite A)" class="wp-image-14997" style="width:400px" title="Diskos von Phaistos (Seite A)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-A.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-A-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-A-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-A-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diskos von Phaistos (Seite A)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich den Diskos im Archäologischen Museum von Iraklio zum ersten Mal gesehen habe, war ich erstaunt, wie klein er doch ist. Seine Scheibe ist flach und rund, aber auch unregelmäßig gearbeitet. Sie ist zwischen 1,6 cm und 2,1 cm dick. Seite A ist am Rand verdickt, Seite B ist es in der Mitte. Die Oberflächen sind glatt, aber nicht ebenmäßig und plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen Symbole, die für Menschen, Tiere oder Sachen stehen. Andere Zeichen sind sehr abstrakt und heute (bislang) nicht mehr zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Besondere: Diese Zeichen wurden nicht eingeritzt. Man hat sie mit einzelnen Stempeln eingedrückt. Manche sagen, der Diskos sei der älteste bekannte Druck mit beweglichen Lettern. Immerhin wurde ja der komplette Text mit wiederverwendbaren Zeichen erstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeichen sind außen kreisrund angeordnet und verlaufen spiralförmig nach innen. Die beiden Seiten werden mit den Buchstaben A und B bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seite&nbsp;A enthält 122&nbsp;Stempeleindrücke und 31&nbsp;Zeichengruppen. Eine Lücke weist darauf hin, dass dort ursprünglich ein Zeichen mehr gewesen sein muss. Seite&nbsp;B hat 119&nbsp;Eindrücke. Diese sind in 30&nbsp;Zeichengruppen zusammengefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Zeichengruppen gib es einen Unterschied zwischen beiden Seiten. Die Gruppen auf Seite A haben zwischen zwei und sieben Zeichen. Auf Seite B sind es zwischen zwei und fünf Zeichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was die Bedeutung dieser Zeichen ist, hat die Wissenschaft bisher nicht klären können. Wenn es sich um ein Alphabet handelt, hat man es noch nicht entziffern können. Es gibt 45 Stempelmotive, die man als Abstrakta, Menschen und Tiere, sowie Objekte (Gerätschaften, Waffen, Pflanzenteile) identifiziert. Weiter gibt es 17 sogenannte Dorne. Das sind Strichmarkierungen unter dem ersten Zeichen einer Abteilung, ab dem Zentrum der Scheibe gezählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt sogar einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unicodeblock_Diskos_von_Phaistos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Unicodeblock Diskos von Phaistos</a> für den Computer. Dein Rechner kann die Schrift. Aber auch er kann nicht sagen, was die Zeichen bedeuteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Stimmen gehen davon aus, dass es sich um eine Silbenschrift handelt. Gegen die Annahme eines Alphabets spricht, dass Alphabete zwischen 20 und 40 Zeichen haben. Hier sind es mehr, zudem spielen auch die Dornen eine Rolle. Sowas passt nicht zu einem Alphabet, wie wir es kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben gibt es auch logographische Schriftsysteme. In ihnen hat jedes Zeichen eine Wortbedeutung. Beispiele dafür sind chinesische Schriftzeichen oder ägyptischen Hieroglyphen. Es gibt Leute, die das auch bei den Zeichen auf dem Diskos von Phaistos für möglich halten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was steht auf dem Diskos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedeutung der Zeichen kennen wir nicht. Die Wissenschaftler sind sich nicht einmal einig, wie sie gelesen werden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Diskos-von-Phaistos-(Seite-B)"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-B.jpg" alt="Diskos von Phaistos (Seite B)" class="wp-image-14998" style="width:400px" title="Diskos von Phaistos (Seite B)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-B.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-B-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-B-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/05/Archaeologisches-Museum-Iraklio-2026-Diskos-Phaistos-B-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diskos von Phaistos (Seite B)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Forscher meint, die Schrift werde von außen nach innen gelesen. Andere meinen, es sei umgekehrt, also von innen nach außen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange versuchte man, über die Schreibrichtung einen Rückschluss auf die Leserichtung führen zu können. Aus Überschneidungen von Stempeleindrücken schloss man, dass das jeweils linke Zeichen nach dem rechten gestempelt sein musste. 1986 wies Hans-Joachim Haecker experimentell nach, dass die Stärke der Einstempelung für die Überschneidungen maßgebend ist. Damit war das Schlüsselargument für die Linksläufigkeit des Textes erledigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1911 und 2019 gab es &#8211; wenn ich mich nicht verzählt habe &#8211; stolze 29 Versuche der Entzifferung. Alle haben gemeinsam, dass keiner von ihnen der Durchbruch gelungen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Untersuchungen haben ergeben, dass einige Zeichen vor dem Brennen der Scheibe korrigiert wurden. Das bedeutet, dass deren Genauigkeit wichtig war. Wenn es auf die Genauigkeit des Textes ankommt, ist das ein Indiz für eine praktische Bedeutung des Textes. Der Leser musste exakt verstehen können, was der Text ihm mitteilen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass der Diskos von Phaistos unentzifferbar ist, solange keine weiteren Artefakte mit solchen Zeichen gefunden werden. Alle Theorien über den Inhalt sind Spekulation. Die Vermutungen gehen in diese Richtungen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Religiöser Text: Hymnus oder Gebet</li>



<li>Rechtstext: Gesetz, Königliches Dekret oder ein Vertrag</li>



<li>Magie: Astronomischer oder Astrologischer Text</li>



<li>Kalender</li>



<li>Geschichte: Heldengedicht oder eine andere historische Überlieferung</li>



<li>Spiel: kretische Version des ägyptischen Schlangenspiels</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ehrlich: Niemand weiß nichts genaues. Wenn jemand begründet, weshalb es sich um eine Wettervorhersage für die Landwirtschaft handeln könnte, müsste ich die vorstehende Liste erweitern. Aber mehr als eine Vermutung wäre das auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni 2026 brachte die Seite von Radio Kreta einen gut zu lesenden <a href="https://radio-kreta.de/kreta-der-diskus-von-phaistos-habe-ich-die-antwort-gefunden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag über den Diskos</a>. Danach hat die Tonscheibe Kreta gezeigt, wie man in der Gemeinschaft lebt. Das ist eine schön beschriebene Vermutung, wirklich schlauer war ich nach der Lektüre aber nicht. Immerhin hat dieser Beitrag mir neue Aspekte gezeigt. Deshalb erwähne ich ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Diskos von Phaistos ist ein Rätsel aus alter Zeit. Das finde ich sehr spannend. Und wer weiß: Vielleicht gelingt es eines Tages doch, dieses Rätsel zu lösen. Mich würde das sehr freuen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Museum Iraklio</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst den Diskos von Phaistos im Archäologischen Museum Iraklio sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über die aktuellen Öffnungszeiten informierst Du Dich bitte auf dessen Homepage: <a href="https://heraklionmuseum.gr/en/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">heraklionmuseum.gr</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit (Stand Juli 2026) kostet der reguläre Eintritt 20 Euro, der ermäßigte Eintritt kostet 10 Euro.</p>
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		<title>Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</title>
		<link>https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bronze]]></category>
		<category><![CDATA[Dolch]]></category>
