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	<title>1822 Archive - Hellas Blog</title>
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	<title>1822 Archive - Hellas Blog</title>
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		<title>2 Euro Münze aus Griechenland: 200. Jahrestag der griechischen Verfassung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2022 hat Griechenland eine 2 Euro Münze herausgegeben, um den 200. Jahrestag der ersten griechischen Verfassung zu würdigen. Diese Münze stelle ich heute im Hellas Blog vor.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/2-euro-muenze-aus-griechenland-200-jahrestag-der-griechischen-verfassung/">2 Euro Münze aus Griechenland: 200. Jahrestag der griechischen Verfassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">2022 hat Griechenland eine 2 Euro Münze herausgegeben, um dem 200. Jahrestag der ersten Verfassung des Landes zu würdigen. Im Rahmen des Jahresthemas 2024 geht es um 2 Euro Münzen aus Griechenland. In diesem Beitrag stelle ich diese besondere Münze vor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Über das Entstehen der ersten griechischen Verfassung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am <a href="https://hellas.blog/25-maerz-die-freiheit-hat-geburtstag/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">25. März 1821</a> begann der <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Freiheitskampf der Griechen</a>. Seit dem 15. Dezember tagte in Epidauros die erste Nationalversammlung Griechenlands. Sie bestand aus 67 Mitgliedern und proklamierte im Januar 1822 eine <a href="https://www.verfassungen.eu/griech/verf22-index.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">erste, noch provisorische Verfassung</a>. Diese ist auf den 1. Januar 1822 datiert worden und beginnt mit dieser Einleitung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit.<br><br>Da die griechische Nation unter der schaudervollen ottomanischen Herrschaft das höchste drückende und beispiellose Joch der Tyrannei nicht zu ertragen vermocht und es mit großen Aufopferungen abgeschüttelt hat, so verkündigt sie heute durch ihre legitimen, in einer Nationalversammlung zusammengetretenen, Repräsentanten vor dem Angesichte Gottes und der Menschheit ihre politische Existenz und Unabhängigkeit.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Satz macht die hohe Bedeutung des christlichen Glaubens für die damals Handelnden deutlich. § 1 dieser Verfassung legt die orthodoxe Kirche als herrschende Religion Griechenlands fest. Im zweiten Satz heißt es, dass die Regierung jede andere Religion duldet. Gemeint sein dürften allerdings andere christliche Konfessionen, wie schon aus § 2 der neuen Verfassung hervorgeht. Danach sind Griechen diejenigen eingeborenen Bewohner des Staats von Griechenland, die an Christus glauben. § 4 der Verfassung garantiert allen anderen Einwohnern die rechtliche Gleichheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus heutiger Sicht liest diese Verfassung sich sehr merkwürdig. Man muss sie aber im Kontext ihrer Zeit sehen. Die wenigsten Staaten Europas hatten überhaupt eine Verfassung. In den meisten Ländern gab es unterschiedliche Klassen wie Adel, Bürger und das einfache Volk. Napoleon hatte gerade mit seinen Feldzügen Europa auf das schlimmste erschüttert. Im Oktober 1817 trafen sich Studenten zum Wartburgfest in Eisenach und erhoben <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wartburgfest#Grunds%C3%A4tze_und_Beschl%C3%BCsse_des_18._Oktobers" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ganz ähnliche Forderungen</a> wie diejenigen, die wir in der ersten griechischen Verfassung lesen. Nachdem Napoleon besiegt war, zeigten die Mächte im Land aber wenig Neigung, ihren Bürgern etwas derartiges zuzugestehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geisteswert der ersten griechischen Verfassung in dieser Zeit kann man für Europa gar nicht hoch genug schätzen. Was uns heute als selbstverständlich erscheint, war es damals nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die 2 Euro Münze aus Griechenland zum 200 Geburtstag der Verfassung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der griechische Staat den 200. Geburtstag seiner ersten Verfassung mit einer solchen Gedenkmünze würdigt, fand ich eine wirklich schöne und angemessene Sache. Lasst uns einen Blick auf diese 2 Euro Münze werfen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/2-Euro-Muenze-2022-200-Jahre-griechische-Verfassung.jpg" alt="2 Euro Gedenkmünze Griechenland (2022): 200 Jahre erste griechische Verfassung" class="wp-image-7830" style="width:400px" title="2 Euro Gedenkmünze Griechenland (2022): 200 Jahre erste griechische Verfassung" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/2-Euro-Muenze-2022-200-Jahre-griechische-Verfassung.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/2-Euro-Muenze-2022-200-Jahre-griechische-Verfassung-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/05/2-Euro-Muenze-2022-200-Jahre-griechische-Verfassung-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">2 Euro Gedenkmünze Griechenland (2022):<br>200 Jahre erste griechische Verfassung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gedenkmünze ist am 1. Juli 2022 in einer Auflage von 754.500 Stück erschienen. In einigen Quellen lese ich, dass die Münze in einer Auflage von 750.000 Stück erschienen sei. Das stimmt nicht ganz. Es gibt 750.000 Umlaufmünzen, die jeder von uns (theoretisch) an der Kasse als Wechselgeld herausbekommen kann. Zusätzlich hat die Notenbank weitere 4.500 Münzen für den Sammlermarkt hergestellt, 3.000 Stück in Spiegelglanz und weitere 1.500 Stück in Polierter Platte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir zu dem, was