<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Buchstaben Archive - Hellas Blog</title>
	<atom:link href="https://hellas.blog/tag/buchstaben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hellas.blog/tag/buchstaben/</link>
	<description>Griechenland für Dich</description>
	<lastBuildDate>Sun, 20 Sep 2026 08:55:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>

<image>
	<url>https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/09/cropped-Favicon_Hellas_Blog-32x32.jpg</url>
	<title>Buchstaben Archive - Hellas Blog</title>
	<link>https://hellas.blog/tag/buchstaben/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Funde auf Thirasia führen zu neuen Erkenntnissen über Schrift in der Bronzezeit</title>
		<link>https://hellas.blog/thirasia-schrift-bronzezeit-funde-2025/</link>
					<comments>https://hellas.blog/thirasia-schrift-bronzezeit-funde-2025/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabet]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Thirasia]]></category>
		<category><![CDATA[Thirassia]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=11883</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf Thirasia wurden zwei Siegelabdrücke gefunden, die zu neuen Erkenntnissen über die Entwicklung der Schrift während der Bronzezeit führen. Die Verwendung eines Schriftsystems ist einige Jahrhunderte früher nachgewiesen als bisher bekannt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/thirasia-schrift-bronzezeit-funde-2025/">Funde auf Thirasia führen zu neuen Erkenntnissen über Schrift in der Bronzezeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.enikos.gr/society/archaiologiki-vomva-sti-thirasia-dyo-sfragides-se-pithari-anatrepoun-osa-gnorizame-gia-tis-proimes-morfes-grafis-prin-apo-4-500-chronia/2405640/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Portal Enikos.gr</a> berichtet über einen Fund auf <a href="https://hellas.blog/thirasia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thirasia</a>, der zu neuen Einsichten über die Entwicklung der Schrift in der Bronzezeit führt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zwei Siegelabdrücke aus Thirasia</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Süden von Thirasia liegt das <a href="https://maps.app.goo.gl/spmyyEfcy4Yuq88W8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kloster Kimisis Theotokou</a>. Dort sind bei Ausgrabungen zwei Gefäße gefunden worden. An deren Henkeln befinden sich Siegel. Und die haben es in sich.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Siegelabdruck-mit-Schriftzeichen"><img decoding="async" src="https://www.enikos.gr/wp-content/uploads/2025/06/otdkyzlv.png" alt="Siegelabdruck mit Schriftzeichen" style="width:400px" title="Siegelabdruck mit Schriftzeichen"/><figcaption class="wp-element-caption">THS.1: Siegelabdruck mit Schriftzeichen<br>(Bildquelle: Enikos.gr)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Archäologen haben den Stücken die Bezeichnung THS. 1 und THS.2 gegeben. Vor dem Brennen der Gefäße sind die Siegel mit Ton aus Naxos hergestellt worden. Das lässt den Rückschluss auf eine Handelsbeziehung zwischen den Inseln zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem können die Siegel auf eine Entstehung zwischen 2700 v.Chr. und 2300 v Chr. datiert werden. Das war einige Jahrhunderte vor der <a href="https://hellas.blog/eruption-santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">großen Eruption</a>. Zu der Zeit war Thirasia noch mit der Hauptinsel verbunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Siegel KHS.1 sehen wir drei Reihen, auf denen Symbole angeordnet sind. Einige Zeichen ähneln Buchstabensymbolen, die wir kretische Hieroglyphen nennen. Sie wurden zwischen dem 20. und dem 15. Jahrhundert vor Christus auf Kreta verwendet. Aus dieser entwickelte sich Linear A.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da diese Siegel älter sind als die bekannten kretischen Hieroglyphen, dürfte es sich um eine Vorform handeln. Damit kann man sagen, dass auf Thirasia wohl eine Vorform dieser Schrift entdeckt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Bericht von Enikos beziehen die Buchstaben sich auf den Besitzer oder den Inhalt des Gefäßes. Beurteilen kann ich selbst das nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das zweite Siegel zeigt geometrische Muster</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz zu sprechen kommen möchte ich noch auf das Siegel THS.2.