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	<title>Heinrich Schliemann Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Heinrich Schliemann Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Münze aus Dardanos mit Hahn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Numismatischen Museum von Athen ist eine Münze aus Dardanos zu sehen. Sie ist Teil der Sammlung von Heinrich Schliemann. In dieser hat sie die Nummer 64.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/">Münze aus Dardanos mit Hahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Numismatischen Museum von Athen ist eine Münze aus Dardanos zu sehen. Sie ist Teil der Münzsammlung von Heinrich Schliemann. Im Ausstellungsraum hat sie die Nummer 64. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Jahresthemas 2026 geht es um besondere Artefakte, die in Athen zu sehen sind. Ich finde, diese Münze gehört dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kommt der Hahn auf eine Münze aus Dardanos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Münze hat <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a> nach Athen gebracht. Sie war Teil seiner Sammlung, die heute im Numismatischen Museum der Stadt zu sehen ist. Dort hat diese Münze die Nummer 64.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Münze-aus-Dardanos--mit-Hahn-und-der-Inschrift-ΔΑΡ"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg" alt="Münze aus Dardanos  mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" class="wp-image-14142" style="width:400px" title="Münze aus Dardanos  mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Münze aus Dardanos mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dardanos ist eine antike griechische Stadt, die am asiatischen Ufer des Hellespont. Das ist die Meerenge zwischen der Ägäis und dem Marmarameer, die wir heute eher unter dem Namen Dardanellen kennen. Die Region nennt man auch Troas, nach ihrer bekanntesten Stadt: Troja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dardanos ist vermutlich im 6. Jahrhundert vor Christus gegründet worden. Schon früh begann die Stadt damit, eigene Münzen zu prägen. Eine Münze aus Daradanos ist am Hahn und der Inschrift ΔΑΡ gut zu erkennen. In lateinischer Umschrift steht ΔΑΡ für DAR, und das ist die Abkürzung für Dardanos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt prägte Münzen von der archaischen Zeit bis in die römische Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Quellen im Internet finde ich, dass Münzen aus dieser Stadt typischerweise einen Adler zeigen. Ich denke, das stimmt nicht. Möglicherweise verwechseln die Quellen das mit dem nahe gelegenen Abydos, auf den Münzen dieser Stadt war ein Adler zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Symbol für Dardanos war der Hahn, und den hat man auch auf eine Münze geprägt. So konnte jeder erkennen, woher die Münze stammt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichte von Dardanos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt hatte eine recht wechselvolle Geschichte. Sie gehörte zum Perserreich und beteiligte sich am Ionischen Aufstand, was der Stadt nicht gut bekam. Die Perser eroberten sie wieder. In den Gewässern vor der Stadt erlitt die Flotte von Sparta eine verheerende Niederlage gegen den Attisch-Delischen Seebund. Während des Hellenismus geriet Dardanos für kurze Zeit unter die Kontrolle des nahe gelegenen Abydos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Römer nach Kleinasien kamen und Auseinandersetzungen mit Antiochos III. führten, schlug das römische Heer in der Nähe von Dardanos sein Lager auf. Die Stadt stellte sich auf die Seite Römer. Nachdem diese sich durchgesetzt hatten, erklärten sie Daradnos zum Dank zur freien Stadt. Das war im Jahr 188 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 5. Jahrhundert nach Christus gab es hier sogar ein Bistum, das bis heute in der römisch-katholischen Kirche als Titularbistum fortbesteht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelalter ist die Stadt allerdings aufgegeben worden. Ihre Ruinen dienten als Steinbruch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hahn auf der Münze erinnert uns heute noch daran, dass Dardanos in der Antike eine bedeutende Stadt war. Denn sie hatte ein eigenes Wappentier und prägte ihre eigenen Münzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="block-b112b298-eda1-4814-9341-0ef8e3aaf112">Blogartikel mit Bezug auf Münzen</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-e801eb32-7753-4b9d-9eff-09cd89a592c1">Dies sind die drei jüngsten Beiträge im Hellas Blog mit Bezug auf eine Münze.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/ein-junge-hat-in-berlin-eine-antike-griechische-muenze-gefunden/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Präsentation der antiken griechischen Münze im PETRI Berlin." srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/PETRI-Berlin-griechische-Muenze-von-Nahem.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/ein-junge-hat-in-berlin-eine-antike-griechische-muenze-gefunden/">Ein Junge hat in Berlin eine antike griechische Münze gefunden</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Münze aus Dardanos mit Hahn und der Inschrift ΔΑΡ" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Athen-Numismatisches-Museum-Muenze-Dardanos.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/">Münze aus Dardanos mit Hahn</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/20-drachmen-muenze-dionysios-solomos/"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-300x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Vorderseite der 20 Drachmen Münze aus dem Jahr 2000" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000-768x768.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Drachmen-20-Vorderseite-Jahr-2000.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/20-drachmen-muenze-dionysios-solomos/">20 Drachmen Münze aus dem Jahr 2000</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Beiträge Im Hellas Blog zu <a href="https://hellas.blog/tag/muenze/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Münzen</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/eine-muenze-aus-dardanos/">Münze aus Dardanos mit Hahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>News 24/7 preist Mykene als Reiseziel an</title>
		<link>https://hellas.blog/news-24-7-preist-mykene-als-reiseziel-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Archäologische Stätten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das griechische Portal News 24/7 preist die Ruinen von Mykene an. Den griechischen Artikel habe ich für den Hellas Blog auf Deutsch zusammengefasst. Ich kann mich ihm nur anschließen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/news-24-7-preist-mykene-als-reiseziel-an/">News 24/7 preist Mykene als Reiseziel an</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das griechische <a href="https://www.news247.gr/travel/stis-mikines-gia-ta-kiklopeia-teixi-tin-pili-ton-leonton-kai-mithikous-thisavrous/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Portal News 24/7</a> preist die Ruinen von Mykene an. Den Bericht habe ich mir angeschaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was preist News 24/7 an Mykene an?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir also zum Inhalt des Artikels von Yannis Devetzoglou. Mykene ist für ihn eines der beeindruckendsten und bedeutendsten archäologischen Denkmäler Griechenlands.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Löwentor-Mykene"><img decoding="async" width="1024" height="570" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg" alt="Das Löwentor in Mykene" class="wp-image-1272" style="width:400px" title="Löwentor in Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Löwentor in Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt aus der fernen Vergangenheit ist nicht nur eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes. Sie ist UNESCO Weltkulturerbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yannis schreibt seinen Artikel wirklich mit Herz. Er sagt, in Mykene sei die Geschichte in jedem Winkel allgegenwärtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://hellas.blog/homer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homers</a> Mykene galt als „goldene Stadt“. Es war<br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im antiken Griechenland gilt Homers „goldenes Mykene“ als das bedeutendste und reichste Palastzentrum der späten Bronzezeit in Griechenland, gelegen auf dem Peloponnes. Der Mythos von den Kyklopen scheint sich hier zu manifestieren. <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schliemann</a> entdeckte die Maske des Agamemnon. Und kein Geringerer als Perseus soll die Stadt gegründet haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sehenswürdigkeiten und Schätze in Mykene</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt gute Gründe, aus denen News 24/7 seinen Lesern gegenüber Mykene so anpreist. Die Schätze und Sehenswürdigkeiten nennt Yannis ganz konkret.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Maske-des-Agamemnon"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Besucher sieht sofort die gewaltigen Mauern mit ihren großen Steinen. Es gibt die Legende, dass einst Perseus die Kyklopen beauftragte, diese Mauern zu bauen. Noch heute nennt man sie deshalb Kyklopenmauern. Durch sie führt das berühmte Löwentor ins Innere der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann führte hier Ausgrabungen durch, bei denen er wunderbare Schätze fand. Einer davon ist die Maske des Agamemnon. Diese wunderbare Maske, so dachte Schliemann, konnte niemand anderem gehört haben als Agamemnon. Heute wissen wir, dass er da falsch lag. Das Original ist heute im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum in Athen</a> zu sehen. Im kleinen Museum in Mykene gibt es eine Nachbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Toll ist auch die Schatzkammer des Atreus.  