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	<title>Deutschland Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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		<title>Petition zum Erhalt des griechischen Programms der Deutschen Welle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 03:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[eKathimerini]]></category>
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		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das griechischsprachige Programm der Deutschen Welle soll zum 1. Januar 2027 abgeschaltet werden. Aktuell läuft eine Petition an den Deutschen Bundestag, um das Programm trotz der Sparzwänge noch zu erhalten. Bitte mach mit. Danke.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/petition-zum-erhalt-des-griechischen-programms-der-deutschen-welle/">Petition zum Erhalt des griechischen Programms der Deutschen Welle</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bitte unterzeichne die&nbsp;<a href="https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2026/_02/_24/Petition_195590.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Petition zum Erhalt des griechisch sprachigen Programms</a>&nbsp;der Deutschen Welle. Du kannst noch bis zum 16. April 2026 unterschreiben. Die Eingabe an den Deutschen Bundestag ist die einzige Chance, das Aus für dieses wertvolle Programm zu verhindern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterschreibe die Petition zur Deutschen Welle! </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar wurde bekannt, dass die Deutsche Welle sein griechischsprachiges Programm zum 1. Januar 2027 beenden muss.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Radio-verbindet-Deutschland-und-Griechenland"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Radio-verbindet-Deutschland-und-Griechenland.jpg" alt="Radio verbindet Deutschland und Griechenland" class="wp-image-14319" style="width:400px" title="Radio verbindet Deutschland und Griechenland" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Radio-verbindet-Deutschland-und-Griechenland.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Radio-verbindet-Deutschland-und-Griechenland-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Radio-verbindet-Deutschland-und-Griechenland-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Radio verbindet Deutschland und Griechenland</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.ekathimerini.com/opinion/1296324/how-to-save-deutsche-welles-greek-service-and-why-it-matters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">eKathimerini</a> weist auf eine verheerende Wirkung dieser Maßnahme hin. Es gibt in der Europäischen Union Messungen der Pressefreiheit. Griechenland schneidet alles andere als gut ab. Das Programm der Deutschen Welle leistet in diesem Umfeld einen sehr positiven Beitrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt noch etwas anderes: Das Image Deutschlands. Während der Eurokrise nahmen die Griechen unser Land als dominierende Stimme gegen ihr Land wahr. Deutschland ordnete unangenehme Sachen an, Griechenland musste es ausführen. So war es (meiner Meinung nach) objektiv zwar nicht. Aber viele im Land empfanden es so. Selbst die Rolle Deutschlands im 2. Weltkrieg musste herhalten. Tsipras hat dieses furchtbare Kapitel der Geschichte z.B. in seinem Ochi-Referendum gezielt instrumentalisiert. Und damit hat er ein bei vielen Griechen vorhandenes Grundgefühl getroffen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Deutsche Welle steht in Griechenland für das gute Deutschland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der griechische Dienst der Deutschen Welle ist die Stimme der Freiheit und Wahrheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das zu erklären, möchte ich in die Zeit der Militärdiktatur zurück gehen. Die Presse ist gleichgeschaltet. Als Studenten im November 1973 das Polytechnio besetzen, betreiben sie von dort einen Radiosender. Die Armee stürmt das <a href="https://hellas.blog/17-november-1973-panzer-polytechnio-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Polytechnio am 17. November 1973</a>. Das freie Radio muss verstummen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sendet und die Griechen informiert? Das ist die Deutsche Welle. Der griechische Dienst des Senders lieferte ein engagiertes Programm, von dem alle Griechen etwas hatten. So etwas gab es aus anderen Ländern des freien Europas nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Goethe Institut und dem Deutschen Archäologischen Dienst ist die Deutsche Welle ein wichtiger Botschafter der deutschen Kultur. Ein Botschafter, der für die Griechen in schwierigen Zeiten da war.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Fehler in schwierigen Zeiten </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch jetzt sind die Zeiten nicht einfach. Kriege, Konflikte und Unsicherheiten prägen die Lage, insbesondere im östlichen Mittelmeer. Verschiedene Länder bieten griechischsprachiges Radio an. Darunter ist Russland, das seine Propaganda sehr erfolgreich verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Deutsche Welle bietet das wirksamste Gegenprogramm dazu: guter, sachlicher Journalismus. Keine Propaganda. Das in der heutigen Zeit aufzugeben ist der reine Wahnsinn!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bin ich der Meinung, dass die Petition zum Erhalt des Programms der Deutschen Welle für Griechenland unbedingt Erfolg haben muss. Dafür werbe ich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das griechische Programm der Deutschen Welle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst den&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.dw.com/el/">griechischen Dienst der Deutschen Welle im Internet</a>&nbsp;besuchen. Besonders interessant finde ich die Seiten zu&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.dw.com/el/%CE%B5%CE%BB%CE%BB%CE%AC%CE%B4%CE%B1/t-66282967">Griechenland</a>&nbsp;und&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.dw.com/el/%CE%BA%CF%8D%CF%80%CF%81%CE%BF%CF%82/t-66492546">Zypern</a>. Die Menschen aus diesen Ländern, die sich über unser Land informieren möchten, finden viel auf der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.dw.com/el/%CE%B3%CE%B5%CF%81%CE%BC%CE%B1%CE%BD%CE%AF%CE%B1/t-66177679">Seite zu Deutschland</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre wirklich sehr schade, wenn diese wichtige kulturelle Brücke Deutschlands in die Griechisch sprechende Welt abgebrochen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hinweis auf KI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte darauf hinweisen, dass ich das Bild zu diesem Beitrag mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz erstellt habe. Konkret war ChatGPT so nett, das Bild nach meinen Vorgaben zu generieren. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/petition-zum-erhalt-des-griechischen-programms-der-deutschen-welle/">Petition zum Erhalt des griechischen Programms der Deutschen Welle</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>35 Jahre deutsche Einheit</title>
		<link>https://hellas.blog/35-jahre-deutsche-einheit/</link>
					<comments>https://hellas.blog/35-jahre-deutsche-einheit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Burschenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Concordia]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenach]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. Oktober 2025 begehen wir 35 Jahre deutsche Einheit. In diesem Beitrag berichte ich von meinen Erinnerungen an diese Zeit und was sie  für mich bedeutet. Ausnahmsweise veröffentliche ich im Hellas Blog einen Beitrag ohne Bezug zu Griechenland. Ich bitte Euch dafür an diesem besonderen Tag um Verständnis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/35-jahre-deutsche-einheit/">35 Jahre deutsche Einheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Alle reden und schreiben über 35 Jahre deutsche Einheit. Heute ist der 3. Oktober 2025. Deutschland begeht den Tag der Wiedervereinigung seiner östlichen und westlichen Landeshälfte zur gemeinsamen Bundesrepublik Deutschland. Ich möchte den heutigen Tag für einen ganz eigenen und persönlichen Rückblick auf die Wiedervereinigung nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag geht es – untypisch für meinen Blog – nicht um Griechenland oder griechische Themen. Es geht ausschließlich um <a href="https://hellas.blog/tag/deutschland/">Deutschland</a>. Ich bitte Euch dafür um Nachsicht. Diese Zeilen sind mir ein persönliches Bedürfnis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Roland im November 1989</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich noch an den Tag der Grenzöffnung. Damals war Deutschland geteilt, im Osten gab es einen Staat namens &#8218;Deutsche Demokratische Republik&#8216;. Die Grenze war mit Mauer, Stacheldraht und Selbstschussanlagen gesichert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals war ich <a href="https://roland-richter.blogspot.com/2017/05/grundgesetz-von-ehre-freiheit-vaterland.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Soldat bei der Bundeswehr</a>. Im vierten Quartal 1989 war ich in Clausthal-Zellerfeld stationiert. Die ganze Zeit rumorte es schon im Gebiet der DDR. Die Menschen gingen auf die Straße und forderten Dinge, die für uns im Westen selbstverständlich waren. Sie wollten frei ihre Meinung sagen dürfen, ihre Regierung selbst wählen und verreisen können, ohne den eigenen Staat um Erlaubnis fragen zu müssen. Die Grenzöffnung brachte den Umbruch.