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	<title>Peisistratos Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Peisistratos Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Die Portara von Naxos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Inseln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Portara von Naxos ist nicht nur das Wahrzeichen der Insel. Sie ist zugleich auch die wahrscheinlich berühmteste Bauruine der Welt. Und für mich ist sie ein ganz besonderer Ort.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/portara-naxos/">Die Portara von Naxos</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Portara von Naxos gilt als das Wahrzeichen der Insel Naxos schlechthin. Sie steht auf einer Halbinsel vor Naxos Stadt. Bist Du dort, läufst Du einfach zu Fuß hinüber.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Portara von Naxos ist wahrscheinlich die berühmteste Bauruine der Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">1990 war ich das erste mal auf Naxos. Keine Erinnerung hat sich so sehr in mein Gedächtnis gebrannt wie die an die Portara. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-01.jpg" alt="Die Portara von Naxos" class="wp-image-8274" style="width:400px" title="Die Portara von Naxos" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-01.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-01-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-01-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Portara von Naxos<br>(Foto: Christiane Großimlinghaus)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich wissen viele nicht, dass die Portara nur eine Bauruine ist. Wahrscheinlich ist sie die berühmteste Bauruine der Welt. Und ganz gewiss ist sie mit den <a href="https://hellas.blog/bauruine-zum-verkauf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bauruinen, die ab und an in Griechenland verkauft werden</a> oder sonst zu sehen sind, nicht zu vergleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hat eine Vorgeschichte. Ganz früher gab es hier ein Heiligtum ohne Tempel. Das war im 9. oder 8. Jahrhundert vor Christus. Geweiht war es dem delischen Apollon. Der Gott Apollon wurde bekanntlich auf der Insel Delos geboren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 6. Jahrhundert vor Christus geriet Naxos in einen Konflikt, der auf dem griechischen Festland zwischen Athen und Sparta ausgetragen wurde. Aus dem Adel von Naxos entstammte ein Mann namens Lygdamis, der seine Chance kommen sah. Er unterstützte in Athen den Peisistratos bei seinem dritten Versuch, die Alleinherrschaft über die Stadt zu gewinnen. Das gelang auch dank der Unterstützung aus Naxos. Peisistratos eroberte darauf Naxos und überließ sie seinem Verbündeten Lygdamis, der fortan als Tyrann über die Insel herrschte. Das war im Jahr 538 v.Chr.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lygdamis Herrschaft über Naxos, ihr Ende und das weitere Schicksal des Tempels</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Lygdamis sah sich nicht nur als Herrscher über Naxos. Er meinte, er habe auf den Kykladen die Vormachtstellung. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-02.jpg" alt="Die Lage der Portara auf der Halbinsel vor Naxos Stadt" class="wp-image-8281" style="width:400px" title="Die Lage der Portara auf der Halbinsel vor Naxos Stadt" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-02.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-02-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/07/Naxos-Portara-02-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Lage der Portara auf der Halbinsel vor Naxos Stadt <br>(Foto: Christiane Großimlinghaus)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um dies zu unterstreichen, gab er den Bau eines großen Tempels in für Apollon Auftrag. Mit einer Grundfläche von 57,5 m mal 26,5 m sollte er neunmal so groß werden wie der Apollon-Tempel auf dessen Geburtsinsel Delos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings hatte Lygdamis seine Rechnung ohne Sparta gemacht. Sparta startete eine Expedition gegen Samos und deren Tyrann Polykrates. Polykrates hatte ebenfalls Unterstützung von Lygdamis erhalten, als er sich Samos unter den Nagel riss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterwegs kamen die Spartaner an Naxos vorbei. Um der Herrschaft des Polykrates einen ersten Schlag zu versetzen, machten sie auf Naxos Halt und setzen Lygdamis ab. Das war im Jahr 524 v.Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Apollon-Tempel war zu dieser Zeit schon begonnen worden. Nachdem Lygdamis abgemeldet war, fand sich aber niemand, der dieses Projekt fortsetzen wollte. Das Vorhaben hat man aufgegeben. Der bereits erbaute Teil des Tempels diente fortan als Steinbruch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So kam es, dass der größte Teil des bereits errichteten Tempels im Laufe der Zeit wieder verschwunden ist. Als einziges blieb die Tür des geplanten Tempels stehen. Das lag möglicherweise am erheblichen Gewicht der Steine, die man nicht einfach so demontieren und abtransportieren kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichten um die Portara von Naxos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherlich gibt es sehr viele Geschichten, die sich um die Portara herum entspannen. Die von Lygdamis und seinen gescheiterten Machtansprüchen finde ich schon einmal spannend. Die Portara erzählt uns von ihr und kündet davon, dass die Zeit eines jeden noch so mächtigen Menschen irgendwann kommen wird und er dann faktisch bedeutungslos ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich gibt es aber auch eine sehr persönliche Geschichte zu der Portara. 1990 kam ich erstmal mit einem Interrail-Ticket nach Griechenland. Unterwegs hatte ich mich mit einigen Leuten zusammengetan. Gemeinsam waren wir in Athen, auf Santorin und schließlich auch auf Naxos. Als wir hier auf unsere Fähre zurück zum Festland warteten, sind die anderen am Hafen geblieben. Sie haben auf mein Gepäck aufgepasst, und ich bin alleine über den Damm zur Portara gelaufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals wusste ich nicht, welchen Zweck dieser seltsame Bau hatte. Ich weiß noch, dass ich meinte, es müsse irgend eine Art Tor sein. Und wenn ich hindurchgehe, komme ich durch irgend einen magischen Mechanismus in eine ganz andere Zeit und bleibe dann dort. Das wollte ich genauer wissen&#8230; und bin durch das Tor gegangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist nichts passiert, außer dass der Abfahrtszeitpunkt der Fähre immer näher gerückt ist. Also bin ich zu den anderen, habe mein Gepäck genommen und alsbald kam auch unser Schiff. Der Besuch der Portara war mein wohl nachhaltigster Eindruck, der mir von Naxos geblieben ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Du zu einem Besuch der Portara wissen musst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Portara steht auf einer <a href="https://maps.app.goo.gl/tD1JAqFMQE3PYF4B6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Halbinsel vor Naxos Stadt</a>. Klick auf den Link, dann öffnet sich eine Karte bei Google Maps und Du kannst den genauen Standort sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kommst ganz einfach hin. Gehe einfach zum Hafen und dort zur hinteren Mole, von der aus die Fähren zu anderen Inseln gehen. Dann solltest Du die Halbinsel mit der Portara schon sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Öffnungszeiten gibt es nicht. Ein Eintrittspreis wird auch nicht erhoben. Du kannst einfach zur Portara gehen und sie besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Abendstunden sind verhältnismäßig viele Touristen hier. Denn der Sonnenuntergang lässt sich durch die Portara anschauen, und das gibt ein wundervolles Fotomotiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Bitte nur: Klettere nicht auf ihr herum. Das bekommt dem alten Bauwerk auf die Dauer nicht besonders gut. </p>
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		<title>Museum für antike Artefakte in der Metro Station Syntagma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Ausbau der Metro sind viele Artefakte aus der Antike gefunden worden, die in der Station am Syntagma in einem kleinen Museum zu sehen sind. Es ist Teil der Metro-Station und kostet keinen Eintritt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/antike-artefakte-metro-syntagma/">Museum für antike Artefakte in der Metro Station Syntagma</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Beim Ausbau der <a href="https://hellas.blog/metro-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Metro in Athen</a> hat man viele Artefakte aus der Antike gefunden, einige sind heute in der <a href="https://maps.app.goo.gl/3d45kp4UsSxeG9FE6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Metro Station am Syntagma Platz</a> zu sehen. Ich finde, man kann hier von einem kleinem Museum sprechen, das baulich in die Metro Station integriert ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fund und Präsentation von archäologischen Artefakten in der Metro-Station Syntagma</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Leitung von Olga Zachariadou hat sich ein Team von Archäologen und Arbeitern um die antiken Artefakte gekümmert. Die <a href="https://www.aerzteblatt.de/archiv/23883/Archaeologie-Schaetze-in-der-Unterwelt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Ärztezeitung</a> zitiert die Archäologin mit diesen Worten: &#8222;Selbst wir Archäologen sind überrascht darüber, auf welche sensationellen Funde wir stießen.