Santorin

Santorin ist einer der Orte in Griechenland, in denen ich wirklich sehr gerne bin. Die Insel bedeutet mir aus den unterschiedlichsten Gründen viel.

Santorin aus der Luft
Santorin aus der Luft

Erstmals war ich 1990 in Griechenland. Damals konnte ich mit dem Interrail-Ticket auch die Fähren nutzen. Neben Athen standen Santorin und Naxos auf dem Programm. Nach Santorin hat es mich seitdem aus verschiedenen Gründen immer wieder gezogen.

Inzwischen weiß ich auch einiges über die Insel, ihre Menschen und die lange Geschichte, die sich hier zutrug. So reifte die Idee, auf dieser Seite mehr über Santorin zu schreiben.

Oben seht Ihr ein Foto des Santorin-Archipels, das aus einem Flugzeug aufgenommen wurde. Eine Bekannte (die nicht möchte, dass ich hier ihren Namen nenne) hat es aufgenommen und mir für den Blog zur Verfügung gestellt.

Unterwegs auf Santorin

Auf Santorin gibt es ein gutes Busnetz. Lies mehr darüber im Beitrag über die Busse auf Santorin.

Zwischen Perissa und Kamari pendelt in der Saison ein Wassertaxi. Das spart viel Zeit und macht auch Spaß.

Ansonsten ist ein Mietfahrzeug noch eine Alternative. Dafür benötigst Du natürlich eine gültige Fahrerlaubnis.

Auch kann man sich an den meisten Urlaubsorten auch Fahrräder leihen. Schau einfach, ob das was für Dich ist.

Der Name der Insel

Der Name Thira weist auf eine mythische Gestalt aus der frühen griechischen Geschichte hin: Theras (Θήρας). Die Griechen leiten den Namen der Insel von ihm ab.

Santorini hat seinen Ursprung in einer viel jüngeren Begebenheit, nämlich der von 1207 bis 1579 dauernden Herrschaft Venedigs über die Insel. Das Wort Santorini leitet sich von der Heiligen Irene (Santa Irini) ab, die in einer frühchristlichen Basilika in Perissa verehrt wurde.

Geschichte Santorins

Die Ruinen von Akrotiri
Akrotiri

Spuren menschlicher Besiedlung auf Santorin sind seit der Jungsteinzeit nachgewiesen. Im zweiten Jahrtausend vor Christus kam es zu einer fantastischen kulturellen Blüte. Diese fand durch eine furchtbare Explosion des Vulkans ihr Ende. Für einige Jahrhunderte war Santorin nicht oder nur kaum besiedelt. Das änderte sich mit dem Beginn der Antike, der zu einer neuen Siedlungswelle führte, und zwar von Sparta aus.

Später herrschten Ägypter und Römer über die Insel, die schließlich auch ein Teil des byzantinischen Reiches war. Nach dem Fall von Konstantinopel hatten die Osmanen das Sagen, die der Insel aber große Freiheiten ließen. Insbesondere der Fernhandel entwickelte sich zu einem einträglichen Geschäft, das zu einem gewissen Wohlstand führte.

Der griechische Unabhängigkeitskampf führte auf Santorin zu einem Ende der osmanischen Freiheit. Dann setzte eine technische Entwicklung ein, die für Santorin zu Problemen führte: Dampfschiffe eroberten die Weltmeere. Die klassischen Segelschiffe, die Santorin im Handel einsetzte, waren nicht mehr konkurrenzfähig. Zudem änderte sich in Europa der Weingeschmack. Der bisher stark nachgefragte Wein aus Santorin wurde nicht mehr gekauft, was ebenfalls zu wirtschaftlichen Einbußen führte. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm der Tourismus einen Aufschwung, er hat heute auf der Insel eine alles andere überragende Bedeutung.

Ausflüge und sportliche Aktivitäten auf Santorin

Für Ausflüge und sportliche Aktivitäten gibt es viele Optionen.