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Roland-Richter-1989-bei-der-Bundeswehr"><img decoding="async" src="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEifovY2gURpo8WrLEQyGG2M0nekykS-xIqW3ArEAvJqpwHj_SEyDtLxJGwqcIwgD-cMBw0eaJ8-mdCzEPlhKiScDH1ddbyShkgo4M8NEu-aIm7YZJLWJwh2gQ7dpYEFnVIdWIhszwqYyzy7TNTIJcmVYj6eaLoonMXQYQJuZ6wFoKsA9YK7vt-emalH/w203-h320/bei%20ELOKA.jpg" alt="Roland Richter 1989 bei der Bundeswehr" style="width:200px" title="Roland Richter 1989 bei der Bundeswehr"/><figcaption class="wp-element-caption">1989 bei der Bundeswehr</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Umbruch traf mich ins Herz. Meine Familie väterlicherseits stammt aus Döbeln in Sachsen. Mein Vater blieb zunächst in der DDR, bekam später aber von der Staatssicherheit ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Er sollte studieren, die Bekanntschaft gewisser anderer Studenten machen und an die Stasi berichten. Ihm blieb nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Also fuhr er nach Berlin. Statt an der vorgesehenen Station auszusteigen, fuhr er weiter über die noch offene Grenze und war im Westen. So konnte er gemeinsam mit seinem Bruder dieser Situation entkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle seinen engeren Familienmitglieder waren da schon im Westen. Ich kann mich noch an Familientreffen erinnern, in der meine Großmutter (Jahrgang 1904) mit ihren Schwestern sächselte und einige jüngere Familienmitglieder taten es auch. Ich selbst bin in Norddeutschland aufgewachsen, daheim sprachen wir reines Hochdeutsch. Sächseln konnte ich nicht. Aber es zu hören, berührte mich doch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 9. November 1989 war ein Donnerstag. Als ich am Freitagmorgen aufwachte, machten die Neuigkeiten aus Berlin schnell die Runde. Die Offiziere warnten uns noch davor, von der neuen Reisefreiheit gen Osten Gebrauch zu machen. Man ging davon aus, dass die dortigen Sicherheitskräfte unseren Aufenthalt möglicherweise länger als gewünscht andauern lassen würden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Heimfahrt bei geöffneter Grenze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte ohnehin vor, nach Hause zu meinen Eltern zu fahren. So wie an jedem Wochenende. Unterwegs war ich mit dem eigenen Auto. Die ganzen Berichte in den Nachrichten hatte ich noch recht nüchtern aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann spielten sie im Radio Bridge Over Troubled Water von Simon and Garfunkel. Ich bin seitlich an den Straßenrand gefahren und hielt das Auto an. Jetzt brach es aus mir raus. Mir war klar, dass die Öffnung der Mauer zwangsläufig das Ende der SED-Diktatur bedeuten musste. Die Machthaber im Osten haben sich entschieden, die Demonstranten nicht zu erschießen und zu unterdrücken. Sie haben sich dem Willen des Volkes gebeugt. Die Öffnung der Grenze war erst der Anfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bridge Over Troubled Water ist das Lied, das für mich aus diesem Grund das Lied schlechthin anlässlich von 35 Jahre deutsche Einheit ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Menschen vollziehen die deutsche Einheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einheit kam bekanntlich auch. Es gab freie Wahlen. In deren Vorfeld war ich in Sachsen – konkret in Wurzen – unterwegs und habe dortige politische Freunde unterstützt. Als die Einheit am 3. Oktober 1990 in Berlin vollzogen wurde, fuhr ich gemeinsam mit einem Schulfreund dorthin und war vor dem Reichstag mit dabei. Mit wildfremden Menschen haben wir uns in den Armen gelegen. Menschen, die aus allen Teilen Deutschlands genau aus demselben Grund wie wir nach Berlin gekommen waren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Schwarz-Rot-Goldene-Fahnen-wehen-über-Eisenach"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Fahnen-in-schwarz-rot-gold-wehen-ueber-Eisenach.jpg" alt="Schwarz-Rot-Goldene Fahnen wehen über Eisenach" class="wp-image-9796" style="width:400px" title="Schwarz-Rot-Goldene Fahnen wehen über Eisenach" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Fahnen-in-schwarz-rot-gold-wehen-ueber-Eisenach.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Fahnen-in-schwarz-rot-gold-wehen-ueber-Eisenach-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Fahnen-in-schwarz-rot-gold-wehen-ueber-Eisenach-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">schwarz-rot-goldene Fahnen wehen über Eisenach</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn andere behaupten, dass nach der Feier der nationalen Einheit eine Katerstimmung aufgekommen sei, dann muss ich klar sagen, dass ich das nie so empfunden hatte. Ehe ich zur Bundeswehr ging, habe ich nämlich über eine Sache sehr gründlich nachgedacht: Im Konfliktfall müsste ich gegen Deutsche kämpfen, die in der NVA der DDR dienen würden. Diese Gefahr war mit dem Vollzug der Deutschen Einheit gebannt. Und darüber bin ich bis heute froh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich war die Einheit für viele Menschen mit Schwierigkeiten und auch Härten verbunden. Und damit meine ich nicht nur die Profiteure der SED-Diktatur. Dass mancher innerlich aufgegeben hat und mit der Entwicklung im vereinigten Deutschland nicht mitkenommen ist, finde ich sehr traurig. Die meisten Menschen in Deutschland haben aber ihren Weg gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist übrigens Eisenach der emotionale Ort geworden, der mit seiner Wartburg für viele guten Dinge steht, die Deutschland für mich ausmachen: Kultur (Sängerwettstreit), das Wort Gottes in der eigenen Sprache hören dürfen (Bibelübersetzung durch Martin Luther) und die Forderung nach politischer Freiheit und Einigkeit in Deutschland (Wartburgfest der Burschenschaft 1817).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb habe ich als Bild zu diesem Beitrag schwarz-rot-goldene Fahnen gewählt, die über Eisenach wehen. Im Hintergrund sehen wir die Wartburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Hinsicht mag jeder in Deutschland einen anderen emotionalen Bezugspunkt haben, der für ihn oder sie die deutsche Einheit symbolisiert. Da mögen die Meinungen so vielfältig sein wie unser Land. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit mangelnder Einheit hat das nichts zu tun, sondern mit Freiheit und Vielfalt. 35 Jahre deutsche Einheit sind für mich ein guter Anlass, für einen entspannten Umgang mit uns selbst und unserer Vielfalt zu werben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/35-jahre-deutsche-einheit/">35 Jahre deutsche Einheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Zwischen Heimat und Fremde</title>
		<link>https://hellas.blog/zwischen-heimat-und-fremde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jul 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Evros]]></category>
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		<category><![CDATA[Langada]]></category>
		<category><![CDATA[Leselust]]></category>
		<category><![CDATA[Markos-Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch Zwischen Heimat und Fremde von Kostas Kipuros und Suanne Grütz erzählt von Flüchtlingskindern, die ab 1946 nach Sachsen kamen. Die so genannten "Markos-Kinder" sind ein weitgehend unbekanntes Kapitel der deutsch-griechischen Beziehungen. Mit ihrem Buch ändern Susanne und Kostas das.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/zwischen-heimat-und-fremde/">Zwischen Heimat und Fremde</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Buch <em>Zwischen Heimat und Fremde</em> ist im Verlag der Griechenland Zeitung erschienen. Es behandelt die Geschichten von Markos-Kindern. Diese Kinder sind ein nicht so bekanntes Kapitel der deutsch-griechischen Beziehungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind die Markos-Kinder?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um zu verstehen, worum es geht, müssen wir nach Griechenland kurz nach Ende des 2. Weltkriegs blicken. Das Land ist innerlich zerrissen. Es es sollte schlimmer kommen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Zwischen-Heimat-und-Fremde"><img decoding="async" width="579" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Zwischen-Heimat-und-Fremde.jpg" alt="Zwischen Heimat und Fremde" class="wp-image-11762" style="width:300px" title="Zwischen Heimat und Fremde" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Zwischen-Heimat-und-Fremde.jpg 579w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Zwischen-Heimat-und-Fremde-217x300.jpg 217w" sizes="(max-width: 579px) 100vw, 579px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwischen Heimat und Fremde</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1946 und 1949 tobte in Griechenland der <a href="https://hellas.blog/tag/buergerkrieg/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bürgerkrieg</a>. Auf der einen Seite standen kommunistische Kräfte, die anderen hingen eher faschistischen oder monarchistischen Vorstellungen an. Ganz so plakativ ist es aber nicht. Die Konflikte verliefen quer durch die Familien und haben auch viele Aspekte jenseits des Politischen. Die Geschichte dieses Konflikts möchte ich hier nicht darstellen. Das würde den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist aber zu wissen, dass der Bürgerkrieg vor allem in Nord- und Mittelgriechenland ausgetragen wurde. Die Bevölkerung litt sehr, die Konflikte und Buchlinien gingen teils sogar durch Familien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kommunistischen Kämpfer sahen dieses Leid. Sie wollten vor allem die Kinder der Familien schützen, die sich ihnen angeschlossen hatten. Unter dem Kommando von Markos Vafiadis brachten sie tausende Kinder in andere sozialistische Staaten. Oft kamen sie zunächst nach Jugoslawien. Viele dieser Kinder brachte man dann in andere sozialistische