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	<title>Moschee Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Moschee Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki öffnet wieder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 14:06:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lina Mendoni]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Thessaloniki]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki wurde 1468 erbaut. Bis 1925 diente sie als islamisches Gotteshaus, danach zu anderen Zwecken. Die letzten 40 Jahren stand sie leer. Man hat sie renoviert und am 11. Oktober 2026 wieder eröffnet. In ihr sollen Funde untergebracht werden, die man beim Bau der Metro gemacht hat. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/hamza-bey-moschee-thessaloniki/">Die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki öffnet wieder</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 11. Oktober 2026 steht die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki wieder für Besucher offen. In diesem Beitrag erfährst Du mehr über diese Sehenswürdigkeit aus osmanischer Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hellas Kompakt: Die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hamza Bey Moschee ist ein altes islamisches Gotteshaus aus der osmanischen Zeit. Dies sind die wichtigsten Informationen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Griechischer Name: Alkazar von Thessaloniki (Αλκαζάρ Θεσσαλονίκης) oder Hamza Bey Moschee (Χαμζά Μπέη Τζαμί)</li>



<li>Erbaut: 1468, Neuaufbau nach einem Erdbeben in 1620</li>



<li>Standort: <a href="https://maps.app.goo.gl/N4X31KEfSYJSMdh7A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Egnatia 49, Thessaloniki 546 31</a></li>



<li>Ende der Nutzung als Moschee: 1925</li>



<li>Neueröffnung nach Renovierung: 11. Oktober 2026</li>



<li>Öffnungszeiten:
<ul class="wp-block-list">
<li>Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr</li>