Sie ist eines der am besten erhaltenen Gewölbegräber. Schon Pausanias schrieb über sie. Geplündert hat man das Grab schon sehr früh. Über Jahrhunderte diente es Hirten als Zuflucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das  Museum erzählt von Mykene unter mehreren Aspekten. Es geht um das Leben der Menschen in Mykene, ihre Aktivitäten und religiösen Bräuche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verborgene Schätze und ein Fazit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Stadt gibt es viel zu sehen. Auch Mykene hat eine Akropolis. Auf deren höchstem Punkt thront der Palast von Mykene. Er unterstreicht Macht und Einfluss derer, die hier herrschten. Westlich davon liegt das Gräberrund B. Es wird auf die Zeit zwischen 1650 v.Chr. bis 1550 v.Chr. datiert. Hier fand man 26 Gräber, sechs davon waren königlich mit außergewöhnlichen Beigaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fand den Artikel toll, in dem News 24/7 Mykene seinen Lesern gegenüber so sehr anpreist. Ich habe ihn gerne gelesen. Und ich schließe mich der Empfehlung gerne an: Fahrt nach Mykene und schaut es Euch an!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/news-24-7-preist-mykene-als-reiseziel-an/">News 24/7 preist Mykene als Reiseziel an</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Agamemnon in China</title>
		<link>https://hellas.blog/agamemnon-in-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Agamemnon]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Homer]]></category>
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		<category><![CDATA[Kathimerini]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Trojanischer Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine detailgetreue Kopie der Maske des Agamemnon ist in China zu sehen. Sie sorgt im Sanxingdui-Museum in der chinesischen Stadt Guanghan für Begeisterung unter den Besuchern. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/agamemnon-in-china/">Agamemnon in China</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine detailgetreue Kopie der Maske des Agamemnon ist in China zu sehen. <a href="https://www.kathimerini.gr/culture/museums/563941225/o-agamemnonas-katektise-kai-tin-kina/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kathimerini berichtet</a>,  dass die Maske &nbsp;im Sanxingdui-Museum in der chinesischen Stadt Guanghan für Begeisterung sorgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Maske</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg hieß Agamemnon. Er war König in Mykene. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So berichtet es Homer in seiner Ilias. Und die beeindruckenden Ruinen von Mykene sind nie wirklich in Vergessenheit geraten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heinrich Schliemann fürte in Mykene 1876 Ausgrabungen durch. Im Gräberrund A fand er drei goldene Totenmasken. Die sind heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren eine Grabbeigabe für drei Skelette. Die waren im Vergleich mit anderen Skeletten aus dieser Zeit ungewöhnlich groß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Masken sprach Schliemann besonders an. Seine Meinung dazu stand auch schnell fest: Diese Maske konnte nur dem legendären Agamemnon gehören. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Agamemnon gehörte die Maske nicht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schon damals haben Experten diese Zuordnung bezweifelt. Und heute steht fest, dass Schliemann falsch lag. Die Toten wurden gut 3 Jahrhunderte vor dem Trojanischen Krieg begraben. Keiner von ihnen kann Agamemnon gewesen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind.Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du mehr über den mythischen König von Mykene wissen? Dann lies den <a href="https://hellas.blog/agamemnon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blogbeitrag über Agamemnon</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon kommt nach China</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nun hat die Maske des Agamemnon es bis nach China geschafft. Nicht im Original, aber eine detailgetreue Kopie können Besucher des Sanxingdui-Museums in Guanghan sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Besucher-im-Sanxingdui-Museum"><img decoding="async" src="https://www.kathimerini.gr/wp-content/uploads/2025/11/202fe704e6e49153a8a020d830f7ef6f_20250716_105928643-1.jpg" alt="Besucher im Sanxingdui-Museum" style="width:400px" title="Besucher im Sanxingdui-Museum"/><figcaption class="wp-element-caption">Besucher im Sanxingdui-Museum<br>(Bildquelle: Kathimerini)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dort findet eine Ausstellung unter dem Titel „Eine Reise ins antike Griechenland“ statt. Das Interesse der Bevölkerung am Thema ist groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original der Maske verlässt Athen nicht. Deshalb hat man eine detailgetreue Kopie gefertigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür hat das Metallkonservierungslabor des Archäologischen Nationalmuseums ein hochauflösendes digitales Modell der Goldmaske gemacht. Das hat man aus 300 Fotos der Vorderseite und weiteren 300 Fotos der Rückseite schaffen können. Die Fotos mussten hochauflösend sein, um auch kleinste Details richtig zu erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend hat man die Fotos mithilfe einer speziellen Software photogrammetrisch verarbeitet. Die Methode entspricht der Photogrammetrie, die man auch bei der Vermessung von Gebäuden oder eines Geländes einsetzt. Auf diese Weise ließ sich das dreidimensionale digitale Modell erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten wurden an die Organisation für Kulturressourcenmanagement und -entwicklung (ODAP)&nbsp;übermittelt. Dort erstellten Experten mit einem 3D-Drucker ein physisches Modell der Maske aus Harz. Von dem hat man eine Gussform angefertigt, in die heißes Messing gegossen wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So konnte die detailgetreue Kopie des Originals hergestellt werden. Die hat man vergoldet und dem Archäologischen Nationalmuseum übergeben. Von dort trat die Maske ihre Reise in das Reich der Mitte an. Seit Juli ist sie in Guanghan zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Methode mit Zukunft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ich spannend finde, die die hier angewandte Methode. Mit ihr lassen sich Kopien archäologischer Prunkstücke herstellen, die guten Gewissens statt dem Original an andere Museen ausgeliehen werden können. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Der-gestohlene-Goldschatz-von-Manching"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f9/Celtic_find_of_golden_coins_in_Manching_in_Germany.jpg/960px-Celtic_find_of_golden_coins_in_Manching_in_Germany.jpg" alt="Der gestohlene Goldschatz von Manching" style="width:400px" title="Der gestohlene Goldschatz von Manching"/><figcaption class="wp-element-caption">Der gestohlene Goldschatz von Manching<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind ja schon einige Kopien der Maske des Agamemnon gefertigt worden. Das erfolgte aber mit konventionellen Methoden, bei denen kleine Ungenauigkeiten nicht zu vermeiden sind. Die hier angewandte Methode bildet das Original bis ins Detail nach. Dem Besucher eines Museums entsteht kein Nachteil, wenn er es statt dem Original sieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das könnte auch eine Methode sein, die künftig in Museen selbst zum Einsatz kommt. Erinnert Ihr Euch an den Keltenschatz von Manching? Dort gibt es das Kelten-Römer-Museum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das unbestreitbare Highlight des Museums war ein keltischer Goldschatz. Er stammte aus der Zeit um 100 v.Chr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefunden hat man den Schatz 1999 auf dem Gelände des keltischen Oppidums von Manching. Neben drei Bronzeringen umfasste er 483 Goldmünzen und einen 217 Gramm schweren Gusskuchen, Die insgesamt 3,724 kg Gold sind am 22. November 2022 gestohlen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Täter hat man gefasst. Ein Teil der Münzen ist eingeschmolzen, der Verbleib vom Rest ist unbekannt. Die Täter schweigen. Dieses einzigartige kulturelle Erbe der Kelten ist wohl unwiederbringlich verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade kleinere Museen können sich modernste Alarmsysteme und Einbruchsicherungen oft nicht leisten. Will man solche Stücke dort zeigen, bieten detailgetreue Kopien sich an. Die Originale lassen sich mit viel geringeren Kosten als in einem Museum als Ausstellungsstück in sicheren Schließfächern verwahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Maske ist bis zum 21. Dezember in Guanghan zu sehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung im Sanxingdui-Museum endet am 21. Dezember. Die Maske ist der Liebling der Besucher. Sie lassen sich mit ihr fotografieren, so dass es aussieht, als trügen sie sie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon als Besuchermagnet in China. Wer hätte das gedacht? </p>
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		<title>Die Ruinen von Mykene als KI-Bild und in Echt</title>