Länder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines dieser Länder war der von Kommunisten beherrschte Teil Deutschlands, die DDR. Etwa 1.100 dieser Kinder fanden in Deutschland eine neue Heimat. Viele von ihnen landeten in Leipzig oder anderen Orten in Sachsen. Ein großer Teil lebt bis heute in unserem Land und hat bei uns eine neue Heimat gefunden. Das sind die Markos-Kinder, um die es in <em>Zwischen Heimat und Fremde</em> geht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichten der Markoskinder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über tausend Kinder kamen also nach Deutschland und mussten hier wohl oder übel eine neue Heimat finden. Einigen von ihnen gelang das sehr gut. Andere hatten ihre Schwierigkeiten. Susanne Grütz und Kostas Kipouros haben 27 Geschichten zusammengetragen, die damalige Kinder für dieses Buch verfasst haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schöne: Die Leser bekommen nicht nur einen deutschen Text. Der Untertitel des Buchs lautet Ανάμεσα σε πατρίδα και ξενιτά (Anamesa se patridia kä xenita). Und der Untertitel hält, was er verspricht. Das Buch ist vollständig zweisprachig. Auch griechisch sprachige Leser können so alles verstehen, was die Betroffenen aus ihrem Leben erzählen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Dimitrios</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist zum Beispiel Dimitrios (Seite 54), der am Evros lebte und dessen Familie sich mit der Zucht von Seidenraupen ernährte. Sein Vater und sein Onkel kämpften bei den Partisanen. Seine Mutter wurde ins Gefängnis gesperrt, jedoch auf &#8222;Bewährung&#8220; entlassen. Am Silvesterabend 1948 begann die Flucht. Sie gelang &#8211; zunächst nach Bulgarien. Im Sommer 1950 ging es dann weiter nach Deutschland. Er kam nach Radebeul, wo der Deutsch lernte und zur Schule ging. Es gab sogar die Chance, das Abitur machen. Ein Lehrer &#8211; Herr Ringen &#8211; engagierte sich für die 18 ausgewählten Kinder. Und er schaffte es, schloss Freundschaft auch mit deutschen Kindern und durfte später sogar Chemie studieren. Die Eltern sah er erst 1955 wieder, und Griechenland durfte er 1978 zum ersten Mal wiedersehen. Aber Deutschland blieb seine neue Heimat.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sacharoula</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist da Sacharoula, die aus dem kleinen Dorf Langada in Epirus stammt. Ihre Flucht war dramatisch. Sie brach gemeinsam mit ihrem Vater auf, zunächst ins Nachbardorf. Dort gab es einen Angriff der Royalisten, bei dem ihr Vater getötet wurde. Das war im Jahr 1949. Sacharoula war noch keine 10 Jahre alt, sie setzte ihre Flucht alleine fort. Schließlich landete auch sie in Radebeul. Innerlich blieb sie Griechenland verbunden, wenngleich sie erst 1975 wieder dorthin reisen und ihre Mutter wiedersehen konnte. Mit ihrem deutschen Lebenspartner Gerhard hat sie dann nach der Wende Griechenland intensiv bereisen und (neu) kennenlernen können. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Geschichten von Flucht und Menschen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Geschichten haben mich sehr berührt. Wenn ich einen Bericht gelesen habe, musste ich recherchieren, woher in Griechenland genau diese Menschen kamen und was sie erlebt haben müssten. Jeder Bericht ist fantastisch, echt und einzigartig. Durch meinen Vater &#8211; der selbst Sachse ist und als Flüchtling aus der DDR in den Westen kam &#8211; ahne ich, was diese &#8222;neuen Sachsen&#8220; innerlich durchgemacht haben. Sie sind eine Bereicherung für Deutschland. Alle Geschichten erzählen nicht nur von Flucht. Sie erzählen vor allem von wundervollen Menschen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolands Meinung zu Zwischen Heimat und Fremde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch ist eine Truhe mit 27 wertvollen Schätzen. So viele Erzählungen beinhaltet es, so viele Biografien, so viele Erlebnisse und so viel Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz ehrlich: Zwischen Heimat und Fremde hat mich gepackt. Ganz tief in mir hat jede Geschichte etwas ausgelöst. Ich konnte nicht einfach weiterlesen, wenn ich mit einer Geschichte durch war. So oberflächlich funktioniert das nicht. Ich habe mir auf der Landkarte angeschaut, wohin es die Kinder jeweils verschlagen hatte. Versucht habe ich, mir die damaligen Zeitumstände vorzustellen und das Gelesene einzuordnen. Jede Geschichte hat in mir etwas ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte ich diese Besprechung viel zeitnäher schreiben. Das hat nicht funktioniert. Beim Verlag der Griechenlandzeitung möchte ich mich dafür entschuldigen. Dieses Buch ist einfach zu gut, berührend und auch spannend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bist Du ein Griechenland-Fan, ein Mensch mit Herz und jemand, der sich für deutsch-griechische Geschichten interessiert? Dann ist dieses Buch etwas für Dich. Und falls Du so jemanden kennst, ist dieses Buch das ideale Geschenk. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Über die Autoren</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch stammt von Kostas Kipuros und Suanne Grütz. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Kostas Kipuros</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kostas</strong> ist ein Kind politischer Immigranten aus Griechenland, die in die damalige DDR kamen. Er wuchs in den 1960er Jahren in Radebeul und Leipzig auf. Für seine Eltern bedeutete die DDR ein Exil. Griechenland blieb ihre Heimat. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch seiner griechischen Großeltern, die 1964 in die DDR kamen. Das sollte das einzige mal bleiben, dass Kostas sie sieht. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Suanne-Grütz-und-Kostas-Kipuros"><img decoding="async" src="https://fotos.verwaltungsportal.de/news/4/4/6/7/4/1/gross/175561240.jpg" alt="Suanne Grütz und Kostas Kipuros" style="width:400px" title="Suanne Grütz und Kostas Kipuros"/><figcaption class="wp-element-caption">Suanne Grütz und Kostas Kipuros<br>(Bildquelle: Evangelische Kirche Bad Schmiedeberg)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kostas geht seinen Weg in der DDR. Er schließt die Schule ab und kann beim Berliner Rundfunk ein Volontariat machen. Anschließend darf er in Leipzig studieren und beginnt 1979 als Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung. Die untersteht der SED-Bezirksleitung und vertritt die Linie der Partei. Er sieht die Widersprüche, die das mit sich bringt. Seine Freiheit findet er in der Musik, er spielt in einer Band. Als seine Eltern 1987 nach Griechenland zurück gingen, entschloss Kostas sich zum bleiben. Familiär war das eine schwierige Situation. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wende 1989 verfolgt der Journalist mit Interesse und Hoffnung. Nach dem Fall der Mauer löst die Leipziger Volkszeitung sich von der SED. Kostas übernimmt jetzt die Leitung des Ressorts Außenpolitik. Er bleibt bei der Zeitung, auch nachdem sie von Springer und Madsack übernommen wurde. Bis 2016 bleibt er Redaktionsmitglied und geht dann in den Ruhestand. Heute lebt er in Leipzig und widmet sich seinen Projekten und vor allem der Musik. Auch mit Susanne Grütz spielt er in einer Band.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Susanne Grütz</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Susanne</strong> stammt aus Halle an der Saale. Seit 1977 lebt sie in Leipzig. Erlernt hat sie den Beruf der Schneiderin. Ihre Leidenschaft ist aber die Bühne. Seit 1984 ist Susanne sängerisch und schauspielerisch tätig. Ihren Durchbruch in der DDR schaffte sie 1985 mit mehreren Preisen beim nationalen Chanson-Festival in Frankfurt an der Oder. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So arbeitet mit vielen Musikern und Komponisten zusammen. Auch für Susanne  bedeutet die Wende 1989 ein Aufbruch. Mit ihrer eigenen Band &#8222;Suzie Fox&#8220; tritt sie auf, und auch in vielen anderen Formationen ist Susanne auf der Bühne aktiv. Sie ist Musikerin mit Leib und Seele, ihr Repertoire ist der vielfältig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sie ist mehr als nur eine Sängerin. Als Gesangs- und Stimmbildnerin unterstützt sie andere bei dem Schritten auf die Bühne. Als gelernte Schneiderin berät sie auch in Sachen Outfit. Ihre Bühnengarderobe kreiert sie selbst und unterstützt auch andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du magst, besuch doch einfach mal <a href="https://www.susannegruetz.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Susannes Homepage</a> oder ihren <a href="https://www.youtube.com/@susannegruetz6685" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YouTube Kanal</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo kann ich &#8222;Zwischen Heimat und Fremde&#8220; kaufen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du bekommst dieses Buch prinzipiell in jeder Buchhandlung und auch im Online-Handel. In der Handlung vor Ort wirst Du wahrscheinlich es aber bestellen müssen. Das sollte aber kein Problem sein. Im <a href="https://www.griechenland.net/shop/b%C3%BCcher" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buchshop der Griechenland Zeitung</a> kannst Du es auch direkt bestellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf seiner Homepage findest Du auch&nbsp;<a href="https://www.griechenland.net/shop/b%C3%BCcher/product/zwischen-heimat-und-fremde" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationen und Leseproben</a> zum Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du das Buch kaufen, dann brauchst Du diese Informationen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zwischen Heimat und Fremde</li>



