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	<title>Epirus Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>Epirus Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Das Römische Theater des antiken Nikopolis</title>
		<link>https://hellas.blog/das-roemische-theater-des-antiken-nikopolis/</link>
					<comments>https://hellas.blog/das-roemische-theater-des-antiken-nikopolis/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 02:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[31 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Augustus]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
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		<category><![CDATA[Nikopolis (Epirus)]]></category>
		<category><![CDATA[Octavian]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Preveza]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Octavian die Stadt Nikopolis gründete, hat er auch ein Theater bauen lassen. Es ist heute noch gut erhalten und ein echtes Highlight. Derzeit finden Restaurierungen statt, die es auch für die Zukunft sichern sollen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-roemische-theater-des-antiken-nikopolis/">Das Römische Theater des antiken Nikopolis</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das antike Theater ist ein Highlight in den Ruinen von Nikopolis. Es war das Schmuckstück der Stadt, die von Octavian nach seinem Sieg über Marcus Antonius und <a href="https://hellas.blog/kleopatra-vii/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kleopatra</a> gegründet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hellas Kompakt: das antike Theater in Nikopolis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen zum antiken Themater von Nikopolis:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Theater des Oktavian</li>



<li>Ruinen von Nikopolis, ca. 9 km nördlich von Preveza</li>



<li>erbaut: ab 31. v.Chr.</li>



<li>Besuch: Dienstag ist Ruhetag, sonst ist an jedem Tag geöffnet.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag erfährst Du mehr über das antike Nikopolis, sein Theater und den aktuellen Stand der Renovierungsmaßnahmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine kurze Geschichte der Stadt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründung der Stadt Nikopolis (Νικόπολις) geht auf das Jahr 31 v.Chr. zurück. Im Römischen Reich tobte der Machtkampf zwischen Octavian und Marcus Antonius. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Augustus---Büste-im-Archäologischen-Nationalmuseum-Athen"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Augustus-im-Archaeologischen-Nationalmuseum-Athen.jpg" alt="Augustus - Büste im Archäologischen Nationalmuseum Athen" class="wp-image-3061" style="width:200px;height:auto" title="Augustus - Büste im Archäologischen Nationalmuseum Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Augustus-im-Archaeologischen-Nationalmuseum-Athen.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Augustus-im-Archaeologischen-Nationalmuseum-Athen-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Augustus &#8211; Büste im Archäologischen Nationalmuseum Athen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. September 31 v. Chr. trugen die Flotte von&nbsp;Marcus Antonius&nbsp;und&nbsp;Kleopatra VII.&nbsp;auf der einen Seite und die von Octavian auf der anderen bei Actium eine Seeschlacht aus. Octavian war der Sieger. Und das feierte er mit der Gründung einer seinem Sieg geweihten Stadt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher rührt auch der Name der Stadt. Die lateinische Schreibweise war <em>Nicopolis</em>. Das leitete sich von&nbsp;griechisch&nbsp;&#8222;niki&#8220; (νίκη = Sieg) und polis (πόλις = Stadt) ab. Nikopolis bedetet auf Deutsch also „Siegesstadt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Octavian war sich bewusst, dass er nach der Seeschlacht bei Actium die Oberhand im römischen Reich gewonnen hatte. Heute kennen wir ihn als Augustus und ersten Kaiser des Imperium Romanum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt genoss Privilegien und erlebte schnell einen großen Aufschwung. Darunter litten umliegende Siedlungen, so verlor zum Beispiel <a href="https://hellas.blog/ambrakia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ambrakia</a> einen großen Teil seiner Einwohner an die Neugründung. Im Jahr 62 oder 63 nach Christus kam der Apostel Paulus hierher. Zu ihrer Blütezeit lebten hier mehr als 300.000 Menschen. Über 1000 Jahre bestand Nikopolis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang vom Ende kam im Jahr 1032 mit den Bulgaren. Sie zerstörten die Stadt, wovon sie sich nicht mehr erholen konnte. Im 12. Jahrhundert verließen die letzten Einwohner die Stadt. Sie siedelten in Preveza.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1913 begannen hier systematische Ausgrabungen, die in mehreren Etappen bis 1975 dauerten. Kleinere Ausgrabungen folgen bis heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Theater des Octavian in Nikopolis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt war eine römische Gründung und keine griechische Kolonie. Das brachte zahlreiche Privilegien gegenüber den umliegenden Siedlungen mit sich. Octavian, der die Stadt zum eigenen Ruhm errichten ließ, gewährte Steuerprivilegien und die Gleichstellung mit römischen Bürgern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede antike Stadt, die etwas auf sich hielt, brauchte bestimmte religiöse und kulturelle Bauten. Das war bei einer Neugründung nicht anders als bei schon alten Städten. Also bekam Nikopolis ein Theater.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Theater-des-Octavian-in-Nikopolis"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater.jpg" alt="Theater des Octavian in Nikopolis" class="wp-image-15974" title="Theater des Octavian in Nikopolis" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Theater des Octavian in Nikopolis</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das war groß. Es bot Plätze für mindestens 5000 Besucher. Das klingt viel, mag es zunächst auch gewesen sein. Da Nikopolis einen großen Aufschwung nahm und schließlich über 300.000 Einwohner hatte, dürfte es hier immer sehr voll gewesen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sitze waren aus Stein. Auf einigen sieht man heute noch die eingravierten Namen ihrer Besitzer. Einen eigenen Sitz im Theater zu haben war in der Antike eine Frage des sozialen Prestiges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Theater hat man nach dem Muster aller römischen Theater errichtet. Die Zuschauertribüne hat man auf gewölbten Unterbauten errichtet, nicht auf natürlich vorhandenem Felsen, wie die Griechen es oft gemacht haben. Dadurch konnte man sie planvoll im Stadtgebiet errichten und musste nicht auf natürliche Gegebenheiten Rücksicht nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut erhalten ist auch das Bühnengebäude hinter der Orchestra. Es ist bis 9 m hoch. Im römischen Theater hatten die Schauspieler an der Skene eine Bühne, die man heute nicht mehr sieht. Dort fand die Aufführung statt. Daher kommt auch die Bedeutung unseres deutschen Wortes <em>Szene</em>. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Theater wurde in Schuss gehalten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schon gegen Ende des 1. Jahrhunderts und in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts erfolgten Renovierungsmaßnahmen und Umbauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgrabungen haben gezeigt, dass in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Christus eine echte Renovierung des Theaters erfolgte. Das war vermutlich zur Zeit der Regentschaft des <a href="https://hellas.blog/tag/hadrian/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hadrian</a>. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Ende der Stadt ist das Ende des Theaters</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens nachdem die Menschen Nikopolis aufgegeben hatten, brauchte niemand das Theater mehr. Es ereilte das Schicksal vieler antiker Bauten: Steinbruch. Die Menschen nahmen sich, was immer sie an Baumaterial brauchten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst herrschten hier die Venezier und später die Osmanen. Zu allen Zeiten sahen die Menschen Nikopolis nur noch als ein quasi unerschöpfliches Reservoir von Baumaterialien. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Restaurierung des Theaters</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2012 wird das Theater nach und nach restauriert. Zunächst ging es darum, die gröbsten Schäden zu beseitigen und den Bau für die Zukunft zu sichern. Auch hat man Ausgrabungen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Innere des Denkmals war unter 4 m Schutt begraben, den man beseitigt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer zweiten Phase hat man die gegossenen Strukturen der Sitzbänke und Treppen repariert, erhaltene Steinsitze instand gesetzt bzw. wiederaufgebaut und diverse Reparaturen durchgeführt. Weiter hat man einen Teil des Ganges zur Orchestra restauriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. August meldete die <a href="https://www.naftemporiki.gr/culture/museums/2151075/archaia-nikopoli-apokathistatai-to-kato-koilo-toy-megaloy-theatroy/">Nachrichtenseite von </a><a href="https://www.naftemporiki.gr/culture/museums/2151075/archaia-nikopoli-apokathistatai-to-kato-koilo-toy-megaloy-theatroy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Naftemporiki</a>, dass die Restaurierung des Theaters 2026 in die dritte Phase geht.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Bauplan-für-Phase-3-der-Restaurierung-des-Theaters-von-Nikopolis"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-Bauplan-Phase-3.jpg" alt="Bauplan für Phase 3 der Restaurierung des Theaters von Nikopolis" class="wp-image-15973" title="Bauplan für Phase 3 der Restaurierung des Theaters von Nikopolis" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-Bauplan-Phase-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-Bauplan-Phase-3-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Nikopolis-Theater-Bauplan-Phase-3-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bauplan für Phase 3 der Restaurierung des Theaters von Nikopolis</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die bestehenden Sitzreihen werden jetzt fertiggestellt. Jede Tribüne umfasst dann insgesamt fünf Reihen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt 167 neue Sitze sollen installiert werden. Die zugehörigen Treppenstufen will man ebenfalls wiederherstellen. Die neuen Elemente werden aus Kalkstein gefertigt, der von der Form her zu den alten Steinen passt. Sie unterscheiden sich vom Originalmaterial, fügen sich aber harmonisch ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn diese Phase abgeschlossen ist, wird die ursprüngliche Theaterform besser zu erkennen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo nötig, werden kleinere Umgestaltungen der vorhandenen Sitze und dezente Ergänzungen vorgenommen, um die statische und ästhetische Kontinuität zu gewährleisten. Diese Maßnahmen werden unter Einhaltung aller erforderlichen Denkmalschutzvorkehrungen durchgeführt. Sie verbessern die Erkennbarkeit der ursprünglichen Theaterform, betonen die funktionale Verbindung zwischen Orchesterraum und Kirchenschiff und sorgen für mehr Sicherheit der Besucher.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche das Theater von Nikopolis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bist Du in der Gegend, solltest Du Nikopolis einen Besuch abstatten. Die Ruinen der antiken Stadt liegen etwa 9 km nördlich von Preveza. Die Anreise machst Du am besten mit dem Auto. Reist Du aus nördlicher Richtung an, wird das Theater das erste Bauwerk sein, das Du wahrnimmst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Öffnungszeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dienstags ist Ruhetag, sonst ist jeden Tag geöffnet.</li>



