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	<title>Ostern Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>Ostern Archive - Hellas Blog</title>
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	<item>
		<title>Patriarch Bartholomäus I. wünscht sich ein gemeinsames Ostern aller Christen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Dec 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Bartholomäus I.]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Julianischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenländisches Schisma]]></category>
		<category><![CDATA[orthodoxe Christenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bartholomäus I. hat in 2024 die Initiative ergriffen mit dem Ziel, dass künftig alle Christen am selben Tag Ostern feiern können. Zum Ausgang der diesjährigen Weihnachtstage möchte ich dieses Thema gerne aufgreifen. Denn seine Initiative betrifft die gesamte christliche Welt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bartholomäus I. gilt vielen als das Oberhaupt der orthodoxen Christenheit und hat in diesem Jahr eine Initiative ergriffen, damit künftig alle Christen am selben Tag Ostern feiern können.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Bartholomäus-I."><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Bartholomaeus-I.jpg" alt="Bartholomäus I." class="wp-image-10008" style="width:400px" title="Bartholomäus I." srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Bartholomaeus-I.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Bartholomaeus-I-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Bartholomaeus-I-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bartholomäus I.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund seiner Initiative ist das gemeinsame Osterdatum im kommenden Jahr 2025. Da werden alle Christen der Welt am selben Tag des Todes Christi gedenken und seine Auferstehung feiern. Das ist nicht in jedem Jahr der Fall. Denn die orthodoxen Kirchen verwenden grundsätzlich den <a href="https://hellas.blog/julianischer-kalender/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Julianischen Kalender</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die russisch-orthodoxe Kirche da sehr konsequent ist, gibt es in Griechenland eine Besonderheit. Das Kirchenjahr beginnt am 1. September. Der dort genutzte Kalender verläuft bis nach Weihnachten gleich mit dem überall sonst genutzten Gregorianischen Kalender. Das ändert sich zum Karneval und der darauf folgenden Fastenzeit. Ostern datieren die orthodoxen Christen immer nach dem Julianischen Kalender.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bartholomäus sieht nun eine gute Gelegenheit um zu vereinbaren, dass künftig alle Christen Ostern am selben Tag feiern können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bartholomäus gilt als ein reformorientierter Theologe. Er hat einen Teil seines Studiums in Rom verbracht, ihm liegt der Dialog zwischen den Konfessionen am Herzen. So nahm er 2014 am der <a href="https://www.nzz.ch/panorama/amtseinfuehrung-papst-gaeste-ld.1028270" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Amtseinführung von Papst Franziskus</a> in Rom teil. Das war wirklich eine Besonderheit seit dem Schisma zwischen katholischer und orthodoxer Christenheit im Jahr 1054. Denn zum ersten mal reiste das Oberhaupt der orthodoxen Christenheit zur Krönung eines Papstes nach Rom.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bartholomäus Initiative für ein gemeinsames Ostern aller Christen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Anfang des Jahres gab es <a href="https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2024-04/patriarch-bartholomaios-fuer-gemeinsame-ostern-aller-christen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berichte über diesen Wunsch</a> von Bartholomäus I. Den hat er jetzt erneuert und öffentlich bekräftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Freitag fand die Liturgie zum Fest des Heiligen Nikolaus in Istanbul statt. <a href="https://greekreporter.com/2024/12/07/patriarch-bartholomew-shared-orthodox-catholic-easter/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Greek Reporter berichtet</a> darüber. Bartholomäus I. sieht in den gemeinsamen Feierlichkeiten 2025 eine &#8222;goldene Gelegenheit&#8220; für eine Vereinbarung mit der katholischen Christenheit. Er möchte mit Papst Franziskus vereinbaren, dass Ostern orthodoxe und katholische Christen Ostern künftig am selben Tag feiern. Er ist optimistisch, dass auch die anglikanische Kirche und andere protestantische Konfessionen ein solches Abkommen