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	<title>Hellenismus Archive - Hellas Blog</title>
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	<description>Griechenland für Dich</description>
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	<title>Hellenismus Archive - Hellas Blog</title>
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	<item>
		<title>Die Grabstele des Sophytos aus Kandahar in Afghanistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[329 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[330 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander der Große]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte]]></category>
		<category><![CDATA[Bessos]]></category>
		<category><![CDATA[Hellenismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus Kandahar im heutigen Afghanistan stammt eine Grabstele mit griechischer Inschrift, die im 2. Jahrhundert vor Christus ein Mann namens Sophytos anfertigen ließ. Sie dokumentiert die bemerkenswerte Geschichte dieses Mannes. Ebenfalls bemerkenswert ist die kulturelle Verbindung zum weit entfernten Griechenland.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-grabstele-des-sophytos-aus-kandahar-in-afghanistan/">Die Grabstele des Sophytos aus Kandahar in Afghanistan</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.tanea.gr/2026/03/05/lifearts/arxaia-elliniki-epigrafi-sto-afganistan-faneronei-ton-ellinistiko-politismo-tis-kantaxar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ta Nea berichtet</a> über eine Inschrift, die aus Kandahar im heutigen Afghanistan stammt. Es handelt sich dabei um die Grabstele des Sophytos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was haben Afghanistan und Kandahar mit Griechenland zu tun?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Frage, die sich jemandem aus der heutigen Zeit stellt, ist doch: Kandahar liegt in Afghanistan und nicht in Griechenland. Was hat das miteinander zu tun?</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="griechische-Inschrift-aus-Kandahar-in-Afghanistan"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="337" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift.jpg" alt="griechische Inschrift aus Kandahar in Afghanistan" class="wp-image-14221" style="width:400px" title="griechische Inschrift aus Kandahar in Afghanistan" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">griechische Inschrift aus Kandahar in Afghanistan<br>(Bild ist Public Domain)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Frage beantworten zu müssen, geht es weit zurück in der Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander der Große hatte gerade das Persische Reich herausgefordert und besiegt. Er hatte herausragende Fähigkeiten als Feldherr, wohl auch als Kämpfer. Ihm gelang es immer wieder, bei Belagerungen und in offenen Feldschlachten die Oberhand zu behalten. Aber Persien war ihm nicht genug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander hatte die Unterstützung der Griechen. Das kam überhaupt nicht freiwillig. Aber auch besiegte Griechen mussten feststellen, dass der Sieg über Persien eine beeindruckende Leistung war. Und &#8222;nebenbei&#8220; hatte Alexander auch Ägypten erobert, die neue Hafenstadt Alexandria gegründet und war auch Herrscher über dieses große Reich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ihm war das nicht genug. Gegen Ende des Jahres 330 v.Chr. drang er in das Gebiet vor, das wir heute Afghanistan nennen. In der Nähe von Kabul überwinterte er und Überschritt zu Beginn des Frühjahrs 329 v.Chr. den Hindukusch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Ziel war Baktrien, wo sich ein gewisser Bessos aufhielt. Bessos war ein Verwandter des persischen Großkönigs Dareios III. Als sich dessen Niederlage abzeichnete, sorgte er für dessen Gefangennahme. Er uns seine Mitverschwörer wollten ihn an Alexander ausliefern, um diesen zu Dank zu verpflichten. Aber sie ahnten, dass daraus wohl nichts werden würde. Deshalb brachten sie Dareios um und flohen. Alexander stellte die Verfolgung zunächst ein. Aber Bessos war in Baktrien, einem nicht eroberten Teil des Persischen Reichs. Dort nahm er den Königstitel an und begann, neue Truppen zusammenzustellen. Das ließ Alexander sich nicht bieten und zog los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte dieses Feldzugs kann ich im Rahmen dieses Beitrags nicht wiedergeben. Wichtig ist zu wissen, dass Alexander auch beim heutigen Kandahar vorbeikam. Hier gründete er eine Stadt namens Alexandria. Dort liegt heute mit Kandahar die zweitgrößte Stadt Afghanistan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kam die griechische Kultur nach Afghanistan und fand im heutigen Kandahar ein Zuhause.