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	<title>Türkei Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Türkei Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Imia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
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		<category><![CDATA[italienisch-türkischer Krieg (1911/12)]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantinos Simitis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Imia (Ίμια) sind zwei kleine, unbewohnte Inseln in der Ägäis. Eigentlich sind es nur zwei größere Felsen mit etwas Pflanzenbewuchs drauf. Und doch sind diese beiden Inseln auch ein Politikum zwischen Griechenland und der Türkei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/imia/">Imia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Imia (Ίμια) sind zwei kleine, unbewohnte Inseln in der Ägäis. Sie gehören aus griechischer Sicht zum <a href="https://hellas.blog/tag/dodekanes/">Dodekanes</a>. Die Inseln haben auch einen türkischen Namen, der lautet Kardak. Andere Bezeichnungen sind Limnia (griechisch), İkizce (türkisch) sowie Heipethes (auf alten Karten). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Imia sind zwei Felsen im Meer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Imia ist recht einfach zu beschreiben. Es sind nur zwei größere Felsen mit etwas Pflanzenbewuchs drauf. Aber diese beiden Inseln sind auch ein Politikum zwischen Griechenland und der Türkei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Imia liegt 4,5 km westlich von Kalymnos und 7 km östlich vom türkischen Festland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Imia"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia.png" alt="Imia" class="wp-image-14066" style="width:400px" title="Imia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia.png 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia-300x169.png 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia-768x432.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Imia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Inseln zu Griechenland oder zur Türkei gehören, ist nicht abschließend geklärt. Beide Staaten reklamieren sie für sich. Die internationale Gemeinschaft hält sich raus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1911/12 führten Italien und das Osmanische Reich einen Krieg miteinander. Das Osmanische Reich verlor ihn, Italien bekam den Dodekanes. Davon betroffen waren im Prinzip auch diese beiden Inseln. Nur hat sich wohl niemand ernstlich für sie interessiert. In den zwischen Italien und der Türkei geschlossenen Verträgen zur Regelung von Grenzstreitigkeiten sind sie nicht ausdrücklich genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Italien und der Türkei gab es immer wieder Konflikte, die aber nicht Imia betrafen. Beide Staaten schlossen 1932 eine Vereinbarung, um die Streitigkeiten zu bereinigen. Imia ist darin zwar nicht ausdrücklich genannt. Aber dazu gibt es eine Karte, die Imia auf italienischer Seite verzeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dodekanes kam als Folge des 2. Weltkriegs dann zu Griechenland. Aus griechischer Sicht traf das auch für die beiden Inseln von Imia zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inseln sind unbewohnt. Zwischen 1984 und 2004 kam ein Hirte regelmäßig von Kalymnos rüber auf die Insel. Andere „Siedlungsaktivitäten“ gab es nicht. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der türkisch-griechische Konflikt um die beiden Inseln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bis 1995 gab es zwischen der Türkei und Griechenland keine wirklichen Probleme wegen dieser beiden Felsen im Meer. Das änderte sich am 25. Dezember 1995. An diesem Tag lief das türkische Frachtschiff <em>Figen Akat</em> hier auf Grund. Es musste geborgen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In die Nähe des türkischen Frachters begaben sich drei Schiffe der griechischen Marine. Ein Angehöriger der Marine ging an Bord der Figen Akat und wies den Kapitän an, die Bergung zu unterlassen. Am nächsten Tag setzte dann ein diplomatisches Hin und Her zwischen Athen und Ankara ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Figen Akat</em> konnte schließlich geborgen werden. Ein Stahlseil verhedderte sich am Bug. Die Besatzung des havarierten Schiffs hatte die Nase voll. Mit einem Schweißbrenner wurde sie das Stahlseil los und verließ Griechenland. Aus eigener Kraft konnte das Schiff zurück in die Türkei gelangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit kehrte aber keine Ruhe ein. Am 28. Dezember beorderte die griechische Regierung Kampfschiffe nach Imia. Ein Team ging an Land. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wiederum war der Türkei nicht recht. Sie stellte der Regierung in Athen am 29. Dezember eine Verbalnote zu. Darin trug sie vor, die Inseln gehörten zur Türkei und seien Teil der Provinz Bodrum. Griechenland wies dies zurück. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Anfang 1996 spitzt sich die Lage zu</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Januar wurde in Athen der neue griechische Premier Konstantinos Simitis vereidigt. Ab dem nächsten Tag wurde Imia in den Medien diskutiert. Am 26. Januar begaben sich der Bürgermeister von Kalymnos und ein Priester dorthin und setzten die griechische Flagge. Einen Tag später flogen Journalisten der Hürriyet ein, entfernten die griechische und hissten die türkische Flagge. Am 28. Januar entfernte ein eigens dorthin beordertes Schiff der griechischen Marine die türkische Flagge und setzte wieder die Fahne Griechenlands. Marinetaucher bewachten sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile waren die Inseln zum Politikum auf höchster Ebene geworden. Auf der einen Seite agierte der griechische Premier Konstantinos Simitis, auf der anderen Seite die türkische Regierungschefin Tansu Çiller. Ciller forderte Verhandlungen über die Inseln, Simitis wies dieses Ansinnen von sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen waren 15 griechische und 18 türkische Kriegsschiffe in der Region eingetroffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1996 führten türkische Spezialkommandos eine Operation auf Imia durch. Ein pikantes Detail: Die türkische Armee scheint dafür keine Mittel bewilligt zu haben. <a href="https://www.gazzetta.gr/plus/2512423/imia-30-hronia-meta-oi-toyrkoi-komantos-plirosan-apo-tin-tsepi-toys-ta-kaysima-toy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Inzwischen wurde bekannt</a>, dass zwei türkische Offiziere den Treibstoff aus eigener Tasche bezahlt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin war alles noch ein Kräftemessen. Dann passierte etwas Schlimmes: Ein Hubschrauber der griechischen Marine stürzte ab. Drei Insassen starben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt schalteten sich internationale Spitzenpolitiker an, allen voran der US-Präsident Bill Clinton. Im Ergebnis zogen die Kriegsschiffe beider Länder sich von Imia zurück. Der Gebietsstreit wurde nicht beigelegt. Jede Seite sah sich im Recht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Konflikt ist nicht vorbei</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In späteren Jahren flammte die Sache immer wieder mal auf. Zuletzt gab es im Januar und Februar 2018 zwei  Zwischenfälle. Erst kollidierte ein Boot der türkischen Küstenwache und ein Kanonenboot der griechischen Marine. Und einen Monat später rammte ein Schiff der türkischen Küstenwache ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es seit dem zu keinen weiteren offenen Konflikten gekommen ist, hat meiner Meinung nach zwei Gründe. Einmal haben die politisch Verantwortlichen in Griechenland und der Türkei daran kein Interesse. Und zum anderen gibt es hier auch nichts, was für eines der Länder gegenüber dem anderen von Vorteil sein könnte. Imia liegt im Meer und sonst ist hier nichts los.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Sicht der Türkei auf die Inseln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte kurz noch die Sicht der Türkei auf diese Inseln erwähnen. Vor dem Krieg zwischen Italien und dem Osmanischen Reich gehörten sie unzweifelhaft zum Osmanischen Reich, dessen Nachfolger die Türkei ist. Später sind die Inseln in völkerrechtlichen Verträgen nicht ausdrücklich erwähnt worden. Das ist ein Indiz dafür, dass diese Inseln immer noch türkisch sind. Laut einer <a href="https://www.mfa.gov.tr/the-kardak-dispute.en.mfa" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Veröffentlichung des türkischen Außenministeriums</a> ist die Türkei bereit, mit Griechenland zu verhandeln um die Zughörigkeit der Inseln ein für allemal zu klären.