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	<title>Antiquitätenhandel Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Antiquitätenhandel Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Die Antiken zu Paris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 May 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher und Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätendiebstahl]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
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		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit seinem Gedicht Die Antiken zu Paris hat Friedrich von Schiller im Jahr 1802 eine deutliche Kritik an Frankreich geübt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-antiken-zu-paris/">Die Antiken zu Paris</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Gedicht Die Antiken zu Paris hat Friedrich von Schiller im Jahr 1802 eine deutliche Kritik an Frankreich geübt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Hintergrund von Schillers Kritik an Frankreich</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Gedicht zu verstehen, müssen wir uns weit in die Geschichte zurück begeben. Der europäische Kontinent ächzte unter den den von Napoleon angezettelten Kriegen. Einen griechischen Staat gab es noch nicht, über Griechenland herrschten weitgehend die Osmanen. Der <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheitskampf</a> stand erst noch bevor. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Antiken-zu-Paris"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris.jpg" alt="Die Antiken zu Paris" class="wp-image-11284" style="width:400px" title="Die Antiken zu Paris" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/04/Die-Antiken-zu-Paris-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Antiken zu Paris</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Gebiet, das in der Antike von der griechischen Kultur geprägt war, wühlten sich Vertreter verschiedener Staaten durch den Schutt der Geschichte und brachten außer Landes, was immer ihnen möglich war. Das Ringen um die <a href="https://hellas.blog/tag/elgin-marbles/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elgin Marbles</a> kennt heute jeder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Friedrich von Schiller fühlte sich dem klassischen Griechenland verbunden. Die Plünderung von Kulturgütern durch die französischen Eroberer sah er ebenfalls kritisch. Die waren nicht nur in Bezug antike griechische Artefakte ein Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Gedicht kann man sehr Schillers Meinung zum Thema sehr gut herauslesen. Er sagt deutlich, dass die Eroberer die antiken Stücke als <em>Siegtrophäen</em> nach Paris gebracht haben. Dort zeigt man sie den Menschen zwar, die haben dazu aber überhaupt keinen Zugang. Die Beute ist nicht Teil des Lebens in Frankreich, wie sie es an ihren Fundplätzen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kunst bedarf der Wertschätzung. Die bedeutet nicht, sie physisch in Besitz zu nehmen. Der Zugang muss mit dem Herzen erfolgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Text des Gedichts</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ist der Text des Gedichts Die Antiken von Paris aus der Feder von Friedrich von Schiller:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was der Griechen Kunst erschaffen,<br>Mag der Franke mit den Waffen<br>Führen nach der Seine Strand,<br>Und in prangenden Museen<br>Zeig er seine Siegstrophäen<br>Dem erstaunten Vaterland!<br><br>Ewig werden sie ihm schweigen,<br>Nie von den Gestellen steigen<br>In des Lebens frischen Reihn.<br>Der allein besitzt die Musen,<br>Der sie trägt im warmen Busen,<br>Dem Vandalen sind sie Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text mag sich sehr gekünstelt lesen. In Wahrheit ist es ein Spottgedicht, wie es beim nachstehend verlinkten Video mit einer Vertonung ganz gut rüber kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Antiken zu Paris als Rock &#8217;n&#8216; Roll Song</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe von Suno AI habe ich Die Antiken von Paris als Rock &#8217;n&#8216; Roll Song im Stil der 1950er Jahre eingespielt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/CJlIWfyezb8" title="Die Antiken zu Paris (Friedrich von Schiller)" width="800" height="450" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/CJlIWfyezb8?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/CJlIWfyezb8?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: YouTube</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild zum Video und auch zu diesem Beitrag habe ich mit Hilfe von copilot generiert. Der Text stammt natürlich von Friedrich von Schiller. Und die Umsetzung als Lied habe ich mit Hilfe von Suno AI machen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-antiken-zu-paris/">Die Antiken zu Paris</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Illegaler Antikenhandel ist auch 2025 ein Problem</title>
		<link>https://hellas.blog/illegaler-antikenhandel-ist-auch-2025-ein-problem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Antikenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Antikenhehlerei]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätendiebstahl]]></category>
