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	<title>Löwe Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Löwe Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einem Dolch im Archäologischen Nationalmuseum Athen machen Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel. Gefunden wurde er im Gräberrund A in Mykene. Die Inventarnummer im Museum ist 765. Im heurigen Jahresthema geht es um besondere Artefakte in Museen. Dieser Dolch gehört für mich definitiv dazu.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Nationalmuseum</a>&nbsp;ist ein Dolch zu sehen, auf dem Katzen zwischen Papyrusblüten Jagd auf Wasservögel machen. Im Rahmen des heurigen Jahresthemas geht es um besondere Artefakte in Museen. Für mich gehört dieser Dolch dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was machen Wasservögel und Katzen auf einem Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Den Dolch habe ich am Anfang des Rundgangs gesehen, im Bereich mit prähistorischen Altertümern. Dort gibt es viele Funde aus dem bronzezeitlichen Mykene.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Dolch-aus-Mykene-mit-Katzen,-Vögeln-und-Papyrusblüten"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" class="wp-image-15278" title="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht wenige dieser Funde hat seinerzeit&nbsp;<a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>&nbsp;gemacht. Heute sind sie im Raum 4 des Museums zu sehen. Die Inventarnummer im Archäologischen Nationalmuseum ist 765.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klinge dieses Dolchs besteht aus Bronze. Sie ist reich mit Einlegearbeiten aus Gold und Silber verziert. Die Verzierungen sind mit einer Technik namens Niello ausgeführt, was auf die hohe Kunstfertigkeit der mykenischen Metallhandwerker hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefertigt wurde der Dolch im 16. oder 15. vorchristlichen Jahrhundert. Er gehört zu einer kleinen Gruppe von Luxusobjekten aus dieser Zeit, in denen von der Natur inspirierte Motive zu sehen sind. Mich erinnert das an Wandmalereien aus dieser Zeit, die man auf Santorin oder Kreta gefunden hat. Das ist ein Indiz für den kulturellen Austausch zwischen diesen Räumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schild zu diesem Objekt beschreibt es als&nbsp;<em>Bronzedolch mit eingelegten Verzierungen</em>. Auf der Klinge sei eine nilotische Landschaft mit Katzen dargestellt, die Wasservögel zwischen Papyrusblüten zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die Papyrusblüten sind ein Hinweis auf Ägypten. Niello war auch ägyptischen Schmieden bekannt. Sowohl Motive auf der Klinge als auch die handwerkliche Technik sind ein Indiz für den kulturellen Austausch mit Ägypten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Vorderseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gesamten Breite der Klinge sehen wir stilisierte Papyrusblüten. Rechts neben der großen Blüte am linken Rand sehen wir eine große Katze, die sich in einer dynamischen Bewegung befindet. Möglicherweise sehen wir einen Löwen. Mich erinnert das ein wenig an den&nbsp;<a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Vorderseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="209" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg" alt="Vorderseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15276" title="Vorderseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-300x78.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-2-768x201.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorderseite des Bronzedolchs, Inventarnummer 765</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Katze wird von einer großen Vogelgestalt begleitet, deren Flügel und Körper durch Gold- und Silbereinlagen hervorgehoben sind. Möglicherweise handelt es sich um eine symbolische Darstellung des Kampfes zwischen Raubtier und Beute. Vielleicht sollen aber auch nur Kraft und Dynamik zu sehen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts neben der Katze sind weitere Vögel zu sehen, die in verschiedenen Flugpositionen dargestellt sind. Das zeigt nicht nur die gute Beobachtungsgabe des Künstlers, die ich aus der sehr realistischen Darstellung der Tiere ableite. Das Motiv ist auch ein Hinweis darauf, dass die Natur in der mykenischen Vorstellungswelt eine große Bedeutung gehabt haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterhalb der zentralen Szene schwimmen Fische und andere Wassertiere. Das deutet auf einen Lebensraum an einem Fluss oder See hin. Der Bezug zu Ägypten legt den Nil nahe, was auch im Begleittext des Museums zum Ausdruck kommt. Das ist aber meiner Meinung nach nur Spekulation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Rückseite</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die andere Seite ist Dank Spiegeln auch gut zu sehen. Links sehen wir einen Löwen, daneben Vögel und Blüten.</p>