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Blogartikel mit Bezug auf den Dodekanes</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf eine Insel des Dodekanes kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Dies sind die drei jüngsten Beiträge mit Bezug auf den Dodekanes.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/imia/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia-300x169.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Imia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia-300x169.png 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia-768x432.png 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/02/Imia.png 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/imia/">Imia</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/kasos/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Kasos-2026-Fry-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Fri (Φρυ)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Kasos-2026-Fry-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Kasos-2026-Fry-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Kasos-2026-Fry.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/kasos/">Kasos</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/rhodos/"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Rhodos-300x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Rhodos - Ρόδος" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Rhodos-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Rhodos-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Rhodos-768x768.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Rhodos.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/rhodos/">Rhodos</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph" id="block-15d53bf0-ecc4-4a55-8f6e-5f8f602bb8d5">Möchtest Du mehr? Dann lass Dir durch Klick auf diesen Link eine Übersicht zu allen <a href="https://hellas.blog/tag/dodekanes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beiträgen mit Bezug auf den Dodekanes</a> anzeigen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/imia/">Imia</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Griechen, Imbros und Tenedos</title>
		<link>https://hellas.blog/griechen-imbros-und-tenedos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 02:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bozcaada]]></category>
		<category><![CDATA[Gökceada]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Sèvres]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die türkischen Inseln Gökceada und Bozcaada heißen für die Griechen Imbros und Tenedos. Alle Höhen und Tiefen der Beziehungen zwischen Türken und Griechen kommen hier verdichtet zusammen. Ich finde, darin liegt heute auch etwas sehr Positives.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/griechen-imbros-und-tenedos/">Griechen, Imbros und Tenedos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.newsbomb.gr/ellada/story/1715299/imvros-tenedos-pos-i-tourkia-kserizose-me-varvares-methodous-tous-ellines-apo-ta-dyo-nisia" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Portal Newsbomb erinnert</a> in einem informativen Beitrag an das Schicksal der Griechen auf den Inseln Tenedos und Imbros nach dem Vertrag von Lausanne. Beide Inseln gehören zur Türkei. Ich nehme den Beitrag zum Anlass, diesem Thema im Hellas Blog einmal nachzugehen. Aber gleichzeitig möchte ich auch einen Blick auf die Inseln Gökceada und Bozcaada werfen. So heißen Imbros und Tenedos auf türkisch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Imbros ist Gökceada</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Über Imbros oder Gökceada habe ich bisher im Hellas Blog noch nicht geschrieben. Patriarch <a href="https://hellas.blog/bartholomaeus-i/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bartholomäus I.</a> stammt von hier. Aber auch losgelöst von seiner Person ist die Insel faszinierend.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Bucht-von-Kaleköy-auf-Gökçeada"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Goekceada-Imvros-Kalekoey-2005.jpg" alt="Die Bucht von Kaleköy auf Gökçeada" class="wp-image-14635" style="width:400px" title="Die Bucht von Kaleköy auf Gökçeada" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Goekceada-Imvros-Kalekoey-2005.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Goekceada-Imvros-Kalekoey-2005-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Goekceada-Imvros-Kalekoey-2005-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Bucht von Kaleköy (Kastro) auf Gökçeada</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 29. Juli 1970 hieß die Insel offiziell auf Türkisch noch &nbsp;İmroz, was die türkische Aussprache des griechischen Inselnamens Imbros ist. Der Name Gökçeada ist eine Neuschöpfung. Er bedeutet &#8222;himmlische Insel&#8220;. Dabei ging es darum, die alten griechischen Ortsnamen durch moderne türkische Namen zu ersetzen. Dazu schreibe ich weiter unten etwas. Die Griechen sprechen den Inselnamen übrigens Imvros aus. Unser deutsches Wort Imbros entspricht der altgriechischen Aussprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute leben auf Gökçeada überwiegend türkische Menschen, es gibt aber noch eine griechische Minderheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Winter auf Gökceada sind kühl und regnerisch. Von Juni bis August ist es warm und trocken. Die mittlere Temperatur auf der Insel liegt von Juni bis September über 20 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Gökceada konnten sich viele Tiere halten, die auf anderen Inseln der Ägäis verschwunden sind. Es gibt zehn Schlangenarten, was eine bemerkenswerte Vielfalt ist. Vor der Bergotter muss man sich vorsehen, ihr Biß kann für Menschen tödlich sein. Zudem kommen zwei Arten von Landschildkröten hier vor. Und ganze 45 Schmetterlingsarten hat man hier auch gezählt. Naturfreunde kommen auf Gökceada definitiv auf ihre Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr möchte ich an dieser Stelle über diese schöne Insel nicht schreiben. Das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Hier leben nette Menschen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. </p>



<h4 class="wp-block-heading">So erging es den Griechen auf Gökceada nach 1923</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertrag von Lausanne sah einen &#8222;Bevölkerungsaustausch&#8220; zwischen Griechenland und der Türkei vor. Das ist nichts anderes als die Vertreibung türkischer Menschen aus Griechenland und griechischer Menschen aus der Türkei. Gökceada war davon ausdrücklich ausgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 1923 gab es auf Imbros zehn &#8211; andere Quellen sprechen von 18 &#8211; Schulen mit insgesamt 1485 Schülern. 1927 schlossen die türkischen Behörden die Zentralschule der Insel. Die Ausbildung der Schüler war nur noch in türkischer Sprache erlaubt, sogar die Schulregister wurden auf Türkisch geführt. Das lockerte sich Anfang der 1950er Jahre zwar, wurde ab 1960 aber wieder verschärft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zypernkonflikt der 1960er Jahre leitete dann das Ende des bis dahin sehr vielfältigen griechischen Lebens auf der Insel ein. Zu dieser Zeit gab es hier noch um die 9000 Griechen. Die Türkei führte das Eritme Programm ein, eine Politik der Assimilation. Das galt nicht nur für die türkischen Griechen, auch andere nationale Minderheiten wie z.B. die Kurden waren betroffen. Der Gebrauch der eigenen Sprache im öffentlichen Raum wurde verboten, nur die türkische Sprache war erlaubt. Dörfer, Städte, Inseln und anderen geografische Orten wurden umbenannt und trugen fortan türkische Namen. Ganze Bevölkerungsgruppen wurden umgesiedelt oder mussten das Land verlassen. Die Zahl der Griechen auf Gökceada ging dramatisch zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute leben auf Imbros noch um die 500 Griechen, die übrigen Einwohner von Gökceada sind Türken oder Kurden. Die Griechen haben aber eine Zukunft mit ihrer Identität. Im September 2013 konnte eine griechische Grundschulde eröffnet werden. Im September 2015 kam eine Mittel- und Oberschule hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das griechische Leben auf Gökceada erlebt eine kleine Renaissance. So schreibt es die <a href="https://www.nzz.ch/international/tuerkei-auf-goekceada-erlebt-griechisches-leben-eine-renaissance-ld.1746778" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NZZ 2023 in einem Artikel</a>. Ein gutnachbarschaftliches Verhältnis zwischen Griechenland und der Türkei ist auf jeden Fall das Beste, was diesen Menschen passieren kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tenedos ist Bozcaada</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2025 habe ich im Blog den Beitrag <a href="https://hellas.blog/bozcaada-ist-tenedos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bozcaada ist Tenedos</a> veröffentlicht. Auf die Insel kommst Du mit der Fähre vom türkischen Festland aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Die-Burg-am-Hafen-von-Bozcaada"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Bozcaada-Burg-2023.jpg" alt="Die Burg am Hafen von Bozcaada" class="wp-image-14628" style="width:400px" title="Die Burg am Hafen von Bozcaada" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Bozcaada-Burg-2023.