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	<title>Zeus Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Zeus Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>So könnten die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie haben die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen? Dazu habe ich mir meine Gedanken gemacht. Das von einer KI generierte Bild der Weltwunder ist natürlich nur eine Spekulation.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sieben Weltwunder der Antike sind heute bekannt, aber wie haben sie ausgesehen? Die Menschen der Antike haben diese Bauwerke nicht als Weltwunder bezeichnet. Für sie waren das die Sehenswürdigkeiten ihrer Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was waren Weltwunder?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genau genommen nannten sie diese Bauwerke&nbsp;ἑπτὰ θεάματα τῆς οἰκουμένης. Das bedeutet&nbsp;<em>die sieben Sehenswürdigkeiten der bewohnten (Erde)</em>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike.jpg" alt="Die sieben Weltwunder der Antike" class="wp-image-12991" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/10/7-Weltwunder-der-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die 7 Weltwunder der Antike<br>(Bild durch KI generiert)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie genau diese Wunderwerke zu ihrer Zeit ausgesehen haben, wissen wir nicht. Die Werke gibt es &#8211; bis auf die große Pyramide von Gizeh &#8211; nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es je detailgetreue Bilder gegeben haben sollte, sind diese verloren gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen hauptsächlich aus Beschreibungen, wie die sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben könnten. Einzig die Pyramiden von Gizeh ist bis heute erhalten geblieben. Alle anderen Werke gibt es nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Weltwunder war auf sieben begrenzt. Diese Zahl galt in der Antike als vollkommen. Und als vollkommen galten auch die Werke. Ursprünglich gehörten übrigens die Stadtmauern von Babylon zu den Weltwundern. Diese waren aber schon in der Antike zerstört. Stattdessen kam der Leuchtturm von Alexandria in die Liste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die sieben Weltwunder ausgesehen haben, wissen wir nicht wirklich. Aber das Bild zu diesem Blog gibt dazu doch eine ungefähre Vorstellung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das waren die sieben Weltwunder der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Weltwunder waren griechisch. Das kann sowohl für die Pyramide von Gizeh als auch die Hängenden Gärten von Babylon klar verneint werden. Aber die Griechen der Antike kamen auf die Idee, eine Liste der Weltwunder aufzustellen. Und wie diese sieben Weltwunder der Antike ausgesehen haben, wussten die Menschen ihrer Zeit vor allem aus Erzählungen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Pyramiden von Gizeh</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Pyramide des Cheops war&nbsp;glatt verkleidet mit feinpoliertem, weißem Tura-Kalkstein. Der reflektierte die Sonne sehr stark, so dass die Pyramide hell strahlte. Ihre Verkleidung ist archäologisch belegt. Erhalten geblieben sind zum Beispiel Verblendsteine. Ein goldener „Gipfelstein“ wird in der Populärliteratur oft erwähnt. In den mir bekannten Quellen ist er aber nicht belegt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt noch zwei weitere Pyramiden. Die des Chephren gilt als &#8222;mittlere&#8220; Pyramide und und die des Mykerinos ist die &#8222;kleine&#8220; Pyramide. Daneben steht noch das Grab von Chentkaus I., die am Ende der 4. Dynastie Ägypten als Königin regierte. Das war aber keine &#8222;richtige&#8220; Pyramide und wurde in Der Antike wohl auch nicht als solche angesehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hängende Gärten von Babylon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Existenz ist umstritten. Es gibt sogar die These, dass sie im assyrischen Ninive zu verorten ist. Einigkeit besteht aber, dass es sie gab. Vorstellen dürfen wir uns sie als große, terrassierte Gartenanlage mit aufwändiger Bewässerung.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zeusstatue von Olympia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Sie war kein Bauwerk, sondern ein Kunstwerk. Gefertigt von Phidias dürfen wir sie uns als ein sitzendes Kultbild des griechischen Gottes Zeus vorstellen. Sie war etwa 12 m hoch und wohl aus Elfenbein und Gold gefertigt. Pausanias berichtet, dass die Statue mit Öl gepflegt worden ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Artemistempel von Ephesos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bauwerk muss ein wirklich&nbsp;monumentaler Tempel gewesen sein. Der Tempeltyp war ein Dipteros im Ionischen Stil. Gebaut hat man den Tempel mit Marmor. Er hatte 127 Säulen, die eine Höhe von 18 bis 19 m hatten. Das Bauwerk war sehr üppig verziert und muss seine Besucher wahnsinnig beeindruckt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mausoleum von Halikarnassos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ließ König Mausolos II. sich ein Grabmal errichten. Es war keine Pyramide wie in Ägypten, sondern eher ein hausartiges Gebäude mit einem pyramidenähnlichen Dach. Und das muss richtig etwas hergemacht haben. Es hatte einen hohen Sockel, um den 36 Säulen angeordnet waren. Darüber war ein pyramidenförmiges Dach mit 24 Stufen. Und als Krönung soll eine Quadriga oben drauf gestanden haben. Hoch war das Mausoleum stolze 45 m. Die Reste des Podiums gibt es heute noch. Die Maße weichen leicht von den antiken Quellen ab, bestätigen aber prinzipiell, was wir über das Mausoleum wissen..&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Koloss von Rhodos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">An der Einfahrt zum Hafen von Rhodos stand eine imposante Statue des Gottes Helios. Sie war&nbsp;etwa 32–33 m hoch. Berichte, dass die Hafeneinfahrt unter den Beinen der Statue hindurchging, kann die Forschung nicht bestätigen. Wahrscheinlich hohe Bronze-Statue des Helios; gängige Forschung verwirft die „Hafeneinfahrt-Pose“. Möglicherweise stand sie bei der Akropolis von Rhodos oder im Bereich Mandráki. Wir dürfen uns den Gott stehend vorstellen, mit Mantel und Strahlenkrone.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Leuchtturm von Alexandria</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Man bezeichnet ihn auch mit dem griechischen Wort für Leuchtturm als Pharos. Es war ein dreigeteilter Turm. Unten war er quadratisch, in der Mitte oktogonal und oben zylindrisch. Insgesamt dürfte er etwas über 100 m hoch gewesen sein. An der Spitze gab es Spiegel, die bei Tag das Sonnenlicht reflektierten und auf das Meer blinkten. bei Nacht brannte hier ein Feuer, das weithin zu sehen war. Von Bildern auf antiken Münzen wissen wir, dass an den Ecken des Gebäudes Figuren standen. Und auf dem Dach mag eine Statue gestanden haben. Im Osthafen von Alexandria hat man Steine des Leuchtturms gefunden, welche die bisherigen Informationen zu Lage und Größe des Gebäudes stützen.&nbsp;Für mehr Informationen lies den <a href="https://hellas.blog/der-pharos-von-alexandria-der-erste-leuchtturm-der-welt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel zum Pharos von Alexandria</a> in diesem Blog.</p>
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		<title>War Zeus ein Rastafari?</title>
		<link>https://hellas.blog/war-zeus-ein-rastafari/</link>
					<comments>https://hellas.blog/war-zeus-ein-rastafari/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Lakonien]]></category>
		<category><![CDATA[Louvre]]></category>
		<category><![CDATA[Naukratis-Maler]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich auf Wikipedia eine antike Darstellung des griechischen Gottes Zeus gesehen habe, dachte ich glatt, dass der ein Rastafari</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Als ich auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Naukratis-Maler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia</a> eine antike Darstellung des griechischen Gottes Zeus gesehen habe, dachte ich glatt, dass der ein Rastafari gewesen sein könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeus wurde wie ein Rastafari dargestellt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ich auf diese Idee kam, lag an einer ganz konkreten Darstellung des Götterherrschers.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Zeus-in-einer-Darstellung-aus-dem-Jahr-560-v.Chr."><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/62/Zeus_Naucratis_Painter_Louvre_E668.jpg/960px-Zeus_Naucratis_Painter_Louvre_E668.jpg" alt="Zeus in einer Darstellung aus dem Jahr 560 v.Chr." style="width:300px" title="Zeus in einer Darstellung aus dem Jahr 560 v.Chr."/><figcaption class="wp-element-caption">Zeus in einer Darstellung aus dem Jahr 560 v.Chr.<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen auf der linken Seite den Gott Zeus, der auf einem Stuhl sitzt. Auf der rechten Seite ihm gegenüber sehen wir einen Adler. Dieser Vogel ist Zeus zugeordnet und markiert den Göttervater auf dem Bild.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Zeus einen großen Bart trug, verwundert nicht weiter. So wurde er oft dargestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber als ich mir den Rücken anschaute, musste ich grinsen. Der Typ auf dem Bild hat lange Haare, die über den ganzen Rücken gingen. Und die Haare waren frisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben sind sie so eine Art kunstvoll geflochtener Zopf. Unten hängen so eine Art Zöpfe herunter. Ich zähle vier davon. Details der Flechtung erkenne ich nicht. Das sieht vielmehr aus wie verfilzte Haarzöpfe in der Art, wie Rastafari sie tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wäre das Bild heute entstanden, wäre alles klar. Nur ein Joint würde noch fehlen, und alles passt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber diese Abbildung ist um 560 v.Chr. entstanden. Das ist gut 2.500 Jahre, bevor die Bewegung der Rastafari entstanden ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Naukratis-Maler</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Künstler, der dieses Bild gemalt hat, ist nicht wirklich bekannt. Man nennt ihn den Naukratis-Maler. Mit diesem Bild werden ihm insgesamt 116 Werke zugeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Naukratis-Maler war im 2. Viertel des 6. Jahrhunderts vor Christus in Lakonien tätig. Seinen richtigen Namen kennen wir nicht. Eine Schale, die ihm zugeschrieben werden konnte, hat man in Naukratis gefunden. Das ist eine antike griechische Siedlung in Ägypten. Davon hat er seinen Namen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schau Dir Zeus als Rastafari im Louvre an</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst Dir diese Schale in Paris selbst anschauen, und zwar im Louvre. Dort hat sie die Inventar-Nummer E 668.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Louvre gilt weltweit als eine der bedeutendsten Sammlungen von Kunst aus allen Epochen. Dass ich selbst dort war, ist schon ewig lange her. Aber für Kunstfans lohnt es sich, einen Tag dort zu verbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das musst Du für einen Besuch im Louvre wissen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/rWB8zK98rmAc5Ua76" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rue de Rivoli, Paris</a></li>