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		<category><![CDATA[illegaler Handel mit Antiquitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Münze]]></category>
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		<category><![CDATA[Säulen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum hat das Jahr 2025 begonnen, taucht illegaler Abtikenhandel mit aktuellen Fällen in griechischen Medien auf. Für den Hellas Blog greife ich einige Beispiele auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/illegaler-antikenhandel-ist-auch-2025-ein-problem/">Illegaler Antikenhandel ist auch 2025 ein Problem</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Kaum hat das Jahr 2025 begonnen, taucht illegaler Antikenhandel mit aktuellen Fällen in griechischen Medien auf. Für den Hellas Blog habe ich mir die einmal angesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte gleich darauf hinweisen, dass die in diesem Beitrag gezeigten Fotos lediglich Beispielbilder sind. In den verlinkten Artikeln könnt Ihr Fotos der Artefakte sehen, um die es geht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Deutscher will das Fragment einer Säule ausführen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat einen 61 Jahre alten Deutschen festgenommen, weil er mutmaßlich an einem Antikendiebstahl beteiligt war.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Fragment-einer-Säule-auf-dem-Gelände-des-Poseidon-Tempels-von-Poros"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Poros-Poseidon-Tempel-Fragment-einer-Saeule.jpg" alt="Fragment einer Säule auf dem Gelände des Poseidon-Tempels von Poros" class="wp-image-11033" style="width:397px" title="Fragment einer Säule auf dem Gelände des Poseidon-Tempels von Poros" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Poros-Poseidon-Tempel-Fragment-einer-Saeule.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Poros-Poseidon-Tempel-Fragment-einer-Saeule-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Poros-Poseidon-Tempel-Fragment-einer-Saeule-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beispielbild: Säulenfragment am Poseidon-Tempel von Poros</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.skai.gr/news/greece/germanos-prospathise-na-vgalei-apo-tin-ellada-arxaio-kiona" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Skai berichtet</a>, dass er in seinem Auto das Fragment einer Säule mitgenommen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. März 2025 wollte der Mann von Patras aus mit der Fähre nach Italien übersetzen. Im Hafen von Patras konnte er festgenommen werden. In seinem Auto befand sich das Fragment einer antiken Säule. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Archäologe des Ephorats der Altertümer von Achaia konnte am Sonntag die Echtheit des Artefakts bestätigen. Es ist von einer archäologischen Stätte in Griechenland entwendet worden. Wo genau, muss erst noch ermittelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Deutsche ist zwei Tage lang von der Hafenbehörde festgehalten worden. Er sagte aus, dass ihm jemand die Säule in der Nähe der Akropolis von Athen verkauft habe. Er habe nicht erkannt, dass es sich um ein echtes und antikes Stück handele. Deshalb habe er es gekauft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann ist unter der Auflage freigelassen worden, Griechenland bis zur Klärung der Sache nicht zu verlassen. Er muss mit einer Anklage rechnen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Verkauf von Antiquitäten über das Internet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Athen hat die Polizei eine ausländische Frau festgenommen. Sie hat über soziale Medien im Internet Artefakte aus der Antike in die ganze Welt verkauft. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Gefäße-aus-der-Bronzezeit-im-Museum-des-Prähistorischen-Thera-(Fira,-Santorin)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Santorin-Fira-Museum-Praehistorisches-Thera-Gefaesse-aus-der-Bronzezeit.jpg" alt="Gefäße aus der Bronzezeit im Museum des Prähistorischen Thera (Fira, Santorin)" class="wp-image-11038" style="width:398px" title="Gefäße aus der Bronzezeit im Museum des Prähistorischen Thera (Fira, Santorin)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Santorin-Fira-Museum-Praehistorisches-Thera-Gefaesse-aus-der-Bronzezeit.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Santorin-Fira-Museum-Praehistorisches-Thera-Gefaesse-aus-der-Bronzezeit-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Santorin-Fira-Museum-Praehistorisches-Thera-Gefaesse-aus-der-Bronzezeit-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beispielbild: Gefäße aus der Bronzezeit<br>(Museum des Prähistorischen Thera, Santorin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Kunden kamen aus England, Kanada, Australien, Italien und hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Darüber berichtet ebenfalls <a href="https://www.skai.gr/news/greece/arxaiokapilia-meso-diadiktyou-gynaika-poulouse-mesa-apo-ta-social-media-arxaia-sto-eksoter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Skai</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verhaftung vorangegangen waren längere Ermittlungen. In deren Zuge hat sich herausgestellt, dass die verdächtige Person tatsächlich einen schwunghaften in illegalen Handel mit antiken Stücken betrieb. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sichergestellt werden konnten vor allem Fragmente von Keramiken. Bruchteile von Gefäßen, Vasen oder Statuen waren im Besitz der Frau. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau wurde verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Schatzkammer in Thessaloniki</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Haus eines 34 Jahre alten Mannes in Thessaloniki konnte die Polizei eine wahre Schatzkammer sicherstellen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="antike-römische-Münzen-(Archäologisches-Museum-Frankfurt)"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-antike-roemische-Muenzen-Hortfund.jpg" alt="antike römische Münzen (Archäologisches Museum Frankfurt)" class="wp-image-11035" style="width:400px" title="antike römische Münzen (Archäologisches Museum Frankfurt)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-antike-roemische-Muenzen-Hortfund.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-antike-roemische-Muenzen-Hortfund-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Archaeologisches-Museum-Frankfurt-antike-roemische-Muenzen-Hortfund-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beispielbild: Hortfund antiker römischer Münzen<br>(Archäologisches Museum Frankfurt)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.skai.gr/news/greece/thessaloniki-34xronos-ekryve-spiti-tou-pano-apo-2400-arxaia-nomismata" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Skai</a> berichtet, dass über 2.400 antike Münzen aus den verschiedensten Epochen sichergestellt werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Thessaloniki ermittelten Beamte des Amts für den Schutz des Kulturerbes und der Altertümer. Sie fanden heraus, dass der Mann sehr viele antike Münzen aus illegalen Quellen in seinem Besitz hatte. Sie schalteten die  Unterdirektion zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens ein. Und die schlug zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Zählung hat 2.456 antike Münzen ergeben. Es sind auch mehrere andere antike Artefakte aus Metall sichergestellt worden, so Ringe, Armbänder und Kupfergewichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Täter kein netter und harmloser Zeitgenosse war, zeigt sich an etwas anderem. Die Beamten haben eine Pistole, eine Schrotflinte, ein Zielfernrohr und 377 Schuss Munition beschlagnahmt. Der Mann wurde festgenommen und der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Umgang mit &#8222;zugänglichen&#8220; Antiken in Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte es so formulieren: Lasst die Finger weg, wenn Euch in Griechenland antike Stücke zum Kauf angeboten werden. Wenn sie echt sind, ist das Geschäft höchst wahrscheinlich illegal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solltet Ihr selbst etwas finden, lasst es liegen und informiert die zuständigen Behörden oder die nächstgelegene Polizei von Eurem Fund. 2023 habe ich im Hellas Blog einen Beitrag über <a href="https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologische Fundstücke in Griechenland</a> geschrieben. Der darin erwähnte Fall eines Österreichers, der beim Schnorcheln Amphoren fand und die mit nach Österreich genommen hat, sollte jedem eine Warnung sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz klar ist für mich, dass auch 2025 Illegaler Antikenhandel ein echtes Thema in Griechenland sein wird. Deshalb behalte ich es auch im Blick und werde immer wieder darüber berichten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/illegaler-antikenhandel-ist-auch-2025-ein-problem/">Illegaler Antikenhandel ist auch 2025 ein Problem</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</title>
		<link>https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Grieche hat bei Thessaloniki im Müll eine Marmorskulptur gefunden. Sie ist über 2000 Jahre alt und stammt aus dem Hellenismus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/">Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://rp-online.de/panorama/ausland/thessaloniki-grieche-findet-jahrtausendealte-marmorskulptur-im-muell_aid-123343565" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RP Online</a> berichtet, dass ein Grieche in der Nähe von Thessaloniki eine Marmorskulptur im Müll gefunden hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Marmorskulptur-(Bildquelle:-RP-Online)"><img decoding="async" src="https://rp-online.de/imgs/32/2/2/2/2/2/6/4/2/7/tok_caea5245c1b346bdd16680dcc3200d64/w1344_h2500_x672_y1250_AFP_fAFP_36VB2HA-be5b763d8fd2a7cf.jpg" alt="Marmorskulptur (Bildquelle: RP Online)" style="width:300px" title="Marmorskulptur (Bildquelle: RP Online)"/><figcaption class="wp-element-caption">Marmorskulptur<br>(Bildquelle: RP Online)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte ist ungewöhnlich. Aber sie ist passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Mann fiel neben einer Abfalltonne eine ungewöhnlich gefüllte Mülltüte auf. Er sah