auf der Münze selbst zu sehen ist. Das ist ein griechischer Tempel mit der Statue eines Gottes darin. Aus der <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:C2022/484/08" target="_blank" rel="noreferrer noopener">offiziellen Information der Europäischen Union zu dieser Münze</a> erfahren wir, dass es sich um den Asklepios-Tempel in Epidauros handelt. Damit spielt man auf die Rückseite einer Medaille an, die damals den Teilnehmern der ersten Nationalversammlung verliehen wurde. Dort war der Tempel ebenfalls zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Links vom Tempel lesen wir das Jahr 1822 und rechts die Jahreszahl 2022. Über dem Tempel steht <em>ΕΛΛΙΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ</em>. Das ist der Staatsname der Griechischen Republik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Tempel sehen wir zwei Zeichen. In der Mitte ist die Palmette, das Symbol für die Prägeanstalt in <a href="https://maps.app.goo.gl/RtivvZBTiRK2vrqw6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chalandri</a> bei Athen. Rechts davon lesen wir die Initialen von Georgios Stamatopoulos, der die Münze gestaltet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den Symbolen lesen wir dann den Schriftzug <em>ΤΟ ΠΡΩΤΟ ΕΛΛΗΝΙΚΟ ΣΥΝΤΑΓΜΑ</em> (to proto elliniko syntagma), was ich mit <em>die erste griechische Verfassung</em> übersetzen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund um die nationale Seite sehen wir noch die 12 Sterne der Europaflagge. Dieses Stilelement findest Du auf allen nationalen Seiten der 2 Euro Münzen, also nicht nur in Griechenland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist diese Münze wert?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt noch die Frage, was diese Münze wert ist. Die ist für Umlaufmünzen recht einfach zu beantworten: 2 Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Händler wirst Du aber mehr zahlen müssen. Hat die Münze keinen nennenswerten Schäden oder Kratzer, wird er zwischen 4 Euro und 6 Euro für die Münze verlangen können. Ich habe auch Angebote zu deutlich höheren Preisen gesehen, das würde ich selbst aber nicht bezahlen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Preise für Spiegelglanz sind deutlich höher, hier sehe ich Angebote zwischen 30 Euro und 50 Euro. Polierte Platte ist ein anderes Herstellungsverfahren und deshalb deutlich teurer als Spiegelglanz. Hier darfst Du mit Preisen zwischen 150 Euro und 200 Euro rechnen, die Du bei einem Händler bezahlen musst. Willst Du eine solche Sammlermünze verkaufen, wird ein Händler Dir ungefähr die Hälfte des von mir genannten Preises geben, mit Glück ein bisschen mehr. Sieh eine Sammlermünze daher nicht als Geldanlage an. Kaufe sie nur, wenn Du Dich an der besonders guten Erhaltung ganz besonders erfreust.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst freue mich darüber, eine solche Münze aus dem Umlauf zu haben. Mir persönlich reicht das völlig aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/2-euro-muenze-aus-griechenland-200-jahrestag-der-griechischen-verfassung/">2 Euro Münze aus Griechenland: 200. Jahrestag der griechischen Verfassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</title>
		<link>https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 27.09.1822 stellte Jean-François Champollion der Fachwelt seine Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen vor. Mit Hilfe der griechischen Sprache und dem Stein vor Rosette gelang ihm der ganz große Durchbruch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/">27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der 27.09.1822 steht für die Entschlüsselung eines großen Geheimnisses. Die griechische Sprache ist der Schlüssel zu den ägyptischen Hieroglyphen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="568" height="354" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen.jpg" alt="Objekt mit ägyptischen Hieroglyphen (Antikensammlung Berlin)" class="wp-image-4761" style="width:400px;height:auto" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen.jpg 568w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/09/Objekt-mit-aegyptischen-Hieroglyphen-300x187.jpg 300w" sizes="(max-width: 568px) 100vw, 568px" /><figcaption class="wp-element-caption">Objekt mit ägyptischen Hieroglyphen<br>(Antikensammlung Berlin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schrift der alten Ägypter wurde entziffert und konnte nunmehr gelesen werden. Dem Franzosen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Champollion" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jean-François Champollion</a>&nbsp;gelang, was bis dahin niemand geschafft hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion konnte die Hieroglyphen des antiken Ägypten lesen. Am 27.09.1822 präsentierte er der Fachwelt die Ergebnisse seiner Forschung. Die griechische Sprache und <a href="https://hellas.blog/griechisches-alphabet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schrift</a> waren sein Schlüssel zum Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits das Wort Hieroglyphe drückt ein Stück weit die akademische Hilflosigkeit jener Zeit aus. Dieser Begriff ist aus zwei altgriechischen Worten zusammengesetzt. <em>Hieros</em> (ἱερός) bedeutet&nbsp;heilig und <em>Glyphe</em> (γλυφή) meint etwas Eingeritztes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ägyptischen Hieroglyphen stießen ab der Renaissance in Europa auf sehr großes Interesse. Nur konnte sie niemand lesen oder verstehen. Die Gebildeten nahmen an, dass sie irgendetwas heiliges symbolisieren würden. Daher nannten sie sie auf griechisch &#8222;etwas heiliges, das eingeritzt ist&#8220;. Das Wort Hieroglyphen war geboren. Meist meinen die Menschen damit speziell die altägyptischen Hieroglyphen, man verwendet den Begriff aber auch für andere auf Bildern basierende Schriftsysteme wie z.B. das der <a href="https://roland-richter.blogspot.com/search/label/Maya" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Maya</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Stein von Rosette</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlage der Entzifferung bildete ein Fund, der am 15. Juli 1799 während Napoleons Feldzug durch Ägypten gemacht wurde: Der Stein von Rosette.