		<link>https://hellas.blog/ki-bild-mykene-fotografie-echt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Agamemnon]]></category>
		<category><![CDATA[Copilot]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Löwendolch]]></category>
		<category><![CDATA[Löwentor]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Anwendung copilot habe ich mir ein KI-Bild der Ruinen von Mykene machen lassen und dieses mit einer Fotografie in Echt abgeglichen. Das Ergebnis und meine Gedanken dazu kannst Du im Hellas Blog sehen und lesen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit der Anwendung <a href="https://copilot.microsoft.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">copilot</a> habe ich mir ein KI-Bild der Ruinen von Mykene machen lassen und dieses mit einer Fotografie in Echt abgeglichen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Von-einer-KI-generiertes-Bild-der-Ruinen-von-Mykene"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/KI-generiertes-Bild-von-Mykene.jpg" alt="Von einer KI generiertes Bild der Ruinen von Mykene" class="wp-image-9848" style="width:400px" title="Von einer KI generiertes Bild der Ruinen von Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/KI-generiertes-Bild-von-Mykene.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/KI-generiertes-Bild-von-Mykene-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/KI-generiertes-Bild-von-Mykene-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/KI-generiertes-Bild-von-Mykene-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Von einer KI generiertes Bild der Ruinen von Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mykene ist eine der archäologischen Stätten in Griechenland, die mich am meisten beeindruckt haben. Du kannst sie besuchen, ein Museum und natürlich auch die Ruinen sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Fantasie hat Mykene schon immer bewegt. Das hat sich auch nicht verändert, nachdem ich die Ruinen mit eigenen Augen sehen und mich in ihnen bewegen durfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bin ich jetzt auf die Idee gekommen, mir ein KI-Bild von Mykene generieren zu lassen und es einer Fotografie in Echt gegenüber zu stellen. Im heutigen Artikel möchte ich Euch dieses Bild zeigen und auch etwas über Mykene erzählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ruinen bieten einen Einblick in die antike Zivilisation der Mykener, die etwa zwischen 1600 v. Chr. und 1100 v. Chr. blühte. Die Ruinen dieser alten Stadt liegen im Nordosten der Peloponnes. Sie gehören zu den am besten erhaltenen Relikten aus dieser Zeit. Sie zeugen von einer reichen und mächtigen Kultur, die tief in der griechischen Geschichte verwurzelt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin 2016 gemeinsam mit einem Bekannten dort gewesen. Als wir ankamen, fielen mir vom Parkplatz aus die sprichwörtlichen Kyklopenmauern auf. Es ist schon gewaltig, was für Bauten die griechischen Menschen in der Bronzezeit errichten konnten. Und die man an diesem Spitznamen für das mykenische Mauerwerk sieht, hat diese Stadt in der Argolis schon immer die Phantasie der Menschen bewegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mykene ist der Hammer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im 13. Jahrhundert vor Christus hat die mykenische Baukunst die Welt mit noch einem weiteren Monument bereichert: Das Löwentor ist der monumentale Haupteingang zur Zitadelle. Über dem Tor wachen zwei Löwen über die Kultur der mykenischen Bronzezeit. Sensationell!</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Die-Ruinen-von-Mykene-mit-der-Landschaft-im-Hintergrund-(2016)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Ruinen-Mykene-mit-Landschaft-im-Hintergrund-2016.jpg" alt="Die Ruinen von Mykene mit der Landschaft im Hintergrund (2016)" class="wp-image-9849" style="width:400px" title="Die Ruinen von Mykene mit der Landschaft im Hintergrund (2016)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Ruinen-Mykene-mit-Landschaft-im-Hintergrund-2016.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Ruinen-Mykene-mit-Landschaft-im-Hintergrund-2016-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Ruinen-Mykene-mit-Landschaft-im-Hintergrund-2016-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ruinen von Mykene mit der Landschaft im Hintergrund (2016)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Highlight der Ruinen von Mykene sind die königlichen Gräber. Die sogenannten Schachtgräber waren der Fundort für wertvolle Grabbeigaben. Darunter waren goldene Masken, Schmuck und Waffen. Der <a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>, der im Archäologischen Nationalmuseum von Athen zu sehen ist, soll als Beispiel genannt sein. Diese Funde dokumentieren, dass die mykenische Kultur der Bronzezeit sehr wohlhabend war. Die Handwerker der Stadt waren wirklich gut. Es war der berühmte Archäologe <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>, der diese Artefakte entdeckt hat. Darunter war auch die legendäre Goldmaske des Agamemnon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den architektonischen Überresten und Gräbern bieten die Ruinen von Mykene auch etwas anderes. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Das-Löwentor-in-Mykene"><img decoding="async" width="1024" height="570" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg" alt="Das Löwentor in Mykene" class="wp-image-1272" style="width:400px" title="Das Löwentor in Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Löwentor in Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst Dir vorstellen, wie das alltägliche Leben der Bevölkerung in der mykenischen Zeit gewesen sein mag. Die Archäologen haben Fundamente von Wohnhäusern, Werkstätten und Lagerräumen freigelegt. Sie zeigen, wie die Menschen lebten und arbeiteten. So können wir die Welt der mykenischen Gesellschaft verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mykene ist nicht nur ein Ort für Archäologen und Historiker. Er ist für uns alle ein fantastischer Platz, der die Fantasie anregt. Magst Du darüber nachdenken, wie mit <a href="https://hellas.blog/agamemnon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agamemnon</a> der vielleicht bekannteste Sohn der Stadt die Geschichte der damaligen Welt beeinflusste? Möchtest Du mit Deiner Fantasie daran teilhaben, weitere Geheimnisse dieser alten Zivilisation zu entschlüsseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens gibt es auf dem Ausgrabungsgelände auch ein kleines Museum. Dort kannst Du viele Artefakte sehen, die in der Zeit entstanden, in der hier Menschen lebten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche Mykene, mache Fotografie in Echt und später ein KI-Bild</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Besuch der Ruinen von Ruinen ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit. Er ist eine prima Gelegenheit, die beeindruckende Geschichte und das kulturelle Erbe von Griechenland hautnah zu erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und er regt Deine Fantasie an. Mit diesem Artikel möchte ich Dir Mut machen. Mach doch mit copilot selbst ein KI-Bild von Mykene und stell dem gegenüber, was Du auf einer Fotografie in Echt siehst.</p>
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		<title>Agamemnon</title>
		<link>https://hellas.blog/agamemnon/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Agamemnon]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[Atreus]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Elektra]]></category>
		<category><![CDATA[Gräberrund A in Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte]]></category>
		<category><![CDATA[Iphigenie]]></category>
		<category><![CDATA[Klytaimnestra]]></category>
		<category><![CDATA[Menelaos]]></category>
		<category><![CDATA[Museum August Kestner Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Orestes]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Pelops]]></category>
		<category><![CDATA[Tantalos]]></category>
		<category><![CDATA[Trojanischer Krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von Mykene und der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Auf jeden Fall ist das, was von ihm berichtet wird, ein spannendes Drama.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von&nbsp;Mykene&nbsp;und der Anführer der Griechen im&nbsp;Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Sein Name kann mit &#8222;sehr energisch&#8220; übersetzt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Am Anfang stand der Fluch der Tantaliden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang von dem, was uns über Agamemnon überliefert wurde, ist ein Fluch. Er ist ein Nachkomme des Königs Tantalos, der einst an die Tafel der Götter zum Essen eingeladen wurde. Von dort stahl Tantalos jedoch Nektar und Ambrosia, was ein schlimmer Frevel war und seine Gastgeber erzürnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tantalos setzte aber noch einen drauf. Aus einem Tempel stahl er einen goldenen Hund und verbarg ihn in seinem Haus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wenn das nicht reichen würde, steigerte er seine Untaten noch. Die unsterblichen Götter kamen zu einem Gastmahl ins Haus des Tantalos. Dieser versuchte, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen. Er tötete seinen jüngsten Sohn Pelops und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren. <a href="https://hellas.blog/tag/goettin-demeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demeter</a> aß einen Teil der Schulter, die anderen Götter merkten jedoch was los war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erweckten Pelops wieder zum Leben, die fehlende Schulter wurde durch eine aus Elfenbein ersetzt. Und Tantalos verstießen sie in die tiefste Region des Hades, den Tartaros. Dort peinigen sie ihn mit ewigen Qualen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lastete auf den Nachkommen des Tantalos ein Fluch: Jeder Nachfahre tötet ein Familienmitglied und lädt so weitere Schuld auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tantalos nennt man sein Geschlecht die <em>Tantaliden</em>. Der Vater des Agamemnon hieß Atreus, woraus sich auch die Familienbezeichnung <em>Atriden</em> ableitet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Familie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnons Vater Atreus herrschte über Mykene. Seine Mutter Aërope war die Tochter des Königs von Kreta. Atreus war ein Sohn des Pelops, der Fluch sollte also auch für das Leben des Agamemnon bestimmend werden. Auch hatte er mehrere Geschwister. Sein Bruder Menelaos war König von Sparta. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Klytaimnestra, Iphigenie und der Trojanische Krieg</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verheiratet war Agamemnon mit Klytaimnestra, die eine Tochter des Königs von Sparta war. </p>





