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	<title>Kulturgüter Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland f&#252;r Dich</description>
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		<title>Die Skulpturen des Parthenon sind Teil des griechischen Kulturerbes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgüter]]></category>
		<category><![CDATA[Kyriakos Mitsotakis]]></category>
		<category><![CDATA[Parthenon]]></category>
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		<category><![CDATA[UNESCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Zwischenstaatliche Komittee der UNESCO hat auf seiner 25. Sitzung ausdrücklich anerkannt, dass die im British Museum befindlichen Parthenon Skulpturen Teil des griechischen Kulturerbes sind. Diese Entscheidung hat eine politische Bedeutung, keine rechtliche Wirkung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-skulpturen-des-parthenon-sind-teil-des-griechischen-kulturerbes/">Die Skulpturen des Parthenon sind Teil des griechischen Kulturerbes</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Zwischenstaatliche Komitee der UNESCO hat aus seiner 25. Sitzung offiziell anerkannt, dass die im British Museum befindlichen Parthenon Skulpturen integraler Bestandteil des Kulturerbes Griechenlands sind. Darüber berichtet <a href="https://www.protothema.gr/culture/article/1823324/glupta-tou-parthenona-i-tourkia-adeiazei-tous-vretanous-den-uparhei-firmani-pou-na-nomimopoiei-tin-apospasi-tous/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Protothema</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Elgin Marbles</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte erst einmal darauf zu sprechen kommen, was ein Zwischenstaatliches Komitee bei der UNESCO überhaupt ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Parthenon-Skulpturen-im-British-Museum"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/London-British-Museum-Elgin-Marbles.jpg" alt="Die Parthenon Skulpturen im British Museum" class="wp-image-13394" style="width:400px" title="Die Parthenon Skulpturen im British Museum" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/London-British-Museum-Elgin-Marbles.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/London-British-Museum-Elgin-Marbles-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/12/London-British-Museum-Elgin-Marbles-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Parthenon Skulpturen im British Museum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich um ein von den Mitgliedsstaaten gewähltes Gremium. Es überwacht die Umsetzung spezifischer UNESCO-Konventionen, berät über internationale Richtlinien und entscheidet maßgeblich über neue Einträge in die UNESCO-Listen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgabe dieses zwischenstaatlichen Komitees ist die Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern. Seine <a href="https://www.unesco.org/en/fight-illicit-trafficking/sessions">25. Sitzung fand vom 20. bis 22. Mai 2026</a> statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem ging es dort auch um die Parthenon-Skulpturen, die Lord Elgin einst entfernt und nach Großbritannien verbracht hat. Heute sind sie im British Museum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griechenland begründet sein Rückgabeverlangen schon immer damit, dass die Skulpturen des Parthenon schon immer ein Bestandteil des nationales Kulturerbes seien. Deshalb müssten sie zurück gegeben werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Firman: Britanniens Hauptargument</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Großbritannien berief sich immer auch darauf, dass die Hohe Pforte für Lord Elgin einen Firman ausgestellt habe, der ihm Inbesitznahme und Verbringung nach England erlaubt hat. Bemerkenswert ist, dass die Türkei &#8211; Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs &#8211; offiziell die Position vertritt, dass es einen solchen Firman nie gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Tat gilt das Original dieses Dokuments als verschwunden. Es gibt eine italienische Übersetzung. Man weiß aber nicht mit absoluter Sicherheit, ob sie inhaltlich dem Original entspricht. Das britische Argument mit den weitreichenden Befugnissen aus dem Firman bestätigt die italienische Übersetzung aber gerade nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Griechenland sieht die Skulpturen des Parthenon als Teil seines Kulturerbes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gefühlt „schon immer“ war Griechenland bemüht, international seine Position zu den Parthenon Skulpturen deutlich zu machen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Karyatide-im-Akropolismuseum-"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg" alt="Karyatide im Akropolismuseum " class="wp-image-13041" style="width:250px" title="Karyatide im Akropolismuseum " srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karyatide im Akropolismuseum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es möchte die von Lord Elgin nach Großbritannien verschafften Kunstwerke in Athen sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober letzten Jahres erst forderte der griechische <a href="https://hellas.blog/konstantinos-tasoulas-fordert-die-wiedervereinigung-der-parthenon-skulpturen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Präsident die Rückgabe der Skulpturen</a> an Athen. Das habe ich aber eher als wohlfeile PR Aktion des ansonsten eher unscheinbaren Staatsoberhaupts empfunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglichkeiten für die <a href="https://hellas.blog/rueckkehr-der-elgin-marbles-in-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rückgabe der Elgin Marbles in 2025</a> wurden nicht genutzt. Ich sehe aber, dass der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis dieses Ziel geschickter verfolgt als alle seine Vorgänger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 <a href="https://hellas.blog/gibt-es-eine-chance-fuer-die-rueckkehr-der-elgin-marbles-nach-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">startete Mitsotakis eine Initiative</a>, für die er sogar den Vorsitzenden der Treuhänder des Britischen Museum hat gewinnen können. Es ging nicht um eine formale Rückübertragung des Eigentums und ihre vollständige Rückkehr nach Athen. Vielmehr sollte regelmäßig ein Teil der Kunstschätze in Athen gezeigt werden, die Eigentumsfrage blieb aber offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das passte nicht mit den griechischen Maximalforderungen zusammen, die auf eine vollständige und bedingungslose Rückgabe des Parthenon Frieses an Athen hinauslaufen. Also scheiterte diese Idee im Laufe des Jahres 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin wurde kein diplomatisches Porzellan zerschlagen. <a href="https://hellas.blog/george-osborne-ist-optimistisch-hinsichtlich-der-elgin-marbles/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">George Osbourne äußerte sich im letzten Jahr positiv</a> für das Thema. Die Schwierigkeit ist, einen Weg zu finden, der sowohl für die britische als auch die griechische Seite funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung des Zwischenstaatlichen Komitees der UNESO hat keine unmittelbare rechtliche Wirkung. Es ist ein politisches Signal, mehr nicht. Dass die im British Museum befindlichen Skulpturen des Parthenon ein Teil des griechischen Kulturerbes sind, ist politisch auf internationaler Eben bestätigt worden. Mehr ist da aber nicht passiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-skulpturen-des-parthenon-sind-teil-des-griechischen-kulturerbes/">Die Skulpturen des Parthenon sind Teil des griechischen Kulturerbes</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Hannover gibt Keramik an Griechenland zurück</title>
		<link>https://hellas.blog/hannover-gibt-keramik-an-griechenland-zurueck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 20:54:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[2. Weltkrieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum August Kestner Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Stadt Hannover am 8. April 2024 an Griechenland ein Stück Keramik zurück gegeben, das im zweiten Weltkrieg illegal nach Deutschland gebracht wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/hannover-gibt-keramik-an-griechenland-zurueck/">Hannover gibt Keramik an Griechenland zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Stadt-Hannover-gibt-Kriegsbeute-an-Griechenland-zurueck,aktuellhannover15866.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NDR melde</a>t, dass die Stadt Hannover an Griechenland ein Stück Keramik zurück gibt. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hat die Kanne am 8. April 2024 an Ioannis Vikelidis übergeben, dem Generalkonsul von Griechenland. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/kanne116_v-contentxl.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">Bildquelle: NDR</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Keramik handelt es um ein frühkorinthisches Stück. Die Kanne ist etwa 2600 Jahre alt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Herkunft muss man sagen, dass es sich um eine Kriegsbeute handelt. Ein deutscher Geologe namens Dr. habil. Hannfrit Putzer war im 2. Weltkrieg in Griechenland eingesetzt. Der NDR meldete, dass Putzner der Wehrmacht angehört habe, was aber nicht stimmt. Er war ein hoher Offizier der SS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher haben herausgefunden, dass Putzner die Keramik 1943 als Kriegsbeute mitgenommen hat. Wahrscheinlich hat er die Kanne selbst gefunden, und zwar bei Bohrungen am Isthmus von Korinth. Das soll am 21. September 1943 passiert sein.