<li>Eintritt:
<ul class="wp-block-list">
<li>Regulär: 22 Euro</li>



<li>es gibt Ermäßigungen</li>



<li>bestimmte Personengruppen haben freien Eintritt</li>
</ul>
</li>



<li>Öffnungszeiten:
<ul class="wp-block-list">
<li>Montag, Donnerstag, Samstag, Sonntag: 9 bis 18 Uhr</li>



<li>Mittwoch, Freitag: 9 bis 21 Uhr</li>



<li>Dienstag: Ruhetag</li>



<li>Tage, an denen geschlossen ist: 1. Januar, 1. Mai, 25. Dezember</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Louvre zu besuchen, musst Du Dir vorab eine Eintrittszeit buchen. Das gilt auch dann, wenn Du freien Eintritt hast. Verpasst Du die von Dir gebuchte Zeit, kommst Du nicht hinein. Dein Ticket verfällt dann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Informationen schau Dir bitte die&nbsp;<a href="https://www.louvre.fr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Louvre</a>&nbsp;an.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/war-zeus-ein-rastafari/">War Zeus ein Rastafari?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Gott vom Kap Artemision</title>
		<link>https://hellas.blog/der-gott-vom-kap-artemision/</link>
					<comments>https://hellas.blog/der-gott-vom-kap-artemision/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Artemisio]]></category>
		<category><![CDATA[Bronze]]></category>
		<category><![CDATA[Euböa]]></category>
		<category><![CDATA[Evia]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Kalamis]]></category>
		<category><![CDATA[Myron]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Onatas von Ägina]]></category>
		<category><![CDATA[Poseidon]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Meer vor dem Kap Artemision hat man eine Bronzestatue entdeckt, bei der es sich um einen Gott handeln dürfte. Wahrscheinlich ist es entweder Zeus oder Poseidon. Heute ist die Statue im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-gott-vom-kap-artemision/">Der Gott vom Kap Artemision</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Meer vor dem Kap Artemision hat man eine imposante Statue geborgen, die wahrscheinlich einen Gott darstellt. Du kannst sie heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer war der Gott aus dem Meer vor dem Kap Artemision?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis heute umstritten ist, ob es sich bei dem dargestellten Gott um Zeus oder um Poseidon handelt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Gott-vom-Kap-Artemision"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision.jpg" alt="Der Gott vom Kap Artemision" class="wp-image-12277" style="width:400px" title="Der Gott vom Kap Artemision" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Gott vom Kap Artemision</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man die Bronzestatue sieht ist klar, dass es sich um einen Gott handeln könnte. Genau genommen sehen wir aber erst einmal nur einen bärtigen Mann. Und der ist wirklich beeindruckend dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bronzestatue ist stolze 2,09 Meter groß. Die Arme sind weit ausgestreckt, die Spannweite der Arme beträgt über 2 Meter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann steht auf seinem linken Bein. Das rechte Bein ist nach hinten gerichtet. Sein Fuß ist leicht angeoben, es ist auf dem Vorderfuß abgestützt. Das dürfte zum Erhalt des Gleichgewichts dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der rechte Arm ist weit nach hinten gestreckt. Einstmals muss es etwas gehalten haben, vielleicht ein Wurfspeer. Zu Poseidon würde auch gut ein Dreizack passen, den er wirft. Oder was das ein Blitz, den Zeus schleudern wollte? Das passt vielleicht nicht so sehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der linke Arm ist nach vorne ausgestreckt. Er bildet nicht nur ein Gegengewicht. Er bildet auch eine Peillinie, mit deren Hilfe der Mann sein Ziel richtig anpeilen konnte. Das Gesicht ist ruhig und konzentriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kopf blickt in Richtung des Wurfziels. Der Mund ist geschlossen. Die Augen waren einstmals wahrscheinlich lebensecht ausgestaltet. Die Iris könnte aus Knochen oder Elfenbein gefertigt worden sein. Die Iris mag aus Glas oder Stein gewesen sein. Das ist alles im Laufe der Zeit verloren gegangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das musst Du über die Figur wissen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bronzestatue steht im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum in Athen</a>. Dort hat sie die Inventarnummer X15161. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Der-Gott-vom-Kap-Artemision"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht.jpg" alt="Der Gott vom Kap Artemision" class="wp-image-12276" style="width:400px" title="Der Gott vom Kap Artemision" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Gott-vom-Kap-Artemision-Gesicht-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gesicht des Gottes vom Kap Artemision</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fachleute meinen, dass die Statue um 460 v.Chr. angefertigt wurde. Sie ist eine der ganz wenig vollständig erhaltenen Bronzestatuen aus dieser Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer der Künstler war, der sie gefertigt hat, ist nicht bekannt. Genannt werden Kalamis, Onatas von Ägina und sogar Myron. Aber das ist nur Spekulation. Auf der Statue ist kein Zeichen angebracht, das einen Rückschluss auf seinen Schöpfer zuließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur ist in der Antike auf einem Schiff transportiert worden. Das ist in Höhe des Kap Artemision gesunken. Die Statue ruhte fast 2500 Jahre im Meer. Ich finde, dafür ist sie fantastisch erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1926 hat man die Staute im Meer <a href="https://maps.app.goo.gl/UkD47EuX69gQ1RJV7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Höhe von Artemisio</a> gefunden. Sie lag in der Nähe eines Schiffswracks. Den rechten Arm haben Taucher 1928 entdeckt. Dabei starb ein Taucher. Die Forschungsarbeiten wurden deshalb abgebrochen. Seitdem sind die nicht wieder aufgenommen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im selben Wrack ist übrigens auch der Reiter vom Kap Artemision entdeckt worden. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-gott-vom-kap-artemision/">Der Gott vom Kap Artemision</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Hyllarima war ein bedeutender Ort in Karien</title>
		<link>https://hellas.blog/hyllarima/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hyllarima]]></category>
		<category><![CDATA[Karien]]></category>
		<category><![CDATA[Kavaklidere]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasien]]></category>
		<category><![CDATA[Synkretismus]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hyllarima (Ὑλλάριμα) war eine antike Polis in der kleinasiatischen Landschaft Karien. Sie liegt im Südwesten der Türkei. In den letzten Jahren haben Archäologen viele Funde gemacht, die beweisen, dass Hyllarima eine alte und einst sehr bedeutende Stadt war.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/hyllarima/">Hyllarima war ein bedeutender Ort in Karien</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ende Juni 2025 meldeten&nbsp;<a href="https://www.hurriyetdailynews.com/excavations-to-uncover-shops-at-hyllarima-210675" target="_blank" rel="noreferrer noopener">türkische</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.enikos.gr/timeout/anakalyfthike-i-archaia-agora-simantikis-eborikis-polis-tis-archaiotitas-den-prokeitai-gia-mia-mikri-plateia-lene-oi-archaiologoi/2394923/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechische Zeitungen</a>&nbsp;tolle Entdeckungen, die Archäologen im Ausgrabungsbereich der antiken Stadt Hyllarima gemacht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die antike Stadt Hyllarima</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nordosten der antiken Landschaft Karien lag eine Stadt, die auf Griechisch Ὑλλάριμα hieß, was wir als&nbsp;<em>Hyllarima</em>&nbsp;transkribieren können. Die&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/9QHWaWj4SvVVBHud8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruinen der Stadt</a>&nbsp;liegen in der Nähe des heutigen&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/MrQZ5XZCUvWdBuHy6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kavaklidere</a>&nbsp;im Südwesten der Türkei.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Das-Amphiteater-von-Hyllarima"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater.jpg" alt="Das Amphiteater von Hyllarima" class="wp-image-11756" style="width:400px" title="Das Amphiteater von Hyllarima" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Amphiteater von Hyllarima<br>(Foto von einem Leser des Hellas Blog)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die heute noch zu findende Stadt entstand vermutlich im 4. Jahrhundert vor Christus. Sie liegt eingebettet zwischen zwei Hügeln. Vermutlich ist sie aber viel länger schon bewohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Antike sind Ruinen einer Agora und des Amphitheaters erhalten. Es konnte auch eine Synagoge nachgewiesen werden. Als hier die römischen Kaiser herrschten, hat man in der Stadt sogar Münzen geprägt. Das alles zeigt, dass Hyllarima eine sehr bedeutende Metropole ihrer Zeit gewesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise ist die Stadt viel älter. Ihr Name könnte sich von einem Beinamen des Zeus ableiten, den dieser in der Region hatte: <a href="https://hellas.blog/tag/gott-zeus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zeus</a> Hyllos. Hyllos könnte ein einheimischer Gott der vorgriechischen Bevölkerung Anatoliens gewesen sein. Dessen Verehrung schmolz mit der Verehrung des Zeus zusammen. Diesen Prozess in einer Religion nennt man Synkretismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In hetitischen Texten aus dem 14. Jahrhundert vor Christus wird eine Gemeinschaft namens&nbsp;<em>Wallarima</em>&nbsp;erwähnt. Wenn dem so ist, wäre diese Siedlung gut 1000 Jahre länger bewohnt als bisher archäologisch nachgewiesen. Vermutlich ist Hyllarima eine der ältesten Städte Kariens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So richtig in die griechische Welt geriet der Ort wohl erst durch die Eroberungen Alexanders des Großen. Nach dessen Tod wechselten die Herrscher. Zwischen 189 v.Chr. und 167 v.Chr. gehörte sie zum Festlandbesitz der Insel&nbsp;<a href="https://hellas.blog/rhodos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rhodos</a>. Später wurde es dann Teil des römischen Kleinasiens. Aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert ist eine Inschrift nachgewiesen, die Kaiser Antoninus Pius mit Zeus Hyllos vergleicht. Nach der Christianisierung wurde Hyllarima sogar Bischofssitz. In der römisch-katholischen Kirche gibt es den immer noch als Titularsitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgrabungen 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hyllarima hatte eine Agora, auf dem sich ganz zentral das Leben abspielte. Seit 2021 finden hier gezielte Ausgrabungen statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zeigen, dass die Agora vermutlich im Hellenismus angelegt und in der römischen Zeit umgebaut wurde. Bekannt war auch das Amphitheater. Aus dessen Größe schätzen die Experten, dass die Stadt in der Antike um die 1500 Einwohner gehabt haben könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ältesten heute noch zu findenden Ruinen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Damals wurde eine gut geplante, vollständig aus Stein errichtete Stadt errichtet. Bekannt ist nicht nur das aus Marmor errichtete Amphitheater. Man kennt den Verlauf der Stadtmauern und Straßen, ein Ratsgebäude, die Agora und ein monumentales Tor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschäfte der Agora sollen in kommenden Grabungskampagnen gezielt ausgegraben und erforscht werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch weitere Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse in der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 sind Teile der Türkei und von Syrien durch ein&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_der_T%C3%BCrkei_und_Syrien_2023" target="_blank" rel="noreferrer noopener">furchtbares Erdbeben</a>&nbsp;erschüttert worden. Über 62.000 Menschen kamen ums Leben, weitere 125.000 Menschen wurden verletzte. Zahlreiche Gebäude sind zerstört worden, auch&nbsp;<a href="https://www.derstandard.de/story/2000143356096/auch-welterbe-wurde-durch-erdbeben-in-tuerkei-und-syrien-zerstoert" target="_blank" rel="noreferrer noopener">historische Stätten waren betroffen</a>. Erstaunlich ist, dass in Hyllarima die noch vorhandenen Bauten aus der Antike intakt geblieben sind. Das zeigt, dass die damaligen Baumeister ihr Handwerk verstanden und erdbebensicher bauen konnten. Ich finde das faszinierend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zukunft von Hyllarima</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist den Wissenschaftlern klar, dass die Stadt wirklich sehr bedeutend war. Sie soll möglichst gut erforscht werden. Dort, wo das möglich ist, will man sie renovieren. Das Ziel ist, sie für Besucher attraktiv zu machen.</p>