<li>Ruhetag: Montag</li>
</ul>
</li>



<li>Eintritt: &#8222;niedriger&#8220; Eintrittspreis ist angekündigt</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag erfährst Du die wichtigsten Informationen über diese Moschee.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist die Hamza Bey Moschee in Thessaloniki</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1432 haben die Osmanen Thessaloniki erobert und begannen damit, sich in der Stadt einzurichten. Deshalb entstanden auch Moscheen. Im Jahr 1468 hat man diese Moschee errichtet. Man kann also sagen, dass sie eines der frühesten noch erhaltenen islamischen Bauten der Stadt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf <a href="https://www.thessalonikiartsandculture.gr/thessaloniki/palia-thessaloniki/xamzar-bei-tzami-i-pio-gnosto-os-alkazar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Seiten</a> habe ich den Hinweis gefunden, dass an der Stelle der heutigen Moschee vorher ein orthodoxes Frauenkloster gestanden haben soll. Archäologische Nachweise dafür hat man bisher meines Wissens aber nicht gefunden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Hamza-Bey-Moschee-(Αλκαζάρ-Θεσσαλονίκης)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee.jpg" alt="Hamza Bey Moschee (Αλκαζάρ Θεσσαλονίκης)" class="wp-image-16946" title="Hamza Bey Moschee (Αλκαζάρ Θεσσαλονίκης)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hamza Bey Moschee (Αλκαζάρ Θεσσαλονίκης)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Benannt wurde die Moschee nach dem osmanischen Feldherren Hamza Bey. Seine Tochter Hafsa hat den Bau finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Kapitel der Baugeschichte wird im August 1569 aufgeschlagen. Sultan Selim II. ordnete die Entfernung von zwanzig Säulen aus der Kirche Agios Minas, aus der Metropolitankirche Asomatos (Rotunde) und aus dem königlichen Kloster Androi der Gottesmutter der Erinnerung an. Diese wurden bei der Erweiterung der Moschee im Peristyl verbaut. </p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Peristyl-der-Hamza-Bey-Moschee"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-Peristyl.jpg" alt="Peristyl der Hamza Bey Moschee" class="wp-image-16953" title="Peristyl der Hamza Bey Moschee" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-Peristyl.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-Peristyl-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/10/Thessaloniki-2026-Hamza-Bey-Moschee-Peristyl-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Peristyl der Hamza Bey Moschee</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses bewahrt bis heute fünfzehn kunstvoll gestaltete Kapitelle aus der frühchristlichen Zeit der Stadt. Man datiert sie auf das 5. oder 6. nachchristliche Jahrhundert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1620 wurde die Moschee zerstört, wohl durch einen Brand oder ein Erdbeben. Man hat sie im selben Jahr wieder aufgebaut. Das geht aus einer Inschrift über dem Eingang des Gebäudes hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Thessaloniki im Jahr 1912 wieder zu Griechenland kam, blieb die Moschee noch in Nutzung. Das blieb bis 1925 so, als die letzten Moslems die Stadt verlassen mussten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die weitere Nutzung des Gebäudes</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar stand das Gebäude dann unter Denkmalschutz. Praktisch hat ihm das aber nichts genutzt. Zunächst diente es als Telegrafenamt, dann ging es an einen jüdischen Geschäftsmann. Der gab ihm den bis heute populären Namen Alkazar und wandelte das vormalige Gotteshaus in ein Kino um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der deutschen Besatzung wurde dieser Geschäftsmann gezwungen, das Gebäude an einen christlichen Griechen zu übertragen. Nach dem Krieg beherbergte es Geschäfte. Der neue Eigentümer konnte es jedoch nicht halten und gab es auf. 1977 ging es an das Rote Kreuz und 2006 übernahm es das griechische Kulturministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses kümmerte sich um das Gebäude und begann mit Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten, die im Oktober 2026 abgeschlossen werden konnten. Das Ziel war, einen Ort für die vielen Funde zu schaffen, die beim Neubau der Metro von Thessaloniki gemacht worden sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Neueröffnung im Oktober 2026</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Oktober fand eine Eröffnungszeremonie statt, bei der die griechische Kulturministerin Lina Mendoni anwesend war. Darüber berichtete <a href="https://www.skai.gr/news/greece/thessaloniki-anoigei-ksana-to-alkazar-dorean-eisodos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Skai.gr</a> in einem ausführlichen Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt soll in den kommenden zwei Wochen frei sein. Die Höhe des danach verlangten Eintritts habe ich nicht herausfinden können. In den Medien steht nur, dass der Eintrittspreis niedrig sein soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machen in Thessaloniki?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Thessaloniki ist nach Athen die zweitgrößte Stadt in Griechenland. Ich habe bisher nur relativ wenig über Saloniki geschrieben. Ein Thema ist natürlich, was man in der Stadt unternehmen kann. Dies sind die jüngsten Beiträge dazu.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/thessaloniki-2025/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Aristoteles-Platz-Thessaloniki-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Aristoteles Platz in Thessaloniki" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Aristoteles-Platz-Thessaloniki-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Aristoteles-Platz-Thessaloniki-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Aristoteles-Platz-Thessaloniki.