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	<title>Jahresthema 2025 Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>Jahresthema 2025 Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis Museum]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsches Archäologisches Institut]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Karyatide]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf zwei Fotos sieht man ein und die selbe Karyatide. 1929 steht sie noch auf der Akropolis, 2025 sehen wir sie im Akropolis-Museum. Erfahre im Hellas Blog mehr über das Bild, seinen Fotografen und die steinderne Wächterin auf der Akropolis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aufnahme-einer-karyatide-1929-und-2025/">Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf zwei Fotos sieht man eine Karyatide, die 1929 noch im Erechtheion auf der Akropolis und 2025 im Akropolis-Museum steht. Mit diesen Beitrag schließe ich das Jahresthema 2025 ab, bei dem es um alte Fotografien aus Griechenland ging.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Karyatide in den Jahren 1929 und 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte zunächst auf die Aufnahme von 1929 zu sprechen kommen. Hierbei ist zu sagen, dass dieses Foto nicht genau datiert ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Karyatide-(Foto-von-1929)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="534" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege.jpg" alt="Karyatide (Foto von 1929)" class="wp-image-13039" style="width:300px" title="Karyatide (Foto von 1929)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege.jpg 534w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karyatide (Foto von Walter Hege)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgenommen hat das Bild der deutsche Fotograf Walter Hege. Walter kam am 12. November 1893 in Naumburg zur Welt. Er starb am 29. Oktober 1955 in Weimar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er nahm am 1. Weltkrieg teil, in dem er schwer verwundet wurde. Das führte zu seiner Entlassung. Ab 1918 studierte er Bildnisfotografie an der Kunsthochschule in Dresden. Ende der 1920er Jahre hielt er sich länger in Athen auf, wo er viel fotografierte. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich heute im Deutschen Archäologischen Institut in Athen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines seiner Fotos ist auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis</a> entstanden, und zwar am Erechtheion. Wir sehen eine der steinernen Säulen in Form eines Mädchens. Dazu möchte ich gleich etwas sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dieses Bild 1929 entstanden ist, kann ich lediglich nur vermuten. Diese Angabe habe ich im Internet gefunden, aber ohne belastbare Grundlage. Da 1929 sein Haupt-Schaffensjahr in Athen war, nehme ich es als Jahr des Entstehens an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mädchen schaut geradezu in die Ferne. Im Hintergrund erkennen wir ein empor ragendes Objekt. Dabei handelt es sich um das <a href="https://maps.app.goo.gl/e13JdWY9ovLQAjyG8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Philopappos-Monument</a> auf dem Musenhügel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute steht das Monument noch an seinem Ort. Die Karyatide, die wir 1929 noch auf der Akropolis sehen, musste umziehen und steht 2025 im Akropolis-Museum. Auf der Akropolis selbst ist eine Kopie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Original steht heute im Akropolis Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du das Original sehen möchtest, musst Du Dich ins <a href="https://hellas.blog/akropolismuseum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis Museum</a> begeben. Dort steht die Kore mit den meisten ihrer Schwestern.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Karyatide-vorne-rechts"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg" alt="Karyatide vorne rechts" class="wp-image-13041" style="width:300px" title="Karyatide vorne rechts" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karyatide vorne rechts</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der Säulen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einem gewissen Lord Elgin nach Großbritannien entführt. Dort steht es heute zusammen mit den anderen &#8222;Elgin Marbles&#8220; im British Museum. Das ist aber eine andere Geschichte, um die es in diesem Blogbeitrag nicht geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war zuletzt im November 2025 im Museum. Mich hat interessiert, welche der Figuren wir auf dem Foto von Walter Hege sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort: es ist die Karyatide, die (von hinten betrachtet) vorne rechts in der Figurengruppe steht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo einst Walter Hege im Erechtheion stand, kann man als &#8222;normaler&#8220; Besucher heute nicht mehr hin. Er muss mit seiner Kamera in der Vorhalle gewesen sein, die von den Karyatiden abgestützt wird. Auch hat er vermutlich leicht erhöht gestanden. Anders ist der Winkel der Aufnahme nicht zu erklären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind einfach zu viele Touristen geworden, die jeden Tag auf die Akropolis kommen. Deshalb ist vieles gesperrt, wo man früher noch hin konnte. Ich selbst war 1990 das erste mal auf der Akropolis und kann mich an eine Absperrung am Erechtheion nicht erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Säulen in Mädchenform sind alle etwas unterschiedlich gearbeitet. Deshalb ist es im Jahr 2025 problemlos möglich, die  von Walter Hege 1929 fotografierte Karyatide zu identifizieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Jahresthema im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Beitrag schließe ich das <a href="https://hellas.blog/tag/jahresthema-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema 2025</a> ab. Darin ging es um alte Fotos aus Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Recherche zu diesem Beitrag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und sie hat mich auf die Idee gebracht, mehr über uralte Artefakte in Museen im Blog zu schreiben. Deshalb geht es beim <a href="https://hellas.blog/tag/jahresthema-2026/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema 2026</a> um Artefakte, die in Museen oder anderswo in Athen zu sehen sind. Der erste Beitrag dazu erscheint im Januar.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aufnahme-einer-karyatide-1929-und-2025/">Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Am 17. November 1973 stürmen Panzer das Polytechnio Athen</title>
		<link>https://hellas.blog/17-november-1973-panzer-polytechnio-athen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1973]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im November 1973 protestierten Studenten am Polytechnio Athen für ein Ende der Diktatur. Diesem Protest bereiteten Panzer der Machthaber am 17. November ein Ende. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/17-november-1973-panzer-polytechnio-athen/">Am 17. November 1973 stürmen Panzer das Polytechnio Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im November 1973 protestierten Studenten am Polytechnio Athen für ein Ende der Diktatur, dem machten am 17. November Panzer der Machthaber ein Ende. Die Erinnerung daran möchte ich mit einem geradezu ikonischen Foto hochhalten, das ich heute im Rahmen des <a href="https://hellas.blog/jahresthema-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthemas</a> vorstellen möchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Panzer vor dem Polytechnio im November 1973</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kenne kein Foto, das dieses Ereignis so dokumentiert wie das, was ich Euch heute hier zeige. Auf der linken Seite sehen wir einen Panzer. Auf der rechten Seite im Hintergrund sehen wir die Studenten am Polytechnikum stehen. Noch ist nichts passiert. Das wird aber noch kommen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/1973-11-17-Athen-Polytechnikum-Panzer.jpg" alt="Panzer vor dem Polytechnikum Athen am 17.11.1973" class="wp-image-9825" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/1973-11-17-Athen-Polytechnikum-Panzer.