		<category><![CDATA[Gräberrund A in Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einem Dolch im Archäologischen Nationalmuseum Athen machen Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel. Gefunden wurde er im Gräberrund A in Mykene. Die Inventarnummer im Museum ist 765. Im heurigen Jahresthema geht es um besondere Artefakte in Museen. Dieser Dolch gehört für mich definitiv dazu.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a>&nbsp;ist ein Dolch zu sehen, auf dem Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel machen. Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um besondere Artefakte in Museen. Für mich gehört dieser Dolch dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machen Wasservögel und Katzen auf einem Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Dolch habe ich am Anfang des Rundgangs gesehen, im Bereich mit prähistorischen Altertümern. Dort gibt es viele Funde aus dem bronzezeitlichen Mykene.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Dolch-aus-Mykene-mit-Katzen,-Vögeln-und-Papyrusblüten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" class="wp-image-15278" title="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht wenige dieser Funde hat seinerzeit&nbsp;<a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>&nbsp;gemacht. Heute sind sie im Raum 4 des Museums zu sehen. Die Inventarnummer im Archäologischen Nationalmuseum ist 765.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klinge dieses Dolchs besteht aus Bronze. Sie ist reich mit Einlegearbeiten aus Gold und Silber verziert. Die Verzierungen sind mit einer Technik namens Niello ausgeführt, was auf die hohe Kunstfertigkeit der mykenischen Metallhandwerker hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefertigt wurde der Dolch im 16. oder 15. vorchristlichen Jahrhundert. Er gehört zu einer kleinen Gruppe von Luxusobjekten aus dieser Zeit, in denen von der Natur inspirierte Motive zu sehen sind. Mich erinnert das an Wandmalereien aus dieser Zeit, die man auf Santorin oder Kreta gefunden hat. Das ist ein Indiz für den kulturellen Austausch zwischen diesen Räumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schild zu diesem Objekt beschreibt es als&nbsp;<em>Bronzedolch mit eingelegten Verzierungen</em>. Auf der Klinge sei eine nilotische Landschaft mit Katzen dargestellt, die Wasservögel zwischen Papyrusblüten zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die Papyrusblüten sind ein Hinweis auf Ägypten. Niello war auch ägyptischen Schmieden bekannt. Sowohl Motive auf der Klinge als auch die handwerkliche Technik sind ein Indiz für den kulturellen Austausch mit Ägypten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Vorderseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gesamten Breite der Klinge sehen wir stilisierte Papyrusblüten. Rechts neben der großen Blüte am linken Rand sehen wir eine große Katze, die sich in einer dynamischen Bewegung befindet. Möglicherweise sehen wir einen Löwen. Mich erinnert das ein wenig an den&nbsp;<a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Vorderseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="209" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg" alt="Vorderseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15276" title="Vorderseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-300x78.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-768x201.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorderseite des Bronzedolchs, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Katze wird von einer großen Vogelgestalt begleitet, deren Flügel und Körper durch Gold- und Silbereinlagen hervorgehoben sind. Möglicherweise handelt es sich um eine symbolische Darstellung des Kampfes zwischen Raubtier und Beute. Vielleicht sollen aber auch nur Kraft und Dynamik zu sehen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts neben der Katze sind weitere Vögel zu sehen, die in verschiedenen Flugpositionen dargestellt sind. Das zeigt nicht nur die gute Beobachtungsgabe des Künstlers, die ich aus der sehr realistischen Darstellung der Tiere ableite. Das Motiv ist auch ein Hinweis darauf, dass die Natur in der mykenischen Vorstellungswelt eine große Bedeutung gehabt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterhalb der zentralen Szene schwimmen Fische und andere Wassertiere. Das deutet auf einen Lebensraum an einem Fluss oder See hin. Der Bezug zu Ägypten legt den Nil nahe, was auch im Begleittext des Museums zum Ausdruck kommt. Das ist aber meiner Meinung nach nur Spekulation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Rückseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die andere Seite ist Dank Spiegeln auch gut zu sehen. Links sehen wir einen Löwen, daneben Vögel und Blüten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Rückseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="213" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg" alt="Rückseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15277" title="Rückseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-300x80.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-768x204.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rückseite des Bronzedolchs</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich um Papyrus handelt, kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Die Pflanzen sind stilisiert dargestellt. Aber mit ihren langen Stängeln und typischen Spitzen sehen sie so aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche das Archäologische Nationalmuseum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Museums in Athen ist&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>. Die nächstgelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio. Der Eintritt kostet 20 Euro, bestimmte Personen erhalten eine Ermäßigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten</a>. Deswegen soll es in näherer Zukunft auch vorübergehend für Besucher geschlossen werden. Bitte informiere Dich vor einem Besuch auf der&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>, ob es geöffnet ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Auf dem Kerameikos steht ein Bulle aus Marmor</title>
		<link>https://hellas.blog/auf-dem-kerameikos-steht-ein-bulle-aus-marmor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bulle auf dem Kerameikos ist ein wahres Meisterwerk. Im Freien steht eine Replik, das Original steht im kleinen Museum des Kerameikos. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/auf-dem-kerameikos-steht-ein-bulle-aus-marmor/">Auf dem Kerameikos steht ein Bulle aus Marmor</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Er ist wirklich ein Meisterwerk, der Bulle auf dem Kerameikos. Das Original steht im Museum, eine Kopie am ursprünglichen Standplatz. Im Rahmen des Jahresthemas 2026 geht es um besondere Artefakte, die in Athen zu sehen sind. Für mich gehört dieser Bulle definitiv dazu. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Geschichte zu diesem Bullen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal auf dem Kerameikos war 2015. Die beiden Fotos des Bullen stammen von diesem Besuch.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Bulle-auf-dem-Kerameikos-(Kopie)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Kopie.jpg" alt="Der Bulle auf dem Kerameikos (Kopie)" class="wp-image-14056" style="width:400px" title="Der Bulle auf dem Kerameikos (Kopie)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Kopie.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Kopie-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Kopie-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Bulle auf dem Kerameikos (Kopie)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Euch gerne erzählen, wie ich dem Bullen zum erstmals begegnet bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der 9. Oktober 2015. Vom Kerameikos hatte ich bislang nur gehört und einiges gelesen. Diese Stätte wollte ich unbedingt sehen. Also bin ich hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was soll ich sagen? Irgendwie war es Liebe auf den ersten Blick. Kein anderer archäologischer Ort in Athen hat mich so sehr berührt wie der Friedhof vor den Stadtmauern des antiken Athen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang spielte dieser Bulle eine besondere Rolle. Ich weiß noch, dass ich das Gelände betreten habe und erst einmal losgelaufen bin. Vom Eingang aus geradeaus, und dann sah ich auf der linken Seite einige bemerkenswerte Skulpturen. Die größte von ihnen war eine Art Altar, auf dem ein mächtiger Bulle thront.