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Bozcaada-Burg-2023-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Bozcaada-Burg-2023-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Burg am Hafen von Bozcaada</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Näherst Du Dich mit dem Schiff, fällt als erstes die gewaltige Burg auf. Es handelt sich um eine Festung, mit der die Insel gut verteidigt werden konnte. Es muss sie schon vor der osmanischen Eroberung gegeben haben. In ihrer heutigen Form ist sie ab 1455 unter Sultan Mehmet II. erbaut worden. Weitere Erweiterungs- und Renovierungsarbeiten folgten im 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts. 1807 zerstörte Russland die Burg, die Osmanen bauten sie später wieder auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass diese Festung sehr symbolisch für die osmanische &#8211; heute sagt man eher türkische &#8211; Identität der Insel steht. Aber es gibt auch eine sehr alte griechische Identität, die bis heute fortbesteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel spielt eine Rolle im Trojanischen Krieg. Als die Griechen das Trojanische Pferd zurücklassen und scheinbar abziehen, verstecken sie hier ihre Flotte. Später wechseln die Herrschaften sich ab. Sie ist Teil des Reichs von Alexander dem Großen, dem Königreich Pergamon, gehört zum Römischen Reich, der Republik Venedig und Byzanz. Schließlich erobern die Osmanen sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Freiheitskampfs</a> führte Konstantinos Kanaris einen Angriff gegen die osmanische Marine. Nach Ende des Kampfs blieb die Insel jedoch beim Osmanischen Reich. Die Mehrheit der Bevölkerung bestand aus Griechen. Erst 1920 kam die Insel durch den Vertrag von Sèvres offiziell zu Griechenland. Nach der Kleinasiatischen Katastrophe kam die  Insel 1923 durch den Vertrag von Lausanne zurück zur Türkei. So ist es bis heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr möchte ich hier über diese Insel hier auch nicht schreiben. Auch hier gilt: Ein Besuch lohnt. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und es gibt viel zu sehen und zu erleben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">So erging es den Griechen auf Bozcaada nach 1923</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Bozcaada war vom zwischen Griechenland und der Türkei vereinbarten Bevölkerungsaustausch ausdrücklich ausgenommen. Das bedeutete für die hier lebenden Griechen aber nicht, dass alles beim Alten blieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 1923 gab es auf Tenedos zwei Schulen mit 450 Schülern. Die Entwicklung war aber ähnlich wie auf Imbros. Nur da die Bevölkerungszahl auf Tenedos viel geringer war, wirkte sich alles viel dramatischer aus. In der TAZ hat Jürgen Gottschlich 2016 geschrieben, dass es hier noch etwa 50 griechische Familien geben soll. Sein Bericht über die <a href="https://taz.de/Besuch-auf-der-Aussteigerinsel-Bozcaada/!5342113/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aussteigerinsel Bozcaada</a> ist wirklich lesenswert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolands Meinung über die beiden Inseln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde die Geschichte der beiden Inseln faszinierend. Auf ihnen kommen die Höhen und Tiefen der türkisch-griechischen Beziehungen sehr verdichtet zusammen. Als Außenstehender ist es einfach, die positiven Seiten zu sehen. Aber ich verkenne nicht, dass die Sache in den letzten 100 Jahren auch viele Seiten hatte, die für die Menschen auf den Inseln sehr schwer waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Inseln heißen für die Griechen bis heute Imbros und Tenedos. Für die Türken sind sie Bozcaada und Gökçeada. Darin kann man auch etwas Gemeinsames sehen, denn beide Seiten können nicht übersehen, dass auch die andere Seite hier ihren Platz hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die Möglichkeit hast, solltest Du diese Inseln besuchen und mit unvoreingenommenen Augen betrachten. Egal ob Du auf türkische oder griechische Inselbewohner triffst: Du wirst Gastfreundschaft auf einer wunderbaren Insel in der Ägäis erleben. Und mit diesem Beitrag im Handgepäck kannst Du alles mit etwas anderen Augen sehen, als ein normaler Tourist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/griechen-imbros-und-tenedos/">Griechen, Imbros und Tenedos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>2025 haben mehr als eine Million Türken griechische Inseln besucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2025 haben mehr als 1,1 Millionen Türken ihren Urlaub auf griechischen Inseln verbracht. Das fast dreimal mehr als 2022. Die griechischen Inseln profitieren sehr davon. Ein Grund für den Anstieg sind die Nähe der Inseln zur Türkei und die seit 2024 vereinfachten Visumregeln. Ein anderer Grund ist die Inflation in der Türkei, die den Urlaub dort für Inländer sehr teuer macht.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.newsbeast.gr/greece/arthro/12875356/pano-apo-11-ekat-tourkoi-plimmyrisan-ta-ellinika-nisia-to-2025-poio-nisi-epelexan-oi-perissoteroi#" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Newsbeast berichtet</a>, dass 2025 deutlich mehr als eine Million Türken griechische Inseln besucht haben. Das klingt viel, auf den östlichen Inseln der Ägäis merkt man das auch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bringt mehr als eine Million Türken 2025 auf die Inseln des Nachbarlandes?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Artikel sind es 1.119.000 Reisende, die im letzten Jahr aus der Türkei auf griechische Inseln gereist sind. Wie kommt das?</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Mytilini-auf-Lesvos-(2023)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Mytilini-auf-Lesvos-2023.jpg" alt="Mytilini auf Lesvos (2023)" class="wp-image-5562" style="width:400px" title="Mytilini auf Lesvos (2023)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Mytilini-auf-Lesvos-2023.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Mytilini-auf-Lesvos-2023-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/11/Mytilini-auf-Lesvos-2023-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mytilini auf Lesvos (2023)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zahl bezieht sich nicht auf Türken, die insgesamt nach Griechenland gereist sind. Sie bezieht sich auf türkische Reisende, die im letzten Jahr bestimmte Inseln in der östlichen Ägäis besucht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem haben diese Reisenden die Inseln Kos, Chios, Rhodos und Samos besucht. Von Bekannten weiß ich aber, dass auch auf anderen Inseln wie Lesvos, Kastelorizo, Leros und Patmos die Anzahl der türkischen Gäste ein hohes Maß angenommen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklung zeigt das touristische Potenzial der Region. Man darf nicht vergessen, dass auch die Türkei ein tolles und attraktives Reiseland ist. Man sieht aber auch, dass die Inseln ein Stück weit die Funktion als &#8222;Tore&#8220; zwischen der Türkei und Griechenland haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dass der Zuspruch türkischer Reisender zu griechischen Inseln zwei Ursachen haben dürfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eine Grund sind die vereinfachten Visa-Regeln und die Nähe der Inseln zur Türkei. Man kommt hier sehr einfach hin, die Überfahrt mit der Fähre ist nicht teuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Grund ist die Inflation der türkischen Lira, die viele Menschen sehr schmerzhaft spüren. Der Effekt ist für Inländer, dass der Urlaub innerhalb der Türkei auf einmal sehr teuer geworden ist. Für viele Türken sind Griechenland und andere Länder der EU auf einmal günstig geworden. Im Jahr 2022 kamen noch 416.085 aus der Türkei nach Griechenland, die Zahl hat sich inzwischen fast verdreifacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich mache mir aber nichts vor: Verbessert sich die ökonomische Lage in der Türkei, kann dieser Trend auch leicht wieder rückläufig werden. Für die absehbare Zeit sieht es aber leider nicht so aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So viele Gäste kamen auf die Inseln</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind die konkreten Zahlen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Chios: Aus Çeşme kamen 192.333 Fahrgäste nach Chios</li>