&nbsp;Putzner zeigte die Kanne dem  deutschen Archäologen Prof. Dr. Gabriel Welter. Der befand sich in Diensten der Wehrmacht in Griechenland. Welter hat die Kanne begutachtet und datiert. Anfang Dezember 1943 brachte Putzer sie außer Landes in seinen Privatbesitz. Putzner muss gewusst haben, dass er eine auch nach damaligem Recht illegale Handlung begeht. Die Haager Abkommen von 1907 untersagte die Beschlagnahme und Wegnahme von Kunst- und Kulturgütern. Die galt damals auch für Deutschland, was die Nazis bekanntlich jedoch nicht interessiert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kanne landete später im Bestand des Museums August Kestner. Von dort ist die jetzt an die Griechenland restituiert worden.   Die Stadt Hannover hat die genaue <a href="https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Die-Stadt-Hannover-restituiert-eine-fr%C3%BChkorinthische-Kanne-an-die-Hellenische-Republik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschichte dieser Kanne in einer Pressemeldung</a> öffentlich gemacht. Ich finde: Das ist vorbildlich gelebter Kulturgüterschutz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Raubkunst aus Griechenland ist keine Seltenheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der illegale Handel mit Antiquitäten ist ein großes Übel. 2023 konnten <a href="https://hellas.blog/351-geraubte-antiquitaeten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">351 geraubte Antiquitäten</a> an Griechenland zurück gegeben werden. Tatsächlich ist der griechische Staat sehr sensibel, was Artefakte aus der Vergangenheit angeht. Leider gibt es nicht nur aus der Zeit des 2. Weltkriegs viele Artefakte, die heute eigentlich in Griechenland sein sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass die Stadt Hannover sehr richtig handelt, indem sie diese Keramik zurück gibt. Ersichtlich hat man sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Das finde ich auch in Ordnung, denn so erst konnte die gesamte Geschichte dieses Kunstraubs bekannt werden. </p>
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		<title>Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</title>
		<link>https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Mar 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gewässer rund um Griechenland sind sehr attraktiv, was das Thema Wracktauchen angeht. Seit Menschen hier leben, fahren sie zur See. Auf den Meeren liegen Wracks aus alles Epochen, jetzt dürfen auch mehr antike Schiffswracks besucht werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/">Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Ägäis dürfen Taucher in Zukunft Tauchgänge  zu drei ausgewählten Wracks aus der Antike unternehmen. Das berichtet die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/athen-taucher-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tagesschau auf ihrer Homepage</a>. Die Wracks liegen in der Nähe von Volos (Βόλος).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Amphoren-auf-dem-Meeresgrund"><img decoding="async" src="https://images.tagesschau.de/image/48e86b69-aab8-4f3b-b0ab-024b6643401f/AAABla3rzwE/AAABmgWmO88/16x7/griechenland-archaelogische-funde-100.webp?width=1280" alt="Amphoren auf dem Meeresgrund" style="width:400px" title="Amphoren auf dem Meeresgrund"/><figcaption class="wp-element-caption">Scherben von Amphoren auf dem Meeresgrund<br>(Bildquelle: tagesschau.de)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Menschen in Griechenland wohnen, fahren sie zur See. Leider kam es seit dem auch immer wieder zu Unglücken, so dass auf dem Boden des Mittelmeers rund um Griechenland sehr, sehr viele Schiffswracks aus allen Zeiten liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist aber nicht so, dass Taucher einfach so zu Wracks aus der Antike hinabsteigen und sie besuchen dürfen. Gerade die Vielzahl antiker Relikte auf dem Meeresboden war der Grund, aus dem es lange verboten war, als Zivilist mit Druckluft in Griechenland zu tauchen. Sporttauchen ist in Griechenland erst seit 2006 erlaubt und mit vielen Einschränkungen verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber der griechische Staat hat erkannt, dass die vielen wunderschönen Tauchspots in Griechenland Touristen anlocken. Das gilt auch für Wracks aus der Antike. Unter strengen Auflagen hat man seit 2019 das Wrack eines antiken Frachters besuchen, der nach Hochrechnungen eine Ladung von 126 Tonnen hatte. Zumeist waren das Amphoren, deren Reste heute noch auf dem Meeresgrund liegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So kannst Du zu den Wracks aus der Antike tauchen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Wracks liegen im Pagasitischen Golf, der sich vor der Hafenstadt Volos erstreckt. Dort musst Du zunächst also erst einmal hin.