Strand und Baden

Santorin gilt nicht als „die“ Badeinsel in der Ägäis. Der Grund dafür ist, dass die so beliebten weißen Sand-strände hier nicht zu finden sind. Denn Santo-rin ist eine Vulkaninsel.

An den meisten Orten der Insel besteht der Strand aus schwarzem Lavasand, der mit Kieseln vermischt ist. In der Sonne wird er sehr heiß. Du kannst den Stand nur mit Badelatschen betreten. Die lässt Du in der Nähe der Brandung liegen, in etwa dort wo man auf dem Foto die hellen Kiesel im Vordergrund sieht. Dann gehst Du ins Wasser und genießt das kühle Nass.

Zwei Strände werden den Touristen als große Sensation angepriesen, zu der man unbedingt gehen sollte: Red Beach und White Beach. Beide liegen in der Nähe von Akrotiri, sollten aber nur mit dem Boot angefahren werden.

Am Red Beach gibt es eisenhaltige Felsen, die dem Gestein eine rote Farbe verleihen. Der White Beach ist ein Steinstrand, die Steine sind hier allerdings viel heller als sonst auf der Insel. Hinter dem Strand gibt es weiße Felsen.  Meiner Meinung nach sind diese Strände keinen Besuch wert. Das Badeerlebnis ist dasselbe wie überall auf der Insel.  

Übrigens sind 5 Strände in 2023 mit dem Gütesiegel der Blauen Flagge ausgezeichnet worden. Das spricht für ihre hohe Qualität.

Wandern

Es gibt mehrere offizielle Wanderwege auf der Insel. Bitte denkt an drei Sachen: Festes Schuhwerk, Kopfbedeckung, Wasser!

Als Highlight gilt der Wanderweg von Fira nach Oia. Er führt die Steilküste entlang. Du wirst immer wieder einen spektakulären Ausblick auf die Caldera haben. Die 10,5 km sind – je nach Fitness – innerhalb von drei bis fünf Stunden zu schaffen.

Von Imerovigli kann man zum Felsen Skaros wandern. Das dauert vielleicht eine halbe Stunde und ist auch für nicht so fitte Wanderer gut zu schaffen. Den Skaros darf man nicht betreten, allerdings hielt sich in der Vergangenheit kaum jemand an das Verbot.

Von Kamari kann man über den Mesa Vouno nach Perissa wandern. Zunächst geht es hoch zur Kapelle Zoodochos Pigi. Das Wort bedeutet „lebens-spendender Quell.“ Hinter der Kapelle ist eine Grotte, die etwa 10 m tief ist. Dann geht es weiter hoch nach Alt-Thira. Nach dessen Besichtigung geht es auf der anderen Seite herab. Man kommt an der Kapelle Panagia Katefiani vorbei. Ich empfehle, dort unbedingt eine Rast zu machen und die Aussicht auf Perissa zu genießen. Dorthin ist es dann nicht mehr weit. Zurück könnt Ihr mit dem Boot nach Kamari fahren. Selbstverständlich funktioniert diese Tour auch umgekehrt, also von Perissa als Startpunkt aus.

Bootsausflüge auf der Caldera

Mit dem Boot kann man sehr schöne Ausflüge auf der Caldera machen. Der Start ist in Athinios, dem Hafen von Santorin. Die von mir gebuchte Tour ging über Nea Kameni nach Palea Kameni bis nach Thirassia geht. Das habe ich schon zweimal mitgemacht. Es war wirklich toll. Die erste Station ist Nea Kameni. Dort habe ich mir ansehen können, was es auf Santorin aktuell an vulkanischen Aktivitäten gibt. Danach fuhr das Boot nach Palea Kameni. Auf der Insel selbst waren wir nicht. Aber vor Nea Kameni gibt es heiße, schwefelhaltige Quellen. Das bedeutet ein Bad im warmen Meer. Anschließend setzte das Boot die Tour fort nach Thirassia. Die Zeit dort habe ich für eine Wanderung von Hafen unten hoch zur Siedlung genutzt. Den Abschluss der Fahrt bildete dann die Rückfahrt entlang der Steilküste.