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		<title>Velchanos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Evans]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Digamma]]></category>
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		<category><![CDATA[KI]]></category>
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		<category><![CDATA[Minoische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Minoische Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Velchanos]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Bronzezeit haben die Menschen auf Kreta einen Gott namens Velchanos (Ϝελχάνος) verehrt. Später haben sie ihn mit Zeus gleichgesetzt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/velchanos/">Velchanos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf <a href="https://maps.app.goo.gl/982bbEAibcniqpbe8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kreta</a> haben die Menschen in der Bronzezeit einen Gott namens Velchanos verehrt. Später haben sie ihn mit dem griechischen Göttervater Zeus gleichgesetzt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Velchanos-mit-Eichenblatt-(von-KI-erzeugtes-Bild)"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Velchanos-mit-Eichenblatt.jpg" alt="Velchanos mit Eichenblatt (von KI erzeugtes Bild)" class="wp-image-10766" style="width:400px" title="Velchanos mit Eichenblatt (von KI erzeugtes Bild)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Velchanos-mit-Eichenblatt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Velchanos-mit-Eichenblatt-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Velchanos-mit-Eichenblatt-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/02/Velchanos-mit-Eichenblatt-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Velchanos mit Eichenblatt<br>(von KI erzeugtes Bild)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich um eine sehr alte Gottheit handelt, sieht man an der alten griechischen Schreibweise eines Namens. Velchanos schreibt sich Ϝελχάνος. Der erste Buchstabe, der uns an das lateinische <em>F</em> erinnert, ist ein Digamma. Das <em>Ϝ</em> steht für einen intensiven W-Laut. Um 500 v.Chr. kam das Digamma außer Gebrauch. So kommt es, dass es für Velachnos auch die Schreibweisen Elchanos (Ελχάνος) und Gelchanos (Γελχάνος) existieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Pantheon der Minoer war er eine der Hauptgottheiten. Seine Mutter war zugleich auch seine Frau. Der Name dieser Muttergottheit ist nicht bekannt. Interessant finde ich, dass die Minoer seine Frau als mächtiger ansahen als ihn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich war er ein Gott in der minoischen Zeit, der mit der Natur in Verbindung stand. Sein Baum ist die Eiche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der britische Archäologe Arthur Evans war der Meinung, dass der Baumkult eine sehr wichtige Rolle in der Religion des minoischen Kreta spielte. In solchen Kulten wurden zwei Gottheiten verehrt, eine männliche und eine weibliche. Die Muttergöttin war die Personifizierung der Vegetation des Baumes. Der männliche Gott dagegen war das konkrete Abbild der Vegetation. Die Gläubigen haben sich ihn jugendlich vorgestellt. Also haben wir die personifizierte Mutter und die Gestalt ihres Kindes. Die beiden standen so eng in Verbindung, dass sie zugleich auch Mann und Frau waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kult des Velchanos auf Kreta beeinflusste den des Zeus auf dem Festland. Velchanos wurde zu einem Beinamen des Zeus. In Phaistos sind Münzen hergestellt worden, die Zeus Velchanos mit einem Hahn auf dem Schoß zeigten. Auch gibt es Bilder mit einer Eiche oder mit einem Stier, dem Symboltier des Zeus. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein Bild des Velchanos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Leider kenne ich kein Bild von ihm. Daher habe ich eine KI gebeten, ein BIld des Velchanos mit einem großen Eichenblatt in der Hand zu erstellen. Es ist halbwegs gelungen, daher verwende ich es zur Illustration dieses Beitrags. Dass er nicht der Jüngling des Mythos ist, darüber will ich hinweg sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider habe ich eine der vorstehend erwähnten Münzen selbst noch nicht gesehen. und deshalb nicht fotografieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist klar, dass es einige Leserinnen und Leser des Hellas Blog gibt, die auf von einer KI erzeugte Bilder nicht allzu gut zu sprechen sind. Sollte jemand von Euch ein aus der Antike stammendes Bildnis dieses Gottes kennen, bitte ich um eine E-Mail. Meine E-Mail-Adresse steht im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/velchanos/">Velchanos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Kopf des Hermes Ludovisi</title>
		<link>https://hellas.blog/kopf-hermes-ludovisi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[440 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Hermes]]></category>
		<category><![CDATA[Liebieghaus (Frankfurt)]]></category>
		<category><![CDATA[Maia (Nymphe)]]></category>
		<category><![CDATA[Petasos]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hermes Ludovisi ist im Liebieghaus Frankfurt zu sehen. Es handelt sich um eine römische Kopie einer griechischen Skulptur.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Liebieghaus Frankfurt</a> seht ihr mit dem Kopf des Hermes Ludovisi eine hochinteressante Skulptur.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Hermes Ludovisi im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sage nach ist Hermes der Sohn des Zeus und der Nymphe Maia. Natürlich ist auch er ein Gott, der stets recht jung und bartlos dargestellt wird. Der Hermes Ludovisi ist dafür ein gutes Beispiel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Kopf-des-Hermes-Ludovisi-im-Liebieghaus-(Frankfurt)"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Kopf-Hermes-Ludovisi.jpg" alt="Kopf des Hermes Ludovisi im Liebieghaus (Frankfurt)" class="wp-image-10125" style="width:400px" title="Kopf des Hermes Ludovisi im Liebieghaus (Frankfurt)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Kopf-Hermes-Ludovisi.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Kopf-Hermes-Ludovisi-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Kopf-Hermes-Ludovisi-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Liebieghaus-Kopf-Hermes-Ludovisi-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopf des Hermes Ludovisi im Liebieghaus (Frankfurt)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist der Gott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten. Zugleich beschützt er auch Diebe, Kunsthändler und ist auch zuständig für Rhetorik, Gymnastik, Palästra und Magie. Wir kennen ihn vor allem als Götterboten. Hermes verkündet die Beschlüsse des Zeus und führt die Seelen der Verstorbenen in den Hades.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reisenden gehen aber nicht nur in die Unterwelt. Hermes begleitet Gäste auf den Olymp. Helden können bei ihren Abenteuern ebenfalls auf seine Gesellschaft setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde diesen Hermeskopf wirklich sehr schön. Hermes trägt einen Hut. Dieses Modell nennt man Petasos. Die für ihn typischen breiten Krempen sind leider nicht mehr vorhanden. Dieser Hut charakterisiert Hermes selbst als Reisenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Hut quellen die Locken hervor. Diese Darstellung kennzeichnet ihn als Jüngling, wozu auch das Fehlen eines Bartes passt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Geradezu im Gegensatz zur jugendlichen Unbekümmertheit steht der ernste und traurige Gesichtsausdruck. Von ganz erhaltenen Exemplaren des Hermes Ludovisi wissen wir, dass er in der linken Hand seinen Heroldsstab hielt. Es gibt antike Quellen, die von einem Hermes berichten, der auf einem Athener Staatsgrab aufgestellt war. Möglicherweise war das die Vorlage für die späteren römischen Kopien. Dann liegt die Vermutung nahe, dass der ernste und traurig blickende Hermes die Gefallenen einer verlustreichen Militäraktion in die Unterwelt führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über die Replik</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Im Liebieghaus zu sehende Hermes ist eine römische Replik, die um 160/180 nach Christus entstanden sein dürfte. Das griechische Vorbild ist deutlich älter, es wurde vermutlich 440 v.Chr. gefertigt. Die Skulptur besteht aus Marmor und stellte ursprünglich den gesamten Körper dar, nicht nur den Kopf. Das wissen wir von vollständig erhaltenen Kopien. Eine dieser Skulpturen wurde von Kardinal Ludovico Ludovisi für seine Sammlung erworben.  Sie ist heute im Römischen Nationalmuseum (Museo Nazionale Romano) im <a href="https://maps.app.goo.gl/mKYhZcDp9V8zpjFz6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Palazzo Altemps</a> in Rom zu sehen. Nach dieser Skulptur nennt man auch andere Exemplare dieser Darstellung einen Hermes Ludovisi.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Quellen und Literatur zu diesem Beitrag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Quellen zu diesem Beitrag</p>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Internetseiten habe ich verlinkt. Zusätzlich habe ich verwendet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://hellas.blog/meisterwerke-im-liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Meisterwerke im Liebieghaus</a> (2008), Seite 34</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Hinweise zu diesem Artefakt oder zu weiterer Literatur bezüglich des Liebieghauses bin ich immer dankbar. Meine Kontaktdaten stehen im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/kopf-hermes-ludovisi/">Der Kopf des Hermes Ludovisi</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</title>
		<link>https://hellas.blog/liebieghaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Furtwängler]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Athene]]></category>
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		<category><![CDATA[Faustina Minor]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt (Main)]]></category>
		<category><![CDATA[Gaius Iulius Caesar]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Heinrich von Dannecker]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Maria Kaufmann]]></category>
		<category><![CDATA[Liebieghaus (Frankfurt)]]></category>
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		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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		<category><![CDATA[Reiner Winkler]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/">Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus in Frankfurt zeigt eine einzigartige Sammlung von Skulpturen aus der Antike bis in die frühe Neuzeit. Im Hellas Blog stelle ich die Sammlung zur Antike vor. Sie umfasst Exponate aus Ägypten, Griechenland, dem Römischen Reich und geht zeitlich bis in die Spätantike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung wurde weitgehend auf dem Kunstmarkt zusammengekauft und durch Stiftungen erweitert. 2019 konnte eine Sammlung von 200 kostbaren Elfenbeinskulpturen aus dem Besitz von Reiner Winkler erworben werden. Du kannst im Liebieghaus ganz herausragende Beispiele aus 5.000 Jahren Bildhauerkunst sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe das Liebieghaus am 28. September 2024 besucht. Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich an diesem Tag gesehen habe.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Liebieghaus Frankfurt und seine Sammlung von Skulpturen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Museumsufer in Frankfurt steht eine schlossartige Villa, das Liebieghaus. Sie beherbergt eine Sammlung von ungefähr 3.000 Skulpturen aus der Zeit des alten Ägypten bis in die Neuzeit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Liebieghaus-Frankfurt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg" alt="Das Liebieghaus in Frankfurt" class="wp-image-9637" style="width:400px" title="Liebieghaus Frankfurt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Frankfurt-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Liebieghaus in Frankfurt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude ließ der böhmische Textilfabrikant Heinrich von Liebig für sich als Altersruhesitz erbauen. Nach seinem Tod erwarb die Stadt Frankfurt das Gebäude im Jahr 1907 und widmete es als Museum für die städtische Skulpturensammlung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Ausstellungsfläche von 1.600 Quadratmetern siehst Du Meisterwerke der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters und der Renaissance bis hin zu Barock und Klassizismus. Darin zu sehen sind auch immer wieder Skulpturen aus Süd- und Ostasien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen für Deinen Besuch im Liebieghaus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: <a href="https://maps.app.goo.gl/sDJk3x15FK4cEX627" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt am Main</a><br>Der Eingang befindet sich auf der dem Main zugewandten Seite des Grundstücks.</li>



