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	<title>Pelops Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>Pelops Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Agamemnon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von Mykene und der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Auf jeden Fall ist das, was von ihm berichtet wird, ein spannendes Drama.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Agamemnon (Ἀγαμέμνων, neugriechisch: Αγαμέμνονας) war ein mythischer König von&nbsp;Mykene&nbsp;und der Anführer der Griechen im&nbsp;Trojanischen Krieg. Ob es ihn wirklich gab, ist umstritten. Sein Name kann mit &#8222;sehr energisch&#8220; übersetzt werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Am Anfang stand der Fluch der Tantaliden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang von dem, was uns über Agamemnon überliefert wurde, ist ein Fluch. Er ist ein Nachkomme des Königs Tantalos, der einst an die Tafel der Götter zum Essen eingeladen wurde. Von dort stahl Tantalos jedoch Nektar und Ambrosia, was ein schlimmer Frevel war und seine Gastgeber erzürnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tantalos setzte aber noch einen drauf. Aus einem Tempel stahl er einen goldenen Hund und verbarg ihn in seinem Haus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wenn das nicht reichen würde, steigerte er seine Untaten noch. Die unsterblichen Götter kamen zu einem Gastmahl ins Haus des Tantalos. Dieser versuchte, ihre Allwissenheit auf die Probe zu stellen. Er tötete seinen jüngsten Sohn Pelops und ließ ihn den Göttern als Mahl servieren. <a href="https://hellas.blog/tag/goettin-demeter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demeter</a> aß einen Teil der Schulter, die anderen Götter merkten jedoch was los war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie erweckten Pelops wieder zum Leben, die fehlende Schulter wurde durch eine aus Elfenbein ersetzt. Und Tantalos verstießen sie in die tiefste Region des Hades, den Tartaros. Dort peinigen sie ihn mit ewigen Qualen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lastete auf den Nachkommen des Tantalos ein Fluch: Jeder Nachfahre tötet ein Familienmitglied und lädt so weitere Schuld auf sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Tantalos nennt man sein Geschlecht die <em>Tantaliden</em>. Der Vater des Agamemnon hieß Atreus, woraus sich auch die Familienbezeichnung <em>Atriden</em> ableitet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Agamemnon und seine Familie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Agamemnons Vater Atreus herrschte über Mykene. Seine Mutter Aërope war die Tochter des Königs von Kreta. Atreus war ein Sohn des Pelops, der Fluch sollte also auch für das Leben des Agamemnon bestimmend werden. Auch hatte er mehrere Geschwister. Sein Bruder Menelaos war König von Sparta. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Klytaimnestra, Iphigenie und der Trojanische Krieg</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verheiratet war Agamemnon mit Klytaimnestra, die eine Tochter des Königs von Sparta war. </p>





<p class="wp-block-paragraph">Mit ihr hatte Agamemnon vier Kinder: Iphigenie, Orestes, Elektra und Chrysothemis. So schön hätte es die Königsfamilie in Mykene haben können, nur lastete leider der Fluch auf ihr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der begann seine Wirkung zu entfalten. Die Ehefrau von Menelaos war die schöne Helena, die von Paris nach Troja entführt wurde. Bekanntlich war das der Auslöser des Trojanischen Krieges. Die Flotte sammelte sich, die Göttin Artemis hatte aber Gegenwinde geschickt. Daher konnten die Griechen nicht in See stechen. Ein Seher riet Agamemnon, seine Tochter Iphigenie der Göttin zu opfern. Im letzten Moment hatte Artemis Erbarmen. Sie legte statt Iphigenie eine Hirschkuh auf den Opferaltar. Die Tochter des Agamemnon aber entführte sie nach Tauris. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Opferung seiner Tochter legte Agamemnon die Grundlage für seinen eigenen Untergang. Aber erst einmal ging es nach Troja. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ilias lernen wir ihn als einen sehr energischen Heerführer kennen, ihm fehlt es jedoch an Weitsicht. Er schafft es sogar, von seinen Leuten für eine Seuche verantwortlich gemacht zu werden, die im Lager der Griechen ausgebrochen war. Sein Konflikt mit Achilleus ist für die Griechen nicht eben förderlich. Andererseits stellt die Ilias ihn uns auch als starken und mutigen Kämpfer vor, der viele Trojaner auf dem Schlachtfeld tötet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Ende des Trojanischen Krieges und von Agamemnon</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Vom Schlachtfeld vor Troja gehen die Griechen und damit ihr Anführer Agamemnon als Sieger hervor. Agamemnon  will zurück nach Mykene, Winde verschlagen ihn jedoch zunächst nach Kreta. Dort gründet er drei Städte und schließlich gelingt ihm doch die Rückkehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun aber schlägt der Fluch der Atriden auf ihn zurück. Seine Klytaimnestra ist sehr wütend, da ihr Mann die gemeinsame Tochter Iphigenie opferte. Zusammen mit ihrem Geliebten Agisthos erdolcht sie Agamemnon im Bad. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Goldmaske des Agamemnon</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1876 führte Heinrich Schliemann in Mykene Ausgrabungen durch, bei denen er im Gräberrund A unter anderem mehrere goldene Totenmasken fand.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px" title="Die Maske des Agamemnon" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masken waren drei Skeletten beigegeben, die für ihre Zeit ungewöhnlich groß waren. Bei der nach Schliemanns Meinung schönsten dieser Masken konnte es nur einen geben, den sie zeigte: Agamemnon. Das haben schon zur selben Zeit andere Gelehrte bezweifelt, da das Gold der Masken viel zu dünn gewesen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann wischte diese Einwände mit dem Argument weg, dass die Masken nicht gemacht wurden, um sie bei Lebzeiten zu tragen. Es seien Schmuckgegenstände, die eigens für das Begräbnis gefertigt worden sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit man heute weiß, stammen die Masken nicht aus der Zeit, in der Agamemnon gelebt haben soll. Die Maske des Agamemnon datiert man auf die Mitte des 16. Jahrhunderts vor Christus, das Drama um Troja und den mythischen König von Mykene dürfte sich gut 3 Jahrhunderte später abgespielt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Schliemann gefundene Original der Maske kannst Du heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen. Dort habe ich auch das Foto der Maske gemacht, das Du hier siehst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du in <a href="https://maps.app.goo.gl/S5Uqrk2EqVDiDtXW9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mykene</a> bist, wirst Du ganz sicher auch in das kleine Museum des Ausgrabungsgeländes gehen. Dort habe ich eine wirklich gute Replik der Maske gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit musst Du aber nicht fahren. In Deutschland weiß ich noch von drei weiteren Repliken. Im <a href="https://hellas.blog/tag/museum-august-kestner-hannover/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum August Kestner</a> in Hannover, in der <a href="https://www.schliemann-neubukow.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte</a> in Neubukow und im Heinrich-Schliemann-Museum in Ankershagen kannst Du Dir die Goldmaske des Agamemnon in einer Nachbildung ansehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Dir noch eine weitere Nachbildung bekannt? Schreib sie gerne in die Kommentare. </p>
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		<title>Antikes Olympia: Betritt das Stadion durch den Bogen</title>
		<link>https://hellas.blog/bogen-stadion-antikes-olympia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Antikes Olympia in Griechenland: Durch einen Bogen betrittst Du das Stadion. Heute noch kannst Du Dich fühlen, wie ein Athlet in der Antike.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/bogen-stadion-antikes-olympia/">Antikes Olympia: Betritt das Stadion durch den Bogen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kommst Du nach <a href="https://hellas.blog/tag/olympia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympia</a> (altgriechisch: Ὀλυμπία; neugriechisch: Ολυμπία) und gehst durch die beeindruckende archäologische Anlage, wirst Du unweigerlich auf einen intakten Torbogen stoßen. Dieser führt Dich ins Stadion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Stadion von Olympia und sein Bogen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stadion war der Austragungsort vieler Wettkämpfe der antiken Olympischen Spiele. Es ist 212,54 m lang und zwischen 30 und 34 m breit. Hauptsächlich diente es als Laufbahn, auf denen sich die schnellsten Läufer ihrer Zeit maßen. Die Länge der Laufbahn betrug 192,24 m.