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	<title>Trinkgefäß Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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		<title>Ein Widderkopf als Rhyton im Getty Museum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 22:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Apulien]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Getty Villa (bei Los Angeles, USA) ist ein antiker Rhyton in Form eines Widderkopfs zu sehen. Dieses Meisterstück stammt aus Apulien. Es wird dem Iliupersis-Maler zugeschrieben, dessen Werke zwischen 375 v.Chr. und 350 v.Chr. datiert werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ein-widderkopf-als-rhyton-im-getty-museum/">Ein Widderkopf als Rhyton im Getty Museum</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Getty Villa (bei Los Angeles, USA) ist ein Rhyton ausgestellt, der zugleich auch ein Widderkopf ist. Natürlich kein echter Widderkopf, sondern ein wunderschönes Werk aus Terrakotta.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Getty zeigt  einen als Widderkopf gestalteten Rhyton</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Rhyton ist ein Trink- oder Opfergefäß, das meist in Form eines Tierkopfs gestaltet ist und einen Henkel hat. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Rhyton-in-Form-eines-Widderkopfs"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-1.jpg" alt="Rhyton in Form eines Widderkopfs" class="wp-image-12098" style="width:400px" title="Rhyton in Form eines Widderkopfs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rhyton in Form eines Widderkopfs<br>(Bildquelle: J. Paul Getty Museum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beides zugleich hat man nicht gemacht. Das Trinkgefäß erkennt man daran, dass es nur nach oben hin geöffnet ist. Es hat letzten Endes die Funktion eines schön gestalteten Bechers. War das Gefäß als Spendengefäß zum Ausgießen von Trankopfern für die Götter gedacht, hatte es auch eine Öffnung im unteren Bereich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rhyton im Getty Museum war ein Trinkgefäß. Der Kopf des Tiers ist schwarz. Die Augen, die Innenohren und die Hörner sind mit einer rötlich-orangenen Lasur überzogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Widderkopf ist eine Schale befestigt, an der auch der Henkel angebracht ist. Sie ist kurz und breit. Die Seiten sind konklav, also nach innen gewölbt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schale ist verziert, und zwar mit Mustern und auch mit dem Abbild eines jungen Manns. Die Muster sehen aus wie Fächer einer Palmette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rhyton stammt aus Apulien. Das ist eine Region im Südosten Italiens. In der Antike siedelten hier Griechen, die ihre Kultur mit auf die italienische Halbinsel brachten. Die Römer nannten die von ihnen besiedelte Gegend <a href="https://hellas.blog/tag/magna-graecia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Magna Grecia</a>, weshalb sich in unserer Sprache der Begriff Großgriechenland eingebürgert hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Jüngling auf dem Rhyton</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wer der junge Mann ist, den wir auf dem Trinkgefäß sehen, ist nicht bekannt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Abbildung-eines-Jünglings"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-3.jpg" alt="Abbildung eines Jünglings" class="wp-image-12105" style="width:400px" title="Abbildung eines Jünglings" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-3-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-3-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abbildung eines Jünglings <br>(Bildquelle: J. Paul Getty Museum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte ausschließen, dass es sich um ein Selbstportrait des Malers handelt. Solche Trinkgefäße waren in der Regel Auftragsarbeiten. Wer immer den Rhyton bestellt hat, wollte nicht &#8222;irgendjemand&#8220; dort sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Vermutung war zunächst, dass dieses Trinkgefäß als Geschenk gedacht war. Ich stellte mir vor, dass ein Vater den Rhyton für seinen Sohn anfertigen ließ, und der Sohn wurde auf dem Gefäß abgebildet. Aber das ist nur eine Vermutung. Die Erklärung kann eine andere sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise handelt es sich um einen bekannten Sportler seiner Zeit. Darauf komme ich durch ein Detail. In seiner rechten Hand hält der junge Mann einen weißen Gegenstand. Der ist heller gefärbt und als die andere, rotfigurige Darstellung. Dabei dürfte es sich um eine Strigilis handeln, ein Schabeisen. Das war ein in