<p class="wp-block-paragraph">Mit ihr hatte Agamemnon vier Kinder: Iphigenie, Orestes, Elektra und Chrysothemis. So schön hätte es die Königsfamilie in Mykene haben können, nur lastete leider der Fluch auf ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der begann seine Wirkung zu entfalten. Die Ehefrau von Menelaos war die schöne Helena, die von Paris nach Troja entführt wurde. Bekanntlich war das der Auslöser des Trojanischen Krieges. Die Flotte sammelte sich, die Göttin Artemis hatte aber Gegenwinde geschickt. Daher konnten die Griechen nicht in See stechen. Ein Seher riet Agamemnon, seine Tochter Iphigenie der Göttin zu opfern. Im letzten Moment hatte Artemis Erbarmen. Sie legte statt Iphigenie eine Hirschkuh auf den Opferaltar. Die Tochter des Agamemnon aber entführte sie nach Tauris. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Opferung seiner Tochter legte Agamemnon die Grundlage für seinen eigenen Untergang. Aber erst einmal ging es nach Troja. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ilias lernen wir ihn als einen sehr energischen Heerführer kennen, ihm fehlt es jedoch an Weitsicht. Er schafft es sogar, von seinen Leuten für eine Seuche verantwortlich gemacht zu werden, die im Lager der Griechen ausgebrochen war. Sein Konflikt mit Achilleus ist für die Griechen nicht eben förderlich. Andererseits stellt die Ilias ihn uns auch als starken und mutigen Kämpfer vor, der viele Trojaner auf dem Schlachtfeld tötet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Ende des Trojanischen Krieges und von Agamemnon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Vom Schlachtfeld vor Troja gehen die Griechen und damit ihr Anführer Agamemnon als Sieger hervor. Agamemnon  will zurück nach Mykene, Winde verschlagen ihn jedoch zunächst nach Kreta. Dort gründet er drei Städte und schließlich gelingt ihm doch die Rückkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun aber schlägt der Fluch der Atriden auf ihn zurück. Seine Klytaimnestra ist sehr wütend, da ihr Mann die gemeinsame Tochter Iphigenie opferte. Zusammen mit ihrem Geliebten Agisthos erdolcht sie Agamemnon im Bad. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Goldmaske des Agamemnon</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1876 führte Heinrich Schliemann in Mykene Ausgrabungen durch, bei denen er im Gräberrund A unter anderem mehrere goldene Totenmasken fand.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Die Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Schliemann gefundene Original der Maske kannst Du heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen. Dort habe ich auch das Foto der Maske gemacht, das Du hier siehst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du in <a href="https://maps.app.goo.gl/S5Uqrk2EqVDiDtXW9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mykene</a> bist, wirst Du ganz sicher auch in das kleine Museum des Ausgrabungsgeländes gehen. Dort habe ich eine wirklich gute Replik der Maske gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit musst Du aber nicht fahren. In Deutschland weiß ich noch von drei weiteren Repliken. Im <a href="https://hellas.blog/tag/museum-august-kestner-hannover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum August Kestner</a> in Hannover, in der <a href="https://www.schliemann-neubukow.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte</a> in Neubukow und im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen kannst Du Dir die Goldmaske des Agamemnon in einer Nachbildung ansehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dir noch eine weitere Nachbildung bekannt? Schreib sie gerne in die Kommentare. </p>
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		<title>Heinrich Schliemann: Entdecker oder Zerstörer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>War Heinrich Schliemann ein Entdecker oder ein Zerstörer?</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">War <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a> Entdecker oder Zerstörer vieler antiker Stätten? Er gilt manchem als Begründer der modernen Archäologie. Das stimmt so zwar nicht, aber dass er zu seiner Zeit an bedeutenden Entdeckungen beteiligt war, ist unbestritten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In 2022 hat die Welt den 200. Geburtstag Heinrich Schlemanns gefeiert. Im Blog habe ich eine ausführliche Biographie veröffentlicht. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Entdecker-Zerstoerer.jpg" alt="Heinrich Schliemann: Entdecker oder Zerstörer?" class="wp-image-1254" style="width:400px;height:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Entdecker-Zerstoerer.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Entdecker-Zerstoerer-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Entdecker-Zerstoerer-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Entdecker-Zerstoerer-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Heinrich Schliemann: eine Persönlichkeit mit vielen Facetten</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann ist eine Person, die bis heute fasziniert. Ein Autodidakt, der im kaufmännischen Beruf zu sehr viel Geld kam und es sich leisten konnte, in späteren Jahren seinem Kindheitstraum nachzugehen: der Suche nach der antiken Stadt Troja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hatte er nicht als erster die Idee, anhand antiker Quellen nach den dort beschriebenen Orten zu suchen und diese freizulegen. Aber seine Suche war von Erfolg gekrönt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.stern.de/gesellschaft/heinrich-schliemann--legendaerer-troja-entdecker-zerstoerte-auch-teile-der-stadt-31855338.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stern vor einiger Zeit ein Bericht über Heinrich Schliemann</a> erschienen, den ich recht lesenswert finde. Daher weise ich Euch auf diesen hin. In der Überschrift bringt der Verfasser das Leben Schliemanns gut auf den Punkt: Er wollte Troja finden und zerstörte es. Ähnlich schrieb hieß es im Dezember 2015 schon der <a href="https://www.deutschlandfunk.de/heinrich-schliemann-durchdrungen-von-schwaermerischer-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutschlandfunk</a>: <em>Manche nennen ihn den Entdecker, manche den Zerstörer Trojas.</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin liegt eine sehr harte Wertung. Schliemann war ein Stück weit Kind seiner Zeit, und so muss man ihn auch bewerten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_D%C3%B6hl" target="_blank">Hartmut Döhl</a> brachte 1981 seine Einschätzung Heinrich Schliemanns so auf den Punkt: <em>Mythos und Ärgernis</em>. Ich finde, das trifft es richtig. Schliemann war beides zugleich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hellas Blog werde ich immer mal wieder über seine Funde und Wirkungsstätten schreiben. Im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sind viele Funde zu sehen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">War Schliemann ein Verbrecher?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wem das Wort &#8222;Zerstörer&#8220; zu nett klingt, kann sich vielleicht mit dem Wort &#8222;Verbrecher&#8220; eher anfreunden. Ich kenne mindestens einen Leser des Hellas Blog, der zumindest darüber nachdenken wird, Schliemann so zu bezeichnen. Er mag ihn nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich greife dieses böse Wort auf, weil das ZDF in der Serie terra x damit seine (reißerische?) Überschrift formuliert hat. Die Sendung könnt Ihr auf der Seite des ZDF anschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dass sich das ZDF selbst nicht sicher ist, ob dieses Wort fair gegenüber Schliemann ist. Die Sendung hat es auch auf YouTube veröffentlicht, dort unter dem Titel &#8222;Heinrich Schliemann – Jahrhundertentdecker oder tricksender Taktiker?&#8220;. Schliemann als tricksenden Taktiker zu bezeichnen ist definitiv richtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diejenigen, die sich das Video anschauen möchten ohne auf die Seite des ZDF zu gehen, habe ich es von YouTube aus hier eingebunden. Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/J3g2Gkw8KG4?si=BssTqBIE10pkvYXC" title="Heinrich Schliemann – Jahrhundertentdecker oder tricksender Taktiker? | Terra X" width="800" height="450" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/J3g2Gkw8KG4?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/J3g2Gkw8KG4?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Terra X: Heinrich Schliemann – Jahrhundertentdecker oder tricksender Taktiker? (Quelle: YouTube)</figcaption></figure>