<figure class="wp-block-image size-full" id="Rückseite-des-Bronzedolchs"><img decoding="async" width="800" height="213" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg" alt="Rückseite des Bronzedolchs" class="wp-image-15277" title="Rückseite des Bronzedolchs" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-300x80.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-3-768x204.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rückseite des Bronzedolchs</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich um Papyrus handelt, kann ich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Die Pflanzen sind stilisiert dargestellt. Aber mit ihren langen Stängeln und typischen Spitzen sehen sie so aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besuche das Archäologische Nationalmuseum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse des Museums in Athen ist&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/dFVa5VpSgLTkjZpf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28is Oktovriou 44</a>. Die nächstgelegene Metro-Station ist am Omonia-Platz. Direkt vor dem Museum befindet sich die Bushaltestelle Polytechneio. Der Eintritt kostet 20 Euro, bestimmte Personen erhalten eine Ermäßigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen umfangreiche&nbsp;<a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-erweiterung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten</a>. Deswegen soll es in näherer Zukunft auch vorübergehend für Besucher geschlossen werden. Bitte informiere Dich vor einem Besuch auf der&nbsp;<a href="https://www.namuseum.gr/en/episkepsi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage des Museums</a>, ob es geöffnet ist.</p>
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		<title>Der Löwe von Moschato</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1687]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum von Piräus]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bucht von Zea]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
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		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Skulpturen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Löwe von Moschato ist ein völlig unscheinbares Ausstellungsstück im Archäologischen Museum von Piräus. Der Löwe von Moschato bewacht das</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato ist ein völlig unscheinbares Ausstellungsstück im Archäologischen Museum von Piräus. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Löwe von Moschato bewacht das Foyer des Museums</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Betrittst Du das Museum, zahlst Du im Vorraum den Eintritt. Dann geht es weiter, und Du stehst im Foyer. Dieser Raum wird schon für die Ausstellung genutzt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Im-Foyer-des-Archäologischen-Museums-Piräus:-Der-Löwe-von-Moschato"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5.jpg" alt="Im Foyer des Archäologischen Museums Piräus: Der Löwe von Moschato" class="wp-image-14237" style="width:300px" title="Im Foyer des Archäologischen Museums Piräus: Der Löwe von Moschato" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-5-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Löwe von Moschato</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato steht im Treppenhaus. Mein erster Gedanke war, dass er das Foyer bewacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Skulptur ist viel größer, als ein Löwe in Wirklichkeit wird. Der sitzt auf seinen Hinterläufen und strahlt eine große Ruhe aus. Sein Gesicht wirkt ernst und freundlich zugleich. Diese Skulptur stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ähnelt dem berühmten Löwen von Piräus. Der befindet sich aber nicht mehr hier, sondern gelangte 1687 als Kriegsbeute nach Venedig. Dort steht er heute <a href="https://maps.app.goo.gl/25rAbJzVk7ctFZVY9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vor dem Arsenal</a>. Das ist aber eine andere Geschichte, von der ich ein anderes mal berichten möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der in Piräus ausgestellte Löwe stand einst auf einem Grab in Moschato. Das ist ein Vorort von Athen, der in der Antike eine gewisse Bedeutung hatte. Die Region stand unter der Herrschaft Athens. Eine eigenständige Rolle hat Moschato dabei nicht gespielt. Aber natürlich war sie mit den militärischen Aktivitäten der Stadt verbunden. Die Siedlungen in der Gegend waren in das politische System von Athen eingebunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutete, dass die Männer der Gegend mit Athen in den Krieg ziehen mussten. Und nicht jeder kam lebendig zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vermute, dass der Löwe mit einem Krieg zusammenhing. Wahrscheinlich hat er einst ein Polyandrion bewacht. Das ist ein Gemeinschaftsgrab für mehrere Männer, meist waren es Krieger. Solche Löwen kennen wir auch aus Amphipolis oder Chaironeia. Der Löwe von Chaironeia bewacht seit 338 v.Chr. das Ehrengrab für die 254 Gefallenen der Heiligen Schar von Theben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um etwas ähnliches könnte es sich auch bei diesem Löwen handeln. Aber in welchem Zusammenhang er errichtet wurde, habe ich nicht herausfinden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe von Moschato stammt aus der Zeit des Hellenismus. Er symbolisiert Stärke und Tapferkeit. Auch beschützt er die Verstorbenen im Jenseits. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Archäologische Museum in Piräus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bist Du in Piräus und hast Du etwas Zeit, solltest Du das Archäologische Museum der Stadt besuchen. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) und lohnt sich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Adresse ist <a href="https://maps.app.goo.gl/t2udszfNzVAPNm4V6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trikoupi 31 in Piräus</a>. Es liegt in unmittelbarer Nähe der Bucht von Zea.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum empfängt seine Besucher von Mittwoch bis Montag. Dienstag ist Ruhetag. Die Öffnungszeiten sind im Winterhalbjahr von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Im Sommer hat es von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen zum Museum entnimmst Du der <a href="http://odysseus.culture.gr/h/1/eh155.jsp?obj_id=3371" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Website des griechischen Kulturministeriums</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Löwen im Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute leben in Griechenland keine Löwen mehr. In der Bronzezeit und möglicherweise noch in der Antike war das anders. Das erklärt vielleicht, warum Löwen für die damals lebenden Menschen eine große Bedeutung hatten. Gelegentlich schreibe ich über Löwen im Hellas Blog.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Dolch aus Mykene mit Katzen, Vögeln und Papyrusblüten" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Archaeologisches-Nationalmuseum-Athen-2025-Dolch-Mykene-Katzen-Voegel-Papyrusblueten-1.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/dolch-katzen-wasservoegel-papyrusblueten/">Auf einem Dolch jagen Katzen Wasservögel zwischen Papyrusblüten</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/der-loewe-von-moschato/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Der Löwe von Moschato im Foyer des Museums" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/03/Piraeus-Archaeologisches-Museum-Loewe-Moschato-4.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/der-loewe-von-moschato/">Der Löwe von Moschato</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Löwe von Kea" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/">Der Löwe von Kea</a></li></ul>



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		<title>Der Löwe von Kea</title>
		<link>https://hellas.blog/loewe-von-kea/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ioulida]]></category>
		<category><![CDATA[Kea]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalbezirk Kea-Kythnos]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps für Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Löwe von Kea ist eine große Attraktion auf der Insel. Er liegt in der Nähe von Ioulida, dem Hauptort der Insel. Wenn Du auf der Insel bist, solltest Du Dir die große, in den Fels gehauene Skulptur unbedingt anschauen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/">Der Löwe von Kea</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die größte Attraktion der Insel Kea ist der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/7AvEQEowiU6cBzfW7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwe von Kea</a>. Du findest ihn etwas nordöstlich von Ioulida, der Chora der Insel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Loewe-von-Kea"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion.jpg" alt="Löwe von Kea" class="wp-image-10260" style="width:400px" title="Löwe von Kea" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/01/Kea-Loewe-Lion-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der steinerne Löwe von Kea (Foto von Freunden)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe liegt an einem Fußweg, auf den Du kommst, wenn Du am Friedhof von Ioulida vorbei aus dem Ort herausläufst. Etwas außerhalb gibt es auch einen&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/4739cxb6JtaJaHA89" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Parkplatz</a>, von dem der Fußweg aus der anderen Richtung zum Löwen geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Löwen handelt es sich um eine große Statue, die im 6. Jahrhundert vor Christus aus dem Feld des Hügels herausgemeißelt worden ist. Der Löwe ist gut sechs Meter lang und drei Meter hoch. Er liegt ruhig dort, beobachtet die Umgebung und lächelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe ist eine wirklich beeindruckende Skulptur. Ich frage mich schon, was die Menschen vor 2.600 Jahren dazu bewogen hat, diese Skulptur aus dem Fels heraus zu meißeln. Das war nicht wenig Arbeit. Es gab keine Maschinen, alles haben die Arbeiter mit der eigenen Hand gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Löwen gibt es auch einen Mythos. In der Vorzeit