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/thessaloniki-2025/">Ein Besuch in Thessaloniki lohnt auch 2025</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/schirme-thessaloniki-nacht/"><img decoding="async" width="169" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Thessaloniki-Uferpromenade-Schirme-bei-Nacht-169x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Die Schirme von Giorgos Zongolopoulos bei Nacht" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Thessaloniki-Uferpromenade-Schirme-bei-Nacht-169x300.jpg 169w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Thessaloniki-Uferpromenade-Schirme-bei-Nacht.jpg 450w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/schirme-thessaloniki-nacht/">Die Schirme von Thessaloniki bei Nacht</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/besuche-thessaloniki-2024-bei-deinem-urlaub-in-griechenland/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Uferpromenade-mit-Weissem-Turm-vom-Meer-aus-gesehen-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Thessaloniki: Uferpromenade mit Weißem Turm vom Meer aus gesehen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Uferpromenade-mit-Weissem-Turm-vom-Meer-aus-gesehen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Uferpromenade-mit-Weissem-Turm-vom-Meer-aus-gesehen-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Uferpromenade-mit-Weissem-Turm-vom-Meer-aus-gesehen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/besuche-thessaloniki-2024-bei-deinem-urlaub-in-griechenland/">Besuche Thessaloniki 2024 bei Deinem Urlaub in Griechenland</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Beiträge dazu <a href="https://hellas.blog/tag/was-machen-in-thessaloniki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kennzeichne ich mit dem entsprechenden Schlagwort</a>. Klicke auf den Link und lass Dir alle anzeigen.</p>
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		<title>Die Tsisdarakis-Moschee</title>
		<link>https://hellas.blog/tsisdarakis-moschee/</link>
					<comments>https://hellas.blog/tsisdarakis-moschee/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 07:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Cizderiye Câmii]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[König Otto I.]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum in Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Museum of Modern Greek Culture (Athen)]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps für Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Tsisdarakis-Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Μουσταφά Αγά Τζισταράκης]]></category>
		<category><![CDATA[Τζαμί Τζισταράκη]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tsisdarakis-Moschee steht in Athen am Monastiraki Platz. Seit 2024 ist sie als Teil des Museum of Modern Greek Culture wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/tsisdarakis-moschee/">Die Tsisdarakis-Moschee</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Tsisdarakis Moschee steht am Monastiraki Platz in Athen. Sie ist ein wunderschönes Relikt der osmanischen Herrschaft in Athen. Erbaut hat man sie 1759. Seit Ende der osmanischen Herrschaft hatte sie eine recht wechselvolle Geschichte. Seit 2024 ist als Teil des Museums of Modern Greek Culture wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Tsisdarakis Moschee hat eine wechselvolle Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tsisdarakis-Moschee (griechisch Τζαμί Τζισταράκη, türkisch Cizderiye Câmii) ist eine Hinterlassenschaft der osmanischen Herrschaft in Athen, die nach dem Freiheitskampf der Griechen nicht abgerissen wurde. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Tsisdarakis-Moschee"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025.jpg" alt="Tsisdarakis-Moschee" class="wp-image-13009" style="width:400px" title="Tsisdarakis-Moschee" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tsisdarakis-Moschee (November 2025)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Erbaut hat man sie auf Geheiß des damaligen osmanischen Gouverneurs von Athen. Sein Name war Moustafa Agha Tsisdarakis (Μουσταφά Αγά Τζισταράκης). Seinen Namen kann man auch Tzistarakis umschreiben, da der zweite Buchstabe ein ζ (z) ist. Allerdings spricht man es im Griechischen so weich aus, dass es faktisch ein S-Laut ist. Auch spricht man den fünften Buchstaben τ (t) weich , was einem deutschen <em>d</em> nahe kommt. Daher habe ich mich für die Transkription des Namens als Tsisdarakis entschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tsisdarakis wurde kurz nach Errichtung der Moschee abberufen. Das hat der Volksmund bald damit erklärt, dass man zum Bau der Moschee eine Säule des <a href="https://hellas.blog/olympieion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympieions</a> verwendet haben soll, um Kalk für den Bau herzustellen. Darin hätten die Türken ein Sakrileg gesehen, welches auf Rache gesonnene Geister heraufbeschwören würde. Der Ausbruch der Pest schien dieses Gerücht zu bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlicher ist, dass man für den Bau der Moschee Material der nahe gelegenen Hadrians-Bibliothek verwendet hat. Auch dürfte die Abberufung Tsisdarakis andere Gründe haben als die Sorge der moslemischen Türken vor der Rache antiker Gottheiten, an deren Existenz sie nicht glaubten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde die Geschichte aber schön, zumal sie eine typische Griechische &#8222;Hintergrunderklärung&#8220; des damaligen Geschehens darstellt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Nutzung der Moschee ab der Griechischen Revolution</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Als der griechische Unabhängigkeitskampf begann, endete die Nutzung des Gebäudes als islamisches Gotteshaus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Innenraum-der-Tsisdarakis-Moschee"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-Innenraum.jpg" alt="Innenraum der Tsisdarakis-Moschee" class="wp-image-13008" style="width:400px" title="Innenraum der Tsisdarakis-Moschee" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-Innenraum.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-Innenraum-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Tsisdarakis-Moschee-2025-Innenraum-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Innenraum der Tsisdarakis-Moschee</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst diente es den Stadtältesten von Athen als Versammlungsraum. Weitere Nutzungen waren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Saal für einen Ball zu Ehren <a href="https://hellas.blog/tag/koenig-otto-i/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">König Ottos I</a> im März 1834</li>