<li>Kastelorizo: 43.291 Passagiere reisten von Kaş aus hierher</li>



<li>Kos: Bodrum reisten 347.302 Passagiere nach Kos</li>



<li>Leros: Aus Bodrum kamen 18.550 Passagiere​</li>



<li>Lesvos: Aus Ayvalık kamen 127.963, aus Dikili 13.537 und aus Izmir 3.554 Gäste</li>



<li>Patmos: von Kusadasi her kamen 2.788 Passagiere nach Patmos.</li>



<li>Rhodos: hierher kamen 167.888 Passagiere von Marmaris und 52.981 von Fethiye</li>



<li>Samos: 118.871 Passagiere kamen von Kusadasi her und 30.414 aus Çeşme</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">2024 haben Griechenland und die Türkei vereinbart, dass es <a href="https://hellas.blog/erleichterungen-tuerkische-touristen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">für Reisen auf bestimmte Inseln Erleichterungen beim Visum</a> geben soll. Es wurde ein spezielles Touristenvisum geschaffen. Ich finde, die Zahlen aus 2025 dokumentieren den Erfolg dieser Vereinbarung.</p>
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		<title>Hyllarima war ein bedeutender Ort in Karien</title>
		<link>https://hellas.blog/hyllarima/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hyllarima]]></category>
		<category><![CDATA[Karien]]></category>
		<category><![CDATA[Kavaklidere]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasien]]></category>
		<category><![CDATA[Synkretismus]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hyllarima (Ὑλλάριμα) war eine antike Polis in der kleinasiatischen Landschaft Karien. Sie liegt im Südwesten der Türkei. In den letzten Jahren haben Archäologen viele Funde gemacht, die beweisen, dass Hyllarima eine alte und einst sehr bedeutende Stadt war.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ende Juni 2025 meldeten&nbsp;<a href="https://www.hurriyetdailynews.com/excavations-to-uncover-shops-at-hyllarima-210675" target="_blank" rel="noreferrer noopener">türkische</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.enikos.gr/timeout/anakalyfthike-i-archaia-agora-simantikis-eborikis-polis-tis-archaiotitas-den-prokeitai-gia-mia-mikri-plateia-lene-oi-archaiologoi/2394923/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechische Zeitungen</a>&nbsp;tolle Entdeckungen, die Archäologen im Ausgrabungsbereich der antiken Stadt Hyllarima gemacht haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die antike Stadt Hyllarima</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nordosten der antiken Landschaft Karien lag eine Stadt, die auf Griechisch Ὑλλάριμα hieß, was wir als&nbsp;<em>Hyllarima</em>&nbsp;transkribieren können. Die&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/9QHWaWj4SvVVBHud8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruinen der Stadt</a>&nbsp;liegen in der Nähe des heutigen&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/MrQZ5XZCUvWdBuHy6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kavaklidere</a>&nbsp;im Südwesten der Türkei.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Das-Amphiteater-von-Hyllarima"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater.jpg" alt="Das Amphiteater von Hyllarima" class="wp-image-11756" style="width:400px" title="Das Amphiteater von Hyllarima" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Hyllarima-Amphitheater-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Amphiteater von Hyllarima<br>(Foto von einem Leser des Hellas Blog)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die heute noch zu findende Stadt entstand vermutlich im 4. Jahrhundert vor Christus. Sie liegt eingebettet zwischen zwei Hügeln. Vermutlich ist sie aber viel länger schon bewohnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Antike sind Ruinen einer Agora und des Amphitheaters erhalten. Es konnte auch eine Synagoge nachgewiesen werden. Als hier die römischen Kaiser herrschten, hat man in der Stadt sogar Münzen geprägt. Das alles zeigt, dass Hyllarima eine sehr bedeutende Metropole ihrer Zeit gewesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise ist die Stadt viel älter. Ihr Name könnte sich von einem Beinamen des Zeus ableiten, den dieser in der Region hatte: <a href="https://hellas.blog/tag/gott-zeus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zeus</a> Hyllos. Hyllos könnte ein einheimischer Gott der vorgriechischen Bevölkerung Anatoliens gewesen sein. Dessen Verehrung schmolz mit der Verehrung des Zeus zusammen. Diesen Prozess in einer Religion nennt man Synkretismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In hetitischen Texten aus dem 14. Jahrhundert vor Christus wird eine Gemeinschaft namens&nbsp;<em>Wallarima</em>&nbsp;erwähnt. Wenn dem so ist, wäre diese Siedlung gut 1000 Jahre länger bewohnt als bisher archäologisch nachgewiesen. Vermutlich ist Hyllarima eine der ältesten Städte Kariens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So richtig in die griechische Welt geriet der Ort wohl erst durch die Eroberungen Alexanders des Großen. Nach dessen Tod wechselten die Herrscher. Zwischen 189 v.Chr. und 167 v.Chr. gehörte sie zum Festlandbesitz der Insel&nbsp;<a href="https://hellas.blog/rhodos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rhodos</a>. Später wurde es dann Teil des römischen Kleinasiens. Aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert ist eine Inschrift nachgewiesen, die Kaiser Antoninus Pius mit Zeus Hyllos vergleicht. Nach der Christianisierung wurde Hyllarima sogar Bischofssitz. In der römisch-katholischen Kirche gibt es den immer noch als Titularsitz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Ausgrabungen 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Hyllarima hatte eine Agora, auf dem sich ganz zentral das Leben abspielte. Seit 2021 finden hier gezielte Ausgrabungen statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zeigen, dass die Agora vermutlich im Hellenismus angelegt und in der römischen Zeit umgebaut wurde. Bekannt war auch das Amphitheater. Aus dessen Größe schätzen die Experten, dass die Stadt in der Antike um die 1500 Einwohner gehabt haben könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ältesten heute noch zu findenden Ruinen stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Damals wurde eine gut geplante, vollständig aus Stein errichtete Stadt errichtet. Bekannt ist nicht nur das aus Marmor errichtete Amphitheater. Man kennt den Verlauf der Stadtmauern und Straßen, ein Ratsgebäude, die Agora und ein monumentales Tor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschäfte der Agora sollen in kommenden Grabungskampagnen gezielt ausgegraben und erforscht werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch weitere Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse in der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 sind Teile der Türkei und von Syrien durch ein&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_der_T%C3%BCrkei_und_Syrien_2023" target="_blank" rel="noreferrer noopener">furchtbares Erdbeben</a>&nbsp;erschüttert worden. Über 62.000 Menschen kamen ums Leben, weitere 125.000 Menschen wurden verletzte. Zahlreiche Gebäude sind zerstört worden, auch&nbsp;<a href="https://www.derstandard.de/story/2000143356096/auch-welterbe-wurde-durch-erdbeben-in-tuerkei-und-syrien-zerstoert" target="_blank" rel="noreferrer noopener">historische Stätten waren betroffen</a>. Erstaunlich ist, dass in Hyllarima die noch vorhandenen Bauten aus der Antike intakt geblieben sind. Das zeigt, dass die damaligen Baumeister ihr Handwerk verstanden und erdbebensicher bauen konnten. Ich finde das faszinierend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zukunft von Hyllarima</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist den Wissenschaftlern klar, dass die Stadt wirklich sehr bedeutend war. Sie soll möglichst gut erforscht werden. Dort, wo das möglich ist, will man sie renovieren. Das Ziel ist, sie für Besucher attraktiv zu machen.</p>