sollen&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/nymphe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nymphen</a>&nbsp;auf der Insel gewohnt haben. Kea war in dieser Zeit sehr wasserreich und schön. Wegen ihres Wasserreichtums nannten die Menschen die Hydroussa. Auf einen solch schönen Ort waren die&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/goetter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Götter</a>&nbsp;neidisch. Sie schickten einen Löwen, der die Nymphen vertrieb. Das hatte zur Folge, dass auch der Wasserreichtum von Hydroussa verloren ging, die Insel trocknete aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Löwe ist nicht nur auf Kea ein Symbol der Stärke</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwe galt zu allen Zeiten schon als Symbol der Stärke, nicht nur auf Kea. In der Bronzezeit sehen wir das am Löwentor in Mykene oder dem <a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Löwendolch</a>. Das ging auch in der Antike so. Im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-museum-rhodos-stadt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archäologischen Museum von Rhodos</a> steht eine Löwenskulptur aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Die Symbolik hielt sich auch über alle nachfolgenden Jahrhunderte und Jahrtausende. Nicht umsonst haben sie auf dem <a href="https://hellas.blog/vathy-pythagoras-platz-loewendenkmal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pythagorasplatz in Vathy</a> auf Samos auch ein Löwendenkmal aufgestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über die Insel Kea</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Kea (Κέα) wird auch Tzia (Τζια) genannt. In der Antike hieß sie Keos (Κέως). Kea liegt nahe dem Festland, das Kap Sounion ist etwa 20 km entfernt. Die Insel ist bergig, der Profitis Ilias kommt ist mit 568 m der höchste Berg der Insel. Die <a href="https://hellas.blog/nach-kea-kommst-du-ueber-den-hafen-von-korissia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insel ist mit der Fähre</a> zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Jungsteinzeit gibt es Spuren menschlicher Aktivitäten auf der Insel. Der Löwe stammt aus der stolzen Zeit der Insel in der Antike. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Vierten Kreuzzug fiel Kea an Venedig, 1566 eroberten die Osmanen die Insel. Nach dem Befreiungskampf kam die Insel durch das Londoner Protokoll im Jahr 1829 an Griechenland. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine bemerkenswertes Ereignis gab es im 1. Weltkrieg. Vor Kea lief das britische Schiff Britannic auf eine Mine und sank. Die Britannic ist das Schwesterschiff der berühmten Titanic.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/loewe-von-kea/">Der Löwe von Kea</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</title>
		<link>https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Apollon]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
		<category><![CDATA[Mithridates VI.]]></category>
		<category><![CDATA[Pausanias]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Hellas Blog stelle ich ein Foto von der Insel Delos vor, das die Terrasse der Löwen zeigt. Es entstand vermutlich in den 1930er Jahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Thema dieses Jahres sind alte Bilder aus Griechenland, und in diesem Rahmen stelle ich heute ein Foto der Terrasse der Löwen auf der Insel Delos vor.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Die-Terrasse-der-Löwen-auf-Delos-in-den-1930er-Jahren"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg" alt="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" class="wp-image-11057" style="width:400px" title="Die Terrasse der Löwen auf Delos in den 1930er Jahren" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/03/Delos-1930er-Jahre-Terrasse-der-Loewen-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Terrasse der Löwen auf Delos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau dieses Foto entstanden ist, weiß ich leider nicht. Ich habe es von einer nicht gelaufenen Postkarte. Die Karte soll aus den 1930er Jahren stammen, so der Verkäufer. Von der Karte selbst her verifizieren kann ich es nicht. Es steht keine Jahreszahl drauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Antike war die Insel für alle Griechen heilig. Sie soll der Geburtsort von Apollon sein, hier lag sein zentrales Heiligtum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Griechen aller Städte und Länder hieß das nicht nur, dass sie fleißig Opfergaben hierher gebracht haben. Auf Delos wurde zeitweilig der Schatz des Attischen Seebundes verwahrt. Und was die öffentlichen Bauten anging, hieß es klotzen und nicht kleckern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 600 v.Chr. hat man auf Delos die Terrasse der Löwen errichtet, die Ihr auf dem Foto seht. Selbstverständlich ist das zu Ehren von Apollon erfolgt. Einige der Großkatzen sind heute noch zu sehen. Die Löwen sind nicht nur die Wächter und Beschützer des Heiligtums. Der Löwe war in der Antike auch das Tier der Macht schlechthin. Ein Gott, der von Löwen beschützt wurde, war schon eine Hausnummer.