<li>von Kostas Kipuros und Suanne Grütz</li>



<li>erschienen: 1. Dezember 2024</li>



<li>ISBN: 978-3990210543</li>



<li>Das Buch ist erschienen im&nbsp;<a href="https://www.griechenland.net/shop/b%C3%BCcher" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verlag der Griechenland Zeitung</a></li>



<li>Preis: 24,80 Euro</li>



<li>311 Seiten</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mich hat das Buch wirklich sehr berührt. Als ich es bekam dachte ich, dass ich schnell mal eben eine Rezension schreibe. Weit gefehlt. Jede Seite und jedes der darin enthaltenen Erlebnisse früherer Markos-Kinder haben mich sehr berührt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Susanne und Kostas haben einen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gO9lbkbyME4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dokumentarfilm zu &#8222;Zwischen Heimat und Fremde&#8220;</a> gedreht. Du kannst ihn Dir auf Susannes YouTube Kanal anschauen. Er ist eine fantastische Ergänzung zum Buch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/zwischen-heimat-und-fremde/">Zwischen Heimat und Fremde</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Abgusssammlung ist ein heißer Tipp für den Sommer 2025 in Göttingen</title>
		<link>https://hellas.blog/sommer-2025-abgusssammlung-goettingen/</link>
					<comments>https://hellas.blog/sommer-2025-abgusssammlung-goettingen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2025 23:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[2025]]></category>
		<category><![CDATA[Abguss]]></category>
		<category><![CDATA[Abguss-Sammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Abgusssammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Abgusssammlung Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Sommer 2025 solltest Du einen Besuch in der Abgusssammlung der Uni Göttingen machen. Sie ist an jedem Sonntag für das Publikum geöffnet.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Institut Göttingen hat eine hervorragende Abgusssammlung, bei der sich ein Besuch auch im Sommer 2025 echt lohnt. Sie ist an jedem Sonntag für das Publikum geöffnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jeden Sonntag ist die Abgusssammlung ab 11 Uhr geöffnet</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Aphaiasaal-in-der-Abgusssammlung-Göttingen"><img decoding="async" width="437" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Goettingen-Abgusssammlung-Aphaiasaal-1.jpg" alt="Aphaiasaal in der Abgusssammlung Göttingen" class="wp-image-11611" style="width:250px" title="Aphaiasaal in der Abgusssammlung Göttingen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Goettingen-Abgusssammlung-Aphaiasaal-1.jpg 437w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Goettingen-Abgusssammlung-Aphaiasaal-1-164x300.jpg 164w" sizes="(max-width: 437px) 100vw, 437px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aphaiasaal der Abgusssammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die findest die Abgusssammlung im Gebäude des Archäologischen Instituts im <a href="https://maps.app.goo.gl/vkVdBVgyu1xbB6TVA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nikolausberger Weg 15</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sommer gibt es noch zwei besondere Führungen, auf die ich Euch hinweisen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>29. Juni, 15 Uhr</strong><br>Laura Lohmann<br>Brutal schön: Die Darstellung von Gewalt in der antiken Bildkunst</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13. Juli, 15 Uhr</strong><br>Iris Depreux<br>Aphrodite oder Amazone? Frauenbilder in der Antike</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abgusssammlung Göttingen ist auch im Sommer 2025 an jedem Sonntag zwischen 11 Uhr und 16 Uhr geöffnet. Wenn Du sie besichtigen möchtest, solltest Du mindestens eine Stunde Zeit mitbringen und die Kunstwerke auf Dich wirken lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du mehr über diese ganz besondere Sammlung wissen? Dann lies bitte meinen <a href="https://hellas.blog/sammlung-gipsabguesse-antiker-skulpturen-goettingen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag über die Abgusssammlung in Göttingen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst war zuletzt im Dezember 2024 in der Abgusssammlung. Der Eintritt hat mich 2 Euro gekostet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Worum geht es bei dieser Sammlung?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An der Uni Göttingen ist zum ersten mal überhaupt eine Fachvorlesung für Archäologie angeboten worden. Der Initiator war Christian Gottlob Heyne. Denkt an ihn und die Archäologie, wenn Ihr in Göttingen am nach <a href="https://maps.app.goo.gl/5vvKaNNhchCyYFfg6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heyne benannten Ufer</a> spazieren geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1763 unterrichtete Heyne in Göttingen Klassische Philologie, auch leitete er die Uni-Bibliothek. Offiziell war er als Professor für &#8222;Poesie und Beredsamkeit&#8220; angestellt. Aber das alleine reichte ihm nicht. Er unterrichtete auch Archäologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Vorlesungen hielt Heyne in der Bibliothek. Dort waren antike Kunstwerke auf kostbaren Stichen abgebildet. Heyne nutze diese, um seinen Studenten das Thema seiner Vorlesungen auch optisch deutlich zu machen. Diese Stiche hatten in etwa die Funktion, wie sie eine Power Point Präsentation heute haben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur merkte Heyne allzu schnell, dass diese Kupferstiche alleine nicht ausreichten. Die Studenten konnten sich damit keine dreidimensionale Vorstellung von den Kunstwerken machen, um die es in seinen Vorlesungen ging. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1765 begann er damit, Gipsabdrücke von griechischen und römischen Skulpturen zu erwerben. Das war der Beginn der Sammlung, die wir heute im Archäologischen Institut sehen können.</p>
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		<title>Die deutsch-griechische Freundschaft ist eine Herzensangelegenheit</title>
		<link>https://hellas.blog/die-deutsch-griechische-freundschaft-ist-eine-herzensangelegenheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 May 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[König Otto I.]]></category>
		<category><![CDATA[Mavrodaphne]]></category>
		<category><![CDATA[Wassos Andrikopoulos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gastautor Wassos Andrikopulos beschreibt, wie er die deutsch-griechische Freundschaft als seine Herzensangelegenheit empfindet. Ich freue mich, dass ich seinen Beitrag im Hellas Blog veröffentlichen darf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-deutsch-griechische-freundschaft-ist-eine-herzensangelegenheit/">Die deutsch-griechische Freundschaft ist eine Herzensangelegenheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wassos Andrikopoulos schreibt in einem Gastbeitrag über die deutsch-griechische Freundschaft, die für ihn eine Herzensangelegenheit ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was macht die Herzensangelegenheit namens deutsch-griechische Freundschaft aus?