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023.jpg" alt="Der Hafen von Volos 2023 - Foto von Monika Hochscheid" class="wp-image-3238" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Volos-Hafen-2023-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Hafen von Volos 2023<br>(Foto: Monika Hochscheid)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht erlaubt, &#8222;einfach so&#8220; zu den antiken Schiffswracks zu tauchen. Das dürfen nur lizensierte Unternehmen, die in Volos ansässig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Volos gibt es mehrere Tauchschulen, die geführte Tauchexkursionen anbieten. Ich möchte keines der örtlichen Unternehmen empfehlen, da ich sie selbst nicht kenne. Daher lege ich Dir ans Herz, die Stichworte <a href="https://www.google.com/search?q=volos+tauchschule+wracktauchen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Volos, Tauchschule und Wracktauchen in eine Suchmaschine</a> einzugeben. Der Beispiellink führt Dich auf die Ergebnisse bei Google.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann werden Dir die Tauchschulen aus Volos angezeigt. Schau bitte im Netz nach, welche davon Dir zusagt und frage, ob sie einen geführten Tauchgang zu den antiken Wracks anbieten. Ich habe auf Anhieb einiges gefunden, und das wird bei Dir nicht anders sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Besuch von Wracks aus der Neuzeit ist in Griechenland erlaubt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wracktauchen ist definitiv ein interessantes Thema in Griechenland. Dass Taucher jetzt noch mehr Wracks aus der Antike besuchen dürfen, ist ein gutes Zeichen. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen.jpg" alt="Wracktauchen" class="wp-image-6701" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen-300x200.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Wracktauchen-768x513.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wracktauchen <br>(Foto von Freunden aus der Taucherszene)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 2006 war Zivilisten das Tauchen im Mittelmeer rund um Griechenland praktisch untersagt. Grundsätzlich war es verboten, weil die Regierung Sorge hatte, dass Taucher antike Artefakte einfach vom Meeresgrund mitnehmen. Das ist auch wirklich ein Problem. 2006 hat man das jedoch geändert, bis auf einige Ausnahmen ist Tauchen überall erlaubt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Thema Tauchen in Griechenland will ich in den nächsten Monaten weitere Beiträge im Hellas Blog machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann folgen dann weitere Hinweise auf Wracks im Meer und andere Tauchspots. Inzwischen sind sehr viele Wracks aus jüngerer Zeit für Taucher ausdrücklich freigegeben. Auch gibt es wundervolle Naturschönheiten am Meeresgrund, die einen Besuch lohnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Amphoren am Meeresgrund vor Limeni</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag geht es um Wracks aus der Antike, und da habe ich noch einen weiteren Tipp für Euch: <a href="https://hellas.blog/limeni/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Limeni</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 100 vor Christus ist hier ein Frachtschiff gesunken, das sehr viele Amphoren geladen hatte. Vom Schiff selbst ist nichts mehr zu sehen. Aber die Scherben der Ladung ist auf einem mehr als 500 qm großen Areal zu sehen. Die Ladung liegt in einer Tiefe zwischen 15 m und 30 m. Auch hier bietet es sich an, vorab zu einer örtlichen Tauchschule Kontakt aufzunehmen und sich dort alle Informationen für Deinen Tauchgang zu den antiken Amphoren zu holen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Von den teilweise noch ganz erhaltenen Amphoren bzw. den Scherben darfst Du nichts anfassen oder gar aus dem Meer bergen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/taucher-duerfen-zu-wracks-aus-der-antike/">Taucher dürfen zu Wracks aus der Antike</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Archäologische Fundstücke in Griechenland</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/</link>
					<comments>https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 11:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Archäologische Fundstücke: Was tun, wenn Du auf einer Wanderung was findest oder Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten wird? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/">Archäologische Fundstücke in Griechenland</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Du wanderst in Griechenland und findest unterwegs etwas, das ein archäologisches Relikt sein könnte. Oder Dir wird ein Stück „echt aus der Antike“ zum Kauf angeboten. Was tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolands Erlebnis auf Santorin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Dir eine Geschichte erzählen, die ich 2010 auf <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorin</a> erlebt habe. Damals wohnte ich in einem schönen Hotel in <a href="https://hellas.blog/perissa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Perissa</a>. Zwischen Perissa und Kamari liegt ein großer Felsberg, der <a href="https://goo.gl/maps/mi8hDZP51fkoUsem8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mesa Vouno</a>. Oben auf diesem Berg liegt die antike Ruinenstadt Alt-Thira, die ich besucht habe.