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich vor die Konstruktion gestellt und das ganze auf mich wirken lassen. Sehr gut konnte ich mir vorstellen, dass es den Menschen vor 2000 Jahren nicht viel anders ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich damals nicht wusste: Vermutlich war der Bulle in der Antike bemalt. Die Forschung weiß schon lange, dass antike Skulpturen bemalt waren und dadurch lebensecht wirkten. Das könnte bei diesem Bullen auch der Fall gewesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich nicht um das Original handelte, das bei Wind und Wetter draußen auf dem Kerameikos stand, war mir aber klar. Das Original steht im kleinen Museum, das ein paar Schritte weiter ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der im Freien stehende Bulle ist übrigens aus Beton gegossen. Der Unterbau, auf dem er steht, ist allerdings das Original. Man hat ihn auf dem Friedhof belassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Bulle vom Kerameikos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im kleinen archäologischen Museum des Kerameikos kannst du den Bullen aus Marmor also im Original sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Der-Marmorbulle-(Original)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Original-Museum.jpg" alt="Der Marmorbulle (Original)" class="wp-image-14057" style="width:400px" title="Der Marmorbulle (Original)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Original-Museum.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Original-Museum-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Kerameikos-Bulle-Original-Museum-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Marmorbulle (Original)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist einer der berühmtesten und beeindruckendsten Grabskulpturen des antiken Athen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich stammt er aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Er wird auf die Zeit zwischen 345/340 v. Chr. datiert. Damit gehört er zur klassischen bzw. spätklassischen Periode der attischen Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bulle stand am Grab des Atheners Dionysios von Kollytos entdeckt. Der Verstorbene war eine angesehene Persönlichkeit und bekleidete 346/345 v. Chr. das Amt des Schatzmeisters im Heraion auf der Insel Samos. Die Inschrift auf dem Denkmal bestätigt seinen Namen und sein Vatersnamen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Grab zeugt davon, dass seine Familie nicht nur sehr wohlhabend gewesen sein muss. Sie muss auch einen hohen sozialen Status gehabt haben. Ein solches imposantes Grab erzählt genau diese Geschichte. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der antike Friedhof Kerameikos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich im November 2025 in Athen war, konnte ich diesen Ort nicht besuchen. <a href="https://hellas.blog/olympieion-griechische-agora-olympieion-bauarbeiten-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wegen Renovierungsarbeiten war der Kerameikos geschlossen</a>. Im <a href="https://hellas.blog/griechische-agora-und-kerameikos-die-arbeiten-sind-bald-beendet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sommer 2026 soll er wieder geöffnet</a> werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Eingangs ist Ermou 148 in Athen. </p>
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		<title>Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt der Isidora</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[California]]></category>
		<category><![CDATA[Enkaustik]]></category>
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		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
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		<category><![CDATA[Portrait]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt einer Frau, deren Name Isidora war. Die Enkaustik stammt aus Ägypten. Es handelt sich um ein Mumienportrait, das für ihre Beisetzung gefertigt wurde. Möglicherweise hat Isidora  im 1. nachchristlichen Jahrhundert gelebt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Getty Museum in Los Angeles zeigt das Porträt einer Frau aus Ägypten, deren Name Isidora war. Über dieses besondere Stück berichtete vor Kurzem <a href="https://www.lifo.gr/now/entertainment/portreto-ellinidas-toy-100-mh-sto-los-antzeles-fotizei-ti-diapolitismiki-romaiki" target="_blank" rel="noreferrer noopener">lifo.gr</a>. Das Mumienportrait ist für ihre Beisetzung gefertigt worden. Was verrät es über diese Frau?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Porträt der Isidora im Getty Museum in Los Angeles</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mumienbilder aus der hellenistischen Zeit Ägyptens gibt es einige. In Deutschland kann man sie zum Beispiel im <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liebieghaus</a> Frankfurt oder der Antikensammlung Berlin sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Mumienportrait-der-Isidora"><img decoding="async" width="533" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora.jpg" alt="Mumienportrait der Isidora" class="wp-image-14107" style="width:auto;height:400px" title="Mumienportrait der Isidora" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora.jpg 533w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Getty-Museum-Portrait-Isidora-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mumienportrait der Isidora <br>(Bildquelle: J. Paul Getty Museum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten derartigen Bildern, die ich gesehen habe, war der Name der abgebildeten Person nicht bekannt. Das ist hier anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name der Frau ist auf der rechten Schulter der Mumienbinden geschrieben worden. Sie heißt Isidora (ΙΣΙΔΟΡΑ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo Isidora ursprünglich bestattet war, ist nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde das Bild faszinierend. Auf mich wirkt es, als wenn mich Isidora direkt ansieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Bild musste man sich erst einmal leisten können. Die Maltechnik nennt sich Enkaustik. Das Gold, das wir sehen, dürfte echt sein. Isidora dürfte einer Familie mit beträchtlichem Reichtum und hohem sozialen Status angehört haben. Zur Malechnik <em>Enkaustik</em> schreibe ich unten etwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Isidora trägt einen traditionell lavendelfarbenen Mantel. Schwarze Clavi (gewebte Streifen) mit vergoldetem Rand verlaufen vertikal vom Stofffeld auf das Leinen des Leichentuchs. So erweitern sie das Porträt über die Leinenbinden hinaus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Isidoras Frisur</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Isidora trägt eine zu ihrer Zeit populäre Damenfrisur. Die Haare sind eng geflochten und zu einem geflochtenen Knoten hoch gesteckt. Mit einer Haarnadel ist der Knoten am Kopf befestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf ihrem Kopf trägt Isidora einen großen goldenen Kranz. In der Mitte sehen wir ein Element. Ob es einfach nur dekorativ sein soll oder möglicherweise eine religiöse Bedeutung hat, habe ich nicht herausfinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Gesicht ist vom Haar regelrecht umrahmt. An den Seiten fallen ihr spiralförmige Strähnen vor die Ohren. Das passt zur Radiokarbondatierung. Diese Haarmode war im ersten nachchristlichen Jahrhundert sehr beliebt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Schmuck</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fiel auch das wundervolle Geschmeide auf, mit dem Isidora geschmückt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ohrringe sind ein echter Hingucker. An einem goldenen Stab ist eine große Perle befestigt. Davon gehen nach unter vier goldene Stäbchen ab, an deren Enden wieder große Perlen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die drei Halsketten fallen auf. Sie sind vorne durch ein goldenes Element verbunden, das unten von einem edlen Stein abgeschlossen wird. Den sehen wir in einer Goldfassung, vielleicht handelt es sich um einen Amethyten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ketten sind sehr unterschiedlich. Die obere Kette könnte aus Smaragden, Perlen und Goldperlen bestehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mittlere Halskette besteht aus miteinander verbundenen Goldplättchen.  