sie sich an und staunte nicht schlecht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also schaute er rein und stellte fest, dass sich eine Marmorstatue darin befindet. Es handelt sich um die Statue einer Frau, der allerdings der Kopf fehlt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finder hat den Fund umgehend gemeldet. Das brachte ihn in die unangenehme Situation, dass zunächst einmal gegen ihn ermittelt wurde. Der illegale Antiquitätenhandel ist ein echtes Problem in Griechenland und die Behörden reagieren sehr scharf darauf. <a href="https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologische Fundstücke</a> darf man nicht an sich nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb wurde der Finder erst einmal als Verdächtigen behandelt und ausdrücklich befragt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat ihn jedoch ohne Anklage laufen lassen. Das bedeutet für mich, dass er wohl wirklich ein ehrlicher Finder war.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="antike-Skulptur-im-Müll"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell.jpg" alt="antike Skulptur im Müll" class="wp-image-10346" style="width:300px;height:auto" title="antike Skulptur im Müll" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">antike Skulptur im Müll<br>(von KI erzeugtes Bild)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zum Fund selbst. Die Marmorskulptur, die bei Thessaloniki im Müll gefunden wurde, ist von Experten untersucht worden. Sie wird auf die Zeit zwischen 320 v.Chr. bis 30 v.Chr. datiert, stammt also aus der Zeit des Hellenismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hellenismus begann in der Zeit nach Alexander des Großen. Funde aus der Antike sind bis heute eine Seltenheit in Griechenland. Und leider gelangt nicht jeder in ein Museum. Mancher verschwindet auch im illegalen Antikenhandel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So verhältst Du Dich bei einem Zufallsfund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in Griechenland bist und ein Artefakt aus der Vergangenheit findest, dann empfehle ich folgendes:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht mitnehmen! Lass es liegen!</li>



<li>Anschauen ja. Auch darfst Du Fotos von Deinem Fund machen.</li>



<li>Berühre den Fund nur, wenn Du ihn dadurch nicht beschädigst. Ein behauener Stein, eine alte Säule oder das Fundament eines Gebäudes wirst Du nicht beschädigen. Anders sieht es bei zerbrechlichen Sachen wie zum Beispiel Töpferwaren aus. Die solltest Du nicht berühren.</li>



<li>Wenn Du meinst, dass Du etwas sehr Besonderes gefunden hast, dann informiere das nächst gelegene archäologische Museum oder die nächst gelegene Polizei oder andere Behörde.</li>



<li>Wird Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten? Finger weg!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wird Dir nichts passieren wenn Du etwas (vermutlich) Antikes irgendwo in Griechenland findest. Du musst damit rechnen, dass die Behörden Dir unangenehme Fragen stellen. Den Fund mitzunehmen ist nicht erlaubt. Deshalb ist es das beste, Du informierst die Polizei, eine andere Behörde oder ein Museum per Telefon.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/">Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>351 geraubte Antiquitäten gehen zurück nach Griechenland</title>
		<link>https://hellas.blog/351-geraubte-antiquitaeten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 23:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Antikenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Antiquitätenhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
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		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[illegaler Handel mit Antiquitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Jungsteinzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Raubkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>351 Stücke Raubkunst gingen 2023 zurück nach Griechenland. Seit 2006 ermittelten die Behörden, jetzt haben die Rechtsstreits ein Ende. Kunststücke aus der Jungsteinzeit bis in das byzantinische Zeitalter gehen nach Athen. Für mich war das eine sehr gute Nachricht in 2023.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">351 geraubte Antiquitäten sind bei der Liquidation einer Kunsthandelsfirma sichergestellt worden. Diese <a href="https://hellas.blog/tag/raubkunst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Raubkunst</a> zurück nach Griechenland. Für mich war das eine der wirklich guten Nachrichten in 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="600" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Figuren-im-Archaeologischen-Museum-von-Fira.jpg" alt="Figuren im Archäologischen Museum von Fira (Santorini)" class="wp-image-3274" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Figuren-im-Archaeologischen-Museum-von-Fira.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Figuren-im-Archaeologischen-Museum-von-Fira-300x225.