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/09/British-Museum-2026-01.jpg" alt="Besucher umlagern den Stein von Rosette" class="wp-image-16852" style="width:400px;height:auto" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/09/British-Museum-2026-01.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/09/British-Museum-2026-01-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/09/British-Museum-2026-01-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besucher umlagern den Stein von Rosette</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dieser Stein gefunden und auch seine Bedeutung erkannt wurde, war purer Zufall. In der Nähe des Ortes&nbsp;<a href="https://goo.gl/maps/XgDoFKRYmWAn1Wbe7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rosette</a>&nbsp;im Nildelta ließ der französische Pionieroffizier&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Fran%C3%A7ois_Xavier_Bouchard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">P</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Fran%C3%A7ois_Xavier_Bouchard" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ierre François Xavier Bouchard</a>&nbsp;Schanzarbeiten durchführen. Eine osmanische Armee marschierte an, um die Franzosen aus Ägypten zu vertreiben. Bouchard meldete den Fund an seinen General&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jacques-Fran%C3%A7ois_Menou" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jacques-François Menou</a>. Dieser nahm den Stein zunächst mit zu sich nach Hause.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Napoleon hatte auf seinem Feldzug nach Ägypten zahlreiche Wissenschaftler mitgenommen. Diese erkannten, dass dieser Stein einen Text in drei Schriften enthielt: Griechisch,&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Demotische_Schrift" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Demotisch</a>&nbsp;(die Volkssprache im alten Ägypten) und in Hieroglyphen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Inschrift in drei Sprachen konnte&nbsp;der bisher fehlende Schlüssel zur Geschichte des antiken Ägyptens sein. Daher fertigten sie Zeichnungen und Abschriften. Für genauere wissenschaftliche Untersuchungen fehlte die Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die französische Armee am 30. August 1801 bei Alexandria kapitulierte, ging dieser Stein als Beute an die Briten. 1802 wurde er erstmals im&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/britisches-museum-london/">Britischen Museum</a>&nbsp;in London vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort befindet sich der Stein von Rosette noch heute. Das Foto des Steines habe ich Wikipedia entnommen. Wer mehr über den Stein wissen möchte, liest bitte den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stein_von_Rosette" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia-Artikel zum Stein von Rosette</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jean-François Champollion</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die (Alt-)Griechische Sprache damals jedem Gelehrten bekannt war, schafften zunächst weder französische noch britische Wissenschaftler den großen Wurf. Das blieb dem jungen&nbsp;Jean-François Champollion&nbsp;vorbehalten. Champollion wurde 1790 geboren und war bei der Entdeckung dieses Steins erst 9 Jahre alt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 11 Jahren zog Champollion nach Grenoble zu seinem Bruder, der dort Professor für die griechische Sprache war. Er erhielt Privatunterricht und entwickelte eine Begeisterung für das antike Ägypten. 1802 traf Champollion einen der Wissenschaftler, der zusammen mit Napoleon in Ägypten war:&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Fourier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Joseph Fourier</a>. Dieser hatte eine Sammlung altägyptischer Altertümer, die er dem Jungen zeigte. Fourier erklärte ihm, dass noch niemand die Schrift der alten Ägypter lesen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das löste in Champollion etwas aus. Er wusste nun genau, was er in seinem Leben erreichen wollte. So begann er, mehrere orientalische Sprachen zu erlernen. Mit 17 konnte er vor der Fachwelt bereits einen Vortrag über Zusammenhänge der Hieroglyphenschrift und der koptischen Schrift halten. Mit 18 beherrschte er acht Sprachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1808 bekam Champollion eine Abschrift des Steins von Rosette. Hier gelang es ihm zunächst, das demotische Alphabet zu lesen. Das war zwar nicht sein Lebensziel, aber auch eine hervorragende wissenschaftliche Leistung. Ein Teil der damals bekannten ägyptischen Papyri konnte jetzt gelesen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion wusste, dass Königsnamen in Kartuschen stehen und konnte so &#8222;Ptolemaios“ und &#8222;Kleopatra&#8220; identifizieren. Das war ein Einstieg. Der andere war der griechische Text. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von gerade einmal 20 Jahren wurde Champollion Professor für Alte Geschichte an der neu gegründeten Universität von Grenoble. Das war im Jahr 1810. Als nach dem endgültigen Sturz Napoleons die Royalisten in Frankreich wieder an die Macht gelangten, brachte dies große Unruhen mit sich. Durch politische Intrigen hatte er seine Ämter verloren und war es auch leid, sich mit diesen zu beschäftigen. &nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der 27.09.1822: Champollion stellt seinen Durchbruch der Fachwelt vor</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion ging 1821 nach Paris. Mit seinen Forschungen zur demotischen Schrift und den Hieroglyphen war er schon gut voran gekommen. Er hatte entdeckt, dass manche Hieroglyphen die Funktion von Buchstaben hatten, also Lautzeichen waren. Andere wiederum standen für ganze Worte. 1822 gelang ihm dann endgültig der Durchbruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27.09.1822 stellte Champollion die Ergebnisse seiner Forschung an der&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Acad%C3%A9mie_des_inscriptions_et_belles-lettres" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Académie des inscriptions et belles-lettres</a>&nbsp;in Paris vor. Die anwesenden Gelehrten kritisierten ihn scharf, bezweifelten die Richtigkeit seiner Forschungsergebnisse und beschuldigten ihn des Plagiats. Champollion ließ sich dadurch nicht beirren und veröffentlichte die wesentlichen Ergebnisse seiner Forschung. Heute sieht die Welt Champollions Leistung als einen ganz großen Durchbruch in der Entwicklung der Ägyptologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 1822 veröffentlichte Champollion Teile der Arbeit im <em>Brief an M. Dacier, den Ständigen Sekretär des ehrwürdigen Instituts, betreffend das Alphabet der phonetischen Hieroglyphen</em>. Eine ausführliche Erläuterung hat er dann im  April 1824&nbsp;publiziert (<em>Zusammenfassung des Systems der Hieroglyphen im Alten Ägypten</em>). <a class="reference-link" style="margin: 0px; padding: 0px; border: 0px; font-style: inherit; font-variant: inherit; font-weight: inherit; font-stretch: inherit; line-height: inherit; font-family: inherit; font-optical-sizing: inherit; font-kerning: inherit; font-feature-settings: inherit; font-variation-settings: inherit; font-size: 11.4px; vertical-align: baseline; background: 0px 0px; color: rgb(51, 102, 204); text-decoration-line: none; display: inherit; counter-reset: mw-Ref 1;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Champollion#cite_note-zdf1-1"></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">1828/29 bereiste Champollion Ägypten und stellte befriedigt fest: &#8222;Unser Alphabet ist richtig! Es kann mit demselben Erfolg bei den ägyptischen Denkmälern der Römer- und Ptolemäerzeit und bei sämtlichen Inschriften von Tempeln, Palästen und Gräbern der Pharaonenzeit angewendet werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">1830 folgte für ihn die ganz große Anerkennung. Champollion wurde zum Mitglied der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Acad%C3%A9mie_des_inscriptions_et_belles-lettres" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Académie</a> gewählt. Auch wenn deren Mitglieder ihn 1822 scharf kritisiert hatten, erkannten sie nunmehr seine große Leistung an.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Champollions Tod und sein Nachwirken</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Champollion starb 1832 an einem Schlaganfall. Sein Bruder vervollständigte seine &#8222;Ägyptische Grammatik&#8220; und gab sie 1836 heraus. Der 27.09.1822 markiert seine ganz große wissenschaftliche Leistung, nämlich die Schrift der alten Ägypter lesen zu können. Die gelang ihm mit Hilfe der griechischen Sprache, welche sich als Schlüssel zu einer anderen Kultur bewährt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hellas Blog erinnert zu diesem Datum an die Lebensleistung von Jean-François Champollion.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/27-09-1822-entzifferung-agyptische-hieroglyphen/">27.09.1822: Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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		<title>Heinrich Schliemann</title>
		<link>https://hellas.blog/heinrich-schliemann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jul 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heinrich Schliemann gilt als der Begründer der modernen Archäologie. Lest im Hellas Blog über diese faszinierende Persönlichkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/">Heinrich Schliemann</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vor 201 Jahren kam Heinrich Schliemann zur Welt. Der Autodidakt gilt vielen als Begründer der Archäologie und Entdecker Trojas. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Schliemanns langer Weg zur Archäologie</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Er kam am 6. Januar 1822 in Neubukow zur Welt, einer Kleinstadt bei Rostock. Diese schmückt sich seit August 2021 offiziell mit dem Namenszusatz „Schliemannstadt“.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann.jpg" alt="Heinrich Schliemann" class="wp-image-1255" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Heinrich-Schliemann-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Heinrich Schliemann<br>Büste im Archäologischen Nationalmuseum in Athen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann ist eine Person, die bis heute fasziniert. Manche nennen ihn einen Entdecker, andere einen Zerstörer. Er war Autodidakt, sehr begabt und hat hart um seinen Platz in der Welt kämpfen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Kindheit träumte er davon, die antike Stadt Troja zu suchen und zu finden. Dabei hatte er nicht als erster die Idee, antike Quellen auszuwerten, nach den dort beschriebenen Orten zu suchen und diese freizulegen. Aber seine Suche war von Erfolg gekrönt. Der Weg zu diesem Erfolg war für Heinrich Schliemann allerdings alles andere als vorgezeichnet. Aus diesem Grund habe ich mich etwas mit seinem Werdegang beschäftigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von der Lehre zum Schiffbruch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann Vater war ein Pfarrer, seine Mutter starb als er 10 Jahre alt war. Heinrich wuchs in Ankershagen auf, einem Dorf an der Mecklenburgischen Seenplatte. Nach dem Tod seiner Mutter kam er zur Familie seines Onkels Friedrich Schliemann, der ebenfalls Pfarrer war. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten seines Vaters musste der junge Heinrich das Gymnasium nach nur drei Monaten verlassen. Das Schulgeld konnte nicht bezahlt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 14 begann Heinrich Schliemann sine Kaufmannslehre in Fürstenberg/Havel. Als er diese beendet hatte, ging er nach Hamburg, fand aber nur eine Beschäftigung als Lagerarbeiter und erkrankte schwer. Völlig verarmt dachte er an Auswanderung. Er nahm eine Stelle in Venezuela an und lief im November 1841 dorthin aus. Das Schiff strandete vor der niederländischen Insel Texel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann, der erfolgreiche Geschäftsmann</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der sprichwörtliche Schiffbruch war der Tiefpunkt in Heinrich Schliemanns noch jungem Leben. Von jetzt an ging es aufwärts. Schliemann ging nach Amsterdam und fand zum Jahresende eine Anstellung als Kontorbote im Handelshaus Hoyack &amp; Co. Hier kam er in Kontakt mit Handelspartnern aus vielen verschiedenen Ländern und entdeckte seine Begabung für Fremdsprachen: Innerhalb nur eines Jahres lernte er Niederländisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. 1844 wechselte er nach Hamburg zum Handelshaus B.H. Schröder &amp; Co. Dort leitete er alsbald das Korrespondenzbüro. Aufgrund der engen Handelsbeziehungen mit Russland lernte er Russisch und wurde 1846 als Agent nach Russland geschickt. In St. Petersburg eröffnete er schon im Folgejahr ein eigenes Handelshaus, das auf dem Newski Prospekt ansässig war. Schliemann war sehr erfolgreich und wurde sogar russischer Staatsbürger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er hielt sich sodann einige Jahre in Amerika auf, gründete eine Bank in Sacramento und investierte in einige Eisenbahnprojekte. Zurück in Europa heiratete er 1852 die russische Kaufmannstochter Jekaterina Petrowna. Die Ehe wurde nach russisch-orthodoxem Ritus in der Isaakskathedrale geschlossen. Er festigte damit seine gesellschaftliche Stellung in St. Petersburg. Dieser Ehe entstammten drei Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Krimkrieg eröffnete Heinrich Schliemann neue Chancen, seine Geschäfte übertrafen alle bisherigen Erfolge. Schliemann lieferte der Armee des Zaren Munitionsrohstoffe, wobei er die bestehende Seeblockade geschickt umging. So wurde Heinrich Schliemann sehr reich. 1855 war er an der St. Petersburger Börse der Kaufmann mit dem höchsten Handelsumsatz. Das Geschäftsvolumen betrug 1 Million Taler.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann steigt aus der Geschäftswelt aus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann, der noch 15 Jahre zuvor eine ärmliche Existenz führte, war nicht nur vermögend. Er war reich. Aber die Jagd nach noch mehr Geld füllte ihn nicht mehr aus. Seinem Vater schrieb er: „Ich glaube, man kann auch ohne Geschäfte leben.“ Und so begann er, sich auf seinen Ausstieg vorzubereiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der späte Schüler: Latein und Altgriechisch</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 1856 erlernte er Latein und Altgriechisch. Aus dem Geschäftsleben konnte er sich erst 1864 zurückziehen. Seine Unternehmen in Russland hat er verkauft und sein Vermögen nach Westeuropa transferiert. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Reisen nach Amerika und Asien </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend ging er auf ausgedehnte Studienreisen nach Nord- und Mittelamerika sowie nach Asien. 1865 verfasste Schliemann mit <em>La Chine et le Japon</em> <em>au temps présent</em> (deutscher Titel: <em>Reise durch China und Japan im Jahre 1865</em>) sein erstes Buch, das bis heute als gute Quelle zum vorindustriellen Alltag in beiden Ländern gilt. An der Sorbonne in Paris studierte er von 1866 an Sprachen, Literatur und Altertumskunde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ithaka: Schliemann beginnt sein Leben als Entdecker</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sein neues Forscherleben begann im Juli 1868. Er suchte auf Korfu und Ithaka nach den Spuren des Odysseus. Auf der Suche nach dem Palast des homerischen Helden versuchte er sich erstmals als Ausgräber. Über Athen zog er weiter in die Troas, jene türkische Landschaft südlich der Dardanellen, in der er das antike Troja vermutete. Weshalb suchte er genau dort? „Auf die Angaben der Ilias vertrauend, an deren Genauigkeit ich wie ans Evangelium glaubte,“ so schrieb er später in seinen <em>Trojanischen Alterthümern</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Engländer Frank Calvert machte Heinrich Schliemann auf den Hügel Hisarlık als möglichem Ort des historischen Troia aufmerksam. Sofort beantragte er bei der Hohen Pforte in Konstantinopel die Grabungserlaubnis. Nachdem der Antrag gestellt war, reiste er zurück nach Paris. Dort schrieb er sein Buch <em>Ithaka, der Peloponnes und Troja</em>. Dieses legte 1869 er in französischer Fassung zusammen mit <em>La Chine</em> der Universität Rostock als Dissertation vor, welche auch angenommen wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Scheidung der ersten Ehe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend fuhr er zurück nach St. Petersburg. Denn seine Frau teilte seine Leidenschaft für Archäologie und die Antike nicht, was zur Entfremdung geführt