<li>Kaserne</li>



<li>Gefängnis </li>



<li>Lager</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1918 hat man dieses Gebäude im Wesentlichen als Museum genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gab es eine Ausnahme, und zwar 1966. Da wurde das Gebäude wieder umgebaut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saud_ibn_Abd_al-Aziz" target="_blank">König Saud</a> verbrachte nach seiner Absetzung das Exil in Athen, wo er 1969 auch starb. Er durfte das Gebäude zum Gebet nutzen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Außenstelle des Museums für Griechische Volkskunst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist die Moschee ein Teil des Museum of Modern Greek Culture. Wir kennen es auch unter seinem deutschen Namen als Museum für Griechische Volkskunst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2015 hat man die Moschee &#8222;vorübergehend&#8220; geschlossen. Aber seit 2024 ist sie für das Publikum wieder geöffnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall lohnt ein Blick von Außen auf das wunderschöne Gebäude. Die Ausstellung im Inneren beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Nutzung der Moschee seit der griechischen Unabhängigkeit. Nur dafür den Eintritt zu bezahlen, lohnt sich nicht. Das lohnt sich nur, wenn Du auf jeden Fall auch das nahe gelegene Hauptgebäude des Museums of Modern Greek Culture besuchen möchtest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehemalige Moschee liegt sehr zentral direkt am Monastiraki Platz. Wenn Du aus der Metro Station Monastiraki aussteigst, stehst Du direkt vor ihr.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/tsisdarakis-moschee/">Die Tsisdarakis-Moschee</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist 2024 das Besondere an einem Urlaub in Kastellorizo?</title>
		<link>https://hellas.blog/2024-urlaub-kastellorizo/</link>
					<comments>https://hellas.blog/2024-urlaub-kastellorizo/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2024 22:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
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		<category><![CDATA[Καστελλόριζο]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Kastellorizo kannst Du 2024 den ruhigsten und entspanntesten Urlaub machen, den Du Dir vorstellen kannst. Die östlichste Inselgemeinde Griechenlands erreichst Du über Rhodos und dann ist Entspannung angesagt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/2024-urlaub-kastellorizo/">Was ist 2024 das Besondere an einem Urlaub in Kastellorizo?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf Kastellorizo kannst Du 2024 den ruhigsten und entspanntesten Urlaub machen, den Du Dir vorstellen kannst. Die östlichste Inselgemeinde Griechenlands erreichst Du über Rhodos und dann ist Entspannung angesagt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Du über Kastellorizo wissen musst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Kastellorizo (Καστελλόριζο, andere deutsche Schreibweise: Kastelorizo) heißt amtlich Megisti (Μεγίστη). </p>





