<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Turm Archive - Hellas Blog</title>
	<atom:link href="https://hellas.blog/tag/turm/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hellas.blog/tag/turm/</link>
	<description>Griechenland für Dich</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Oct 2026 17:01:08 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.4</generator>

<image>
	<url>https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/09/cropped-Favicon_Hellas_Blog-32x32.jpg</url>
	<title>Turm Archive - Hellas Blog</title>
	<link>https://hellas.blog/tag/turm/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</title>
		<link>https://hellas.blog/pharos-alexandria/</link>
					<comments>https://hellas.blog/pharos-alexandria/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2026 16:45:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1303]]></category>
		<category><![CDATA[1323]]></category>
		<category><![CDATA[1375]]></category>
		<category><![CDATA[279 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[299 v.Chr.]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Alexandria (Ägypten)]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Menelaos]]></category>
		<category><![CDATA[Odyssee]]></category>
		<category><![CDATA[Pharos]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemäer]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios I. Soter]]></category>
		<category><![CDATA[Ptolemaios II. Philadelphos]]></category>
		<category><![CDATA[Sostratos von Knidos]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Φάρος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=12267</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Pharos von Alexandria war der erste Leuchtturm der Welt. Erbaut im 3. Jahrhundert vor Christus stand er bis ins 14. Jahrhundert nach Christus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/">Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der erste Leuchtturm der Welt war der Pharos von Alexandria. Er war eines der sieben Weltwunder der Antike. Und sein Prinzip &#8211; vom Land Licht auf das Meer zu werfen &#8211; setzen heute zahlreiche Leuchttürme auf der ganzen Welt um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das ist der Pharos von Alexandria</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pharos ist eine Insel, die an der ägyptischen Küste vor dem heutigen Alexandria liegt. Ptolemaios I., der die Dynastie der Ptolemäer auf dem ägyptischen Thron begründete, gab den Auftrag zum Bau. Vollendet wurde er unter der Herrschaft seines Nachfolger Ptolemaios II.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="digitale-Rekonstruktion-des-Leuchtturms-von-Alexandria-zur-Zeit-der-Antike"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg" alt="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" class="wp-image-12247" style="width:400px;height:auto" title="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria durch KI</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unklar ist, wer die Idee zu dem Bauwerk hatte. Es könnte Ptolemaios I. selbst gewesen sein. Aber vielleicht war es auch Sostratos, der aus Knidos in Kleinasien stammte und ein angesehener Baumeister war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht, dass der Pharos von Alexandria unter der Leitung eben dieses Sostratos erbaut wurde. Die Bauzeit war zwischen 299 und 279&nbsp;v.&nbsp;Chr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Baukosten lagen bei 800 Talenten Silber. Das waren 21.000 kg. Aktuell (Oktober 2025) kostet ein Kilo Silber etwa 1.450 EUR. In heutigem Geld sprechen wir also von etwa 30 Millionen Euro Baukosten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">So sah der Leuchtturm aus</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn der Pharos nicht mehr steht, wissen wir doch in etwa, wie er ausgesehen hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized" id="Darstellung-des-Pharos-auf-alexandrinischen-Münzen"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/PhareAlexandrie.jpg" alt="Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen" style="width:400px;height:auto" title="Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen"/><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Pharos auf alexandrinischen Münzen<br>(Bildquelle: Wikipedia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm war zwischen 115 und 160 Meter hoch. Bis ins 20. Jahrhundert war er der größte je gebaute Leuchtturm. Zu seiner Zeit war er vielleicht sogar das höchste Gebäude der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Münzen, die man im antiken Alexandria geprägt hat, ist der Leuchtturm zu sehen. Er war das Wahrzeichen der Stadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unten hatte der Leuchtturm eine Plattform aus Granit. Sie war 190 m mal 190 m groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der untere Abschnitt des Gebäudes war zwischen 55 m und 65 m hoch. Er war quadratisch mit einer Seitenlänge von 30 m. Nach oben hin verjüngte er sich. Umgeben war er von einem überdachten Säulengang. Auch standen hier Statuen von Göttern und später auch von Pharaonen aus der Dynastie der Ptolemäer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Abschnitt war achteckig und etwa 30 m hoch. Darauf stand die etwas 9 m hohe Zylindra. Darüber befand sich die eigentliche Lichtquelle, in der ein Feuer brannte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz oben stand eine Götterstatue, die 7 oder 8 m hoch gewesen sein dürfte. Vermutlich stand hier Poseidon, eventuell war es auch Zeus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Pharos bis zu seiner Zerstörung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leuchtturm hat viel gesehen. Zu nennen sind der Brand der Bibliothek von Alexandria, das aufkommende Christentum und das Ende der alten Religionen oder die Eroberung Alexandrias durch den Islam. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich hat ein Erdbeben den Leuchtturm zerstört. Das Jahr ist nicht genau bekannt. Die Quellen nennen 1303, 1323 oder 1375.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trümmer lagen im Meer. Später hat man sie geborgen und in der Qāitbāy-Zitadelle verbaut. Weitere Trümmerteile sind später immer wieder gefunden worden. Erst im <a href="https://www.baublatt.ch/verschiedenes/archaeologie-steinbloecke-vom-leuchtturm-von-alexandria-aus-dem-meer-geborgen-37789" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sommer 2025 sind Bauelemente aus dem Meer</a> geborgen worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Wort Pharos hat eine spannende Wurzel</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort Pharos bedeutet heute im Griechischen Leuchtturm. Man schreibt es φάρος (Aussprache: faros). Aber diese Bedeutung hat es nicht immer gehabt. Im Grunde genommen beruht das Wort auf einem Missverständnis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pharos ist ursprünglich der Name einer <a href="https://www.google.com/maps/@31.0836631,29.5914969,11z?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI1MDkyNC4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insel</a>, die vor der Küsten Ägyptens nahe den heutigen Alexandria lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://hellas.blog/homer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homer</a> erwähnt sie in seiner&nbsp;Odyssee&nbsp;(4,354–359). Es gibt eine Sage. Nach dieser soll der griechische König Menelaos auf einer Insel vor der Küste Ägyptens gelandet sein. Einen Namen der Insel kannte er nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also fragte er einen Mann nach deren Namen und nach dem Besitzer. Der Ägypter sagte Per aa, was das altägyptische Wort für Pharao ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menelaos verstand kein Ägyptisch. Er dachte, der Ägypter hätte ihm den Namen der Insel genannt. Und phonetisch klang das, was der Ägypter sagte, für Menelaos wie Pharos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Altgriechischen hat das Wort Pharos (φᾶρος) so viel wie &nbsp;Tuch oder Segel bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Begebenheit kam die Insel zu ihrem Namen. Und als man später dort einen Leuchtturm baute, nannten die Menschen ihn in Ermangelung eines eigenen Wortes so wie die Insel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Areal des Leuchtturms birgt spannende Funde</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dort, wo einst der Leuchtturm stand, findet man immer wieder interessante Sachen. So haben Unterwasserarchäologen dort einen Ring aus Bronze geborgen. Darüber berichtet die <a href="https://www.welt.de/wissenschaft/article6ac749d4e51bfb79beba652c/archaeologie-taucher-bergen-im-mittelmeer-einzigartigen-ring-der-eines-der-weltwunder-zeigt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Welt am 8. Oktober 2026</a>. Das Besondere: Auf den Ring ist der Pharos von Alexandria eingraviert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/">Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/pharos-alexandria/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Rundturm von Vathychori</title>
		<link>https://hellas.blog/rundturm-vathychori/</link>
					<comments>https://hellas.blog/rundturm-vathychori/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 02:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Westattika]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=15158</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Nordhang des Megalo Vathychori steht ein alter Rundturm. Ihn zu besuchen ist ein kleines Abenteuer. Die Anreise ist nur über Schotterpisten möglich. Aber für Fans alter Bauten lohnt es sich. Denn dieser Turm ist im 5. Jahrhundert vor Christus erbaut worden und eines der am besten erhaltenen Bauwerke aus dieser Zeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/rundturm-vathychori/">Der Rundturm von Vathychori</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am Nordhang des <a href="https://maps.app.goo.gl/QcWmeYzgwpdtrmUt7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Megalo Vathychori steht ein alter Rundturm</a>. Der zählt zu den besterhaltenen Bauwerken aus der Antike. Und er ist ein schönes Ausflugsziel in <a href="https://hellas.blog/regionalbezirk-westattika/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Westattika</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Turm aus der Antike</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Früher dachte man, dass dieses Bauwerk aus dem Mittelalter stammt. Da mag es zwar noch in Funktion gewesen sein. Aber inzwischen wissen wir, dass er Rundturm von Vathychori in der Antike gebaut wurde.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Rundturm-von-Vathychori"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori.png" alt="Rundturm von Vathychori" class="wp-image-15416" style="width:400px" title="Rundturm von Vathychori" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori.png 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-300x169.png 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-768x432.