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa.jpg" alt="Wanderweg von Alt-Thira runter nach Perissa" class="wp-image-3778" style="width:300px;height:169px" width="300" height="169" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wanderweg von Alt-Thira runter nach Perissa</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann von Perissa aus sehr schön hochwandern. Das ist etwas anstrengend und ich empfehle auch, den Marsch spätestens um 8 Uhr morgens anzutreten, besser noch früher. Denn sonst wird es zu heiß. Aber dann lohnt es sich, da hoch zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein toller Wanderweg, bei dem man Rast an einer kleinen Kirche oberhalb von Perissa machen kann. Ich bin selbst kein sehr geübter Wanderer und brauche bei dem steilen Aufstieg die eine oder andere Pause. Daher auch mein Rat, auf jeden Fall genügend Wasser mitzunehmen. Der Aufstieg erfolgt weitgehend im Schatten. Aber die Sonne fordert über kurz oder lang ihren Tribut, und deshalb musst Du trinken. So habe ich den Aufstieg bis oben gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was man wissen muss: In der Antike waren die Friedhöfe immer außerhalb der Städte. So auch in Alt-Thira. Dessen Friedhof befindet sich auf der Hangseite, die in Richtung Perissa liegt. Allerdings hat es im Laufe der letzten zwei Jahrtausende den einen oder anderen Erdrutsch gegeben. Man sieht daher nicht mehr viel davon. Ehrlich gesagt bin ich auch einfach durch das Areal gewandert, ohne einen Blick für Details haben zu wollen. Schließlich war ich froh den Aufstieg geschafft zu haben und freute mich auf eine Pause, ehe es in den archäologischen Bereich ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben habe ich mir die Ruinen angeschaut und die tolle Aussicht auf Kamari und Perissa genossen. Dann habe ich den Weg zurück angetreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einmal fiel mir ein Fels ins Auge, der mir beim Aufstieg gar nicht aufgefallen war. Auf diesem Felsen lag ein behauener Stein. Ich bin mir ganz sicher: Das ist ein Relikt aus der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was damit tun? Ich musste nicht lange überlegen. Ich habe mir den Stein angeschaut und bin meines Weges gezogen. Für mich war das ein tolles Erlebnis, an das ich gerne zurückdenke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologische Fundgrube Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner langen <a href="https://hellas.blog/griechenlands-geschichte/">Geschichte</a> ist Griechenland eine wahre <a href="https://hellas.blog/griechenlands-geschichte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">archäologische Fundgrube</a>. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin.jpg" alt="Fundstück auf Santorin" class="wp-image-3777" style="width:400px;height:225px" width="400" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fundstück auf Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr viele archäologische Stätten sind für Touristen geöffnet und lohnen den Besuch. Auf keinen Fall darf man von dort einen Stein oder ein anders Fundstück mitnehmen. Das steht unter Strafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gilt schon für einzelne Steine von kulturellen Einrichtungen, auch wenn diese offen herumliegen. Mitnehmen ist ebenso streng verboten wie archäologische Gegenstände zu beschädigen, illegal auszugraben oder vom Fundort zu entfernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die örtlichen Behörden kennen da auch kein Pardon. Wer Fundstücke aber als Souvenir oder Mitbringsel mitgehen lässt, landet im schlimmsten Fall sogar im Gefängnis. In der Regel kommt man glimpflicher davon, erfreulich ist so eine Auseinandersetzung mit den griechischen Behörden aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also wie ich durch die Landschaft wanderst und etwas Interessantes siehst, dann lass es unbedingt liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gilt: Gucken und fotografieren ja, Anfassen vielleicht, Mitnehmen auf keinen Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einem Österreicher droht langjährige Haft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade geht ein <a href="https://www.krone.at/3062822" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fall durch die Presse</a>, in dem einem Mann aus Österreich eine empfindliche Haftstrafe droht. Im Sommer 2019 verbrachte eine Familie aus Villach in Kärnten ihren Urlaub auf Rhodos. Die Kinder der Familie haben beim Schnorcheln &#8218;etwas&#8216; gefunden und mit hoch gebracht. Ihr Vater freute sich über das &#8222;Souvenir&#8220; und nahm es mit nach Österreich. Dort habe er es Archäologen zeigen wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die griechischen Behörden haben von der Sache erfahren und ein Strafverfahren eingeleitet. Im Januar 2023 wurde die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei stellte die Polizei acht Amphoren sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Mann drohen jetzt bis zu 10 Jahre Haft dafür, dass er die Amphoren von Griechenland mit nach Hause genommen hat. </p>