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Figuren-im-Archaeologischen-Museum-von-Fira-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Figuren im Archäologischen Museum von Fira (Santorini)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild links ist nur symbolisch, um diesen Beitrag zu illustrieren. Die <a href="https://www.n-tv.de/wissen/351-geraubte-Antiquitaeten-nach-Athen-zurueckgefuehrt-article24135556.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschichte, um die es geht</a>, ist real und spannend. Wir sprechen von einem regelrechten Krimi, in dem 351 geraubte Antiquitäten nur die Spitze des Eisbergs sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Robin Symes Limited</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2006 ermittelten die Behörden in Zusammenhang mit dem britischen Kunsthändler Robin Symes. Sein Unternehmen Robin Symes Limited war im Kunsthandel tätig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Robin Symes war ein renommierter Kunsthändler, der Kunstwerke und Antiquitäten an Sammler und Museen auf der ganzen Welt verkaufte. Robin Symes selbst erblickte im Februar 1939 das Licht der Welt. Seit den 1970er Jahren war er im Antiquitätenhandel tätig und galt als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Kunsthändler Großbritanniens. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anfang vom Ende kam, als 1999 sein langjähriger Partner Christo Michaelides starb. Dessen Familie wollte seinen Anteil am Vermögen der Symes Limited, über den Wert der Beteiligung gab es Streit, der schließlich zu Gericht ging. In diesem Zusammenhang kam heraus, dass Symes vor Gericht über den Wert seines Unternehmens gelogen hatte. Er wurde wegen Missachtung des Gerichts zu zwei Jahren Haft verurteilt, von denen er sieben Monate tatsächlich absitzen musste. Hierbei ging es übrigens um eine ägyptische Statue, deren Wert mit 3 Millionen Britischen Pfund angegeben wird. Es kam heraus, dass dieses dem Gericht verschwiegene Artefakt nur die Spitze des Eisbergs war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ermittlungen in diesem Zusammenhang weiteten sich auf andere Länder Europas aus, in denen Symes geschäftlich tätig war. Es kam heraus, dass es weltweit ungefähr 29 Lagerstätten gab, in denen sich wertvolle Antiquitäten befanden. Neben London werden noch die New York und die Schweiz genannt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Symes Zusammenarbeit mit italienischen Grabräubern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es kam heraus, dass Symes mit dem italienischen Antikenhändler Giocomo Medici zusammengearbeitet hat. Er leitete eine Gruppe, die illegale Ausgrabungen vornahm, die gefundenen antiken Artefakte über renommierte Händler &#8222;wusch&#8220; und letzten Endes &#8211; illegal &#8211; auf dem öffentlichen Kunstmarkt zu Geld machte. 1995 begann eine Spezialeinheit der italienischen Carabinieri zu ermitteln. Die&nbsp;<em>Tutela Patrimonio Culturale</em>&nbsp;(deutsch in etwa: Kommando zum Schutz des Kulturerbes)&nbsp;fand heraus, dass sich im Freihafen von Genf ein großes Lager mit Antiquitäten befand. Hier wurden nicht nur 45 Kisten mit antiken Gütern der Griechen, Römer und Etrusker sicher gestellt. Aus diesen stammen die 351 geraubten Antiquitäten, die jetzt nach Griechenland zurück gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ermittler fanden auch eine umfangreiche Dokumentation der Kulturgüter, die weitere Ermittlungen ermöglichten. In einigen Fällen haben die Täter sogar die illegale Ausgrabung sorgsam dokumentiert, ebenso gab es Unterlagen über Weiterverkäufe. Ein italienitsches Strafgericht hat Giocomo Medici ist zu 10 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10 Millionen Euro verurteilt. Das ist die höchste Strafe, die ein Gericht in Italien bisher für Delikte in Zusammenhang mit illegal gehandelten Antiquitäten verhängt hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Fund im Freihafen von Genf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gesagt sind in Genf 45 Kisten mit antiken Artefakten sichergestellt worden. Das klingt erst einmal nicht viel. Insgesamt handelt es sich um ca. 17.000 Stücke. Der Wert dieser Artefakte wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Symes soll die Kunstgegenstände kurz nach dem Tod seines Geschäftspartners Michaelides im Freihafen von Genf versteckt haben, um sie vor dessen Nachlassverwaltern zu verbergen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">351 geraubte Antiquitäten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die 351 geraubten Antiquitäten, um die es aktuell geht, sind nur die Spitze des Eisbergs. Immerhin gelang es, deren illegale Provenienz zu klären. Deshalb konnten sie nach Griechenland repatriiert werden. Hierbei handelt es sich eine Statuette aus weißem Stein, die aus der Jungsteinzeit (ca. 4000 v. Chr.) stammt. Weiter werden in den Medien eine kykladische Figur aus der Zeit zwischen 3200 und 2700 v. Chr., eine beschädigte Marmorstatue aus der Zeit 550-500 v. Chr. und eine fragmentierte Bronzestatue des jungen Alexanders des Großen aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts genannt. Auch soll es um zahlreiche Keramikfragmente gehen.</p>