annehmen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es wichtig, dass die religiösen Führer der verschiedenen christlichen Konfessionen hier eine Lösung finden. Im 21. Jahrhundert wird das Osterfest nur 31 mal gemeinsam gefeiert werden. Die unterschiedlichen astronomischen Berechnungsmethoden sorgen aber dafür, dass dies in kommenden Jahrhunderten immer seltener der Fall sein wird. Vermutlich findet sich nach 2700 auf Basis der derzeitigen Berechnungsmethoden für das Osterfest nie wieder ein gemeinsamer Termin. Dass Bartholomäus jetzt die Initiative für ein dauerhaftes gemeinsames Ostern aller Christen ergreift, hat noch eine andere Wirkung. Auf lange Sicht betrachtet verhindert das ein weiteres Auseinanderdriften der unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Christentum. </p>
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		<title>Frohe orthodoxe Ostern 2024</title>
		<link>https://hellas.blog/orthodoxe-ostern-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gründonnerstag]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
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		<category><![CDATA[Paulus]]></category>
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		<category><![CDATA[Tiberius]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allen Leserinnen und Lesern des Hellas Blog wünsche ich frohe und gesegnete Ostern 2024. Heute erzähle ich eine Geschichte, die erklärt, weshalb die Griechen ihre Ostereier rot färben. Die ist zwar nicht wahr, aber sehr schön und deshalb ist sie mein Osterei für Euch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/orthodoxe-ostern-2024/">Frohe orthodoxe Ostern 2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Allen Leserinnen und Lesern des Hellas Blog wünsche ich frohe und gesegnete orthodoxe Ostern 2024. In der griechisch-orthodoxen Kirche richtet sich das Osterfest nach dem <a href="https://hellas.blog/julianischer-kalender/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Julianischen Kalender</a>. Daher findet das orthoxoxe Ostern 2024 einige Wochen später als das Osterfeld der katholischen und evangelischen Christen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Griechische Ostereier sind rot</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Ostern färben die Griechen ihre Ostereier rot. Traditionell werden die Eier am Gründonnerstag (Μεγάλη Πέμπτη) gefärbt. Das ist die Tradition.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="450" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ostern.jpg" alt="Ostern" class="wp-image-2882" style="width:400px" title="Ostern" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ostern.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ostern-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ostern-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ostern</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rot der Eier symbolisiert das Blut Christi, das für uns vergossen ist. Das ist eine sehr einfache Erklärung, die möglicherweise auch stimmt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine etwas andere und wie ich finde sehr schöne Geschichte dazu. Genau genommen schmückt sie die vorgenannte Erklärung aus. Diese Geschichte führt uns in die Zeit der ganz frühen Christenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bekanntlich war es Maria Magdalena, die nach den Berichten im Neuen Testament als erste die Auferstehung von Jesus Christus bezeugt hat. Bemerkenswert finde ich, was im Johannesevangelium dazu steht. Maria entdeckt das leere Grab und informiert die Jünger. Die schauen sich das leere Grab an – und gehen heim. Die einzige Person, die am Grab blieb, war Maria Magdalena. Sie ist es, der Jesus als erstes erscheint und die von ihm den Auftrag erhält, die Osterbotschaft zu verkünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Theologe wird jetzt anmerken, dass Paulus im <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/1.Korinther15%2C5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">1. Brief an die Korinther (15,5)</a> einen Kephas (Κηφᾶς) als ersten Zeugen der Auferstehung nennt. Kephas ist ein anderer Name für Simon Petrus, der von Jesus Christus in seine Nachfolge berufen wurde. Da ich kein Theologe bin, möchte ich auf diesen Widerspruch hier nicht eingehen und bleibe bei dem, was ich den vier Evangelien entnehme: Maria Magdalena war die Zeugin der Auferstehung Christi.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Maria Magdalena und die roten Eier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist nun mit Maria in der Zeit danach passiert? Zu ihrem Leben vor ihrer Begegnung mit Christus wird die Bibel nicht allzu deutlich. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Ostern-2024.jpg" alt="Χριστός Ανέστη - Christus ist auferstanden" class="wp-image-7487" style="width:400px" title="Χριστός Ανέστη - Christus ist auferstanden" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Ostern-2024.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Ostern-2024-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/Ostern-2024-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Χριστός Ανέστη &#8211; Christus ist auferstanden</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist gut möglich, dass sie am sozialen Rand ihrer Gesellschaft gelebt hat. Jesus befreit sie von ihren Dämonen, und ihr weiteres Leben widmet sie ihm. Sie zieht aus und verkündet die Botschaft Christi in der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das führt uns zu den roten Eiern. Denn es gibt eine Sage, nach der Maria auch nach Rom kam und dort predigte. Zu der Zeit herrschte Tiberius als zweiter Kaiser über das Imperium Romanum. Ihm soll Maria begegnet sein. Sie soll ihm vom Leben, dem Tod und der Auferstehung Christi berichtet haben. An die Auferstehung habe Tiberius nicht geglaubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Maria soll Eier rot gefärbt und sie Tiberius als Symbol der Auferstehung übergeben haben. Denn so wie das Ei scheinbar leblos ist und aus ihm ein junges Leben schlüpft, ist Jesus aus dem Grab auferstanden und ins ewige Leben eingetreten. Die rote Farbe symbolisiert sein Blut, dass er für die Menschen gelassen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch schöner finde ich eine andere Version dieser Geschichte. Tiberius soll Maria Magdalena nicht geglaubt und sie verspottet haben. Er habe ein Ei zur Hand genommen, es ihr vorgehalten und gesagt, dass ein Toter genauso wenig lebendig werden könne, wie das Ei in seiner Hand rot werden. In diesem Moment färbte sich das Ei in seiner Hand rot.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tiberius, Maria und die roten Eier</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich halte die Geschichte nicht für wahr, einer historisch-kritischen Betrachtung wird sie nicht standhalten. Aber ich finde sie sehr schön. Sie berichtet, dass eine Frau aus Jesu Gefolgschaft seine Botschaft in der Welt gepredigt hat und damit sogar vor den römischen Kaiser getreten ist. Denke ich an die Rolle der Frau, wie sie sich in den nachfolgenden Jahrhunderten im Christentum etabliert hat, war das doch eine Besonderheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dass sich das Ei in der Hand des heidnischen Kaisers rot verfärbt hat, hat auch einen interessanten Aspekt. Unter seiner Regentschaft haben die römischen Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen. Wenn die rote Farbe auf dem Ei das Blut Christi symbolisiert, steckt in dieser Geschichte auch eine klare Aussage. Das Ei färbt sich in den Händen des Kaisers rot. Damit klebt das Blut Christi an Tiberius Händen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Zur Rotfärbung der Eier gibt es noch viele andere Geschichten. Die möchte ich heute nicht erzählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euch allen wünsche ich frohe und gesegnete orthodoxe Ostern 2024. Χριστός Ανέστη! Christus ist auferstanden!</p>
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		<title>Die Grablegung Christi auf einer Briefmarke von 1994</title>
		<link>https://hellas.blog/grablegung-christi-briefmarke-1994/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1994 gab die griechische Post eine Briefmarke heraus, auf der wir die Grablegung Christi sehen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/grablegung-christi-briefmarke-1994/">Die Grablegung Christi auf einer Briefmarke von 1994</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Karfreitag ist Jesus Christus ans Kreuz geschlagen worden, gestorben und in sein Grab gelegt worden. Der Glaube daran eint die Christen aller Konfessionen und Glaubensrichtungen.  In Griechenland hat das Christentum eine sehr hohe Bedeutung. Daher gibt der griechische Staat auch immer wieder Briefmarken mit christlichen Motiven heraus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zu Ostern 1994 gab es auch eine Briefmarke mit der Grablegung Christi</h2>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Briefmarke-Ostern-1994-Grablegung-Christi.jpg" alt="Briefmarke von 1994: Die Grablegung Christi" class="wp-image-7011" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Briefmarke-Ostern-1994-Grablegung-Christi.