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rundturm von Vathychori</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Turm ist 12,5 m hoch. Sein Durchmesser beträgt 6,2 m. Die Wände sind gut erhalten. Am Turm gibt es ein Erklärschild, auf dem ich lese, dass die Wände in trapezförmiger, isodomischer Bauweise errichtet sind. Auf den ersten Blick sehen sie quaderförmig aus. Sie sind es aber nicht. Die Steine haben die Form eines Trapezes. Zwei Seiten verlaufen (leicht) schräg. Und isodomisch bedeutet, dass die Mauerschichten in waagerechten Lagen angeordnet sind. Die Fugen verlaufen horizontal, die Steine sind pro Lage ungefähr gleich hoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bautechnik wurde vor allem in der antiken Architektur verwendet. Sie hatte mehrere Funktionen. Einmal verzahnen die Steine sich gut, was zu einer guten Stabilität und Standfestigkeit des Mauerwerks führte. Dadurch wurden Mauern auch erdbebensicher. Dadurch sind die Mauersteine auch dicht gefügt. Witterung richtet keinen Schaden an, das Bauwerk hat eine lange Lebensdauer. Und schließlich wirkt die Mauer auch harmonisch und schön.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Bauwerk zu militärischen Zwecken</h4>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Blick-durch-die-Tür-des-Rundturms"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-Tuer.png" alt="Blick durch die Tür des Rundturms" class="wp-image-15415" style="width:300px" title="Blick durch die Tür des Rundturms" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-Tuer.png 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-Tuer-169x300.png 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick durch die Tür des Rundturms</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im südlichen Bereich befindet sich der Eingang zum Turm. Das Mauerwerk weist hier Einschnitte auf. Hier war eine Holzkonstruktion eingebaut, die vor allem eine stabile und sichere Tür ermöglichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man darf nicht vergessen: Der Turm hatte eine militärische Funktion. Das bedeutete, dass durchaus auch für die Besatzung unangenehmer „Besuch“ kommen konnte. Dann musste der Turm sicher verschlossen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Innenraum des Turms sehen wir drei Reihen von Löchern. Darin waren Balken angebracht, auf denen die Böden für die einzelnen Stockwerke auflagen. Deshalb wissen wir, dass der Turm einst vier Stockwerke hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fenster gibt es nur oben. In den Stockwerken darunter ging das aus Sicherheitsgründen nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem obersten Stockwerk lag vermutlich ein Satteldach auf. Dort konnte Regenwasser durch eine Rinne abfließen. An der Ostseite auf der Höhe des vierten Stockwerks sind noch Reste davon zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schießscharten im Gemäuer sind von innen aus gut zu sehen. Aus denen konnten Bogenschützen oder kleine Katapulte ihre Waffen abfeuern. Das dokumentiert die militärische Funktion des Turms. Er war wohl auch von einer Ringmauer umgeben. An der Südseite des Turms sieht man noch Reste davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man geht davon aus, dass dieser Turm zur Bewachung des landwirtschaftlichen Anbaugebiets in der Gegend genutzt wurde. Zudem konnte so die Sicherheit Reisender von der Peloponnes nach Böotien gewährt werden. Nicht mit Athen verbündete Militäreinheiten mussten im 4. Jahrhundert vor Christus ebenfalls hier entlang ziehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Turm von vielen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen von mindestens sechs Türmen in der Gegend, der Rundturm ist einer davon. Sie kontrollierten die Straße kontrollierten, die durch die Vathychoria nach Böotien führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 500 m südöstlich des Rundturms steht ein weiterer Turm, der quadratisch ist. Mit einer Seitenlänge von 5,5 m und einer Höhe von 10 m ist auch der gut erhalten. Auch hier siehst Du noch Schießscharten, Fenster und einen Wasserspeier. Der Eingang befindet sich ebenfalls an der Südseite. Hier hat man nicht nur Reste einer Umfassungsmauer, sondern auch Spuren einer kleinen Siedlung gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Hängen und Gipfeln der Gegend findet man zahlreichen Spuren menschlicher Siedlungsaktivitäten. Das Gebiet war in klassischer und hellenistischer Zeit rau und schwer zugänglich, bot aber auch Chancen. Hier konnte man leben, ohne in die Konflikte um Athen einbezogen zu werden. Die Türme dokumentieren, dass die Menschen ihre Sicherheit zu bewachen vermochten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">So kommst Du zum Rundturm von Vathychori</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Rundturm führt eine Schotterpiste. Du fährst mit Deinem Fahrzeug zu <a href="https://maps.app.goo.gl/jTPEqMM3n8KALXPMA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem Punkt</a>, lässt es dort stehen und läufst den Rest der Strecke zu Fuß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die solltest Du nur mit einem geländegängigen Fahrzeug befahren. Zwar ist die Strecke mit einem auf normale Straßen ausgelegten Kleinfahrzeug machbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Zugang zur Schotterpiste geht von <a href="https://maps.app.goo.gl/vmfxBRy6gtJouszX7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Veniza</a> (Βενίζα) aus. Einen