<li>Sommer: 8 Uhr bis 20 Uhr (früherer Schluss an einigen Tage möglich)</li>



<li>Winter: 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Ort sind kostenlose Parkplätze verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Ausgrabungen des Theaters, der Basiliken und des zwischen Preveza und Nikopolis liegenden <a href="https://nicopolismuseum.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Museums</a> brauchst Du ein Ticket. Das kostet 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-roemische-theater-des-antiken-nikopolis/">Das Römische Theater des antiken Nikopolis</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ambrakia</title>
		<link>https://hellas.blog/ambrakia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrakia (Epirus)]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrrhos I.]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalbezirk Arta]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ambrakia (Ἀμβρακία;) ist eine antike Stadt in Epirus. Heute liegt hier Arta. Ihre Geschichte ist im Archäologischen Museum Arta dokumentiert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ambrakia/">Ambrakia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ambrakia (Ἀμβρακία;) ist eine antike Stadt in Epirus. Heute liegt hier Arta. Ihre Geschichte ist im Archäologischen Museum Arta dokumentiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Polis mit spannender Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Korinth gründete am Platz des heutigen Arta um die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. eine Kolonie. Diese hieß Ambrakia. Der Name leitet sich vom Kastell Ambrakos ab, das in der Lagune liegt. Dieses Kastell ist heute als <a href="https://maps.app.goo.gl/N6ffTJPPCV8bNASF6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fidokastro</a> bekannt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Die-gepflasterte-Hauptstraße-von-Ambrakia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse.jpg" alt="Die gepflasterte Hauptstraße von Ambrakia" class="wp-image-15948" title="Die gepflasterte Hauptstraße von Ambrakia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die gepflasterte Hauptstraße (Foto: Kostas Nikolaou)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neugründung war mit Sparta verbündet. Die Polis nahm an den Perserkriegen und später am Peloponnesischen Krieg teil. Athen hat Ambrakia 426 v.Chr. besiegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später war die Stadt Mitglied des Korinthischen Bundes. Zur Zeit von Philipp II. war Ambrakia mit Athen verbündet. <a href="https://hellas.blog/tag/demosthenes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demosthenes</a> erreichte zunächst, das die Stadt von den Makedonen zunächst nicht besetzt wurde. Das war jedoch nicht von Dauer. Später eroberten die Makedonier die Stadt und stationierten hier eine Garnison.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Tod Philipps und der Thronbesteigung Alexanders versuchten die Ambraken, sich von der makedonischen Herrschaft zu lösen. Das währte jedoch nicht lang.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-antikes-Theater.jpg" alt="Das antike Theater" class="wp-image-15946" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-antikes-Theater.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-antikes-Theater-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-antikes-Theater-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das antike Theater (Foto: <a href="https://www.wandern-natur.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kostas Nikolaou</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Makedonenkönig Pyrrhos I. richtete hier die Hauptstadt seines Reichs ein. Er und baute einen prächtigen Königspalast. Die Stadt erlebte eine Blütezeit, aus der heutzutage immer wieder Ruinen gefunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Römer belagerten die Stadt im Jahr 189 v.Chr. und nahmen sie kampflos ein. Im Jahr 146 v.Chr. wurde sie nach der endgültigen Unterwerfung Griechenlands dann Teil des Römischen Reichs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kaiser Augustus im Jahr 31 v.Chr. die Stadt Nikopolis gründete, musste Ambrakia zahlreiche Einwohner dorthin abgeben. Dadurch setzte ein Verfall der Stadt ein. Sie hielt sich noch bis ins 2. nachchristliche Jahrhundert, wurde dann aber aufgegeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Mythos um einen Hirten und drei Götter</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie so viele griechische Städte gibt es auch zu Ambrakia eine mythische Sage. Die dreht sich um einen Streit zwischen Göttern. Die Stadt gab es schon. Und Apollon, Artemis und Herakles stritten sich um deren Besitz beziehungsweise darum, welcher Gott für diese Stadt zuständig sein sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wandten sie Götter sich an den Hirten Kragaleos. Der sollte den Streit entscheiden. Kragaleos entschied sich für Herakles. Während Artemis das Urteil hinnahm, wurde Apollon sehr wütend. Er verwandelte den Kragaleos in einen Felsen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Apollon-Tempel.jpg" alt="Reste des Apollon-Tempels von Ambrakia" class="wp-image-15947" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Apollon-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Apollon-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Apollon-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Reste des Apollon-Tempels von Ambrakia (Foto: <a href="https://www.wandern-natur.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kostas Nikolaou</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ob dieser Geschichte ein historischer Kern zugrunde liegt, kann heute niemand mehr sagen. Aber im antiken Griechenland waren solche Mythen und die Lebenswirklichkeit der Menschen eng miteinander verwoben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise ist das der Grund, aus dem die Menschen in Ambrakia dem Apollon einen Tempel geweiht haben. Man kann nie wissen, ob man ihn braucht. Und das Schicksal des armen Hirten wollten die Einwohner der Stadt sicherlich nicht teilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Mythen dienten damals nicht als historische Berichte. Sie erklärten Landschaften, Ortsnamen oder besondere Naturerscheinungen und verliehen ihnen eine religiöse Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Verbindung von Korinth und Ambrakia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens haben neue Untersuchungen eine genetische Verbindung von Menschen aus Korinth und Ambrakia nachweisen können. Darüber berichtet <a href="https://www.cnn.gr/style/politismos/story/520257/meleti-rixnei-fos-ston-arxaio-elliniko-apoikismo-oi-genetikes-syndeseis-tis-artas-me-tin-korintho" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CNN Greece am 19. Februar</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders interessant ist die Tatsache, dass die stärksten genetischen Verbindungen zum antiken Korinth genau in der Gründungszeit der Kolonie zu finden sind. Das ist die Periode, in der die Zuwanderung aus der Metropole eine entscheidende Rolle spielte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Untersuchung jüngerer Befunde zeigte, dass dieser direkte genetische Einfluss aus Korinth allmählich schwand. Aber in den Genen blieb Korinth bis in die hellenistische Zeit erkennbar. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Arta und Ambrakia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das heutige Arta hat Ambrakia nicht vergessen. Auch wenn es keine historische Kontinuität beider Städte gibt, sind sich die heutigen Einwohner von Arta der Bedeutung der Vorgängerin sehr bewusst.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Arta:-antike-Stadtmauer-und-Uhrturm"><img decoding="async" width="800" height="552" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Stadtmauer-mit-Uhrturm.jpg" alt="Arta: antike Stadtmauer und Uhrturm" class="wp-image-15950" title="Arta: antike Stadtmauer und Uhrturm" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Stadtmauer-mit-Uhrturm.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Stadtmauer-mit-Uhrturm-300x207.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Stadtmauer-mit-Uhrturm-768x530.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-Stadtmauer-mit-Uhrturm-130x90.jpg 130w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Arta: antike Stadtmauer und Uhrturm (Foto: <a href="https://www.wandern-natur.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kostas Nikolaou</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht zuletzt das <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologische Museum von Arta</a>, das das Erbe der antiken Polis für die Zukunft bewahrt. Ich habe die Absicht, im nächsten Jahr einzelne Aspekte der Geschichte von Ambrakia näher im Hellas Blog vorzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade das macht Ambrakia so außergewöhnlich: Anders als in Olympia oder Delphi liegen die antiken Überreste nicht auf einem abgegrenzten Ausgrabungsgelände, sondern unter einer bis heute lebendigen Stadt.</p>