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Olympia-Stadion-Bogen.jpg" alt="Bogen am Stadion in Olympia" class="wp-image-6473" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Olympia-Stadion-Bogen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Olympia-Stadion-Bogen-300x225.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Olympia-Stadion-Bogen-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bogen am Stadion im antiken Olympia<br>(Foto: Monika Hochscheid)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahn des Stadions wurde aus hartem Lehm gebaut. Das sollte den Läufern die Traktion erleichtern. Das ist im Prinzip nichts anderes als bei den modernen Laufbahnen unserer heutigen Stadien. Und noch etwas ist in den letzten 2.500 Jahren geblieben. Am Start des Laufs war ein weißer Block platziert. An diesem haben die Athleten sich aufgestellt und ihre Füße platziert. Mit Hilfe dieses weißen Blocks wurden die Athleten so aufgestellt, dass sie alle die gleiche Distanz auf der Bahn laufen. Gestartet sind die Läufer in Richtung der Altis, also dem Heiligen Hain von Olympia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Umgeben ist das Stadion von Graswällen. Auf diesen fanden in der Antike bis zu 45.000 Zuschauer Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Athleten betraten das Stadion durch einen überwölbten Gang, von dem heute noch ein Bogen erhalten ist. Dieser führte von der Altis kommen unter dem westlichen Besucherwall hindurch in das Stadion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommst Du nach Olympia, kannst auch Du durch den Bogen gehen. Schließe die Augen und denke daran, wie sich das für einen Athleten in der Antike angefühlt haben mag. Wer weiß, vielleicht spürst auch Du, was für ein besonderer Ort dieser Bogen ist. Für die Wettkämpfer in der Zeit vor 2000 Jahren ist er es auf jeden Fall gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Moderne Nutzung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stadion von Olympia ist 1961 so wieder hergerichtet worden, wie es im 4. Jahrhundert v. Chr. gewesen ist. Für sportliche Wettkämpfe genutzt hat man es bis auf eine Ausnahme seitdem nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1936 wird im Stadion von Olympia das olympische Feuer für die Sommerspiele der Neuzeit entzündet. Dazu hält ein Athlet die Fackel in einen Hohlspiegel, bis das Feuer zu brennen beginnt. Mittels eines mehrwöchigen Fackellaufs bringt man das Feuer dann an den Austragungsort der Spiele. Für die Winterspiele wird die Fackel manchmal, aber nicht jedes Mal, ebenfalls im Stadion von Olympia entzündet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist aber noch nicht die Ausnahme von der Regel, das antike Stadion nicht für Sportwettkämpfe zu nutzen. Diese besondere Ausnahme hat man bei den Olympischen Sommerspielen 2004 gemacht. In diesem für Griechenland sehr bedeutsamen Ereignis fanden im Stadion des antiken Olympia die Wettbewerbe im Kugelstoßen statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gibt es ein Video bei YouTube. Der Kommentar ist auf Englisch, aber das macht nichts. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/pKAirNrKKtM?si=8EEFLy6CEnTBaV5J" title="2004 Athens Olympics- Shot Put Arena" width="800" height="600" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/pKAirNrKKtM?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/pKAirNrKKtM?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Olympia 2004 im Stadion von Olympia (Quelle: YouTube)</figcaption></figure>
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		<title>Die Ausgrabung des antiken Olympia 1875 bis 1881</title>
		<link>https://hellas.blog/die-ausgrabung-des-antiken-olympia-1875-bis-1881/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste systematische Ausgrabung des antiken Olympia fand zwischen 1875 und 1881 unter der Leitung deutscher Archäologen statt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-ausgrabung-des-antiken-olympia-1875-bis-1881/">Die Ausgrabung des antiken Olympia 1875 bis 1881</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das antike <a href="https://goo.gl/maps/b3EAEUiK6CUY4V486">Olympia</a> war über viele Jahrhunderte verschüttet. Eine erste systematische Ausgrabung des antiken Olympia fand in mehreren Kampagnen zwischen 1875 und 1881 statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nahm man früher an, dass ein Erdbeben das Ende der antiken