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Warum gibt es Facebook-Gruppen wie <a href="https://www.facebook.com/groups/griechenlandvonganzemherzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Griechenland von ganzem Herzen</a>, <a href="https://www.facebook.com/groups/399947613474771/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Griechenland aus &amp; mit Leidenschaft</a> oder die <a href="https://www.facebook.com/groups/132783067345376/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tageschronik Griechenland</a>? Ich gehe davon aus: Es war nicht nur die Gyrosplatte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="deutsch-griechische-Freundschaft"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/deutsch-griechische-Freundschaft.jpg" alt="deutsch-griechische Freundschaft" class="wp-image-11428" style="width:400px" title="deutsch-griechische Freundschaft" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/deutsch-griechische-Freundschaft.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/deutsch-griechische-Freundschaft-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/deutsch-griechische-Freundschaft-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Fahnen von Deutschland und Griechenland als Symbol der deutsch-griechischen Freundschaft (KI-Bild)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung reicht viel weiter zurück, als wir manchmal auf dem Schirm haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beginnt schon mit der <a href="https://hellas.blog/die-fahne-griechenlands/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Flagge</a>, deren Farben – wie durch ein Band der Geschichte – auch in Bayerns Blau und Weiß leuchten. Ein Symbol für eine alte Verbundenheit: Otto von Wittelsbach, der erste König des modernen Griechenlands, war ein Bayer. Und so begann eine besondere Beziehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Helden der Antike – ob Latein oder Altgriechisch – begegneten mir nicht in Athen, sondern im deutschen Schulunterricht. Lange bevor TUI und Neckermann unsere Strände entdeckten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mavrodaphne, jener süße, dunkle Wein, war oft der erste Gruß aus Hellas auf deutschen Esstischen – samt Mythos, Musik und Melancholie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Brauereien oder Nationalbanken, Könige oder Kaufleute – wir haben uns begegnet, gestritten, gegründet und geliebt. Wie in einem guten Moussaka: Schichten von Geschichte, Gewürze des Lebens – und oben drüber eine Prise Humor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aber es gibt auch bittere Zutaten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung im Zweiten Weltkrieg, tiefe Wunden, wie etwa am 20. Mai, dem Tag der Schlacht um Kreta – ein tragisches Kapitel, das Deutsche und Griechen in Schmerz, aber auch in Erinnerung verbindet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Kalavryta"><a href="https://hellas.blog/kalavryta-massaker/"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Nie-wieder-Krieg-Frieden.jpg" alt="Kalavryta (Foto: Sabine Kersten-Mu" class="wp-image-5757" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Nie-wieder-Krieg-Frieden.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Nie-wieder-Krieg-Frieden-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Nie-wieder-Krieg-Frieden-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Inschrift mit Friedensmahnung am Hügel in <a href="https://hellas.blog/kalavryta-massaker/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kalavryta</a> <br>(Foto: Sabine Kersten-Mutter)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und dennoch: Wir haben immer wieder zueinander gefunden. Griechenland, ein Land, das unter der Besatzung litt, war mit dabei beim Wiederaufbau Deutschlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gastarbeiter kamen – mit ihrer Kultur, ihrem Essen, ihrer Sprache, ihrer Musik. Sie arbeiteten hart – und in ihren Wohnungen standen: Bosch, Siemens, AEG, Grundig, Blaupunkt. „Made in Germany“ war Teil ihres Stolzes. Nicht USA, nicht Britain – sondern Germany.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Austausch begann, auch mit Altgriechisch, dem Schulwissen, das auf einmal Leben bekam, wenn man in Athen auf den Spuren von Akropolis, Delphi, Olympia wanderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratie, der hippokratische Eid, die Olympischen Spiele – große Wörter, lebendig zwischen Tavernentisch und Tempelsäule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche fuhren als Touristen, andere kamen als Liebende – viele blieben als Familie. Zwischen Melancholie, Euphorie und einem Glas Ouzo entstand oft mehr als nur Urlaub.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die deutsch-griechische Begegnung ist besonders</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begegnung von Deutschen und Griechen ist ganz eigen. Sie ist nicht wie zwischen Briten und Griechen oder Franzosen und Griechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist nah. Sie ist laut. Sie ist herzlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist Dimi: ein Frappé geht immer. Oder Georg – halb Grieche, halb Deutscher, voller Hesse und voller Helene. Wolf Rüdiger baut am Rhein Brücken – nicht nur über Wasser, sondern über Welten. Und Thomas spricht mit Herzblut über die Geschichte Griechenlands spricht. Roland schreibt mit totaler Leidenschaft Blogs über Griechenland, die klug, unterhaltsam und tiefgründig sind – und unsere Heimat den Leserinnen und Lesern näherbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil Horst Schwarz, Reisejournalist mit Begeisterung, Griechenland gelebt und geliebt hat – mit wachem Blick, ehrlicher Neugier und Respekt für Menschen und Kultur. Und weil <a href="https://hellas.blog/klaus-boetig/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klaus</a>, der leider verstorben ist, mit seinen Artikeln und Beschreibungen ein leuchtender Botschafter Griechenlands war. Seine Worte bleiben. Seine Liebe lebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rehakles und andere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es da noch einen: Otto Rehhagel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="2004-wird-Griechenland-Fußball-Europameister"><img decoding="async" src="https://editorial.uefa.com/resources/0254-0d7cd9b4f7c8-39411f22ffb7-1000/format/wide1/otto_rehhagel_greece_.jpeg?imwidth=2048" alt="2004 wird Griechenland Fußball-Europameister" style="width:400px" title="2004 wird Griechenland Fußball-Europameister"/><figcaption class="wp-element-caption">2004 wird Griechenland Fußball-Europameister<br>(Bildquelle: UEFA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner charmant-brummigen Art wurde er zum griechischen Ehrenbürger – und zum Europameistermacher 2004. Ganz Hellas hat’s gefeiert: mit Tanz, mit Tränen – und mit einem Schluck Mavrodaphne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn wir schon beim Feiern sind: Udo Jürgens sang vom griechischen Wein, der – seien wir ehrlich – in keiner deutschen Eckkneipe fehlte, wenn’s sentimental wurde. Costa Cordalis besang Anita, irgendwo zwischen Mykonos und Mallorca, und Nana Mouskouri flüsterte uns ein sanftes „Guten Morgen, Sonnenschein“ ins Ohr. Vicky Leandros fuhr mit Theo nach Lodz, aber ihr Herz blieb immer zwischen Bouzouki und Bleistiftrock in Athen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Lieder waren nicht nur <a href="https://hellas.blog/tag/schlager/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schlager</a> – sie waren musikalische Mosaiksteine unserer deutsch-griechischen Seele. Schamlos emotional. Herzlich kitschig. Und mit jeder Note ein Stück Freundschaft auf Vinyl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich sind wir nicht perfekt. Wir tanzen vielleicht zu viel, essen zu spät, parken kreativ und verabschieden Gesetze, die Germanen verwirren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir haben ein Herz.<br>Ein großes.<br>Für unsere deutschen Freunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir manchmal andere Wege gehen – versteht uns. Wir Griechen sind vielleicht temperamentvoll, aber wir sind treu. Wir erinnern uns. An die guten Zeiten. An die schweren.<br>Und an das, was uns verbindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb gibt es diese Facebook-Gruppen. Deshalb wird gepostet, gekocht, gelacht, diskutiert. Deshalb lebt die Freundschaft. Mit Herz. Mit Seele. Mit Geschichte. <br>Auf Augenhöhe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-deutsch-griechische-freundschaft-ist-eine-herzensangelegenheit/">Die deutsch-griechische Freundschaft ist eine Herzensangelegenheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Griechischer Spargel ist in Deutschland ein Produkt im Supermarkt</title>
