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	<title>Explosion Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Explosion Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Die große Eruption von Santorin</title>
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					<comments>https://hellas.blog/eruption-santorin/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die große Eruption von Santorini formte vor 3600 Jahren die das heutige Archipel. Der Vulkan zerstörte die Insel und die damalige Kultur.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/eruption-santorin/">Die große Eruption von Santorin</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Kultur auf <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorin</a> ging in der Bronzezeit durch die große Eruption unter. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="250" height="250" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320.jpg" alt="Santorin aus der Luft" class="wp-image-199" style="width:188px;height:188px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320.jpg 250w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/10/Santorin_Luftaufnahme-e1664905760320-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption class="wp-element-caption">Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ereignis gab der Insel die Form, die wir heute noch kennen. Eine Hauptinsel ist geformt wie ein Halbmond. Daneben liegen kleinere Inseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese große Eruption ereignete sich vor etwa 3600 Jahren. In den Ruinen von Akrotiri kann man heute noch sehen, wie entwickelt die Zivilisation auf Santorini in der Bronzezeit war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des Jahres gab es ja Berichte, nach denen <a href="https://hellas.blog/droht-bei-santorin-ein-vulkanausbruch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bei Santorin eine Vulkanexplosion</a> droht. Konkret geht es um den Unterwasservulkan Kolombo (Ηφαίστειο Κολούμπος), der im Meer sieben Kilometer nordöstlich von Santorin liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade deshalb finde ich, dass die große Eruption von Santorin nicht nur historisch, sondern auch für unsere Gegenwart interessant ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Einwohner wussten, dass der Vulkan ausbrach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass es für den Ausbruch des Vulkans Vorzeichen gegeben haben muss, durch welche die Einwohner gewarnt waren. Im Gegensatz zu Pompeji hat man auf Santorin keine Überreste von Menschen gefunden, beim Ausbruch des Vulkans ums Leben kamen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="563" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri.jpg" alt="Eingang zu einem Haus am Dreiecksplatz in Akrotiri" class="wp-image-2798" style="width:400px;height:282px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-300x211.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-768x540.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/03/Nicht-mehr-vorhandene-Tuer-in-Akrotiri-130x90.jpg 130w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eingang zu einem Haus am Dreiecksplatz in Akrotiri</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wussten, dass etwas schlimmes passiert, und haben die Insel rechtzeitig verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Menschen vor der großen Eruption Santorin verlassen haben, rechneten sie vermutlich damit, später zurück kehren zu können. Das kann man in den Ruinen von Akrotiri gut nachvollziehen. Dort haben die Leute ihre Möbel vor das Haus gestellt, ehe sie die Insel verlassen haben. An dieser Stelle blieben sie stehen. Der Vulkan brach aus. Die Menschen kehrten nie zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Ausgrabungen hat man die Spuren dieser Möbel gefunden. Die Möbel selbst bestanden aus organischem Material: Holz, Leder oder Stoff. Das Material ist in der Hitze des Vulkanausbruchs vergangen. Den Hohlraum haben die Forscher mit Gips ausgegossen und konnten so die Möbel rekonstruieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens sind diese Stücke nicht nur in Akrotiri zu sehen. Im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a> gibt es einen Santorin gewidmeten Ausstellungsbereich. Dort könnt Ihr sie auch anschauen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann war die große Eruption von Santorin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau die große Eruption stattfand, haben Forscher bislang noch nicht abschließend klären können</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg" alt="Droht auf Santorin eine Vulkanexplosion?" class="wp-image-2092" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vulkaninsel Nea Kameni in der Caldera von Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuesten Erkenntnisse kommen von Hendrik J. Bruins und Johannes van der Plicht, zwei Forschern der Universität Groningen. Sie haben ägyptische Museumsstücke mit Hilfe der Radiokarbonmethode untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass Ablagerungen aus Santorin auf die Zeit des Pharaos Ahmose datiert werden können. Ihre Untersuchungsergebnisse haben sie