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	<title>Iphigenie Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Zwei verloren geglaubte Werke des Euripides auf Papyrus entdeckt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forscher haben in Ägypten einen Papyrus entdeckt, auf dem Fragmente aus zwei verloren geglaubten Werken des Euripides stehen: Polydos und Ino. In diesem Beitrag berichte ich über die Entdeckung der Werke und sage auch, worum es darin geht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/zwei-verloren-gegangene-werke-des-euripides-auf-papyrus-entdeckt/">Zwei verloren geglaubte Werke des Euripides auf Papyrus entdeckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Forscher haben in Ägypten einen Papyrus entdeckt, auf denen Tele zweier verloren geglaubter Werke des Euripides zu lesen sind. Darüber berichtet die&nbsp;<a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/neuer-papyrus-fund-verse-aus-verlorenen-euripides-tragoedien-entdeckt-ld.1855532" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NZZ am 4. November 2024</a>&nbsp;in ihrer Online-Ausgabe.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Papyrus-mit-Fragmenten-von-zwei-Tragödien-des-Euripides"><img decoding="async" src="https://img.nzz.ch/2024/11/01/e6cb001d-72e1-4b2b-8bc5-7f8359d9154d.jpeg?width=1120&amp;height=747&amp;fit=bounds&amp;quality=75&amp;auto=webp&amp;crop=2048,1366,x0,y0" alt="Papyrus mit Fragmenten von zwei Tragödien des Euripides" style="width:400px;height:auto" title="Papyrus mit Fragmenten von zwei Tragödien des Euripides"/><figcaption class="wp-element-caption">Papyrus mit Fragmenten von zwei Tragödien des Euripides<br>(Bildquelle: NZZ.ch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Papyrus kam bei Ausgrabungen im ägyptischen Philadelphia zutage, die im November 2022 stattfanden. Für ägyptischen Ministerium für Tourismus und Altertümer arbeitet&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwjCjrz0xsKJAxVj-gIHHRG6BpoQFnoECB4QAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fsca-egypt.academia.edu%2Fbasemgehad&amp;usg=AOvVaw0vJF0V36TrPzWtFODRoBVv&amp;opi=89978449">Basem Gehad</a>. Auf einer Seite des Papyrus ist eine Landvermessung dokumentiert, die vermutlich im 2. Jahrhundert vor Christus durchgeführt wurde. Die andere Seite ist älter und wurde wohl um die Mitte des 3. Jahrhunderts beschrieben. Der Papyrus ist ein gutes Beispiel dafür, dass Recycling auch in der Antike selbstverständlich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Basem Gehad erkannte, dass es der Text auf der Rückseite sehr bedeutsam sein könnte und schickte einen Scan des Papyrus an [Yvona%20Trnka-Amrhein]Yvona Trnka-Amrhein, eine Assistenz-Professorin an der University of Colorado in Boulder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie stellte fest, dass es sich um Fragmente einer Tragödie handelte. Mit Hilfe des&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://stephanus.tlg.uci.edu/">Thesaurus Linguae Graecae</a>&nbsp;untersuchte sie den Papyrus und stellte fest, dass es sich um einen Text von Euripides handeln könnte. Ihr Mentor&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://www.colorado.edu/classics/john-gibert">John Gibert</a>&nbsp;ist Experte dafür. Gemeinsam untersuchten sie das Fragment und fanden heraus, worum es sich handelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweiundzwanzig Zeilen kannte man schon in leicht abweichenden Varianten. Achtzig Prozent des Textes waren aber brandneu und die beiden amerikanischen Forscher konnten sie den Tragödien&nbsp;<em>Polydos</em>&nbsp;und&nbsp;<em>Ino</em>&nbsp;zuordnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Euripides</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Aischylos und Sophokles ist Euripides der jüngste der großen Tragödiendichter im antiken Griechenland.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Büste-des-Euripides-am-Nationalgarten-in-Athen"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Euripides-Athen-2015.jpg" alt="Büste des Euripides am Nationalgarten in Athen" class="wp-image-9743" style="width:400px" title="Büste des Euripides am Nationalgarten in Athen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Euripides-Athen-2015.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Euripides-Athen-2015-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Euripides-Athen-2015-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Büste des Euripides am Nationalgarten in Athen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Welt kam er auf Salamis, vermutlich 485 v.Chr, 484 v.Chr oder 480 v.Chr. Er starb in der makedonischen Stadt Pella im Jahr 406 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euripides hat etwa 90 Tragödien verfasst, von denen die meisten leider verloren gegangen sind. Bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind 18 Tragödien und eines seiner Sartyrspiele.