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		<title>Der Löwendolch von Mykene im Archäologischen Nationalmuseum Athen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
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		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei seinen Ausgrabungen in Mykene hat Heinrich Schliemann einen Dolch gefunden, den man Löwendolch nennt. Er zeigt die Szene einer</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/">Der Löwendolch von Mykene im Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei seinen Ausgrabungen in Mykene hat <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> einen Dolch gefunden, den man Löwendolch nennt. Er zeigt die Szene einer Löwenjagd. Du siehst ihn im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologischen Nationalmuseum</a> in Athen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist auf dem Löwendolch zu sehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwendolch zeigt eine Szene, in der eine Gruppe Jäger drei Löwen jagen will. Einer der Löwen wehrt die Menschen ab, zwei weitere fliehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="229" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch.jpg" alt="Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7221" title="Löwendolch Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-300x86.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-768x220.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Löwendolch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zunächst zu den Jägern. Ich bespreche sie in Leserichtung: von links nach rechts. Wenn Du in Athen bist, geh ins Archäologische Nationalmuseum uns schau Dir den Löwendolch aus Mykene an. Was Du hier siehst, ist besser als jeder Blockbuster im Kino. Denn es ist echt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="704" height="396" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger.jpg" alt="Die Jäger auf dem Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7218" style="width:400px" title="Die Jäger auf dem Löwendolch von Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger.jpg 704w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 704px) 100vw, 704px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Jäger auf dem Löwendolch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe hier fünf Figuren, die auf die Löwen ansetzen. Es sind vom Körperbau und der Kleidung her alles Männer, die auf Jagd gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur ganz links setzt dazu an, einen langen Jagdspeer zu werfen. Sie ist bekleidet mit einer Hose und etwas, das wie ein wallender Mantel aussieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Figur hält einen Bogen in der Hand. Wir sehen sie in einer knieenden, und doch gespannten Körperhaltung. Der Bogen ist gespannt, der Jäger setzt ganz offensichtlich zum Schuss an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur in der Mitte ist wie die erste gekleidet und setzt zum Wurf mit dem Speer an. Hinter ihr ist etwas in eckiger Form zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="480" height="261" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger.jpg" alt="Ein Löwe tötet einen Jäger" class="wp-image-7220" style="width:400px" title="Ein Löwe tötet einen Jäger" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger.jpg 480w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Löwe tötet einen Jäger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Jäger (2. von rechts) ist offenbar identisch bewaffnet wie die 1. Figur links. Nur schützt der Mantel ihn von vorne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünfte Figur schließlich (ganz rechts) liegt auf dem Boden. Neben diesem Jäger steht noch ein Objekt ähnlich dem, das wir auch bei der Figur in der Mitte sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dolch wurde wahrscheinlich nie zum Kampf genutzt, sondern es diente mehr dekorativen oder kultischen Zwecken. Er selbst ist aus Bronze, neben Gold sind noch Silber und Elektron verarbeitet. Dieser Zierdolch wird in das 16. Jahrhundert vor Christus datiert. Ihr könnt ihn im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen, die Inventarnummer ist 394.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher stammt der Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dolch stammt aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4berrund_A#Grab_IV">Schachtgrab IV</a> in <a href="https://hellas.blog/tag/mykene/">Mykene</a>. Es gehört zur Gräberrunde A, die <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> 1878 in Mykene entdeckt und ausgegraben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Details: Auf dem Schild eines Jägers sehe ich Muster, die an ein Rinderfell erinnern. Die drei dunklen Flächen auf dem zweiten Schild links vom Löwen sind etwas dunkler als das Schwert. Hier wurde mit Farbeffekten gearbeitet, um das Gezeigte lebendig zu machen. Gewänder, Bewaffnung und auch der Löwe sind mit feinen Linien ausgearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Löwenjagd für die Jäger mit großen Risiken verbunden war, sieht man vor dem Löwen. Dort liegt ein Jäger, der dem Löwen zum Opfer gefallen ist. Die Jäger arbeiten mit Lanzen, die das Tier auf Distanz halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis in die Antike lebten Löwen in Griechenland und dem südlichen Balkan. Die letzte mir bekannte Erwähnung gibt es bei Pausanias im 2. Jahrhundert n.Chr. Er gab allerdings an, dass die Löwen im Gebirge lebten. Das passt nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum. Sicher ist allerdings, dass es zur Zeit der Entstehung dieses Dolchs in Griechenland noch Löwen gab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist über den Löwendolch noch zu sagen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einlegearbeiten aus Gold, die wir auf dem Dolch sehen, sind ein sehr beeindruckendes Beispiel der Handwerkskunst aus der Bronzezeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich beeindruckt, wie fein die Einlegearbeiten ausgeführt sind. Die Szene wirkt auf mich lebendig, der Handwerker war ein echter Meister. Dieser Dolch ist sicherlich eines der schönsten Artefakte, die Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen in Mykene gefunden hat.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="131" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen.jpg" alt="Darstellung der Löwen auf dem Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7219" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen-300x49.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen-768x126.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung der Löwen auf dem Löwendolch von Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwendolch besteht aus Bronze. Er ist 23,7 cm lang und 6,3 cm breit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier besprochen habe ich die Seite des Löwendolchs, die dem Besucher gezeigt wird. Er ist allerdings von beiden Seiten verziert. Auf der anderen Seite sieht man einen Löwen in freier Natur. Vor felsigem Terrain jagt er eine Gruppe von Antilopen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dolch sind keine Gebrauchsspuren festgestellt worden. Wäre er im Kampf oder beim Ausweisen eines Tieres verwendet worden, hätte dieser Gebrauch auf den bildlichen Darstellungen Spuren hinterlassen. Wenn dieser Dolch je verwendet wurde, dann wohl nur symbolisch und bei feierlichen Anlässen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der griechischen Bronzezeit symbolisierte der Löwe eine große Stärke. Damit war ein Dolch, der mit einem Löwen verziert war, eine würdige Gabe für einen anerkannten und tapferen Krieger. Da der Löwendolch von Mykene in einem Grab gefunden wurde, darf man annehmen, dass diese Grabbeigabe zwei Funktionen hatte. Zum einen einem sollte der Dolch Zeugnis ablegen von der großen Kraft und Tapferkeit des Verstorbenen. Und zum anderen zollten die Hinterbliebenen dem Toten Respekt, indem sie ihm einen so wertvollen Gegenstand mit ins Grab legten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Waffenfunde in den Schachtgräbern von Mykene</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat in den mykenischen Schachtgräbern viele Waffen gefunden. Daraus kann man schließen, dass die Kultur der Mykener kriegerisch geprägt gewesen sein muss. Schau Dir den Löwendolch und andere Funde aus Mykene im Archäologischen Nationalmuseum von Athen an.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A.jpg" alt="Gräberrund A in Mykene" class="wp-image-7226" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Gräberrund A von Mykene befanden sich mehrere Schachtgräber</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den bronzezeitlichen Festungsbauten in Griechenland kann man gut nachvollziehen, dass die Mykener viel in die Entwicklung ihrer militärischen Infrastruktur investiert haben müssen. Das galt natürlich auch für die Herstellung von Waffen. Ein Dolch wie dieser ist in gewisser Hinsicht „nur“ das Tüpfelchen auf dem I.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist dieser Dolch aber auch ein Zeichen sehr weitreichender Handelsbeziehungen. Er ist aus Bronze gefertigt, einer Legierung von Kuper und Zinn. Das Kuper stammte vermutlich aus Zypern, das Zinn aus Zentralasien. Gold bezog man aus Ägypten, Anatolien oder nördlich gelegenen Regionen Europas. Genau habe ich das für diesen Dolch nicht herausfinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit beweist der Dolch jedenfalls auch, dass Mykene recht weitgehende Handelsbeziehungen zu fernen Ländern unterhielt. Ähnliches ist auch von Santorin bekannt, wo ein <a href="https://hellas.blog/affen-akrotiri/">Fresko mit Affen</a> ein starkes Indiz dafür ist, dass es in der Bronzezeit Handelsbeziehungen bis nach Indien gegeben haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Dolch beweist meiner Meinung nach deshalb auch die weitgehenden internationalen Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturzentren, die es bereits in der Bronzezeit gegeben haben muss. Wäre es anders, würde es diesen Dolch nicht geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst den Löwendolch von Mykene heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen. Schau ihn Dir an, wenn Du dort bist.</p>