<p class="wp-block-paragraph">Traditionell und vor allem in der italienischen Zeit des Dodekanes hieß die Insel Kastellorizo, auf Italienisch Castelrosso. In der Antike hieß die Insel Megiste (Μεγίστη, heutige Aussprache: Megisti). Bei der Rückkehr nach Griechenland hat man der Insel den antiken Namen wieder gegeben. Nur hat der sich im praktischen Gebrauch nicht durchgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Kastellorizo ist Teil des <a href="https://hellas.blog/tag/dodekanes/">Dodekanes</a> und gehört zur <a href="https://hellas.blog/tag/periferia-suedliche-aegaeis/">Region Südliche Ägäis</a>. Hier leben knapp 500 Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel liegt etwa 125 km östlich von Rhodos und ist die östlichste Gemeinde Griechenlands. Es gibt Fährverbindungen nach <a href="https://hellas.blog/rhodos/">Rhodos</a>, <a href="https://hellas.blog/tag/symi/">Symi</a> und Kas auf dem türkischen Festland. Von hier aus gibt es eine tägliche Flugverbindung nach Rhodos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Touristen gibt es auf Kastellorizo allerhand Hotels und andere Unterkünfte. Möchtest Du hierher kommen, solltest Du Dich durch ein Reisebüro oder ein Buchungsportal Deines Vertrauens dazu beraten lassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Du 2024 auf Kastellorizo erleben kannst.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer eine echte griechische Insel ohne die negativen Auswirkungen des Massentourismus besuchen möchte, dürfte auf Kastellorizo echt happy werden. Noch bis Ende der 1990er Jahre war die Insel sehr verlassen. Viele der Bewohner suchten ihr Glück auf dem Festland oder im Ausland. Seit dem hat sich viel getan.</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Hafen des Hauptortes:</strong> Die Architektur der Gebäude ist einfach nur malerisch und schön. Genieße den Bummel durch die Gassen, setz Dich in eine Taverne oder gehe mal in eines der kleinen Geschäfte, die es hier gibt. Viele Tagesausflügler z.B. von Rhodos halten sich nur hier auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Archäologisches Museum: </strong>Hier siehst Du Artefakte von der Antike bis in die Byzantinische Zeit. Das <a href="https://maps.app.goo.gl/pKFP4oPbaTfidcty9">Archäologische Museum liegt ganz in der Nähe des Hafens</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alte Moschee mit Kulturmuseum:</strong> Die Spuren der osmanischen Zeit sind mit der <a href="https://maps.app.goo.gl/zzKUYsFmCm3wmBBd8">alten Moschee</a> der Insel noch zu sehen. Man hat sie 1753 erbaut und 2007 renoviert. Seitdem ist hier ein kleines Museum für Volkskunst untergebracht. Die alte Moschee liegt gleich neben dem Archäologischen Museum. Wenn Du dort bist, solltest Du auch hierher gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blaue Grotte:</strong> Auf der südöstlichen Seite der Insel liegt die <a href="https://maps.app.goo.gl/iKn24RhKdu2VP2C79">Blaue Grotte</a>. Die Morgensonne scheint hier herein, dann schimmert das Wasser wunderbar blau. Hierher kommst Du nur mit dem Boot, im Hafen des Hauptortes findest Du was. Die Blaue Grotte ist 75 m tief und 35 m hoch. Wenn es möglich ist, dass Du hier ein paar Schwimmzüge in der Grotte machst, solltest Du das unbedingt tun. Das wirst Du Dein Lebtag nicht vergessen. Also: Schwimmsachen mitbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tiere: </strong>In den Gewässern um Kastellorizo kommen das ganze Jahr über Meeresschildkröten vor. Auch gibt es hier Seehunde und Delfine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch gibt es auf der Insel kaum Straßenverkehr. Es gibt einen Bus und ein Inseltaxi. Daraus kannst Du schon ersehen, dass die Ruhe auf dieser abgeschiedenen Insel garantiert ist. Bleib ein paar Tage hier, und Du wirst Kastellorizo ganz entspannt verlassen.</p>
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		<title>Komotini</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Egnatia]]></category>
		<category><![CDATA[Eski Cami]]></category>
		<category><![CDATA[Imaret]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Komotini]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Mufti]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Ostmakedonien und Thrakien]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Rodopi]]></category>
		<category><![CDATA[Thrakien]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrturm]]></category>
		<category><![CDATA[Yeni]]></category>
		<category><![CDATA[Yeni-Moschee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Komotini (Κομοτηνή) ist eine junge, lebendige und sehr vielfältige kleine Stadt im Nordosten Griechenlands. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/komotini/">Komotini</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Nordosten Griechenlands liegt Komotini (Κομοτηνή). Sie liegt im <a href="https://hellas.blog/nordgriechenland-mittelgriechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nordosten des Landes</a> und ist Hauptstadt der Region Ostmakedonien und Thrakien. In Komotini ist das Osmanische Erbe noch lebendig, die Stadt ist stark muslimisch geprägt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sollte ich über Komotini wissen?</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Uhrturm-und-Yeni-Moschee"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Eski-Moschee-Uhrturm.jpg" alt="Uhrturm und Yeni-Moschee" class="wp-image-2062" style="width:400px;height:auto" title="Uhrturm und Yeni-Moschee" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Eski-Moschee-Uhrturm.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Eski-Moschee-Uhrturm-300x225.