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euripides gilt immer noch als der meistgespielte Dramatiker der Weltliteratur. Es sind Die Bakchen, Elektra, Iphigenie in Aulis und Medea, die bis heute das Publikum unserer Welt in ihren Bann ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über sein Leben wissen wir nur wenig. Sein Vater war ein gewisser Mnisarchos, seine Mutter hieß Kleito. Sie lebten in Attika, sind während des zweiten Perserkriegs aber nach Salamis geflohen. Dort kam Euripides zur Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später lebte er in Athen, wo er mit seinen Tragödien und Sartyrspielen große Erfolge feierte. Es wird berichtet, dass Euripides regelmäßig nach Salamis zurückgekehrt sein soll. Dort zog er sich in eine Höhle zurück, in der er seine Dramen verfasste. Diese&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://maps.app.goo.gl/qRKzniPaeMRX3obj6">Höhle des Euripides</a>&nbsp;ist vor einigen Jahren identifiziert worden. Ich persönlich kann mir gut vorstellen, dass an dieser Geschichte etwas Wahres ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle möchte ich nicht allzu viel über die Erfolge des Euripides schreiben. Das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Kurz nach den Dionysien des Jahres 408 v.Chr. erhielt Euripides eine Einladung des makedonischen Königs Archelaos I. nach Pella. Dort starb der Tragödiendichter zu Beginn des Frühjahrs 406 v.Chr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Polydos und Ino auf dem Papyrus, die verloren geglaubten Werke des Euripides</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Polydos</em>&nbsp;handelt von einem alten Mythos der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/tag/kreta/">Insel Kreta</a>. König Minos trauert mit Pasiphaë um den gemeinsamen Sohn Glaukos. Der war in einen großen Behälter mit Honig gefallen und darin gestorben. Der Seher Polydos erweckte ihn wieder zum Leben. Untypisch für eine Tragödie bleiben alle Protagonisten am Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen ist&nbsp;<em>Ino</em>&nbsp;eine ganz traditionelle Tragödie. Ino ist eine Tante des Dionysos und gehört der thebanischen Königsfamilie an. Ein Teil des Textes war auf Klippen in Armenien erhalten. Russische Wissenschaftler haben ihn Anfang des 20. Jahrhunderts kopiert. Das war ein Glücksfall. Denn die Klippen sind später bei Kriegshandlungen zerstört worden. Bisher dachte man, dass Ino eine böse Stiefmutter sei, welche die Kinder ihres Mannes aus einer früheren Ehe töten wollte. Aus dem jetzt gefundenen Papyrus erfahren wir, dass Ino nicht Täterin war, sondern (auch) Opfer. Eine andere Frau des Königs versucht, Inos Kinder zu töten. Ino wehrt sich, was aber ihre Kinder schließlich in den Selbstmord treibt. Die Geschichte ist von viel Chaos und Tod geprägt und passt gut in unsere Vorstellung von einer antiken Tragödie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden auf dem Papyrus erhaltenen Werke des Euripides hat man verloren geglaubt. Ich finde es fantastisch, dass sie wieder aufgetaucht sind.</p>
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		<title>Agamemnon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von Mykene und der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Auf jeden Fall ist das, was von ihm berichtet wird, ein spannendes Drama.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von&nbsp;Mykene&nbsp;und der Anführer der Griechen im&nbsp;Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Sein Name kann mit &#8222;sehr energisch&#8220; übersetzt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Am Anfang stand der Fluch der Tantaliden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang von dem, was uns über Agamemnon überliefert wurde, ist ein Fluch. Er ist ein Nachkomme des Königs Tantalos, der einst an die Tafel der Götter zum Essen eingeladen wurde. Von dort stahl Tantalos jedoch Nektar und Ambrosia, was ein schlimmer Frevel war und seine Gastgeber erzürnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tantalos setzte aber noch einen drauf. Aus einem Tempel stahl er einen goldenen Hund und verbarg ihn in seinem Haus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wenn das nicht reichen würde, steigerte er seine Untaten noch. Die unsterblichen Götter kamen zu einem Gastmahl ins Haus des Tantalos. Dieser versuchte, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen. Er tötete seinen jüngsten Sohn Pelops und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren. <a href="https://hellas.blog/tag/goettin-demeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demeter</a> aß einen Teil der Schulter, die anderen Götter merkten jedoch was los war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erweckten Pelops wieder zum Leben, die fehlende Schulter wurde durch eine aus Elfenbein