<li>Homepage: <a href="https://www.liebieghaus.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">liebieghaus.de</a></li>



<li>Kontakt: <a href="https://www.liebieghaus.de/de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktformular im Internet</a>, E-Mail: <a href="mailto:info@liebieghaus.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@liebieghaus.de</a> oder Telefon 069 / 605098-200</li>



<li>Eintrittspreise betragen während der Sonderausstellung bis 11.10.2026: <br>DI-FR: 10 Euro (Erwachsene), ermäßigt 8 Euro, Familien 18 Euro<br>SA und SO: 12 Euro (Erwachsene), ermäßigt 10 Euro, Familien 18 Euro<br>Mitglieder von Städlverein oder Städlclub erhalten freien Eintritt ins Museum</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Eintrittspreise nach dem 11.10.2026 etwas günstiger werden, bleibt abzuwarten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Führungen, was Dich im Liebieghaus erwartet</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zweimal im Monat gibt es eine Führung, in der den Gästen die Highlights der Skulpturensammlung erklärt werden. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten. Abwechselnd findet diese Führung in deutscher und in englischer Sprache statt. Näheres dazu erfährst Du auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/angebote/highlights-der-skulpturensammlung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sind im Liebieghaus Skulpturen aus vier Sammlungen zu sehen: Antike, Mittelalter, Neuzeit und Elfenbein. Dass Griechenland die Ausstellungen zur Antike prägt, ist klar. Das ist auch der Grund dafür, dass ich die Sammlung im Hellas Blog vorstelle. Aber auch in den anderen Sammlungen gibt es wunderschöne Stücke mit einem Bezug zu Griechenland. Das ist mir Grund genug, die Skulpturensammlung Liebieghaus im Hellas Blog vorzustellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sammlung Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sammlung von Skulpturen umfasst nicht nur Objekte aus der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Antike</a>. Sie beginnt im alten Ägypten und in Zweistromland und führt uns bis in die Spätantike und das frühe Christentum. Natürlich spielt neben Griechenland auch Rom eine bedeutende Rolle. In die Sammlung kamen unter anderem Grabungsfunde aus Ägypten, die Karl Maria Kaufmann gemacht hatte. Zudem ist die Privatsammlung von Adolf Furtwängler an das Liebieghaus gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung ist in mehreren Räumen untergebracht, die ich einzeln vorstellen möchte. Eines vorweg: Die Namen der Säle habe ich mir ausgedacht anhand dessen, was dort gezeigt wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ägypten und das Zweistromland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Saal beinhaltet die ältesten Skulpturen, die ich im Liebieghaus in Frankfurt gesehen habe. Der Schwerpunkt der in diesem Saal gezeigten Objekte liegt in Ägypten. Ab etwa 3000 v.Chr. haben die Menschen am Nil eine Kultur entwickelt, die bis heute beeindruckt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Skulpturen-aus-Aegypten"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg" alt="Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus" class="wp-image-9642" style="width:400px" title="Saal mit Skulpturen aus Ägypten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Aegypten-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Skulpturen aus Ägypten im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1. Dynastie beginnt mit der ersten Vereinigung Ober- und Unterägyptens unter der Herrschaft von Pharao Menes, die um 3032 v.Chr. datiert wird. Ob dieser tatsächlich gelebt hat oder aber nur ein Mythos ist, kann niemand sagen. Wahrscheinlich hat es einen Herrscher dieses Namens gegeben. Wichtig an dieser Stelle ist nur, dass sich ab dieser Zeit die ägyptische Religion und Zivilisation entwickelte und über gut 3 Jahrtausende halten konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus Frankfurt ist kein ägyptologisches Museum, sondern es sammelt Skulpturen. Neben Rundplastiken sind hier auch Reliefs und Sarkophage zu sehen. Ein Relief zeigt zum Beispiel, wie Opfertiere geschlachtet werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zweistromland, eine Verbindung von Ägypten nach Griechenland</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Objekte in diesem Saal stammen aus Ägypten. So gibt es auch die Figur eines betenden Mannes aus dem Zweistromland zu sehen. Im Hellas Blog werde ich solche Exponate nicht vorstellen. Aber eventuell gibt es dafür eine Gelegenheit im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in diesem Saal gibt es aber eine Verbindung nach Griechenland. Hier ist eine Statue Alexanders des Großen zu sehen, die ihn als Pharao zeigt. Er hatte es geschafft, Ägypten nicht einfach nur zu erobern, sondern von den Ägyptern als ihr Herrscher akzeptiert zu werden. Diese Verbindung der ägyptischen mit der griechischen Zivilisation ist eine spannende Geschichte, auf die ich im Rahmen dieses Beitrag aber nicht tiefer eingehen kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 1</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den nächsten Saal macht dann den Schritt nach Griechenland. Schon beim Eintreten fallen die polychromen Figuren in diesem Raum auf.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-1-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg" alt="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" class="wp-image-9645" style="width:400px" title="Saal Griechenland 1 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 1 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit über 40 Jahren erforschen Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann die Farbigkeit der antiken Skulpturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen antike Statuen in den Farben ihrer Materialien, das ist meist Marmor. Die Vorstellung vieler Menschen war lange, dass diese Skulpturen auch in der Antike so ausgesehen haben. Die Forschung hat jedoch ergeben, dass sie bemalt waren. Die Farben haben sie im Lauf der Jahrhunderte verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der <a href="https://www.liebieghaus.de/de/polychromieforschung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Liebieghauses findest Du zur Polychromieforschung</a> viele Informationen. Durch naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden ist es möglich, noch vorhandene Farbpigmente zu identifizieren. Daraus lässt sie wissenschaftlich rekonstruieren, wie die Figuren einst ausgesehen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Saal sehen wir fünf Beispiele wissenschaftlicher Rekonstruktionen der Farbigkeit. Natürlich sind nicht die Originale bemalt worden, sondern Abgüsse. Durch die Farbe wirken die Figuren viel plastischer und lebendiger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber in diesem Saal sind natürlich auch Originale zu sehen. Mich hat der Kopf einer verschleierten Priesterin sehr beeindruckt. Dass Frauen sich verschleiern, kennen wir heute vor allem aus der islamischen Welt. Diese Tradition hat ihren Ursprung zumindest zum Teil aber in Griechenland. Sehr schön ist auch eine Amphore, die eine Szene aus dem Mythos um Helena und Menelaos zeigt. Bekanntlich hat der Raub der Helena zum Trojanischen Krieg und damit zum Untergang von Troja geführt. Hier sehen wir den Augenblick, als Helena und Menelaos sich wieder begegnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Griechenland 2</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Saal mit Plastiken aus Griechenland zeigt ganz herausragende Beispiele der Kunst antiker Bildhauer. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-Griechenland-2-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg" alt="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" class="wp-image-9646" style="width:400px" title="Saal Griechenland 2 im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Griechenland-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal Griechenland 2 im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sehen wir Ausstellungsstücke, die mich sehr beeindruckt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel ist die Statue eines Diskuswerfers, der dem Bildhauer Naukydes zugeschrieben wird. Wir sehen allerdings nicht das Original, sondern eine römische Kopie. Von dieser Statue sind noch weitere römische Kopien bekannt. Eine befindet sich im Vatikan und eine andere im Louvre. Auf dem Foto zu diesem Saal sehr Ihr die Staue ganz auf der linken Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas weiter in der Mitte des Saales steht eine Statue der Athena mit Helm. Sie ist zwischen 180 und 190 n.Chr. entstanden. Erhalten geblieben ist jedoch nur der Torso. Ergänzungen sind in der Renaissance und im Barock gefertigt worden. Die Göttin trägt das mit Schuppen besetzte Ziegenfell, das sie von ihrem Vater Zeus als Schutz erhalten hatte. Auf der Brust sehen wir den hässlichen Kopf der getöteten Medusa. Und am Rand des Ziegenfells siehst Du Schlangen. Die sollen dem Mythos nach lebend gewesen sein. Diese Statue in polychromer Version zu sehen wäre der Hammer. Ich kann mir gut vorstellen, dass die lebendig gedachten Schlangen irre ausgesehen haben müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verbindung zwischen Griechenland und Ägypten ist der Kopf des Zeus mit Hörnern. Genau genommen handelt es sich um Zeus-Ammon. Der ägyptische Gott Amun-Re wurde entweder in Menschengestalt oder als Menschenkörper mit Widderkopf dargestellt. Dieser Kopf entstand zwischen 150 n.Chr. und 180 n.Chr. und zeigt, wie die Kulturen Ägyptens und Griechenlands ineinander verschmolzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Medusa</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Räume der Sammlung antiker Skulpturen sind deutlich kleiner als die drei vorherigen Säle. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-Werkstatt-zur-Farbrekonstruktion-der-Gorgo-Medusa"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg" alt="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" class="wp-image-9644" style="width:400px" title="Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Farbrekonstruktion-Medusa-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Werkstatt zur Farbrekonstruktion der Gorgo Medusa</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in diesen Raum eintrittst, siehst Du links eine große Skulptur. Die stammt nicht aus der Antike, sie ist zwischen 1803 und 1814 entstanden. Geschaffen hat sie Johann Heinrich von Dannecker. Ihr Name ist Ariadne auf dem Panther. Der Künstler verband mit dieser Statue die Idee, dass Schönheit die Wildheit bezwingt. Eine Replik dieser Skulptur steht übrigens auch draußen im Garten des Liebieghauses. In der Natur wirkt das Kunstwerk noch einmal ganz anders. Nach einem Besuch der Ausstellung solltet Ihr da mal vorbeigehen und das auf Euch wirken lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Links auf dem Bild seht Ihr ein farbiges Relief. Es handelt sich um eine Replik des Ostfrieses des Schatzhauses der Insel Siphnos in Delphi. Zu sehen ist eine Szene aus dem Trojanischen Krieg: Achill tötet Memnon. Die Farben sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert worden. So kann man einen guten Eindruck davon gewinnen, wie farbig gestaltete Reliefs auf die Menschen der Antike gewirkt haben mögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Highlight dieses Raumes war für mich aber der Werktisch. Eine digital erstellte Kopie einer 1889 unter Neapel entdeckten Medusa dient als Vorlage, um die damalige Malerei zu rekonstruieren. Die Farben der Vorlage waren ungewöhnlich gut erhalten. Und in den nächsten Monaten können die Besucher am wissenschaftlichen Rekonstruktionsprozess dieses Gorgoneions teilhaben. Es lohnt sich wirklich, hier öfters mal vorbei zu kommen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Farbrekonstruktion der Athena aus dem Tempel der Aphaia</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Raum führt uns auf die Insel Ägina und dort zum Tempel der Aphaia. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-Farbrekonstruktion-der-Athena-vom-Tempel-der-Aphaia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" class="wp-image-9643" style="width:400px" title="Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Athene-vom-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit Farbrekonstruktion der Athena vom Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen ist der Gipsabguss einer Statue der Athena, die vom Westgiebel des Tempels stammt. Das Original ist in der Staatlichen Antikensammlung und Glyptothek in München zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden ist die Figur um 480 v.Chr. Vinzenz Brinkmann und Ulrike Koch-Brinkmann haben die Bemalung auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original hat zwei Löcher in der Brust. Diese waren dafür gedacht, ein Gorgoneion anzuheften. Die Wissenschaftler haben eines ergänzt. Als Grundlage dafür diente ein Gorgoneion, das aus dem Giebel des Apollontempels in Erettia auf Euböa stammt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Römische Portraits von Menschen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Saal verlassen wir die griechische Welt und gehen nach Rom. Bei den gezeigten Stücken ist der kulturelle Einfluss Griechenlands jedoch nicht zu verkennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Saal-mit-römischen-Portraits-von-Menschen-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" class="wp-image-9648" style="width:400px" title="Saal mit römischen Portraits von Menschen im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römischen Portraits von Menschen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier geht es um Portraits von Menschen. Die Artefakte dazu befinden sich und zwei Räumen, die hintereinander liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vorderen Raum sehen wir überwiegend Köpfe. Auf der linken Seite wird es kaiserlich. Vorne links sehen wir die Köpfe von Kaiser Augustus, der Faustina Minor und deren Ehemann Marcus Aurelius. Septimius Severus und die wissenschaftliche Rekonstruktion des Kopfes von Julius Caesar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen gegenübergestellt sind die Portraits antiker Menschen, zu denen kein Name bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Kopf des Raums steht die Portraitstatue eines römischen Feldherren. Der Kopf fehlt. Meiner Meinung nach muss das kein Zufall sein. Solche Statuen wurden durchaus so konstruiert, dass der Kopf ausgetauscht werden konnte. So musste bei einem Wechsel in der Stellung des Dargestellten keine ganze Statue neu angefertigt werden, sondern nur ein Kopf. Was der Hintergrund bei dieser Statue ist, weiß ich (noch) aber nicht</p>