Stätte herbeiführte, kommen <a href="https://presse.uni-mainz.de/olympia-hypothese-tsunamis-haben-die-kultstaette-auf-der-griechischen-halbinsel-peloponnes-verschuettet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">neuere Untersuchungen</a> zum Ergebnis, dass ein Tsunami Olympia zerstörte. Ich persönlich kann mir das nur schwerlich vorstellen, da Olympia doch recht weit im Landesinneren der <a href="https://hellas.blog/peloponnes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Peloponnes</a> liegt. Da es aber handfeste Indizien für diese These gibt, kann man sie nicht beiseite schieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1766 suchten erste Wissenschaftler die Stätte auf. Neben der Entdeckung des Zeus-Tempels machten sie umfangreiche topografische Untersuchungen des Geländes. Es sollte jedoch noch über 100 Jahre dauern, bis es zu einer großflächigen, systematischen Grabungskampagne kommen konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ernst Curtius: Schlüsselfigur der Ausgrabung von Olympia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Berliner Archäologe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Curtius" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ernst Curtius</a> lebte von 1837 bis 1840 in Athen. In dieser Zeit besuchte er auch Olympia. Curtius hatte sich intensiv mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pausanias" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pausanias</a> (Παυσανίας) befasst, von dem Beschreibungen des antiken Olympia erhalten geblieben sind. Während seines Aufenthalts dort erkannte Curtius das archäologische Potential Olympias, konnte diesbezüglich vor Ort jedoch nichts unternehmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ausgrabung-des-antiken-Olympia.jpg" alt="Das Ausgrabungsfeld des antiken Olympia - Foto von Monika Hochscheid" class="wp-image-2900" style="width:337px;height:auto" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ausgrabung-des-antiken-Olympia.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ausgrabung-des-antiken-Olympia-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ausgrabung-des-antiken-Olympia-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Ausgrabungsfeld des antiken Olympia<br>Foto von Monika Hochscheid</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Er kehrte zurück nach Berlin und führte hier seine wissenschaftliche Arbeit fort. Auf die Gelegenheit, dieses Thema prominent zu platzieren, musste er jedoch noch etwas warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1852 hielt Curtius einen Vortrag in der Sing-Akademie zu Berlin. In diesem legte er nicht nur die Bedeutung des antiken Heiligtums dar. Er warb auch dafür, hier Ausgrabungen durchzuführen. Mit Alexander von Humboldt und Carl Ritter waren zwei der prominentesten Forscher ihrer Zeit unter den Zuhörern. Auch der preußische König Friedrich Wilhelm IV hörte den Vortrag und unterstützte dieses Anliegen. Allerdings machte der Krimkrieg den Vorbereitungen ein vorläufiges Ende.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Curtius wissenschaftliche Karriere ging weiter. 1868 erhielt er eine Ruf an die Berliner Universität. Das Vorhaben in Olympia genoss weiter höchste politische Aufmerksamkeit. Die Planungen liefen auf Anregung von König Wilhelm I wieder an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der deutsch-griechische Vertrag über die Ausgrabungen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Gründung des Deutschen Reichs erhielt die Sache einen Schub. Wilhelm I war nunmehr auch Deutscher Kaiser. 1872 erteilte Kronprinz Friedrich Wilhelm den Königlichen Museen in Berlin den Auftrag, die Ausgrabungen in Olympia durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich konnte die deutsche Regierung nicht einfach Archäologen nach Griechenland schicken um dort Ausgrabungen durchführen zu lassen. Zwischen der deutschen und der griechischen Regierung fanden dazu Verhandlungen statt, die schnell zu einem für beide Seite guten Ergebnis führten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1874 schlossen Deutschland und Griechenland einen Vertrag über die Durchführung der Grabungen. Dieser Vertrag ist von den Parlamenten beider Länder bestätigt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Vertrag kam zu einer neuartigen Regelung. Er sah vor, dass grundsätzlich sämtliche Funde in Griechenland verbleiben sollten. Lediglich Objekte, die von Griechenland ausdrücklich überlassen wurden oder