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grabstele des Sophytos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2004 tauchte im Antikenhandel eine Kalksteinplatte mit einer Inschrift in altgriechischer Sprache auf. Es handelt sich um ein Grabepigramm, das ein Mann namens Sophytos noch zu seinen Lebzeiten in Auftrag gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Fundort wird Kandahar angegeben, was vermutlich auch stimmt. Heute befindet die Platte sich in Privatbesitz. Die Inschrift wurde aber entziffert und publiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist der griechische Text auf der Grabstele:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Σωφύτου στήλη</p>



<p class="wp-block-paragraph">Δ Δηρὸν ἐμῶγ κοκυῶν ἐριθηλέα δώματ᾽ ἐόντα<br>Ι ἲς ἄμαχος Μοιρῶν ἐξόλεσεν τριάδος·<br>Α αὐτὰρ ἐγὼ, τυννὸς κομιδῆι βιότοιό τε πατρῶν<br>Σ Σώφυτος εὖνις ἐὼν οἰκτρὰ Ναρατιάδης,<br>Ω ὡς ἀρετὴν Ἑκάτου Μουσέων τ᾽ ἤσχηκα σὺν ἐσθλῆι<br>Φ φυρτὴν σωφροσύνηι, θήμος ἐπεφρασάμην<br>Υ ὑψώσαιμί κε πῶς μέγαρον πατρώϊον αὔθις·<br>Τ τεκνοφόρον δὲ λαβὼν ἄλλοθεν ἀργύριον,<br>Ο οἴκοθεν ἐξέμολον μεμαὼς οὐ πρόσθ᾽ ἐπανελθεῖν<br>Υ ὕψιστον κτᾶσθαι πρὶμ μ᾽ άγαθῶν ἄφενος·<br>Τ τοὔνεκ᾽ ἐπ᾽ ἐμπορίηισιν ἰῶν εἰς ἄστεα πολλὰ<br>Ο ὄλβον ἀλωβήτος εὐρὺν ἐληισάμην<br>Υ ὑμνητὸς δὲ πέλων πάτρην ἐτέεσσιν ἐσῖγμαι<br>Ν νηρίθμοις τερπνός τ᾽ εὐμενέταις ἐφάνην·<br>Α ἀμφοτέρους δ᾽ οἶκόν τε σεσηπότα πάτριον εἶθαρ<br>Ρ ῥέξας ἐκ καινῆς κρέσσονα συντέλεσα<br>Α αἶάν τ᾽ ἔς τύμβου πεπτωκότος ἄλλον ἔτευξα,<br>Τ τὴν καὶ ζῶν στήλην ἐν ὁδῶι ἐπέθηκα λάλον.<br>Ο οὕτως οὖν ζηλωτὰ τάδ᾽ ἔργματα συντελέσαντος<br>Υ υἱέες υἱωνοί τ᾽ οἶκον ἔχοιεν ἐμοὖ.<sup data-fn="e8b654c1-4ef1-47a5-a08e-270a052f3804" class="fn"><a href="#e8b654c1-4ef1-47a5-a08e-270a052f3804" id="e8b654c1-4ef1-47a5-a08e-270a052f3804-link">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Altgriechisch ist so schlecht, dass ich den Versuch einer wörtlichen Übersetzung unterlasse. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Das berichtet Sophytos über sich selbst</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Überschrift <em>Σωφύτου στήλη</em> weist das Artefakt als <em>Sophytos Säule</em> aus. Damit kennen wir den Namen des Mannes und lesen seine Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sophytos (Σώφυτος) stellt sich als Sohn des Naratiades (Ναρατιάδης) vor. Seine Famlie scheint ihr gesamtes Vermögen verloren zu haben, als er noch jung war. Deswegen ging Sophytos weg. Er scheint als Kaufmann sehr erfolgreich gewesen zu sein, und so kehrte er an seinen Heimatort zurück. Dort baute er sein Elternhaus wieder auf und richtete auch die Gräber seiner Familie wieder her. Er schließt ab mit dem Wunsch, dass seine Söhne und noch deren Söhne noch besitzen mögen, was er hinterlassen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stele berichtet von Verlust und dem Wiederauferstehen aus dem Nichts. Das ist eine Geschichte, die mich sehr berührt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verwendung der griechischen Sprache zeigt, dass Sophytos sich in dieser Kultur als heimisch empfand. Das Kandahar seiner Zeit war eine griechische geprägte Stadt, auch wenn es weit weg von Griechenland im heutigen Afghanistan lag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Afghanistan im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das heutige Afghanistan ist ganz klar kein griechisch geprägtes Land. Dennoch gibt es historische Verbindungen der Länder. Diese behandele ich gelegentlich im Hellas Blog.