&#8220; Es waren über 30.000 Artefakte, die bei den Bauarbeiten gefunden worden sind.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Integration-der-antiken-Ausstellungsstuecke-in-die-Station.webp" alt="Metro Syntagma - Integration der antiken Ausstellungsstücke in die Station" class="wp-image-4822" style="width:350px" width="350" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Integration-der-antiken-Ausstellungsstuecke-in-die-Station.webp 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Integration-der-antiken-Ausstellungsstuecke-in-die-Station-300x188.webp 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Integration-der-antiken-Ausstellungsstuecke-in-die-Station-768x482.webp 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Integration der antiken Ausstellungsstücke in die Station</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Artefakte sind in Vitrinen zu sehen, in die in der obersten Ebene der Metro Station aufgestellt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung dieses Museum folgt aus einem Konzept, das man in Athen recht konsequent umsetzt. Eine Metro-Station soll nicht nur ein Ort zum Einsteigen oder Verlassens des öffentlichen Personennahverkehrs sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie soll zugleich auch Ort der Begegnung und der Kultur sein. Dass es in einer Metro-Station Kioske oder auch ein kleines Restaurant, eine Bar oder ein Café gibt, kenne ich aus vielen Städten. In Athen ist jede Metro-Station zudem einem kulturellen Schwerpunkt gewidmet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den <a href="https://hellas.blog/tag/olympische-spiele/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympischen Spielen</a> 2004 ist das Metro-Netz von <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> mit Hochdruck ausgebaut worden. Zuvor gab es nur eine Linie, der Rest des öffentlichen Personennahverkehrs lief über Busse. Die hatten jedoch gar nicht die Kapazität, um die vielen Besucher befördern zu können, die zur Olympiade nach Athen anreisen. Zudem sah die griechische Regierung auch die Notwendigkeit, die Verkehrsinfrastruktur der Hauptstadt nachhaltig zu verbessern. Also haben die Griechen geklotzt und nicht gekleckert und zwei weitere Metro-Linien geschaffen, die bereits vorhandenen Stationen hat man ausgebaut und modernisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei all den Arbeiten haben die Arbeiten natürlich viele Artefakte aus der langen und reichen Geschichte Athens zu Tage gefördert. Es lag nahe, zumindest einen Teil der Artefakte den Menschen zu zeigen, welche die Metro nutzten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was für antike Artefakte sind Metro am Syntagma zu sehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kann die Präsentation antiker Artefakte in der Metrostation nicht den Umfang und die Qualität haben, die man zum Beispiel im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a> erwarten darf. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Antike-Keramiken.webp" alt="Metro Syntagma - Antike Keramiken" class="wp-image-4820" style="width:400px" width="400" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Antike-Keramiken.webp 669w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Antike-Keramiken-300x300.webp 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Antike-Keramiken-150x150.webp 150w" sizes="(max-width: 669px) 100vw, 669px" /><figcaption class="wp-element-caption">Antike Keramiken</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne möchte ich Dir einige Stücke vorstellen, die Du in diesem kleinen Museum anschauen kannst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben sehen wir ein bauchiges Gefäß mit einem Deckel. Solch ein Gefäß nennt man einen Pithos (πίθος), dieser stammt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. und ist aus Terrakotta. Ein Pithos war zu dieser Zeit im Mittelmeerraum sehr verbreitet, in ihm wurden Lebensmittel wie Getreide, Wein oder Olivenöl gelagert und transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bruchstellen zeigen, dass der Pithos die Jahrtausende nicht unversehrt überstanden hat. Er war in viele Teile zerbrochen, die man jedoch alle gefunden hat. Die Archäologen haben sie zusammengesetzt und so ist das Gefäß gewissermaßen wieder auferstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den kleinen Vasen, die darunter stehen, handelt es sich um Unguentaria. Ein Unguentarium ist ein Gefäß, in welchem früher Parfum, medizinische oder kosmetische Substanzen aufbewahrt worden sind.  </p>



