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	<title>DAI Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>DAI Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</title>
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					<comments>https://hellas.blog/aufnahme-einer-karyatide-1929-und-2025/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis Museum]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[DAI]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Archäologisches Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Erechtheion]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Karyatide]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf zwei Fotos sieht man ein und die selbe Karyatide. 1929 steht sie noch auf der Akropolis, 2025 sehen wir sie im Akropolis-Museum. Erfahre im Hellas Blog mehr über das Bild, seinen Fotografen und die steinderne Wächterin auf der Akropolis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aufnahme-einer-karyatide-1929-und-2025/">Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf zwei Fotos sieht man eine Karyatide, die 1929 noch im Erechtheion auf der Akropolis und 2025 im Akropolis-Museum steht. Mit diesen Beitrag schließe ich das Jahresthema 2025 ab, bei dem es um alte Fotografien aus Griechenland ging.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Karyatide in den Jahren 1929 und 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte zunächst auf die Aufnahme von 1929 zu sprechen kommen. Hierbei ist zu sagen, dass dieses Foto nicht genau datiert ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Karyatide-(Foto-von-1929)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="534" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege.jpg" alt="Karyatide (Foto von 1929)" class="wp-image-13039" style="width:300px" title="Karyatide (Foto von 1929)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege.jpg 534w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Karyatide-1929-Walter-Hege-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 534px) 100vw, 534px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karyatide (Foto von Walter Hege)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgenommen hat das Bild der deutsche Fotograf Walter Hege. Walter kam am 12. November 1893 in Naumburg zur Welt. Er starb am 29. Oktober 1955 in Weimar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er nahm am 1. Weltkrieg teil, in dem er schwer verwundet wurde. Das führte zu seiner Entlassung. Ab 1918 studierte er Bildnisfotografie an der Kunsthochschule in Dresden. Ende der 1920er Jahre hielt er sich länger in Athen auf, wo er viel fotografierte. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich heute im Deutschen Archäologischen Institut in Athen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines seiner Fotos ist auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis</a> entstanden, und zwar am Erechtheion. Wir sehen eine der steinernen Säulen in Form eines Mädchens. Dazu möchte ich gleich etwas sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dieses Bild 1929 entstanden ist, kann ich lediglich nur vermuten. Diese Angabe habe ich im Internet gefunden, aber ohne belastbare Grundlage. Da 1929 sein Haupt-Schaffensjahr in Athen war, nehme ich es als Jahr des Entstehens an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mädchen schaut geradezu in die Ferne. Im Hintergrund erkennen wir ein empor ragendes Objekt. Dabei handelt es sich um das <a href="https://maps.app.goo.gl/e13JdWY9ovLQAjyG8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Philopappos-Monument</a> auf dem Musenhügel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute steht das Monument noch an seinem Ort. Die Karyatide, die wir 1929 noch auf der Akropolis sehen, musste umziehen und steht 2025 im Akropolis-Museum. Auf der Akropolis selbst ist eine Kopie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Original steht heute im Akropolis Museum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du das Original sehen möchtest, musst Du Dich ins <a href="https://hellas.blog/akropolismuseum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis Museum</a> begeben. Dort steht die Kore mit den meisten ihrer Schwestern.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Karyatide-vorne-rechts"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg" alt="Karyatide vorne rechts" class="wp-image-13041" style="width:300px" title="Karyatide vorne rechts" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/11/Akropolismuseum-Karyatide-vorne-rechts-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Karyatide vorne rechts</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der Säulen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einem gewissen Lord Elgin nach Großbritannien entführt. Dort steht es heute zusammen mit den anderen &#8222;Elgin Marbles&#8220; im British Museum. Das ist aber eine andere Geschichte, um die es in diesem Blogbeitrag nicht geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war zuletzt im November 2025 im Museum. Mich hat interessiert, welche der Figuren wir auf dem Foto von Walter Hege sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort: es ist die Karyatide, die (von hinten betrachtet) vorne rechts in der Figurengruppe steht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo einst Walter Hege im Erechtheion stand, kann man als &#8222;normaler&#8220; Besucher heute nicht mehr hin. Er muss mit seiner Kamera in der Vorhalle gewesen sein, die von den Karyatiden abgestützt wird. Auch hat er vermutlich leicht erhöht gestanden. Anders ist der Winkel der Aufnahme nicht zu erklären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind einfach zu viele Touristen geworden, die jeden Tag auf die Akropolis kommen. Deshalb ist vieles gesperrt, wo man früher noch hin konnte. Ich selbst war 1990 das erste mal auf der Akropolis und kann mich an eine Absperrung am Erechtheion nicht erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Säulen in Mädchenform sind alle etwas unterschiedlich gearbeitet. Deshalb ist es im Jahr 2025 problemlos möglich, die  von Walter Hege 1929 fotografierte Karyatide zu identifizieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Jahresthema im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Beitrag schließe ich das <a href="https://hellas.blog/tag/jahresthema-2025/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema 2025</a> ab. Darin ging es um alte Fotos aus Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Recherche zu diesem Beitrag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und sie hat mich auf die Idee gebracht, mehr über uralte Artefakte in Museen im Blog zu schreiben. Deshalb geht es beim <a href="https://hellas.blog/tag/jahresthema-2026/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema 2026</a> um Artefakte, die in Museen oder anderswo in Athen zu sehen sind. Der erste Beitrag dazu erscheint im Januar.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aufnahme-einer-karyatide-1929-und-2025/">Aufnahme einer Karyatide 1929 und 2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ulf Jantzen</title>
		<link>https://hellas.blog/ulf-jantzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2025 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1909]]></category>
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		<category><![CDATA[Tunnel Eupalinos]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Jantzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ulf Jantzen lebte von 1936 bis 2000. Er studierte in den 1930er Jahren Archäologie, war später Professor in München und zum Schluss seiner Berufslaufbahn Erster Direktor des DAI in Athen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ulf-jantzen/">Ulf Jantzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ulf Jantzen war ein deutscher Archäologe. Er kam am 5. April 1909 in Florenz zur Welt. Sein Vater war der Kunsthistoriker Hans Jantzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ulf Jantzen studierte Klassische Archäologie, 1936 wurde er in München promoviert. Seine Dissertation über&nbsp;<em>Bronzewerkstätten in Großgriechenland und Unteritalien</em>&nbsp;erschien 1937 in Berlin, sie ist inzwischen&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jantzen1937/0001">digital verfügbar</a>. 1936/37 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Während des 2. Weltkriegs führte er im Gefolge der deutschen Besatzer auf Kreta Ausgrabungen durch, die allerdings von den griechischen Behörden nicht genehmigt waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des zweiten Weltkriegs blieb er Griechenland weiter verbunden. Er verfasste mehrere Schriften, die archäologische Themen des Landes betrafen. An der Universität Hamburg war er von 1960 bis 1969 als Professor für Klassische Archäologie tätig. Ab 1967 war er Erster Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen. Hier blieb er bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1974. In dieser Zeit wirkte er an verschiedenen Orten in Griechenland. Unter seiner Leitung konnte zwischen 1971 und 1973 der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="https://hellas.blog/tunnel-eupalinos/">Tunnel des Eupalinos</a>&nbsp;freigelegt werden. Auch war er über mehrere Jahre an Ausgrabungen im Heraion von Samos beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Eintritt in den Ruhestand wurde Ulf Jantzen mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Griechenland und dem DAI Athen bleib er Zeit seines Lebens verbunden. Am 4. März 2000 starb er im Alter von 90 Jahren in Hamburg. Dort ist er auf den Nienstedtener Friedhof beigesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirkungsstätten von Ulf Jantzen auf Samos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten systematischen Ausgrabungen am Heraion von Samos sind 1902/03 von der Archäologischen Gesellschaft in Athen durchgeführt worden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="379" height="674" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02.jpg" alt="Blick in den Tunnel - Foto von Birgit Bauer" class="wp-image-3611" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02.jpg 379w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Tunnel-des-Eupalinos-2023-02-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 379px) 100vw, 379px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den Tunnel &#8211; Foto von Birgit Bauer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1910 sind hier vorwiegend deutsche Archäologen tätig. Ab 1925 leitet das DAI Athen die Grabungen in Zusammenarbeit mit dem griechischen Archäologischen Dienst. Bis heute konnte fast das gesamte Tempelareal freigelegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tunnel des Eupalinos ist ein Bauwerk aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Er führt durch den Berg Kastri und diente der Wasserversorgung der antiken Stadt Samos, die heute Pythagorio heißt. Die Besonderheit dieses Tunnels ist, dass er im Gegenvortrieb erbaut wurde. Das ist für die damalige Zeit eine sehr beeindruckende Leistung, die nur mit perfekten Vermessungstechniken möglich war.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ulf-jantzen/">Ulf Jantzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Aphaia – ein Flüchtlingskind aus Kreta</title>
		<link>https://hellas.blog/aphaia/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sagen, Mythen, Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Furtwängler]]></category>