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/1973-11-17-Athen-Polytechnikum-Panzer-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/1973-11-17-Athen-Polytechnikum-Panzer-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Panzer vor dem Polytechnikum Athen am 17.11.1973</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der starke Mann der Militärdiktatur hieß Ioannis Papadopoulos. Im Januar 1973 war er Regent, Premierminister, Außen- und Verteidigungsminister. Mächtiger war niemand in Griechenland. Im Militär gab es eine Opposition, die aber heterogen war. Einigen Hardlinern war Papadopoulos nicht hart genug. Andere hingen dem beseitigten Königtum nach. Und es gab im Militär auch starke Kräfte, die demokratisch orientiert und keine Freunde der Diktatur waren. Die ihm von diesen Kreisen drohenden Gefahren hatte Papadopoulos vorläufig im Griff. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ihm von den Studenten drohende Gefahr erkannte er nicht. Im Februar und März gab es Proteste und Besetzungen von Unigebäuden. Diese Proteste beendete die Polizei mit Knüppeln und anderer Gewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Papadopoulos musste sich weiter mit Opposition befassen. Ein Putsch flog im Mai auf. Papadopoulos beendete die Monarchie auch offiziell und ließ sich zum Präsidenten wählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Aufstand im November</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. November 1973 jährte sich der Tod von Georgios Papandreou zum fünften Mal. In der Kathedrale von Athen gab es einen Gedenkgottesdienst. Anschließend begannen vor ihr Proteste. Die Menschen sagten laut ihre Meinung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Denkmal-für-die-Opfer-der-Militärdiktatur-im-Polytechnio"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Athen-Polytechnio-Denkmal-November-1973.jpg" alt="Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur im Polytechnio" class="wp-image-12998" style="width:400px" title="Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur im Polytechnio" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Athen-Polytechnio-Denkmal-November-1973.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Athen-Polytechnio-Denkmal-November-1973-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Athen-Polytechnio-Denkmal-November-1973-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur im Polytechnio</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polizei griff brutal durch und verhaftete 17 Menschen. Unter ihnen waren drei Studenten, die verurteilt wurden. Das war ein Fanal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kam zu Protesten in Patras, Thessaloniki und Athen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. November besetzen einige tausend Studenten das Polytechnikum in Athen. In der Folge kam es zu einem Hin und Her auch am Polytechnikum. Aus dem Universitätsgebäude sendete ein Radiosender. Die Situation verschärfte sich am Abend des 16. Novembers zusehends. Nach Mitternacht, gegen 1 Uhr früh des 17. Novembers, trafen Panzer ein. Viele Menschen flüchteten, Studenten und andere waren im Polytechnikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Gruppe von Studenten erschien bei den Soldaten. Sie wollten einen friedlichen Abzug erreichten und baten um eine halbe Stunde Zeit. Dann sollte das Gelände geräumt sein. Die Offiziere wollten allenfalls 10 Minuten gewähren und dann Gewalt anwenden. Der Vorhof des Polytechnikums war voller Studenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Panzer erschien. Die Studenten riefen &#8222;nicht schießen Brüder&#8220; und begannen die Nationalhymne zu singen. Die gewährten 10 Minuten waren noch nicht vorüber. Der Panzer durchbrach das Tor. Auf den seitlichen Torpfeilern saßen Studenten und Journalisten. Sie wurden heruntergeschleudert. Es gab Tote. Die Soldaten drangen in das Universitätsgebäude ein. Der Radiosender verstummte um 2.45 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto, um das es in diesem Beitrag geht, erinnert genau an diese dramatischen Stunden. Über den Aufstand der griechischen Studenten ließe sich noch viel mehr schreiben. Das aber würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/17-november-1973-panzer-polytechnio-athen/">Am 17. November 1973 stürmen Panzer das Polytechnio Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Das Theater von Epidauros im Jahr 1897</title>
		<link>https://hellas.blog/das-theater-von-epidauros-im-jahr-1897/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1897]]></category>
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		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um alte Fotos, und heute geht um das Theater in Epidauros im Jahr 1897.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-theater-von-epidauros-im-jahr-1897/">Das Theater von Epidauros im Jahr 1897</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um alte Fotos, und heute geht um das Theater in Epidauros im Jahr 1897.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Theater von Epidauros 1897</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich ein Foto des Theaters, das im Jahr 1897 entstanden ist. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Theater-von-Epidauros-im-Jahr-1897"><img decoding="async" width="400" height="226" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/Epidauros-Theater-1897.jpg" alt="Theater von Epidauros im Jahr 1897" class="wp-image-11976" style="width:400px" title="Theater von Epidauros im Jahr 1897" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/Epidauros-Theater-1897.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/Epidauros-Theater-1897-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Theater von Epidauros im Jahr 1897</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hintergrund sehen wir das Rund des Theaters. Hier standen in der Antike die Schauspieler und führten ihr Stück auf. Vorne sehen wir zwei Männer. Einer schaut in die Kamera, einer kehrt der Kamera den Rücken zu und guckt in das Rund des Theaters. Ich empfinde das als eine sehr symbolgeladene Inszenierung der Szene.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich war (und ist) Epidauros für Griechenland ein sehr wichtiger Ort. In der Antike war es so wegen des Heiligtums für Asklepios, zu dem das Theater auch gehört hat. In der modernen Zeit ist Epidauros allerdings auch eng mit der Staatswerdung Griechenlands während und nach dem Freiheitskampf gegen die Osmanen verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 15. Dezember 1821 tagte in Epidauros die erste Nationalversammlung Griechenlands. Heute heißt der Ort Nea Epidauros. Der Unabhängigkeitskampf hatte gerade erst begonnen. Und es war noch keineswegs ausgemacht, wie die Sache ausging. Aber 67 Griechen waren als Mitglieder dieser Versammlung gewählt oder bestimmt worden. Und sie proklamierten im Januar 1822 die erste Verfassung Griechenlands, deren Inkrafttreten aus auf den 1. Januar zurückdatierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 200. Jahrestags der ersten griechischen Verfassung erschien 2022 eine <a href="https://hellas.blog/2-euro-muenze-aus-griechenland-200-jahrestag-der-griechischen-verfassung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2 Euro Gedenkmünze</a>. Lest meinen Blogbeitrag darüber, wenn Ihr mehr wissen wollt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Epidauros einst und jetzt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Archäologisch nachgewiesen ist, dass es in der Nähe schon im 7. Jahrhundert vor Christus ein Heiligtum des Apollo gab. Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus trat für die Gläubigen Asklepios an die Seite seines (möglichen) Vaters Apollon.