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Briefmarke-Ostern-1994-Grablegung-Christi-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/03/Briefmarke-Ostern-1994-Grablegung-Christi-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Briefmarke von 1994: Die Grablegung Christi</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heute möchte ich Euch eine Marke vorstellen, auf der wir die Grablegung Christi sehen. Die Szene ist auf einer Ikone dargestellt, die zwischen 1620 und 1645 auf Patmos entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ikone zeigt, wie Jesus Christus nach der Kreuzigung in sein Grab gelegt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Ikone berührt mich sehr, weil Marias trauriger Gesichtsausdruck bei der Grablegung alles sagt: Der Tod des Menschensohn war für seine Mutter ganz furchtbar. Das Wunder der Auferstehung stand ja erst noch bevor, und ob Maria das erwarten konnte? Der Ikonenmaler gibt hierauf eine Antwort: Nein, sie konnte es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Maria herum zeigt der Ikonenmaler viele andere Menschen. Diese haben teils einen Heiligenschein, teils haben sie es nicht. Ganz so war es nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bibel sagt, dass Josef von Arimathäa zu Pilatus ging und die Herausgabe des Leichnams erbat. So steht es zum Beispiel bei <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us27%2C57-61" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Matthäus 27, 57-61</a>. Das <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Johannes19%2C38-42" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Johannesevangelium</a> erwähnt noch einen Nikodemus. Maria Magdalena und eine weitere Frau namens Maria beobachteten dies. Wir kennen also vier Menschen, die in die Grablegung Christi involviert waren. Seine Mutter &#8211; die meiner Meinung nach auf der Ikone zu sehende Maria &#8211; war nicht dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass auf der Ikone so viele weitere Personen zu sehen sind, hat wahrscheinlich mit einer Entwicklung des christlichen Glaubens zu tun. Immer mehr Gläubige wünschten sich, dass sie dabei gewesen wären. Und die Ikonenmaler haben das aufgegriffen. Wir sehen diese Tendenz nicht nur bei orthodoxen Darstellungen der Grablegung Christi, sondern auch in der katholischen Kirchenmalerei und Bildern anderen Glaubensrichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Marke hat einen Nennwert von 90 Drachmen. Im Michel-Katalog hat sie die Nummer 1846. Die griechische Post hat sie mit einer Auflage von 7.000.000 Stück herausgegeben. Der Wert liegt laut Katalog postfrisch bei 50 Cent und gestempelt bei 40 Cent. Aufgrund der hohen Auflage erwarte ich hier keine große Wertsteigerung. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Quellen zu diesem Beitrag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Externe Internetseiten habe ich verlinkt. Zusätzlich habe ich verwendet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Michel Katalog Südosteuropa 2017/2018 (102. Auflage), Seite 417</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für weitere Hinweise zu dieser Marke bin ich immer dankbar. Meine Kontaktdaten stehen im <a href="https://hellas.blog/impressum-des-hellas-blog/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impressum</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/grablegung-christi-briefmarke-1994/">Die Grablegung Christi auf einer Briefmarke von 1994</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Ostern</title>
		<link>https://hellas.blog/ostern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 06:08:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Chios]]></category>
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		<category><![CDATA[Рουκετοπόλεμος]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. April 2023 feiern die Griechen der orthodoxen Kirche Ostern. Dieses Fest der Freude ist in Griechenland sehr wichtig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/ostern/">Ostern</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am 16. April 2023 feiern die Griechen der orthodoxen Kirche Ostern. Dieses Fest der Freude ist in Griechenland sehr wichtig. Dort nennt man es Pascha (πάσχα). Das Wort leitet sich aus dem&nbsp;hebräischen Wort Passah (auch pésach = פֶּסַח) ab.