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		<title>Der Frankenturm auf der Akropolis</title>
		<link>https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Aug 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1308]]></category>
		<category><![CDATA[1385]]></category>
		<category><![CDATA[1460]]></category>
		<category><![CDATA[1874]]></category>
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		<category><![CDATA[Mehmet II.]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Bankes Harraden]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Frankenturm auf der Akropolis ist 1874 abgerissen worden. Auf alten Fotos und Bildern ist er noch zu sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/">Der Frankenturm auf der Akropolis</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Früher stand auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis</a> in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> ein Turm, den wir als Frankenturm kennen. 1874 hat man ihn abgerissen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828.jpg" alt="Der Frankenturm auf der Akropolis 1828" class="wp-image-4244" width="400" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Frankenturm, gemalt von Richard Bankes Harraden</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Blog bin ich schon auf das Bild <a href="https://hellas.blog/richard-bankes-harraden-blick-auf-athen-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blick auf Athen von Richard Bankes Harradan von 1828</a> eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühere <a href="https://hellas.blog/die-besiedlung-der-akropolis-um-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Besiedlung der Akropolis</a> sowie <a href="https://hellas.blog/olympieion-und-hadrianstor-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympieion und Hadrianstor</a> sind interessante Details auf diesem Bild. Der Frankenturm ist es auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harradan hielt sich Anfang der 1820er Jahre in Athen auf. Er sah die Stadt in der letzten Phase der osmanischen Herrschaft über die Stadt. Und er malte sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein bevorzugter Ort, um die Stadt darzustellen, war der Musenhügel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der Name <a href="https://goo.gl/maps/Zwep5ndmbe4XkokM6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Philopapposhügel</a> (λόφος του Φιλοπάππου) geläufiger für diesen kleinen Berg, der gegenüber der Akropolis liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was waren die Franken in Griechenland?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Krieger aus Franken müssen durch Griechenland gezogen sein und dort einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Die orthodoxen Griechen übernahmen den Namen des germanischen Volksstammes als Bezeichnung für katholische Christen aus Westeuropa. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Venezianer und andere in Griechenland  Herrschaftsgebiete errichteten, bezeichneten die Einheimischen das als Frankenherrschaft. Das griechische Wort dafür ist Frankokratia (Φραγκοκρατία).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Herzogtum Athen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von 1205 bis 1458 gab es das Herzogtum Athen (Δουκᾶτον Ἀθηνῶν). Der erste Herzog hieß Otto de la Roche. Otto war ein kleiner Ritter aus Burgund, der im Rahmen des Vierten Kreuzzugs nach Athen gelangte. Seine Familie hielt das Herzogtum bis 1308, dann wurden sei durch Katalanen verdrängt. 1385 drang der Florentiner Nerio I. Acciaiuoli nach Athen, die Katalanen hielten die Akropolis noch gut 3 Jahre. Die Familie Acciaiuoli herrschte aber nicht lange über das Herzogtum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Athen herrschten noch die Venezianer und später die Familie der Paläologen, die auch das Kaiserhaus in Byzanz stellte. Unter ihnen stellte aber weiterhin die Familie Acciaiuoli die Herzöge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre nach dem Fall von Konstantinopel eroberte der osmanische Sultan Mehmet II das Herzogtum. Der letzte Herzog war Francesco II. Acciaiuoli, im Juni 1458 kapitulierte er. Sein Leben wurde geschont. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings plante Francesco eine Verschwörung, um Athen wieder für sich zu gewinnen. Mehmet II ließ ihn deshalb 1460 beseitigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Frankenturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Propyläen der Akropolis dienten den Herzögen von Athen als Residenz. Zu diesem Zweck wurden sie mit antikem Baumaterial umgebaut. Dabei ließen sie auch den Turm errichten, den wir als Frankenturm kennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862.jpg" alt="Frankenturm im Mai 1862" class="wp-image-4251" width="400" height="331" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862-300x248.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862-768x635.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frankenturm im Mai 1862</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau dieser Turm errichtet worden ist, konnte bislang nicht sicher geklärt werden. Sein Bau wird der Familie Accioiuoli zugeschrieben. Aber auch die Familie de la Roche, die ersten Herzöge von Athen, residierten auf der Akropolis. Möglicherweise ist in dieser Zeit bereits mit der Errichtung eines Gebäudes an dieser Stelle begonnen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Foto ist gut zu sehen, dass der Turm eine fast quadratische Form hatte. Er war 8,7 m lang und 7,8 m breit. Er ragte 26 m hoch über die Akropolis und muss einen tollen Ausblick über Athen geboten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil des Baumaterials wurde anderen Gebäuden auf der Akropolis entnommen. Weiteres Baumaterial ist wohl auch aus nahen Steinbrüchen besorgt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Errichtet wurde er in der Turm in einer sehr massiven Bauweise. Die Wand war an der Basis 1,75 m dick. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von außen führte eine Holztreppe hoch zum Eingang in den Turm. Im Inneren führte eine weitere Holztreppe nach oben. Was von außen als eine sehr repräsentative Residenz der Herzöge von Athen wirkt, muss tatsächlich sehr beengt gewesen sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Abriss 1874</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sehen wir den Frankenturm nicht mehr. Er ist 1874 abgerissen worden. Als treibende Kraft dafür gilt <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>. Ihm ging es darum, die klassische Architektur der Akropolis wieder herzustellen. Damit bewegte er sich durchaus in der Vorstellungswelt seiner Zeit. Den Griechen war sehr daran gelegen, alles zu beseitigen, was nach Ende der byzantinischen Herrschaft auf der Akropolis entstanden ist. Der Parthenon war schon längst keine Moschee mehr, auch die Wohnhäuser sind beseitigt worden. Was noch stand, war der mittelalterliche Frankenturm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich empfinde seinen Abriss als kulturellen Verlust. Es wäre schön gewesen, wenn man ihn an anderer Stelle zumindest wieder aufgebaut hätte. Allerdings ist sein Baumaterial wohl in die Wiederherstellung der klassischen Bauten auf der Akropolis geflossen. Was uns vom Frankenturm bleibt, ist eine Erinnerung aus alten Schriften, Bildern und Fotos. Der Rest ist Geschichte.</p>