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/die-grabstele-des-sophytos-aus-kandahar-in-afghanistan/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="griechische Inschrift aus Kandahar in Afghanistan" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Afghanistan-Kandahar-griechische-Inschrift.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/die-grabstele-des-sophytos-aus-kandahar-in-afghanistan/">Die Grabstele des Sophytos aus Kandahar in Afghanistan</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/briefmarken-olympische-sommerspiele-1984/"><img decoding="async" width="300" height="81" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1984-300x81.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Briefmarken von 1984 anlässlich der Olympischen Sommerspiele" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1984-300x81.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1984-768x206.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-Olympische-Sommerspiele-1984.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/briefmarken-olympische-sommerspiele-1984/">Briefmarken von 1984 anlässlich der Olympischen Sommerspiele</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/briefmarke-2016-aristoteles-alexander-der-grosse/"><img decoding="async" width="233" height="300" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander-233x300.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Briefmarke der griechischen Post: Aristoteles und Alexander (2016)" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander-233x300.jpg 233w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander.jpg 479w" sizes="(max-width: 233px) 100vw, 233px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/briefmarke-2016-aristoteles-alexander-der-grosse/">Briefmarke mit Aristoteles und Alexander dem Großen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug auf <a href="https://hellas.blog/tag/afghanistan/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Afghanistan</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um Dir alle Beiträge anzeigen zu lassen.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="e8b654c1-4ef1-47a5-a08e-270a052f3804">Quelle: Supplementum Epigraphicum Graecum, Band 54, 2004 (2008) Nr. 1568. <a href="#e8b654c1-4ef1-47a5-a08e-270a052f3804-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-grabstele-des-sophytos-aus-kandahar-in-afghanistan/">Die Grabstele des Sophytos aus Kandahar in Afghanistan</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Bildhauer auf Paros betrieb in der Antike seine eigene Werkstatt</title>
		<link>https://hellas.blog/ein-bildhauer-auf-paros-betrieb-in-der-antike-seine-eigene-werkstatt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Delos]]></category>
		<category><![CDATA[Hellenismus]]></category>
		<category><![CDATA[Marmor]]></category>
		<category><![CDATA[Parikia]]></category>
		<category><![CDATA[Parischer Marmor]]></category>
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		<category><![CDATA[Periferia Südliche Ägäis]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Paros]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Grabungskampagne 2025 haben Archäologen auf Paros eine Werkstatt gefunden, in der zur Zeit des Hellenismus ein Bildhauer arbeitete. Ich sehe hier eine Verbindung zur nahe gelegenen heiligen Insel Delos. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ein-bildhauer-auf-paros-betrieb-in-der-antike-seine-eigene-werkstatt/">Ein Bildhauer auf Paros betrieb in der Antike seine eigene Werkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf der Insel Paros haben Forscher eine Werkstatt aus der Zeit des Hellenismus gefunden, die einst einem Bildhauer gehört hat. Das meldet das <a href="https://www.culture.gov.gr/el/Information/SitePages/view.aspx?nID=5328" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechische Kulturministerium</a> am 13. Mai 2025.</p>