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="THS.2:-Sigelabdruck-mit-geometrischen-Mustern"><img decoding="async" src="https://www.enikos.gr/wp-content/uploads/2025/06/a6y31hrm.png" alt="THS.2: Sigelabdruck mit geometrischen Mustern" style="width:400px" title="THS.2: Sigelabdruck mit geometrischen Mustern"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Siegen sehen wir geometrische Muster und sich wiederholende Symbole von 5 Gefäßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei könnte es sich um die Angabe der Menge an Flüssigkeit handeln, welche das Gefäß aufnehmen konnte. Kein echter Eichstrich, doch eine Volumenangabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Symbole hat man 1.000 Jahre später auf Santorin verwendet, um das Fassungsvermögen eines Gefäßes anzuzeigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Enikos.gr hat mit Dr. Minas Tsikritsis gesprochen, der ein Experte für die Geschichte der Schrift ist. Für ihn stellt sich die Frage, ob das Schriftsystem auf den Kykladen oder auf Kreta entstanden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Funde sind ein Indiz dafür, dass die Schrift sich zuerst auf den Kykladen entwickelt hat. Von hier aus könnte sie das minoische Kreta beeinflusst haben. Für die Zeit um 2.500 v.Chr. gibt es auf Kreta Funde von Vasen und Figuren, die auf den Kykladen entstanden sind. Das dokumentiert eine starke kulturelle Beeinflussung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/thirasia-schrift-bronzezeit-funde-2025/">Funde auf Thirasia führen zu neuen Erkenntnissen über Schrift in der Bronzezeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/thirasia-schrift-bronzezeit-funde-2025/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</title>
		<link>https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/</link>
					<comments>https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1790]]></category>
		<category><![CDATA[1799]]></category>
		<category><![CDATA[1802]]></category>
		<category><![CDATA[1821]]></category>
		<category><![CDATA[1822]]></category>
		<category><![CDATA[1824]]></category>
		<category><![CDATA[1832]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabet]]></category>
		<category><![CDATA[British Museum (London)]]></category>
		<category><![CDATA[Buchstaben]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Griechische Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Hieroglyphen]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-François Champollion]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Fourier]]></category>
		<category><![CDATA[Napoleon Bonaparte]]></category>
		<category><![CDATA[Rosette]]></category>
		<category><![CDATA[Stein von Rosette]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=4762</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 27.09.1822 stellte Jean-François Champollion der Fachwelt seine Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen vor. Mit Hilfe der griechischen Sprache und dem Stein vor Rosette gelang ihm der ganz große Durchbruch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/">27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der 27.09.1822 steht für die Entschlüsselung eines großen Geheimnisses. Die griechische Sprache ist der Schlüssel zu den ägyptischen Hieroglyphen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="568" height="354" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen.jpg" alt="Objekt mit ägyptischen Hieroglyphen (Antikensammlung Berlin)" class="wp-image-4761" style="width:400px;height:auto" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen.jpg 568w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen-300x187.jpg 300w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /><figcaption class="wp-element-caption">Objekt mit ägyptischen Hieroglyphen<br>(Antikensammlung Berlin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schrift der alten Ägypter wurde entziffert und konnte nunmehr gelesen werden. Dem Franzosen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Champollion" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jean-François Champollion</a>&nbsp;gelang, was bis dahin niemand geschafft hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion konnte die Hieroglyphen des antiken Ägypten lesen. Am 27.09.1822 präsentierte er der Fachwelt die Ergebnisse seiner Forschung. Die griechische Sprache und <a href="https://hellas.blog/griechisches-alphabet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schrift</a> waren sein Schlüssel zum Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits das Wort Hieroglyphe drückt ein Stück weit die akademische Hilflosigkeit jener Zeit aus. Dieser Begriff ist aus zwei altgriechischen Worten zusammengesetzt. <em>Hieros</em> (ἱερός) bedeutet&nbsp;heilig und <em>Glyphe</em> (γλυφή) meint etwas Eingeritztes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ägyptischen Hieroglyphen stießen ab der Renaissance in Europa auf sehr großes Interesse. Nur konnte sie niemand lesen oder verstehen. Die Gebildeten nahmen an, dass sie irgendetwas heiliges symbolisieren würden. Daher nannten sie sie auf griechisch &#8222;etwas heiliges, das eingeritzt ist&#8220;. Das Wort Hieroglyphen war geboren. Meist meinen die Menschen damit speziell die altägyptischen Hieroglyphen, man verwendet den Begriff aber auch für andere auf Bildern basierende Schriftsysteme wie z.B. das der <a href="https://roland-richter.blogspot.com/search/label/Maya" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Maya</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Stein von Rosette</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlage der Entzifferung bildete ein Fund, der am 15. Juli 1799 während Napoleons Feldzug durch Ägypten gemacht wurde: Der Stein von Rosette.</p>





<p class="wp-block-paragraph">Dass dieser Stein gefunden und auch seine Bedeutung erkannt wurde, war purer Zufall. In der Nähe des Ortes&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/XgDoFKRYmWAn1Wbe7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rosette</a>&nbsp;im Nildelta ließ der französische Pionieroffizier&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Fran%C3%A7ois_Xavier_Bouchard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">P</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Fran%C3%A7ois_Xavier_Bouchard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ierre François Xavier Bouchard</a>&nbsp;Schanzarbeiten durchführen. Eine osmanische Armee marschierte an, um die Franzosen aus Ägypten zu vertreiben. Bouchard meldete den Fund an seinen General&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques-Fran%C3%A7ois_Menou" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jacques-François Menou</a>. Dieser nahm den Stein zunächst mit zu sich nach Hause.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Napoleon hatte auf seinem Feldzug nach Ägypten zahlreiche Wissenschaftler mitgenommen. Diese erkannten, dass dieser Stein einen Text in drei Schriften enthielt: Griechisch,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Demotische_Schrift" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demotisch</a>&nbsp;(die Volkssprache im alten Ägypten) und in Hieroglyphen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Inschrift in drei Sprachen konnte&nbsp;der bisher fehlende Schlüssel zur Geschichte des antiken Ägyptens sein. Daher fertigten sie Zeichnungen und Abschriften. Für genauere wissenschaftliche Untersuchungen fehlte die Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die französische Armee am 30. August 1801 bei Alexandria kapitulierte, ging dieser Stein als Beute an die Briten. 1802 wurde er erstmals im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/british-museum-london/">Britischen Museum</a>&nbsp;in London vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort befindet sich der Stein von Rosette noch heute. Das Foto des Steines habe ich Wikipedia entnommen. Wer mehr über den Stein wissen möchte, liest bitte den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stein_von_Rosette" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia-Artikel zum Stein von Rosette</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jean-François Champollion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die (Alt-)Griechische Sprache damals jedem Gelehrten bekannt war, schafften zunächst weder französische noch britische Wissenschaftler den großen Wurf. Das blieb dem jungen&nbsp;Jean-François Champollion&nbsp;vorbehalten. Champollion wurde 1790 geboren und war bei der Entdeckung dieses Steins erst 9 Jahre alt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 11 Jahren zog Champollion nach Grenoble zu seinem Bruder, der dort Professor für die griechische Sprache war. Er erhielt Privatunterricht und entwickelte eine Begeisterung für das antike Ägypten. 