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	<title>Kastoria-See Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Kastoria-See Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1900]]></category>
		<category><![CDATA[Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Balkankriege]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria-See]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine alte Postkarte zeigt Kastoria im Jahr 1900. Ein interessantes Detail ist, dass auf ihr steht, dass Kastoria zu Albanien gehört. Zu der Zeit gehörte der Ort noch zum Osmanischen Reich. Kastoria kam als Folge der Balkankriege zu Griechenland, nicht zu Albanien. Diese Postkarte ist damit ein interessantes Zeitdokument. Denn derjenige, der sie hergestellt hat, wünschte sich wohl eine andere Landeszugehörigkeit für Kastoria.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/">Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des heurigen Jahresthemas nehme ich Euch mit nach <a href="https://hellas.blog/kastoria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kastoria</a> im Jahr 1900. Ich habe eine für französisch sprechende Touristen hergestellte Postkarte aus diesem Jahr. Auf der sehe ich ein interessantes Detail. Das stelle ich Euch heute vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst einmal möchte ich Euch die Aufnahme zeigen, um die es geht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Postkarte-von-Kastoria-(1900)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="451" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900.jpg" alt="Postkarte von Kastoria (1900)" class="wp-image-11468" style="width:400px" title="Postkarte von Kastoria (1900)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Kastoria-1900-768x433.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Postkarte von Kastoria (1900)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Druckort selbst steht nicht auf der Karte. Unten aber lesen wir einen Text in französischer Sprache:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>KASTORIE (Albanie)</em> und daneben steht <em>Prés du lac</em>. Letzteres kann man mit &#8222;am See&#8220; übersetzen. Dass der Ort in der Nähe des Kastoria-Sees liegt, ist bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das interessantere Detail ist der Landesname Albanie, also Albanien. Denn zu diesem Land gehörte Kastoria nie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden ist die Postkarte um das Jahr 1900. Damals gehörte Albanien noch zum Osmanischen Reich. Das galt auch für Kastoria. Zwar nahmen auch Kämpfer von hier am griechischen Freiheitskampf teil. Im Ergebnis kam diese Region dann aber erst einmal nicht zum neu gegründeten griechischen Staat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was folgte, waren Jahrzehnte der Unruhe. Es gab Bestrebungen sowohl von Bulgaren, Griechen als auch Albanern, den Ort dem jeweiligen Nationalstaat zuzuführen. Die Entscheidung fiel am 11. November 1912. Da wurde Kastoria befreit und kam zu Griechenland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer lebte um 1900 in Kastoria?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass so viele Mächte um Kastoria gerungen haben, ist kein Zufall. Es gibt eine <a href="http://www.promacedonia.org/vk/vk_2_43.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bulgarische Untersuchung</a> dazu, wie die Bevölkerung von Kastoria sich um 1900 zusammensetzte. Hier lebten 3.000 Griechen, 1.600 Türken, 750 Juden, 300 Albaner, 300 Slawen (die als Bulgaren angesehen wurden) und 240 Roma. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Kastoria zu Griechenland kam, wurden die Türken und Bulgaren aus der Stadt vertrieben. Schrecklich war das Schicksal der jüdischen Bevölkerung im 2. Weltkrieg. Anfang der 1940er Jahre lebte etwa 1.000 jüdische Menschen im Ort. Sie wurden von den Deutschen deportiert, nur 30 von ihnen überlebten den Holocaust. Und von diesen 30 kehrte lediglich ein Jude nach Kastoria zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Postkarte blicken wir also auf ein Kastoria, das es schon ein halbes Jahrhundert später nicht mehr geben sollte. Das betrifft nicht nur die Gebäude, die wir sehen. Es betrifft auch die Menschen, die in ihnen leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahresthema 2025 sind alte Fotos aus Griechenland. Ich finde, dass diese Postkarte uns vor Augen führt, wie es früher war. Sehen wir Kastoria heute, sollten wir auch an die Stadt und ihre Menschen im Jahr 1900 denken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/postkarte-kastoria-1900/">Postkarte von Kastoria aus dem Jahr 1900</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Kastoria</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 23:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Aliakmonas]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria]]></category>