Man kann die Tickets direkt beim Veranstalter kaufen. Das ist die günstigste Variante. Allerdings hat man das Problem, dass man vom Hotel zur Ablegestelle kommen muss. Ich wohnte in Perissa und habe in einem der lokalen Ticketbüros gebucht. Das ist aber auch über die Hotels oder den Reiseveranstalter möglich. Der Vorteil für mich war, dass der Bustransfer von Perissa zum Hafen organisiert war. Damit hatte ich dann keinen Stress. Das war dann zwar etwas teurer, aber dafür bekam ich auch eine Leistung, von der ich etwas hatte.

Wassersport, Tauchen

Überall an den Stränden gibt es tolle Möglichkeiten für Wassersport: Jetski, Paragliding und vieles anderes. Es gibt viele Tauchschulen, z.B. von Padi.

Orte auf Santorin

Auf der Insel gibt es viele tolle Orte. Einige sind touristisch sehr erschlossen, andere dagegen konnten sich ihren ursprünglichen Charme erhalten und sind nicht so überlaufen. Ich stelle Euch die meiner Meinung nach wichtigsten Dörfer und Städte vor.

Akrotiri

Der Ort ist berühmt für die Ausgrabungsstätte in seiner Nähe. Bei Akrotiri sind Reste einer minoischen Stadt gefunden worden. Mehr Informationen dazu sind weiter hinten im Buch.

Die beiden Kirchen des Ortes gelten als Sehenswürdigkeit. In der Regel sind sie aber verschlossen. Oben am Hang sind die Reste einer Wehranlage aus dem Mittelalter zu sehen. Sie wird Kastro Belogna genannt, nach der alten venezianischen Besitzerfamilie. Das Dorf ist nicht wirklich schön, auch ist es touristisch nicht so überlaufen wie die anderen Orte der Insel. Hier ist es ursprünglicher und auch günstiger als anderswo auf der Insel.

Die Ruinen von Akrotiri sind die Reste einer Zivilisation, die bei der großen Eruption auf Santorin unterging. Es gibt von mir ein spontan vor Ort entstandenes Video: Akrotiri 2014.

Ein Tipp ist noch der Leuchtturm der Insel, der hinter Akrotiri steht. Früher war er der Geheimtipp für den Sonnenuntergang. 2010 war da am Abend kaum noch jemand. Inzwischen hat sich der Platz sehr herumgesprochen, so dass es während der Saison recht voll wird. Der Sonnenuntergang ist hier mindestens genauso schön wie in Oia. Nur gibt es keine Wirte, die einem das Fell über die Ohren ziehen.

Athinios

Der Haupthafen von Santorin liegt in Athinios.  Hier kommen und gehen die Fähren nach Athen (Piräus, Rafina), Kreta und auf andere Inseln der Kykladen.

Emporio

Fast 2000 Menschen leben hier. Emporio ist meiner Meinung nach ein oft übersehenes Juwel der Insel. So oft bin ich auf dem Weg nach Perissa durch Emporio gefahren, und ich habe seine faszinierenden Seiten nicht gleich gesehen. Markant sieht man von der Straße aus den Goulas. Der alte Ortskern selbst ist eine der Burgen und hat eine faszinierende Architektur. Und schließlich liegt ganz unscheinbar am Ortsausgang in Richtung Megalochori eine kleine Kapelle. Agios Nikolaos Marmaritis hat die Besonderheit, dass es sich um einen ursprünglich heidnischen Tempel handelt. Diese kleine Kapelle ist also ein heidnischer Tempel in christlichem Gebrauch.

Fira

Sitz der Verwaltung und damit Hauptstadt der Insel ist Fira. Hier leben etwa 2.100 Menschen.