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viele Menschen lebten früher auf Delos?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Eine spannende Frage ist, wie viele Menschen in der <a href="https://hellas.blog/griechische-antike/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Antike</a> auf der heiligen Insel Delos lebte. Dem geht <a href="https://www.sportime.gr/viral/posos-kosmos-katikouse-stin-archea-ellada-sti-dilo-ke-pos-chorousan-oli-afti/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sportime</a> in einem lesenswerten Beitrag nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel galt als der Geburtsort des Gottes Apollo. Hier siedelten sich viele Menschen an, in der Antike war Delos für die Griechen nicht nur ein religiöses Zentrum. Hier gab es eine große Siedlung mit vielen Menschen. Sie trieben Handel, hatten eigenes Geld und übten politische und militärische Macht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als unter Philipp II. und Alexander die Makedonier die Herrschaft auch auf den Kykladen übernahmen, ging es für Delos weiter bergauf. Das setzte sich fort, als die Insel schließlich Teil des Römischen Reichs wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Delos lebten nicht nur Griechen. Hier gab es Syrer, Ägypter, Phönizier und natürlich viele Römer. Kaufleute aus anderen Völkern mögen hier auch eine Heimat gefunden haben. Man schätzt, dass in der Antike auf Delos 25.000 Menschen gelebt haben. Vielleicht waren es auch mehr als 30.000 Einwohner.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Untergang von Delos</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die blühende Insel war dem Untergang geweiht. Der König des kleinasiatischen Königreichs Pontos meinte, Rom die Vorherrschaft in der Region streitig machen zu können. Sein Name war Mithridates VI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen 89 v. Chr. Und 63 v. Chr. führte er einen Krieg um die Vorherrschaft in der Ägäis und dem Schwarzen Meer. Sein Gegner war niemand geringeres als das Römische Reich. 88 v. Chr. nahm Mithridates Delos ein. Pausanias berichtet von dem, was geschah als die Truppen des Mithridates auf der Insel landeten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">…fuhr, weil Delos unbefestigt war und seine Bewohner keine Waffen besaßen, … und tötete die sich dort aufhaltenden Fremden und tötete die Delier selbst, raubte viel Geld und alle Weihgeschenke, schleppte dazu Frauen und Kinder in die Sklaverei ab und zerstörte Delos selbst von Grund auf.<sup data-fn="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542" class="fn"><a id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">1</a></sup></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Plünderer haben alles zerstört, was sie nicht mitnehmen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rom befreite Delos bald wieder. Aber 69 v. Chr. eroberte ein Verbündeter des Mithridates die Insel erneut und zerstörte sie vollends. Danach haben die Menschen Delos zwar wieder aufgebaut und jetzt auch befestigt. Von den Eroberungen und Zerstörungen konnte die Stadt sich aber nicht erholen. Im 2. Jahrhundert n. Chr. war Delos weitgehend verlassen und aufgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto von der Terrasse der Löwen erinnert daran, dass Delos einst eine Insel mit vielen Bewohnern war. Das ist schon lange Geschichte. Heute ist es es ein Ort der Ruinen.</p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542">Pausanias, Griechenland, Buch III, 23, 4 <a href="#7d0991e9-1e24-436b-ab36-baeb3efeb542-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" consent-required="4839" consent-by="services" consent-id="4840"/>︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/die-terrasse-der-loewen-auf-der-insel-delos-in-den-1930er-jahren/">Die Terrasse der Löwen auf der Insel Delos in den 1930er Jahren</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Der Löwendolch von Mykene im Archäologischen Nationalmuseum Athen</title>
		<link>https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologisches Nationalmuseum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Artefakte in Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Bronze]]></category>
		<category><![CDATA[Bronzezeit]]></category>
		<category><![CDATA[Dolch]]></category>
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		<category><![CDATA[Gräberrund A in Mykene]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Löwe]]></category>