<h2 class="wp-block-heading">In Griechenland gibt es viele Artefakte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Überall in Griechenland gibt es Artefakte aus alten Zeiten: Steine, Scherben und anderes. Anfang 2023 gab es <a href="https://www.derstandard.de/story/2000123483330/antike-artefakte-aus-versunkenem-handelsschiff-vor-kasos-geborgen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berichte von einem tollen Wrackfund</a> in der Nähe der Insel <a href="https://goo.gl/maps/No6uNehLkJP5vC1X6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kasos</a>. Kern des Artikels: Unterwasser-Archäologen haben Artefakte aus einem Schiffswrack  geborgen. Entscheidend ist: Die Artefakte sind nicht mehr da. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Küsten Griechenlands, auf den Inseln und auf dem Festland gibt es noch sehr viele Artefakte. Es gibt Leute, die machen sich gezielt auf die Suche danach um sie zu sammeln oder zu verkaufen. 2006 hat die Polizei in einer Villa <a href="https://www.deutschlandfunk.de/archaeologischer-diebesfund-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf einer Kykladeninsel zahlreiche Kunstobjekte sichergestellt</a>. Sowas ist nach meiner Einschätzung nur die Spitze des EIsbergs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb sind die Behörden in Griechenland auch sehr empfindlich, wenn jemand gefundene Artefakte an sich nimmt. Das gilt auch für Touristen, die im Meer eine Amphore oder an Land einen antiken Stein finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorsicht beim Kauf von Antiquitäten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch musst Du vorsichtig sein, wenn Dir etwas zum Kauf angeboten wird, das ein echtes Artefakt aus der Antike sein soll. Mein Tipp: niemals kaufen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer klar erkennbaren Replik gibt es keine Probleme. Anders kann es aber mit echten alten Artefakten sein. Wenn Du Glück hast, bist Du betrogen worden und hast eine Fälschung gekauft. Das ist schon ärgerlich. Aber wenn Du ein Artefakt gekauft hast, das wirklich aus der Antike stammt, dann stehst Du schon mit einem Bein im Gefängnis. Denn dann bist Du Teil des <a href="https://hellas.blog/tag/illegaler-handel-mit-antiquitaeten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">illegalen Handels mit Antiquitäten</a>. Und da versteht niemand Spaß.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos.jpg" alt="Replik eines Freskos" class="wp-image-3952" style="width:400px;height:271px" width="400" height="271" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos-300x203.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos-768x520.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">unproblematisch: Replik eines Freskos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du angibst, dass Du das Artefakt selbst gefunden hast und guten Glaubens dachtest, Du dürftest es behalten, macht es die Lage nicht besser für Dich. Letzten Endes hast Du <a href="https://hellas.blog/tag/raubkunst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Raubkunst</a> in Deiner Tasche, mag der Stein noch so unscheinbar sein. Auch das wird zu einem sehr unangenehmen Erlebnis bei der Ausreise aus Griechenland führen, wenn Du erwischt wirst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines muss Dir klar sein: Wenn Du etwas Antikes in Griechenland kaufst und mit nach Hause nehmen möchtest, dann unterstützt Du damit höchst wahrscheinlich kriminelle Strukturen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch einen legalen Antikenhandel. Ob Du als &#8222;dahergelaufener Tourist&#8220; mit dem in Berührung kommst, wenn Dir jemand ein &#8222;tolles Stück&#8220; in irgend einer Bude anbietet, ist aber höchst fraglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du in Griechenland Antiquitäten kaufen und ausführen möchtest, geht das nur mit einer Genehmigung. Informieren kannst du dich dazu beim Auswärtigen Amt, bei der griechischen Botschaft in Deutschland oder beim Zoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz wichtig: Du musst zu jeder Zeit die legale Herkunft antiker Artefakte nachweisen können. Frage Dich ganz ernsthaft: Ist Dein Griechisch gut genug, damit Du vorgelegte Belege lesen und verstehen kannst? Würdest Du eine Rechnung akzeptieren und als Nachweis der legalen Herkunft eines Artefakts verwenden, wenn der Geschäftsführer laut Rechnung Μίκυ Μάους&nbsp;heißt?.