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	<title>Priene Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Die Halbinsel Mykale</title>
		<link>https://hellas.blog/mykale/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[479 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ionien]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasien]]></category>
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		<category><![CDATA[Polykrates (Samos)]]></category>
		<category><![CDATA[Priene]]></category>
		<category><![CDATA[Theben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mykale (Μυκάλη, türkisch: Dilek Dağları oder Samsun Dağı, andere deutsche Schreibweise: Mykali) war in der Antike der Name einer Halbinsel in Ionien an der Westküste von Kleinasien.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Mykale (Μυκάλη, türkisch: Dilek Dağları oder Samsun Dağı, andere deutsche Schreibweise: Mykali) war in der Antike der Name einer Halbinsel in Ionien an der Westküste von Kleinasien. Heute gehört sie zur Türkei. In Sichtweite gegenüber liegt die griechische Insel <a href="https://hellas.blog/samos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Samos</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Mykale-von-Samos-aus-gesehen"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen.jpg" alt="Mykale von Samos aus gesehen" class="wp-image-9682" style="width:400px" title="Mykale von Samos aus gesehen" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/10/Mykale-2024-von-Samos-gesehen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mykale von Samos aus gesehen<br>(Foto: Tina Eisenheim)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Norden ist die Halbinsel flach. Das restliche Gebiet dominiert ein kleines Gebirge, insbesondere zum Süden hin fällt die Insel steil ins Meer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der höchste Berg ist der Dilek Dağları mit einer Höhe von 1.265 m. Auf griechisch heißt er Mykale. Beide Sprachen haben gemein, dass der Name der Halbinsel und des höchsten Berges gleich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Antike war Mykale ein wichtiger Ort. Hier befand sich mit dem Panionion das religiöse Zentrum der griechischen Bewohner von Ionien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wohl wichtigste historische Ereignis, dass mit Mykale verbunden wurde, trug sich allerdings nicht auf der Halbinsel selbst zu. Im Jahr 479 v.Chr. fand in Sichtweite der Küste eine Seeschlacht zwischen Griechen und Persern statt. Die Griechen konnten die persische Flotte besiegen und schöpften daraus den Mut, sich gegen die persischen Eindringliche zu wehren. Im Folgejahr konnten die Perser die Griechen an den Thermopylen noch schlagen. Den entscheidenden Sieg errangen die Griechen dann in der Seeschlacht vor Salamis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere historische Begebenheit ist, dass der Tyrann von Samos mit Namen Polykrates auf Mykale in einen Hinterhalt gelockt und getötet wurde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausgrabungen 2001 bis 2006</h2>



<p class="wp-block-paragraph">2001 bis 2006 fanden mit Genehmigung der türkischen Behörden auf der Halbinsel Mykale Ausgrabungen statt. Es ging darum, mehr über das Leben hier in der Antike herauszufinden. Wer sich für die Ergebnisse dieser Forschungen und Ausgrabungen interessiert, dem empfehle ich die <a href="https://www.ancientportsantiques.com/wp-content/uploads/Documents/PLACES/Turkey/Mykale-Lohmann2007.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Veröffentlichung von Hans Lohmann</a> mit verschiedenen Beiträgen dazu. Sie ist durch Klick auf den vorstehenden Link frei im Internet verfügbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nach Dilek Dağları (Mykale) kommst Du am besten mit dem Auto</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die <a href="https://maps.app.goo.gl/3obxwnoDp5RK6jBc7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Halbinsel Mykale</a> besuchen möchtest, solltest Du am besten mit dem Auto anreisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl von Norden als auch von Süden her nimmst Du am besten die D525, welche die Westküste der Türkei entlang führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Süden kannst Du im kleinen Ort <a href="https://maps.app.goo.gl/y45vn2b22LGYMeWo6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Yenidoğan im Kreisverkehr</a> abbiegen und fährst nach Westen auf der Straße namens Güllübahçe Yolu. Hier kommst Du an den <a href="https://maps.app.goo.gl/Dvaq9bWkRscgkXe5A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruinen von Priene</a> vorbei. Am Ort Tuzburgazı biegst Du dann von dieser Straße ab und fährst rund um die Halbinsel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Norden kommt dann der Ort Güzelçamlı. Hier kannst Du die Überreste des <a href="https://maps.app.goo.gl/PqRvzCMtWppT7kZJ7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Panionion</a> sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du weiter nach Osten fährst, kommst Du wieder auf die D525. Selbstverständlich funktioniert diese Rundfahrt auch anders herum.</p>
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		<title>Helike</title>
		<link>https://hellas.blog/helike/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[373 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Achaiischer Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dora Katsonopoulou]]></category>