Fira auf Santorin
Fira auf Santorin

Fira wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts gegründet, und zwar ganz bewusst als Inselhauptstadt. Diese Entscheidung fiel durch die lokalen Behörden noch vor Entstehung des griechischen Staates.

In der Touristensaison ist hier sehr viel los. Fira liegt oben über der Caldera. Unten am Meer liegt Skala, der alte Hafen. Dort werden die Touristen von den vielen Kreuzfahrtschiffen angelandet, die in der Caldera vor Anker gehen. Über einen Steinweg mir vielen Treppen oder eine Seilbahn geht es hinauf in die Stadt.

Dort gibt es viel zu sehen. In den engen Gassen sind viele Geschäfte, Restaurants und Bars. Mehrere Museen bieten einen Einblick in die Historie der Insel. Von Fira kommt man mit dem Bus überall auf der Insel hin.

Imerovigli

Imerovigli ist ein kleiner Ort, der direkt neben Fira liegt. Von den Einheimischen wird der Ort auch Merovigli genannt. Er liegt auf dem höchsten Punkt der Caldera, von hier aus hat man eine tolle Aussicht. Spektakulär ragt der Fels Skaros vor Imerovigli über die Caldera empor.

Bei der letzten Volkszählung kam man auf 467 Einwohner. Imerovigli gehört verwaltungstechnisch zu Fira.

Skaros Rock ist eine der fünf Burgen, die im Mittelalter über die Insel herrschten. Sie war die mächtigste dieser Burgen, Davon sieht man heute nicht mehr viel. Sie ist durch Erdbeben zerstört worden. Ruinen dienten als Steinbruch für Häuser in Imerovigli. Nach weiteren Erdbeben rutschten die letzten Bauten ins Meer, hier lebt niemand mehr. Skaros Rock ist einfach ein faszinierender Berg vor Imerovigli, der die Caldera überragt.

Kamari

Kamari hat etwa 1.350 Einwohner. Zusammen mit Episkopi Gonia bildet es einen Verwaltungsdistrikt

Der heutige Ort wurde erst in den 1950er Jahren gegründet. Seinen Namen hat er von Gewölben aus römischer Zeit, die Du heute noch am Strand sehen kannst.

Dass Kamari der touristische Hauptort ist, hat eine Vorgeschichte. Noch in den 1970er Jahren war Kamari der einzige richtige Badeort auf der Insel. Mit wachsendem Tourismus sind auch die anderen Orte in dieses Geschäft eingestiegen. Aber Kamari hat seinen Vorsprung behauptet.

Einen alten Ortskern konnte ich in Kamari nicht ausmachen. Ich sah hier vor allem Neubauten, die vielleicht 40 oder 50 Jahre alt waren. Wenn es einst einen typisch griechischen Inselcharme gab, dann ist dieser dem wachsenden Tourismus und den vielen Neubauten zum Opfer gefallen. Das ist ein Phänomen, das es an vielen Orten in Griechenland gibt.

Übrigens verkehrt tagsüber zwischen Kamari und Perissa ein Wassertaxi. Das ist der schnellste Weg, um zwischen beiden Orten hin und her zu kommen.

Karterados

Im Zentrum der Insel liegt Karterados. Hier leben viele Leute, die anderswo auf Santorin arbeiten. Es lohnt sich, abseits der großen Durchfahrtstraßen durch den alten Dorfkern zu bummeln. Touristische Hektik gibt es hier nicht.

Karterados: der zentrale Platz mit der Mühle
Karterados: Die Platia mit der Mühle

In Karterados habe ich 2014 meinen ersten Sprachkurs gemacht. Das ist der Grund, weshalb ich den Ort mag.

Mit etwa 1.100 Einwohnern ist Karterados ein für die Verhältnisse auf der Insel recht großes Dorf. Es gibt eine eigene kleine Verwaltung mit einem eigenen Bürgermeister.

