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	<title>Nero Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Nero Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Der Bau des Kanals von Korinth im Jahr 1885</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während des Baus des Kanals von Korinth sind einige Bilder enstanden, eines aus dem Jahr 1885 stelle ich im Hellas Blog vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/bau-des-kanals-von-korinth/">Der Bau des Kanals von Korinth im Jahr 1885</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Euch heute ein Bild zeigen, das 1885 beim Bau des <a href="https://hellas.blog/kanal-korinth/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kanals von Korinth</a> aufgenommen worden ist. Beim diesjährigen <a href="https://hellas.blog/jahresthema-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jahresthema</a> geht es um alte Fotos. In diesem Zusammenhang möchte ich Euch dieses Bild vorstellen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Bau-des-Kanals-von-Korinth-(1885)"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="500" height="500" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885.jpg" alt="Bau des Kanals von Korinth (1885)" class="wp-image-10403" style="width:400px" title="Bau des Kanals von Korinth (1885)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885.jpg 500w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Korinth-Kanal-Bau-1885-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bau des Kanals von Korinth (1885)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 1881 und 1893 entstand ein kleines Wunder der Moderne. Schon in der Antike gab es Pläne, den Golf von Korinth mit dem Saronischen Golf zu verbinden und Schiffen so den Umweg um die Peloponnes zu ersparen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über eine Strecke von 6343 m läuft der Kanal von&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/AhJ1WpejQ3312EJo9?coh=178571&amp;entry=tt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Posidonia</a> bis nach&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/GtjjVQ3bSY1xD8398?coh=178571&amp;entry=tt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Isthmia</a>. Das war ein großes Stück sehr harter Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Bau des Kanals verbinden sich zwei Namen: Petros Protopapadakis&nbsp;und Charilaos Trikoupis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Protopapadakis war der Ingenieur, der diese Bauleistung überhaupt erst möglich machte. Trikoupis brachte als Ministerpräsident Griechenland durch große Infrastrukturprojekte voran. Beide erkannten, wie wichtig der Kanalbau für das Land sein würde und zogen an einem Strang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Suezkanals hatte eine gewisse Begeisterung für den Bau großer Wasserstraßen ausgelöst. Mit den Projektierungsarbeiten wurde István Türr betraut, ein Ingenieur aus Ungarn. Dieser untersuchte das Gelände und leitete gemeinsam mit seinem Landsmann Béla Gerster den Bau. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er gründete die <em>Société Internationale du Canal Maritime de Corinthe</em> , deren Anfangskapital stattliche 30.000.000 Francs betrug. Im Gegenzug sollte die Gesellschaft den Kanal für 99 Jahr bewirtschaften dürfen. Nach einigen Jahren ging das Geld jedoch aus, neue Schuldverschreibungen konnten nicht in erforderlichem Umfang verkauft werden. Das Projekt geriet ins Stocken. Türr ging bankrott, die Gesellschaft ebenfalls. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten kamen ins Stocken und kurze Zeit sah es so aus, als wenn der Bau nicht fertig gestellt würde.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Fertigstellung des Kanals</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dafür waren die Arbeiten schon zu weit fortgeschritten. 1890 übertrug man das Projekt auf eine griechische Gesellschaft. Die Arbeiten konnten 1893 abgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Fertigstellung kam es immer wieder zu Schwierigkeiten. Die Golfe zu beiden Seiten haben unterschiedliche Gezeitenzeiten. Das führt in Verbindung mit den hohen Felswänden des Kanals zu starken Strömungen. Die wiederum hatten zur Folge, dass viele Schiffsbetreiber den Kanal nicht nutzten. Der Schiffsverkehr blieb weit unter den Erwartungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Moderne Frachtschiffe sind zu groß, um durch den Kanal fahren zu können. Heute sieht man hier vor allem Freizeitboote und Ausflugsdampfer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Männer, die man auf dem Bild der Baustelle des Kanals Korinth von 1885 sieht, sich das haben vorstellen können? </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorgeschichte des Kanals von Korinth bis 1885</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Idee zu einem solchen Kanal hatte vor etwa 2.600 Jahren ein Mann namens Periander, der als Tyrann von Korinth amtierte. Bei der Idee blieb es aber. Im 6. und 5. Jahrhundert v.Chr. war der Diolkos in Betrieb, ein Schiffskarrenweg. Über ihn brachte man Schiffe vom Saronischen Golf in den Golf von Korinth oder umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Herrschaft römischer Kaiser wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Cäsar, Caligula, Nero und Hadrian. Bei Cäsar und Hadrian wurden Pläne gemacht, aber nicht mehr. Caligula schickte Ingenieure, welche das Areal zu vermessen hatten.  