		<category><![CDATA[Egio]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[Helike]]></category>
		<category><![CDATA[Helike Project]]></category>
		<category><![CDATA[Poseidon]]></category>
		<category><![CDATA[Priene]]></category>
		<category><![CDATA[Steven Soter]]></category>
		<category><![CDATA[Sybaris]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helike ist eine antike Stadt im Norden der Peloponnes, die im Jahr 373 v.Chr. durch ein Erdbeben mit anschließender Flut zerstört wurde. Die Ruinen waren noch für Jahrhunderte zu sehen und sind dann in Vergessenheit geraten. 2000/2001 ist Helike wieder entdeckt worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/helike/">Helike</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Helike (Ελίκη, altgriechisch Ἑλίκη) war eine Stadt im antiken Griechenland. Sie lag im Norden der Peloponnes. Im Jahr 373 v. Chr. ging sie unter. Die <a href="https://maps.app.goo.gl/XkPCKcS151wDHcTs6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ruinen von Helike</a> liegen etwas östlich von Egio.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Ausgrabungen-von-Helike"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/09/Helike-Ausgrabungen.jpg" alt="Die Ausgrabungen von Helike" class="wp-image-9106" style="width:400px" title="Die Ausgrabungen von Helike" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/09/Helike-Ausgrabungen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/09/Helike-Ausgrabungen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/09/Helike-Ausgrabungen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausgrabungen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Besiedlungsspuren sind für die Bronzezeit zwischen 3000 und 2000 vor Christus nachgewiesen. Wertgegenstände lassen den Rückschluss zu, dass diese ersten Siedlungsaktivitäten sehr wohlhabend gewesen sein müssen. Allerdings machten ein Erdbeben und eine anschließende Flutwelle dem ein Ende. Das erste Helike ging auf diese Weise unter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region wurde jedoch neu besiedelt, und es entstand eine neue, wohlhabende und wohl auch mächtige Stadt. Im 4. Jahrhundert vor Christus war Helike die führende Stadt im Achaiischen Bund. Die Stadt gründete Kolonien in Süditalien (Sybaris) und Kleinasien (Priene).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen haben Poseidon verehrt, den Gott des Meeres. Der Tempel des Poseidon Helikonos galt als das wichtigste Heiligtum der Ionier.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Untergang und Wiederentdeckung von Helike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Erdbeben und eine kurze Zeit darauffolgende Flut besiegelten das Schicksal von Helike im Jahr 323 v.Chr. Den Untergang von Helike haben Zeitgenossen dem Gott Poseidon zugeschrieben. Dieser soll erzürnt darüber gewesen sein, dass Bürger Schutzsuchende von seinem Heiligtum ferngehalten und getötet haben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Ausgrabung-einer-alten-Färberei-in-Helike"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Helikeausgrabungen.jpg" alt="Ausgrabung einer alten Färberei in Helike" style="width:400px" title="Ausgrabung einer alten Färberei in Helike"/><figcaption class="wp-element-caption">Ausgrabung einer alten Färberei<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flutwelle nach dem Erdbeben ging nicht zurück, sondern bildete für viele Jahrhunderte eine Lagune. Aus dieser ragten Gebäude der untergegangenen Siedlung noch heraus, wie unter anderem Pausanias (Reisen in Griechenland&nbsp;<a href="https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.01.0160:book=7:chapter=24" target="_blank" rel="noreferrer noopener">7, 24, 13</a>) berichtet hat. Die Stadt war unbewohnbar geworden und wurde aufgegeben. Später verschwanden auch diese Überreste. Die Stadt und ihre Lage gerieten in Vergessenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das änderte sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Das Helike Project begann 1988 mit der Suche nach der antiken Stadt. Seit 1991 führt das Projekt Ausgrabungen durch, was schließlich 2000/2001 zur Wiederentdeckung von Helike führte. Maßgeblich beteiligt waren der Physiker Steven Soter und die Archäologin Dora Katsonopoulou. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Wiederentdeckung der antiken Stadt gibt es auch einen guten <a href="https://hellas.blog/tv-tipp-die-wiederentdeckung-von-helike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dokumentationsfilm</a>. Das Helike Project begann 1988 mit der Suche nach ihr. Seit 1991 führt das Projekt Ausgrabungen durch, was schließlich 2000/2001 zur Wiederentdeckung führte. Maßgeblich beteiligt waren der Physiker Steven Soter und die Archäologin Dora Katsonopoulou. Für mehr Informationen schaut Euch die&nbsp;<a href="http://www.helikeproject.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Webseite des Helike Projects</a>&nbsp;an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist noch die&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lokalisierungshypothesen_zu_Atlantis#Helike-Hypothese" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Helike-Hypothese</a>. Sie geht davon aus, dass Platon den Mythos von Atlantis erfunden habe und dabei vom Schicksal Helikes inspiriert wurde. Für völlig abwegig halte ich diese Überlegung nicht. Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich dem jedoch nicht weiter nachgehen.</p>
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