		<link>https://hellas.blog/griechischer-spargel-ist-in-deutschland-ein-produkt-im-supermarkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Edessa]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Spargel]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Wassos Andrikopoulos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Deutschland wird griechischer Spargel derzeit in fast jedem Supermarkt angeboten. Im Premium-Segment kostet er 6,99 Euro, beim Discounter weniger. Lies dazu den Gastbeitrag von Wassos Andrikopoulos.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/griechischer-spargel-ist-in-deutschland-ein-produkt-im-supermarkt/">Griechischer Spargel ist in Deutschland ein Produkt im Supermarkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>In Deutschland wird griechischer Spargel derzeit in fast jedem Supermarkt angeboten. Das kann man gut finden oder nicht. Ich mag Spargel und habe mir bislang nur wenig dabei gedacht, wenn er aus dem Ausland kam. So lange es einen Spargel aus der Region gibt, ist das für mich in Ordnung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://hellas.blog/tag/wassos-andrikopoulos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wassos Andrikopoulos</a> wirft in einem Gastbeitrag für den Hellas Blog einen kritischen Blick auf die Sache mit dem griechischen Spargel. Als ich seine Zeilen gelesen habe bin ich in einen sehr guten Supermarkt in Wiesbaden gegangen und sah dort, dass griechischer Spargel nach Deutschland gebracht und angeboten wurde. Das Bündel kostet 6,99 Euro. Das ist genau den Preis, den Wassos in seinem Beitrag mitteilt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Lest seinen Artikel und denkt an die Reise, die griechischer Spargel unternehmen muss, ehe er in deutschen Kochtöpfen landet.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Griechischer Spargel im deutschen Supermarkt – Ein Preiskampf auf Kosten der Arbeiter?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein kritischer Bericht von Vasili, dem schwäbischen Griechen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In deutschen Supermärkten findet sich seit einigen Jahren immer häufiger griechischer Spargel. Die Preise variieren dabei erheblich: Während derselbe Spargel einer griechischen Firma im Feinkostsegment für 6,99 Euro pro Kilo angeboten wird, liegt er beim Discounter für gerade einmal 3,49 Euro im Regal. Doch wie kommt diese Preisdifferenz zustande? Und wer zahlt am Ende den wahren Preis – die Verbraucher oder die griechischen Arbeiter?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Schattenseite des griechischen Spargelbooms</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland, insbesondere die Region um <a href="https://maps.app.goo.gl/gg9gUqxFdJ2SVezz7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Edessa</a>, hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Produzenten von Spargel entwickelt. Die klimatischen Bedingungen erlauben eine frühere Ernte als in Deutschland, was den griechischen Exporteuren einen saisonalen Vorteil verschafft. Doch die niedrigen Preise sind kein Zufall – sie basieren auf einem System, das auf billiger Arbeit, ungleichen Marktbedingungen und fragwürdigen Transportwegen aufbaut.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitsbedingungen: Niedriglöhne und wenig Schutz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lohnkosten in der griechischen Landwirtschaft sind im europäischen Vergleich erschreckend niedrig. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="griechischer-Spargel-in-einem-deutschen-Supermarkt"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Griechischer-Spargel-Maerz-2025.jpg" alt="griechischer Spargel in einem deutschen Supermarkt" class="wp-image-11169" style="width:400px" title="griechischer Spargel in einem deutschen Supermarkt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Griechischer-Spargel-Maerz-2025.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Griechischer-Spargel-Maerz-2025-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">griechischer Spargel in einem deutschen Supermarkt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein landwirtschaftlicher Arbeiter verdient in Edessa zwischen 730 und 1.140 Euro im Monat – das ist oft nicht einmal die Hälfte dessen, was Saisonarbeiter in Deutschland verdienen. Die griechischen Betriebe profitieren von niedrigen gesetzlichen Mindestlöhnen, während in Deutschland ein Stundenlohn von mindestens 12,82 Euro gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt: Viele landwirtschaftliche Arbeiter in Griechenland sind Saisonkräfte aus Albanien oder Bulgarien, die unter prekären Bedingungen arbeiten. Arbeitsverträge sind oft befristet oder existieren nur auf dem Papier. Sozialleistungen? Fehlanzeige. Arbeitsschutzmaßnahmen? Oft nur rudimentär vorhanden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Transportunternehmen: Ein hartes Geschäft mit hohen Risiken</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Element, das den günstigen Preis griechischen Spargels in Deutschland ermöglicht, sind die Transportbedingungen. Der Transportweg von Edessa nach Deutschland erfolgt über zwei Hauptstrecken:</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Der direkte Landweg über den Balkan – günstiger, aber zeitintensiver und mit hohen Mautgebühren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Der Seeweg über Igoumenitsa und Italien – schonender für die Fahrzeuge, aber mit teuren Fährkosten verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Routen sind für griechische Speditionen ein finanzieller Drahtseilakt. Viele Transportunternehmen kämpfen mit steigenden Dieselpreisen und hohen Mautgebühren, während die großen Einzelhändler den Preis drücken. Die Folge: Griechische Fahrer arbeiten oft unter schlechten Bedingungen, müssen lange Lenkzeiten auf sich nehmen und haben kaum Planungssicherheit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Supermarktpreise: Wer profitiert wirklich?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konsument in Deutschland sieht im Supermarkt nur den Endpreis: 6,99 Euro für Premium-Spargel, 3,49 Euro beim Discounter – doch die Herkunft ist dieselbe. Dieselbe griechische Firma, dieselbe Anbauregion.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie kommt diese Preisspanne zustande?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Marketing &amp; Positionierung: Hochpreisige Supermärkte vermarkten den Spargel als „exklusive Importware“, während Discounter ihn als günstige Alternative zum deutschen Spargel anbieten.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mengenrabatte &amp; Preisdruck: Große Handelsketten nutzen ihre Marktmacht, um griechische Erzeuger zu immer niedrigeren Preisen zu zwingen.</li>