die in Serie vorhanden waren, kamen nach Deutschland. Hatte die Archäologie ausländischer Wissenschaftler in Griechenland bis dahin doch Züge von Schatzgräberei, stand nunmehr die wissenschaftliche Erforschung der antiken Hinterlassenschaften im Mittelpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich war dieser Vertrag zu seiner Zeit umstritten. In Griechenland gab es Stimmen, welche die antiken Stätten als Teil der eigenen Identität ansahen, weshalb man ausländische Ausgräber von ihnen fernhalten müsste. In Deutschland stieß auf Kritik, dass die meisten und wertvollsten Funde in Griechenland bleiben sollten. Die Museen der Hauptstadt hätten gerne stärker profitiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch war Otto von Bismarck gegen die Finanzierung der Ausgrabungen. Er konnte sich gegen das vom Kaiserhaus geförderte Vorhaben jedoch nicht durchsetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Durchführung der Ausgrabung im antiken Olympia 1875 bis 1881</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausgrabungen wurden zweigeteilt organisiert. Vor Ort in Griechenland waren in mehreren Kampagnen bis zu 450 griechischen Arbeiter tätig, die aus der Umgebung von Olympia stammten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leitung der Arbeiten nahmen junge Archäologen wahr, die im Dienst der Königlichen Museen in Berlin standen. In diesem Zusammenhang sind &nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Hirschfeld" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gustav Hirschfeld</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Weil" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rudolf Weil</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Treu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Georg Treu</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Furtw%C3%A4ngler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Adolf Furtwängler</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Purgold" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karl Purgold</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Boetticher" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Adolf Boetticher</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Bohn" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Richard Bohn</a>,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_D%C3%B6rpfeld" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wilhelm Dörpfeld</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schleif" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hans Schleif</a> zu nennen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Leitung der Ausgrabungen lag bei einem Direktorium in Berlin. Ihm gehören Ernst Curtius, der Architekt Friedrich Adler und der Diplomat Clemens August Busch als Vertreter des deutschen Auswärtigen Amtes an. Die deutschen Archäologen in Griechenland hielten das deutsche Direktorium per Brief auf dem Laufenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Ausgrabung war nicht, an möglichst viele kunstgeschichtlich bedeutsame Funde zu kommen. Den Archäologen ging es darum, die Altis freizulegen. Die Altis war der Kernbereich des Heiligtums von Olympia. Hier befand sich das Pelopion. Das war ein Grabhügel, den der Sage nach Herakles für Pelops aufgeschüttet haben soll. Eine Grabkammer konnte hier jedoch nicht nachgewiesen werden. In diesem Bereich sind mit der Zeit sehr viele Tempel entstanden. Deren Reste sind während der Ausgrabung des antiken Olympia 1875 bis 1881 freigelegt und erstmals systematisch untersucht worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die wissenschaftliche Aufbereitung der Grabungsergebnisse</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grabungsergebnisse sind wissenschaftlich aufbereitet und zwischen 1890 und 1897 in fünf Bänden veröffentlicht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Olympia ist ein Museum gebaut wurden, in dem die wichtigsten Funde gezeigt wurde. Der alte, nach Plänen von Friedrich Adler und Wilhelm Dörpfeld erbaute Museumsbau ist heute der Geschichte der antiken olympischen Spiele gewidmet. Die Funde sind im heutigen <a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh151.jsp?obj_id=7126" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Museum von Olympia</a> zu sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-ausgrabung-des-antiken-olympia-1875-bis-1881/">Die Ausgrabung des antiken Olympia 1875 bis 1881</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>DER oder DIE Peloponnes?</title>