hatte. Schliemann war auch hier Pragmatiker und wusste eine Lösung zu finden. Eine nach russisch-orthodoxem Ritus geschlossene Ehe konnte in Europa nicht geschieden werden. Also reiste er in die USA. Dort erhielt er die US-Staatsbürgerschaft und konnte die Scheidung seiner Ehe erreichen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Heinrich Schliemann, der Archäologe und Entdecker</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zur selben Zeit wurde Heinrich Schliemann in Abwesenheit von der philosophischen Fakultät der Universität Rostock zum Dr. phil. promiviert. Ihm war klar: Wollte er seiner Leidenschaft als Archäologe nachgehen und nicht nur als Mäzen, sondern als Forscher anerkannt sein, dann musste er in der akademischen Welt satisfaktionsfähig sein. Das war ohne Doktorgrad nicht möglich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schliemann heiratet Sophia Engastroménos</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="618" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann.jpg" alt="Sophia Schliemann" class="wp-image-1264" style="width:400px;height:309px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann-300x232.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Sophia-Schliemann-768x593.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sophia Schliemann</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in Athen heiratete Heinrich Schliemann die erst 17-jährige Sophia Engastroménos. Sophia Schliemann wurde weltberühmt durch ein 1873 entstandenes Foto, auf dem sie mit dem großen Gehänge aus dem „Schatz des Priamos“ zu sehen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie begleitete ihren Mann auf seinen Reisen, unterstützte ihn bei der Arbeit und hielt auch selbst Vorträge. Sophia Engastroménos war die große Liebe seines Lebens, mit der Heinrich zwei Kinder hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Troja </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als im Frühjahr 1870 die Grabungserlaubnis für Troja von der osmanischen Regierung noch nicht erteilt worden war, fuhr Schliemann auf eigene Faust nach Troja, stellte Hilfsarbeiter an und begann mit der Arbeit. Er grub einen 20 Meter langen und 3 Meter tiefen Graben in den Hisarlık, der zur Entdeckung mehrere Siedlungsschichten führte. Als die Grabungserlaubnis zum Jahresende immer noch nicht erteilt worden war, fuhr er nach Konstantinopel. Er lernte Türkisch, um verhandeln zu können. Seine Versuche, bei der Regierung persönlich vorzusprechen, blieben jedoch erfolglos. Im August 1871 erreichte ihn dann die Grabungsgenehmigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In mehreren Grabungskampagnen machte Schliemann bedeutsame Funde, zum Beispiel den sogenannten „Schatz des Priamos“ (den er selbst so benannte). Die türkischen Behörden verlangten später die Herausgabe der Hälfte seiner trojanischen Schätze. Um diese Forderung wurde ein Gerichtsverfahren geführt, das mit einem Vergleich endete: Gegen Zahlung von 50.000 Goldfranken erwarb Schliemann das legale Eigentum am Schatz des Priamos. Diesen schenkte Schliemann 1881 dem deutschen Volk. Ab 1885 wurde er in Berlin gezeigt. 1945 kam er als Kriegsbeute nach Russland, was allerdings erst 1993 offiziell bekannt wurde. In Berlin ist heute eine originalgetreue Nachbildung zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Troja war für Schliemanns Ruf der wohl größte Erfolg. Er hat die Ruinen der Stadt gefunden, die bis dahin nur aus Homers Epen bekannt war. Fast 9.000 Objekte aus Gold, Silber und Kupfer grub er aus. Das als „Schatz des Priamos“ bekannte Goldgeschmeide legte er seiner Frau Sophia an und ließ sie damit fotografieren. Schliemann hatte ein gutes Gespür für Publicity und schickte Abzüge des Bildes in alle Welt. Auf einen Schlag waren er und sein Fund weltberühmt. Dass dieser Schatz dem sagenhaften König Priamos von Troja nie gehört hat, gilt heute zwar als gesichert. Aber Schliemanns Namensgebung hält sich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mykene</h3>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="570" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg" alt="Das Löwentor in Mykene" class="wp-image-1272" style="width:256px;height:143px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-1024x570.jpg 1024w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-768x428.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene-800x445.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Das-Loewentor-in-Mykene.jpg 1516w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Löwentor in Mykene</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Von 1874 bis 1876 hielt sich Schliemann mit Unterbrechungen in Mykene auf. Hier suchte er weiter nach Spuren der in der <em>Ilias</em> genannten Personen und Orte. Bekannt ist das Bild am Löwentor von Mykene. Rechts oben neben dem Löwen steht Heinrich Schliemann. Durch die Lücke oben links blickt Wilhelm Dörpfeld, sein wichtigster und fähigster Assistent und Begleiter auf vielen Ausgrabungen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg" alt="Die Maske des Agamemnon" class="wp-image-1266" style="width:400px;height:223px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/11/Maske-des-Agamemnon-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Maske des Agamemnon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Mykene machte Schliemann viele Goldfunde, bekannt ist die Totenmaske des Agamemnon. Die griechischen Behörden haben die Schätze in der Staatsbank eingelagert. Heute sind sie im Archäologischen Nationalmuseum in Athen zu sehen. Nicht minder spektakulär sind andere Grabfunde, wie etwa Bernstein. Schliemann ließ diesen untersuchen mit dem Ergebnis, dass es sich vermutlich um Bernstein aus dem Baltikum handelt. Auch