Sie hielten die Pläne für nicht durchführbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Caligulas Nach-Nachfolger Nero scherte das nicht. Er brachte 6000 jüdische Sklaven hierher, schwang angeblich selbst den Spaten für den ersten Spatenstich und ließ dann die anderen machen. Durch Neros Tod einige Monate später endeten die Arbeiten. Seinen Nachfolgern war das Projekt zu teuer. Die Sklaven arbeiteten von beiden Seiten aufeinander zu. Ihr Werk war noch bis in die Neuzeit zu sehen. Beim Bau des heutigen Kanals hat man weitergemacht, weshalb keine Spuren dieses Baus mehr vorhanden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des griechischen Freiheitskampfes ließ Ioannis Kapodistrias prüfen, ob der Kanalbau möglich wäre. Aber das Vorhaben ist als zu teuer und nicht finanzierbar eingeschätzt worden. Dann aber ist der Suezkanal gebaut worden, was auch schon ein sehr altes Vorhaben war. Das gab den Mut, das Projekt in Griechenland wieder anzupacken. Der Rest ist Geschichte.</p>
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		<title>Kopf der Hera aus dem Heraion von Argos</title>
		<link>https://hellas.blog/kopf-der-hera-aus-dem-heraion-von-argos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
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		<category><![CDATA[Polykleitos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Heraion von Argos hat man einen Kopf der Hera gefunden, der heute im Archäologischen Nationalmuseum von Athen ausgestellt ist. Man rechnet ihn der Schule des Bildhauers Polykleitos zu.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/kopf-der-hera-aus-dem-heraion-von-argos/">Kopf der Hera aus dem Heraion von Argos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum von Athen</a> könnt Ihr einen Kopf der Hera sehen, den man im <a href="https://maps.app.goo.gl/H7MsFFp6RyYgUQj57" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heraion von Argos</a> gefunden hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was solltest Du über den Kopf der Hera aus dem Heraion von Argos wissen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heraion von Argos war für die alten Griechen eines der wichtigsten Heiligtümer der Hera.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos.jpg" alt="Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)" class="wp-image-8336" style="width:400px" title="Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Kopf-Hera-Heraion-Argos-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kopf der Hera (gefunden im Heraion von Argos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kopf gehörte zu einer Statue der Hera. Es war entweder die Kultstatue der Göttin, oder sie gehörte zum Westgiebel des Tempels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geschaffen wurde dieses Kunstwerk um 420 v. Chr. Wer genau der Künstler war, ist nicht bekannt. Vermutlich ist die Statue in Argos geschaffen worden. Sie wird der Schule des Polykleitos zugerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Polykleitos (Πολύκλειτος) kam um 480 v.Chr. in Argos oder Sikyon zur Welt. Gestorben ist er gegen Ende des 5. Jahrhunderts vor Christus. Er hat zahlreiche Bronzestatuen geschaffen, die Schriftsteller noch Jahrhunderte später rühmend erwähnt haben. Leider blieb keine dieser Statuen erhalten. Die Zuordnung zu seinem Schaffenskreis ist nicht 100%ig gesichert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Museum hat dieser Kopf die Inventarnummer 1571. Man sieht ihr das Alter an. Aber trotz der Schäden, die sie im Laufe der Jahrhunderte davongetragen hat, finde ich sie immer nur noch wunderschön.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Heraion von Argos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der wichtigsten Heiligtümer der Hera war das Heraion von Argos (Ηραίον Άργους). Die Ruinen liegen in der Nähe der heutigen Stadt Argos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Heiligtum geht auf das 8. Jahrhundert v.Chr. zurück. Der erste Tempel fiel 423 v. Chr. einem Feuer zum Opfer. Von ihm ist nichts mehr erhalten. Ungefähr von 420–410 v. Chr. hat man etwas unterhalb des alten Tempels den neuen errichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er stand bis weit in die nachchristliche Zeit. Es ist überliefert, dass die Kaiser Nero und Hadrian ihn reich beschenkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tempel geriet für lange Zeit in Vergessenheit. Wiederentdeckt hat ihn ein britischer Offizier und Philhellene im Jahr 1831. Sein Name war Thomas Gordon. Er kam besser vorbereitet zurück und führte 1836 auf der mittleren Terrasse des Geländes begrenzte Ausgrabungen durch. Dabei entdeckte Gordon die Grundmauern des Tempels. Weitere Ausgrabungen folgten und es zeigte sich, dass es sich um eine wirklich bedeutende Kultstätte handelte.</p>
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		<title>Patras, 66 nach Christus</title>
		<link>https://hellas.blog/patras-66-nach-christus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Andreaskreuz]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstand in Judäa]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum für Antike Schifffahrt Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Nero]]></category>
		<category><![CDATA[Patras]]></category>