Anfang September 2025 auf <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0330702" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Plos.One</a> veröffentlicht. Ahmose lebte zwischen 1580 v.Chr. und 1557 v.Chr., nach anderen Angaben 1524 bis 1499 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere datieren die Eruption etwas früher. Vor einigen Jahren hat man an der Caldera einen verkohlten Olivenbaum entdeckt. Eine C-14 Untersuchung führte zu einer Datierung auf 1627 v.Chr. In diesem Jahr muss er verkohlt und durch Bims bedeckt worden sein. Daher gingen Forscher davon aus, dass die Eruption auf dieses Jahr zu datieren ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine neue Untersuchung von <a href="https://ltrr.arizona.edu/node/4548" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Charlotte Pearson</a> ist dem genauen Zeitpunkt der großen Eruption von Santorin auf die Spur gekommen. Sie hat dendrochronologische Untersuchungen durchgeführt. Eine Untersuchung des Datenmaterials ergab, dass die Eruption 1627 v.Chr. nicht Santorin betraf, sondern den <a href="https://goo.gl/maps/Y2hsBXTFtivEZbVW6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aniakchak</a> in Alaska.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antikewelt.de (Nachtrag 07.07.2024: Der Artikel ist online nicht mehr verfügbar) berichtet, dass die von Charlotte Pearson ausgewerteten Daten drei Zeiträume ergeben, die für die Eruption von Santorin in Betracht kommen: 1611 v.Chr., 1562–1555 v.Chr. und 1538 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der türkischen Westküste liegt Cesme-Baglararasi. Dort hat man Ablagerungen eines Tsunamis gefunden, die Wissenschaftler auf 1612 v. Chr. datiert haben. Andere Tsunamiablagerungen bei Palaikastro auf Kreta haben Wissenschaftler auf 1650 v.Chr. +/- 30 Jahre datiert. Entweder ist das Alter der Ablagerungen nicht richtig ermittelt worden. Alternativ ist möglich, dass es in der Zeit zwei oder mehr Tsunamis gab, die im Abstand von mehreren Jahren das östliche Mittelmeer betrafen. Dann sehe ich daraus keine Möglichkeit, eine Verbindung zu Santorin zu beweisen. Hier hat die Forschung noch einiges zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles grenzt den Zeitraum ein, kann ihn aber nicht endgültig klären. Meiner Meinung nach macht man nichts falsch, wenn man die große Eruption auf „etwa 1600 v. Chr.“ datiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie verlief die große Eruption?</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://paraskevinomikou.weebly.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Paraskevi Nomikou</a> und ihre Kollegen von der Universität Athen haben den Verlauf der großen Eruption aus geologischer Sicht rekonstruiert. Das <a href="https://www.nature.com/articles/ncomms13332" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ergebnis ihrer Forschungen</a> haben sie im November 2016 bei Nature Communications veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach verlief der Ausbruch in vier Phasen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Phase 1: Der Vulkan explodiert. Aus einem unterirdischen Schlos werden Lava, Asche und Gase ausgeschleudert.</li>



<li>Phase 2: Wasser dringt in den Schlot ein. Das hat zwei heftige Wasserdampf-Explosionen zur Folge.</li>



<li>Phase 3: Pyroklastische Ströme treten aus und bedecken die gesamte Umgebung mit Lava, Staub und Asche. Das Meerwasser in der Caldera verdampfte durch die Hitze. Es bildete sich ein Kraterrand, der das Eindringen frischen Wassers verhinderte. Die Caldera fiel trocken.</li>



<li>Phase 4: Die Caldera kollabiert. Das Gestein fällt in den trockenen Innenberiech und wird vom nachströmenden Meer innerhalb von 2 Tagen bedeckt. Dieser Einstrom erzeugte Wellen von bis zu 200 m Höhe in der Caldera.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis dieser vier Phasen ist die Gestalt des Archipels, die wir heute kennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Größe des Vulkanausbruchs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Team um <a href="https://www.geomar.de/jkarstens" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jens Karstens</a> vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel hat versucht, die Größe des Vulkanausbruchs zu ermitteln. Das Ergebnis haben sie <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-38176-3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ende April 2023 in nature communications veröffentlicht</a>. <a href="http://mr.crossref.org/iPage?doi=10.1144%2Fjgs2013-113" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ältere Forschungen</a> gingen noch von etwa 86 km³ Material aus, die durch den Vulkanausbruch bewegt wurden. Nun kommen die Wissenschaftler auf ein Volumen von etwa 35 km³ Material. Damit war der Ausbruch kleiner als bisher angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat trotzdem ausgereicht, um die Insel zu verheeren und die auf ihre erblühte Zivilisation zu beenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bleibt von der Kykladenkultur auf Santorin?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Fundstücke aus der Kykladenkultur könnt Ihr in den Museen auf Santorin, in Athen und anderen Museen der Welt sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den wohl faszinierendsten Eindruck habe ich bei der Besichtigung der Ruinen von Akrotiri gewinnen können. 2014 habe ich dazu ein kleines Video gemacht und auf YouTube veröffentlicht. Es gibt sicherlich bessere Videos. Meines vermittelt aber zumindest einen guten Eindruck von dem, was hier einst gewesen ist. Viel Spaß beim Ansehen.</p>