		<category><![CDATA[Aphaia]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die auf Ägina im berühmten Tempel verehrte Aphaia war ein Flüchtling aus Kreta. Dort entkam sie dem Minos und machte in ihrer neuen Heimat Ägina Karriere.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aphaia/">Aphaia – ein Flüchtlingskind aus Kreta</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die Göttin Aphaia (Ἀφαία) war die Hauptgöttin der Insel Ägina. Nur von dort ist eine Kultstätte bekannt. Andere Namen sind Britomartis oder Diktynna.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kult um diese Göttin entstand vermutlich im 14. Jahrhundert v.Chr. Sie war eine Fruchtbarkeitsgottheit, die ihre schützende Hand auch über die Landwirtschaft der Menschen und die gesamte Insel hielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise stammt der Kult nicht von Ägina, sondern ursprünglich aus Kreta. <a href="https://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Paus.+2.30.3&amp;fromdoc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0160" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pausanias</a><sup data-fn="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4" class="fn"><a id="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4-link" href="#4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4">1</a></sup> nennt Zeus als Vater. Ihre Mutter sei Karme, eine aus Kreta stammende Nymphe und Halbgöttin. Es wird gesagt, dass Aphaia die Göttin Artemis sehr verehrt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Kreta musste Aphaia jedoch verlassen, und das kam so: Minos – ihr Halbbruder – hatte sich in sie verliebt und verfolgte Aphaia ganze neun Monate lang durch die Berge Kretas. Auf einem steilen Felsen blieb sie an einem Myrtenzweig hängen, so dass Minos sie fast gefangen hatte. Sie sprang ins Meer und rettete sich so vor ihm. Sie landete in den Netzen von Fischern, die sie auf Ägina in Sicherheit brachten. Artemis erhob sie später in den Rang einer Göttin. So berichtet es Karl Kerényi, der noch eine zweite Geschichte parat hat. Auf Ägina habe ein Fischer die Nymphe vergewaltigen wollen, die sich damals noch Britomartis nannte. Sie sei aber in ein Waldgebiet geflohen, wo dann später der Tempel errichtet wurde. Kerényi selbst hält diese Geschichte für unwahrscheinlich.<sup data-fn="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb" class="fn"><a id="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb-link" href="#9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb">2</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Tempel der Aphaia</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Tempel-Aphaia"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg" alt="Tempel der Aphaia" class="wp-image-14621" style="width:400px" title="Tempel der Aphaia auf Ägina" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/04/Aegina-2021-Aphaia-Tempel-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tempel der Aphaia</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kultort der Aphaia auf Ägina ist heute weltberühmt. Der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/5J5jNzuMdeKeAAUs6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tempel der Aphaia</a>&nbsp;steht im Nordwesten von Ägina. Das heute noch als Ruine erhaltene Gebäude ist zwischen 510 v.Chr. und 490/480 v.Chr. errichtet worden. Der Altar ist auf die Mittelachse des Tempels ausgerichtet und passt so perfekt in die Harmonie des Gebäudes. Um 500 v.Chr. stellte man der Aphaia zudem Athene an die Seite, die ab dann praktisch die eigentliche Schutzgöttin von Ägina war. Die Bauteile des Tempels wurden Befestigungen aus Metall zusammengehalten. Vermutlich im 3. Jahrhundert nach Christus hat man das Metall aus dem Gebäude entfernt.Die jenigen, die das gemacht haben, verwendeten es für andere Zwecke . Einige Teile des Tempels stürzten ein und die Menschen haben ihn wohl nicht wieder aufgebaut. Das Gebäude wurde zur Ruine und geriet zunächst in Vergessenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1811 sollte sich das ändern. Der englische Architekt Cockerell und der deutsche Baron von Hallerstein besuchten die Ruinen und führten Ausgrabungen durch. Dabei entdeckten sie die Skulpturen der Giebel, die teilweise noch Reste der antiken Färbung hatten. Cockerell und Hallerstein dokumentierten die polychrome Bemalung des Tempels, so dass diese als nachgewiesen gelten konnte. Die Skulpturen verschafften sie nach Italien und verkauften sie an König Ludwig I. von Bayern. Heute sind sie in der Glyptothek zu sehen. Die systematische Ausgrabung des Tempels erfolgte 1901 durch das DAI Athen unter der Leitung von Adolf Furtwängler. Sein Bericht ist auf den Seiten der Uni Heidelberg heute frei verfügbar.<sup data-fn="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027" class="fn"><a id="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027-link" href="#111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027">3</a></sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Aphaia, das Flüchtlingskind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So kann man mit einer gewissen Ironie sagen, dass Aphaia ein Flüchtlingskind aus Kreta ist, das schließlich nach Ägina gelangte und in der neuen Heimat von deren Einwohnern verehrt wurde.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4">Pausanias 2.30.3 <a href="#4d6ba300-368d-42bb-a9a1-87e303fb71a4-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li><li id="9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb"><a href="https://hellas.blog/mythologie-griechen-karl-kerenyi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kerényi</a>, Band 1, 117. <a href="#9eec5504-50e6-4805-ab62-d630797218cb-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li><li id="111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027">Furtwängler, <a href="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/furtwaengler1906/0001/image,info" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aegina – Das Heiligtum der Aphaia</a>, München 1906 <a href="#111ee066-af2a-43d8-9278-d5d00410a027-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/aphaia/">Aphaia – ein Flüchtlingskind aus Kreta</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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