1802 traf Champollion einen der Wissenschaftler, der zusammen mit Napoleon in Ägypten war:&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Fourier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Joseph Fourier</a>. Dieser hatte eine Sammlung altägyptischer Altertümer, die er dem Jungen zeigte. Fourier erklärte ihm, dass noch niemand die Schrift der alten Ägypter lesen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das löste in Champollion etwas aus. Er wusste nun genau, was er in seinem Leben erreichen wollte. So begann er, mehrere orientalische Sprachen zu erlernen. Mit 17 konnte er vor der Fachwelt bereits einen Vortrag über Zusammenhänge der Hieroglyphenschrift und der koptischen Schrift halten. Mit 18 beherrschte er acht Sprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1808 bekam Champollion eine Abschrift des Steins von Rosette. Hier gelang es ihm zunächst, das demotische Alphabet zu lesen. Das war zwar nicht sein Lebensziel, aber auch eine hervorragende wissenschaftliche Leistung. Ein Teil der damals bekannten ägyptischen Papyri konnte jetzt gelesen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von gerade einmal 20 Jahren wurde Champollion Professor für Alte Geschichte an der neu gegründeten Universität von Grenoble. Das war im Jahr 1810. Als nach dem endgültigen Sturz Napoleons die Royalisten in Frankreich wieder an die Macht gelangten, brachte dies große Unruhen mit sich. Durch politische Intrigen hatte er seine Ämter verloren und war es auch leid, sich mit diesen zu beschäftigen. &nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der 27.09.1822: Champollion stellt seinen Durchbruch der Fachwelt vor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion ging 1821 nach Paris. Mit seinen Forschungen zur demotischen Schrift und den Hieroglyphen war er schon gut voran gekommen. Er hatte entdeckt, dass manche Hieroglyphen die Funktion von Buchstaben hatten, also Lautzeichen waren. Andere wiederum standen für ganze Worte. 1822 gelang ihm dann endgültig der Durchbruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27.09.1822 stellte Champollion die Ergebnisse seiner Forschung an der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Acad%C3%A9mie_des_inscriptions_et_belles-lettres" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Académie des inscriptions et belles-lettres</a>&nbsp;in Paris vor. Die anwesenden Gelehrten kritisierten ihn scharf, bezweifelten die Richtigkeit seiner Forschungsergebnisse und beschuldigten ihn des Plagiats. Champollion ließ sich dadurch nicht beirren und veröffentlichte die wesentlichen Ergebnisse seiner Forschung. Heute sieht die Welt Champollions Leistung als einen ganz großen Durchbruch in der Entwicklung der Ägyptologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 1822 veröffentlichte Champollion Teile der Arbeit im <em>Brief an M. Dacier, den Ständigen Sekretär des ehrwürdigen Instituts, betreffend das Alphabet der phonetischen Hieroglyphen</em>. Eine ausführliche Erläuterung hat er dann im  April 1824&nbsp;publiziert (<em>Zusammenfassung des Systems der Hieroglyphen im Alten Ägypten</em>). <a class="reference-link" style="margin: 0px; padding: 0px; border: 0px; font-style: inherit; font-variant: inherit; font-weight: inherit; font-stretch: inherit; line-height: inherit; font-family: inherit; font-optical-sizing: inherit; font-kerning: inherit; font-feature-settings: inherit; font-variation-settings: inherit; font-size: 11.4px; vertical-align: baseline; background: 0px 0px; color: rgb(51, 102, 204); text-decoration-line: none; display: inherit; counter-reset: mw-Ref 1;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Champollion#cite_note-zdf1-1"></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">1828/29 bereiste Champollion Ägypten und stellte befriedigt fest: &#8222;Unser Alphabet ist richtig! Es kann mit demselben Erfolg bei den ägyptischen Denkmälern der Römer- und Ptolemäerzeit und bei sämtlichen Inschriften von Tempeln, Palästen und Gräbern der Pharaonenzeit angewendet werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">1830 folgte für ihn die ganz große Anerkennung. Champollion wurde zum Mitglied der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Acad%C3%A9mie_des_inscriptions_et_belles-lettres" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Académie</a> gewählt. Auch wenn deren Mitglieder ihn 1822 scharf kritisiert hatten, erkannten sie nunmehr seine große Leistung an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Champollions Tod und sein Nachwirken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion starb 1832 an einem Schlaganfall. Sein Bruder vervollständigte seine &#8222;Ägyptische Grammatik&#8220; und gab sie 1836 heraus. Der 27.09.1822 markiert seine ganz große wissenschaftliche Leistung, nämlich die Schrift der alten Ägypter lesen zu können. Die gelang ihm mit Hilfe der griechischen Sprache, welche sich als Schlüssel zu einer anderen Kultur bewährt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hellas Blog erinnert zu diesem Datum an die Lebensleistung von Jean-François Champollion.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/">27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