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Das-Theater-in-Epidauros-(2016)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Epidauros-Theater-2016-1.jpg" alt="Das Theater in Epidauros (2016)" class="wp-image-12136" style="width:400px" title="Das Theater in Epidauros (2016)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Epidauros-Theater-2016-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Epidauros-Theater-2016-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Epidauros-Theater-2016-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Theater in Epidauros (2016)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Asklepios war der Heilgott und angesichts der damaligen medizinischen Möglichkeiten für viele Kranke eine große Hoffnung. Deshalb hat man ihm viele Heiligtümer errichtet, Epidauros ist wohl das bedeutendste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt aber nicht, dass hier nur Ruhe und Frieden geherrscht hätten. Im 1. Jahrhundert v.Chr. plünderten Seeräuber die Stätte, und um 85 v.Chr. verheerte der römische Feldherr Sulla sie. Später setzte eine rege Bautätigkeit ein. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus kamen die Goten unter ihrem Anführer Alarich. Sie zerstörten das Heiligtum größtenteils. Das Theater wurde mit dem Schutt aufgefüllt, später wuchsen Bäume drüber. So ist eines der prächtigsten Theater der Antike bis in die heutige Zeit gut erhalten geblieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das im 4. Jahrhundert vor Christus errichtete Theater hat eine hervorragende Akustik. Als ich es 2016 besucht habe, durfte ich das selbst erleben. Auf dem Foto, das ich damals gemacht habe, seht Ihr, dass ich ganz oben gesessen habe. Unten ging ein Mann auf die Bühne und stellte sich auf den mit einem Stein markierten Mittelpunkt. Dann begann er, aus Homers Ilias zu deklamieren. Ich habe jedes Wort hören können. Das war schon faszinierend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wiederentdeckung und moderne Nutzung des Theaters</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Theater blieb bis ins 19. Jahrhundert unter dem Schutt und Staub verborgen, der in ihm lag. Die Archäologische Gesellschaft von Athen führte ab 1870 Ausgrabungen in Epidaurus durch. In deren Zuge ist das Theater freigelegt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon früh kam die Idee auf, es wieder zu nutzen. Im Jahr 1938 war es soweit. Die Tragödie Elektra von Sophokles wurde aufgeführt. Diese Nutzung hat man fortgesetzt. Seit 1955 ist das Theater eine Spielstätte des Festivals, das wir heute als Athens &amp; Epidauros Festival kennen und das jedes Jahr im Sommer stattfindet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche Epidauros</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die Möglichkeit hast, solltest Du die antike Stätte von Epidauros besuchen. Ich fand es wirklich faszinierend, oben in den Rängen des Theaters zu sitzen und alles auf mich wirken zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen findest Du auf der <a href="http://odysseus.culture.gr/h/3/gh352.jsp?obj_id=14301" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Seite des Griechischen Kulturministeriums zu Epidauros</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die wichtigsten Informationen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eintritt: 20 Euro
<ul class="wp-block-list">
<li>ermäßigt 10 Euro</li>



<li>an bestimmten Tagen ist der Eintritt frei</li>
</ul>
</li>



<li>Öffnungszeiten
<ul class="wp-block-list">
<li>April: 8 Uhr bis 19 Uhr</li>



<li>Sommer ab Mai: 8 Uhr bis 20 Uhr</li>



<li>abweichende Öffnungszeiten an Feiertagen und im Winter bitte auf der Seite des Ministeriums recherchieren.</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst bin mit einem Mietwagen angereist, was ich Dir auch empfehlen würde. Der <a href="https://maps.app.goo.gl/1DRBAT95CnozSmVB9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Parkplatz</a> stand voll von Bussen mit organisierten Touren. So geht es natürlich auch und z.B. für Kreuzfahrt-Touristen ist das eine sinnvolle Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/das-theater-von-epidauros-im-jahr-1897/">Das Theater von Epidauros im Jahr 1897</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</title>
		<link>https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/</link>
					<comments>https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1900]]></category>
		<category><![CDATA[Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Balkankriege]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria-See]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine alte Postkarte zeigt Kastoria im Jahr 1900. Ein interessantes Detail ist, dass auf ihr steht, dass Kastoria zu Albanien gehört. Zu der Zeit gehörte der Ort noch zum Osmanischen Reich. Kastoria kam als Folge der Balkankriege zu Griechenland, nicht zu Albanien. Diese Postkarte ist damit ein interessantes Zeitdokument. Denn derjenige, der sie hergestellt hat, wünschte sich wohl eine andere Landeszugehörigkeit für Kastoria.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/">Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des heurigen Jahresthemas nehme ich Euch mit nach <a href="https://hellas.blog/kastoria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kastoria</a> im Jahr 1900. Ich habe eine für französisch sprechende Touristen hergestellte Postkarte aus diesem Jahr. Auf der sehe ich ein interessantes Detail. Das stelle ich Euch heute vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst einmal möchte ich Euch die Aufnahme zeigen, um die es geht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Postkarte-von-Kastoria-(1900)"><img decoding="async" width="800" height="451" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900.jpg" alt="Postkarte von Kastoria (1900)" class="wp-image-11468" style="width:400px" title="Postkarte von Kastoria (1900)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900-768x433.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Postkarte von Kastoria (1900)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druckort selbst steht nicht auf der Karte. Unten aber lesen wir einen Text in französischer Sprache:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>KASTORIE (Albanie)</em> und daneben steht <em>Prés du lac</em>. Letzteres kann man mit &#8222;am See&#8220; übersetzen. Dass der Ort in der Nähe des Kastoria-Sees liegt, ist bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das interessantere Detail ist der Landesname Albanie, also Albanien. Denn zu diesem Land gehörte Kastoria nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden ist die Postkarte um das Jahr 1900. Damals gehörte Albanien noch zum Osmanischen Reich. Das galt auch für Kastoria. Zwar nahmen auch Kämpfer von hier am griechischen Freiheitskampf teil. Im Ergebnis kam diese Region dann aber erst einmal nicht zum neu gegründeten griechischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was folgte, waren Jahrzehnte der Unruhe. Es gab Bestrebungen sowohl von Bulgaren, Griechen als auch Albanern, den Ort dem jeweiligen Nationalstaat zuzuführen. Die Entscheidung fiel am 11. November 1912. Da wurde Kastoria befreit und kam zu Griechenland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer lebte um 1900 in Kastoria?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass so viele Mächte um Kastoria gerungen haben, ist kein Zufall. Es gibt eine <a href="http://www.promacedonia.org/vk/vk_2_43.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bulgarische Untersuchung</a> dazu, wie die Bevölkerung von Kastoria sich um 1900 zusammensetzte. Hier lebten 3.000 Griechen, 1.600 Türken, 750 Juden, 300 Albaner, 300 Slawen (die als Bulgaren angesehen wurden) und 240 Roma. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Kastoria zu Griechenland kam, wurden die Türken und Bulgaren aus der Stadt vertrieben. Schrecklich war das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im 2. Weltkrieg. Anfang der 1940er Jahre lebte etwa 1.000 jüdische Menschen im Ort. Sie wurden von den Deutschen deportiert, nur 30 von ihnen überlebten den Holocaust. Und von diesen 30 kehrte lediglich ein Jude nach Kastoria zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Postkarte blicken wir also auf ein Kastoria, das es schon ein halbes Jahrhundert später nicht mehr geben sollte. Das betrifft nicht nur die Gebäude, die wir sehen. Es betrifft auch die Menschen, die in ihnen leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahresthema 2025 sind alte Fotos aus Griechenland. Ich finde, dass diese Postkarte uns vor Augen führt, wie es früher war. Sehen wir Kastoria heute, sollten wir auch an die Stadt und ihre Menschen im Jahr 1900 denken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/">Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der 13. August 1944 in Anogia</title>