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Eski-Moschee-Uhrturm-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Uhrturm und Yeni-Moschee</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ort ist die Hauptstadt der griechischen Region Ostmakedonien und Thrakien. Hier leben etwa 67.000 Menschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bevölkerung der Stadt wirkt sehr jung. Das dürfte daran liegen, dass hier die <a rel="noreferrer noopener" href="https://duth.gr/en/Home" target="_blank">Demokrit-Universität Thrakien</a> ihren Hauptsitz hat. Die vielen Studenten sind auf den Straßen der Stadt nicht zu übersehen. Komotini ist ein sehr lebendiger Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat man die türkische Bevölkerung aus vielen Regionen von Griechenland vertrieben, nicht aber aus Komotini. Die Stadt ist nach wie vor ein Zentrum des Islam in Nordgriechenland. Etwa die Hälfte der Einwohner sind Türken oder Pomaken. Früher lebten hier auch Bulgaren in großer Anzahl. Sie wurden jedoch als Folge des Ersten Weltkriegs vertrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini hat auch einen türkischen (Gümülcine) und einen bulgarischen (Гюмюрджина) Namen. Daran ist die multinationale Vergangenheit der Stadt gut zu erkennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo liegt Komotini?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini liegt im Nordosten von Griechenland. Es liegt im Landesinneren. Sowohl das Meer als auch die Grenze zu Bulgarien sind etwa 20 km entfernt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Komotini?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini hat touristisch einiges zu bieten. Einige Sehenswürdigkeiten stelle ich Euch gerne vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Byzantinische Festung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des 14. Jahrhunderts baute Byzanz Komotini zur Festungsstadt aus. Der Grund war die Nähe zur Via Egnatia. Von Komotini aus sicherte Byzanz die Reisenden auf der wichtigen Verbindungsstraße durch Nordgriechenland. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Festung in einem relativ gutem Zustand. Im Rahmen der Konflikte zwischen Osmanen, Bulgaren und Griechen wurde sie zerstört.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Yeni-Moschee</h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Yeni-Cami---die-Neue-Moschee-in-Komotini"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Moschee-Yeni-Cami.jpg" alt="Yeni Cami - die Neue Moschee in Komotini" class="wp-image-14132" style="width:300px;height:auto" title="Yeni Cami - die Neue Moschee in Komotini" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Moschee-Yeni-Cami.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Moschee-Yeni-Cami-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Yeni Cami &#8211; die Neue Moschee in Komotini</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Yeni Cami &#8211; die Neue Moschee &#8211; wurde 1585 erbaut. Sie wird als Neue Moschee bezeichnet. Bemerkenswert ist ein Uhrturm, der im Jahr 1884 angebaut wurde. Die Yeni-Moschee ist das einzige in Griechenland erhaltene Gebäude mit Iznik-Keramiken, die zu Ende des 16. Jahrhunderts gefertigt worden sind. Sie ist eine der wenigen osmanischen Moscheen in Griechenland, die heute noch von der muslimischen bzw. türkischen Minderheit im Land als Gotteshaus genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt neben der Yeni Cami befindet sich übrigens der Sitz des Muftis der Rhodopen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eski-Moschee</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aski Cami ist eine kleine Moschee, die über einen Raum verfügt. Sie wurde 1608/09 errichtet, und zwar an der Stelle einer zuvor abgerissenen christlichen Kirche. Reparaturarbeiten in 1677/78 sind durch Inschriften belegt. Sie Eski-Moschee wird als Alte Moschee bezeichnet, obwohl sie zeitlich erst nach der Yeni-Moschee errichtet wurde. Denn sie steht im alten Stadtviertel (Παλαιά συνοικία) von Komotini.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Uhrturm</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Befehl von Sultan Abdul Hamid II. wurde 1884 der Uhrturm der Stadt erbaut. Er steht direkt neben der Eski-Moschee. In dieser Zeit war es noch die Ausnahme, dass die Menschen eigene Uhren besaßen. Durch den öffentlichen Uhrturm war die aktuelle Zeit jedem bekannt. Für die damalige Zeit war das eine große Innovation. Das macht den Uhrturm für mich zu einer der Sehenswürdigkeiten von Komotini.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Imaret</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Imaret ist eine öffentliche Küche. So ein Gebäude war für die Gesellschaft des Osmanischen Reiches sehr bedeutsam. Hier ging es darum, arme Menschen in einer Gemeinde mit Speisen zu versorgen. Die Armenspeisung als freiwilliges Almosen ist eine islamische Tradition. Meist gehörte ein Imaret zu einem Komplex von Gebäuden, zu dem auch Schulen, eine Bibliothek oder eine Moschee gehörte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Imaret von Komotini ist eines der ältesten osmanischen Baudenkmäler, die in Europa erhalten sind. Erbaut wurde es in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Heute dient das Gebäude als Museum, in dem christliche Exponate aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert zu sehen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Archäologisches Museum</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini hat ein kleines archäologisches Museum. 1965 hat man in Didymoticho eine Büste des römischen Kaisers Septimius Severus gefunden, die komplett aus Gold gearbeitet war. Diese <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goldb%C3%BCste_des_Septimius_Severus">Goldbüste des Septimius Severus</a> ist im Archäologischen Museum von Komotini zu sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich nach Komotini</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anreise nach Komotini ist kein Problem. Die Stadt ist in jeder Hinsicht gut angebunden. Es gibt einige Möglichkeiten, um nach Komotini zu kommen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auto: Die Stadt liegt an der A2 (E90) und hat zwei Autobahn-Abfahrten: Komotini-West und Komotini-Ost. Im Zweifel nutzt Du die Navigation Deines Smartphones, um ans Ziel zu kommen. <br>Offiziell heißt die A2 übrigens Egnatia Odos (Εγνατία Οδός,), die Namensgebung spielt auf die gleichnamige römische Straße in der Antike an.</li>