Recht große Edelsteine &#8211; vielleicht Smaragde &#8211; sehen wir in der untersten Kette. Dazwischen sehen wir quadratische Goldelemente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen solchen Schmuck konnten sich nur Familien der Oberschicht leisten. Das wäre heute vermutlich genauso. Denn der Schmuck hat nicht nur einen hohen Materialwert, da stecken auch viel Arbeit und Können drin.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wann lebte Isidora?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen auch, wann Isidora ungefähr bestattet wurde. Durch die Radiokarbonmethode konnte man eine Zeit zwischen 43 v. Chr. bis 122 n. Chr. ermitteln. Aber wann lebte sie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man auch Frisur und Schmuck, spricht einiges dafür, dass Isidora im ersten Jahrhundert nach Christus gelebt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Enkaustik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Technik, in der das Porträt gemalt wurde, heißt Enkaustik. Das ist die Kunst, eingebrannte Gemälde zu fertigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort leitet sich vom altgriechischen Wort énkaustikē (ἐγκαυστική) ab. Der Künstler trägt in heißem Wachs gebundene&nbsp;Farbpigmente&nbsp;auf den Maluntergrund auf. Ihre Blütezeit erlebte diese Technik in der griechisch-römischen Antike. Die allermeisten Werke sind aber im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab eine &#8222;ökologische Nische&#8220;, in der sie überlebt haben: Das trockene Klima Ägyptens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im trockenen Klima von Ägypten haben einige Enkaustiken überlebt. Sie sind fantastisch und lassen ahnen, welche Kunstfertigkeit die Maler der Antike hatten.</p>
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		<title>Münze aus Dardanos mit Hahn</title>
		<link>https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abydos]]></category>
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		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
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		<category><![CDATA[Numismatisches Museum (Athen)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Numismatischen Museum von Athen ist eine Münze aus Dardanos zu sehen. Sie ist Teil der Sammlung von Heinrich Schliemann. In dieser hat sie die Nummer 64.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Numismatischen Museum von Athen ist eine Münze aus Dardanos zu sehen. Sie ist Teil der Münzsammlung von Heinrich Schliemann. Im Ausstellungsraum hat sie die Nummer 64. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Jahresthemas 2026 geht es um besondere Artefakte, die in Athen zu sehen sind. Ich finde, diese Münze gehört dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kommt der Hahn auf eine Münze aus Dardanos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Münze hat <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a> nach Athen gebracht. Sie war Teil seiner Sammlung, die heute im Numismatischen Museum der Stadt zu sehen ist. Dort hat diese Münze die Nummer 64.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Münze-aus-Dardanos--mit-Hahn-und-der-Inschrift-ΔΑΡ"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg" alt="Münze aus Dardanos  mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" class="wp-image-14142" style="width:400px" title="Münze aus Dardanos  mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Münze aus Dardanos mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dardanos ist eine antike griechische Stadt, die am asiatischen Ufer des Hellespont. Das ist die Meerenge zwischen der Ägäis und dem Marmarameer, die wir heute eher unter dem Namen Dardanellen kennen. Die Region nennt man auch Troas, nach ihrer bekanntesten Stadt: Troja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dardanos ist vermutlich im 6. Jahrhundert vor Christus gegründet worden. Schon früh begann die Stadt damit, eigene Münzen zu prägen. Eine Münze aus Daradanos ist am Hahn und der Inschrift ΔΑΡ gut zu erkennen. In lateinischer Umschrift steht ΔΑΡ für DAR, und das ist die Abkürzung für Dardanos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt prägte Münzen von der archaischen Zeit bis in die römische Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Quellen im Internet finde ich, dass Münzen aus dieser Stadt typischerweise einen Adler zeigen. Ich denke, das stimmt nicht. Möglicherweise verwechseln die Quellen das mit dem nahe gelegenen Abydos, auf den Münzen dieser Stadt war ein Adler zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Symbol für Dardanos war der Hahn, und den hat man auch auf eine Münze geprägt. So konnte jeder erkennen, woher die Münze stammt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichte von Dardanos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt hatte eine recht wechselvolle Geschichte. Sie gehörte zum Perserreich und beteiligte sich am Ionischen Aufstand, was der Stadt nicht gut bekam. Die Perser eroberten sie wieder. In den Gewässern vor der Stadt erlitt die Flotte von Sparta eine verheerende Niederlage gegen den Attisch-Delischen Seebund. Während des Hellenismus geriet Dardanos für kurze Zeit unter die Kontrolle des nahe gelegenen Abydos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Römer nach Kleinasien kamen und Auseinandersetzungen mit Antiochos III. führten, schlug das römische Heer in der Nähe von Dardanos sein Lager auf. Die Stadt stellte sich auf die Seite Römer. Nachdem diese sich durchgesetzt hatten, erklärten sie Daradnos zum Dank zur freien Stadt. Das war im Jahr 188 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 5. Jahrhundert nach Christus gab es hier sogar ein Bistum, das bis heute in der römisch-katholischen Kirche als Titularbistum fortbesteht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelalter ist die Stadt allerdings aufgegeben worden. Ihre Ruinen dienten als Steinbruch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hahn auf der Münze erinnert uns heute noch daran, dass Dardanos in der Antike eine bedeutende Stadt war. Denn sie hatte ein eigenes Wappentier und prägte ihre eigenen Münzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-b112b298-eda1-4814-9341-0ef8e3aaf112">Blogartikel mit Bezug auf Münzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-e801eb32-7753-4b9d-9eff-09cd89a592c1">Dies sind die drei jüngsten Beiträge im Hellas Blog mit Bezug auf eine Münze.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/ein-junge-hat-in-berlin-eine-antike-griechische-muenze-gefunden/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Präsentation der antiken griechischen Münze im PETRI Berlin." srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/ein-junge-hat-in-berlin-eine-antike-griechische-muenze-gefunden/">Ein Junge hat in Berlin eine antike griechische Münze gefunden</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Münze aus Dardanos mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/">Münze aus Dardanos mit Hahn</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/20-drachmen-muenze-dionysios-solomos/"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-300x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Vorderseite der 20 Drachmen Münze aus dem Jahr 2000" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-768x768.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/20-drachmen-muenze-dionysios-solomos/">20 Drachmen Münze aus dem Jahr 2000</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Beiträge Im Hellas Blog zu <a href="https://hellas.blog/tag/muenze/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Münzen</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
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		<title>Fahne mit dem Wappen der Philiki Etaireia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Athanasios Tsakalof]]></category>
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		<category><![CDATA[griechische Fahne]]></category>
		<category><![CDATA[griechischer Unabhängigkeitskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Ioannis Kapodistrias]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Kyriaki Nafti]]></category>
		<category><![CDATA[Lord Byron]]></category>
		<category><![CDATA[Nationales Historisches Museum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaos Skoufas]]></category>