		<link>https://hellas.blog/anogia-13-august-1944/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[1944]]></category>
		<category><![CDATA[2. Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Anogia]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kreta]]></category>
		<category><![CDATA[Märtyrerdörfer und -städte Griechenlands]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Leigh Fermor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1944 hat eine Einheit der Wehrmacht das Dorf Anogia auf Kreta vollständig zerstört. 117 Menschen wurden ermordet. Im Rahmen des Jahresthemas 2025 geht es um alte Fotos aus Griechenland. Ehe ich auf ein Bild vom zerstörten Dorf zu sprechen komme, gehe ich auf das Anogia von heute ein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/anogia-13-august-1944/">Der 13. August 1944 in Anogia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">1944 hat die Wehrmacht das Dorf Anogia auf Kreta völlig zerstört. Sehr viele der Bewohner hat man getötet, 117 Menschen starben. Das Wunder: Anogia wurde wieder aufgebaut. Heute ist es wunderschön.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.unwto.org/news/un-tourism-announces-best-tourism-villages-2024-55-rural-communities-shaping-the-future-of-sustainable-travel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Welttourismusorganisation</a> hat im letzten Jahr das Dorf Anogia auf Kreta zum fünftbesten Dorf für Touristen erklärt. Das dokumentiert, wie sehr das Leben über Tod und Schrecken siegen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich greife Anigia im Rahmen des Jahresthemas 2025 auf, in dem es um alte Fotos aus Griechenland geht. Das Foto und seine traurige Geschichte bringe ich mit Absicht aber erst am Ende dieses Beitrags. Lest zunächst über das Anogia von heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anogia ist wunderschön</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du findest <a href="https://maps.app.goo.gl/RxMVZM4hSC1enyob6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anogia</a> ungefähr in der Mitte der Insel Kreta. Es liegt im Norden des Psiloritis-Massivs, das wir auch unter der Bezeichnung Ida-Gebirge kennen. Hier leben nach der <a href="https://hellas.blog/ergebnisse-volkszaehlung-griechenland-2021/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Volkszählung 2021</a> heute 2.240 Menschen. Den Ort erreichst Du am Besten mit dem Auto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du von Nordwesten aus in das Dorf hinein fährst, fällt es nicht weiter auf. Du siehst zunächst ein paar moderne Gebäude, die nicht besonders aussehen. In der Tat handelt es sich um eine vollständig nach dem 2. Weltkrieg neu erbaute Stadt. Das alte Dorf haben die deutschen Besatzern vollständig zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Tipp: Lass das Auto stehen und schlendere zu Fuß durch die Straßen. Du gehst über gepflasterte Gassen, siehst schöne Häuser (die gibt es hier!) und natürlich hat der Port auch eine <a href="https://maps.app.goo.gl/PTmZw1uM2JXDSzS28" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Platia</a>. Hier gibt es kleine Tavernen, in denen Du eine Pause machen kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kirche Agios Ioannis (Heiliger Johannes):</strong> Diese traditionelle Kirche beeindruckt mit ihren kunstvollen Fresken und dem authentischen kretischen Baustil. Sie gilt als eines der kulturellen Highlights im Dorf und spiegelt die religiöse sowie historische Identität Anogias wider.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Haus/Museum von Nikos Xylouris:</strong> Das ehemalige Wohnhaus des legendären kretischen Musikers ist heute als Museum geöffnet. Es bietet nicht nur einen Einblick in das Leben und die Musik eines der bekanntesten Vertreter der kretischen Folklore, sondern auch in die regionalen Traditionen und die Geschichte des Dorfes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Malerisches Dorfzentrum und Architektur:</strong> Ein Spaziergang durch Anogia ist wie eine Zeitreise: Enge, gepflasterte Gassen, weiße Steinhäuser und ein charmantes Platia (Dorfplatz) laden dazu ein, das traditionelle Leben Kretas zu erleben. Die Atmosphäre, die hier spürbar ist, macht das ganze Dorf zu einer Art „lebendiger Sehenswürdigkeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Traditionelle Handwerkskunst und kulturelle Erlebnisse:</strong> Anogia ist berühmt für seine Web- und Stickkunst. Zahlreiche kleine Läden und Werkstätten bieten authentische kretische Textilien und handgefertigte Produkte an. Außerdem finden regelmäßig traditionelle Musik- und Tanzveranstaltungen statt, die Besuchern einen lebendigen Einblick in die Kultur der Region gewähren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Holzmuseum (Wooden Museum):</strong> Falls vorhanden, lohnt sich auch der Blick in das Holzmuseum, das die traditionelle kretische Holzverarbeitung und lokales Handwerk dokumentiert und ausstellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Verbrechen in Anogia am 13. August 1944</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Anogia so schön ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Wehrmacht hat es am 13. August 1944 zerstört. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Anogia-nach-der-Zerstörung-am-13.-August-1944"><img decoding="async" width="400" height="255" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944.jpg" alt="Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944" class="wp-image-11375" style="width:400px" title="Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/05/Anogia-nach-dem-13.08.1944-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Anogia nach der Zerstörung am 13. August 1944</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vorangegangen war die Entführung des deutschen Generalmajors Heinrich Kreipe. Die Aktion wurde von Patrick Leigh Fermor organisiert und durchgeführt. Die Deutschen haben die Briten nicht fassen können und sich an Griechen gerächt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben angenommen, dass diese die Briten bei ihrer Aktion unterstützt haben. Sie zerstören Anogia vollständig und töteten alle Männer im Umkreis von einem Kilometer. Die Deutschen haben 117 Menschen ermordet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war ein Schlag, von dem mancher Ort sich nicht mehr erholt hätte. Anogia hat den Zerstörern gezeigt, dass sie mit ihren Verbrechen keinen Erfolg hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen haben den Ort nach dem Krieg wieder aufgebaut. Ihnen ist zu verdanken, dass dieses Dorf heute wieder so schön ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für dieses und andere Verbrechen verantwortliche deutsche Kommandant hieß Friedrich-Wilhelm Müller. Er gehört zu jenen, das Land der Opfer zur Rechenschaft zog und die man bestraft hat. Ende April 1945 geriet er in Schleswig-Holstein in britische Gefangenschaft. Die Engländer lieferten ihn nach Griechenland aus. Dort hat man ihm für seine Verbrechen auf Kreta der Prozess gemacht. Das griechische Gericht verhängte die Todesstrafe. Friedrich-Wilhelm Müller wurde am 20. Mai 1947 in Athen hingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Blick auf die Akropolis durch die Säulen des Olympieion</title>