<h2 class="wp-block-heading">In dieser Werkstatt arbeitete einst ein Bildhauer auf Paros</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst einmal möchte ich auf den Fund der Werkstatt selbst eingehen. Man hat sie im heutigen Hafenort Parikia gefunden, und zwar am Standort Floga.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="2025-gefundene-Bildhauerwerkstatt-in-Parikia"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-1.jpg" alt="2025 gefundene Bildhauerwerkstatt in Parikia" class="wp-image-11445" style="width:400px" title="2025 gefundene Bildhauerwerkstatt in Parikia" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-1.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">2025 gefundene Bildhauerwerkstatt in Parikia (Bildquelle: griechisches Kulturministerium)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier finden schon seit den 1980er Jahren Ausgrabungen statt. Bis jetzt sind drei Gebäudeeinheiten ans Licht gekommen. Die Aktivitäten der Archäologen mussten längere Zeit pausieren. Die Ausgrabungen konnten aber 2008 wieder beginnen und werden seit 2013 systematisch durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Grabungskampagne fand im Frühjahr 2025 statt. In ihr haben die Forscher weitere Räume des Gebäudekomplexes freigelegt. Die Wände sind in beeindruckender Höhe gehalten. Man hat zahlreiche Artefakte finden können, die in einer großen Zahl übrigens Aphrodite zugeordnet werden können. Es gibt auch Tonköpfe weiblicher Figuren sowie Tonstempel und Siegel. Auch Bruchstücke von Keramiken hat man in großer Menge sammeln können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr hat man zudem Ablagerungen von Marmorlatten an verschiedenen Punkten dieser Ausgrabungsstätte nachweisen können. Zudem sind einige nicht fertig gestellte Marmorskulpturen gefunden worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass an diesem Ort auf Paros ein Bildhauer in der Zeit des Hellenismus seine Werkstatt betrieben hat, ist nunmehr bewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab irgendeinem Zeitpunkt sind die Räumlichkeiten nicht mehr als Bildhauer-Werkstatt genutzt worden. In späteren Zeiten gab es hier wohl eine Art Labor. Das belegen Funde von Tonmatritzen, Farbpigmenten, Purpur und Metallschlacke, die definitiv jüngeren Datums sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ist Delos der Schlüssel zum Verständnis dieser Werkstatt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Paros gehört zur <a href="https://hellas.blog/uebersicht-inseln-kykladen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Inselgruppe der Kykladen</a> und liegt in deren Zentrum. Etwas nördlich liegt Delos, eines der sakralen Zentren der Griechen in der vorchristlichen Zeit. Hierher brachten Gläubige aus ganz Griechenland Votivgaben, um die Götter günstig zu stimmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Hier-arbeitete-in-der-Zeit-des-Hellenismus-ein-Bildhauer"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-2.jpg" alt="Hier arbeitete in der Zeit des Hellenismus ein Bildhauer" class="wp-image-11446" style="width:400px" title="Hier arbeitete in der Zeit des Hellenismus ein Bildhauer" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-2.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/06/Paros-Parikia-Bildhauerwerkstatt-2025-2-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier arbeitete in der Zeit des Hellenismus ein Bildhauer (Bildquelle: griechisches Kulturministerium)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nun war es damals nicht einfach, größere Geschenke für die Götter aus der Ferne auf die Insel Delos zu bringen. Schon die Anreise war beschwerlich und man konnte froh sein, auf eine der nahegelegenen Inseln zu kommen. Die Lösung des Transportproblems war ganz einfach: Die Gläubigen machten ohnehin unterwegs auf einer der nahegelegenen Insel Station. Dann konnte man die Votivgabe auch dort kaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Zusammenhang zwischen Paros und Delos ist gut dokumentiert. Es gibt mehrere bedeutende Fundstücke, die Du heute im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum in Athen</a> sehen kannst. Es gibt mehrere Kunstwerke, die aus parischem Marmor gefertigt worden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berühmt ist der <a href="https://hellas.blog/kaempfender-gallier-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kämpfende Gallier</a>, der aus parischem Marmor