<h2 id="block-b112b298-eda1-4814-9341-0ef8e3aaf112" class="wp-block-heading">Ambrakia im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-e801eb32-7753-4b9d-9eff-09cd89a592c1">Ich finde, dass dies eine Stadt mit einer sehr interessanten Geschichte ist. Aus ihr kann man viel über griechisches Selbstverständnis, antike Zusammenhänge und das Wirken Roms in Griechenland lernen. Deshalb schreibe ich ab und an über diese antike Stadt.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/ambrakia/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Die gepflasterte Hauptstraße von Ambrakia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/08/Arta-Ambrakia-2024-gepflasterte-Hauptstrasse.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/ambrakia/">Ambrakia</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Archäologisches Museum Arta" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/">Archäologisches Museum Arta</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Beiträge Im Hellas Blog zu <a href="https://hellas.blog/tag/ambrakia-epirus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ambrakia</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
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		<title>Koronisia</title>
		<link>https://hellas.blog/koronisia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrakischer Golf]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Koronisia]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalbezirk Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipp]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Koronisia (Κορωνησία) ist eine Insel im Ambrakischen Golf, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist.. Im Dorf leben 134 Menschen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/koronisia/">Koronisia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Koronisia (Κορωνησία) ist eine Insel im Ambrakischen Golf, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Sie ist bewohnt. Das kleine Dorf heißt wie auch die Insel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das musst du über Koronisia wissen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel gehört zur&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/region-epirus/">griechischen Region Epirus</a>. Auf ihr leben 134 Menschen. Koronisia gehört verwaltungstechnisch zur Gemeinde Arta.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Kirche-Muttergottes-in-Koronisia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche.jpeg" alt="Kirche Muttergottes in Koronisia" class="wp-image-13308" style="width:400px" title="Kirche Muttergottes in Koronisia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche.jpeg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche-300x169.jpeg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche-768x432.jpeg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kirche Muttergottes in Koronisia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1913 kam der Ort erst zu Griechenland, bis dahin herrschten noch die Osmanen. Das Dorf ist ein lohnenswertes Ziel für einen Ausflug, wenn Du in der Gegend bist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sehenswürdigkeiten des Dorfes zwei Kirchen und die restaurierte Ruine eines Turms. Weiter ist noch der kleine Hafen zu nennen, den Du besuchen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An erster Stelle möchte ich die Kirche Muttergottes nennen. Auf griechisch heißt sie Naos Genesiou tis Theotokou Koronisias (Ναός Γενεσίου της Θεοτόκου Κορωνησίας). Wörtlich möchte ich das mit&nbsp;<em>Kirche der Geburt der Jungfrau Maria in Koronisia</em>&nbsp;übersetzen. Sie liegt&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/YJHurqd65zJ5g2DD9">im oberen Bereich des Ortes</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ursprünge dieses Gotteshauses liegen im 10. Jahrhundert. Das heutige Gebäude ist spätbyzantinisch. Sie hat graue Mauern und ein rotes Dach. Ich finde, diese Kirche sieht wunderschön aus. Man hat sie mehrfach umgebaut. Der letzte Umbau erfolgte im 20. Jahrhundert. Heute dient sie der Gemeinde als Pfarrkirche.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kloster und Kapelle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Vor langer Zeit gab es hier auch ein Kloster. Das ist 1193 erstmals in einer Urkunde erwähnt worden. Damals bestand noch das oströmische Reich. Dessen Niedergang und die lange osmanische Herrschaft überstand das Kloster. 1918 ist das Kloster aufgegeben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter gibt es noch eine kleine Kapelle. Sie ist dem Heiligen Onouphrios von Preveza geweiht. Dieser Heilige soll im späten 18. Jahrhundert in Koronisia gewirkt haben. Viel habe ich über ihn nicht herausfinden können. Er könnte aus Berati stammen, das im heutigen Albanien liegt. Andere sagen, er stamme aus&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/kastoria/">Kastoria</a>. Selbst darüber, ob er nun Grieche oder Albaner war, gibt es unterschiedliche Meinungen. Nach meiner Ansicht ist das egal. Dass er ein sehr frommer Mann war, steht außer Zweifel. Innerhalb der kirchlichen Hierarchie hatte er eine herausgehobene Position inne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu der Zeit, als Onouphrios auf Koronisia war, gab es auf der Insel kein Wasser. Er war – so wie die Mönche und alle anderen Einwohner des Ortes – gezwungen, sich das benötigte Süßwasser vom Festland zu holen. Onouphrios ergriff die Initiative und grub in der Nähe des Klosters einen Brunnen. Den gibt es noch heute. Und Seilriefen zeigen, wie sehr die Menschen der Insel ihn früher gebraucht haben. Ich finde, dass Onouphrios deshalb zu Recht noch heute auf der Insel verehrt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am <a href="https://maps.app.goo.gl/DN6zLzLEzcY7NKEg9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rand des Hafens</a> steht eine kleine Kapelle. Sie ist dem Heiligen Spiridon geweiht. Ich finde, sie zeigt sehr schön die Frömmigkeit der Menschen auf dieser Insel.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Festung und Hafen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Süden gibt es die Ruine einer kleinen Festung namens Koulia. Ali Pascha hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Der herrschte zu dieser Zeit über diese Region. In den zurückliegenden Jahrzehnten ist die Festung ziemlich verfallen. Aber vor einigen Jahren hat man die Anlage umfassend renoviert. Heute dient sie dem Ort als Kulturzentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss Deines Besuchs solltest Du im Hafen machen. Er liegt im Westen des Orts. Der Fischfang spielt spielte hier schon immer eine wichtige Rolle. Im Hafen liegen die Boote, mit denen die Fischer auch heute noch ihren Unterhalt bestreiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Unterkunft, Tavernen und Cafes</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst auch länger auf der Insel bleiben. Unterkommen kannst Du im&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/DKybmcBqJajStoQa7">Asterias</a>, das über die einschlägigen Portale gebucht werden kann. Einen sehr guten Eindruck machen auch die&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://koronisia-apartments.gr/">Koronisia Apartments</a>&nbsp;und es gibt noch die&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/SUPjmM9dHu8V9rGu7">Apartments E.Spyrou</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die kulinarische Rundreise beginnt zwischen den beiden letzteren Unterkünften mit der&nbsp;Patentas Fisch Taverne. Hier bekommst Du Speisen aus dem Meer. Gehst Du in Richtung des Hafens, kommst Du am&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/dwcNDPbed8KBuU7k8">Kyma Cafe</a>&nbsp;vorbei. Hier kannst Du einkehren und eine Kleinigkeit trinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Hafen gibt es drei Tavernen. Im Süden beginnen wir mit dem&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/RKufTz4PjPAeJBgG7">Gar Oida</a>, das von Frauen geführt wird. Hier kannst Du einkehren oder auch Speisen mitnehmen. An der anderen Ecke des Hafens ist das&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/kgog2tUb19t2vbdw9">Floisvos 1938</a>, zu dem dasselbe gesagt werden kann. Und kurz hinter dem Hafen liegt das&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/kgog2tUb19t2vbdw9">Avra Fish Restaurant</a>, in dem Du hervorragende Küche aus dem Meer bekommst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Empfehlung für eine dieser Möglichkeiten möchte ich ausdrücklich nicht abgeben. Wenn Du vor Ort bist, dann entscheide Dich spontan, wo Du einkehrst. Die Küche ist vom Meer dominiert. Ich würde vielleicht fragen, ob sie fangfrischen Fisch haben. Die Restaurants nehmen nämlich gerne den frisch angelandeten Fisch und bereiten ihn für ihre Gäste. Gerade in er Saison ist so viel Nachfrage, dass der Fisch aber auch mal aus sein kann. Deshalb würde ich fragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So kommst du nach Koronisia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel ist über eine Straße mit dem Festland verbunden. Du kommst am besten mit dem Auto hierher. Die Straße führt über das Meer, sie zu befahren ist ein besonderes Erlebnis. Möchtest Du mehr darüber wissen, lies meinen&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/koronisia-strasse-meer/">Blogbeitrag zur Straße auf die Insel</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/koronisia/">Koronisia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Straße nach Koronisia führt über das Meer</title>