<h4 class="wp-block-heading">Portraits in der römisch-ägyptischen Welt</h4>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Saal-mit-römisch-ägyptischen-Portraits-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg" alt="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" class="wp-image-9647" style="width:400px" title="Saal mit römisch-ägyptischen Portraits im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-roemisch-aegyptische-Portraits-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Saal mit römisch-ägyptischen Portraits</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im nachfolgenden Raum geht es in die römisch-ägyptische Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fasziniert war ich von fünf Mumienmasken. Die befinden sich in der Vitrine auf der linken Seite des Bildes  und stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus. Die Masken bestehen aus Stuck, farbigem Glas, Vergoldung und Farbe. Blickst Du sie an, hast Du den Eindruck einem Menschen ins Gesicht zu sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter sind Mumienbilder eines Mädchens, eines Jungen und einer Frau zu sehen. Die Portraits hat man den Mumien beigegeben. Sie zeigen die Verstorbenen mit wirklich realistischen Portraits. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der rechten Seite ist ein Mosaik zu sehen, das aus dem 2. Jahrhundert nach Christus stammt. Es zeigt die Ermordung des Archimedes durch einen römischen Soldaten. Archimedes gilt als einer der bedeutendsten Erfinder der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hellas Blog stelle ich vor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://hellas.blog/das-maedchen-auf-einem-mumienportrait-im-liebieghaus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Mädchen auf einem Mumienportrait</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Informationen dazu klicke bitte auf den Link.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die spätantike Welt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss der Sammlung antiker Skulpturen im Liebieghaus macht ein Raum mit Exponaten aus der Spätantike.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Saal-zur-Spätantike-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg" alt="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" class="wp-image-9649" style="width:400px" title="Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Saal-Spaetantike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Saal zur Spätantike im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind nicht nur Stücke aus dem römisch-griechischen Kulturkreis. Auch Artefakte aus Indien und China sind vorhanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie die Skulpturenkunst sich in verschiedenen Kulturkreisen auf der Welt entwickelt hat. Hier kannst Du es sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Raum hat mich ein Sarkophag aus Marmor fasziniert, der um 330 n.Chr. geschaffen wurde. Er ist im Stil antiker, heidnischer Sarkophage geschaffen. Jedoch zeigt er biblische Motive. So markiert dieses Artefakt den Übergang von der heidnischen Kultur zum Christentum. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Sammlungen im Liebieghaus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt drei weitere Sammlungen, die im Liebieghaus zu sehen sind. Sie haben keinen &#8222;griechischen Schwerpunkt&#8220;. In ihnen habe ich aber immer wieder Objekte gesehen, die einen Bezug zur griechischen Kultur haben. Deshalb und auch der Vollständigkeit halber</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Mittelalter</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spätantike schloss sich das frühe Mittelalter an. Das verlief in Griechenland bekanntlich etwas anders als im westlichen und mittleren Europa. Dort geriet Griechenland aber keineswegs in Vergessenheit. Hinweise darauf findet man, wenn man genau hinschaut, auch in dieser Sammlung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Sammlung-Mittelalter-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg" alt="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" class="wp-image-9651" style="width:400px" title="Sammlung Mittelalter im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Mittelalter-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Mittelalter</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt der Sammlung im Liebieghaus ist die spätgotische Bildhauerkunst vom 14. bis in das frühe 16. Jahrhundert. Die gezeigten Stücke stammen vorwiegend aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind Werke von Tilman Riemenschneider, Hans Multscher, Niclaus Gerhaert von Leyden oder Michel Erhart. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den ersten Eindruck scheint es so, als wäre das Mittelalter wahnsinnig religiös gewesen. Das anzunehmen ist auch nicht ganz falsch. Aber Politik, Alltag und Religion waren für die Menschen in einer Weise miteinander verbunden, die wir uns heute zumeist nicht mehr vorstellen können. Die Kunst im Mittelalter war geprägt vom Aufgreifen religiöser Themen. Individualismus war nicht unbedingt angesagt. Aber Kunst war farbig und brachte auf ihre ganz eigene Art Leben und Lebendigkeit zum Ausdruck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die künstlerische Entwicklung der Bildhauerei vom frühen bis ins späte Mittelalter ist in den einzelnen Sälen gut nachzuvollziehen. Im Rahmen des Hellas Blog passen die meisten hier gezeigten Stücke leider nicht. Eventuell kann ich das eine oder andere im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">History Blog</a> näher vorstellen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Neuzeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Liebieghaus haut auch zahlreiche Skulpturen, die nach dem 15. Jahrhundert entstanden sind. Diese sind in der Sammlung Neuzeit zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Sammlung-Neuzeit-im-Liebieghaus"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg" alt="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" class="wp-image-9641" style="width:400px" title="Sammlung Neuzeit im Liebieghaus" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Neuzeit-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sammlung Neuzeit im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Formensprache emanzipiert sich jetzt von dem, was im Mittelalter üblich war. Religiöse Motive spielen nach wie vor eine große Rolle. Aber wir sehen auch viele Exponate, die keinen christlichen Inhalt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Künstler haben sich von der Formensprache der Antike inspirieren lassen. In der Renaissance strebten die Künstler eine möglichst wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Natur an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wohl berühmteste Exponat aus dieser Phase ist Ariadne auf dem Panther. Diese Skultpur habe ich oben schon erwähnt. Sie steht in der Sammlung zur Antike. Ich habe auch andere Exponate mit griechischem Bezug gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir fällt auf, dass wir aus dieser Zeit viel mehr Darstellungen haben von Königen, Herrschern und anderen Leuten, die sich für so wichtig hielten. Mir scheint, dass Menschen in diesem Ausmaß während des Mittelalters nicht portraitiert worden sind. Allerdings war das in der Antike durchaus üblich, wie wir in der Sammlung Antike sehen. Auch in dieser Hinsicht &#8211; und nicht nur in den äußeren Merkmalen der Skulpturen &#8211; knüpften die Menschen an die Zeit der Antike an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sammlung Elfenbein</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Splendid White &#8211; herrliches Weiß. <a href="https://www.liebieghaus.de/de/splendidwhite" target="_blank" rel="noreferrer noopener">So nennt das Liebieghaus die Elfenbeinsammlung</a> von Reiner Winkler, die es übernehmen und seinen Besuchern zugänglich machen durfte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Elfenbeinsammlung-Rainer-Winkler"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg" alt="Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus" class="wp-image-9650" style="width:400px" title="Elfenbeinsammlung von Rainer Winkler" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Liebieghaus-Sammlung-Elfenbein-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Elfenbeinsammlung von Reiner Winkler im Liebieghaus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sammlung umfasst Skulpturen aus Elfenbein, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden sind. Den Griechenland-Fans sei an dieser Stelle verraten, dass sich ein Blick in diese Sammlung unbedingt lohnt. Es gibt wunderschöne Motive, deren Anblick mir den Atem verschlagen hat. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht sagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reiner Winkler war ein sehr erfolgreicher Bauunternehmer. Er liebte Musik, Reisen, war Bergsteiger und Taucher. Und er war von Schnitzereien aus Elfenbein fasziniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über einen Zeitraum von 30 Jahren erwarb er etwa 210 Werke, die aus Elfenbein gefertigt wurden. Das war sein Hobby. Er liebte die Schönheit des Materials und von dem, was Künstler aus ihm gemacht hatten. Ein erstes &#8211; gotisches &#8211; Elfenbeintäfelchen erwarb er 1962. Seine Sammelleidenschaft weckten dann Statuetten, Figurengruppen, Reliefs und Gefäße des 17. und 18. Jahrhunderts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Sammlung galt als international herausragend. 1984 und 1994 haben international führende Experten zwei Bestandskataloge publiziert. Ursprünglich waren die Stücke in einer eigens dafür hergerichteten &#8222;Kunstkammer&#8220; in Winklers Wohnräumen zu sehen. Er lud Interessenten gerne zu sich nach Hause ein. Aber auch Ausleihwünschen entsprach er in sehr großzügiger Weise. 1995 richtete er die &#8222;Reiner Winkler Stiftung&#8220; ein, die Forschung auf dem Gebiet der europäischen Kleinplastik des 17. und 18. Jahrhunderts fördert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/liebieghaus/">Die Skulpturen im Liebieghaus in Frankfurt am Main</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ein Tagesausflug von Athen nach Ägina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Du in Athen bist, dann mach doch einen Tagesausflug auf die Insel Ägina. Der Hellas Blog gibt Dir Tipps für die Tour über Ägina.