		<link>https://hellas.blog/der-oder-die-peloponnes/</link>
					<comments>https://hellas.blog/der-oder-die-peloponnes/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Demeter]]></category>
		<category><![CDATA[Hermes]]></category>
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		<category><![CDATA[Peloponnes]]></category>
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		<category><![CDATA[Πελοπόννησος]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DER oder DIE Peloponnes? Die Leser des Hellas Blog können darüber abstimmen, ob ich im Blog künftig die maskuline oder die feminine Seite betonen soll.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-oder-die-peloponnes/">DER oder DIE Peloponnes?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Update am 19.02.2023: Die Abstimmung ist vorbei. Ab jetzt heißt es DIE Peloponnes. Mehr dazu <a href="https://hellas.blog/ab-jetzt-heisst-es-die-peloponnes-im-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier im Blog</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8212;-</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das Wort Peloponnes für Dich ein Junge oder ein Mädchen? Benutzt Du das Wort feminin oder maskulin? Die Leserinnen und Leser des Hellas Blog bitte ich um ihre Meinung.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Landschaft-bei-Mykene.jpg" alt="Landschaft bei Mykene" class="wp-image-2186" width="400" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Landschaft-bei-Mykene.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Landschaft-bei-Mykene-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Landschaft-bei-Mykene-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Landschaft bei Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name „Peloponnes“ bedeutet Insel des Pelops. Der war Sohn des mythischen Königs Tantalos. Tantalos wollte die Allwissenheit der Götter auf die Probe stellen, schnitt seinen Sohn in Stücke und setzte ihn gekocht den Göttern als Speise vor. Die meisten von ihnen bemerkten, was sie essen sollten – und rührten das Mahl nicht an. Einzig Demeter verzehrte eine Schulter. Auf Befehl des Zeus legte Hermes die Stücke in einen Kessel, aus dem Klotho den Knaben Pelops in erneuter Schönheit hervorzog. Die fehlende Schulter ersetzte Demeter durch eine aus Elfenbein. Tantalos wurde sehr hart bestraft. Man verbannte ihn in den Tartaros, der ein Teil der griechischen Unterwelt ist. Dort hatte er die zum Sprichwort gewordenen ewigen Tantalosqualen zu erleiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist der Peleponnes viel mehr als dieser Mythos? Oder eher die Peloponnes?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Griechische Name dieses wunderbaren Fleckens ist Peloponnesos (Πελοπόννησος). Das Wort ist weiblichen Geschlechts. Aus Sicht der heutigen griechischen Sprache ist Peloponnes ganz klar ein Mädchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der deutschen Sprache sind <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wiktionary.org/wiki/Peloponnes" target="_blank">für Peloponnes beide Geschlechter möglich</a>. Bislang habe ich mich im Hellas Blog für die maskuline Variante entschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum? Weil ich es vor langer Zeit so gelernt habe. Aber ist das ein Grund das so weiter zu machen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Leserin des Hellas Blog hat mich am Mittwoch deswegen angeschrieben und mich genau darauf angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ist mir eine Idee gekommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stimme ab, ob Peloponnes im Blog feminin oder maskulin sein soll</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bitte jede Leserin und jeden Leser des Blogs, mir ihre Meinung zu schreiben. Macht gerne unten einen Kommentar auf dieser Seite. Ich teile diesen Beitrag auch auf meiner Seite und in zwei Gruppen in Facebook. Gerne dürft Ihr auch dort Eure Meinung schreiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde Sonntag Abend (nach 20 Uhr) Eure Stimmen auf allen Plattformen auszählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Genus, der die Mehrheit der Stimmen erhält, wird künftig im Hellas Blog genutzt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-oder-die-peloponnes/">DER oder DIE Peloponnes?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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