gefertigt wurde. Gefertigt hat sie vermutlich der Bildhauer Agasias, der auf Delos tätig war. Dort ist diese Statue vermutlich entstanden. Dass das Material einer Skulptur von Paros stammt, besagt also für sich betrachtet nicht, dass das Kunstwerk auch dort entstanden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf Paros entstanden bedeutende Kunstwerke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bei anderen berühmten Kunstwerken ist es aber gut möglich, dass sie auf Paros entstanden sind. So gibt es eine Figurengruppe von Aphrodite, Pan und Eros, die ebenfalls aus parischem Marmor besteht. Gefunden hat man sie auf Delos. Sie entstand wohl im 1. Jahrhundert vor Christus. Genau beweisen kann man den Ort ihrer Entstehung nicht. Aber es gibt Indizien, die Paros als Ort der Fertigung sehr wahrscheinlich machen. Die feine Modellierung und die humorvolle Darstellung der Figuren gilt als ein Merkmal der parischen Bildhauerschule.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Delos sind auch zahlreiche andere Weihegaben gefunden worden, die aus parischem Marmor gefertigt wurden. Eine enge Verbindung zwischen Paros und Delos ist wissenschaftlich belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass die Werkstatt im Bereich des heutigen Hafenorts Parikia liegt. Dieser liegt in einer geschützten Bucht, hier haben auch schon in der Antike Schiffe Halt gemacht. Zudem hat man hier zwei Heiligtümer gefunden, die Asklepios und dem pythischen Apollon geweiht waren. Schließlich haben Archäologen auch eine Keramikwerkstatt entdeckt, die den handwerklichen Fleiß der antiken Bewohner dieses Ortes belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass ein Bildhauer seine Werkstatt auf Paros an diesem Ort eingerichtet hat, passt gut in das Bild der Fertigung für den religiösen Bedarf. Für mich sind deshalb nicht nur die lokalen Heiligtümer, sondern auch die Nähe zur Insel Delos ein Schlüssel für das Verständnis über diese Werkstatt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gespannt, was Archäologen dazu in der Zukunft noch herausfinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ein-bildhauer-auf-paros-betrieb-in-der-antike-seine-eigene-werkstatt/">Ein Bildhauer auf Paros betrieb in der Antike seine eigene Werkstatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</title>
		<link>https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/</link>
					<comments>https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Thessaloniki]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Grieche hat bei Thessaloniki im Müll eine Marmorskulptur gefunden. Sie ist über 2000 Jahre alt und stammt aus dem Hellenismus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/">Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://rp-online.de/panorama/ausland/thessaloniki-grieche-findet-jahrtausendealte-marmorskulptur-im-muell_aid-123343565" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RP Online</a> berichtet, dass ein Grieche in der Nähe von Thessaloniki eine Marmorskulptur im Müll gefunden hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized" id="Marmorskulptur-(Bildquelle:-RP-Online)"><img decoding="async" src="https://rp-online.de/imgs/32/2/2/2/2/2/6/4/2/7/tok_caea5245c1b346bdd16680dcc3200d64/w1344_h2500_x672_y1250_AFP_fAFP_36VB2HA-be5b763d8fd2a7cf.jpg" alt="Marmorskulptur (Bildquelle: RP Online)" style="width:300px" title="Marmorskulptur (Bildquelle: RP Online)"/><figcaption class="wp-element-caption">Marmorskulptur<br>(Bildquelle: RP Online)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte ist ungewöhnlich. Aber sie ist passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Mann fiel neben einer Abfalltonne eine ungewöhnlich gefüllte Mülltüte auf. Er sah sie sich an und staunte nicht schlecht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also schaute er rein und stellte fest, dass sich eine Marmorstatue darin befindet. Es handelt sich um die Statue einer Frau, der allerdings der Kopf fehlt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finder hat den Fund umgehend gemeldet. Das brachte ihn in die unangenehme Situation, dass zunächst einmal gegen ihn ermittelt wurde. Der illegale Antiquitätenhandel ist ein echtes Problem in Griechenland und die Behörden reagieren sehr scharf darauf. <a href="https://hellas.blog/archaeologische-fundstuecke-griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologische Fundstücke</a> darf man nicht an sich nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb wurde der Finder erst einmal als Verdächtigen behandelt und ausdrücklich befragt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat ihn jedoch ohne Anklage laufen lassen. Das bedeutet für mich, dass er wohl wirklich ein ehrlicher Finder war.