		<category><![CDATA[Schiff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz ist eine Münze zu sehen, die uns nach Patras im Jahr 66 nach Christus führt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/patras-66-nach-christus/">Patras, 66 nach Christus</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://roland-richter.blogspot.com/2022/06/das-museum-fur-antike-schifffahrt-in.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum für Antike Schifffahrt in Mainz</a> habe ich eine sehr interessante Bronzemünze gesehen. Sie hat die Inventarnummer O.42352 und führt uns nach <a href="https://hellas.blog/tag/patras/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Patras</a> in das Jahr 66 n. Chr.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="456" height="613" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Muenze-aus-Patras-66-nach-Christus.jpg" alt="Bronzeprägung der Stadt Patras anlässlich eines Besuchs des Kaisers Nero im Jahr 66 n. Chr." class="wp-image-1493" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Muenze-aus-Patras-66-nach-Christus.jpg 456w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Muenze-aus-Patras-66-nach-Christus-223x300.jpg 223w" sizes="(max-width: 456px) 100vw, 456px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bronzeprägung der Stadt Patras anlässlich eines Besuchs des Kaisers Nero im Jahr 66 n. Chr.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wurde in Patras geprägt und erinnert an einen Besuch des Kaisers Nero dort. Dieser fand 66 n.Chr. statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswertes Stück aus der Zeit der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Antike</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen ist ein zweireihiges Kriegsschiff. Mit diesem reiste Nero von Italien nach Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nero: Er war der fünfte und letzte Kaiser der julisch-claudischen Dynastie und lebte von 37 bis zum 11. Juni 68. Im Jahr 66 reiste er nach Griechenland. Dort nahm er an den Olympischen Spielen teil. In mehreren griechischen Städten gab er Theateraufführungen oder trat als Sänger auf, der sich auf der Kithara begleitete.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Höhepunkt dieser Reise war, dass er Griechenland die Freiheit schenkte, um sich als Wohltäter feiern zu lassen. Dieses Geschenk hat Vespasian später allerdings rückgängig gemacht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Griechenland hielt er sich über ein Jahr auf, ehe er nach Rom zurück kehrte. Dort zeichnete sich inzwischen sein Machtverlust ab. Nero hat das aber nicht realisiert, weshalb er kurze Zeit später nicht nur die Kaiserwürde, sondern auch sein Leben verlor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es lohnt sich auch noch ein Blick auf das Jahr 66 n.Chr. Im römischen Reich war keineswegs alles friedlich. So brach&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Krieg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in Judäa der große Aufstand gegen die römische Herrschaft</a>&nbsp;aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich noch Patras. Dort herrschte für Rom der Statthalter Aegeas (oder Aegaetes). Zu der Zeit hielt sich der Apostel Andreas in Patras auf. Andreas war Bruder des Simon Petrus. Die Christen galten in Rom ohnehin als Feinde des Staates, und der Aufstand in Judäa machte auch Juden verdächtig. Wenn dann ein jüdischer Christ in einer Stadt weilt, die vom Kaiser besucht wird, muss der Statthalter handeln.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau des Statthalters hieß Maximilla. Der Legende nach war sie erkrankt, Andreas hat sie geheilt, zum christlichen Glauben bekehrt und zur ehelichen Enthaltsamkeit angehalten. Das war zu viel auf einmal. Seine Peiniger haben Andreas mit Ruten gezüchtigt, dem Symbol der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liktor" target="_blank" rel="noreferrer noopener">römischen Liktoren</a>. So traf ihn die Macht Roms bereits vor der Hinrichtung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat Andreas der Legende nach an ein Kreuz mit schrägen Balken gebunden. Diese Form kennen wir heute noch als&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreaskreuz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Andreaskreuz</a>.&nbsp;Seine Reliquien werden heute noch in Patras aufbewahrt&nbsp;und verehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Münze hat keinen direkten Bezug zum Martyrium des Andreas. Aber sie weist nach Patras im Jahr 66 n.Chr. Und das war eine sehr ereignisreiche Zeit in dieser Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Das <a href="https://www.leiza.de/museen/museum-fuer-antike-schifffahrt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museum für Antike Schifffahrt</a> ist <a href="https://roland-richter.blogspot.com/2022/06/das-museum-fur-antike-schifffahrt-in.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seit Juni 2022 geschlossen</a>. Es wird umgebaut und die Ausstellung wird auch neu konzipiert. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2024 angekündigt. Ein genaues Datum habe ich im Internet aber nicht finden können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/patras-66-nach-christus/">Patras, 66 nach Christus</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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