		<link>https://hellas.blog/koronisia-strasse-meer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ali Pascha]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Koronisia]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps für Griechenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über einen langen Damm führt die Straße über das Meer auf die Insel Koronisia. Sie ist eine der schönsten Autostraßen in Griechenland. Und die Insel lohnt den Besuch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/koronisia-strasse-meer/">Die Straße nach Koronisia führt über das Meer</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine Straße verbindet den Kleinen Ort Koronisia über das Meer mit dem Festland der <a href="https://hellas.blog/region-epirus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Region Epirus</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Meer auf einer Straße nach Koronisia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Koronisia ist eine Insel. Sie liegt im Ambrakischen Golf und ist (als einzige dort) bewohnt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Damm-mit-der-Straße-nach-Koronisia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Strasse.jpg" alt="Damm mit der Straße nach Koronisia" class="wp-image-13309" style="width:400px" title="Damm mit der Straße nach Koronisia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Strasse.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Strasse-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Strasse-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Damm mit der Straße nach Koronisia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel ist ein Kalkfelsen, der einige Meter über das Meer ragt. Mit zwei benachbarten Inseln ist Koronisia durch Nehrungen verbunden. Auf der Insel gibt es ein kleines Dorf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am besten erreichst Du Koronisia von Arta aus mit dem Auto. Du fährst nach Südwesten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei kommst Du durch den Ort Kostakii und später liegt rechts von der Straße der Ort Polidroso. Du lässt ihn liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz danach erreichst Du das Meer. Da führt die Straße über einen Damm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Insel, die Du erreichst, heißt Salaora. Sie ist ein Naturpark.  Man sagt, hier könne man gut wandern und die Natur erkunden. Im Süden der Insel geht ein kleiner Weg in die Inselmitte. Wenn Du dort hineinfährst, kannst Du Dir ein bisschen die Füße verteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür hast Du aber auch genügend Gelegenheiten auf Koronisia. Ich empfehle Dir, dass Du weiterfährst und über den Damm zur Insel gelangst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wirklich ein besonderes Erlebnis, quasi über das Meer zu fahren. Das alleine rechtfertigt schon die Anfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Dorf Koronisia ist auch einen Besuch wert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Dorf Koronisia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sehenswürdigkeiten des Dorfes zwei Kirchen und die restaurierte Ruine eines Turms. Weiter ist noch der kleine Hafen zu nennen, den Du besuchen kannst.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Kirche-Muttergottes-in-Koronisia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche.jpeg" alt="Kirche Muttergottes in Koronisia" class="wp-image-13308" style="width:400px" title="Kirche Muttergottes in Koronisia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche.jpeg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche-300x169.jpeg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Koronisia-Kirche-768x432.jpeg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kirche Muttergottes in Koronisia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen ist eine wunderschöne, dreischiffige Kirche zu nennen. Sie ist der Muttergottes geweiht. Sie liegt <a href="https://maps.app.goo.gl/YJHurqd65zJ5g2DD9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im oberen Bereich des Ortes</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Ursprünge liegen im 10. Jahrhundert. Das heutige Gebäude ist spätbyzantinisch. Mit ihren grauen Mauern und dem roten Dach sieht diese Kirche wunderschön aus. Sie wurde mehrfach umgebaut, zuletzt im 20. Jahrhundert. Heute dient sie als Pfarrkirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher gab es um diese Kirche herum ein Kloster. Von 1193 datiert seine älteste schriftliche Erwähnung. 1918 ist es aber aufgegeben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt noch eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Onouphrios von Preveza geweiht ist. Der Heilige soll im späten 18. Jahrhundert hier gewirkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Süden gibt es die Ruine einer kleinen Festung. Sie heißt Koulia und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts unter Ali Pascha errichtet, der über diese Gegend herrschte. In den letzten Jahren hat man die Anlage umfassend renoviert. Heute dient sie dem Ort als Kulturzentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als letztes möchte ich noch den Hafen nennen. Er liegt im Westen. Fischfang spielt eine wichtige wirtschaftliche Rolle auf der Insel. Hier kannst Du die Boote sehen, mit denen die Fischer ihren Unterhalt bestreiten. Die religiöse Frömmigkeit der Menschen kannst Du an einer kleinen Kapelle sehen. Sie <a href="https://maps.app.goo.gl/DN6zLzLEzcY7NKEg9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">steht am Hafenrand</a> und ist dem Heiligen Spiridon geweiht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/koronisia-strasse-meer/">Die Straße nach Koronisia führt über das Meer</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Einreiseverbot für den albanischen Journalisten Artan Hoxha</title>
		<link>https://hellas.blog/einreiseverbot-artan-hoxha/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Balkankriege]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Konitsa]]></category>
		<category><![CDATA[Nord-Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Salonikifront]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Griechenland hat dem albanischen Journalisten Artan Hoxha das Einreiseverbot erteilt. Der Nationalist agiert offen für ein Großalbanien.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/einreiseverbot-artan-hoxha/">Einreiseverbot für den albanischen Journalisten Artan Hoxha</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Griechenland hat dem albanischen Journalisten Artan Hoxha das Einreiseverbot erteilt. Der Nationalist agiert offen für ein Großalbanien. Darüber <a href="https://www.newsbeast.gr/greece/arthro/12722831/i-ellada-apagorefse-tin-eisodo-ston-alvano-dimosiografo-artan-chotza-apeili-gia-tin-esoteriki-asfaleia" target="_blank" rel="noreferrer noopener">berichtet Newsbeast</a> am 25. November.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So kam es zum Einreiseverbot für Artan Hoxha</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sache hat natürlich eine Vorgeschichte. Niemand bekommt ohne Weiteres ein lebenslanges Einreiseverbot.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Artan-Hoxha-in-Griechenland"><img decoding="async" src="https://www.newsbeast.gr/image/s1382x878/fill/webp/file/files/1/2025/11/dhmosiografos1.jpg" alt="Artan Hoxha in Griechenland" style="width:400px" title="Artan Hoxha in Griechenland"/><figcaption class="wp-element-caption">Artan Hoxha in Griechenland<br>(Bildquelle: neawsbeast.gr)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.epiruspost.gr/kakavia-persona-non-grata-stin-ellada-o-alvanos-dimo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Epirus Post berichtet über einen Vorfall in Konitsa</a>. Dort beschwerte Hoxha sich öffentlichkeitswirksam über das Fehlen einer albanischen Flagge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen ihn mit dem Handzeichen des Albanischen Doppeladlers auf der Brust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Adler ist das nationale Symbol Albaniens. Du kannst ihn auf der Fahne sehen, und er ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Der Adler steht für die Freiheit und Souveränität Albaniens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier kommen wir zum Knackpunkt. Ihn innerhalb Albaniens zu nutzen oder als Zeichen der Verbundenheit von Albanern untereinander, empfinde ich als völlig in Ordnung. Das kann man wohl mit dem Schwenken der albanischen Fahne gleichsetzen. Nicht jeder hat sie zur Hand, und dann behilft man sich eben mit einer Geste wie dieser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Balkan ist es recht üblich, die Fahne des jeweiligen Landes über historischen Monumenten wehen zu lassen. Selbstverständlich weht über den Ruinen von Butrint heute die Fahne Albaniens, und da gehört sie auch hin. Und ebenso selbstverständlich weht die griechische Fahne in Konitsa, wie wir es auf dem Foto sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Region zu fordern, dass über einen historischen Monument im <em>Land X</em> die Fahne des benachbarten <em>Landes Y</em> wehen soll, hat eine eindeutige Aussage. Es besagt, dass dieses Monument und seine Gegens eigentlich zum <em>Land Y</em> gehören und nicht zum <em>Land X</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Artan Hoxha setzte sich hier öffentlichkeitswirksam für eine Annektierung griechischer Landstriche an Albanien ein. Das ist so förderlich für das friedliche Zusammenleben der Völker auf dem Balkan, als wenn Griechen sich für die Loslösung von Nord-Epirus von Albanien und seine Angliederung an Griechenland einsetzen würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das muss sich kein Land bieten lassen. Und ein Einreiseverbot ist deshalb völlig richtig. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Albaner und Griechen auf beiden Seiten der Grenze</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Albaner leben in Griechenland. Griechen leben in Albanien. Das ist das Ergebnis einer sehr langen Geschichte. Kastoria ist hierfür ein schönes Beispiel, wie ich <a href="https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anhand eines alten Fotos zeigen</a> konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das moderne Albanien konnte erst nach dem 2. Balkankrieg unabhängig vom Osmanischen Reich werden. Das war eine Folge des 2. Balkankriegs. Der Norden des Epirus kam nicht offiziell nach Griechenland, blieb aber von Albanien autonom. Im Zuge des 1. Weltkriegs besetzte Italien das Gebiet. Man begründete das mit strategischen Notwendigkeiten in Hinblick auf die Salonikifront. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland verfolgte seine Ansprüche auf Nord-Epirus weiter. Allerdings musste es die heutige Grenze nach der Niederlage in Kleinasien wohl oder übel akzeptieren. Seit dem gilt die heutige Grenze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ändern zu wollen, ist im heutigen Europa völliger Unsinn. Zu beiden Seiten der Grenzen leben sowohl Albaner als auch Griechen. Auch wenn Albanien noch kein Mitglied der Europäischen Union ist, ist das doch für die nähere Zukunft zu erwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit oder Legitimation, die Grenzen jetzt verschieben zu wollen. Wer sowas fordert, will das Friedensprojekt Europa torpedieren. Deshalb finde ich das Einreiseverbot für Artan Hoxha in Griechenland gut. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/einreiseverbot-artan-hoxha/">Einreiseverbot für den albanischen Journalisten Artan Hoxha</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Archäologisches Museum Arta</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 May 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrakia (Epirus)]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Demosthenes]]></category>
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		<category><![CDATA[Fidokastro]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Nikopolis (Epirus)]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp II. von Makedonien]]></category>
		<category><![CDATA[Pyrrhos I.]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalbezirk Arta]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps für Griechenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Archäologisches Museum Arta: In einem modernen Museumsgebäude siehst Du Funde aus der antiken Stadt Ambrakia.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/">Archäologisches Museum Arta</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In Arta gibt es ein hervorragendes Archäologisches Museum, das ich heute vorstellen möchte. Das Museum ist den Ambraken gewidmet. Das sind die Bewohner der antiken Stadt Ambrakia, an deren Stelle sich heute das moderne Arta befindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Archäologische Museum Arta ist der Geschichte von Ambrakia gewidmet. Über diese antike Siedlung erfährst Du etwas weiter unten in diesem Beitrag.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Archäologisches-Museum-Arta"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01.jpg" alt="Archäologisches Museum Arta" class="wp-image-9530" style="width:400px" title="Archäologisches Museum Arta" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-01-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Archäologisches Museum Arta<br>(Foto: <a href="https://www.wandern-natur.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kostas Nikolaou</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum ist im Jahr 1973 gegründet worden. Zunächst war die Archäologische Sammlung in der <a href="https://maps.app.goo.gl/3CxbHLMmrYwbCjFTA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kirche Panagia tis Parigoritissa</a> untergebracht. 2009 bezog das Museum ein eigens dafür errichtetes, modernes Gebäude.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind Exponate aus der Steinzeit bis hin zur Herrschaft der Römer. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt bei Artefakten, die aus der (noch) griechischen Stadt Ambrakia herrühren. Sie sind in Arta und seiner Umgebung gefunden worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum umfasst drei Hauptabschnitte: das öffentliche Leben, die Friedhöfe und das Privatleben der Ambrakier. Auch die Gründung und der Untergang Ambrakias werden behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Dauerausstellung sind 1687 Objekte zu sehen. Das ist nur kleiner Teil der weitaus größeren Sammlung, die dem Museum inzwischen gehört. Objekte, die nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden können, sind der wissenschaftlichen Forschung zugänglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bilder aus dem Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Macht Euch anhand dieser Fotos am besten ein eigenes Bild von den Sehenswürdigkeiten im archäologischen Museum von Arta.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="9605" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-16.jpg" alt="Ambrakische Grabsteine" class="wp-image-9605" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-16.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-16-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-16-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ambrakische Grabsteine</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="9604" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-14.jpg" alt="Goldschmuck" class="wp-image-9604" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-14.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-14-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-14-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Goldschmuck</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="9602" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-05.jpg" alt="zwei Vitrinen mit ambrakischen Tonfiguren" class="wp-image-9602" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-05.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-05-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-05-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">zwei Vitrinen mit ambrakischen Tonfiguren</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="9601" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-03.jpg" alt="Silbermünzen aus Ambrakia" class="wp-image-9601" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-03.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-03-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-03-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Silbermünzen aus Ambrakia im Archäologischen Museum Arta</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="450" data-id="9600" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-02.jpg" alt="antike Keramiken aller Art" class="wp-image-9600" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-02.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-02-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-02-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tisch mit antiken Keramiken aller Art</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="451" data-id="9603" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-12.jpg" alt="Schaukasten mit überwiegend schwarzfigurigen Keramiken" class="wp-image-9603" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-12.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-12-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Archaeologisches-Museum-Arta-12-768x433.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schaukasten mit überwiegend schwarzfigurigen Keramiken</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kostas Nikolaou war so lieb und hat diese Bilder dem Hellas Blog zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Stadt Ambrakia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Korinth gründete am Platz des heutigen Arta um die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. eine Kolonie. Diese hieß Ambrakia. Der Name leitet sich vom Kastell Ambrakos ab, das in der Lagune liegt. Dieses Kastell ist heute als <a href="https://maps.app.goo.gl/N6ffTJPPCV8bNASF6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fidokastro</a> bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte von Ambrakia war sehr wechselvoll. Philipp II. brachte sie unter makedonische Herrschaft. Der Makedonenkönig Pyrrhos I. machte Ambrakia zur Hauptstadt seines Reichs. Die Stadt erlebte eine Blütezeit, aus der auch heute noch immer wieder Ruinen gefunden werden. Dann kam Rom, Ambrakia wurde Teil des Imperium Romanum. Als Kaiser Augustus im Jahr 31 v.Chr. die Stadt Nikopolis gründete, mussten zahlreiche Einwohner von Ambrakia dorthin ziehen. Die Stadt verfiel und wurde im 2. nachchristlichen Jahrhundert aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen hält sich die Ansicht, dass die kulturelle Entwicklung des griechischen Nordens mit der von Athen, Sparta oder Korinth nicht zu vergleichen gewesen sei. Im Museum sehen wir an den ausgestellten Exponaten, dass das nicht stimmt. Die handwerkliche Qualität der Keramiken und der Bemalung ist sehr hoch. Dass aus Ambrakia nicht viele Marmorarbeiten erhalten sind, hat einen sehr banalen Grund: Die Römer haben sie geplündert und nach Rom gebracht.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologisches Museum Arta: Informationen für Deinen Besuch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Archäologischen Museums ist <a href="https://maps.app.goo.gl/AVDe8wXbxzhrC77j9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zarra 12, 47100 Arta</a>, Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Deinen Besuch im Museum sind diese Informationen wichtig:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eintritt: 10 Euro (ermäßigt: 5 Euro)</li>