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		<title>Der Trojanische Krieg und neue Forschungen 2025</title>
		<link>https://hellas.blog/der-trojanische-krieg-und-neue-forschungen-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Achilleus]]></category>
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		<category><![CDATA[Trojanisches Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein türkischer Archäologe findet bei Troja Beweise für heftige Kämpfe um die Stadt. Und ein Wissenschaftler der Universität Oxford macht über mehrere Jahre Aprilscherze zu dem Thema, denen ich voll auf den Leim gegangen bin. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">2025 ist ein Jahr, in dem der Trojanische Krieg durch neue Forschungen und Entzifferung bekannter Belege etwas greifbarer wird. Türkische Wissenschaftler entdecken neue Beweise. Und hethitische Quellen dürfen als Ursprung von Aprilscherzen herhalten &#8211; ich bin dem auf den Leim gegangen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Trojanische Krieg und türkische Forschungen in 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.naftemporiki.gr/techscience/1982540/nea-archaiologika-eyrimata-enischyoyn-tin-yparxi-toy-troikoy-polemoy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Portal Naftemporiki</a> berichtet, dass türkische Archäologen bei Troja Beweise für heftige Kämpfe gefunden haben, die zu den Beschreibungen des Trojanischen Krieges passen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Das-Trojanische-Pferd-vor-den-Mauern-von-Troja"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/trojanisches-Pferd-Troja.jpg" alt="Das Trojanische Pferd vor den Mauern von Troja" class="wp-image-11914" style="width:400px" title="Das Trojanische Pferd vor den Mauern von Troja" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/trojanisches-Pferd-Troja.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/trojanisches-Pferd-Troja-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/07/trojanisches-Pferd-Troja-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Trojanische Pferd vor den Mauern von Troja <br>(Bild generiert von ChatGPT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Team türkischer Forscher haben bei Troja unter der Leitung von Professor Rüstem Aslan von der Universität Canakkale gegraben. Sie haben Pfeilspitzen, Reste verbrannter Gebäude, hastig vergrabene menschliche Skelette, Knochenwerkzeuge und scharfe Gegenstände zum Durchstechen von Rüstungen gefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausgrabungen zeigten Anzeichen von Nahkämpfen und Hinweise auf plötzliche Zerstörungen. Das passt mit der Beschreibung des Endes der Stadt Troja zusammen. Die Funde deuten auf eine intensive Schlacht hin. Aslan stellt gegenüber Naftemporiki klar, dass es sich entweder auf eine verzweifelte Verteidigung oder einen massiven Angriff gehandelt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funde konnte man auf ein Alter von 3.200 bis 3.600 Jahren datieren. Das ist der Zeitraum, den Historiker dem Trojanischen Krieg zuordnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was die Forscher nicht gefunden haben, waren Spuren einer Holzstruktur, die zum Trojanischen Pferd passen könnte. Damit darf dieses Objekt weiterhin als ein Mythos gelten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aprilscherz: Neue Erkenntnisse aus hethitischen Quellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin einem Aprilscherz auf dem Leim gegangen, den <a href="https://www.ling-phil.ox.ac.uk/people/michele-bianconi" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michele Bianconi</a> von der Universität Oxford sehr geschickt platziert hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Kampf um Troja wissen wir vor aus <a href="https://hellas.blog/homer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homers</a> Ilias.  Jeweils zum 1. April hat Michele Hinweise auf eine Erwähnung des Krieges auf hethitischen Keilschrifttafeln veröffentlicht. Das war 2022 und 2024 auf seinem Konto bei X (früher: Twitter). Sogar ein als Aprilscherz gekennzeichnetes Paper dazu könnt Ihr bei <a href="https://www.academia.edu/116928258/A_Hittite_tablet_recounting_the_Trojan_War" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Academia.edu</a> nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kurzfassung: Eine Hethitische Tafel zeigt frappierende Übereinstimmungen mit der Erzählung von Homers Ilias. Beispiele: Ilion (ein anderer Name für Troja) heißt Wiluša und Priamos heißt Pariyamuwa. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist eine Schriftquelle außerhalb des griechischen Kulturraums identifiziert worden, die vom Krieg um Troja berichtet. Natürlich ist diese Keilschrifttafel nur ein Fragment, das relativ wenige Informationen enthält. Die aber passen zu Troja. Ich empfinde das deshalb als eine wichtige Entdeckung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin dem voll auf den Leim gegangen. Ehrlich gesagt: Sowas finde ich gut!</p>
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		<title>Dreizack des Poseidon im Iznik See gefunden?</title>
		<link>https://hellas.blog/dreizack-des-poseidon-im-iznik-see-gefunden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jul 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bursa]]></category>
		<category><![CDATA[Iznik-See]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Poseidon]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Türkische Medien melden, dass ein Fischer im Iznik See den Dreizack des Poseidon gefunden habe. Der Held dieser Geschichte heißt</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dreizack-des-poseidon-im-iznik-see-gefunden/">Dreizack des Poseidon im Iznik See gefunden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bursahakimiyet.com.tr/bursa/bursa-iznik-golu-nden-poseidon-mizragi-cikti-1427538" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Türkische Medien</a> melden, dass ein Fischer im Iznik See den Dreizack des Poseidon gefunden habe. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Poseidons-Dreizack"><img decoding="async" src="https://www.bursahakimiyet.com.tr/static/2025/04/26/aw441425-03-1745653361-145-x750.jpeg" alt="Poseidons Dreizack" style="width:250px" title="Poseidons Dreizack"/><figcaption class="wp-element-caption">Poseidons Dreizack<br>(Bildquelle: Bursa Hakimiyet)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Held dieser Geschichte heißt Osman Erim. Ende April 2025 wollte er im Iznik-See mit einem Netz Fische fangen. Er warf es aus und war erfolgreich. Als er es herauszog, stellte er fest: Außer Fischen hatte er noch etwas anderes gefangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Osman untersuchte seinen Fang und stellte fest, dass er einen metallischen Gegenstand mit drei Zacken hatte. Das Objekt sah aus wie die Spitze eines Speers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann erkannte, dass es sich um etwas Besonderes handeln könnte. Deshalb informierte er Mitarbeiter eines Museums. Diesen übergab er den Dreizack. Untersuchungen haben ergeben, dass das Artefakt aus der Römerzeit stammt. Nach Aussage der Wissenschaftler sind solche Funde wirklich selten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte hat es auch in die deutschen Medien geschafft. So berichteten <a href="https://www.bild.de/news/ausland/fischer-entdeckt-speer-des-gottes-poseidon-in-einem-see-in-der-tuerkei-68218e9cc956e61cc27b508a" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bild</a>, die <a href="https://www.hna.de/welt/fischer-stoesst-auf-speer-des-poseidon-raetselhafter-fund-in-see-zr-93726933.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">HNA</a> oder <a href="https://www.futurezone.de/science/article638729/archaeologischer-fund-fischer-stoesst-auf-poseidons-speer.