<li>Transportoptimierung: Einige Speditionen fahren mit geringeren Sicherheitsstandards oder nutzen osteuropäische Subunternehmer, um Kosten zu senken.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis: Während der Verbraucher glaubt, ein Schnäppchen zu machen, bleibt der eigentliche Gewinn bei den Handelskonzernen hängen – nicht bei den griechischen Bauern oder Arbeitern.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Ein System, das auf wackligen Beinen steht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der griechische Spargel in deutschen Supermärkten ist ein Beispiel für die Mechanismen des globalen Agrarmarkts: Niedrige Löhne, harte Arbeitsbedingungen und ein gnadenloser Preiskampf bestimmen das Geschäft. Die Frage ist, wie lange dieses System noch funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn griechische Landwirte weiterhin unter Druck gesetzt werden, wenn Arbeitskräfte fehlen und wenn Transportkosten weiter steigen, könnte der Preis für griechischen Spargel bald nicht mehr nur in Euro, sondern in der Zukunftsfähigkeit einer ganzen Branche bezahlt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann stellt sich die Frage: Ist der billige Spargel aus Griechenland wirklich ein Gewinn – oder nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Ausbeutung? </p>
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		<title>Archäologisches Museum Frankfurt</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-museum-frankfurt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Nida (römische Stadt)]]></category>
		<category><![CDATA[Steinzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch Frankfurt am Main hat ein Archäologisches Museum. Hier siehst Du Funde von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter. Die Antikensammlung hat unter anderem ganz hervorragende Funde aus dem antiken Griechenland und dem griechischen Kulturkreis.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auch Frankfurt hat ein Archäologisches Museum. Zu sehen sind Artefakte, die zwischen der Steinzeit und dem frühen Mittelalter entstanden sind. Griechenland-Fans kommen in der hervorragenden Sammlung antiker Keramiken auf ihre Kosten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In den Räumlichkeiten des ehemaligen Karmeliterklosters hat die Stadt Frankfurt ihr archäologisches Museum eingerichtet. Dazu kommt ein moderner Anbau.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt" class="wp-image-10850" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Museum Frankfurt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest das Museum im westlichen Bereich der Altstadt von Frankfurt. Vom Willy-Brandt-Platz und auch vom Römer aus ist es zu Fuß gut zu erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Sammlung des Museums eine eigene Abteilung des Historischen Museums von Frankfurt. Frankfurter Büger haben dieses Museum 1877/78 gegründet, um die Kultur- und Kunstaltertümer aus Frankfurt und Umgebung zu erhalten. Schnell gesellten sich auch Antiken aus dem Mittelmeerraum hinzu. So kam es, dass die Archäologische Abteilung im Jahr 1937 in ein eigenes Museum für Vor- und Frühgeschichte überführt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war das heutige Archäologische Museum gegründet. Seinen heutigen Namen erhielt es im Jahr 2002. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwerpunkt des Museums ist die Geschichte Frankfurts und Umgebung in den archäologisch relevanten Epochen. Darüber hinaus besitzt es eine Ausstellung zum Vorderen Orient sowie eine beeindruckende Antikensammlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der alte Teil des Gebäudekomplexes ist ein früheres Kloster. Von 1246 bis 1803 lebten hier Mönche des Karmeliterordens. Im Jahr 1803 wurde das Kloster säkularisiert und befindet sich seit dem im Besitz der Stadt Frankfurt. Neben dem Museum hat heute das Institut für Stadtgeschichte hier seinen Sitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Antikensammlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum besitzt eine Sammlung von Antiken, die zwischen der Bronzezeit und der römischen Republik entstanden sind. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Antikensammlung" class="wp-image-10863" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Antikensammlung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Antikensammlung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antikensammlung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Stücke aus Griechenland und Kleinasien bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Ab Exponaten aus Großgriechenland (Süditalien), von den Etruskern und aus anderen Gegenden Italiens kannst Du den enormen Einfluss der griechischen Kultur auch auf der italienischen Halbinsel sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ältesten Objekte stammen aus der mykenischen Zeit. Aus dem antiken Griechenland sehen wir sowohl rotfigurige als auch weißfigurige Keramiken. Ich fand es faszinierend zu sehen, wie Etrusker und andere Völker Italiens diese Kunstform für sich übernommen haben. Das dokumentiert die engen Beziehungen zwischen Griechenland und Italien und den enormen Einfluss der griechischen Kultur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich haben vor allem die vielen Szenen der Mythenwelt und des Alltags angesprochen, die auf einigen Stücken zu sehen sind. Sowohl die Malereien auf den Keramiken als auch die figürlichen Darstellungen von Göttern und gewöhnlichen Menschen regen meine Fantasie an. Denn ich bekomme eine Vorstellung davon, wie die Menschen der Antike ihre Welt wohl wahrgenommen haben mögen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich bei antiker Gebrauchskeramik immer wieder fasziniert: Einige Stücke würde auch heute als Designerobjekt auf Interesse stoßen. Das zeigt, dass guter Geschmack in alltäglichen Dingen ein Merkmal der Menschen wohl aller Epochen ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Von der Bronzezeit über die Antike, von Hellas bis zu den Etruskern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich gesagt wusste ich nicht, dass ich mir Keramiken aus der Bronzezeit im Museum anschauen kann. Die Exemplare können sich sehen lassen. Ähnliches habe ich im <a href="https://hellas.blog/museum-des-praehistorischen-thera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum des Prähistorischen Thera</a> oder im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> gesehen. Mit anderen Worten: Wunderbare Exemplare.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hatte es zum Beispiel eine Kanne angetan, die aus dem 13. Jahrhundert vor Christus stammt. Sie wurde in Attika gefunden und auf ihr ist ein wunderbarer Tintenfisch gemalt. Um die Zeit von 430/420 v.Chr. datieren die Archäologen einen Rython in Form eines Kopfes. Auf anderen Keramiken sieht man die Szene eines Gelages. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm Dir etwas Zeit für diese Stücke. Lass Deine Phantasie spielen und stell Dir vor, wie die antiken und bronzezeitlichen Griechen ihre Welt gesehen haben mögen. Nicht nur als Griechenland-Fan wirst Du feststellen, dass Frankfurt und sein Archäologisches Museum jeden Besuch wert sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alter Orient</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oberhalb der griechisch-römischen Antikensammlung findest Du im Neubau die Sammlung Alter Orient. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-Sammlung-Alter-Orient"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Sammlung Alter Orient" class="wp-image-10875" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Sammlung Alter Orient" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Sammlung-Alter-Orient-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Alter Orient</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier siehst Du vor allem Kleinkunst aus dem Iran, aber auch Fundstücke aus Anatolien und Syrien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Exponate sind faszinierend. Aus der Zeit zwischen 1.200 v.Chr. und 800 v.Chr. stammen Schnabelkannen und Gefäße in Tierform, die ich so bisher noch nicht gesehen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann siehst Du hier auf Bronzen, die aus Luristan stammen. Luristan ist eine Landschaft im Nordwesten des Iran. Die gezeigten Objekte gehören mit zu dem Besten, dass die Kunst des Bronzegießens in der Frühzeit hervorgebracht hat. Welchem Volk wir die Bronzen verdanken, weiß man leider nicht. Die im Archäologischen Museum Frankfurt zu sehenden Bronzen werden zwischen 1.300 v.Chr. und 600 v.Chr. datiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass diese Bronzen in Frankfurt zu sehen sind, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Im Westen kenne ich sie sonst nur aus dem British Museum oder dem Louvre. Die besten Stücke sind im Iranischen Nationalmuseum in Teheran zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Römerzeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Zeit des Imperium Romanum gab es im Nordwesten der heutigen Stadt Frankfurt/Main eine Stadt namens Nida. Sie war der Hauptort der Civitas Taunensium, der römischen Verwaltungseinheit in diesem Gebiet. Heute liegt hier Heddernheim.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-Römerzeit"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: Römerzeit" class="wp-image-10877" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: Römerzeit" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-Roemer-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Römerzeit</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl aus Nida selbst als auch der weiteren Umgebung hat man viele tolle Funde gemacht, die in der Sammlung zur Römerzeit zu sehen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei meinem Besuch sind mir die vielen Fundstücke zum Kult des Mithras. Diese römische Gottheit hat ihre Wurzeln in Persien und galt zeitweise als &#8222;die Konkurrenz&#8220; schlechthin für das aufkommende Christentum. Auch im römisch besetzten Germanien gab es viele Orte, an denen die Römer Mithras verehrt haben. Im Archäologischen Museum ist sogar ein kleiner Kultort nachgebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich auffällig sind auch die Jupiter-Säulen. In der Fachsprache nennt man sie Jupitergigantensäulen. Mir persönlich ist das Wort zu lang. Die meisten von ihnen hat man im 2. und 3. Jahrhundert n.Chr. in der Provinz Obergermanien aufgestellt. Meist sind diese Säulen 4 m hoch, es gibt aber auch deutlich höhere Exemplare. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann hat es natürlich viele Funde von Keramiken und anderen Gebrauchsgegenständen gegeben. Auch diese sind in dieser Sammlung zu sehen. Ich fand auch die Münzfunde sehr interessant, die man in der Gegend gemacht hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Frühes Mittelalter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die weitere große Sammlung führt uns in der Zeit des Überganges von der römischen Herrschaft zur Eigenständigkeit der germanischen Völker in der Region. Sie markiert den Umbruch von der Antike in das Mittelalter.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Frankfurt:-frühes-Mittelalter"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter.jpg" alt="Archäologisches Museum Frankfurt: frühes Mittelalter" class="wp-image-10878" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Frankfurt: frühes Mittelalter" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-fruehes-Mittelalter-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">frühes Mittelalter</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Epoche brachte große kulturelle Veränderungen mit sich. Wir treffen auf Alamannen und Franken, die in der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert n.Chr. und dem 7. Jahrhundert n.Chr. in der Region ihre Spuren hinterlassen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Anfang machten hier die Alamannen, die das Rhein-Main Gebiet über gut 250 Jahre geprägt haben. Die fränkischen Merowinger übernahmen dann die Herrschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt uns direkt in die Anfänge der heutigen Stadt Frankfurt. Deren Name ist erstmals am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen erwähnt worden. In diesem Jahr versammelten sich in der fränkischen Königspfalz wichtige Kirchenvertreter zur Synode von Frankfurt.  Das war der Schlusspunkt der Entwicklung. Wir sehen Fundstücke aus der Region, aus denen wir viel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich das absolute Highlight des gesamten Museums ist die Frankfurter Silberinschrift. Dabei handelt es sich um ein 3,5 cm großes Silberamulett, in dem eine dünne Silberfolie eingerollt war. Dank moderner Technik konnte deren Inschrift entziffert werden. Die Forscher haben einen christlichen Text lesen können. Dieses Amulett stammt aus einem Grab, das zwischen 230 n.Chr. und 260 n.Chr. angelegt worden ist. Damit ist es der früheste Nachweis für die Anwesenheit des Christentums nördlich der Alpen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Artefakte und Ausstellungsbereiche des Museums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das nach meiner Wahrnehmung älteste Artefakt im Museum ist ein Faustkeil, den man in Bergen-Enkheim gefunden hat. Sein Alter wird mit 200.000 Jahren angegeben. Eine genauere Bestimmung ist wohl nicht möglich. Der Faustkeil beweist, wie lange schon Menschen in der Region in der Region aktiv sind. Ich bin geflasht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich erfährst Du auch sehr viel über das Karmeliterkloster selbst. Neben den Jupiter-Säulen sind zwei Vitrinen mit Artefakten, die dem Kloster zuzuordnen sind. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass es sie gibt. Infolge der Säkularisierung ist viel Inventar des Klosters &#8222;verloren&#8220; gegangen. Dann kam der zweite Weltkrieg. Das Kloster wurde durch Bomben schwer beschädigt, was den Verlust der meisten bis dahin erhalten gebliebenen Artefakte bedeutete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig faszinierend ist die Sonderausstellung Aenigma 2.0. Sie ist seit dem 14. Oktober 2024 geöffnet und endet am 23. März 2025. Zu sehen sind so genannte Brotlaibidole. Das sind kleine Tonobjekte, die in Form eines Brotlaibs hergestellt wurden und die verziert oder markiert sind. Sie waren in der frühen Bronzezeit in Mitteleuropa verbreitet. Funde sind in Nordwestbulgarien gemacht worden und gehen nordwestlich hoch bis ins Mittelrheingebiet. Weitere Funde gibt es in Korsika, Mittelitalien und Polen. Dank der Zusammenarbeit von Leihgebern aus 11 Ländern konnte diese einzigartige Ausstellung gemacht werden. Man weiß nicht, wofür diese Brotlaibidole gut waren. Handelt es sich um einen Code? Um Nachrichten oder eine frühe Währung? Die Fantasie der Besucher ist ausdrücklich gefragt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Besuch im Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in Frankfurt am Main bist, solltest Du das Museum besuchen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main (<a href="https://maps.app.goo.gl/XYPEjexqVw9fLXHZA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Link zu Google Maps</a>)</li>



<li><a href="https://www.archaeologisches-museum-frankfurt.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a></li>



<li>Öffnungszeiten:
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch: 10 &#8211; 20 Uhr</li>



<li>Donnerstag bis Sonntag: 10 &#8211; 18 Uhr</li>



<li>Ruhetage: Montag und Dienstag</li>
</ul>
</li>



<li>Geschlossen: Karfreitag</li>



<li>Eintrittspreise:
<ul class="wp-block-list">
<li>10 Euro (ermäßigt: 5 Euro)</li>



<li>Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre sowie Studierende der Goethe-Uni Frankfurt und der Fachhochschule Frankfurt</li>



<li>Am letzten Samstag jeden Monats ist der Eintritt frei</li>
</ul>
</li>



<li>Kontakt: Telefon 0049 69 212-35896 oder E-Mail: <a href="mailto:info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht erforderlich, dass Du Dich vorab im Museum anmeldest. Sollten Dir abweichende Besuchszeiten bekannt sein, freue ich mich über eine Nachricht von Dir. Meine E-Mail-Adresse steht im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
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