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		<category><![CDATA[Schachtgrab]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei seinen Ausgrabungen in Mykene hat Heinrich Schliemann einen Dolch gefunden, den man Löwendolch nennt. Er zeigt die Szene einer</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/">Der Löwendolch von Mykene im Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei seinen Ausgrabungen in Mykene hat <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> einen Dolch gefunden, den man Löwendolch nennt. Er zeigt die Szene einer Löwenjagd. Du siehst ihn im <a href="https://hellas.blog/archaeologisches-nationalmuseum-athen/">Archäologischen Nationalmuseum</a> in Athen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist auf dem Löwendolch zu sehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwendolch zeigt eine Szene, in der eine Gruppe Jäger drei Löwen jagen will. Einer der Löwen wehrt die Menschen ab, zwei weitere fliehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="229" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch.jpg" alt="Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7221" title="Löwendolch Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-300x86.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-768x220.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Löwendolch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zunächst zu den Jägern. Ich bespreche sie in Leserichtung: von links nach rechts. Wenn Du in Athen bist, geh ins Archäologische Nationalmuseum uns schau Dir den Löwendolch aus Mykene an. Was Du hier siehst, ist besser als jeder Blockbuster im Kino. Denn es ist echt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="704" height="396" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger.jpg" alt="Die Jäger auf dem Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7218" style="width:400px" title="Die Jäger auf dem Löwendolch von Mykene" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger.jpg 704w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Jaeger-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 704px) 100vw, 704px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Jäger auf dem Löwendolch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich sehe hier fünf Figuren, die auf die Löwen ansetzen. Es sind vom Körperbau und der Kleidung her alles Männer, die auf Jagd gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur ganz links setzt dazu an, einen langen Jagdspeer zu werfen. Sie ist bekleidet mit einer Hose und etwas, das wie ein wallender Mantel aussieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Figur hält einen Bogen in der Hand. Wir sehen sie in einer knieenden, und doch gespannten Körperhaltung. Der Bogen ist gespannt, der Jäger setzt ganz offensichtlich zum Schuss an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur in der Mitte ist wie die erste gekleidet und setzt zum Wurf mit dem Speer an. Hinter ihr ist etwas in eckiger Form zu sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="480" height="261" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger.jpg" alt="Ein Löwe tötet einen Jäger" class="wp-image-7220" style="width:400px" title="Ein Löwe tötet einen Jäger" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger.jpg 480w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Loewe-toetet-Jaeger-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Löwe tötet einen Jäger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Jäger (2. von rechts) ist offenbar identisch bewaffnet wie die 1. Figur links. Nur schützt der Mantel ihn von vorne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünfte Figur schließlich (ganz rechts) liegt auf dem Boden. Neben diesem Jäger steht noch ein Objekt ähnlich dem, das wir auch bei der Figur in der Mitte sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dolch wurde wahrscheinlich nie zum Kampf genutzt, sondern es diente mehr dekorativen oder kultischen Zwecken. Er selbst ist aus Bronze, neben Gold sind noch Silber und Elektron verarbeitet. Dieser Zierdolch wird in das 16. Jahrhundert vor Christus datiert. Ihr könnt ihn im Archäologischen Nationalmuseum in Athen sehen, die Inventarnummer ist 394.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher stammt der Dolch?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dolch stammt aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%A4berrund_A#Grab_IV">Schachtgrab IV</a> in <a href="https://hellas.blog/tag/mykene/">Mykene</a>. Es gehört zur Gräberrunde A, die <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> 1878 in Mykene entdeckt und ausgegraben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Details: Auf dem Schild eines Jägers sehe ich Muster, die an ein Rinderfell erinnern. Die drei dunklen Flächen auf dem zweiten Schild links vom Löwen sind etwas dunkler als das Schwert. Hier wurde mit Farbeffekten gearbeitet, um das Gezeigte lebendig zu machen. Gewänder, Bewaffnung und auch der Löwe sind mit feinen Linien ausgearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Löwenjagd für die Jäger mit großen Risiken verbunden war, sieht man vor dem Löwen. Dort liegt ein Jäger, der dem Löwen zum Opfer gefallen ist. Die Jäger arbeiten mit Lanzen, die das Tier auf Distanz halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis in die Antike lebten Löwen in Griechenland und dem südlichen Balkan. Die letzte mir bekannte Erwähnung gibt es bei Pausanias im 2. Jahrhundert n.Chr. Er gab allerdings an, dass die Löwen im Gebirge lebten. Das passt nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum. Sicher ist allerdings, dass es zur Zeit der Entstehung dieses Dolchs in Griechenland noch Löwen gab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist über den Löwendolch noch zu sagen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einlegearbeiten aus Gold, die wir auf dem Dolch sehen, sind ein sehr beeindruckendes Beispiel der Handwerkskunst aus der Bronzezeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mich beeindruckt, wie fein die Einlegearbeiten ausgeführt sind. Die Szene wirkt auf mich lebendig, der Handwerker war ein echter Meister. Dieser Dolch ist sicherlich eines der schönsten Artefakte, die Heinrich Schliemann bei seinen Ausgrabungen in Mykene gefunden hat.