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		<title>Archäologische Fundstücke in Griechenland</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 11:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Archäologische Fundstücke: Was tun, wenn Du auf einer Wanderung was findest oder Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten wird? </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Du wanderst in Griechenland und findest unterwegs etwas, das ein archäologisches Relikt sein könnte. Oder Dir wird ein Stück „echt aus der Antike“ zum Kauf angeboten. Was tun?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rolands Erlebnis auf Santorin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte Dir eine Geschichte erzählen, die ich 2010 auf <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorin</a> erlebt habe. Damals wohnte ich in einem schönen Hotel in <a href="https://hellas.blog/perissa/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Perissa</a>. Zwischen Perissa und Kamari liegt ein großer Felsberg, der <a href="https://goo.gl/maps/mi8hDZP51fkoUsem8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mesa Vouno</a>. Oben auf diesem Berg liegt die antike Ruinenstadt Alt-Thira, die ich besucht habe.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa.jpg" alt="Wanderweg von Alt-Thira runter nach Perissa" class="wp-image-3778" style="width:300px;height:169px" width="300" height="169" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Wanderweg-von-Ancient-Thira-runter-nach-Perissa-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wanderweg von Alt-Thira runter nach Perissa</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann von Perissa aus sehr schön hochwandern. Das ist etwas anstrengend und ich empfehle auch, den Marsch spätestens um 8 Uhr morgens anzutreten, besser noch früher. Denn sonst wird es zu heiß. Aber dann lohnt es sich, da hoch zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein toller Wanderweg, bei dem man Rast an einer kleinen Kirche oberhalb von Perissa machen kann. Ich bin selbst kein sehr geübter Wanderer und brauche bei dem steilen Aufstieg die eine oder andere Pause. Daher auch mein Rat, auf jeden Fall genügend Wasser mitzunehmen. Der Aufstieg erfolgt weitgehend im Schatten. Aber die Sonne fordert über kurz oder lang ihren Tribut, und deshalb musst Du trinken. So habe ich den Aufstieg bis oben gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was man wissen muss: In der Antike waren die Friedhöfe immer außerhalb der Städte. So auch in Alt-Thira. Dessen Friedhof befindet sich auf der Hangseite, die in Richtung Perissa liegt. Allerdings hat es im Laufe der letzten zwei Jahrtausende den einen oder anderen Erdrutsch gegeben. Man sieht daher nicht mehr viel davon. Ehrlich gesagt bin ich auch einfach durch das Areal gewandert, ohne einen Blick für Details haben zu wollen. Schließlich war ich froh den Aufstieg geschafft zu haben und freute mich auf eine Pause, ehe es in den archäologischen Bereich ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oben habe ich mir die Ruinen angeschaut und die tolle Aussicht auf Kamari und Perissa genossen. Dann habe ich den Weg zurück angetreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einmal fiel mir ein Fels ins Auge, der mir beim Aufstieg gar nicht aufgefallen war. Auf diesem Felsen lag ein behauener Stein. Ich bin mir ganz sicher: Das ist ein Relikt aus der Antike.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was damit tun? Ich musste nicht lange überlegen. Ich habe mir den Stein angeschaut und bin meines Weges gezogen. Für mich war das ein tolles Erlebnis, an das ich gerne zurückdenke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Archäologische Fundgrube Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner langen <a href="https://hellas.blog/griechenlands-geschichte/">Geschichte</a> ist Griechenland eine wahre <a href="https://hellas.blog/griechenlands-geschichte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">archäologische Fundgrube</a>. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin.jpg" alt="Fundstück auf Santorin" class="wp-image-3777" style="width:400px;height:225px" width="400" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Fundstueck-auf-Santorin-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Fundstück auf Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr viele archäologische Stätten sind für Touristen geöffnet und lohnen den Besuch. Auf keinen Fall darf man von dort einen Stein oder ein anders Fundstück mitnehmen. Das steht unter Strafe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gilt schon für einzelne Steine von kulturellen Einrichtungen, auch wenn diese offen herumliegen. Mitnehmen ist ebenso streng verboten wie archäologische Gegenstände zu beschädigen, illegal auszugraben oder vom Fundort zu entfernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die örtlichen Behörden kennen da auch kein Pardon. Wer Fundstücke aber als Souvenir oder Mitbringsel mitgehen lässt, landet im schlimmsten Fall sogar im Gefängnis. In der Regel kommt man glimpflicher davon, erfreulich ist so eine Auseinandersetzung mit den griechischen Behörden aber nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also wie ich durch die Landschaft wanderst und etwas Interessantes siehst, dann lass es unbedingt liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier gilt: Gucken und fotografieren ja, Anfassen vielleicht, Mitnehmen auf keinen Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einem Österreicher droht langjährige Haft</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade geht ein <a href="https://www.krone.at/3062822" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fall durch die Presse</a>, in dem einem Mann aus Österreich eine empfindliche Haftstrafe droht. Im Sommer 2019 verbrachte eine Familie aus Villach in Kärnten ihren Urlaub auf Rhodos. Die Kinder der Familie haben beim Schnorcheln &#8218;etwas&#8216; gefunden und mit hoch gebracht. Ihr Vater freute sich über das &#8222;Souvenir&#8220; und nahm es mit nach Österreich. Dort habe er es Archäologen zeigen wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die griechischen Behörden haben von der Sache erfahren und ein Strafverfahren eingeleitet. Im Januar 2023 wurde die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei stellte die Polizei acht Amphoren sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Mann drohen jetzt bis zu 10 Jahre Haft dafür, dass er die Amphoren von Griechenland mit nach Hause genommen hat. </p>



<h2 class="wp-block-heading">In Griechenland gibt es viele Artefakte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Überall in Griechenland gibt es Artefakte aus alten Zeiten: Steine, Scherben und anderes. Anfang 2023 gab es <a href="https://www.derstandard.de/story/2000123483330/antike-artefakte-aus-versunkenem-handelsschiff-vor-kasos-geborgen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berichte von einem tollen Wrackfund</a> in der Nähe der Insel <a href="https://goo.gl/maps/No6uNehLkJP5vC1X6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kasos</a>. Kern des Artikels: Unterwasser-Archäologen haben Artefakte aus einem Schiffswrack  geborgen. Entscheidend ist: Die Artefakte sind nicht mehr da. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Küsten Griechenlands, auf den Inseln und auf dem Festland gibt es noch sehr viele Artefakte. Es gibt Leute, die machen sich gezielt auf die Suche danach um sie zu sammeln oder zu verkaufen. 2006 hat die Polizei in einer Villa <a href="https://www.deutschlandfunk.de/archaeologischer-diebesfund-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf einer Kykladeninsel zahlreiche Kunstobjekte sichergestellt</a>. Sowas ist nach meiner Einschätzung nur die Spitze des EIsbergs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb sind die Behörden in Griechenland auch sehr empfindlich, wenn jemand gefundene Artefakte an sich nimmt. Das gilt auch für Touristen, die im Meer eine Amphore oder an Land einen antiken Stein finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorsicht beim Kauf von Antiquitäten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch musst Du vorsichtig sein, wenn Dir etwas zum Kauf angeboten wird, das ein echtes Artefakt aus der Antike sein soll. Mein Tipp: niemals kaufen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer klar erkennbaren Replik gibt es keine Probleme. Anders kann es aber mit echten alten Artefakten sein. Wenn Du Glück hast, bist Du betrogen worden und hast eine Fälschung gekauft. Das ist schon ärgerlich. Aber wenn Du ein Artefakt gekauft hast, das wirklich aus der Antike stammt, dann stehst Du schon mit einem Bein im Gefängnis. Denn dann bist Du Teil des <a href="https://hellas.blog/tag/illegaler-handel-mit-antiquitaeten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">illegalen Handels mit Antiquitäten</a>. Und da versteht niemand Spaß.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos.jpg" alt="Replik eines Freskos" class="wp-image-3952" style="width:400px;height:271px" width="400" height="271" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos-300x203.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/07/Replik-eines-Freskos-768x520.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">unproblematisch: Replik eines Freskos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du angibst, dass Du das Artefakt selbst gefunden hast und guten Glaubens dachtest, Du dürftest es behalten, macht es die Lage nicht besser für Dich. Letzten Endes hast Du <a href="https://hellas.blog/tag/raubkunst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Raubkunst</a> in Deiner Tasche, mag der Stein noch so unscheinbar sein. Auch das wird zu einem sehr unangenehmen Erlebnis bei der Ausreise aus Griechenland führen, wenn Du erwischt wirst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines muss Dir klar sein: Wenn Du etwas Antikes in Griechenland kaufst und mit nach Hause nehmen möchtest, dann unterstützt Du damit höchst wahrscheinlich kriminelle Strukturen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch einen legalen Antikenhandel. Ob Du als &#8222;dahergelaufener Tourist&#8220; mit dem in Berührung kommst, wenn Dir jemand ein &#8222;tolles Stück&#8220; in irgend einer Bude anbietet, ist aber höchst fraglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du in Griechenland Antiquitäten kaufen und ausführen möchtest, geht das nur mit einer Genehmigung. Informieren kannst du dich dazu beim Auswärtigen Amt, bei der griechischen Botschaft in Deutschland oder beim Zoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz wichtig: Du musst zu jeder Zeit die legale Herkunft antiker Artefakte nachweisen können. Frage Dich ganz ernsthaft: Ist Dein Griechisch gut genug, damit Du vorgelegte Belege lesen und verstehen kannst? Würdest Du eine Rechnung akzeptieren und als Nachweis der legalen Herkunft eines Artefakts verwenden, wenn der Geschäftsführer laut Rechnung Μίκυ Μάους&nbsp;heißt?.