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Futurezone</a> darüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Poseidon war der gewaltige Gott des Meeres. Er zählt zu den zentralen Gestalten der antiken griechischen Mythologie. Als einer der zwölf olympischen Götter herrschte er nicht nur über das Wasser, sondern war auch mit Erdbeben und Pferden verbunden. Die Erdbeben sind auch die Verbindung zum Dreizack. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Poseidon wütend war, stach er mit seinem Dreizack in die Erde. So verursachte er Erdbeben und Überschwemmungen. Selbst Schiffe konnte er zum Sinken bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist auch klar, dass der von Osman im Iznik See gefundene Dreizack nicht dem Gott Poseidon selbst gehört hat. Da das Teil aus der Antike stammt, kann es aber sein, dass es einst Teil einer Statue dieses Gottes war. Möglicherwiese handelt es sich aber auch nur um den Kopf einer antiken Forke, die für die Wissenschaft nicht minder interessant ist. Nur mit Poseidon hätte die nichts zu tun.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Region Bursa ist eine tolle Region für archäologische Funde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich erst hat ein <a href="https://hellas.blog/ein-schueler-fand-eine-1000-jahre-alte-muenze/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schüler eine 1000 Jahre alte Münze</a> gefunden. Er gab sie in einem Museum ab und ermöglichte so deren wissenschaftliche Untersuchung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Griechenland liebt und sich für für die griechische Geschichte interessiert, sollte immer auch einen Blick auf die Türkei haben. Die Türken identifizieren sich durchaus auch mit der Geschichte ihres Landes, soweit diese vor Ankunft der Osmanen und der Entstehung der heutigen Türkei passiert ist. Das ist etwas sehr Positives, wie nicht zuletzt auch am Fund vom Dreizack des Poseidon bei Iznik deutlich wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/dreizack-des-poseidon-im-iznik-see-gefunden/">Dreizack des Poseidon im Iznik See gefunden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1913]]></category>
		<category><![CDATA[Adrianopel]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasiatische Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasienfeldzug]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Sèvres]]></category>
		<category><![CDATA[Πύργος Ρολογιού]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der heutigen Stadt Edirne im Jahr 1913. Das Bild entstand in einer Zeit der Spannungen. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/">Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der Stadt <a href="https://maps.app.goo.gl/M1nzmYeGaBGNTgrB8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Edirne</a> im Jahr 1913. Inzwischen ist er abgerissen. Heutige Besucher dieser türkischen Stadt sehen ihn nicht mehr. Beim heurigen Jahresthema des Hellas Blog geht es um <a href="https://hellas.blog/tag/alte-fotos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">alte Fotos</a>. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Bild aus Edirne vom Uhrturm im Jahr 1913</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto entstand in der Stadt Edirne, die auf Griechisch Adrianoupoli (Αδριανούπολη) und auf Bulgarisch Odrin (Одрин) heißt. In der deutschen Sprache verwendete man das Wort Adrianopel für sie.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Uhrturm-von-Edirne-/-Adrianopel-im-Jahr-1913"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg" alt="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" class="wp-image-10191" style="width:400px" title="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst  möchte ich einmal auf das Foto selbst eingehen. Wir sehen eine gepflasterte Straße, auf deren beiden Seiten Stadthäuser stehen. In der Mitte der Straße fließt ein Rinnsal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Straße gehen Menschen, teils transportieren sie Waren auf ihren Schultern. Fahrzeuge oder Tiere für den Lastentransport sehen wir nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der linken Seite des Fotos sehen wir einen Baum ohne Blätter. Vermutlich ist das Bild im Winter entstanden. Dazu passt auch die warme Kleidung der Menschen auf dem Bild. Soweit ich es erkennen kann, sehen wir ausschließlich Männer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Häusern rechts und links der Straße fällt ein interessantes Architekturmerkmal auf. Bei zweistöckigen Häusern hat das obere Stockwerk einen Vorbau mit Fenstern. Diese sind schlecht einzusehen. Man kann aber gut aus ihnen herausschauen und bekommt alles mit, was auf der Straße passiert. Das war die Domäne der moslemischen Frauen in der osmanischen Gesellschaft. Sie verließen ihre Häuser nur im Ausnahmefall. Das mag es auch bei Angehörigen anderer Religionen gegeben haben. Im Osmanischen Reich galten zumindest in der Mehrheitsbevölkerung klare Regeln: Männer draußen, Frauen drinnen. Eine ähnliche Architektur von Wohngebäuden aus dieser Zeit sehen wir auch in Nordgriechenland, zum Beispiel in <a href="https://hellas.blog/komotini/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Komotini</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welchem Volk die Männer auf dem Foto angehören, kann ich nicht sagen. In Edirne spiegelte sich zu dieser Zeit die Völkervielfalt des Osmanischen Reichs auf dem Balkan wieder. Hier lebten Türken, Griechen, Bulgaren und Angehörige vieler anderer Völker. Leider herrschten im Jahr 1913 schlimme Spannungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon berichte ich weiter unten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Makedonische Turm wird zum Uhrturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich sehen wir im Hintergrund einen Uhrturm. Der steht auf einem der vier Türme der Stadtmauer, welche in Antike und byzantinischer Zeit die Stadt schützte. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0f/Macedonian_Tower_in_Edirne.jpg/576px-Macedonian_Tower_in_Edirne.jpg" alt="Der Makedonische Turm heute" style="width:300px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Makedonische Turm heute<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Edirne war Hauptstadt des byzantinischen Themas Makedonien. Ein Thema war eine militärische Verwaltungseinheit des byzantinischen Reichs, wobei der Befehlshaber auch zivile Aufgaben hatte. Da der Turm aus dieser Zeit noch stand, bezeichneten die Menschen der Stadt ihn als den Makedonischen Turm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit war er das höchste Gebäude der Stadt. 1867 ließ der damalige Gouverneur von Edirne den Turm mit Holzböden und Uhren aus Frankreich ausstatten. So erhielt der Makedonische Turm die Funktion eines Uhrturms. Das war am Ende des 19. Jahrhunderts der Weg, in einer Stadt eine allgemein gültige Uhrzeit festzulegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1894 stürzte das Bauwerk ein. Aus Stein- und Ziegelresten errichtete man einen neuen Turm, den wir auf dem Foto sehen. Die Uhren waren in den runden Nischen angebracht, die wir an den Fassaden sehen. Während des 1. Weltkriegs waren hier italienische Soldaten einquartiert, die einen großen Teil der Uhren stahlen. 1926 hat man die Uhren erneuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1953 gab es ein Erdbeben, das den Turm schwer beschädigt hat. Die Risse an den Wänden ließen sich nicht reparieren. Es bestand auch kein Bedarf für einen Uhrturm mehr, denn inzwischen waren Taschen- oder Armbanduhren sehr verbreitet. Daher hat man die drei Stockwerke des Turmaufbaus am 6. Juli 1953 gesprengt und abgerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Foto zu diesem Abschnitt seht Ihr ein Bild des makedonischen Turms, wie er heute noch zu sehen ist. Unterhalb davon befinden sich Steine und Mauern. 