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Μίκυ Μάους&nbsp;ist der griechische Name für Mickey Maus. Ein &#8222;normaler&#8220; Tourist, der mit der griechischen Schrift und Pflichtangaben auf Rechnungen und Bescheinigungen nicht vertraut ist, würde das vermutlich nicht bemerken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einfuhr von Kulturgütern in Deutschland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Zoll stellt Informationen zum Mitbringen von Kulturgütern sowohl aus EU-Staaten als auch aus <a href="https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Rueckkehr-aus-einem-Nicht-EU-Staat/Einschraenkungen/Kulturgueter/kulturgueter_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drittstaaten</a> zur Verfügung. Da Griechenland der EU angehört, empfehle ich auf jeden Falle einen Blick in diese Informationen. Für das <a href="https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/Kulturgueter/kulturgueter_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mitbringen und Ausführen von Kulturgütern aus EU-Staaten</a> gibt es klare Einschränkungen. Der Zoll weist vor allem auf die Ausfuhr von Kulturgütern hin und auf verschiedene Vorschriften zum Thema Kulturgut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kulturgüter und Medien unter <a href="https://www.kulturgutschutz-deutschland.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kulturgutschutz-deutschland.de</a> Informationen zur Verfügung. Die <a href="https://www.kulturgutschutz-deutschland.de/DE/AllesZumKulturgutschutz/Kulturgutschutzgesetz/Kernpunkte/Einfuhr/Einfuhr_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationsseite zur Einfuhr von Kulturgütern</a> finde ich sehr gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland gibt es ein <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesetz zum Schutz von Kulturgut</a>, kurz KGSG genannt. In <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__28.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 28 KGSG</a> ist festgelegt, dass die Einfuhr eines Artefaktes verboten ist, wenn es als nationales Kulturgut eingestuft ist oder nach den nationalen Rechtsvorschriften nicht hätte ausgeführt werden dürfen. Bei einer danach verbotenen Einfuhr droht eine Haftstrafe bis zu 5 Jahren. Das steht in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__83.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 83 Absatz 1 Nr. 3 KGSG</a>. Absatz 5 des § 83 KGSG sieht eine Freiheitsstrafe von einem bis 10 Jahren vor, wenn die Täter gewerbsmäßig handeln oder sich mit anderen zu einer Bande verbunden haben, die fortgesetzt solche Taten begehen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum schreibe ich das in diesem Artikel? Natürlich geht ein Stück weit der Jurist mit mir durch, der ich nun einmal bin. Dafür bitte ich um Nachsicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht es aber um etwas anderes. Ich habe Leute getroffen, die meinen, alles wäre geschafft wenn sie gefundene Artefakte aus Griechenland herausgebracht habe. Klare Botschaft: Das ist ein Irrtum. Fallen diese Artefakte bei der Einreise nach Deutschland auf, dann folgt bei uns ein Strafverfahren wegen der verbotenen Einfuhr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__85.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 85 KGSG</a> können illegal eingeführte Kulturgüter eingezogen werden. Du hast also nicht nur ein Strafverfahren mit einer empfindlichen Straferwartung an der Backe. Dein &#8222;Souvenir&#8220;, das Du aus Griechenland mitgebracht hast, ist für Dich weg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machst Du mit einem archäologischen Zufallsfund?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also unterwegs in Griechenland bist und ein Artefakt aus der Vergangenheit findest, dann empfehle ich folgendes:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht mitnehmen! Lass es liegen!</li>



<li>Anschauen ja. Auch darfst Du Fotos von Deinem Fund machen.</li>



<li>Berühre den Fund nur, wenn Du ihn dadurch nicht beschädigst. Ein behauener Stein, eine alte Säule oder das Fundament eines Gebäudes wirst Du nicht beschädigen. Anders sieht es bei zerbrechlichen Sachen wie zum Beispiel Töpferwaren aus. Die solltest Du nicht berühren. </li>



<li>Wenn Du meinst, dass Du etwas sehr Besonderes gefunden hast, dann informiere das nächst gelegene archäologische Museum oder die nächst gelegene Polizei oder andere Behörde.</li>



<li>Wird Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten? Finger weg!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wird Dir nichts passieren wenn Du etwas (vermutlich) Antikes irgendwo in Griechenland findest. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/">Archäologische Fundstücke in Griechenland</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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