Karterados ist die ideale Ausgangsbasis, wenn man vor allem Santorin erkunden und weniger abends am Strand sitzen möchte. Der Weg nach Fira ist gut zu Fuß zu bewältigen.

Was lohnt, ist ein Spaziergang in die Siedlung jenseits der großen Straßen. Hier leben die Menschen teils noch in den traditionellen Höhlenwohnungen, aber auch in modernen Häusern. Das ist – wie so oft im Leben – immer eine Frage des Geldes. Das eigentliche Dorf ist in die Schlucht gebaut, dort sind auch die Höhlenwohnungen. Oben, wo die modernen Gebäude und großen Straßen sind, ist die Besiedelung erst im 20. Jahrhundert entstanden.

Megalochori

Megalochori ist ein sehr zentral gelegener Ort. Er hat sich seinen Charme bewahren können, obwohl die Touristen ihn für sich entdeckt haben. Ihr findet hier die typischen engen Gassen, schönen Kirchen und auch ein paar gemütliche Restaurants.

Mesaria

Auf dem Weg von Karterados nach Kamari liegt Mesaria. Mit etwa 1.500 Einwohnern und einer eigenen Gemeindeverwaltung ist auch Mesaria eine der größeren Orte auf Santorin.

Wie das benachbarte Karterados wird Mesaria erstmals im 17. Jahrhundert in Urkunden erwähnt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich hier etwas Industrie, was zu Wohlstand führte.

Die Destillerie von Canava lohnt einen Besuch. Seit 1974 stellt man hier Ouzo und andere Hochprozenter her.

Oia

DER Ort auf Santorin, an dem man zumindest einmal gewesen sein sollte, ist Oia. Viele Fotos, mit denen Griechenland für sich wirbt, entstehen hier. 2001 fand eine Volkszählung statt, die für Oia 763 Einwohner ergab. Zur Gemeindeverwaltung in Oia gehört noch die Insel Thirasia.

Oia auf Santorin
Oia auf Santorin

Oia ist ein Ort des Lichts. Auch für unbegabte Fotografen ist es ein Leichtes, echte Postkartenbilder mit dem Smartphone oder einer vielleicht vorhandenen Kamera einzufangen. Oia ist ein Ort des Lichts, das die schönen Gebäude vor dem Hintergrund der Ägäis immer wieder anders aussehen lässt. Die Wirte haben aus dem Sonnenuntergang ein großes Geschäft gemacht. Aber das macht nichts.

Der Besuch eines Restaurants, von dessen Terrasse aus sich der Sonnenuntergang beobachten lässt, ist für viele das Highlight eines Besuchs auf Santorini. Ich selbst sehe das inzwischen skeptisch. Inzwischen lassen die Wirte sich den Ausblick auf den Sonnenuntergang so gut bezahlen, dass das Preis-/Leistungsverhältnis meiner Meinung nach einfach nicht mehr stimmt.

Perissa

In Perissa leben etwa 470 Menschen. Im Winter sind es sogar noch etwas weniger, da viele in dieser Zeit auf dem Festland sind, um dort zu arbeiten. In der Sommersaison leben hier aber auch viele Angestellte der Hotels und Restaurants, inklusive der Touristen erscheint der Ort dann viel größer.

Perissa: Kirche zum Wahren Kreuz

Perissa hat einen tollen Strand und ist neben Kamari DER Badeort auf Santorin. Hier geht es etwas ruhiger und entspannter zu als in Kamari. Seitlich begrenzt ist Perissa vom Mesa Vouno, einem großen Felsen. Hinter dem Ort steigt der Profitis Ilias empor, der höchste Berg der Insel. Perissa hat eine lange Uferpromenade mit Lavastrand. An der Promenade befinden sich viele Hotels und Restaurants.

Eine Partyzone wie an anderen Orten am Mittelmeer findet man aber nicht. Neben dem Strand gibt es an der Uferpromenade eine Vielzahl kleiner Restaurants, in denen man abends schön einkehren und lecker essen kann.