<li>Bahn: Der Ort liegt an der Bahnstrecke zwischen Thessaloniki und Alexandroupolis. Die Bahnstrecken ist derzeit (mein letzter Informationsstand ist September 2022) still gelegt. Möchtest Du mit der Bahn anreisen, erkundige Dich bitte vorab, ob sie wieder fährt. Der Bahnhof von Komotini liegt etwa einen Kilometer vom Stadtzentrum aus entfernt.</li>



<li>Bus: Die Stadt ist an das Fernbusnetz angeschlossen. Der KTEL Busbahnhof liegt am Rande des Stadtzentrums.</li>



<li>Flugzeug: Der nächst gelegene internationale Flughafen ist der von Thessaloniki. In der Nähe liegen auch die regionalen Flughäfen von Kavala oder Alexandoupolis.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Wenn Du hier einige Tage verbringen möchtest und dabei auch Ausflüge ins Umland auf dem Plan stehen, dann empfehle ich für Touristen einen Mietwagen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo kann ich in Komotini wohnen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist kein Problem, ein nettes Hotel, eine Pension oder eine Ferienwohnung zu finden. Sie sind in den bekannten Buchungsportalen im Internet gelistet. Möchtest Du hier Urlaub machen, wirst Du etwas passendes finden. Die Preise für eine Nacht können dabei recht unterschiedlich ausfallen. Tipp: Erst vergleichen, dann buchen. Am besten Du schaust, was für eine Bewertung Deine Unterkunft in der letzten Zeit von anderen Gästen bekommen hat. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="569" height="759" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Strassenszene.jpg" alt="Straße in Komotini" class="wp-image-2068" style="width:300px;height:auto" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Strassenszene.jpg 569w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Strassenszene-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 569px) 100vw, 569px" /><figcaption class="wp-element-caption">Straße in Komotini</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle eine Unterkunft in der Nähe der Platia Irinis (Πλατεία Ειρήνης = Friedensplatz). Dort gibt es mehrere Hotels, so dass Du problemlos eines finden solltest, das zu Dir passt. Von hier aus erreichst Du nicht nur sehr viele Restaurants, Cafes und andere Gaststätten. Auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu Fuß zu erreichen. Solltest Du mit dem Mietwagen unterwegs sein, achte bei der Buchung bitte darauf, ob es am Hotel eine Parkmöglichkeit gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausdrücklich möchte ich kein Hotel empfehlen. Das wäre unfair gegenüber allen Hotels, die ich selbst nicht kenne und die ganz sicher auch gute Leistungen anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gehe meist so vor, dass ich mir eine Gegend in der Innenstadt aussuche, in der ich wohnen möchte. Dann suche ich mir in einem der einschlägigen Buchungsportale eine Unterkunft, die meinen Vorstellungen entspricht. Ehe ich buche, schaue ich in den Bewertungen anderer Gäste, wie sie ihren Aufenthalt dort empfunden haben. Passt das zu meinen Vorstellungen, dann erst buche ich meinen Aufenthalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo kann ich in Komotini ausgehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Rund um die Platia Irinis findest Du viele Restaurants. Aber auch die Altstadt lohnt. In der Altstadt gibt es viele kleine Restaurants, die türkische Küche anbieten. Das ist eine sehr schmackhafte Alternative zur griechischen Küche. In Komotini kannst Du das beste aus beiden Ländern bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Bars ist es schwierig zu sagen, was gerade angesagt ist. Die jungen Leute tendieren zu Neueröffnungen. Am besten, Ihr schaut Euch die Bars von außen an und geht rein, wenn sie Euch ansprechen. In der Altstadt gibt es viele davon.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichte von Komotini</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Archäologen haben herausgefunden, dass es hier vom 2. Jahrhundert n. Chr. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. bereits eine Siedlung gab. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Rom, Byzanz, osmanisches Reich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im 4. Jahrhundert errichtete Kaiser Theodosius I in Komotini eine Festung. Sie war eine der vielen Festungen in Thrakien, welche die Via Egnatia sicherten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Via Egnatia war eine der wichtigsten Straßen im römischen Reich. Sie war eine Verlängerung der Via Traiana, die von Rom aus nach Brindisi führte. Von dort aus setzten die Menschen über nach Griechenland. Die Via Egnatia war gewissermaßen die Verlängerung der Via Traiana bis hin nach Konstantinopel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende des Byzantinischen Reiches gab es in Komotini eine kleine Festung, die sich zu einem städtischen Zentrum entwickelt hatte. Daraus entwickelte sich das heutige Komotini.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Osmanen eroberten die Stadt im Jahr 1363. Im 19. Jahrhundert bauten sie Komotini zu einem wichtigen Verwaltungszentrum aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1801 berichtete der englische Reisende Edward Daniel Clarke über seinen Aufenthalt in Komotini. Damals zählte man nicht die Einwohner, sondern die Feuerstellen. In der Stadt soll es 1.000 Feuerstellen gegeben haben, von denen vierhundert den Griechen gehörten. Sechzig gehörten Juden, fünfzehn Armeniern und 525 Türken. Bulgaren erwähnt er nicht, obwohl es sie damals in großer Zahl in der Stadt gab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Komotini beteiligte sich 1821 an der griechischen Revolution. Diese wurde im Norden des heutigen Griechenlands jedoch schnell niedergeschlagen. Kämpfer aus Komotini waren anderswo in Griechenland aktiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Oktober 1912 gehörte die Stadt zum osmanischen Reich. Als Folge des ersten Balkankrieges kam sie aber zu Bulgarien. Das war für die Griechen, Pomaken und Türken der Stadt mit sehr vielen Repressalien verbunden. Bulgarische Nationalisten versuchten, hier die Oberhand zu gewinnen. Während des zweiten Balkankrieges 1913 hat die griechische Armee die Stadt befreien können, nach dem Friedensschluss im selben Jahr ging sie aber zurück an Bulgarien. Der Versuch einer Autonomie der Stadt scheiterte. Die Repressalien gegen Türken und Griechen wurden stärker, viele flohen aus der Stadt. Zugleich sind hier sehr viele Menschen aus Bulgarien angesiedelt worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Komotini kommt nach dem 1. Weltkrieg zu Griechenland</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ende des ersten Weltkriegs wendete sich das Blatt. Französische Truppen haben Komotini besetzt, die Stadt kam jetzt zu Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Repressalien der Bulgaren gegen Griechen und Türken rächten sich jetzt. Die bis dahin recht starke bulgarische Bevölkerung wurde vertrieben. Die muslimische Bevölkerung konnte bleiben. Ungefähr die Hälfte der heutigen Einwohner Komotinis sind ethnische Türken oder muslimische Pomaken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Komotini gibt es einige wunderschöne Moscheen. Wenn Ihr in der Region seid, dann lohnt es sich ein Auge darauf zu werfen. Die Spuren der osmanischen Zeit sind hier in den Menschen noch sehr lebendig. Die Vertreibungen und Katastrophen, die an anderen Orten das Verhältnis von Türken und Griechen bis heute sehr belasten, sind am Komotini vorbeigegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Moscheen und anderen alten Bauten in Komotini legen heute ein lebendiges Zeugnis dafür ab, dass Geschichte und Gegenwart versöhnt sein können. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was gibt es sonst noch in Komotini?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Komotini hat außer den genannten kulturellen Sehenswürdigkeiten noch viel mehr zu bieten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Demokrit Universität</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1973 gibt es in Komotini die <a rel="noreferrer noopener" href="https://duth.gr/en/Home" target="_blank">Demokrit-Universität Thrakien</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Krankenhaus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Komotini gibt es ein Krankenhaus. Dabei handelt es sich um das Sismanogleio-Krankenhaus (Γενικό Νοσοκομείο Κομοτηνής «Σισμανόγλειο»).</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Adresse: I. Sismanoglou 45, Komotini (Ι. Σισμάνογλου 45, Κομοτηνή)</li>