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="antike-Skulptur-im-Müll"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell.jpg" alt="antike Skulptur im Müll" class="wp-image-10346" style="width:300px;height:auto" title="antike Skulptur im Müll" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Marmorskulptur-im-Muell-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">antike Skulptur im Müll<br>(von KI erzeugtes Bild)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zum Fund selbst. Die Marmorskulptur, die bei Thessaloniki im Müll gefunden wurde, ist von Experten untersucht worden. Sie wird auf die Zeit zwischen 320 v.Chr. bis 30 v.Chr. datiert, stammt also aus der Zeit des Hellenismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hellenismus begann in der Zeit nach Alexander des Großen. Funde aus der Antike sind bis heute eine Seltenheit in Griechenland. Und leider gelangt nicht jeder in ein Museum. Mancher verschwindet auch im illegalen Antikenhandel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So verhältst Du Dich bei einem Zufallsfund</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in Griechenland bist und ein Artefakt aus der Vergangenheit findest, dann empfehle ich folgendes:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nicht mitnehmen! Lass es liegen!</li>



<li>Anschauen ja. Auch darfst Du Fotos von Deinem Fund machen.</li>



<li>Berühre den Fund nur, wenn Du ihn dadurch nicht beschädigst. Ein behauener Stein, eine alte Säule oder das Fundament eines Gebäudes wirst Du nicht beschädigen. Anders sieht es bei zerbrechlichen Sachen wie zum Beispiel Töpferwaren aus. Die solltest Du nicht berühren.</li>



<li>Wenn Du meinst, dass Du etwas sehr Besonderes gefunden hast, dann informiere das nächst gelegene archäologische Museum oder die nächst gelegene Polizei oder andere Behörde.</li>



<li>Wird Dir etwas Antikes zum Kauf angeboten? Finger weg!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wird Dir nichts passieren wenn Du etwas (vermutlich) Antikes irgendwo in Griechenland findest. Du musst damit rechnen, dass die Behörden Dir unangenehme Fragen stellen. Den Fund mitzunehmen ist nicht erlaubt. Deshalb ist es das beste, Du informierst die Polizei, eine andere Behörde oder ein Museum per Telefon.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-marmorskulptur-im-muell-bei-thessaloniki/">Die Marmorskulptur im Müll bei Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Briefmarke mit Aristoteles und Alexander dem Großen</title>
		<link>https://hellas.blog/briefmarke-2016-aristoteles-alexander-der-grosse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
		<category><![CDATA[322 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[323 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[356 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[384 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Chalkis]]></category>
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		<category><![CDATA[Hellenismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Platon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2016 gab die griechische Post eine Briefmarke heraus, auf der Aristoteles und Alexander der Große zu sehen sind. Diese Marke möchte ich Euch heute vorstellen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/briefmarke-2016-aristoteles-alexander-der-grosse/">Briefmarke mit Aristoteles und Alexander dem Großen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">2016 gab die griechische Post eine Briefmarke heraus, auf der Aristoteles und Alexander der Große zu sehen sind. Ich finde, es lohnt sich ein Blick auf diese Marke.