		<link>https://hellas.blog/blick-auf-die-akropolis-durch-die-saeulen-des-olympieion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[1860]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Athen früher und heute]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Olympieion]]></category>
		<category><![CDATA[Säulen]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel des Olympischen Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1860 blickt ein Fotograf durch zwei Säulen des Olympieion in Athen auf die Akropolis. Was er sieht, sehen wir auch heute noch. Im Rahmen des Jahresthemas erfahrt Ihr mehr über das Olympieion damals und heute.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/blick-auf-die-akropolis-durch-die-saeulen-des-olympieion/">Blick auf die Akropolis durch die Säulen des Olympieion</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Fotograf blickt im Jahr 1860 durch die beiden stehenden Säulen des Olympieion auf die Akropolis. Was er damals sah, hat er in einem Bild festgehalten. Beim Jahresthema 2025 geht es um alte Fotos aus Griechenland.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Durch die Säulen des Olympieion zur Akropolis im Jahr 1860</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst geht es ins Jahr 1860 zum <a href="https://hellas.blog/olympieion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympieion</a>. Der Fotograf steht auf dem Feld vor zwei Säulen, die mit großem Abstand voneinander stehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Säulen-des-Olympieion-im-Jahr-1860"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-1860.jpg" alt="Die Säulen des Olympieion im Jahr 1860" class="wp-image-11178" style="width:400px" title="Die Säulen des Olympieion im Jahr 1860" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-1860.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-1860-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-1860-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-1860-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Säulen des Olympieion im Jahr 1860</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unten vor den beiden stehenden Säulen sehen wir Fragmente einer Säule. Die liegen da heute noch, allerdings ganz anders geräumt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Bau des Olympieion hat man im 6. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Vollendet hat man ihn aber erst unter dem römischen Kaiser Hadrian im 2. Jahrhundert nach Christus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es befindet sich rund 500 m östlich der Akropolis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die sehen wir durch die beiden stehenden Säulen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich hatte das Olympieion 104 korinthische Säulen. Davon stehen heute nur noch 15. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fragmente, die wir am Fuß der beiden stehenden Säulen sehen, stammen von einer weiteren Säule. Ein Sturm hat sie im Jahr 1852 umgestürzt. Auch wenn sie nicht mehr an dem Platz liegen, auf den sie ursprünglich gefallen sind, ist die Reihe von Säulenfragmenten sehr beeindruckend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist der Parthenon oben auf der Akropolis. In der Mitte sind die Säulen eingestürzt. Heute ist das wieder aufgebaut. Was wir nicht sehen ist die griechische Fahne, die heute auf der Akropolis weht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Durch die Säulen des Olympieion zur Akropolis im Jahr 2015</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Bild von 1860 stelle ich ein Foto gegenüber, das ich im Jahr 2015 aufgenommen habe.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Die-Säulen-des-Olympieion-mit-der-Akropolis-im-Hintergrund-(2015)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-2015.jpg" alt="Die Säulen des Olympieion mit der Akropolis im Hintergrund (2015)" class="wp-image-11179" style="width:400px" title="Die Säulen des Olympieion mit der Akropolis im Hintergrund (2015)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-2015.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-2015-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Athen-Olympieion-mit-Akropolis-im-Hintergrund-2015-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Säulen des Olympieion und Akropolis im Jahr 2015</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde genommen ist fast alles noch so, wie es 1860 war. Die beiden Säulen stehen. Und im Hintergrund befindet sich die Akropolis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Detail sehen wir aber doch viele Veränderungen. Die Fragmente der umgekippten Säule liegen hinter den beiden stehenden Säulen, nicht davor. Die Lücke im Parthenon sehen wir nicht mehr, und die griechische Fahne weht auf der Akropolis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meiner Meinung nach größte Veränderung ist die städtische Bebauung. Die auf dem Foto von 1860 sichtbaren Gebäude sind einer viel größeren, modernen Bebauung gewichen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/blick-auf-die-akropolis-durch-die-saeulen-des-olympieion/">Blick auf die Akropolis durch die Säulen des Olympieion</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</title>
		<link>https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Apollon]]></category>
		<category><![CDATA[Delos]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Mithridates VI.]]></category>
		<category><![CDATA[Pausanias]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Hellas Blog stelle ich ein Foto von der Insel Delos vor, das die Terrasse der Löwen zeigt. Es entstand vermutlich in den 1930er Jahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Thema dieses Jahres sind alte Bilder aus Griechenland, und in diesem Rahmen stelle ich heute ein Foto der Terrasse der Löwen auf der Insel Delos vor.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Terrasse-der-Löwen-auf-Delos-in-den-1930er-Jahren"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg" alt="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" class="wp-image-11057" style="width:400px" title="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Terrasse der Löwen auf Delos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau dieses Foto entstanden ist, weiß ich leider nicht. Ich habe es von einer nicht gelaufenen Postkarte. Die Karte soll aus den 1930er Jahren stammen, so der Verkäufer. Von der Karte selbst her verifizieren kann ich es nicht. Es steht keine Jahreszahl drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Antike war die Insel für alle Griechen heilig. Sie soll der Geburtsort von Apollon sein, hier lag sein zentrales Heiligtum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Griechen aller Städte und Länder hieß das nicht nur, dass sie fleißig Opfergaben hierher gebracht haben. Auf Delos wurde zeitweilig der Schatz des Attischen Seebundes verwahrt. Und was die öffentlichen Bauten anging, hieß es klotzen und nicht kleckern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 600 v.Chr. hat man auf Delos die Terrasse der Löwen errichtet, die Ihr auf dem Foto seht. Selbstverständlich ist das zu Ehren von Apollon erfolgt. Einige der Großkatzen sind heute noch zu sehen. Die Löwen sind nicht nur die Wächter und Beschützer des Heiligtums. Der Löwe war in der Antike auch das Tier der Macht schlechthin. Ein Gott, der von Löwen beschützt wurde, war schon eine Hausnummer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viele Menschen lebten früher auf Delos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine spannende Frage ist, wie viele Menschen in der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Antike</a> auf der heiligen Insel Delos lebte. Dem geht <a href="https://www.sportime.gr/viral/posos-kosmos-katikouse-stin-archea-ellada-sti-dilo-ke-pos-chorousan-oli-afti/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sportime</a> in