der Antike gebräuchliches Werkzeug, um nach dem Sport oder dem Besuch des Thermalbads Schweiß und Staub vom Körper zu schaben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Training (oder anderen körperlichen Aktivitäten) wusch man sich nicht mit Wasser und Seife. Man rieb Olivenöl über den Körper und nutzte dann die Strigilis, um Schweiß und Dreck mit dem meisten Öl abzuschaben. Eine feine Ölschicht bliebt auf der Haut. Das war aufgrund des kosmetischen Effekts gewünscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solch eine Art der Reinigung konnte sich aber nicht jeder leisten. Möglicherweise handelt es sich um einen erfolgreichen Sportler, für den das kein Problem war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dass der abgebildete junge Mann auf jeden Fall in Beziehung zum Grund stehen dürfte, aus dem der Rhyton in Auftrag gegeben wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das solltest Du über den Rhyton noch wissen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inventarnummer dieses Rhytons lautet 71.AE.195. In der internen Datenbank der Sammlung des Museums hat das Objekt die Nummer 7740, in der Verwaltung der digitalen Objekte hat es die Nummer 6650.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Objekt misst 19,5 cm mal 10 cm und besteht aus Terrakotta. Es ist seit 1969 Eigentum des Getty Museums.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schau Dir den Rhyton in der Getty Villa an</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Solltest Du nach Los Angeles kommen, dann empfehle ich Dir einen Besuch im Getty Museum. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Widderkopf-von-vorne"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-2.jpg" alt="Der Widderkopf von vorne" class="wp-image-12099" style="width:400px" title="Der Widderkopf von vorne" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-2-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Getty-Rhyton-Widderkopf-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Widderkopf von vorne <br>(Bildquelle: J. Paul Getty Museum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das J. Paul Getty Museum hat zwei Standorte. In Brentwood ist das Getty Center und in Pacific Palisades steht die wunderschöne Getty Villa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du diesen als Widderkopf gestalteten Rhyton sehen, dann begib Dich zur <a href="https://maps.app.goo.gl/Bq7oryYFouhjvf7w7">Getty Villa</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Adresse: 17985 Pacific Coast Hwy, Pacific Palisades, CA 90272, Vereinigte Staaten</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Getty Villa siehst Du griechische und römische Antiken. Das Gebäude ist einem römischen Landhaus nachgebaut und wirklich der perfekte Ort für diese Artefakte. Mehr über Die Besuchsmöglichkeiten erfährst Du auf der <a href="https://www.getty.edu/visit/villa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Getty Museum</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt in die Getty Villa ist frei. Das finde ich hervorragend. Du kannst aber nicht &#8222;mal eben so&#8220; spontan vorbeischauen. Du musst Dir Deine Eintrittszeit reservieren. Nur so kann das Museum den Besucherandrang steuern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Getty Villa ist an fast jedem Tag von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Dienstag ist Ruhetag.</p>
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		<title>Ein Kantharos mit einem Eselskopf</title>
		<link>https://hellas.blog/kantharos-eselskopf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Britisches Museum (London)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Britischen Museum ist ein Kantharos mit einem Eselskopf zu sehen. Ein Kantharos ist ein Trinkgefäß mit zwei großen Henkeln.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/kantharos-eselskopf/">Ein Kantharos mit einem Eselskopf</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im Britischen Museum in London ist ein Trinkgefäß zu sehen, das wie ein Eselskopf geformt ist. Diese Form nennt man einen Kantharos. Dort hat ihn ein Freund im Rahmen der Ausstellung <em><a href="https://www.britishmuseum.org/exhibitions/luxury-and-power-persia-greece" target="_blank" rel="noreferrer noopener">From Persia to Greece</a></em> im Sommer 2023 gesehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist ein Kantharos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kantharos (κάνθαρος) ist ein antikes Trinkgefäß, das wie ein Becher geformt ist. Es hat zwei ausschweifende Henkel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Form eines Trinkgefäßes ist vermutlich in Griechenland entstanden. Sie sind eng mit dem Gott <a href="https://hellas.blog/tag/gott-dionysos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dionysos</a> (Διόνυσος) verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In späteren Zeiten sind Kantharoi auch bei Etruskern und Römern beliebt gewesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Eselskopf im Britischen Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kantharos auf dem Foto ist mit einem großen Eselskopf verbunden. Das Gefäß ist bemalt, es handelt sich um eine schwarzfigurige Keramik. Ihre Entstehung wird auf die Zeit zwischen 520 v. Chr. und 500 v. Chr. datiert. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="556" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum.jpg" alt="Kantharos in Form eines Eselkopfs" class="wp-image-6164" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum-300x209.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum-768x534.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum-392x272.jpg 392w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Kantharos-Eselskopf-British-Museum-130x90.jpg 130w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kantharos in Form eines Eselkopfs<br>(Foto: Sven Beckendorf)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inventarnummer dieses Bechers im Britischen Museum ist GR 1876.0328.5 (Vase B 378).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hergestellt wurde der Kantharos vermutlich in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a>. Die Stadt war in der Antike berühmt für die dort hergestellten Keramiken. Dieses Wort für Töpferwaren leitet sich übrigens vom Stadtviertel <a href="https://hellas.blog/tag/kerameikos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kerameikos</a> ab, in dem die Töpfer wohnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich um eine Keramik, die aus einem hellen Ton gefertigt ist. Bemalt ist sie mit einer roten Grundierung und schwarzen Figuren. Damit zählt sie zur schwarzfigurigen Keramik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die schwarzfigurige Malerei zählt zu den Haupttechniken der antiken Vasenmalerei in Griechenland. Als Höhepunkt dieses Stils in Attika gilt die Zeit zwischen 560 v.Chr. und ca. 520 v. Chr. Dann entstand mit der rotfigurigen Malerei eine neue Mode, die wohl auch in Athen entwickelt wurde. Aufgrund des Alters dieses Eselskopfs, seinem lebensechten Design und den ausgestalteten Details möchte ich ihn zu den ganz hervorragenden Werken seiner Zeit zählen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verwendung im Kult des Dionysos</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="433" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Kantharos-Eselskopf-Detail.jpg" alt="Detail auf dem Kantharos mit Eselskopf: Ein Mann mit erigiertem Penis" class="wp-image-3703" style="width:217px;height:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Kantharos-Eselskopf-Detail.jpg 433w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Kantharos-Eselskopf-Detail-162x300.jpg 162w" sizes="(max-width: 433px) 100vw, 433px" /><figcaption class="wp-element-caption">Detail auf dem Kopf des Esels<br>(Foto: Sven Beckendorf)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Detail am Eselskopf verrät mehr über den Grund, aus dem er gefertigt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie oben schon gesagt, steht die Becherform des Kantharos in enger Verbindung mit mit dem Kult um den Gott Dionysos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dionysos war als Gott zuständig für mehreres: Wein, Freude, Trauben, Fruchtbarkeit, Wahnsinns und auch die (nicht nur sexuelle) Ekstase. Dem Kult um diesen Gott konnte man einen gewissen Hang zu allem, was man heute verschämt als &#8222;Lebensfreude&#8220; umschreiben könnte, nicht absprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sehen wir auch an einem Detail auf dem Eselskopf: Hier sehen wir einen Mann mit erigiertem Penis. Der Phallus ist ein Fruchtbarkeitssymbol. Hier verbindet sich also nicht nur der sexuelle Aspekt des Dionysos-Kults mit dem Kantharos, sondern auch der Fruchtbarkeitskult. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt mich zum Ergebnis, dass dieser Kantharos ganz sicher eine kultische Bedeutung hatte. Er war nicht einfach nur ein interessant geformtes Kunststück. Er diente mit Sicherheit zu Handlungen in Zusammenhang mit dem Kult um Dionysos. Dass einst aus diesem Becher auch getrunken wurde, halte ich für sehr wahrscheinlich. Ein solches Kunstobjekt dürfte aber nur ausgewählten Personen zur Benutzung zugänglich gewesen sein, und das auch nur aus besonderem Anlass.</p>
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