<li>Öffnungszeiten
<ul class="wp-block-list">
<li>Mittwoch bis Montag: 08:30 – 15:30 Uhr</li>



<li>Dienstags geschlossen</li>
</ul>
</li>



<li>Tage mit freiem Eintritt:
<ul class="wp-block-list">
<li>6. März (zum Gedenken an Melina Mercouri)</li>



<li>18. April (Internationaler Tag des Denkmals)</li>



<li>18. Mai (Internationaler Tag des Museums)</li>



<li>letztes Septemberwochenende (Europäische Tage des Denkmals)</li>



<li>28. Oktober (Nationalfeiertag)</li>



<li>von 1. November bis 31. März: jeder erste Sonntag im Monat</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bestimmte Personengruppen haben aufgrund staatlicher Bestimmungen grundsätzlich freien Eintritt. Wenn Du wissen möchtest, ob Du dazu gehörst, lies bitte die <a href="https://www.culture.gov.gr/en/service/SitePages/view.aspx?iID=2695" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationen auf der Seite des griechischen Kulturministeriums</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontakt zum Museum:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Telefon: 0030 2681021191</li>



<li>E-Mail: <a href="mailto:efaart@culture.gr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">efaart@culture.gr</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Besondere Hinweise zu Öffnungs- und Schließzeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>An diesen Feiertagen ist das Museum geöffnet: 
<ul class="wp-block-list">
<li>6. Januar</li>



<li>Sauberer Montag (Ende des Karnevals)</li>



<li>Griechisch-orthodoxer Ostermontag</li>



<li>Pfingstmontag</li>



<li>15. August</li>



<li>28. Oktober.</li>
</ul>
</li>



<li>Am Karfreitag und Samstag können die Öffnungszeiten variieren.</li>



<li>An diesen Feiertagen ist das Museum geschlossen: 
<ul class="wp-block-list">
<li>1. Januar</li>