Übrigens verkehrt tagsüber zwischen Perissa und Kamari ein Wassertaxi. Das ist der schnellste Weg, um zwischen beiden Orten hin und her zu kommen.

Die Inseln des Santorini-Atolls

Santorin besteht aus mehreren Inseln. Der Name der Hauptinsel ist Santorin / Santorini oder auf Griechisch Thera / Thira.

Aspronisi

Die Insel ist ca. 650 m lang und ca. 200 m breit. Die Steilküsten sind etwa 70 m hoch, oben befindet sich ein Plateau. Hier wohnt niemand. Die Insel ist in Privatbesitz, steht aber zum Verkauf. Aspronisi ist ein Überbleibsel der alten Insel Santorin vor der großen Eruption. Soweit ich weiß, wurde sie seither nie besiedelt.

Thirasia

Die Insel ist die kleine Schwester der Hauptinsel Santorin. Heißt diese auf Griechisch Thira, könnte man Thirasia frei mit „kleines Santorin“ übersetzen. Der Hauptort heißt Manolas. Er liegt oben am Kraterrand und kann von den beiden Häfen Ormos Korfou (hier legen die Ausflugsboote der Touristen an) und Riva (hier legt die Fähre von Athinios und dem Hafen von Fira aus an) erreicht werden. Bei der letzten Volkszählung wurden 319 Einwohner festgestellt.

Als ich 2010 hier war, sagte mir ein Einheimischer, dass Thirassia so sei wie Santorin vor 40 Jahren. Hier geht es insgesamt eher ruhig und beschaulich zu.

Zuletzt war ich im September 2022 hier. Ich habe einige Bauaktivitäten gesehen, Einwohner haben lange verlassene Häuser wieder bewohnbar gemacht. Insgesamt macht der Ort auch einen viel schöneren Eindruck als noch 12 Jahre zuvor. Hier ist also einiges passiert.

Touristen sind für die Bewohner eine wichtige Einnahmequelle. Sowohl unten am Anlegeplatz in Korfos als auch oben in der Siedlung gibt es nette Restaurants, in die man gut einkehren kann. Meist sind hier aber nur Tagesausflügler von der Hauptinsel.

Ursprünglich bildeten Thirassia und die Hauptinsel eine Einheit. Das änderte sich mit der großen Eruption. Seitdem sind beide Inseln getrennt.

Palea Kameni und Nea Kameni

Diese beiden Inselchen sind vulkanischen Ursprungs. Sie liegen in der Caldera von Santorin. Die Touristenboote legen an Nea Kameni an. Es lohnt sich, einen Ganz über die Insel zu machen. Wenn es hier noch sichtbare vulkanische Aktivitäten gibt, dann hier. Auf Palea Kameni selbst war ich nicht. Hier gibt es heiße, schwefelige Quellen im Meer. Man kann darin schwimmen, was eine interessante Erfahrung ist.

Agios Nikolaos

Dieses Eiland ist mehr ein Fels im Meer als eine richtige Insel. Aber ein sehr großer Fels, der unterhalb von Oia im Meer liegt. Die Besonderheit ist eine kleine Kapelle, die dem Heiligen Nikolaus geweiht ist.

Kimina

Die Meinungen gehen auseinander darüber, ob Kimina eine echte Insel ist oder einfach nur ein Fels, der im Meer bei Thirasia liegt. Kimina wird in der Literatur als Insel aufgeführt. Daher führe ich sie hier mit auf.

Was gibt es sonst noch über Santorin zu wissen?

Bislang wird die Insel von einem eigenen Stromkraftwerk mit Elektrizität versorgt. Das ändert sich jetzt aber. Dank eines von der Europäischen Union geförderten Infrastrukturprogramms wird Santorin jetzt an das Stromnetz vom Festland angeschlossen. Das Stromnetz wird stabiler sein als in der Vergangenheit.

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