<li>Telefon: 0030 25313 51100</li>



<li>Homepage: www.komotini-hospital.gr</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Krankenhaus liegt am östlichen Stadtrand. Nimm die Linie 1, wenn Du mit dem Bus dorthin fahren möchtest. Die Haltestelle ist direkt beim Krankenhaus. Mit dem Auto fährst Du in Richtung der Autobahnausfahrt Komotini-Ost.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einkaufen in Komotini</h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der Stadt findest Du die üblichen großen Märkte und viele kleine Läden, die in Griechenland nach wie vor sehr beliebt sind. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Pizzicofitti-Kinderbekleidungen.jpg" alt="Pizziconfitti in Komotini: Bekleidungen für Kinder" class="wp-image-2067" style="object-fit:cover;width:400px;height:29px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Pizzicofitti-Kinderbekleidungen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Pizzicofitti-Kinderbekleidungen-300x225.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/01/Komotini-Pizzicofitti-Kinderbekleidungen-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pizziconfitti in Komotini: Bekleidungen für Kinder</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während bei uns die &#8222;Tante-Emma-Läden&#8220; weitgehend verschwunden sind, können sie sich in Griechenland noch halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch viele kleine Geschäfte. Auf dem Foto rechts siehst Du ein Bekleidungsgeschäft für Kinder. Es liegt in der Ermou in der Innenstadt. Hier gibt es viele kleine und schöne Geschäfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Süßwaren scheinen in Komotini besonders beliebt zu sein. Es gibt in der Altstadt gleich mehrere Läden, die sie anbieten. Die kulturelle Nähe zur Türkei ist dabei nicht zu übersehen. Du solltest unbedingt in eines dieser Geschäfte gehen, wenn Du in der Stadt bist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blogartikel mit Bezug auf die Komotini</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dies sind die drei jüngsten Beiträge mit Bezug auf die Region.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/konflikt-um-die-auswahl-eines-neuen-mufti-fuer-die-rhodopen/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Mufti-Kennzeichen-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Kennzeichen des Mufti von Komotini" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Mufti-Kennzeichen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Mufti-Kennzeichen-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-Mufti-Kennzeichen.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/konflikt-um-die-auswahl-eines-neuen-mufti-fuer-die-rhodopen/">Konflikt um die Auswahl eines neuen Mufti für die Rhodopen</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/komotini/"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-300x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Komotini im Hellas Blog" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini-768x768.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Komotini.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/komotini/">Komotini</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf <a href="https://hellas.blog/tag/komotini/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Komotini</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>
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		<title>Athen 1687 &#8211; Zerstörung des Parthenon</title>
		<link>https://hellas.blog/athen-1687-zerstoerung-parthenon/</link>
					<comments>https://hellas.blog/athen-1687-zerstoerung-parthenon/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1687]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Francesco Morosini]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Parthenon]]></category>
		<category><![CDATA[Venedig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1687 trafen in Athen Vollidioten aus verschiedenen Ländern aufeinander. Sie zerstörten den Parthenon und änderten sonst nichts.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/athen-1687-zerstoerung-parthenon/">Athen 1687 &#8211; Zerstörung des Parthenon</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag geht es um die Zerstörung des Parthenon. Im Jahr 1687 trafen in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> Vollidioten aus Venedig, der Türkei und Lüneburg zusammen. Dieses Triple sorgte für die Zerstörung des Parthenon und veränderte den Lauf der Geschichte sonst in keiner Weise. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Akropolis und die Osmanen</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="587" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/zerbrochene-Kanone-mit-Kugeln-auf-der-Akropolis.jpg" alt="zerbrochene Kanone mit Kugeln auf der Akropolis" class="wp-image-5519" style="width:200px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/zerbrochene-Kanone-mit-Kugeln-auf-der-Akropolis.jpg 587w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/zerbrochene-Kanone-mit-Kugeln-auf-der-Akropolis-220x300.jpg 220w" sizes="(max-width: 587px) 100vw, 587px" /><figcaption class="wp-element-caption">zerbrochene Kanone mit Kugeln auf der Akropolis</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Geschichte, um die es geht, bin ich oben auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis</a> gekommen. Genaugenommen wusste ich damals nichts davon, das kam erst später.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben auf dem Burgberg von Athen finden Fans der klassischen Antike alles, was das Herz begehrt: Ruinen aus der Antike, eine grandiose Aussicht über die Stadt und der Olivenbaum neben dem Erechtheion. Daneben gibt es noch ein paar neuzeitliche Elemente. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur eine Sache passt für mich gar nicht: eine alte, zerbrochene Kanone, die zusammen mit einigen Kugeln scheinbar sinnlos herumliegt. Aber auch sie erzählt eine Geschichte, nämlich die von der Zerstörung des Parthenon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorgeschichte der Zerstörung beginnt im Jahr 1456. Da haben die Türken Athen erobert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben es sich in der Stadt eingerichtet und auch die <a href="https://hellas.blog/die-besiedlung-der-akropolis-um-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis war besiedelt</a>. Im Parthenon wurde eine <a href="https://hellas.blog/tag/moschee/">Moschee</a> eingerichtet, der antike Tempel erhielt sogar ein Minarett. Das Erechtheion hatte den christlichen Athenern als Kirche gedient, die Osmanen haben es zum Harem umfunktioniert. Vermutlich waren die Koren (die Säulen in Frauengestalt) dafür der Grund. Und in den Bauwerken an den Propyläen residierte der Stadtkommandant der Osmanen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weit über 2.000 Jahre hat die Bausubstand der Akropolis die Zeiten überstanden&#8230; bis Venedig auf den Plan trat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Venedig und die Zerstörung des Parthenon</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://hellas.blog/tag/venedig/">Venedig</a> war zu dieser Zeit nicht einfach nur eine Stadt im Nordosten Italiens. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Akropolis-Parthenon-2.jpg" alt="Der Parthenon auf der Akropolis" class="wp-image-724" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Akropolis-Parthenon-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Akropolis-Parthenon-2-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Akropolis-Parthenon-2-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Parthenon auf der Akropolis</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt war eine Großmacht, die im östlichen Mittelmeerraum Ambitionen hatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1683 und 1699 tobte in Südosteuropa der so genannte Große Türkenkrieg. Es begann damit, dass die Osmanen zum zweiten Mal versuchten, die Kaiserstadt Wien zu erobern. Das wäre von enormer symbolischer Bedeutung gewesen. Denn etwas mehr als 200 Jahre zuvor hatten sie mit Konstantinopel die Kaiserstadt Ostroms erobert, des byzantinischen Reichs. Nun war die Kaiserstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation fällig: Wien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene europäische Mächte verbündeten sich zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Liga_(1684)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heiligen Liga</a>, um die türkische Bedrohung abzuwehren. Das gelang vor Wien auch, und nun setzten die christlichen Mächte zur Gegenoffensive an. Venedig nutzte die Gelegenheit und wollte so richtig in Griechenland Fuß fassen. Angeführt hat die Truppe ein gewisser Francesco Morosini, der später sogar Doge der Republik Venedig war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die venezianischen Eroberungspläne betrafen auch Athen. Die Osmanen richteten sich auf einen Angriff ein und brauchten auf der Akropolis ein Munitionsdepot. Idiotischerweise wählten sie dafür den Parthenon aus. Sie waren der Meinung, dass die dicken Wände des gut erhaltenen Gebäudes die Angreifer abhalten würden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Parthenon wird zerstört</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Osmanen hatten sich also auf dem Burgberg von Athen verschanzt und waren optimistisch, die Belagerung hier überstehen zu können. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Parthenon-heute-in-beschaedigtem-Zustand.jpg" alt="Der Parthenon heute in beschädigtem Zustand" class="wp-image-5837" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Parthenon-heute-in-beschaedigtem-Zustand.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Parthenon-heute-in-beschaedigtem-Zustand-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Parthenon-heute-in-beschaedigtem-Zustand-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Parthenon heute in beschädigtem Zustand</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt kommt Lüneburg ins Spiel. Im Heer der Venezianer tat ein Kanonier Dienst, der aus Lüneburg kam. Und der Mann verstand sein Handwerk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanonier erkannte, dass die Akropolis mit der herkömmlichen Angriffstaktik nicht einzunehmen war. Von unten konnten die Kanonen keinen Schaden anrichten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom richtigen Standort der Kanone aus konnte die Sache anders ausgehen. Gesagt, getan&#8230; auf dem gegenüberliegenden Musenhügel haben die Venezianer eine Kanone aufgestellt. Sie war größer als das Exemplar, dessen Reste wir heute auf der Akropolis sehen können. Der Beschuss begann in der Nacht des 26. September 1687.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sollen gut  700 Kugeln gewesen sein, ehe eine Kugel im Munitionsdepot landete. Es gab eine gewaltige Explosion. Das innere Gebäude flog in die Luft. 28 Säulen waren zerstört, auch ein großer Teil des Frieses. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Francesco Morosini vollendet das Zerstörungswerk</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Explosion tötete auch etwa 300 Osmanen. Die Schlacht um die Akropolis war damit geschlagen, die Venezianer hatten gewonnen. Immerhin war der Westgiebel des Parthenon noch intakt. Der venezianische General freute sich über die antiken Figuren, die er erblickte, und wollte sie als Beute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ließ ein Gerüst aufbauen und auch einen mechanischen Aufzug. Mit diesem sollten die abmontierten Fragmente sicher herunter gebracht werden. Der Aufzug brach jedoch zusammen. Was Beschuss und Explosion noch intakt gelassen hatten, war nun hinüber. Die Bruchstücke blieben auf der Akropolis.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alles wird anders und bleibt wie es war</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einigen Monaten mussten die Venezianer feststellen, dass sie Athen nicht halten konnten. Sie zogen ab, die Osmanen kamen zurück und herrschten wieder über die Stadt. Bis zum <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/">griechischen Unabhängigkeitskampf</a> blieb alles, wie es zuvor schon war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur für den Parthenon wurde alles anders. Er war kaputt und ist es bis heute. Man hat ihn nicht mehr aufgebaut und nicht mehr genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Grund, weshalb ich die an der Zerstörung Beteiligten aus der Türkei, aus Venedig und Lüneburg für Vollidioten halte. Sie haben ein wundervolles Gebäude zerstört, das über 2.000 Jahre stand. Erreicht haben sie damit nichts. </p>
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