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="463" height="672" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ikone-von-Jesus-Christus-Kloster-Paleokastritsa-auf-Korfu.jpg" alt="Ikone von Jesus Christus im Kloster Paleokastritsa (Korfu)" class="wp-image-2863" style="width:232px;height:336px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ikone-von-Jesus-Christus-Kloster-Paleokastritsa-auf-Korfu.jpg 463w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/04/Ikone-von-Jesus-Christus-Kloster-Paleokastritsa-auf-Korfu-207x300.jpg 207w" sizes="(max-width: 463px) 100vw, 463px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ikone von Jesus Christus <br>im Kloster Paleokastritsa (Korfu)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ostern und Passah</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ostersonntag ist der Tag der Auferstehung von <a href="https://hellas.blog/tag/jesus-christus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jesus Christus</a>. Er war Karfreitag für die Menschen am Kreuz gestorben und ist wieder für sie da. Ostern ist aber mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann Ostern als das große Fest sowohl des Judentums als auch der Christenheit ansehen. Für die Juden ist Passah das Gedenken an den&nbsp;Exodus, den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten. Die Christen haben dieses Fest später als Feier des Opfertodes und der Auferstehung&nbsp;Jesu Christi&nbsp;angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hebräische Passah-Fest ist in vielen Sprachen zum Namensgeber auch des Osterfests geworden. Anders aber ist es in der deutschen und englischen Sprache. Das deutsche <em>Ostern</em> und das englische <em>Easter</em> gehen sprachlich auf die selbe Wurzel zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl wahrscheinlichste Erklärung geht weit in die Entwicklung unserer Sprachen zurück. Ostern leitet sich möglicherweise vom vom&nbsp;altgermanischen Wort <em>Austrō oder Ausro</em>&nbsp;ab, das „Morgenröte“ bedeutet. Eventuell bezieht diese Bezeichnung sich auf ein vorchristliches Frühlingsfest der Germanen. Dessen Namen hat sich im Althochdeutschen zu&nbsp;<em>ōst(a)ra</em> weiterentwickelt, das zum heutigen <em>Ostern</em> wurde. Das Altenglische <em>Ēostre </em>oder<em> Ēastre</em> führte zu <em>Easter</em> im heutigen Englisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die alten Griechen haben die Morgenröte vergöttlicht. Eos (altgriechisch&nbsp;Ἠώς) ist die Göttin der Morgenröte. Sie ist die Tochter der Titanen Hyperion und <a href="https://hellas.blog/tag/theia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Theia</a>. Für mich ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass man schon immer zu dieser Zeit ein Gespür dafür hatte, dass sie eine besondere Zeit ist. Die Auferstehung Christi passt da sehr gut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der &#8222;richtige&#8220; Termin für Ostern </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ostern ist ein beweglicher Feiertag. Es ist nicht auf ein bestimmtes Datum festgelegt. In Griechenland feiert man Ostern nach dem Brauch der orthodoxen Kirche. Das Fest fällt immer auf den ersten Sonntag&nbsp; nach dem ersten Frühlingsvollmond der ersten Tagundnachtgleiche des Jahres. Das machen alle Christen so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für uns erschwerend ist, dass wir im Westen das Osterfest nach dem Gregorianischen Kalender berechnen. In der orthodoxen Welt berechnet man das Osterfest nach dem älteren Julianischen Kalender. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens gibt es seit Jahrzehnten ökumenische Bestrebungen, Ostern in allen Kirchen gleich zu berechnen. Anknüpfen will man dabei an den Frühjahrsvollmond auf dem Meridian von Jerusalem. Bislang scheiterten solche Bestrebungen jedoch. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Osterbräuche in Griechenland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ostern ist in Griechenland ein riesengroßes Fest. Die Familie kommt zusammen, Lamm wird gegrillt und verschiedene Bräuche werden gelebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Insel Chios bietet eine Besonderheit, von der ich glaube, dass es sie nirgends sonst gibt. Zwei Kirchengemeinden in <a href="https://goo.gl/maps/Na65Q6tyGFDnstws6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vrontados</a> (Βροντάδος) veranstalten in der Nacht zum Ostersonntag einen Raketenkrieg (Рουκετοπόλεμος). Schaut Euch das Video dazu an, dass den Brauch sehr gut erklärt.</p>



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<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=WQOKLghRgaM" title="Oster-Ritual: &quot;Raketenkrieg&quot; auf Ägäis-Insel Chios" width="800" height="450" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/WQOKLghRgaM?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/WQOKLghRgaM?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
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