ersetzt. Und Tantalos verstießen sie in die tiefste Region des Hades, den Tartaros. Dort peinigen sie ihn mit ewigen Qualen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lastete auf den Nachkommen des Tantalos ein Fluch: Jeder Nachfahre tötet ein Familienmitglied und lädt so weitere Schuld auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tantalos nennt man sein Geschlecht die <em>Tantaliden</em>. Der Vater des Agamemnon hieß Atreus, woraus sich auch die Familienbezeichnung <em>Atriden</em> ableitet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Familie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnons Vater Atreus herrschte über Mykene. Seine Mutter Aërope war die Tochter des Königs von Kreta. Atreus war ein Sohn des Pelops, der Fluch sollte also auch für das Leben des Agamemnon bestimmend werden. Auch hatte er mehrere Geschwister. Sein Bruder Menelaos war König von Sparta. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Klytaimnestra, Iphigenie und der Trojanische Krieg</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verheiratet war Agamemnon mit Klytaimnestra, die eine Tochter des Königs von Sparta war. </p>





<p class="wp-block-paragraph">Mit ihr hatte Agamemnon vier Kinder: Iphigenie, Orestes, Elektra und Chrysothemis. So schön hätte es die Königsfamilie in Mykene haben können, nur lastete leider der Fluch auf ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der begann seine Wirkung zu entfalten. Die Ehefrau von Menelaos war die schöne Helena, die von Paris nach Troja entführt wurde. Bekanntlich war das der Auslöser des Trojanischen Krieges. Die Flotte sammelte sich, die Göttin Artemis hatte aber Gegenwinde geschickt. Daher konnten die Griechen nicht in See stechen. Ein Seher riet Agamemnon, seine Tochter Iphigenie der Göttin zu opfern. Im letzten Moment hatte Artemis Erbarmen. Sie legte statt Iphigenie eine Hirschkuh auf den Opferaltar. Die Tochter des Agamemnon aber entführte sie nach Tauris. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Opferung seiner Tochter legte Agamemnon die Grundlage für seinen eigenen Untergang. Aber erst einmal ging es nach Troja. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ilias lernen wir ihn als einen sehr energischen Heerführer kennen, ihm fehlt es jedoch an Weitsicht. Er schafft es sogar, von seinen Leuten für eine Seuche verantwortlich gemacht zu werden, die im Lager der Griechen ausgebrochen war. Sein Konflikt mit Achilleus ist für die Griechen nicht eben förderlich. Andererseits stellt die Ilias ihn uns auch als starken und mutigen Kämpfer vor, der viele Trojaner auf dem Schlachtfeld tötet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Ende des Trojanischen Krieges und von Agamemnon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Vom Schlachtfeld vor Troja gehen die Griechen und damit ihr Anführer Agamemnon als Sieger hervor. Agamemnon  will zurück nach Mykene, Winde verschlagen ihn jedoch zunächst nach Kreta. Dort gründet er drei Städte und schließlich gelingt ihm doch die Rückkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun aber schlägt der Fluch der Atriden auf ihn zurück. Seine Klytaimnestra ist sehr wütend, da ihr Mann die gemeinsame Tochter Iphigenie opferte. Zusammen mit ihrem Geliebten Agisthos erdolcht sie Agamemnon im Bad. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Goldmaske des Agamemnon</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1876 führte Heinrich Schliemann in Mykene Ausgrabungen durch, bei denen er im Gräberrund A unter anderem mehrere goldene Totenmasken fand.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Die Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Schliemann gefundene Original der Maske kannst Du heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen. Dort habe ich auch das Foto der Maske gemacht, das Du hier siehst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du in <a href="https://maps.app.goo.gl/S5Uqrk2EqVDiDtXW9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mykene</a> bist, wirst Du ganz sicher auch in das kleine Museum des Ausgrabungsgeländes gehen. Dort habe ich eine wirklich gute Replik der Maske gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit musst Du aber nicht fahren. In Deutschland weiß ich noch von drei weiteren Repliken. Im <a href="https://hellas.blog/tag/museum-august-kestner-hannover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum August Kestner</a> in Hannover, in der <a href="https://www.schliemann-neubukow.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte</a> in Neubukow und im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen kannst Du Dir die Goldmaske des Agamemnon in einer Nachbildung ansehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dir noch eine weitere Nachbildung bekannt? Schreib sie gerne in die Kommentare. </p>
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