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="131" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen.jpg" alt="Darstellung der Löwen auf dem Löwendolch von Mykene" class="wp-image-7219" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen-300x49.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Loewendolch-Darstellung-der-Loewen-768x126.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung der Löwen auf dem Löwendolch von Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Löwendolch besteht aus Bronze. Er ist 23,7 cm lang und 6,3 cm breit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier besprochen habe ich die Seite des Löwendolchs, die dem Besucher gezeigt wird. Er ist allerdings von beiden Seiten verziert. Auf der anderen Seite sieht man einen Löwen in freier Natur. Vor felsigem Terrain jagt er eine Gruppe von Antilopen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dolch sind keine Gebrauchsspuren festgestellt worden. Wäre er im Kampf oder beim Ausweisen eines Tieres verwendet worden, hätte dieser Gebrauch auf den bildlichen Darstellungen Spuren hinterlassen. Wenn dieser Dolch je verwendet wurde, dann wohl nur symbolisch und bei feierlichen Anlässen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der griechischen Bronzezeit symbolisierte der Löwe eine große Stärke. Damit war ein Dolch, der mit einem Löwen verziert war, eine würdige Gabe für einen anerkannten und tapferen Krieger. Da der Löwendolch von Mykene in einem Grab gefunden wurde, darf man annehmen, dass diese Grabbeigabe zwei Funktionen hatte. Zum einen einem sollte der Dolch Zeugnis ablegen von der großen Kraft und Tapferkeit des Verstorbenen. Und zum anderen zollten die Hinterbliebenen dem Toten Respekt, indem sie ihm einen so wertvollen Gegenstand mit ins Grab legten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Waffenfunde in den Schachtgräbern von Mykene</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat in den mykenischen Schachtgräbern viele Waffen gefunden. Daraus kann man schließen, dass die Kultur der Mykener kriegerisch geprägt gewesen sein muss. Schau Dir den Löwendolch und andere Funde aus Mykene im Archäologischen Nationalmuseum von Athen an.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A.jpg" alt="Gräberrund A in Mykene" class="wp-image-7226" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/04/Mykene-Graeberrund-A-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Gräberrund A von Mykene befanden sich mehrere Schachtgräber</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den bronzezeitlichen Festungsbauten in Griechenland kann man gut nachvollziehen, dass die Mykener viel in die Entwicklung ihrer militärischen Infrastruktur investiert haben müssen. Das galt natürlich auch für die Herstellung von Waffen. Ein Dolch wie dieser ist in gewisser Hinsicht „nur“ das Tüpfelchen auf dem I.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist dieser Dolch aber auch ein Zeichen sehr weitreichender Handelsbeziehungen. Er ist aus Bronze gefertigt, einer Legierung von Kuper und Zinn. Das Kuper stammte vermutlich aus Zypern, das Zinn aus Zentralasien. Gold bezog man aus Ägypten, Anatolien oder nördlich gelegenen Regionen Europas. Genau habe ich das für diesen Dolch nicht herausfinden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit beweist der Dolch jedenfalls auch, dass Mykene recht weitgehende Handelsbeziehungen zu fernen Ländern unterhielt. Ähnliches ist auch von Santorin bekannt, wo ein <a href="https://hellas.blog/affen-akrotiri/">Fresko mit Affen</a> ein starkes Indiz dafür ist, dass es in der Bronzezeit Handelsbeziehungen bis nach Indien gegeben haben muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Dolch beweist meiner Meinung nach deshalb auch die weitgehenden internationalen Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturzentren, die es bereits in der Bronzezeit gegeben haben muss. Wäre es anders, würde es diesen Dolch nicht geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst den Löwendolch von Mykene heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen. Schau ihn Dir an, wenn Du dort bist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/loewendolch-mykene-athen/">Der Löwendolch von Mykene im Archäologischen Nationalmuseum Athen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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