		<category><![CDATA[Philhellenen]]></category>
		<category><![CDATA[Philiki Etaireia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Nationalen Historischen Museum in Athen hängt eine Fahne aus dem griechischen Unabhängigkeitskrieg, die das Wappen der Philiki Etaireia trägt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/fahne-mit-dem-wappen-der-philiki-etaireia/">Fahne mit dem Wappen der Philiki Etaireia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/nationales-historisches-museum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nationalen Historischen Museum</a> in Athen hängt eine Fahne aus dem <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Unabhängigkeitskrieg</a>, die das Wappen der Philiki Etaireia trägt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der griechische Freiheitskampf und seine Vorgeschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nationalen Historischen Museum sind sehr viele Stücke mit Bezug zum griechischen Freiheitskampf und der Zeit danach zusammengetragen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Fahne-aus-dem-Unabhängigkeitskrieg-mit-Wappen-der-Philiki-Etaireia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Nationales-Historisches-Museum-4146-griechische-Fahne-Synbole-Philiki-Etaireia.jpg" alt="Fahne aus dem Unabhängigkeitskrieg mit Wappen der Philiki Etaireia" class="wp-image-14010" style="width:400px" title="Fahne aus dem Unabhängigkeitskrieg mit Wappen der Philiki Etaireia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Nationales-Historisches-Museum-4146-griechische-Fahne-Synbole-Philiki-Etaireia.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Nationales-Historisches-Museum-4146-griechische-Fahne-Synbole-Philiki-Etaireia-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Nationales-Historisches-Museum-4146-griechische-Fahne-Synbole-Philiki-Etaireia-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fahne mit Wappen der Philiki Etaireia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der 25. März 1821 gilt als Start der griechischen Revolution. Der Metropolit Germanos von Patras segnete die griechische Fahne und die Kämpfer für Griechenlands Freiheit. So lautet die offizielle Version.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Griechenland hat die Freiheit am 25. März Geburtstag. Erfahre darüber im <a href="https://hellas.blog/25-maerz-die-freiheit-hat-geburtstag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag zum 25. März 1821</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solche Revolution kommt nicht aus dem Nichts. Sie hat eine Vorgeschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1814 gründete sich ein Geheimbund, die Philiki Etaireia (Φιλική Εταιρεία). Dieses Wort möchte ich mit <em>Freundschaftsbund</em> übersetzen. Übrigens fand die Gründung in Odessa statt, das damals zum Russischen Reich gehörte. An der nördlichen Küste des Schwarzmeers lebten viele Griechen, die sich ein Ende der osmanischen Herrschaft über Griechenland wünschten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es waren nur drei Männer, die den Freundschaftsbund gegründet haben. Ihre Namen sind Nikolaos Skoufas, Emmanuel Xanthos und Athanasios Tsakalof. Ihnen ging es aber nicht nur um eine persönliche Verbundenheit untereinander. Ihre Freundschaft galt Griechenland und seiner Freiheit, die es zu erringen galt. Sie richteten sich an den Idealen der Aufklärung aus. Und sie warben erfolgreich für ihre Sache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Philiki Etaireia vereinten griechische Patrioten und Philhellenen aus anderen Ländern. Gemeinsam planten sie die Befreiung Griechenlands von den Osmanen und die Gründung einer modernen, griechischen Republik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Philiki Etaireia gelang es, viele prominente Mitglieder im Ausland zu gewinnen. Unter ihnen am bekanntesten ist wohl der britische Lord Byron. Auch der spätere erste Präsident Griechenlands, Ioannis Kapodistrias, gehörte diesem Freundschaftsbund an. Für die damalige Zeit besonders ist, dass auch Frauen dem Bund angehören konnten. Das erste weibliche Mitglied war Kyriaki Nafti.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über die Fahne mit dem Wappen der Philiki Etaireia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Bewegung, die etwas erreichen möchte, braucht sowohl ein Wappen als auch ein Motto. Das war den Philiki Etaireia bewusst. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Rutenbündel und das Kreuz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Unten sehen wir ein Rutenbündel, das von zwei gekreuzten Bändern zusammengehalten wird. Diese Symbolik ist aus der römischen Antike übernommen. Die Liktoren trugen ein Bündel aus mehreren hölzernen Ruten, in deren Mitte ein Beil steckte. Das war ein Machtsymbol. Eine einzelne Rute kann man brechen, ein zusammengebundenes Bündel von Ruten dagegen nicht. Und das Beil dokumentiert die Macht, auch ein Todesurteil vollstrecken zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Symbol wurde in der langen römischen Geschichte genutzt, geriet nach Ende des Imperium Romanum jedoch in Vergessenheit. Das änderte sich mit der französischen Revolution, das Liktorenbündel wurde &#8211; mit Beil in der Mitte &#8211; ein Symbol der Republik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert am Rudenbündel der Philiki Etaireia ist, dass in ihm kein Beil steckt. Dafür steht auf ihm ein Kranz mit einem Kreuz, dem Symbol des Christentums. Man muss dazu wissen, dass jedes zehnte Mitglied des Freundschaftsbundes ein orthodoxer Kleriker war. Griechenland sollte christlich sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war nicht das Ziel der Philiki Etaireia, ihr Anliegen mit Todesdrohungen unter den Griechen durchzusetzen. Ich finde, das kommt im Routenbündel mit dem Kreuz sehr gut rüber.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Fahnen mit je drei Buchstaben: Freiheit oder Tod</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dann sehen wir am Wappen noch zwei Fahnen. Auf der linken stehen die griechischen Buchstaben ΗΕΑ (Eta Epsilon Alpha), auf der rechten Fahne sind die Buchstaben ΗΘΣ (Eta Theta Alpha) zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Buchstaben stehen für das Motto der Philiki Etaireia: Ελευθερία ή Θάνατος (Eleftheria i thanatos). Zu Deutsch: Freiheit oder Tod. Man kann auch sagen: Entweder wir haben Erfolg oder es wird uns nicht mehr geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wir wissen, hatte die Sache der Unabhängigkeit Erfolg. Es gibt ein unabhängiges Griechenland. Und Ελευθερία ή Θάνατος ist das offizielle Staatsmotto.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Über die Philiki Etaireia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es ließe sich noch einiges über den Freundschaftsbund sagen. Das würde aber den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen. Ich möchte aber daran erinnern, dass man den Freundschaftsbund im Kontext vieler nationaler Freiheitsbewegungen sehen sollte, die es zum Beispiel auch in Deutschland oder Polen zu dieser Zeit gab. Nicht umsonst kamen viele Philhellenen ins Land, um die Griechen in ihrem Kampf um Freiheit zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass die Fahne mit dem Wappen der Philiki Etaireia ein ganz besonderes Dokument dieser Zeit ist. Bist Du in Athen, solltest Du sie Dir anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Besuch im Nationalen Historischen Museum </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Museums ist <a href="https://goo.gl/maps/HBvxtp8zK5Ny761N6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">13 Stadiou</a> in Athen. Die nächst gelegenen Metro-Stationen sind Syntagma und Panepistimiou. Von dort aus erreicht man das Museum in etwa 10 Minuten zu Fuß. Für weitere Informationen lies meinen <a href="https://hellas.blog/nationales-historisches-museum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beitrag über das Nationale Historische Museum</a> oder schau auf dessen <a href="https://nhmuseum.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage</a> vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Am 25. März ist der Eintritt im Museum frei.</p>
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		<title>Der Löwe von Moschato</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1687]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum von Piräus]]></category>