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		<title>Heinrich Schliemann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jul 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heinrich Schliemann gilt als der Begründer der modernen Archäologie. Lest im Hellas Blog über diese faszinierende Persönlichkeit.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor 201 Jahren kam Heinrich Schliemann zur Welt. Der Autodidakt gilt vielen als Begründer der Archäologie und Entdecker Trojas. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Schliemanns langer Weg zur Archäologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Er kam am 6. Januar 1822 in Neubukow zur Welt, einer Kleinstadt bei Rostock. Diese schmückt sich seit August 2021 offiziell mit dem Namenszusatz „Schliemannstadt“.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann.jpg" alt="Heinrich Schliemann" class="wp-image-1255" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Heinrich Schliemann<br>Büste im Archäologischen Nationalmuseum in Athen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann ist eine Person, die bis heute fasziniert. Manche nennen ihn einen Entdecker, andere einen Zerstörer. Er war Autodidakt, sehr begabt und hat hart um seinen Platz in der Welt kämpfen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Kindheit träumte er davon, die antike Stadt Troja zu suchen und zu finden. Dabei hatte er nicht als erster die Idee, antike Quellen auszuwerten, nach den dort beschriebenen Orten zu suchen und diese freizulegen. Aber seine Suche war von Erfolg gekrönt. Der Weg zu diesem Erfolg war für Heinrich Schliemann allerdings alles andere als vorgezeichnet. Aus diesem Grund habe ich mich etwas mit seinem Werdegang beschäftigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von der Lehre zum Schiffbruch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann Vater war ein Pfarrer, seine Mutter starb als er 10 Jahre alt war. Heinrich wuchs in Ankershagen auf, einem Dorf an der Mecklenburgischen Seenplatte. Nach dem Tod seiner Mutter kam er zur Familie seines Onkels Friedrich Schliemann, der ebenfalls Pfarrer war. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten seines Vaters musste der junge Heinrich das Gymnasium nach nur drei Monaten verlassen. Das Schulgeld konnte nicht bezahlt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 14 begann Heinrich Schliemann sine Kaufmannslehre in Fürstenberg/Havel. Als er diese beendet hatte, ging er nach Hamburg, fand aber nur eine Beschäftigung als Lagerarbeiter und erkrankte schwer. Völlig verarmt dachte er an Auswanderung. Er nahm eine Stelle in Venezuela an und lief im November 1841 dorthin aus. Das Schiff strandete vor der niederländischen Insel Texel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann, der erfolgreiche Geschäftsmann</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der sprichwörtliche Schiffbruch war der Tiefpunkt in Heinrich Schliemanns noch jungem Leben. Von jetzt an ging es aufwärts. Schliemann ging nach Amsterdam und fand zum Jahresende eine Anstellung als Kontorbote im Handelshaus Hoyack &amp; Co. Hier kam er in Kontakt mit Handelspartnern aus vielen verschiedenen Ländern und entdeckte seine Begabung für Fremdsprachen: Innerhalb nur eines Jahres lernte er Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. 1844 wechselte er nach Hamburg zum Handelshaus B.H. Schröder &amp; Co. Dort leitete er alsbald das Korrespondenzbüro. Aufgrund der engen Handelsbeziehungen mit Russland lernte er Russisch und wurde 1846 als Agent nach Russland geschickt. In St. Petersburg eröffnete er schon im Folgejahr ein eigenes Handelshaus, das auf dem Newski Prospekt ansässig war. Schliemann war sehr erfolgreich und wurde sogar russischer Staatsbürger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hielt sich sodann einige Jahre in Amerika auf, gründete eine Bank in Sacramento und investierte in einige Eisenbahnprojekte. Zurück in Europa heiratete er 1852 die russische Kaufmannstochter Jekaterina Petrowna. Die Ehe wurde nach russisch-orthodoxem Ritus in der Isaakskathedrale geschlossen. Er festigte damit seine gesellschaftliche Stellung in St. Petersburg. Dieser Ehe entstammten drei Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krimkrieg eröffnete Heinrich Schliemann neue Chancen, seine Geschäfte übertrafen alle bisherigen Erfolge. Schliemann lieferte der Armee des Zaren Munitionsrohstoffe, wobei er die bestehende Seeblockade geschickt umging. So wurde Heinrich Schliemann sehr reich. 1855 war er an der St. Petersburger Börse der Kaufmann mit dem höchsten Handelsumsatz. Das Geschäftsvolumen betrug 1 Million Taler.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann steigt aus der Geschäftswelt aus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann, der noch 15 Jahre zuvor eine ärmliche Existenz führte, war nicht nur vermögend. Er war reich. Aber die Jagd nach noch mehr Geld füllte ihn nicht mehr aus. Seinem Vater schrieb er: „Ich glaube, man kann auch ohne Geschäfte leben.“ Und so begann er, sich auf seinen Ausstieg vorzubereiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der späte Schüler: Latein und Altgriechisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1856 erlernte er Latein und Altgriechisch. Aus dem Geschäftsleben konnte er sich erst 1864 zurückziehen. Seine Unternehmen in Russland hat er verkauft und sein Vermögen nach Westeuropa transferiert. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Reisen nach Amerika und Asien </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend ging er auf ausgedehnte Studienreisen nach Nord- und Mittelamerika sowie nach Asien. 1865 verfasste Schliemann mit <em>La Chine et le Japon</em> <em>au temps présent</em> (deutscher Titel: <em>Reise durch China und Japan im Jahre 1865</em>) sein erstes Buch, das bis heute als gute Quelle zum vorindustriellen Alltag in beiden Ländern gilt. An der Sorbonne in Paris studierte er von 1866 an Sprachen, Literatur und Altertumskunde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ithaka: Schliemann beginnt sein Leben als Entdecker</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sein neues Forscherleben begann im Juli 1868. Er suchte auf Korfu und Ithaka nach den Spuren des Odysseus. Auf der Suche nach dem Palast des homerischen Helden versuchte er sich erstmals als Ausgräber. Über Athen zog er weiter in die Troas, jene türkische Landschaft südlich der Dardanellen, in der er das antike Troja vermutete. Weshalb suchte er genau dort? „Auf die Angaben der Ilias vertrauend, an deren Genauigkeit ich wie ans Evangelium glaubte,“ so schrieb er später in seinen <em>Trojanischen Alterthümern</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Engländer Frank Calvert machte Heinrich Schliemann auf den Hügel Hisarlık als möglichem Ort des historischen Troia aufmerksam. Sofort beantragte er bei der Hohen Pforte in Konstantinopel die Grabungserlaubnis. Nachdem der Antrag gestellt war, reiste er zurück nach Paris. Dort schrieb er sein Buch <em>Ithaka, der Peloponnes und Troja</em>. Dieses legte 1869 er in französischer Fassung zusammen mit <em>La Chine</em> der Universität Rostock als Dissertation vor, welche auch angenommen wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Scheidung der ersten Ehe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend fuhr er zurück nach St. Petersburg. Denn seine Frau teilte seine Leidenschaft für Archäologie und die Antike nicht, was zur Entfremdung geführt hatte. Schliemann war auch hier Pragmatiker und wusste eine Lösung zu finden. Eine nach russisch-orthodoxem Ritus geschlossene Ehe konnte in Europa nicht geschieden werden. Also reiste er in die USA. Dort erhielt er die US-Staatsbürgerschaft und konnte die Scheidung seiner Ehe erreichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Heinrich Schliemann, der Archäologe und Entdecker</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur selben Zeit wurde Heinrich Schliemann in Abwesenheit von der philosophischen Fakultät der Universität Rostock zum Dr. phil. promiviert. Ihm war klar: Wollte er seiner Leidenschaft als Archäologe nachgehen und nicht nur als Mäzen, sondern als Forscher anerkannt sein, dann musste er in der akademischen Welt satisfaktionsfähig sein. Das war ohne Doktorgrad nicht möglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann heiratet Sophia Engastroménos</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="618" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann.jpg" alt="Sophia Schliemann" class="wp-image-1264" style="width:400px;height:309px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann-300x232.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann-768x593.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sophia Schliemann</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in Athen heiratete Heinrich Schliemann die erst 17-jährige Sophia Engastroménos. Sophia Schliemann wurde weltberühmt durch ein 1873 entstandenes Foto, auf dem sie mit dem großen Gehänge aus dem „Schatz des Priamos“ zu sehen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie begleitete ihren Mann auf seinen Reisen, unterstützte ihn bei der Arbeit und hielt auch selbst Vorträge. Sophia Engastroménos war die große Liebe seines Lebens, mit der Heinrich zwei Kinder hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Troja </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als im Frühjahr 1870 die Grabungserlaubnis für Troja von der osmanischen Regierung noch nicht erteilt worden war, fuhr Schliemann auf eigene Faust nach Troja, stellte Hilfsarbeiter an und begann mit der Arbeit. Er grub einen 20 Meter langen und 3 Meter tiefen Graben in den Hisarlık, der zur Entdeckung mehrere Siedlungsschichten führte. Als die Grabungserlaubnis zum Jahresende immer noch nicht erteilt worden war, fuhr er nach Konstantinopel. Er lernte Türkisch, um verhandeln zu können. Seine Versuche, bei der Regierung persönlich vorzusprechen, blieben jedoch erfolglos. Im August 1871 erreichte ihn dann die Grabungsgenehmigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Grabungskampagnen machte Schliemann bedeutsame Funde, zum Beispiel den sogenannten „Schatz des Priamos“ (den er selbst so benannte). Die türkischen Behörden verlangten später die Herausgabe der Hälfte seiner trojanischen Schätze. Um diese Forderung wurde ein Gerichtsverfahren geführt, das mit einem Vergleich endete: Gegen Zahlung von 50.000 Goldfranken erwarb Schliemann das legale Eigentum am Schatz des Priamos. Diesen schenkte Schliemann 1881 dem deutschen Volk. Ab 1885 wurde er in Berlin gezeigt. 