		<category><![CDATA[Kastoria-See]]></category>
		<category><![CDATA[Orestida-See]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Westmakedonien]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalbezirk Kastoria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kastoria (Καστοριά) ist eine kleine Stadt in Nordgriechenland, in der es wirklich viel zu sehen gibt. Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet der Kastoria-See ein wunderbares Naturerlebnis.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Norden Griechenlands liegt die kleine, aber feine Stadt Kastoria. Sie gehört zu Region Westmakedonien. Nach der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/ergebnisse-volkszaehlung-griechenland-2021/">Volkszählung 2021</a>&nbsp;leben hier etwa 12.500 Menschen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Kastoria-Oktober-2018.jpg" alt="Kastoria 2018" class="wp-image-9699" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Kastoria-Oktober-2018.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/11/Kastoria-Oktober-2018-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kastoria 2018 (Bild eines ungenannten Lesers)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kastoria hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Der Stadtname schreibt sich auf Griechisch Καστοριά. So heißt sie auch auf aromunisch, nur in lateinischer Schreibweise: Kastoria. Auf Bulgarisch und Mazedonisch heißt die Stadt Костур (Kostur), auf Albanisch Kustur(i) und auf Türkisch Kesriye. Tatsächlich lebten früher alle diese Völker in Kastoria. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher brachten Pelze einen gewissen Wohlstand nach Kastoria. Sowohl Kürschner als auch Händler konnten von dem profitieren, was Jäger aus den umliegenden Bergen brachten. Eine Reihe alter Bürgerhäuser zeigt noch heute, dass einige Menschen in Kastoria sehr wohlhabend waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kastoria gibt es mehrere Museen. Das <a href="https://www.bmk.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Byzantinische Museum</a> gilt als eines der besten Museen für sakrale Kunst im Norden Griechenlands. Im Neratzi Aivazi-Herrenhaus ist ein <a href="https://www.digitalkastoria.gr/el/culture-tourism-events-el/museums-visiting-spaces-el/traditional-mansions-el/arxontiko-neratzi-aivazi-el" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Volkskundemuseum</a> untergebracht. Hier erfährst Du einiges über das Leben der Menschen von Kastoria in den letzten 200 Jahren. Es gibt auch ein kleines <a href="https://sfmma.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum des Mazedonischen Kampfes von Kastoria</a>. Das ist ein heute noch im Verhältnis zu dem nördlichen Nachbarn Griechenlands sehr sensibles Thema. Dann gibt es noch ein <a href="https://endmouskas.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kostümmuseum</a>, in dem Du etwas dazu erfahren kannst, wie die Menschen sich früher gekleidet haben. Auch gibt es noch weitere kleine Einrichtungen, die den Anspruch eines Museum haben. Für kulturinteressierte Besucher von Kastoria ist reichlich gesorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Altstadt gilt als sehr malerisch, zumindest bei Sonnenschein. Reste einer Stadtmauer aus dem Jahr 535 sind mit die älteste Sehenswürdigkeit. Und es soll über 70 Kirchen und Kapellen in der Stadt geben. Aus der osmanischen Zeit sind der Basar, eine Moschee und der Hammam erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man sieht: Kastoria lohnt durchaus den Besuch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Orestida-See bei Kastoria</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt liegt auf dem Zugang zu einer Halbinsel, die in den Orestiada-See hineinragt. Der See heißt auch Kastoria-See und ist eine der Sehenswürdigkeiten in der Region. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist Teil des Natura 2000 Schutzgebietes. Er ist bis zu 7,5 km lang und 5,4 km breit. Der See ist relativ flach, die maximale Tiefe beträgt 8,5 m. Er speist sich aus den umliegenden Bergen und fließt in den Aliakmonas ab. Der ist mit 297 km der längste Fluss Griechenlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Orestida-See leben viele Vögel. Hier sind über 200 Vogelarten gezählt worden. Zudem gibt es in ihm viele Fische, was ihn bei Anglern sehr beliebt macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher war der See im Winter zugefroren. Dann fuhren die Anwohner gerne mit Schlitten auf ihm und hatten dabei ihr Vergnügen. Durch den Klimawandel ist das heute kaum mehr der Fall.</p>
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