<li>25. März</li>



<li>griechisch-orthodoxer Ostersonntag</li>



<li>1. Mai</li>



<li>25. und 26. Dezember</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen findest Du auf der <a href="https://efaart.gr/artasmuseum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-arta/">Archäologisches Museum Arta</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Bären auf der Straße</title>
		<link>https://hellas.blog/baeren-strasse/</link>
					<comments>https://hellas.blog/baeren-strasse/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Egnatia]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Griechischer Schäferhund]]></category>
		<category><![CDATA[Kasko]]></category>
		<category><![CDATA[Rhodopen]]></category>
		<category><![CDATA[Teilkasko]]></category>
		<category><![CDATA[Vollkasko]]></category>
		<category><![CDATA[Wildschwein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Griechenland warnen Schilder am Straßenrand vor Wildkollisionen. Zu sehen sind die Umrisse eines Bären und eines Wildschweins. Während der Zusammenstoß mit dem Wildschwein in der Teilkasko versichert ist, ist die Kollision mit einem Bären in der Standard-Teilkasko nicht versichert. Ich erkläre Dir, warum das so ist und worüber Du mit Deiner Kfz-Versicherung sprechen musst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/baeren-strasse/">Bären auf der Straße</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als 2009 die griechische Autobahn A2 (Egnatia Odos) für den Verkehr freigegeben wurde, war jedem bewusst, dass Die Kollision mit Bären eine Gefahr darstellt. Gleich von Anfang an gab es&nbsp;<a href="https://www.mz.de/panorama/griechenland-autobahn-als-todliche-barenfalle-2537777" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berichte von – für die Bären – tödlichen Kollisionen</a>&nbsp;mit Autos.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Warnschild-Wildwechsel-Baer-Wildschwein.jpg" alt="Warnschild Wildwechsel mit Bär und Wildschwein" class="wp-image-8622" style="width:400px" title="Warnschild Wildwechsel mit Bär und Wildschwein" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Warnschild-Wildwechsel-Baer-Wildschwein.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Warnschild-Wildwechsel-Baer-Wildschwein-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Warnschild-Wildwechsel-Baer-Wildschwein-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Warnschild Wildwechsel mit Bär und Wildschwein <br>(Foto: <a href="https://www.hellas-institut.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dimitrios Mastoras</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Leser des Hellas Blog hat mir ein Foto geschickt, das er in Nordgriechenland gemacht hat. Es handelt sich um ein Warnschild, das er an einer Landstraße gesehen hat. Es warnt vor Wildwechsel. Deutlich zu sehen sind die Umrisse eines Bären und eines Wildschweins. Sein Kommentar „Wenn man Glück hat, trifft man auf Bären.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das immer so ein großes Glück ist, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Ich finde schon, denn diese Tiere sind selten und ich finde sie wunderschön. Dabei verkenne ich aber nicht, dass Bären für Menschen gefährlich sein können und dass es im Zusammenleben erhebliche Probleme gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch um die Jahrtausendwende war der Bestand an Braunbären in Griechenland auf etwa 100 Tiere geschrumpft. Dank dem Engagement von Tierschutzorganisationen von&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/arcturos/">Arcturos</a>&nbsp;steht es heute besser um die Bären in Griechenland als noch vor 15 Jahren. Man sagt, dass in der Region Epirus und im Pindos inzwischen etwa 250 Tiere leben. Auch in den nördlichen Nachbarn Griechenlands (Albanien, Nordmazedonien und Bulgarien) gibt es Braunbären. Die Tiere dürften sich um die heute offenen Grenzen zwischen den Staaten nicht besonders scheren. Wenn sie eine Chance haben, sich über Staatsgrenzen hinweg zu treffen und die Menschen ihnen ihren Lebensraum lassen, dann dürfte ihr Bestand gesichert sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber natürlich führt das auch zu Problemen. Gelegentlich reißen Bären Nutztiere. In ländlichen Regionen lassen die Bauern ihre Herden daher vom griechischen Schäferhund bewachen. Diese Hunderasse ist stark genug, um auch Bären vertreiben zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu vermerken ist noch, dass die Trasse der A2 geändert wurde, damit das Bärenrevier nicht durch die Straße geteilt wird. Auch in bestimmten Abschnitten wurden Durchgänge eingebaut. Griechenland hat einiges getan, um seine Bären zu schützen. Leider kann es trotzdem passieren, dass sie unvermutet auf der Straße auftauchen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kollision Bär und Auto ist nicht in der Standard-Teilkasko versichert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Konflikt besteht mit Autos, wenn Bären auf die Straße laufen. Genau davor warnt dieses Schild. Insbesondere in Nordgriechenland ist es wichtig, den Straßenraum gut zu beobachten. Kollisionen mit Wildschweinen kennen wir auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier knallt es häufig zwischen Auto und Wildschwein.