<h2 class="wp-block-heading">Reste des Peisistratos-Aquädukts</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wasserversorgung einer großen Stadt war zu allen Zeiten eine Herausforderung. Dieser konnte sich auch Peisistratos (Πεισίστρατος) nicht entziehen, der (vermutlich) 561 v. Chr. durch einen bewaffneten Staatsstreich in Athen an die Macht gekommen war.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-antike-Wasserleitungen.webp" alt="Metro Syntagma - antike Wasserleitungen" class="wp-image-4821" style="width:400px" width="400" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-antike-Wasserleitungen.webp 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-antike-Wasserleitungen-300x169.webp 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-antike-Wasserleitungen-768x432.webp 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Metro Syntagma &#8211; antike Wasserleitungen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Von Peisistratos wird überliefert, dass er in Athen einige Bautätigkeiten entfalten ließ. Ihm ging es darum, die öffentliche Infrastruktur so zu verbessern, dass mehr Menschen in der Stadt leben konnten und keine Abhängigkeiten zum Beispiel gegenüber von Brunnenbesitzern entstanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande der griechischen Agora befand sich der Enneakrounos-Brunnen. Eine gerne als Aquädukt bezeichnete Leitung ist mit ihm verbunden worden, so dass das Wasser in andere Teile von Athen abgeführt werden konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatten Aristokraten private Brunnen besessen. Wer deren Wasser trinken wollte, musste sich mit ihnen gut stellen. Peisistratos entschied sich dafür, diese Praxis zu beenden und Brunnenhäuser mit öffentlichem Zugang zu Wasser zu bauen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in der Metro-Station am Syntagma zu sehenden Leitungselemente stammen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, das untere soll um 100 v. Chr. gefertigt worden sein. Das zeigt, dass die Praxis der öffentlichen Brunnen von den Athenern auch nach Peisistratos Tod gepflegt wurde. Übrigens sind oben am Syntagma-Platz weitere Leitungselemente zu sehen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde diese Leitungen deswegen so bemerkenswert, weil mit der Schaffung der öffentlichen Brunnenhäuser ein Fundament der Macht der Aristokraten in Athen beseitigt worden ist. Letzten Endes hat diese Leitung den Grundstein dafür gelegt, dass in Athen die Idee der Demokratie entstehen konnte. Denn ohne dass die materiellen Lebensgrundlagen der Bürger dem Zugriff der Aristokraten entzogen waren, gab es keine Chance deren Macht und Vorherrschaft zu brechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Viele weitere Artefakte sind zu sehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Metro Station am Syntagma sind viele weitere und interessante Artefakte zu sehen. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn ich sie alle zeigen oder beschreiben wollte. Dafür bitte ich um Verständnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in Athen bist, dann wirst Du mit der Metro zwangsläufig an diesem kleinen Museum vorbeikommen. Hier gibt es wirklich viel zu sehen. Und vor allem: Der Eintritt ist frei, der Besuch ist für Dich nicht mit Kosten verbunden. Alles was Du tun musst ist Dir ein paar Minuten Deiner Zeit zu nehmen und dieser kleinen archäologischen Präsentation einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Grabstelen.jpg" alt="Metro Syntagma - Grabstelen (vermutlich aus römischer Zeit)" class="wp-image-4953" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Grabstelen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Grabstelen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-Grabstelen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Metro Syntagma &#8211; Grabstelen (vermutlich aus römischer Zeit)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-schwarz-glasierte-Schale.webp" alt="Metro Syntagma - schwarz glasierte Schale" class="wp-image-4823" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-schwarz-glasierte-Schale.webp 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-schwarz-glasierte-Schale-300x169.webp 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Metro-Syntagma-schwarz-glasierte-Schale-768x432.webp 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Metro Syntagma &#8211; schwarz glasierte Schale</figcaption></figure>
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