einem lesenswerten Beitrag nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel galt als der Geburtsort des Gottes Apollo. Hier siedelten sich viele Menschen an, in der Antike war Delos für die Griechen nicht nur ein religiöses Zentrum. Hier gab es eine große Siedlung mit vielen Menschen. Sie trieben Handel, hatten eigenes Geld und übten politische und militärische Macht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als unter Philipp II. und Alexander die Makedonier die Herrschaft auch auf den Kykladen übernahmen, ging es für Delos weiter bergauf. Das setzte sich fort, als die Insel schließlich Teil des Römischen Reichs wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Delos lebten nicht nur Griechen. Hier gab es Syrer, Ägypter, Phönizier und natürlich viele Römer. Kaufleute aus anderen Völkern mögen hier auch eine Heimat gefunden haben. Man schätzt, dass in der Antike auf Delos 25.000 Menschen gelebt haben. Vielleicht waren es auch mehr als 30.000 Einwohner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Untergang von Delos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die blühende Insel war dem Untergang geweiht. Der König des kleinasiatischen Königreichs Pontos meinte, Rom die Vorherrschaft in der Region streitig machen zu können. Sein Name war Mithridates VI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 89 v. Chr. Und 63 v. Chr. führte er einen Krieg um die Vorherrschaft in der Ägäis und dem Schwarzen Meer. Sein Gegner war niemand geringeres als das Römische Reich. 88 v. Chr. nahm Mithridates Delos ein. Pausanias berichtet von dem, was geschah als die Truppen des Mithridates auf der Insel landeten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">…fuhr, weil Delos unbefestigt war und seine Bewohner keine Waffen besaßen, … und tötete die sich dort aufhaltenden Fremden und tötete die Delier selbst, raubte viel Geld und alle Weihgeschenke, schleppte dazu Frauen und Kinder in die Sklaverei ab und zerstörte Delos selbst von Grund auf.<sup data-fn="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542" class="fn"><a id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">1</a></sup></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plünderer haben alles zerstört, was sie nicht mitnehmen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rom befreite Delos bald wieder. Aber 69 v. Chr. eroberte ein Verbündeter des Mithridates die Insel erneut und zerstörte sie vollends. Danach haben die Menschen Delos zwar wieder aufgebaut und jetzt auch befestigt. Von den Eroberungen und Zerstörungen konnte die Stadt sich aber nicht erholen. Im 2. Jahrhundert n. Chr. war Delos weitgehend verlassen und aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto von der Terrasse der Löwen erinnert daran, dass Delos einst eine Insel mit vielen Bewohnern war. Das ist schon lange Geschichte. Heute ist es es ein Ort der Ruinen.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">Pausanias, Griechenland, Buch III, 23, 4 <a href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Abschuss des Zeppelins LZ 55 über Thessaloniki</title>
		<link>https://hellas.blog/abschuss-des-zeppelins-lz-55-ueber-thessaloniki/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1. Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[1916]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Axios]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Salonikifront]]></category>
		<category><![CDATA[Strymonischer Golf]]></category>
		<category><![CDATA[Thessaloniki]]></category>
		<category><![CDATA[Vardar]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Zeppelin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 5. Mai 1916 kam es bei Thessaloniki zum Abschuss des deutschen Zeppelin LZ 55. Sein Wrack wurde zum Weißen Turm gebracht. In diesem Beitrag zeige ich Euch im Rahmen des Jahresthemas 2 Fotos davon und erzähle Euch die Geschichte dazu.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/abschuss-des-zeppelins-lz-55-ueber-thessaloniki/">Abschuss des Zeppelins LZ 55 über Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">1916 gelang bei Thessaloniki einem britischen Schiff der Abschuss des deutschen Zeppelin LZ 55. Beim diesjährigen Jahresthema geht es um alte Fotos aus Griechenland. Die Geschichte dieses Zeppelins erzähle ich heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der 1. Weltkrieg kommt nach Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als der 1. Weltkrieg ausbrach, blieb Griechenland zunächst trotz eines Beistandspakts mit Serbien neutral. Der Krieg erreichte das Land dennoch. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Das-Wrack-des-am-5.-Mai-1916-abgeschossenen-Luftschiffs-LZ-55-am-Weißen-Turm."><img decoding="async" width="800" height="653" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-LZ-55-am-Weissen-Turm-Thessaloniki-1916.jpg" alt="Das Wrack des am 5. Mai 1916 abgeschossenen Luftschiffs LZ 55 am Weißen Turm." class="wp-image-10349" style="width:400px" title="Das Wrack des am 5. Mai 1916 abgeschossenen Luftschiffs LZ 55 am Weißen Turm." srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-LZ-55-am-Weissen-Turm-Thessaloniki-1916.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-LZ-55-am-Weissen-Turm-Thessaloniki-1916-300x245.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-LZ-55-am-Weissen-Turm-Thessaloniki-1916-768x627.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Wrack des Luftschiffs LZ 55 am Weißen Turm</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geschehen des 1. Weltkriegs galt die Salonikifront &#8222;nur&#8220; als Nebenkriegsschauplatz. Sie war das für die von ihr betroffenen Menschen natürlich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 1. Weltkrieg ist bekanntlich durch das Attentat in Sarajevo ausgelöst worden. Beteiligt war Serbien, das so für die Mittelmächte zum Ziel wurden. Im Herbst 1915 gelang es, Serbien zu erobern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entente landete bei Thessaloniki Truppen an, um die verbündeten Serben zu unterstützen. Alle europäischen Großmächte waren so in Südosteuropa aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen dem <a href="https://maps.app.goo.gl/UCJ3wFmQ14CuAw74A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ohridsee</a> und dem Strymonischen Golf wurde die Front durch ein gestaffeltes System von Schützengräben befestigt. Laufgräben, Maschinengewehrnester, Artilleriestellungen&#8230; der Horror der Westfront fand auch auf dem Balkan statt. In diesem Kampf kamen auch Zeppeline zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst am 29. Juni 1917 trat Griechenland auf Seiten der Entente in den Krieg ein. Zuvor hatten schon griechische Freiwilligenverbände an der Salonikifront gekämpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Abschuss von Zeppelin LZ 55 bei Thessaloniki</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle beginnt die Geschichte, die letzten Endes zu dem Foto führt, auf dem wir das Wrack eines Zeppelins neben dem <a href="https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weißen Turm</a> sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Das-Wrack-des-Heeresluftschiffs-LZ-55"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-des-Heeresluftschiffs-LZ-55.jpg" alt="Das Wrack des Heeresluftschiffs LZ 55" class="wp-image-10354" style="width:400px" title="Das Wrack des Heeresluftschiffs LZ 55" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-des-Heeresluftschiffs-LZ-55.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-des-Heeresluftschiffs-LZ-55-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Wrack-des-Heeresluftschiffs-LZ-55-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Wrack des Heeresluftschiffs LZ 55</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Luftschiff LZ 55 war in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1916 bei Thessaloniki im Einsatz. Das Kommando hatte ein Hauptmann Scherzer inne. Ziel des Einsatzes war der Hafen von Thessaloniki.