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hältst Du Dich für einige Tage in&nbsp;<a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a>&nbsp;auf, dann ist ein Tagesausflug nach Ägina ganz sicher etwas für Dich. Sowohl in Ägina Stadt als auch im Inneren der Insel gibt es einiges zu entdecken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf Ägina</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Solltest Du nicht ohnehin mit einem Auto nach Ägina kommen, dann empfehle ich Dir, dass Du Dir vor Ort eines mietest. Sowohl in Ägina Stadt als auch in Agia Marina gibt es Autovermietungen. Ich empfehle Dir, dass Du ggf. vorab einen Mietwagen reservierst. Sonst kann es passieren, dass Du auf Ägina bist und kein Fahrzeug für Dich verfügbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Auto kommst Du am besten über die Insel. Zu jeder Sehenswürdigkeit habe ich einen Link auf Google Maps gesetzt. Mit Hilfe Deines Navis / Handys solltest Du dort gut hinkommen. Meine Rundreise habe ich mit dem Start- und Zielort Ägina Stadt geplant. Solltest Du in Agia Marina anlanden, beginnst Du Deine Rundfahrt eben dort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle Dir, Deinen Tagesausflug von Athen nach Ägina so zu planen, dass Du eine ganz frühe Fähre nimmst und alles so organisierst, dass Du den Mietwagen spätestens um 9 Uhr übernommen hast. Das heißt zwar, dass Du früh aufstehen musst. Aber so kannst Du den ganzen Tag für Dich nutzen und sehr viele Eindrücke sammeln. Jedenfalls wäre das meine Vorgehensweise.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Von der Landung bis zur Mittagspause</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paleochora:</strong>&nbsp;Der im Inneren der Insel gelegene Ort&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/XNpNG7GQu9gvWxdX9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paleochora</a>&nbsp;(Παλαιοχώρα) war im Mittelalter der Hauptort der Insel. Hier waren die Menschen hier gegen Piratenüberfälle geschützt. Um 1800 haben die Einwohner den Ort verlassen. Die Häuser sind zerfallen, allerdings sind 32 Kirchen und Kapellen erhalten geblieben. Es lohnt sich, Paleochora zu besuchen und die Gotteshäuser aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu besichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tempel der Aphaia</strong>: Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit der Insel ist der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/LGFLbfagPchnxHPP9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tempel der Aphaia</a>. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Aphaia-Tempel"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Tempel der Aphaia" class="wp-image-14621" style="width:400px" title="Aphaia Tempel" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mythos sagt, dass sie eine Nymphe war. Da ihr Halbbruder Minos ihr nachstellte, floh sie einst aus Kreta, wurde von Fischern gefunden und nach Ägina gebracht. Artemis erhob sie in den Rang einer Göttin. Der Tempel ist inzwischen zwar eine Ruine, aber noch immer sehr eindrucksvoll. Die <a href="https://hellas.blog/aphaia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschichte der Aphaia</a> habe ich an anderer Stelle erzählt. Wer mehr sehen möchte, muss nach München in die Glyptothek. Dort sind die besten Skulpturen aus Ägina seit Anfang des 19. Jahrhunderts zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kloster Agios Minas:</strong>&nbsp;Nur 3 km vom Tempel der Aphaia entfernt solltest Du das&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/nHtV62c9aqFMEC9g9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kloster Agios Minas</a>&nbsp;(Ιερά Μονή Αγίου Μηνά) besuchen. Seit 1956 ist es ein Nonnenkloster. Besucher sind herzlich willkommen. In einem kleinen Laden bieten sie handgemachte Seifen, Käse und Fruchtmarmeladen und Gegenstände mit religiösem Bezug an. Bitte beachtet, dass die Nonnen in ihrer Mittagspause keine Besucher empfangen. Vormittags bis 12 Uhr und nachmittags ab 16 Uhr sollte das Kloster geöffnet sein. Die Nonnen sind sehr, sehr freundlich und auch Besucher ohne religiösen Hintergrund werden sich hier sehr wohl fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mittagspause in Agia Marina:</strong>&nbsp;Im Osten der Insel liegt der kleine Hafenort&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/BYmDka8APbQsSxsPA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agia Marina</a>. Nimm Dir etwas Zeit und bummele durch die Gegend. In der Nähe des Hafens gibt es einige nette Restaurants, in denen Du eine kleine Pause einlegen kannst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Weiter geht es nach dem Mittag</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tempel des Zeus Hellanios:</strong>&nbsp;Dieser Tipp ist kein „Muss“, sondern ein „Kann“ wenn Du viel Zeit hast, etwas wandern möchtest und keine allzu spektakulären Ruinen erwartest. Du fährst jetzt weiter zurück Richtung Ägina auf der südlichen Hälfte der Insel. Kurz hinter dem Örtchen Anisaio kommt eine Abzweigung nach links. Dort lässt Du Dein Auto am Wegesrand stehen. Zu Fuß erreichst Du den&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/esAFTkNN9Rhn3AZW7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tempel des Zeus Hellanios</a>&nbsp;bzw. das, was von ihm heute noch zu sehen ist. Auffällig ist ein Kirchenbau im byzantinischen Stil. Schau Dir das Gelände an, die Grundrisse des einstigen Zeus-Tempels sind gut zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kirche der Panagia Mesosporitissa:</strong>&nbsp;Von dem letzten Ort aus geht es weiter und Du machst einen kurzen Halt an der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/6hCvgpvJzbvgzADK7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kirche Panagia Mesosporitissa</a>&nbsp;(Εκκλησία Παναγίας Μεσοσπορίτισσας). Es ist die kleine Kirche am Friedhof des nächsten Ortes namens Pachia Rachi. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Markellos-Turm-Egina"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Markellos-Turm.jpg" alt="Markellos Turm" class="wp-image-14623" style="width:250px" title="Markellos Turm in Ägina Stadt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Markellos-Turm.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Markellos-Turm-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Markellos-Turm-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Markellos Turm</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Von außen sieht sie unscheinbar aus, ist im Inneren aber sehr gepflegt und rund um die Uhr geöffnet. Ich empfehle Dir, dass Du hier eine kleine Pause machst und Dir in Ruhe alles ansiehst. Gegen eine (sehr) kleine Spende kannst Du auch eine Kerze nehmen, entzünden und in das mit Sand gefüllte Becken auf der linken Seite stecken. Dazu wünschst Du Dir etwas und bittest die Muttergottes um ihren Segen dafür. Das soll schon ab und an geholfen haben. Bitte fasse die Ikonen nicht an und behandele den Ort mit Respekt. Die Kirche hat eine ganz eigene Schönheit und ist den Menschen sehr wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wandern zu alten Olivenbäumen:</strong>&nbsp;Auch das ist kein Muss, und Du solltest ein bis zwei Stunden Zeit haben. An heißen Tagen empfehle ich Dir, diese Strecke am Vormittag zu laufen. Fahre in Richtung des&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/UKKwC5LYvurTtpYB6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Strandes von Eginitissa</a>&nbsp;und gehe zum&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/jBfYYK1SVHdHqPYA9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ausgangspunkt des Wanderpfads</a>. Solltest Du das nicht finden, erkunde Dich in einem der örtlichen Restaurants (dort spricht man Englisch!) nach dem „Ancient Olive Grove“ und man erklärt Dir, wohin Du musst. Vom Startpunkt aus läufst Du zu den fantastischen&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/zN9Vfz9WerXrUUxLA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">alten Olivenbäumen</a>. Die sind nicht nur wunderschön. Wenn die richtige Zeit ist, schmücken auch Mohnblumen die Gegend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ägina Stadt:</strong>&nbsp;Zum Abschluss (oder, falls Du in Agia Marina gestartet bist zur Mittagszeit) empfehle ich Dir einen Bummel durch&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/qTSYYqejpn7TyMGB7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ägina Stadt</a>. Der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/bhbWGX2wCgFBq7Bh9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Markellos Turm</a>&nbsp;(Πύργος Μάρκελλου) ist eine rund um die Uhr geöffnete Sehenswürdigkeit. Auf jeden Fall ist er ein schönes Fotomotiv. Das&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/7z94ZxuyWaaGsGMY9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologische Museum von Ägina</a>&nbsp;ist im Sommer von 10 Uhr bis 17:30 geöffnet, im Winter von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Dienstags ist der Ruhetag. Nähere Informationen entnimmst Du der&nbsp;<a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh155.jsp?obj_id=3255" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>. Gleich daneben sind die&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/7ZJG43rTRDqNSgGL9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruinen des Apollon-Tempels</a>&nbsp;von Ägina. Das Eintrittsticket für das Museum gilt hier ebenfalls.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Es darf auch weniger sein</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt noch viel mehr zu sehen, zum Beispiel die Metropol-Kirche, in der einst&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/b5gbkxq9Ua6oUXTW8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ioannis Kapodistrias</a>&nbsp;vereidigt worden ist. Aber ich denke, dass meine Empfehlungen für einen Tag auf Ägina schon eine ganze Menge sind. Daher schließe ich meine Empfehlungen für einen Tagesausflug nach Ägina hiermit ab. Wenn Du noch eine Idee hast, was hier unbedingt genannt werden sollte, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine E-Mail. Meine Mailadresse steht im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht umsonst habe ich in die Zwischenüberschrift geschrieben &#8222;Es darf auch weniger sein.&#8220; Das darf es nämlich durchaus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte schau Dir an, ob Du wirklich alles machen möchtest, was ich notiert habe. Es ist ein strammes Programm, und Du bist bis auf die Mittagspause komplett über die Insel unterwegs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du es etwas gemütlicher angehen lassen möchtest, dann empfehle ich Dir ein Downgrade: Paleochora, Tempel der Aphaia, Mittagspause in Agia Marina, Kloster Agios Minas und zum Abschluss einen Bummel durch Ägina Stadt. Nimm Dir etwas mehr Zeit für die einzelnen Stationen und lass es locker angehen. Das ist auch gut. </p>