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		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bucht von Zea]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Moschato]]></category>
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		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Löwe von Moschato ist ein völlig unscheinbares Ausstellungsstück im Archäologischen Museum von Piräus. Der Löwe von Moschato bewacht das</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato ist ein völlig unscheinbares Ausstellungsstück im Archäologischen Museum von Piräus. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Löwe von Moschato bewacht das Foyer des Museums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Betrittst Du das Museum, zahlst Du im Vorraum den Eintritt. Dann geht es weiter, und Du stehst im Foyer. Dieser Raum wird schon für die Ausstellung genutzt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Im-Foyer-des-Archäologischen-Museums-Piräus:-Der-Löwe-von-Moschato"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5.jpg" alt="Im Foyer des Archäologischen Museums Piräus: Der Löwe von Moschato" class="wp-image-14237" style="width:300px" title="Im Foyer des Archäologischen Museums Piräus: Der Löwe von Moschato" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Löwe von Moschato</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato steht im Treppenhaus. Mein erster Gedanke war, dass er das Foyer bewacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Skulptur ist viel größer, als ein Löwe in Wirklichkeit wird. Der sitzt auf seinen Hinterläufen und strahlt eine große Ruhe aus. Sein Gesicht wirkt ernst und freundlich zugleich. Diese Skulptur stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ähnelt dem berühmten Löwen von Piräus. Der befindet sich aber nicht mehr hier, sondern gelangte 1687 als Kriegsbeute nach Venedig. Dort steht er heute <a href="https://maps.app.goo.gl/25rAbJzVk7ctFZVY9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vor dem Arsenal</a>. Das ist aber eine andere Geschichte, von der ich ein anderes mal berichten möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der in Piräus ausgestellte Löwe stand einst auf einem Grab in Moschato. Das ist ein Vorort von Athen, der in der Antike eine gewisse Bedeutung hatte. Die Region stand unter der Herrschaft Athens. Eine eigenständige Rolle hat Moschato dabei nicht gespielt. Aber natürlich war sie mit den militärischen Aktivitäten der Stadt verbunden. Die Siedlungen in der Gegend waren in das politische System von Athen eingebunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutete, dass die Männer der Gegend mit Athen in den Krieg ziehen mussten. Und nicht jeder kam lebendig zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vermute, dass der Löwe mit einem Krieg zusammenhing. Wahrscheinlich hat er einst ein Polyandrion bewacht. Das ist ein Gemeinschaftsgrab für mehrere Männer, meist waren es Krieger. Solche Löwen kennen wir auch aus Amphipolis oder Chaironeia. Der Löwe von Chaironeia bewacht seit 338 v.Chr. das Ehrengrab für die 254 Gefallenen der Heiligen Schar von Theben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um etwas ähnliches könnte es sich auch bei diesem Löwen handeln. Aber in welchem Zusammenhang er errichtet wurde, habe ich nicht herausfinden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato stammt aus der Zeit des Hellenismus. Er symbolisiert Stärke und Tapferkeit. Auch beschützt er die Verstorbenen im Jenseits. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Museum in Piräus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bist Du in Piräus und hast Du etwas Zeit, solltest Du das Archäologische Museum der Stadt besuchen. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) und lohnt sich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse ist <a href="https://maps.app.goo.gl/t2udszfNzVAPNm4V6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trikoupi 31 in Piräus</a>. Es liegt in unmittelbarer Nähe der Bucht von Zea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum empfängt seine Besucher von Mittwoch bis Montag. Dienstag ist Ruhetag. Die Öffnungszeiten sind im Winterhalbjahr von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Im Sommer hat es von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen zum Museum entnimmst Du der <a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh155.jsp?obj_id=3371" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Website des griechischen Kulturministeriums</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Löwen im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute leben in Griechenland keine Löwen mehr. In der Bronzezeit und möglicherweise noch in der Antike war das anders. Das erklärt vielleicht, warum Löwen für die damals lebenden Menschen eine große Bedeutung hatten. Gelegentlich schreibe ich über Löwen im Hellas Blog.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/der-loewe-von-moschato/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Der Löwe von Moschato im Foyer des Museums" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/der-loewe-von-moschato/">Der Löwe von Moschato</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Löwe von Kea" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/">Der Löwe von Kea</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf <a href="https://hellas.blog/tag/loewe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwen</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
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		<title>Herakles und die Lernäische Hydra</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der 12 Aufgaben des Herakles war es, die Lernäische Hydra aus dem Leben zu befördern. Dazu gibt es im</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine der 12 Aufgaben des Herakles war es, die Lernäische Hydra aus dem Leben zu befördern. Dazu gibt es im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> eine Darstellung. Die stelle ich im Rahmen des Jahresthemas 2026 in diesem Beitrag vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nummer 2 der 12 Aufgaben des Herakles</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herakles hatte Familie. Sein Cousin Eurystheus trug ihm 12 Arbeiten auf, die er ausführen musste. Die zweite Arbeit war, dass Herakles die böse Schlange besiegen musste, die bei <a href="https://maps.app.goo.gl/UrLfvQjkMMege6wv6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lerna</a> ihr Unwesen trieb. Man nannte sie auch eine Hydra.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Herakles-und-die-Lernäische-Hydra"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Archaeologisches-Nationalmuseum-Herakles-und-die-Lernaeische-Hydra.jpg" alt="Herakles und die Lernäische Hydra" class="wp-image-13982" style="width:400px" title="Herakles und die Lernäische Hydra" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Archaeologisches-Nationalmuseum-Herakles-und-die-Lernaeische-Hydra.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Archaeologisches-Nationalmuseum-Herakles-und-die-Lernaeische-Hydra-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Archaeologisches-Nationalmuseum-Herakles-und-die-Lernaeische-Hydra-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Herakles und die Lernäische Hydra</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem dieses Tiers waren seine Köpfe. Schlug man einen ab, wuchsen zwei nach. Wie viele es letztendlich waren, da gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Die Angaben schwanken zwischen 7 und 12 Köpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herakles hatte eine Aufgabe zu lösen, die vor ihm keiner bewältigen konnte. Die Hydra musste weg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der rettende Einfall kam wohl von seinem Neffen Iolaos. Der half ihm und hatte die Idee, den Stumpf eines abgetrennten Kopfes auszubrennen. So ließ sich verhindern, dass neue Köpfe nachwachsen konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser List konnte Herakles letztendlich die Lernäische Hydra töten und so seine Aufgabe lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Überlieferungen, nach denen Hera den Erfolg des Herakles verhindern wollte. sie schickte ihm einen Krebs. Der biss Herakles andauernd in den Fuß und wollte ihn ablenken. Herakles tötete ihn schließlich. Hera erhob den Krebs danach in den Sternenhimmel, wo er bis heute das Sternzeichen des Krebs bildet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eurystheus wollte die Aufgabe nicht anerkennen. Herakles sollte sie alleine lösen, hatte aber Hilfe von Iolaos. Letzten Endes zählte sie aber.