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Μίκυ Μάους&nbsp;ist der griechische Name für Mickey Maus. Ein &#8222;normaler&#8220; Tourist, der mit der griechischen Schrift und Pflichtangaben auf Rechnungen und Bescheinigungen nicht vertraut ist, würde das vermutlich nicht bemerken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einfuhr von Kulturgütern in Deutschland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Zoll stellt Informationen zum Mitbringen von Kulturgütern sowohl aus EU-Staaten als auch aus <a href="https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Rueckkehr-aus-einem-Nicht-EU-Staat/Einschraenkungen/Kulturgueter/kulturgueter_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Drittstaaten</a> zur Verfügung. Da Griechenland der EU angehört, empfehle ich auf jeden Falle einen Blick in diese Informationen. Für das <a href="https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/Kulturgueter/kulturgueter_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mitbringen und Ausführen von Kulturgütern aus EU-Staaten</a> gibt es klare Einschränkungen. Der Zoll weist vor allem auf die Ausfuhr von Kulturgütern hin und auf verschiedene Vorschriften zum Thema Kulturgut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kulturgüter und Medien unter <a href="https://www.kulturgutschutz-deutschland.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kulturgutschutz-deutschland.de</a> Informationen zur Verfügung. Die <a href="https://www.kulturgutschutz-deutschland.de/DE/AllesZumKulturgutschutz/Kulturgutschutzgesetz/Kernpunkte/Einfuhr/Einfuhr_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Informationsseite zur Einfuhr von Kulturgütern</a> finde ich sehr gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland gibt es ein <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gesetz zum Schutz von Kulturgut</a>, kurz KGSG genannt. In <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__28.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 28 KGSG</a> ist festgelegt, dass die Einfuhr eines Artefaktes verboten ist, wenn es als nationales Kulturgut eingestuft ist oder nach den nationalen Rechtsvorschriften nicht hätte ausgeführt werden dürfen. Bei einer danach verbotenen Einfuhr droht eine Haftstrafe bis zu 5 Jahren. Das steht in <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__83.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 83 Absatz 1 Nr. 3 KGSG</a>. Absatz 5 des § 83 KGSG sieht eine Freiheitsstrafe von einem bis 10 Jahren vor, wenn die Täter gewerbsmäßig handeln oder sich mit anderen zu einer Bande verbunden haben, die fortgesetzt solche Taten begehen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum schreibe ich das in diesem Artikel? Natürlich geht ein Stück weit der Jurist mit mir durch, der ich nun einmal bin. Dafür bitte ich um Nachsicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir geht es aber um etwas anderes. Ich habe Leute getroffen, die meinen, alles wäre geschafft wenn sie gefundene Artefakte aus Griechenland herausgebracht habe. Klare Botschaft: Das ist ein Irrtum. Fallen diese Artefakte bei der Einreise nach Deutschland auf, dann folgt bei uns ein Strafverfahren wegen der verbotenen Einfuhr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kgsg/__85.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§ 85 KGSG</a> können illegal eingeführte Kulturgüter eingezogen werden. Du hast also nicht nur ein Strafverfahren mit einer empfindlichen Straferwartung an der Backe. Dein &#8222;Souvenir&#8220;, das Du aus Griechenland mitgebracht hast, ist für Dich weg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machst Du mit einem archäologischen Zufallsfund?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du also unterwegs in Griechenland bist und ein Artefakt aus der Vergangenheit findest, dann empfehle ich folgendes:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht mitnehmen! Lass es liegen!</li>



<li>Anschauen ja. Auch darfst Du Fotos von Deinem Fund machen.</li>



<li>Berühre den Fund nur, wenn Du ihn dadurch nicht beschädigst. Ein behauener Stein, eine alte Säule oder das Fundament eines Gebäudes wirst Du nicht beschädigen. Anders sieht es bei zerbrechlichen Sachen wie zum Beispiel Töpferwaren aus. Die solltest Du nicht berühren. </li>



<li>Wenn Du meinst, dass Du etwas sehr Besonderes gefunden hast, dann informiere das nächst gelegene archäologische Museum oder die nächst gelegene Polizei oder andere Behörde.</li>



<li>Wird Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten? Finger weg!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wird Dir nichts passieren wenn Du etwas (vermutlich) Antikes irgendwo in Griechenland findest. </p>
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