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aristoteles und sein Schüler Alexander auf einer Marke</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="479" height="617" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander.jpg" alt="Briefmarke der griechischen Post: Aristoteles und Alexander (2016)" class="wp-image-6618" style="width:250px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander.jpg 479w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/02/Briefmarke-2400-Jahres-Aristoteles-2016-mit-Alexander-233x300.jpg 233w" sizes="(max-width: 479px) 100vw, 479px" /><figcaption class="wp-element-caption">Briefmarke der griechischen Post: Aristoteles und Alexander (2016)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aristoteles (Ἀριστοτέλης) ist wohl einer der bekanntesten Philosophen und Forscher der griechischen Antike. Sein Lehrer war Platon, Aristoteles hat jedoch viele Forschungsdisziplinen (ein modernen Wort, das er so nicht verwendet hätte) weiterentwickelt oder gar selbst begründet. Zur Welt kam er im Jahr 384 v.Chr. in der Stadt Stagira (Στάγιρα) auf Chalkidiki. Er starb nach einem beeindruckenden Leben um 322 v.Chr. in Chalkis auf Euböa. Wir kennen ihn nicht nur als Autor sehr vieler bis heute erhalten gebliebener Schriften. 343 v.Chr. oder 342 v.Chr. wurde er als Lehrer an den makedonischen Königshof berufen. Sein Schüler war niemand geringeres als der Königssohn Alexander, den wir heute mit dem Beinamen &#8222;der Große&#8220; kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Alexander dem Großen (Ἀλέξανδρος ὁ Μέγας) haben wir genauere Lebensdaten. Zur Welt kam er am 20. Juli 356 v.Chr. in Pella. Er verstarb am 10. Juni 323 v.Chr. in Babylon. Alexander gelang es nicht nur, das bis dahin zerstrittene Griechenland unter seiner Herrschaft zu vereinen. Er eroberte mit Ägypten und Persien die beiden Großreiche seiner Zeit und begründete das Zeitalter des Hellenismus. Sein Herrschaftsbereich erstreckte sich bis in das heutige Afghanistan und nach Indien.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zur Briefmarke der griechischen Post aus dem Jahr 2016</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss möchte ich noch auf die philatelistische Seite dieser Marke zu sprechen kommen. Sie ist Teil einer Dreier-Serie, welche die griechische Post im Jahr 2016 anlässlich des 2400. Geburtstag von Aristoteles herausgegeben hat. Die Marken sind sowohl im Bogen als auch als Bock erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Marke sehen wir vorne Aristoteles, im Hintergrund seinen Schüler Alexander. Rund um die Marke ist ein Schriftzug. Auf diesem lesen wir die Kategorien der von Aristoteles überlieferten Schriften:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Όργανον (Organon)</li>



<li>Φυσικά (Physik)</li>



<li>Βιολογικά (Biologie)</li>



<li>Ψυχολογία (Psychologie)</li>



<li>Ηθικά (Ethik)</li>



<li>Πολιτικά (Politik)</li>



<li>Τεχνικά (Technik)</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nominalwert beträgt 80 Cent. Im Michel-Katalog hat diese Marke die Nummer 2895. Sie ist in einer Auflage von 1.000.000. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt noch die Frage nach dem Wert dieser Marke. Der Michel-Katalog  2017/2018 nennt sowohl postfrisch als auch gestempelt einen Wert von 1,80 Euro für diese Marke und auch für den Block. Ich denke angesichts der hohen Auflage nicht, dass ihr Wert seit dem nennenswert gestiegen ist. Von privat kann man sie sicherlich auch etwas günstiger erwerben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Quellen zu diesem Beitrag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Internetseiten habe ich verlinkt. Zusätzlich habe ich verwendet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Michel Katalog Südosteuropa 2017/2018 (102. Auflage), Seite 469</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Hinweise zu dieser Marke bin ich immer dankbar. Meine Kontaktdaten stehen im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
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