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zeppelin blieb nicht unbemerkt, Scheinwerfer erfassten es auf seinem Weg. Vom Boden aus eröffneten die Soldaten der Entente das Feuer.  Mit Bordgeschützen des britischen Kriegsschiff HMS Agamemnon gelang schließlich der entscheidende Treffer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zeppelin brach durch den Treffer auseinander und ging an der <a href="https://maps.app.goo.gl/4NPwZxCef2wyBDNP7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mündung des Vardar</a> zu Boden. Seine Besatzung hatte Glück: Die deutschen Soldaten überlebten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Wrack wird nach Thessaloniki gebracht</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die griechische Bevölkerung war das eine Sensation. Viele Menschen kamen hierher, um sich die Trümmer des Luftschiffs anzuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Alliierten hatten auch Interesse an dem Wrack. Zeppeline waren ja eine noch relativ neue Technologie. Alliierte Soldaten haben die Wrackteile in den Sümpfen eingesammelt und zum Weißen Turm bei Thessaloniki gebracht. Dort haben ihre Ingenieure die Metallkonstruktion so gut zusammengesetzt, wie es irgend ging. Sie wollten herausfinden, wie die Deutschen ihre Luftschiffe bauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das konnte jeder in der Stadt sehen. Die Alliierten haben daraus vor den Einheimischen kein Geheimnis gemacht. Zahlreiche Fotos entstanden von dem Wrack. Postkarten erfreuten sich einer großen Beliebtheit. Die Fotos zu diesem Beitrag stammen von solchen Karten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/abschuss-des-zeppelins-lz-55-ueber-thessaloniki/">Abschuss des Zeppelins LZ 55 über Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1913]]></category>
		<category><![CDATA[Adrianopel]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Balkankriege]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasiatische Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasienfeldzug]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Ostthrakien]]></category>
		<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Sèvres]]></category>
		<category><![CDATA[Πύργος Ρολογιού]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der heutigen Stadt Edirne im Jahr 1913. Das Bild entstand in einer Zeit der Spannungen. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/">Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der Stadt <a href="https://maps.app.goo.gl/M1nzmYeGaBGNTgrB8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Edirne</a> im Jahr 1913. Inzwischen ist er abgerissen. Heutige Besucher dieser türkischen Stadt sehen ihn nicht mehr. Beim heurigen Jahresthema des Hellas Blog geht es um <a href="https://hellas.blog/tag/alte-fotos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">alte Fotos</a>. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Bild aus Edirne vom Uhrturm im Jahr 1913</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto entstand in der Stadt Edirne, die auf Griechisch Adrianoupoli (Αδριανούπολη) und auf Bulgarisch Odrin (Одрин) heißt. In der deutschen Sprache verwendete man das Wort Adrianopel für sie.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Uhrturm-von-Edirne-/-Adrianopel-im-Jahr-1913"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg" alt="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" class="wp-image-10191" style="width:400px" title="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst  möchte ich einmal auf das Foto selbst eingehen. Wir sehen eine gepflasterte Straße, auf deren beiden Seiten Stadthäuser stehen. In der Mitte der Straße fließt ein Rinnsal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Straße gehen Menschen, teils transportieren sie Waren auf ihren Schultern. Fahrzeuge oder Tiere für den Lastentransport sehen wir nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der linken Seite des Fotos sehen wir einen Baum ohne Blätter. Vermutlich ist das Bild im Winter entstanden. Dazu passt auch die warme Kleidung der Menschen auf dem Bild. Soweit ich es erkennen kann, sehen wir ausschließlich Männer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Häusern rechts und links der Straße fällt ein interessantes Architekturmerkmal auf. Bei zweistöckigen Häusern hat das obere Stockwerk einen Vorbau mit Fenstern. Diese sind schlecht einzusehen. Man kann aber gut aus ihnen herausschauen und bekommt alles mit, was auf der Straße passiert. Das war die Domäne der moslemischen Frauen in der osmanischen Gesellschaft. Sie verließen ihre Häuser nur im Ausnahmefall. Das mag es auch bei Angehörigen anderer Religionen gegeben haben. Im Osmanischen Reich galten zumindest in der Mehrheitsbevölkerung klare Regeln: Männer draußen, Frauen drinnen. Eine ähnliche Architektur von Wohngebäuden aus dieser Zeit sehen wir auch in Nordgriechenland, zum Beispiel in <a href="https://hellas.blog/komotini/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Komotini</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welchem Volk die Männer auf dem Foto angehören, kann ich nicht sagen. In Edirne spiegelte sich zu dieser Zeit die Völkervielfalt des Osmanischen Reichs auf dem Balkan wieder. Hier lebten Türken, Griechen, Bulgaren und Angehörige vieler anderer Völker. Leider herrschten im Jahr 1913 schlimme Spannungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon berichte ich weiter unten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Makedonische Turm wird zum Uhrturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich sehen wir im Hintergrund einen Uhrturm. Der steht auf einem der vier Türme der Stadtmauer, welche in Antike und byzantinischer Zeit die Stadt schützte. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0f/Macedonian_Tower_in_Edirne.jpg/576px-Macedonian_Tower_in_Edirne.jpg" alt="Der Makedonische Turm heute" style="width:300px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Makedonische Turm heute<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Edirne war Hauptstadt des byzantinischen Themas Makedonien. Ein Thema war eine militärische Verwaltungseinheit des byzantinischen Reichs, wobei der Befehlshaber auch zivile Aufgaben hatte. Da der Turm aus dieser Zeit noch stand, bezeichneten die Menschen der Stadt ihn als den Makedonischen Turm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit war er das höchste Gebäude der Stadt. 1867 ließ der damalige Gouverneur von Edirne den Turm mit Holzböden und Uhren aus Frankreich ausstatten. So erhielt der Makedonische Turm die Funktion eines Uhrturms. Das war am Ende des 19. Jahrhunderts der Weg, in einer Stadt eine allgemein gültige Uhrzeit festzulegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1894 stürzte das Bauwerk ein. Aus Stein- und Ziegelresten errichtete man einen neuen Turm, den wir auf dem Foto sehen. Die Uhren waren in den runden Nischen angebracht, die wir an den Fassaden sehen. Während des 1. Weltkriegs waren hier italienische Soldaten einquartiert, die einen großen Teil der Uhren stahlen. 1926 hat man die Uhren erneuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1953 gab es ein Erdbeben, das den Turm schwer beschädigt hat. Die Risse an den Wänden ließen sich nicht reparieren. Es bestand auch kein Bedarf für einen Uhrturm mehr, denn inzwischen waren Taschen- oder Armbanduhren sehr verbreitet. Daher hat man die drei Stockwerke des Turmaufbaus am 6. Juli 1953 gesprengt und abgerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Foto zu diesem Abschnitt seht Ihr ein Bild des makedonischen Turms, wie er heute noch zu sehen ist. Unterhalb davon befinden sich Steine und Mauern. 