Die griechische Antike

Die griechische Antike ist vermutlich die bekannteste Phase der Geschichte Griechenlands. Im Hellas Blog gibt es einige Beiträge zu Themen aus dieser Phase. Diese Seite will nur eine kurze Übersicht über diese Zeit geben.

Die klassische Antike

Das Erechtheion
Das Erechtheion auf der Akropolis in Athen

Die klassische Antike war eine Zeit der kulturellen Blüte. Philosophie, Literatur und Kunst dieser Zeit sind bis heute bekannt, aber auch Physik, Mathematik, Medizin oder Astronomie machten enorme Fortschritte. Wir sprechen über die Zeit um 500 vor Christus bis zur Eroberung der griechischen Städte und Staaten durch Alexander den Großen.

Uns sind aus dieser Zeit viele Bauten und Kunstwerke erhalten, die später als Vorbild für den Klassizismus dienten. Im Blog habe ich aus Athen unter anderem die Akropolis, den Tempel des Olympischen Zeus oder das Thesion auf der griechischen Agora vorgestellt.

Während der klassischen Antike entwickelte Athen die Demokratie als Herrschaftsmethode. Sparta war eine bedeutende Militärmacht. Die verschiedenen Poleis in Griechenland gingen Bündnisse miteinander ein oder kämpften gegeneinander. Von außen kommende Feinde wie die Perser bewirkten aber, dass die Griechen sich verbündeten. Berühmt ist bis heute die Schlacht an den Thermopylen (altgriechisch Θερμοπύλαι) im Jahr 480 vor Christus. Das Opfer der 300 aus Sparta und ihrer Verbündeten hielt die Perser zwar nicht auf. Aber es motivierte die Griechen sich zu verbünden und die Eindringlinge wieder zu vertreiben.

Die griechische Antike geht nach der klassischen Zeit in den Hellenismus über.

Hellenismus

Im 4. Jahrhundert vor Christus änderte sich etwas. Eine neue Macht trat auf den Plan, welche die Griechen bis dahin nicht sonderlich ernst nahmen: Makedonien. Die Makedonier sahen sich selbst als Griechen. König Philipp II hatte den Philosophen Aristoteles an seinen Hof geholt, als Erzieher seines Sohnes Alexander. Philipp dehnte sein Reich immer weiter aus, er wollte ganz Griechenland erobern.

Alexander der Große und das Wasser der Unsterblichkeit
Alexander der Große

Philipps Tod verhinderte seinen Plan. Sein Sohn Alexander vollendete ihn aber. Aber Griechenland war ihm zu wenig. Alexander eroberte Ägypten und das Persische Großreich. Sein legendärer Zug führte ihn in das heutige Afghanistan und bis nach Indien.

Sein Großreich zerfiel nach seinem Tod in mehrere Teile, die so genannten Diadochenreiche. Hohe Mitkämpfer Alexanders sicherten sich ihren Teil an seinem Erbe und etablierten eigene Herrschaften.

Was von Alexander auf jeden Fall blieb war eine kulturelle Wirkung seiner Eroberungen. Die griechische Kultur etablierte sich weit über den bisherigen Raum hinaus und blieb über Jahrhunderte hinaus prägend.

Ein Beispiel ist Ägypten. Alexanders Mitstreiter Ptolemaios gelang es nicht, als dessen Nachfolger anerkannt zu werden. Er etablierte sich und seine Nachkommen jedoch auf dem Pharaonenthron. Den konnten die Ptolemäer gut 300 Jahre lang halten. Als letzte Pharaonin regierte die auch heute noch berühmte Kleopatra. Die griechische Kultur etablierte sich in dieser Zeit als feste Größe in Ägypten, zumindest in Alexandria.

Die Griechen bezeichneten sich selbst als Hellenen. Diese Zeit der Ausbreitung ihrer Kultur nennt man den Hellenismus.

Damit endet die griechische Antike aber nicht. Vielmehr verschmilzt die griechische Geschichte in der letzten Phase der Antike mit der Roms.

Die Herrschaft Roms über Griechenland

In etwa ab 200 vor Christus trat eine neue Macht auf den Plan. Rom dehnte sein Reich auch auf von Griechen bewohnte Gebiete aus. Das war zuerst Magna Graecia in Süditalien, schließlich aber auch das eigentliche Griechenland. Die Eroberung Griechenlands war etwa 30 vor Christus abgeschlossen.

Die griechischen Poleis, die sich mit Rom verbündeten oder keinerlei Widerstand leisteten, kamen relativ glimpflich davon. Andere wurden von Rom sehr hart behandelt.

Die Griechen arrangierten sich mit Rom. Im östlichen Reich war Griechisch weiterhin die allgemeine Verkehrssprache.

Die letzte Phase dieser Zeit ist mit dem aufkommenden Christentum verbunden. Auch wenn Jesus kein Grieche war, verbreitete sich seine Lehre im römischen Reich in griechischer Sprache. Bedeutende erste Christengemeinden entstanden im griechischen Bereich des Imperiums, das Neue Testament ist in Griechisch niedergeschrieben worden.

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