wenn viele seiner Ergebnisse im Detail umstritten sind, gilt heute als gesichert, dass es auch schon zu jener Zeit Handelsbeziehungen von Nord- und Osteuropa in den Mittelmeerraum gab. Schliemann hat sie entdeckt und mit den Mitteln seiner Zeit den Nachweis geführt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Abend seines Lebens</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche weitere Grabungskampagnen folgten. Seine aus heutiger Sicht vermutlich spannendste Idee hat Schliemann jedoch nicht umgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende der 1880er Jahre fuhr er – gesundheitlich bereits angeschlagen – nach Ägypten. Gemeinsam mit seinem Förderer Rudolf Virchow begann er 1888 bei Alexandria damit, nach dem Grab Alexanders des Großen zu graben. Seine Suche blieb ohne Erfolg, er konnte sie später auch nicht fortsetzen. Das moderne Alexandria wuchs, heute sind alle damals in Frage kommenden Fundorte überbaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1890 begab sich Schliemann nach Halle/Saale, um sein Ohr operieren zu lassen. Dort hatte er eine Geschwulst. Die Operation war noch nicht vollständig auskuriert, da machte sich Schliemann auf den Heimweg nach Athen, wo er inzwischen fest wohnte. Am 26.12.1890 starb Schliemann in Neapel an den Folgen seiner Erkrankung. Sein Körper wurde nach Athen überführt und auf dem Ersten Friedhof von Athen in einem neoklassizistischen Mausoleum beigesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was von Heinrich Schliemann bleibt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heinrich Schliemann ist bis in unsere Zeit hin populär. Denn er – der archäologische Laie – hat es der studierten Fachwelt gezeigt. Wo andere nur über Bücher sinnierten, nahm er die Schriftquellen beim Wort, suchte vor Ort und wurde fündig. Er selbst verband sein Auftreten mit einem antiakademischen, sich gegen die etablierte Wissenschaft der „Stubengelehrten“ richtenden Impuls. Damit erzielte er beim Publikum seiner Zeit große Wirkung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vorbild Heinrich Schliemann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schliemann ist ein historisches Vorbild der Filmfigur Indiana Jones. Im Akropolis-Museum in Athen gibt es eine Nachbildung der <a href="https://hellas.blog/akropolis-lego/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis aus Lego</a>. Hier findet sich ganz versteckt eine Figur, die zugleich an Schliemann wie an sein Alter Ego Indiana Jones erinnert. Heute sind Schulen, Straßen und Plätze nach ihm benannt, er wurde mit mehreren Briefmarken in der Bundesrepublik, der DDR und in Griechenland geehrt. Sein Leben ist mehrfach verfilmt worden, nach ihm sind ein Mondkrater und ein Asteroid benannt. All das verdeutlicht, als wie bedeutend Heinrich Schliemann bis heute empfunden wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heinrich Schliemanns Methoden </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kritik an Schliemanns Person und seinen Methoden wurde schon früh laut. Bis heute ist sie nicht verstummt. Statt sorgsam den Hisarlik Schicht um Schicht abzutragen, schnitt er tiefe Gräben in den Hügel. Dass er dabei durch das von Homer beschriebene Troja hindurchgrub und viel zerstörte, bemerkte Schliemann nicht. In Athen wohnhaft, schwang er sich zum <em>arbiter elegantiarum</em> auf, zum Schiedsrichter der Eleganz. Er hatte die Möglichkeit zu entscheiden, was „echt griechisch“ ist und was „weg kann.“ So wurde der auf der Akropolis befindliche Frankenturm auf seine Initiative hin abgerissen, um die klassische Architektur wieder herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Endes muss man in Heinrich Schliemann aber auch das Kind seiner Zeit sehen, um ihm als Menschen und seinem Werk gerecht zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den klassischen Weg eines Akademikers über Schule zum Abitur und anschließend über die Universität zu Examen und Doktorarbeit ist er nicht gegangen. Seine Bildung eignete er sich mit harter Arbeit selbst an. Ich finde, das muss man anerkennen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der heutige Blick auf Heinrich Schliemann</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An Schliemann fasziniert mich die Beharrlichkeit, mit der er seine Ziele gegen alle Widrigkeiten verfolgte. In jungen Jahren scheiterte er mehrfach an den Umständen seiner Zeit oder seiner Gesundheit. Schließlich erlitt er Schiffbruch, im wahrsten Sinne des Wortes. Er entdecke seine Talente für Geschäfte und Sprachen, lernte und setzte Erlerntes gewinnbringend in der Praxis um.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kritik an Heinrich Schliemann </h3>



<p class="wp-block-paragraph">An seinem archäologischem Vorgehen kann man aus heutiger Sicht große und berechtigte Kritik üben. Schliemann hat viel zerstört. <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann-entdecker-oder-zerstoerer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Er war sowohl Entdecker als auch Zerstörer</a>. Man täte ihm aber Unrecht, ihn dafür zu verdammen. Seine Methoden muss man im Licht der Zeit sehen. Da gab es sicherlich Ausgräber, die behutsamer vorgingen. Aber es gab auch andere. Schliemann benahm sich manchmal wie ein Raubgräber, zum Beispiel als er das in Troja gefundene Gold ohne Genehmigung abtransportiert hat. Aber auch damit ist er nicht wirklich aus dem Rahmen seiner Zeit gefallen. Wie andere vor und nach ihm in Ägypten ausgegraben und abtransportiert hatten, war eine ganz andere Hausnummer. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine faire Sicht auf Schliemann </h3>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Facebook-Forum hat ein Leser geschrieben, dass Ferdinand Sauerbruch ein großer Mediziner gewesen sei. Das stimmt ohne jeden Zweifel. Aber, so schrieb er, wenn Sauerbruch heute mit den Methoden seiner Zeit operieren würde, dann gälte er als Pfuscher. Das ist sicherlich auch richtig. Fair über jemanden urteilen kann man nur, wenn man ihm im Lichte seiner Zeit sieht. Das gilt auch für Heinrich Schlieman.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rolands Meinung zu Schliemann</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist auch interessant: Staatsbürgerschaften empfand Schliemann als Mittel zum Zweck, besaß er doch selbst mehrere davon. Seine Volkszugehörigkeit dagegen stand für ihn fest. Dass er seine wertvollsten Funde „dem deutschen Volk“ schenkte, kam nicht von ungefähr. International wird er als Deutscher wahrgenommen und nicht als Angehöriger eines anderen Volkes, zu welchem er die passende Staatsbürgerschaft besessen haben mag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine akademischen Studien sah er als Mittel zum Zweck, um Ausgrabungen führen zu können und damit in der Fachwelt anerkannt zu werden. Auch wenn die akademische Ausbildung Ziel und Zweck der Studienjahre sind, geht es doch immer auch darum, anschließend im realen Leben bestimmte Ziele verfolgen zu können. Dort, wo Schliemann das verwehrt war, resignierte er nicht. Er arbeitete nur noch härter und fand Wege, die zum Ziel geführt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Endes ist es immer einfach, im Nachhinein über das Leben eines anderen Menschen zu urteilen. Das ist oft aber nicht fair. Selbst stelle ich mir die Frage, ob ich das Zeug dazu gehabt hätte, in der damaligen Zeit einen Weg wie Heinrich Schliemann zu gehen. Wahrscheinlich wäre mir das nicht gelungen. Deshalb sehe ich mit hohem Respekt auf seinen Lebensweg. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die griechische Fahne</title>
		<link>https://hellas.blog/die-fahne-griechenlands/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[1822]]></category>
		<category><![CDATA[1978]]></category>
		<category><![CDATA[Fahne]]></category>
		<category><![CDATA[Fahne Griechenlands]]></category>
		<category><![CDATA[griechische Fahne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fahne Griechenlands besteht aus neun horizontalen Streifen in den Farben Blau und Weiß. Oben ist ein blaues Feld mit einem weißen Kreuz.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die griechische Fahne ist eine der ältesten der Welt. Sie hat eine lange Geschichte. Die Griechen nennen sie die Flagge Griechenlands (Σημαία της Ελλάδας).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Die-Fahne-Griechenlands.jpg" alt="Die Fahne Griechenlands" class="wp-image-2159" width="371" height="207" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Die-Fahne-Griechenlands.jpg 741w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/02/Die-Fahne-Griechenlands-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Fahne Griechenlands</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fahne besteht aus neun horizontalen Streifen in den Farben Blau und Weiß, und einem weißen Kreuz in der Mitte auf einem blauen Feld. Die neun Streifen symbolisieren die neun Silben des griechischen Wahlspruchs &#8222;Eleftheria i Thanatos&#8220;, was Freiheit oder Tod bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flagge wurde erstmals im Jahr 1822 verwendet, als <a href="https://hellas.blog/griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Griechenland</a> sich von der osmanischen Herrschaft befreite und seine Unabhängigkeit erklärte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem hat sie eine bedeutende Rolle bei politischen und nationalen Ereignissen gespielt. Sie ist ein Symbol für die griechische Identität und den Stolz der Griechen auf ihr Land.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher stammt die griechische Fahne?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Farben weiß und blau lassen sich bis in die byzantinische Zeit zurück verfolgen. Sie haben in Griechenland eine alte und gute Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Farben der heutigen griechischen Fahnen sind erstmals 1822 in der <a href="https://www.verfassungen.eu/griech/verf22-index.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verfassung von Epidauros</a> festgelegt worden. Das war noch während des <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Unabhängigkeitskampfes</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals wurde keine Begründung für die Wahl der Farben gegeben. Das lässt Raum für viele Deutungen und Meinungen. So wird vertreten, dass das Blau für das Meer stünde, das Weiß für den Schaum der Wellen. Alternativ wird das Weiß dem Himmel über dem blauen Meer zugeschrieben. Nach anderer Ansicht symbolisiert Weiß die Unschuld des griechischen Volkes, das Blau steht für den Ernst und die Kraft seiner Kämpfe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meinung, dass die griechischen Farben auf die Bayerns zurück zu führen sind, ist falsch. Es gab sie schon bevor <a href="https://hellas.blog/tag/koenig-otto-i/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Otto I.</a> nach Griechenland kam. Allerdings ist das Blau der Fahne an das Blau des Hauses Wittelsbach angeglichen worden. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Änderungen an der Fahne Griechenlands</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit gab es jedoch einige Veränderungen in der Gestaltung der Flagge. Während der Militärdiktatur in den 1970er Jahren wurden zum Beispiel das Kreuz und die Streifen verändert. Nach der Wiederherstellung der Demokratie wurde die ursprüngliche Flagge wieder eingeführt. Die heutige Form hat die griechische Flagge seit 1978.</p>
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