2004 hat das Edirne-Museum hier Ausgrabungen durchgeführt. Dabei haben die Archäologen Fundamente des römischen Kastells und Stadtmauern aus dieser Zeit ausgegraben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Mai 2017 ist der Makedonische Turm als Kulturdenkmal registriert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Spannungen des Jahres 1913 in Edirne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berichte ich vom Uhrturm im Jahr 1913, muss ich auch von den Menschen berichten, die damals in Edirne gelebt haben. Die Balkankriege haben der Stadt und ihren Menschen übel mitgespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 1. Balkankrieg nahm Bulgarien die Stadt nach einer viermonatigen Belagerung am 26. März 1913 ein. Da ich vermute, dass das Foto im Winter entstanden ist, muss das wohl während der Belagerung gewesen sein. In Ostthrakien gab es zahlreiche Konflikte. Viele Bulgaren, die als Untertanen des Osmanischen Reichts dort lebten, suchten in Edirne Zuflucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1913 kam es zum 2. Balkankrieg. Der Türkei gelang es, die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt zurückzuerobern. Das war für die Bulgaren sehr übel. Viele wurden getötet, viele vertrieben. Kirchen und andere Gebäude der Bulgarischen Minderheit haben die Eroberer zerstört. Später konnte ein Teil der bulgarischen Menschen nach Edirne zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Edirne gab es aber keine Ruhe. Hier lebten auch viele Griechen. Nach Ende des 1. Weltkriegs kam die Stadt durch den Vertrag von Sèvres zu Griechenland. Im Anschluss an den gescheiterten Kleinasienfeldzug und die Kleinasiatische Katastrophe war das vorbei. Mit dem Vertrag von Lausanne kam Edirne wieder zur Türkei. Zu diesem Staat gehört sie seitdem.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/">Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ein Schüler fand in der Türkei eine 1000 Jahre alte Münze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum Troja]]></category>
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		<category><![CDATA[Kulturgutschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein türkischer Schüler fand in Balikesir eine alte Münze und gab sie in einem Archäologischen Museum von Troja ab. Sie stammt aus der Zeit von Byzanz und wurde im 10. Jahrhundert geprägt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ein-schueler-fand-eine-1000-jahre-alte-muenze/">Ein Schüler fand in der Türkei eine 1000 Jahre alte Münze</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Türkei fand ein Schüler eine Münze und zeigte sie einem Lehrer. Die beiden gaben sie im Museum von Troja ab und ermöglichten so ihre wissenschaftliche Erfassung. <a href="https://www.enikos.gr/timeout/mathitis-vyzantino-nomisma-1-000-eton/2298930/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Darüber berichtet das Portal enikos.gr</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Ali-Osman-Islak-im-Archäologischen-Museum-von-Troja"><img decoding="async" src="https://www.enikos.gr/wp-content/uploads/2025/01/sfortqx2.png" alt="Ali Osman Islak im Archäologischen Museum von Troja" style="width:400px" title="Ali Osman Islak im Archäologischen Museum von Troja"/><figcaption class="wp-element-caption">Ali Osman Islak im Archäologischen Museum von Troja<br>(Bildquelle: enikos.gr)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der junge Mann heißt Ali Osman Islak. Er geht mit offenen Augen durch die Welt, was bei <a href="https://maps.app.goo.gl/1JN2yDLfXKX5fUKY8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Balıkesir</a> zu seinem Fund führte. Balikesir ist eine große Stadt, die zwischen Izmir und Bursa liegt. Er lief durch die Straßen von Belikesir und fand die Münze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ali erkannte, dass sein Fund etwas ganz besonderes sein könnte. Er sprach seinen Lehrer Erdinc Ozdinc und der sah das auch so. Da auch er nichts näheres wusste, beschlossen sie, die Münze beim <a href="https://maps.app.goo.gl/mZ7egZwEjzW514vG9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Museum von Troja</a> abzugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort untersuchte man sie und stellte fest, dass sie aus der byzantinischen Zeit stammt. Sie wurde wohl im 10. Jahrhundert geprägt, also zur Zeit des <a href="https://hellas.blog/byzanz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Byzantinischen Reichs</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist es nicht selbstverständlich, dass Leute ihre Funde in Museen abgeben und sie nicht einfach behalten. Daher fand diese Geschichte auch die Aufmerksamkeit der Medien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde auch, dass das eine bemerkenswerte Geschichte ist. Sie zeigt, dass es in der Türkei gute Menschen gibt, die das griechische Erbe ihres Landes ehren. Das ist leider nicht selbstverständlich. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Museum von Troja würdigt den Schüler, der die Münze fand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Direktor des Museums von Troja heißt Ridvan Golcuk. Er hat <a href="https://www.gazetecan.com/yeni-troya-muzesi-muduru-ridvan-golcuk-oldu/9399/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Leitung des Archäologischen Museums von Troja 2019 übernommen</a> und ist sehr engagiert. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="türkisches-Kind-findet-eine-Münze-auf-der-Straße"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Junge-findet-Muenze-auf-der-Strasse.jpg" alt="türkisches Kind findet eine Münze auf der Straße" class="wp-image-10345" style="width:400px" title="türkisches Kind findet eine Münze auf der Straße" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Junge-findet-Muenze-auf-der-Strasse.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Junge-findet-Muenze-auf-der-Strasse-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Junge-findet-Muenze-auf-der-Strasse-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kind findet eine Münze auf der Straße<br>(von KI erzeugtes Bild)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Schüler die Münze im Museum abgegeben hat, hat Ridvan Golcuk in einer offiziellen Erklärung aufgegriffen. In dieser dankte er sowohl Ali Osman Islak als auch seinem seinem Lehrer für ihre gewissenhafte Initiative zur Erhaltung des kulturellen Erbes. In einer offiziellen Erklärung betonte das Museum die Bedeutung und Rolle junger Menschen bei der Bewahrung der Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschichtsbewusstsein wird nicht ohne Grund beschworen. Die türkischen Museen können profitieren, wenn die Menschen Funde dort melden oder abgeben anstatt sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Völlig zu Recht betont Golcuk die bürgerliche Gewissenhaftigkeit, welche die reiche Geschichte und ihre Bewahrung für kommende Generationen schützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schutz von Kulturgütern ist der Türkei ein sehr wichtiges Anliegen. Wenn Du mehr dazu wissen möchtest, lies die <a href="https://www.kulturgutschutz-deutschland.de/DE/Staateninformation/Asien/Tuerkei/tuerkei_staateninfo.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationen zum Kulturgutschutz in der Türkei</a> auf der Seite des deutschen Auswärtigen Amtes.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ein-schueler-fand-eine-1000-jahre-alte-muenze/">Ein Schüler fand in der Türkei eine 1000 Jahre alte Münze</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Demeter von Knidos</title>
		<link>https://hellas.blog/demeter-knidos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Abgusssammlung Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[British Museum (London)]]></category>
		<category><![CDATA[Demeter]]></category>
		<category><![CDATA[Knidos]]></category>