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		<title>Droht bei Santorin ein neuer Vulkanausbruch?</title>
		<link>https://hellas.blog/droht-bei-santorin-ein-vulkanausbruch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2023 09:18:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Explosion]]></category>
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		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kolombo ist ein Unterwasservulkan, der etwa 7 km nordöstlich von Santorin liegt. Neuere Forschungen zeigen, dass er in der nächsten Zeit ausbrechen könnte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/droht-bei-santorin-ein-vulkanausbruch/">Droht bei Santorin ein neuer Vulkanausbruch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder stellen Menschen die Frage, wann mit einem neuen Vulkanausbruch bei Santorin zu rechnen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell berichtet <a href="https://www.prosieben.de/serien/newstime/news/der-unterwasservulkan-kolumbos-schlaeft-laut-cnn-laengst-nicht-mehr-und-meldet-sich-regelmaessig-zu-wort-318479" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pro7Sat1</a> davon, dass das Tiefbohrschiff Joides Resolution auf Forschungsfahrt gewesen sei. Deren Ergebnisse sind noch nicht ausgewertet. Davon verspricht man sich genauere Erkenntnisse. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Day Thema ist nicht neu. In der Mittelbayerischen Zeitung ist am 2. Februar ein Artikel des in Athen lebenden Journalisten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_H%C3%B6hler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gerd Höhler</a> erschienen. Er stellt die Frage, wann der Vulkan vor <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorini</a> erwachen wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Unterwasservulkan Kolombo</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg" alt="Droht auf Santorin eine Vulkanexplosion?" class="wp-image-2092" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Vulkaninsel-Nea-Kameni-in-der-Caldera-von-Santorin-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vulkaninsel Nea Kameni in der Caldera von Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeint ist nicht der Vulkan, der in der Caldera von Santorin schlummert. Die Sorge gilt dem Unterwasservulkan Kolombo (Ηφαίστειο Κολούμπος), der etwa sieben Kilometer nordöstlich von Santorin in der Ägäis liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1649 erhob sich der Kolombo aus dem Meer. Aus dem Erdinneren hervorsteigendes Magma hatte ihn empor gedrückt. Im nächsten Jahr brach er aus. Es war der seit einem Jahrtausend größte Vulkanausbruch im östlichen Mittelmeer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbruch von 1650 dauerte zwei Monate. Er richtete auf Santorin ganz erhebliche Schäden an und tötete 50 Menschen. Ackerbau und Viehzucht kamen zum Erliegen. Ein Tsunami richtete nicht nur auf Santorin, sondern auch auf anderen Inseln Schaden an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Artikels</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2022 ist in der englischsprachigen Zeitschrift <em><a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2022GC010475" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geochemistry, Geophysics, Geosystems</a></em> ein Artikel erschienen, in dem aktuelle Forschungsergebnisse am Kolombo berichtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Einsatz neuester Techniken am Vulkan Kolumbo gelang es, einen Körper aus mobilem Magma zu entdecken. Die Forscher sprechen von einem regelrechten Stausee. Sie halten einen Ausbruch mit erheblichen Auswirkungen auf die bewohnten Inseln in der Region für möglich. Ein solcher stehe nicht unmittelbar bevor. Ihre Forschungsergebnisse rechtfertigen es aber, den Kolombo permanent zu beobachten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerd Höhler nennt in seinem Artikel einen Zeitraum von 150 Jahren für den nächsten Vulkanausbruch bei Santorin. Ich mache mir für mich selbst daher keine Sorgen und werde auch wieder nach Santorin reisen, wenn es mir zeitlich möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders würde ich es nur dann sehen, wenn der Kolombo sich wieder anhebt. Der Kraterrand liegt derzeit 10 bis 18 m unter der Meeresoberfläche. Sollte der Vulkan sich aus dem Meer erheben, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich unter ihm ein erheblicher Druck aufgestaut hat. Ich denke, dann kann es in der Tat gefährlich werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/droht-bei-santorin-ein-vulkanausbruch/">Droht bei Santorin ein neuer Vulkanausbruch?</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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