<h2 class="wp-block-heading">So kommst Du nach Ägina und zurück nach Athen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Athen kommend begibst Du Dich zunächst nach Piräus, von wo aus die Fähren nach Ägina abgehen. Im&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/2vrKiNQju1bH6Bxr8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hafen in Piräus</a>&nbsp;nimmst Du dann die Fähre nach Ägina. Dort landet sie im&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/zJZrzb4zP8vkb47Y9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hafen der Chora</a>&nbsp;oder im&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/JArb4N1n6mYVggBcA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hafen von Agia Marina</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Hafen-von-Ägina-Stadt"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Hafen.jpg" alt="Der Hafen von Ägina" class="wp-image-14622" style="width:400px" title="Der Hafen von Ägina Stadt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Hafen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Hafen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Hafen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hafen von Ägina</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Schiff ab Piräus geht morgens um kurz nach 7 Uhr, die letzte geht am Abend. Auf der Seite Ferryhopper kannst Du Dir die&nbsp;<a href="https://www.ferryhopper.com/en/ferry-timetables/greece/piraeus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbindungen ab Piräus</a>&nbsp;anschauen und dabei die für Dich geeignete Abfahrtszeit nach Ägina ermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich musst Du auch die Rückfahrt planen. Die erste Fähre von Ägina nach Athen geht morgens um kurz nach 7 Uhr, die letzte am späteren Abend. Schau Dir die&nbsp;<a href="https://www.ferryhopper.com/en/ferry-timetables/greece/aegina" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fähren ab Ägina</a>&nbsp;bei Ferryhopper an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens ist es kein Problem, spontan kurz vor der Abfahrt ein Ticket zu kaufen und mitzufahren. In der Hauptsaison kann es aber sein, dass die Tickets schon ausverkauft sind. Ist die Passagierkapazität erschöpft, haben Leute ohne Ticket Pech und müssen auf die nächste Fähre warten. Daher würde ich persönlich bei einem solchen Tagesausflug das Rückfahrticket gleich mit kaufen, wenn ich das Ticket hin besorge.</p>
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		<title>Aphaia – ein Flüchtlingskind aus Kreta</title>
		<link>https://hellas.blog/aphaia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Furtwängler]]></category>
		<category><![CDATA[Aphaia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die auf Ägina im berühmten Tempel verehrte Aphaia war ein Flüchtling aus Kreta. Dort entkam sie dem Minos und machte in ihrer neuen Heimat Ägina Karriere.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Göttin Aphaia (Ἀφαία) war die Hauptgöttin der Insel Ägina. Nur von dort ist eine Kultstätte bekannt. Andere Namen sind Britomartis oder Diktynna.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kult um diese Göttin entstand vermutlich im 14. Jahrhundert v.Chr. Sie war eine Fruchtbarkeitsgottheit, die ihre schützende Hand auch über die Landwirtschaft der Menschen und die gesamte Insel hielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise stammt der Kult nicht von Ägina, sondern ursprünglich aus Kreta. <a href="https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Paus.+2.30.3&amp;fromdoc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0160" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pausanias</a><sup data-fn="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4" class="fn"><a id="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4-link" href="#4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4">1</a></sup> nennt Zeus als Vater. Ihre Mutter sei Karme, eine aus Kreta stammende Nymphe und Halbgöttin. Es wird gesagt, dass Aphaia die Göttin Artemis sehr verehrt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Kreta musste Aphaia jedoch verlassen, und das kam so: Minos – ihr Halbbruder – hatte sich in sie verliebt und verfolgte Aphaia ganze neun Monate lang durch die Berge Kretas. Auf einem steilen Felsen blieb sie an einem Myrtenzweig hängen, so dass Minos sie fast gefangen hatte. Sie sprang ins Meer und rettete sich so vor ihm. Sie landete in den Netzen von Fischern, die sie auf Ägina in Sicherheit brachten. Artemis erhob sie später in den Rang einer Göttin. So berichtet es Karl Kerényi, der noch eine zweite Geschichte parat hat. Auf Ägina habe ein Fischer die Nymphe vergewaltigen wollen, die sich damals noch Britomartis nannte. Sie sei aber in ein Waldgebiet geflohen, wo dann später der Tempel errichtet wurde. Kerényi selbst hält diese Geschichte für unwahrscheinlich.<sup data-fn="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb" class="fn"><a id="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb-link" href="#9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb">2</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tempel der Aphaia</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Tempel-Aphaia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Tempel der Aphaia" class="wp-image-14621" style="width:400px" title="Tempel der Aphaia auf Ägina" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kultort der Aphaia auf Ägina ist heute weltberühmt. Der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/5J5jNzuMdeKeAAUs6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tempel der Aphaia</a>&nbsp;steht im Nordwesten von Ägina. Das heute noch als Ruine erhaltene Gebäude ist zwischen 510 v.Chr. und 490/480 v.Chr. errichtet worden. Der Altar ist auf die Mittelachse des Tempels ausgerichtet und passt so perfekt in die Harmonie des Gebäudes. Um 500 v.Chr. stellte man der Aphaia zudem Athene an die Seite, die ab dann praktisch die eigentliche Schutzgöttin von Ägina war. Die Bauteile des Tempels wurden Befestigungen aus Metall zusammengehalten. Vermutlich im 3. Jahrhundert nach Christus hat man das Metall aus dem Gebäude entfernt.Die jenigen, die das gemacht haben, verwendeten es für andere Zwecke . Einige Teile des Tempels stürzten ein und die Menschen haben ihn wohl nicht wieder aufgebaut. Das Gebäude wurde zur Ruine und geriet zunächst in Vergessenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1811 sollte sich das ändern. Der englische Architekt Cockerell und der deutsche Baron von Hallerstein besuchten die Ruinen und führten Ausgrabungen durch. Dabei entdeckten sie die Skulpturen der Giebel, die teilweise noch Reste der antiken Färbung hatten. Cockerell und Hallerstein dokumentierten die polychrome Bemalung des Tempels, so dass diese als nachgewiesen gelten konnte. Die Skulpturen verschafften sie nach Italien und verkauften sie an König Ludwig I. von Bayern. Heute sind sie in der Glyptothek zu sehen. Die systematische Ausgrabung des Tempels erfolgte 1901 durch das DAI Athen unter der Leitung von Adolf Furtwängler. Sein Bericht ist auf den Seiten der Uni Heidelberg heute frei verfügbar.<sup data-fn="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027" class="fn"><a id="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027-link" href="#111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027">3</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Aphaia, das Flüchtlingskind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So kann man mit einer gewissen Ironie sagen, dass Aphaia ein Flüchtlingskind aus Kreta ist, das schließlich nach Ägina gelangte und in der neuen Heimat von deren Einwohnern verehrt wurde.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4">Pausanias 2.30.3 <a href="#4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li><li id="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb"><a href="https://hellas.blog/mythologie-griechen-karl-kerenyi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kerényi</a>, Band 1, 117. <a href="#9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li><li id="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027">Furtwängler, <a href="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/furtwaengler1906/0001/image,info" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aegina – Das Heiligtum der Aphaia</a>, München 1906 <a href="#111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aphaia/">Aphaia – ein Flüchtlingskind aus Kreta</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Persephone und die Sommersonnenwende in Griechenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Apollon]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Tag der Sommersonnenwende möchte ich auf den Mythos der Persephone zu sprechen kommen. Sie kehrt heute aus dem Hades ins Leben zurück.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="PersephoneSommersonnenwende">Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des Sommers, und Persephone spielt in Griechenland dabei eine ganz eigene Rolle. Die Sonne hat die größte Mittagshöhe über dem Horizont. Das ist auf der Nordhalbkugel am 20., 21. oder auch am 22. Juni der Fall. 2024 findet die Sommersonnenwende am 20. Juni statt. Dieses Ereignis markiert den Beginn des astronomischen Sommers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich seit Urzeiten spielt die Sonne in der Glaubens- und Vorstellungswelt der Menschen eine große Rolle. Sie hat essenzielle Bedeutung für ihr Überleben und der Welt. Ist die Sonne verschwunden, kommt das Leben zur Ruhe und der Mensch sucht Schlaf. Kehrt die Sonne zurück, wachen wir auf und beginnen den Tag. Das spielte im Bewusstsein der Menschen eine so große Rolle, dass sich auch religiöse Vorstellungen entwickelten. In Griechenland sind der Sonnengott&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/helios/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Helios</a>&nbsp;zu nennen und auch&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/gott-apollon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apollon</a>, der auch ein Gott des Lichts war. Jenseits der Götterwelt gab es zahlreiche Mythen und Bräuche, die mit der Sommersonnenwende zu tun hatten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Koppf-der-Persephone-Museum-August-Kestner.jpg" alt="Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des Sommers, und Persephone spielt in Griechenland dabei eine ganz eigene Rolle. Die Sonne hat die größte Mittagshöhe über dem Horizont. Das ist auf der Nordhalbkugel am 20., 21. oder auch am 22. Juni der Fall. 2024 findet die Sommersonnenwende am 20. Juni statt. Dieses Ereignis markiert den Beginn des astronomischen Sommers.