		<category><![CDATA[Olympische Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Abgusssammlung Göttingen seht Ihr eine Kopie der Demeter von Knidos. Das Original befindet sich im British Museum in London.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/demeter-knidos/">Demeter von Knidos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der <a href="https://hellas.blog/sammlung-gipsabguesse-antiker-skulpturen-goettingen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abgusssammlung Göttingen</a> seht Ihr eine Kopie der Demeter von Knidos. Das Original befindet sich im British Museum in London.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Kopie-der-Demeter-von-Knidos-in-der-Abgusssammlung-Göttingen"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Demeter-von-Knidos.jpg" alt="Kopie der Demeter von Knidos in der Abgusssammlung Göttingen" class="wp-image-10178" style="width:300px" title="Kopie der Demeter von Knidos in der Abgusssammlung Göttingen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Demeter-von-Knidos.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Demeter-von-Knidos-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopie der Demeter von Knidos in der Abgusssammlung Göttingen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Knidos liegt im Südwesten der heutigen Türkei, auf der Halbinsel Datça. Getrennt durch einen schmalen Meeresstreifen liegt gegenüber die griechische Insel Kos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom antiken Hafen Knidos ist noch ein Teil der Mole erhalten. Heute kann man hier gut auf einer Bootstour durch die Ägäis Halt machen und in einer kleinen Taverne einkehren. Früher war in Knidos deutlich mehr los. Der Ort ist übrigens auch in der Bibel erwähnt, in der <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/Apostelgeschichte27" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apostelgeschichte 27, 7</a>. Der Ort ist jedoch viel älter. Davon zeugen zahlreiche Ausgrabungen, deren Resultate Ihr besichtigen könnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berühmt war in der Antike ein Heiligtum, das der Göttin Demeter geweiht war. Hier fand der britische Archäologe Charles Thomas Newton in den Jahren 1857/58 eine wunderschöne Statue aus: Die Demeter von Knidos. Newton brachte sie umgehend nach London, wo sie Teil der griechisch-römischen Sammlung des British Museums wurde. Dort steht die Demeter von Knidos bis heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Material der Figur ist Marmor. Sie ist 1,5 m hoch. Wir sehen die Göttin Demeter, die auf einem Thron sitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur ist leider stark beschädigt, was man auch auf dem in Göttingen zu sehenden Abguss gut nachvollziehen kann. Diese Skulptur bestand nicht aus einem Stück. Der Künstler hat die Arme wohl separat gefertigt. Sie fehlen. Weiter fehlen der Rücken und das Armgestell des&nbsp;Throns.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Kopf ist kein Bestandteil der Skulptur, er ist unabhängig vom Korpus geschnitzt. Er ist am Hals befestigt. Die Demeter von Knidos ist in einer heiteren, zeitlosen Art und Weise dargestellt. Das zeigt ihre mütterliche Rolle im&nbsp;Pantheon der zwölf olympischen Götter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Heiligtum der Demeter in Knidos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Knidos befindet sich ein Heiligung der Demeter. Sie&nbsp;war die Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit. Sie war zuständig für die Fruchtbarkeit der Erde, des Ackerbaus, der Ernte, des Getreides und der Saat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 350 vor Christus haben die Menschen das Heiligtum angelegt. In Knidos haben sie nicht nur Demeter, sondern auch Hades und ihre Tochter Persephone verehrt. Es bestand aus einer langen Terrasse, die seitlich der Akropolis von Knidos gebaut war. Von hier aus konnte man die Stadt und das Meer überblicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Heiligtum gab es viele Skulpturen, die vermutlich Votivgaben waren. Von den meisten sind nur Fragmente erhalten geblieben. Die Statue der Demeter selbst ist weitgehend intakt geblieben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/demeter-knidos/">Demeter von Knidos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Mykale-Berg</title>
		<link>https://hellas.blog/mykale-berg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 22:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Ionien]]></category>
		<category><![CDATA[Mykale]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mykale-Berg ist mit 1237 m die höchste Erhebung auf der Dilek-Halbinsel und im Dilek-Yarımadası-Büyük-Menderes-Deltası-Nationalpark. Die große Artenvielfalt und viele Wanderwege machen die Region zu einem tollen Ziel für Naturfreunde. Und auch Fans historischer Themen kommen hier auf ihre Kosten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/mykale-berg/">Der Mykale-Berg</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Von Samos aus ist der Mykale-Berg auf der gleichnamigen Halbinsel sehr gut zu sehen. Diese gehört zur modernen Türkei. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Der-Berg-Mykale"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen.jpg" alt="Der Berg Mykale" class="wp-image-9682" style="width:400px" title="Der Berg Mykale" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Berg Mykale <br>(Foto: Tina Eisenheim)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://hellas.blog/mykale/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Halbinsel Mykale</a> habe ich bereits in einem Blogbeitrag beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Name des Mykale ist Dilek Dağı oder Samsun Dağı. Auf Neugriechisch heißt er Mykali (Μυκάλη). Die deutsche Schreibweise Mykale leitet sich von der antiken Schreibweise ab, das <em>η</em> am Ende des Worten sprach man damals (wahrscheinlich) als langes <em>E</em> aus und nicht &#8211; wie heute &#8211; als <em>I</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Hellas Blog sich griechischen Themen widmet, benenne ich den Mykale mit diesem auf Deutsch üblichem Namen. Ich bin mir dessen bewusst, dass es da zwischen Türken und Griechen gewisse Sensibilitäten gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mykale-Berg ist 1237 m hoch. Durch herabfließende Gewässer haben sich seitlich tiefe Täler geöffnet. Die Region um den Berg ist ein wunderbares Gebiet, um Wanderungen unternehmen zu können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Dilek-Yarımadası-Büyük-Menderes-Deltası-Nationalpark</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mykale-Berg ist Teil eines Nationalparks. Der <a href="https://maps.app.goo.gl/D7RFPGXFLvJR1UMH9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dilek-Yarımadası-Büyük-Menderes-Deltası-Nationalpark</a> gehört zu den Schutzgebieten mit der größten Artenvielfalt in der Türkei.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Blick-auf-den-Mykale"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6e/Mount_Mycale.jpg/640px-Mount_Mycale.jpg" alt="Blick auf den Mykale" style="width:400px" title="Blick auf den Mykale"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Mykale aus dem Nationalpark gesehen<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schutzgebiet gehört nicht nur die Mykale-Halbinsel. Auch das Flussdelta des Großen Mäander ist ein Teil des Nationalparks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Park ist 1966 durch das türkische Ministerium für Forst- und Wasserwirtschaft errichtet worden. 1994 hat man dann auch das Flussdelta des Mäander unter Schutz gestellt und dem Nationalpark angegliedert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Natur ist das ein Glücksfall. Sowohl das Mäander-Delta als auch die Berge auf der Dilek-Halbinsel sind nur schwer zugänglich. Deshalb ist es hier zu keinen größeren Siedlungsaktivitäten gekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nationalpark sind 804 Pflanzenarten gezählt worden. Auch bei den Tieren gibt es eine große Artenvielfalt: 256 Vogelarten, 28 Säugetierarten, 42 Reptilienarten und 45 Fischarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nationalpark ist sehr beliebt. Um die 700.000 Besucher zählt die Parkverwaltung im Jahr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die türkische Regierung tut auch viel dafür, diesen Park zu erhalten. Wenn ich <a href="http://www.kusadasi.gov.tr/milli-park-mudurlugu-ve-kavakli-jandarma-karakol-komutanligi-ziyaret-edilerek-mahallinde-incelemeler-yapildi" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diese Meldung</a> richtig verstehe, hat zum Beispiel die Verhinderung von Waldbränden eine sehr hohe Priorität.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeus-Höhle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in der Gegend bist, schau doch mal im Örtchen Güzelçamlı vorbei. In der Nähe liegt die mit klarem, blauen Wasser gefüllte <a href="https://maps.app.goo.gl/VCK2Q6g8HTzVfoKdA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Höhle des Zeus</a>. Sie ist frei zugänglich und kann mit gutem Schuhwerk problemlos erwandert werden. Im blauen Wasser der Höhle darf man nicht baden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/mykale-berg/">Der Mykale-Berg</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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