2004 hat das Edirne-Museum hier Ausgrabungen durchgeführt. Dabei haben die Archäologen Fundamente des römischen Kastells und Stadtmauern aus dieser Zeit ausgegraben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Mai 2017 ist der Makedonische Turm als Kulturdenkmal registriert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Spannungen des Jahres 1913 in Edirne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berichte ich vom Uhrturm im Jahr 1913, muss ich auch von den Menschen berichten, die damals in Edirne gelebt haben. Die Balkankriege haben der Stadt und ihren Menschen übel mitgespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 1. Balkankrieg nahm Bulgarien die Stadt nach einer viermonatigen Belagerung am 26. März 1913 ein. Da ich vermute, dass das Foto im Winter entstanden ist, muss das wohl während der Belagerung gewesen sein. In Ostthrakien gab es zahlreiche Konflikte. Viele Bulgaren, die als Untertanen des Osmanischen Reichts dort lebten, suchten in Edirne Zuflucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1913 kam es zum 2. Balkankrieg. Der Türkei gelang es, die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt zurückzuerobern. Das war für die Bulgaren sehr übel. Viele wurden getötet, viele vertrieben. Kirchen und andere Gebäude der Bulgarischen Minderheit haben die Eroberer zerstört. Später konnte ein Teil der bulgarischen Menschen nach Edirne zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Edirne gab es aber keine Ruhe. Hier lebten auch viele Griechen. Nach Ende des 1. Weltkriegs kam die Stadt durch den Vertrag von Sèvres zu Griechenland. Im Anschluss an den gescheiterten Kleinasienfeldzug und die Kleinasiatische Katastrophe war das vorbei. Mit dem Vertrag von Lausanne kam Edirne wieder zur Türkei. Zu diesem Staat gehört sie seitdem.</p>
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		<title>Der Bau des Kanals von Korinth im Jahr 1885</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
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		<category><![CDATA[Charilaos Trikoupis]]></category>
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		<category><![CDATA[Petros Protopapadakis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während des Baus des Kanals von Korinth sind einige Bilder enstanden, eines aus dem Jahr 1885 stelle ich im Hellas Blog vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/bau-des-kanals-von-korinth/">Der Bau des Kanals von Korinth im Jahr 1885</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Euch heute ein Bild zeigen, das 1885 beim Bau des <a href="https://hellas.blog/kanal-korinth/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kanals von Korinth</a> aufgenommen worden ist. Beim diesjährigen <a href="https://hellas.blog/jahresthema-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema</a> geht es um alte Fotos. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch dieses Bild vorstellen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Bau-des-Kanals-von-Korinth-(1885)"><img decoding="async" width="500" height="500" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885.jpg" alt="Bau des Kanals von Korinth (1885)" class="wp-image-10403" style="width:400px" title="Bau des Kanals von Korinth (1885)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885.jpg 500w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bau des Kanals von Korinth (1885)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1881 und 1893 entstand ein kleines Wunder der Moderne. Schon in der Antike gab es Pläne, den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf zu verbinden und Schiffen so den Umweg um die Peloponnes zu ersparen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über eine Strecke von 6343 m läuft der Kanal von&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/AhJ1WpejQ3312EJo9?coh=178571&amp;entry=tt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Posidonia</a> bis nach&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/GtjjVQ3bSY1xD8398?coh=178571&amp;entry=tt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Isthmia</a>. Das war ein großes Stück sehr harter Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Bau des Kanals verbinden sich zwei Namen: Petros Protopapadakis&nbsp;und Charilaos Trikoupis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Protopapadakis war der Ingenieur, der diese Bauleistung überhaupt erst möglich machte. Trikoupis brachte als Ministerpräsident Griechenland durch große Infrastrukturprojekte voran. Beide erkannten, wie wichtig der Kanalbau für das Land sein würde und zogen an einem Strang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Suezkanals hatte eine gewisse Begeisterung für den Bau großer Wasserstraßen ausgelöst. Mit den Projektierungsarbeiten wurde István Türr betraut, ein Ingenieur aus Ungarn. Dieser untersuchte das Gelände und leitete gemeinsam mit seinem Landsmann Béla Gerster den Bau. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er gründete die <em>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe</em> , deren Anfangskapital stattliche 30.000.000 Francs betrug. Im Gegenzug sollte die Gesellschaft den Kanal für 99 Jahr bewirtschaften dürfen. Nach einigen Jahren ging das Geld jedoch aus, neue Schuldverschreibungen konnten nicht in erforderlichem Umfang verkauft werden. Das Projekt geriet ins Stocken. Türr ging bankrott, die Gesellschaft ebenfalls. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten kamen ins Stocken und kurze Zeit sah es so aus, als wenn der Bau nicht fertig gestellt würde.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Fertigstellung des Kanals</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dafür waren die Arbeiten schon zu weit fortgeschritten. 1890 übertrug man das Projekt auf eine griechische Gesellschaft. Die Arbeiten konnten 1893 abgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Fertigstellung kam es immer wieder zu Schwierigkeiten. Die Golfe zu beiden Seiten haben unterschiedliche Gezeitenzeiten. Das führt in Verbindung mit den hohen Felswänden des Kanals zu starken Strömungen. Die wiederum hatten zur Folge, dass viele Schiffsbetreiber den Kanal nicht nutzten. Der Schiffsverkehr blieb weit unter den Erwartungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderne Frachtschiffe sind zu groß, um durch den Kanal fahren zu können. Heute sieht man hier vor allem Freizeitboote und Ausflugsdampfer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Männer, die man auf dem Bild der Baustelle des Kanals Korinth von 1885 sieht, sich das haben vorstellen können? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorgeschichte des Kanals von Korinth bis 1885</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Idee zu einem solchen Kanal hatte vor etwa 2.600 Jahren ein Mann namens Periander, der als Tyrann von Korinth amtierte. Bei der Idee blieb es aber. Im 6. und 5. Jahrhundert v.Chr. war der Diolkos in Betrieb, ein Schiffskarrenweg. Über ihn brachte man Schiffe vom Saronischen Golf in den Golf von Korinth oder umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Herrschaft römischer Kaiser wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Cäsar, Caligula, Nero und Hadrian. Bei Cäsar und Hadrian wurden Pläne gemacht, aber nicht mehr. Caligula schickte Ingenieure, welche das Areal zu vermessen hatten.  Sie hielten die Pläne für nicht durchführbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Caligulas Nach-Nachfolger Nero scherte das nicht. Er brachte 6000 jüdische Sklaven hierher, schwang angeblich selbst den Spaten für den ersten Spatenstich und ließ dann die anderen machen. Durch Neros Tod einige Monate später endeten die Arbeiten. Seinen Nachfolgern war das Projekt zu teuer. Die Sklaven arbeiteten von beiden Seiten aufeinander zu. Ihr Werk war noch bis in die Neuzeit zu sehen. Beim Bau des heutigen Kanals hat man weitergemacht, weshalb keine Spuren dieses Baus mehr vorhanden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des griechischen Freiheitskampfes ließ Ioannis Kapodistrias prüfen, ob der Kanalbau möglich wäre. Aber das Vorhaben ist als zu teuer und nicht finanzierbar eingeschätzt worden. Dann aber ist der Suezkanal gebaut worden, was auch schon ein sehr altes Vorhaben war. Das gab den Mut, das Projekt in Griechenland wieder anzupacken. Der Rest ist Geschichte.</p>
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