 

Vermutlich seit Urzeiten spielt die Sonne in der Glaubens- und Vorstellungswelt der Menschen eine große Rolle. Sie hat essenzielle Bedeutung für ihr Überleben und der Welt. Ist die Sonne verschwunden, kommt das Leben zur Ruhe und der Mensch sucht Schlaf. Kehrt die Sonne zurück, wachen wir auf und beginnen den Tag. Das spielte im Bewusstsein der Menschen eine so große Rolle, dass sich auch religiöse Vorstellungen entwickelten. In Griechenland sind der Sonnengott Helios zu nennen und auch Apollon, der auch ein Gott des Lichts war. Jenseits der Götterwelt gab es zahlreiche Mythen und Bräuche, die mit der Sommersonnenwende zu tun hatten.

 

Der Mythos von Persephone (Περσεφόνη) ist mit dem Beginn des Sommers eng verbunden.

 

Persephone ist eine Tochter des Zeus mit seiner Schwester Demeter. Hades – der Gott der Unterwelt - verliebte sich in sie und bat Zeus um Zustimmung, Persephone zur Frau zu nehmen. Zeus sagte dazu nichts. Er wusste, dass Persephone nicht freiwillig in die sonnenlose Unterwelt zu Hades gehen würde. Dieses Schweigen des Zeus interpretierte Hades indes als Zustimmung.

 

In der Ebene von Nysa spielte Persephone mit ihren Gefährtinnen, den Okeaniden. Auch pflückte sie Blumen. Als sie sich bückte, um eine Narzisse zu pflücken, öffnete sich die Erde. Hades kam auf seinem Wagen hervor, packte Persephone und zog sie herab in die Unterwelt. Dort machte er sie zur Königin der Toten. Persephone schrie um Hilfe, was Zeus jedoch ignoriert hat.

 

Demeter war verzweifelt. Sie wanderte auf der Suche nach ihrer Tochter umher und hinderte alle Pflanzen am Wachstum. Das wiederum zwang Zeus zum Eingreifen. Denn es bestand die Gefahr, dass die Welt am Hunger zu Grunde ging.

 

Schließlich kam es zu einer Einigung: Im Winter bleibt Persephone in der Unterwelt und regiert dort als Königin der Toten. Im Sommer kehrt sie auf die Erde zurück und lebt bei ihrer Mutter Demeter.

 

Wir kennen diese Geschichte aus dem 2. Homerischen Hymnus an Demeter (ab Zeile 5, griechischer Text / englische Übersetzung). Man kann in diesem Mythos eine Erklärung für den Wechsel der Jahreszeiten sehen. Sie mag auch ein Symbol für die Idee von der Unsterblichkeit der Seele und der Wiedergeburt sein. Denn Persephone kehrt ja aus dem Reich der Toten in die Welt der Lebenden zurück. Es gab dazu schon in der Antike viele Ideen, und auch in späteren Zeiten ist die Geschichte vom Raub der Persephone immer wieder aufgegriffen worden.

 

Ich finde, dass die Geschichte von Persephone einen etwas anderen Blick auf die Sommersonnenwende wirft, nicht nur in Griechenland. Deshalb erzähle ich sie heute." class="wp-image-8061" style="width:400px" title="Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des Sommers, und Persephone spielt in Griechenland dabei eine ganz eigene Rolle. Die Sonne hat die größte Mittagshöhe über dem Horizont. Das ist auf der Nordhalbkugel am 20., 21. oder auch am 22. Juni der Fall. 2024 findet die Sommersonnenwende am 20. Juni statt. Dieses Ereignis markiert den Beginn des astronomischen Sommers.     Vermutlich seit Urzeiten spielt die Sonne in der Glaubens- und Vorstellungswelt der Menschen eine große Rolle. Sie hat essenzielle Bedeutung für ihr Überleben und der Welt. Ist die Sonne verschwunden, kommt das Leben zur Ruhe und der Mensch sucht Schlaf. Kehrt die Sonne zurück, wachen wir auf und beginnen den Tag. Das spielte im Bewusstsein der Menschen eine so große Rolle, dass sich auch religiöse Vorstellungen entwickelten. In Griechenland sind der Sonnengott Helios zu nennen und auch Apollon, der auch ein Gott des Lichts war. Jenseits der Götterwelt gab es zahlreiche Mythen und Bräuche, die mit der Sommersonnenwende zu tun hatten.     Der Mythos von Persephone (Περσεφόνη) ist mit dem Beginn des Sommers eng verbunden.     Persephone ist eine Tochter des Zeus mit seiner Schwester Demeter. Hades – der Gott der Unterwelt - verliebte sich in sie und bat Zeus um Zustimmung, Persephone zur Frau zu nehmen. Zeus sagte dazu nichts. Er wusste, dass Persephone nicht freiwillig in die sonnenlose Unterwelt zu Hades gehen würde. Dieses Schweigen des Zeus interpretierte Hades indes als Zustimmung.     In der Ebene von Nysa spielte Persephone mit ihren Gefährtinnen, den Okeaniden. Auch pflückte sie Blumen. Als sie sich bückte, um eine Narzisse zu pflücken, öffnete sich die Erde. Hades kam auf seinem Wagen hervor, packte Persephone und zog sie herab in die Unterwelt. Dort machte er sie zur Königin der Toten. Persephone schrie um Hilfe, was Zeus jedoch ignoriert hat.     Demeter war verzweifelt. Sie wanderte auf der Suche nach ihrer Tochter umher und hinderte alle Pflanzen am Wachstum. Das wiederum zwang Zeus zum Eingreifen. Denn es bestand die Gefahr, dass die Welt am Hunger zu Grunde ging.     Schließlich kam es zu einer Einigung: Im Winter bleibt Persephone in der Unterwelt und regiert dort als Königin der Toten. Im Sommer kehrt sie auf die Erde zurück und lebt bei ihrer Mutter Demeter.     Wir kennen diese Geschichte aus dem 2. Homerischen Hymnus an Demeter (ab Zeile 5, griechischer Text / englische Übersetzung). Man kann in diesem Mythos eine Erklärung für den Wechsel der Jahreszeiten sehen. Sie mag auch ein Symbol für die Idee von der Unsterblichkeit der Seele und der Wiedergeburt sein. Denn Persephone kehrt ja aus dem Reich der Toten in die Welt der Lebenden zurück. Es gab dazu schon in der Antike viele Ideen, und auch in späteren Zeiten ist die Geschichte vom Raub der Persephone immer wieder aufgegriffen worden.     Ich finde, dass die Geschichte von Persephone einen etwas anderen Blick auf die Sommersonnenwende wirft, nicht nur in Griechenland. Deshalb erzähle ich sie heute." srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Koppf-der-Persephone-Museum-August-Kestner.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Koppf-der-Persephone-Museum-August-Kestner-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Koppf-der-Persephone-Museum-August-Kestner-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/06/Koppf-der-Persephone-Museum-August-Kestner-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopf der Persephone (Museum August Kestner)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mythos von Persephone (Περσεφόνη) ist mit dem Beginn des Sommers eng verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Persephone ist eine Tochter des Zeus mit seiner Schwester Demeter. Hades – der Gott der Unterwelt &#8211; verliebte sich in sie und bat Zeus um Zustimmung, Persephone zur Frau zu nehmen. Zeus sagte dazu nichts. Er wusste, dass Persephone nicht freiwillig in die sonnenlose Unterwelt zu Hades gehen würde. Dieses Schweigen des Zeus interpretierte Hades indes als Zustimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ebene von Nysa spielte Persephone mit ihren Gefährtinnen, den Okeaniden. Auch pflückte sie Blumen. Als sie sich bückte, um eine Narzisse zu pflücken, öffnete sich die Erde. Hades kam auf seinem Wagen hervor, packte Persephone und zog sie herab in die Unterwelt. Dort machte er sie zur Königin der Toten. Persephone schrie um Hilfe, was Zeus jedoch ignoriert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demeter war verzweifelt. Sie wanderte auf der Suche nach ihrer Tochter umher und hinderte alle Pflanzen am Wachstum. Das wiederum zwang Zeus zum Eingreifen. Denn es bestand die Gefahr, dass die Welt am Hunger zu Grunde ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich kam es zu einer Einigung: Im Winter bleibt Persephone in der Unterwelt und regiert dort als Königin der Toten. Im Sommer kehrt sie auf die Erde zurück und lebt bei ihrer Mutter Demeter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir kennen diese Geschichte aus dem 2. Homerischen Hymnus an Demeter (ab Zeile 5,&nbsp;<a href="https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0137%3Ahymn%3D2%3Acard%3D1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischer Text</a>&nbsp;/&nbsp;<a href="https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0138%3Ahymn%3D2%3Acard%3D1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">englische Übersetzung</a>). Man kann in diesem Mythos eine Erklärung für den Wechsel der Jahreszeiten sehen. Sie mag auch ein Symbol für die Idee von der Unsterblichkeit der Seele und der Wiedergeburt sein. Denn Persephone kehrt ja aus dem Reich der Toten in die Welt der Lebenden zurück. Es gab dazu schon in der Antike viele Ideen, und auch in späteren Zeiten ist die Geschichte vom Raub der Persephone immer wieder aufgegriffen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass die Geschichte von Persephone einen etwas anderen Blick auf die Sommersonnenwende wirft, nicht nur in Griechenland. Deshalb erzähle ich sie heute.</p>
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