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a5/Ours_brun_parcanimalierpyrenees_2.jpg" alt="Braunbär" style="width:400px" title="Braunbär"/><figcaption class="wp-element-caption">Braunbär<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kollision mit einem Wildschwein ist in Deutschland über die Teilkaskoversicherung versichert. Denn es handelt sich um einen Wildunfall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist beim Zusammenstoß mit einem Bären auf der Straße nicht der Fall. Auf den ersten Blick mag das erstaunlich sein, hat aber einen sehr einfachen Grund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilkaskoversicherung deckt in ihrer klassischen Form nur die Kollision des in Bewegung befindlichen Fahrzeugs mit einem Haarwild. Was als Haarwild gilt, ist im Katalog in&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__2.html">§ 2 Absatz 1 des Bundesjagdgesetzes</a>&nbsp;(BJagdG) abschließend aufgezählt. Weder Wolf noch Bär kommen in diesem Katalog vor. Dieser Katalog gilt auch für die Deckung Deiner deutschen Teilkasko, wenn Du mit Deinem Auto im Ausland unterwegs bist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Kfz-Versicherungen bieten gegen einen etwas höheren Beitrag eine Erweiterung der Deckung an. Ehe Du mit Deinem Auto nach Griechenland fährst, erkundige Dich bitte bei Deiner Versicherung, ob ein Unfall mit einem Bären oder einem Wolf gedeckt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hast Du diese Deckung nicht, kannst Du für den Zusammenstoß mit einem Bären aber immer noch die Vollkasko in Anspruch nehmen. Die deckt alle Unfallschäden ab, nicht nur die mit Haarwild.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall empfehle ich Dir, dass Du vor einer Reise nach Griechenland mit Deiner Kfz-Versicherung sprichst. Sage ihnen, dass auf dem Balkan Unfälle mit einem Bären oder einem Wolf auf der Straße möglich sind. Frage ausdrücklich, ob dieses Risiko über die Teilkasko als Tierunfall versichert ist. Wenn nein, solltest Du Deinen Versicherungsschutz in jedem Fall anpassen.</p>
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		<title>Acheron &#8211; ein Fluss und ein Mythos</title>
		<link>https://hellas.blog/acheron/</link>
					<comments>https://hellas.blog/acheron/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Acheron]]></category>
		<category><![CDATA[Ammoudia]]></category>
		<category><![CDATA[Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Fanari]]></category>
		<category><![CDATA[Fanariotikos]]></category>
		<category><![CDATA[Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Kokytos]]></category>
		<category><![CDATA[Lethe]]></category>
		<category><![CDATA[Mavropotamos]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ori Souliou]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Epirus]]></category>
		<category><![CDATA[Phlegethon]]></category>
		<category><![CDATA[Pindos]]></category>
		<category><![CDATA[Styx]]></category>
		<category><![CDATA[Tomaros]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Fluss Acheron kommt aus dem Pindos und fließt südlich von Ammoudia ins Meer. In der Antike galt er als einer der Flüsse in die Unterwelt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/acheron/">Acheron &#8211; ein Fluss und ein Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Region Epirus im westlichen Nordgriechenland fließt der Acheron. Die Griechen nennen ihn <em>Acherontas</em> (Αχέροντας). Im Deutschen benutzen wir den altgriechischen Namen Acheron (Ἀχέρων). Er ist nicht nur ein Fluss, zugleich ist er auch ein Mythos.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Fluss-Acheron.jpg" alt="Der Fluss Acheron" class="wp-image-8294" style="width:400px" title="Der Fluss Acheron" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Fluss-Acheron.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Fluss-Acheron-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Fluss-Acheron-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Fluss Acheron</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fluss hat noch weitere Namen. Nach seiner teilweisen Färbung nennt man ihn auch <em>Mavropotamos</em> (Μαυροπόταμος = schwarzer Fluss). Ins Meer mündet er in der Nähe von Fanari. Daher nennen ihn manche auch den <em>Fanariotikos</em> (Φαναριώτικος).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Acheron speist sich aus zwei Quellen. Ein guter Teil des Wassers kommt vom Berg <a href="https://maps.app.goo.gl/APTMYpDNdxrKCdCi8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tomaros</a> (Τόμαρος). Der Tomaros liegt im Pindos und ist bis zu 1974 m hoch. Die andere Quelle liegt der Gebirgskette des <a href="https://maps.app.goo.gl/6LXPM7MBUdck7Ssr7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ori Souliou</a>. Ins Meer fließt er <a href="https://maps.app.goo.gl/UzB8XpZ3B9MjeAuU6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">südlich von Ammoudia</a>. Der Fluss ist 58 km lang und hat landschaftlich vielleicht eine der schönsten Flussstrecken in Griechenland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Mythos vom Acheron</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Name <em>Acheron</em> entspricht dem altgriechischen Namen des Flusses: Ἀχέρων. Als Wurzel des Namens wird das altgriechische Wort <em>achos</em> (ἄχος) genannt, das mit <em>Kummer</em> oder <em>Schmerz</em> übersetzt werden kann. Über den Acheron kamen die Seelen der Toten in die Unterwelt. Manche dachten, der Fährmann Charon bringt die Toten in seinem Boot in den Fluss. Andere stellten sich vor, dass sie selbst durch den Fluss schwammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der griechischen Mythologie gibt es vier weitere Flüsse, die in die Unterwelt führen: Kokythos, Lethe, Styx und Phlegethon. Sie alle münden in den diesen Fluss.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Hades ist die Unterwelt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterwelt heißt wie ihr Herrscher: Hades (Ἅιδης). Bekannt Hades durch den <a href="https://hellas.blog/persephone-und-die-sommersonnenwende-in-griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Raub der Persephone</a>. Weniger bekannt ist, dass Hades im apokryphen Evangelium des Bartholomäus vorkommt. Eine Geschichte handelt davon, dass Jesus Christus die Unterwelt betritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der Styx wohl der bekannteste Fluss, der in die Unterwelt. Tatsächlich dürfte das aber wohl eher der Acheron gewesen sein, in welchen der Styx mündete. </p>
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