1945 kam er als Kriegsbeute nach Russland, was allerdings erst 1993 offiziell bekannt wurde. In Berlin ist heute eine originalgetreue Nachbildung zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Troja war für Schliemanns Ruf der wohl größte Erfolg. Er hat die Ruinen der Stadt gefunden, die bis dahin nur aus Homers Epen bekannt war. Fast 9.000 Objekte aus Gold, Silber und Kupfer grub er aus. Das als „Schatz des Priamos“ bekannte Goldgeschmeide legte er seiner Frau Sophia an und ließ sie damit fotografieren. Schliemann hatte ein gutes Gespür für Publicity und schickte Abzüge des Bildes in alle Welt. Auf einen Schlag waren er und sein Fund weltberühmt. Dass dieser Schatz dem sagenhaften König Priamos von Troja nie gehört hat, gilt heute zwar als gesichert. Aber Schliemanns Namensgebung hält sich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mykene</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="570" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg" alt="Das Löwentor in Mykene" class="wp-image-1272" style="width:256px;height:143px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Löwentor in Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Von 1874 bis 1876 hielt sich Schliemann mit Unterbrechungen in Mykene auf. Hier suchte er weiter nach Spuren der in der <em>Ilias</em> genannten Personen und Orte. Bekannt ist das Bild am Löwentor von Mykene. Rechts oben neben dem Löwen steht Heinrich Schliemann. Durch die Lücke oben links blickt Wilhelm Dörpfeld, sein wichtigster und fähigster Assistent und Begleiter auf vielen Ausgrabungen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Mykene machte Schliemann viele Goldfunde, bekannt ist die Totenmaske des Agamemnon. Die griechischen Behörden haben die Schätze in der Staatsbank eingelagert. Heute sind sie im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen. Nicht minder spektakulär sind andere Grabfunde, wie etwa Bernstein. Schliemann ließ diesen untersuchen mit dem Ergebnis, dass es sich vermutlich um Bernstein aus dem Baltikum handelt. Auch wenn viele seiner Ergebnisse im Detail umstritten sind, gilt heute als gesichert, dass es auch schon zu jener Zeit Handelsbeziehungen von Nord- und Osteuropa in den Mittelmeerraum gab. Schliemann hat sie entdeckt und mit den Mitteln seiner Zeit den Nachweis geführt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Abend seines Lebens</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche weitere Grabungskampagnen folgten. Seine aus heutiger Sicht vermutlich spannendste Idee hat Schliemann jedoch nicht umgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende der 1880er Jahre fuhr er – gesundheitlich bereits angeschlagen – nach Ägypten. Gemeinsam mit seinem Förderer Rudolf Virchow begann er 1888 bei Alexandria damit, nach dem Grab Alexanders des Großen zu graben. Seine Suche blieb ohne Erfolg, er konnte sie später auch nicht fortsetzen. Das moderne Alexandria wuchs, heute sind alle damals in Frage kommenden Fundorte überbaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1890 begab sich Schliemann nach Halle/Saale, um sein Ohr operieren zu lassen. Dort hatte er eine Geschwulst. Die Operation war noch nicht vollständig auskuriert, da machte sich Schliemann auf den Heimweg nach Athen, wo er inzwischen fest wohnte. Am 26.12.1890 starb Schliemann in Neapel an den Folgen seiner Erkrankung. Sein Körper wurde nach Athen überführt und auf dem Ersten Friedhof von Athen in einem neoklassizistischen Mausoleum beigesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was von Heinrich Schliemann bleibt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heinrich Schliemann ist bis in unsere Zeit hin populär. Denn er – der archäologische Laie – hat es der studierten Fachwelt gezeigt. Wo andere nur über Bücher sinnierten, nahm er die Schriftquellen beim Wort, suchte vor Ort und wurde fündig. Er selbst verband sein Auftreten mit einem antiakademischen, sich gegen die etablierte Wissenschaft der „Stubengelehrten“ richtenden Impuls. Damit erzielte er beim Publikum seiner Zeit große Wirkung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbild Heinrich Schliemann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann ist ein historisches Vorbild der Filmfigur Indiana Jones. Im Akropolis-Museum in Athen gibt es eine Nachbildung der <a href="https://hellas.blog/akropolis-lego/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis aus Lego</a>. Hier findet sich ganz versteckt eine Figur, die zugleich an Schliemann wie an sein Alter Ego Indiana Jones erinnert. Heute sind Schulen, Straßen und Plätze nach ihm benannt, er wurde mit mehreren Briefmarken in der Bundesrepublik, der DDR und in Griechenland geehrt. Sein Leben ist mehrfach verfilmt worden, nach ihm sind ein Mondkrater und ein Asteroid benannt. All das verdeutlicht, als wie bedeutend Heinrich Schliemann bis heute empfunden wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heinrich Schliemanns Methoden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik an Schliemanns Person und seinen Methoden wurde schon früh laut. Bis heute ist sie nicht verstummt. Statt sorgsam den Hisarlik Schicht um Schicht abzutragen, schnitt er tiefe Gräben in den Hügel. Dass er dabei durch das von Homer beschriebene Troja hindurchgrub und viel zerstörte, bemerkte Schliemann nicht. In Athen wohnhaft, schwang er sich zum <em>arbiter elegantiarum</em> auf, zum Schiedsrichter der Eleganz. Er hatte die Möglichkeit zu entscheiden, was „echt griechisch“ ist und was „weg kann.“ So wurde der auf der Akropolis befindliche Frankenturm auf seine Initiative hin abgerissen, um die klassische Architektur wieder herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Endes muss man in Heinrich Schliemann aber auch das Kind seiner Zeit sehen, um ihm als Menschen und seinem Werk gerecht zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den klassischen Weg eines Akademikers über Schule zum Abitur und anschließend über die Universität zu Examen und Doktorarbeit ist er nicht gegangen. Seine Bildung eignete er sich mit harter Arbeit selbst an. Ich finde, das muss man anerkennen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der heutige Blick auf Heinrich Schliemann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An Schliemann fasziniert mich die Beharrlichkeit, mit der er seine Ziele gegen alle Widrigkeiten verfolgte. In jungen Jahren scheiterte er mehrfach an den Umständen seiner Zeit oder seiner Gesundheit. Schließlich erlitt er Schiffbruch, im wahrsten Sinne des Wortes. Er entdecke seine Talente für Geschäfte und Sprachen, lernte und setzte Erlerntes gewinnbringend in der Praxis um.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kritik an Heinrich Schliemann </h3>



<p class="wp-block-paragraph">An seinem archäologischem Vorgehen kann man aus heutiger Sicht große und berechtigte Kritik üben. Schliemann hat viel zerstört. <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann-entdecker-oder-zerstoerer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Er war sowohl Entdecker als auch Zerstörer</a>. Man täte ihm aber Unrecht, ihn dafür zu verdammen. Seine Methoden muss man im Licht der Zeit sehen. Da gab es sicherlich Ausgräber, die behutsamer vorgingen. Aber es gab auch andere. Schliemann benahm sich manchmal wie ein Raubgräber, zum Beispiel als er das in Troja gefundene Gold ohne Genehmigung abtransportiert hat. Aber auch damit ist er nicht wirklich aus dem Rahmen seiner Zeit gefallen. Wie andere vor und nach ihm in Ägypten ausgegraben und abtransportiert hatten, war eine ganz andere Hausnummer. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine faire Sicht auf Schliemann </h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Facebook-Forum hat ein Leser geschrieben, dass Ferdinand Sauerbruch ein großer Mediziner gewesen sei. Das stimmt ohne jeden Zweifel. Aber, so schrieb er, wenn Sauerbruch heute mit den Methoden seiner Zeit operieren würde, dann gälte er als Pfuscher. Das ist sicherlich auch richtig. Fair über jemanden urteilen kann man nur, wenn man ihm im Lichte seiner Zeit sieht. Das gilt auch für Heinrich Schlieman.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rolands Meinung zu Schliemann</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist auch interessant: Staatsbürgerschaften empfand Schliemann als Mittel zum Zweck, besaß er doch selbst mehrere davon. Seine Volkszugehörigkeit dagegen stand für ihn fest. Dass er seine wertvollsten Funde „dem deutschen Volk“ schenkte, kam nicht von ungefähr. International wird er als Deutscher wahrgenommen und nicht als Angehöriger eines anderen Volkes, zu welchem er die passende Staatsbürgerschaft besessen haben mag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine akademischen Studien sah er als Mittel zum Zweck, um Ausgrabungen führen zu können und damit in der Fachwelt anerkannt zu werden. Auch wenn die akademische Ausbildung Ziel und Zweck der Studienjahre sind, geht es doch immer auch darum, anschließend im realen Leben bestimmte Ziele verfolgen zu können. Dort, wo Schliemann das verwehrt war, resignierte er nicht. Er arbeitete nur noch härter und fand Wege, die zum Ziel geführt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Endes ist es immer einfach, im Nachhinein über das Leben eines anderen Menschen zu urteilen. Das ist oft aber nicht fair. Selbst stelle ich mir die Frage, ob ich das Zeug dazu gehabt hätte, in der damaligen Zeit einen Weg wie Heinrich Schliemann zu gehen. Wahrscheinlich wäre mir das nicht gelungen. Deshalb sehe ich mit hohem Respekt auf seinen Lebensweg. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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