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herakles und die Lernäische Hydra auf einem Skyphos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Archäologischen Nationalmuseum ist ein Skyphos zu sehen, der die finale Szene dieser Geschichte zeigt. In der Mitte der Darstellung sehen wir die Hydra mit ihren vielen Schlangenköpfen. Und rechts ist Herakles mit seinem Schwert, der ihr zu Leibe rückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inventarnummer des Artefakts ist 416.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Gefäß handelt es sich von der Form her um einen Skyphos (σκύφος). Das ist eine altgriechische Trinkschale mit niedrigem Fuß und zwei horizontalen Henkeln nahe der Mündung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stück ist um 500 vor Christus entstanden. Es wird der Krokotos-Gruppe zugeschrieben. Das sind attische Vasenmaler, die gegen Ende des 6. Jahrhunderts v.Chr. aktiv waren. Namen zu den Künstlern sind nicht bekannt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/herakles-und-die-lernaeische-hydra/">Herakles und die Lernäische Hydra</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ein Spartaner hat seinen Schild an Athen verloren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[425 v.Chr.]]></category>
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		<category><![CDATA[ἤ τάν ἤ ἐπί τᾶς]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Spartaner hat seinen Schild an Athen verloren. Passiert ist das in der Schlacht bei Pylos im Jahr 425 v.Chr. Diesen Schild kannst Du heute im Museum auf der griechischen Agora sehen. Sowohl damals als auch heute ist dieser Schild eine Sensation. Erfahre mehr darüber in meinem Blogartikel.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Museum auf der Griechischen Agora in Athen kannst Du einen Schild sehen, den ein Spartaner im Kampf gegen Athen verloren hat. Aus mehreren Gründen empfinde ich das als ein ganz besonderes Artefakt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb möchte ich es als Auftakt zum Jahresthema 2026 heute im Hellas Blog vorstellen. In diesem Jahr geht es um besondere Artefakte, die Du in Athen in einem Museum oder anderswo sehen kannst. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Spartaner und sein Schild, der als Kriegsbeute nach Athen kam</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines vorab: Wir kennen den Namen des unglückseligen Spartaners nicht, der diesen Schild einst im Kampf geführt hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Spartaner-Schild-im-Museum-auf-der-griechischen-Agora-Athen"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Museum-griechische-Agora-Spartaner-Schild.jpg" alt="Spartaner Schild im Museum auf der griechischen Agora Athen" class="wp-image-13319" style="width:400px" title="Spartaner Schild im Museum auf der griechischen Agora Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Museum-griechische-Agora-Spartaner-Schild.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Museum-griechische-Agora-Spartaner-Schild-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Museum-griechische-Agora-Spartaner-Schild-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Spartaner Schild, Beute für Athen aus der Schlacht bei Pylos (425 v.Chr.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als Träger wird immer wieder der spartanische Held Brasidas genannt. Ich glaube das aus mehreren Gründen nicht. Dazu mehr unten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spartanische Mütter machten ihren Söhnen eine klare Ansage, wenn sie in den Krieg zogen. Und die bezog sich auf ihren Schild: ἤ τάν ἤ ἐπί τᾶς. Komm mit ihm wieder, oder auf ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ein Mann in der Schlacht fiel, war für die Menschen im antiken Sparta kein Problem. Das nahm man hin. Der Tod im Kampf war Teil des Soldatenlebens. Dass ein Spartiat im Kampf seinen Schild verlor, galt als unglaubliche Schande. Etwas schlimmeres gab es kaum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hatte auch einen Grund. Die Spartiaten waren die Elite-Kämpfer einer durch und durch soldatischen Gesellschaft. Als solche waren Drill und das Zusammenwirken auf dem Schlachtfeld ein fester Bestandteil ihres Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Schlacht kann nur bestehen, wer eine gute Taktik hat. Das zentrale Element der militärischen Taktik Spartas war die geschlossene Phalanx-Formation. Die Kämpfer trugen den Schild am linken Arm und schützten damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Mann zur Linken. So wurde der Schild zum Hauptinstrument für eine regelrechte Wand, die der Feind nicht durchdringen konnte. Hinter ihr wehrten Hopliten den Feind mit Lanzen ab. Die Spartiaten konnten auch mit dem Schwert kämpfen, das sie mit der freien rechten Hand führten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Verlust des Schildes war die ultimative Schande</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verlor ein Spartiat im Kampf sein Schwert oder seinen Helm, war das Pech. So lange die Schilderwand hielt, führte Sparta die Schlacht erfolgreich weiter. Bei passender Gelegenheit konnte der Kämpfer ein neues Schwert vom Boden aufheben und sich wieder aktiv beteiligen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Verlor er aber seinen Schild, riss das eine Lücke in die Verteidigung. Der Mann zu seiner Linken war nicht mehr geschützt und der Feind bekam eine Gelegenheit, in die spartanischen Reihen einzudringen. Ein Soldat, der seinen Schild im Kampf verlor, galt als der ultimative Feigling.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Schild gehörte nicht Brasidas</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aus zwei Gründen glaube ich nicht, dass der Schild einst Brasidas gehört hat. Brasidas war ein spartanischer Held und Feldherr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Hauptargument ist, dass es dafür keinen Beweis gibt. Auf dem Schild gibt es keine Inschrift, die seinen einstigen Träger nennt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Schild graviert ist der Text ΑΘΗΝΑΙΟΙ ΑΠΟ ΛΑΚΕΔΑΙΜ[ΟΝ]ΙΩΝ ΕΚ [ΠΥ]ΛΟ. Die in eckige Klammern gesetzten Buchstaben sind kaum zu lesen, was ich durch die Klammern kenntlich machen möchte. Übersetzen möchte ich den Text mit Die <em>Athener von den Lakedaimoniern aus Pylos</em>. Die Lakedaimonier sind niemand anderes als die Spartaner. Das sagt aber nichts darüber aus, welcher spartanischer Kämpfer der Pechvogel war, der seinen Schild ausgerechnet an Athen verlor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein zweites Argument ist, dass Brasidas auch nach der Schlacht bei Pylos noch als Feldherr für Sparta wirkte. Der Verlust eines Schildes galt als Zeichen unehrenhafter Feigheit und wurde bestraft. Wir wissen jedoch, dass Brasidas auch nach der Niederlage bei Pylos für Sparta im Einsatz war. Das kann ich mir nicht vorstellen, wenn er wirklich seinen Schild verloren haben sollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus beiden Gründen halte ich es für ungeklärt, wem dieser Schild einst gehörte. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Schild der spartanischen Soldaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schild war der wichtigste Ausrüstungsgegenstand eines Spartaners. Er stellte mit ihm das physische Überleben seiner Einheit in der Schlacht sicher. Darüber hinaus verkörperte der Schild die höchsten Ideale der spartanischen Gesellschaft: Loyalität und die Bereitschaft, die kollektive Identität über das eigene Leben zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen solchen Schild nennt man übrigens Hoplon. Der zeichnet sich durch seine runde Form aus. Die historische korrekte Bezeichnung ist Aspis, wobei darunter auch anders geformte Schilde fielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Holpon war etwa 80 bis 100 Zentimeter breit und kreisrund. Nach außen war der Schild gewölbt, er hatte einen verstärkten Rand. Rand und Korpus bestanden aus Holz. Er war mit einer dünnen Schicht aus Bronze bekleidet. Je nach Epoche konnte er auch durch Bronzearbeiten dekoriert sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schilde konnten am Rand geschärft sein. So konnten die Kämpfer sie nicht nur als (passive) Schutzwaffe einsetzen, sondern auch aktiv mit ihnen kämpfen. Der Schnitt mit dem Schildrand setzte dem Feind genauso fatal zu wie der Schnitt mit einem Schwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kult der Spartaner um ihre Schilde wirkt bis in die Neuzeit. Im griechischen Unabhängigkeitskampf haben sich einige ganz bewusst dem spartanischen Motto  verschrieben. Auf der <a href="https://hellas.blog/fahne-hydra/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fahne der Insel Hydra</a> können wir das bis heute nachlesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Schlacht bei Pylos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ein Spartaner den Schild, den wir noch heute in Athen sehen können, in der Schlacht bei Pylos verloren hat, wissen wir aus einer Inschrift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Schlacht war Teil des Peloponnesischen Kriegs, der zwischen den Mächten Sparta und Athen ausgetragen wurde. Sie fand im Jahr 425 v.Chr. statt und endete mit einer Niederlage Spartas. Hier ist nicht der Raum, um Vorgeschichte und Ablauf dieser Schlacht zu schildern. Ich finde die Informationen auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Pylos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia über die Schlacht bei Pylos</a> hilfreich. Auf die möchte ich zum Abschluss dieses Beitrags hinweisen.</p>
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		<title>Die Geburt Christi auf einer antiken Marmorplatte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Byzantinisches und Christliches Museum (Athen)]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer antiken Marmorplatte ist die Geburt Christi zu sehen. Sie entstand Ende des 4. oder Anfang des 5. Jahrhunderts auf Naxos. Heute ist sie im Byzantinischen und Christlichen Museum in Athen ausgestellt. </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Geburt Christi ist ein elementarer Teil der christlichen Botschaft, wie wir schon auf einer sehr alten Marmorplatte sehen können. Sie ist im Byzantinischen und Christlichen Museum in Athen zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine 1500 Jahre alte Marmorplatte zeigt die Geburt Christi</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung ist wunderschön. Wir sehen das frisch geborene Christuskind auf seinem Bett liegen. Rechts und links stehen Stalltiere und passen auf es auf.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Marmorplatte-mit-der-Geburt-Christi"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Byzantinisches-Christliches-Museum-Marmorplatte-Geburt-Christi.jpg" alt="Marmorplatte mit der Geburt Christi" class="wp-image-13370" style="width:400px" title="Marmorplatte mit der Geburt Christi" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Byzantinisches-Christliches-Museum-Marmorplatte-Geburt-Christi.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Byzantinisches-Christliches-Museum-Marmorplatte-Geburt-Christi-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/Athen-Byzantinisches-Christliches-Museum-Marmorplatte-Geburt-Christi-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Marmorplatte mit der Geburt Christi</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br>In der Bibel wird nicht erwähnt, welche Tiere sich konkret im Stall befanden, als Maria und Josef dort waren. Ochse und Esel kamen erst später in den Erzählungen hinzu. Auch Schafe werden genannt. Das mag alles so gewesen sein. Die beiden Tiere, die ich auf der Platte sehe, passen für zu Ochs und Esel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marmorplatte ist Ende des 4. Jahrhunderts oder Anfang des 5. Jahrhunderts auf <a href="https://hellas.blog/tag/naxos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Naxos</a> entstanden. Es ist eine wunderschöne frühchristliche Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher muss die Platte deutlich größer gewesen sein. Wir sehen oberhalb der Geburtsszene eine andere Darstellung. Auf dem Begleitschild im Museum stand, dass es sich möglicherweise um die Flucht aus Ägypten handeln kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Marmorplatte dokumentiert einen kulturellen Wandel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Jahr 500 n. Chr. befindet sich die Kunst des Mittelmeerraums in einer tiefen Übergangsphase. Das Heidentum ist am Ende. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die großen Traditionen der klassischen griechischen Reliefkunst leben noch fort, doch ihre Aussagen verändern sich. Allmählich ändert sich auch die Formsprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Antike kam es oft auf eine naturgetreue und zugleich idealisierende Darstellung an. Das war in der Spätantike nicht mehr so wichtig. Im Vordergrund stand die klare Lesbarkeit komplexer Inhalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reliefs und Figuren Figuren wurden zunehmend größer, flächiger und frontaler gestaltet. Der Betrachter konnte das Geschehen auf einen Blick erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Räumliche Tiefe, wie sie die klassischen Bildhauer mit Überlappungen, starken Kontrasten und fein abgestuften Reliefhöhen erzeugten, weicht einer bewusst reduzierten Räumlichkeit. Die Szenen erscheinen oft wie auf einer Bühne: Menschen und Symbole stehen nebeneinander, weniger plastisch, aber dafür semantisch präzise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figuren wurden auch zunehmend hierarchisiert. Bedeutende Personen – Kaiser, Heilige oder Stifter – werden überproportional groß dargestellt. Ihre Körper wirken blockhafter, ihre Gewänder zeigen harte, lineare Falten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Christentum bringt eine Stilisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Stilisierung ist kein Verfall, sondern ein Ausdruck neuer Werte: Bedeutung steht über Realismus. Gleichzeitig bleibt die Liebe zum feinen Detail bestehen, etwa in Schmuckmustern, Bordüren und ornamentalem Beiwerk, das die Flächen rhythmisieren soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christliche Reliefs dieser Zeit greifen zahlreiche antike Gestaltungsmittel auf und füllen sie mit neuer Bedeutung. Die klassische Drapierung der Gewänder, die weich fallenden Falten und die ruhige Körperhaltung erinnern unmittelbar an hellenistische und frühkaiserzeitliche Vorbilder. Auch Motive wie Akanthus, Weinranken oder Lorbeergirlanden bleiben erhalten, nur wird ihre Symbolik nun christlich gedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anordnung der Figuren folgt weiterhin dem antiken Prinzip des frontalen Auftritts, das in römischen Staatsreliefs entwickelt wurde. Ebenso bleibt die Kontinuität im Bildaufbau sichtbar: Szenen werden in klar gegliederten Zonen erzählt, ähnlich wie auf klassischen Reliefs von Altären oder Sarkophagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht um 500 n. Chr. eine Kunstform, die antike Formensprache bewahrt, sie aber zu einem neuen, bewusst symbolischen Ausdruck umgestaltet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Byzantinische und Christliche Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend möchte ich noch einen Hinweis auf das Museum geben. Es liegt sehr zentral in Athen. Die Adresse ist die <a href="https://maps.app.goo.gl/4wrRtXSKVnxSooZs7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leof. Vasilissis Sofias 22</a>. Die nächst gelegene Metro-Station ist Evangelismos. Etwas weiter entfernt ist der Syntagma-Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum beherbergt über 25.000 Objekte aus der Zeit vom 3. bis ins 20. Jahrhundert. Diese stammen hauptsächlich aus Griechenland, aber auch aus Kleinasien oder anderen Orten auf dem Balkan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintrittspreis beträgt 8 Euro (ermäßigt: 4 Euro). Dienstags ist das Museum geschlossen, ansonsten öffnet es um 8.30 Uhr und schließt um 15.30 Uhr. Weitere Informationen findest Du auf der <a href="https://www.byzantinemuseum.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Byzantinischen und Christlichen Museums</a>.</p>
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