anderen kannst Du Dir von <a href="https://maps.app.goo.gl/xxvcKf1KwjWPSnmb9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Loumpa</a> (Λούμπα) aus suchen. Ich denke, die Strecke über Veniza wird einfacher zu finden sein. Schau Dir die Karte auf jeden Fall auf Google Maps an, ehe Du losfährst. Ist Dein Handyempfang unterwegs nicht sicher, nimm Dir am besten einen Ausdruck der Karte mit. Die Anreise zum Rundturm ist ein kleines Abenteuer. Aber es lohnt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drohnenvideo des Turms</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im YouTube Kanal von G. Traveller habe ich ein Drohnenvideo gefunden, das den Turm und seine Umgegend gut zeigt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" hcb-fetch-image-from="https://youtu.be/F4e-Wuj9SNE" title="Κυκλικός Πύργος Βαθυχωρίου | Round Tower of Vathychori" width="800" height="450" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/F4e-Wuj9SNE?feature=oembed" consent-required="4837" consent-by="services" consent-id="4838" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/F4e-Wuj9SNE?feature=oembed&amp;autoplay=1"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen. Hinweis: Das Video ist auf der Plattform YouTube gehostet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Türme und der Hellas Blog</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde, dass Türme sehr faszinierende Bauwerke sind. Deshalb schreibe ich über sie. Das sind die drei jüngsten Beiträge mit Bezug zu einem Turm.</p>



<ul class="display-posts-listing"><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="digitale Rekonstruktion des Leuchtturms von Alexandria zur Zeit der Antike" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2025/08/Alexandria-Pharos-Antike.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/">Der Pharos von Alexandria &#8211; der erste Leuchtturm der Welt</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/rundturm-vathychori/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-300x169.png" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Rundturm von Vathychori" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-300x169.png 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori-768x432.png 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2026/06/Rundturm-Vathychori.png 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/rundturm-vathychori/">Der Rundturm von Vathychori</a></li><li class="listing-item"><a class="image" href="https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/"><img decoding="async" width="300" height="169" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium wp-post-image" alt="Der Leuchtturm von Santorin" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm-768x432.jpg 768w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a class="title" href="https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/">Leuchttürme sind die hellen Wächter der Küste</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Beiträge Im Hellas Blog mit Bezug zu einem <a href="https://hellas.blog/tag/turm/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Turm</a> kennzeichne ich mit dem entsprechenden Tag. Klicke auf den Link, um sie Dir anzeigen zu lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/rundturm-vathychori/">Der Rundturm von Vathychori</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/rundturm-vathychori/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leuchttürme sind die hellen Wächter der Küste</title>
		<link>https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/</link>
					<comments>https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Faros]]></category>
		<category><![CDATA[Kathimerini]]></category>
		<category><![CDATA[Leuchtturm]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Φάρος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=12262</guid>

					<description><![CDATA[<p>Enthusiasten empfinden Leuchttürme als helle Wächter der Küste. Da ist was dran. An den langen Küsten Griechenlands siehst Du das sehr gut.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/">Leuchttürme sind die hellen Wächter der Küste</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Enthusiasten empfinden Leuchttürme als Wächter der Küste. So schreibt es Dimitis Karasikos <a href="https://www.kathimerini.gr/society/reportaz/563765401/oi-agerochoi-foteinoi-froyroi-tis-aktogrammis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">letztes Jahr in Kathimerini</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Leuchttürme als Wächter der Küste sind eine griechische Erfindung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sagen, dass Leuchttürme von Griechen erfunden worden sind. Der erste seiner Art war der <a href="https://hellas.blog/pharos-alexandria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Faros von Alexandria</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Leuchtturm-von-Santorin"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm.jpg" alt="Der Leuchtturm von Santorin" class="wp-image-6116" style="width:400px" title="Der Leuchtturm von Santorin" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/01/Santorin-Leuchtturm-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Leuchtturm von Santorin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Leuchtturm ist natürlich auch ein Wächter. Mit seinem Licht zeigt er ankommenden Schiffen die Küste an. Er warnt vor Untiefen oder weist den Weg in den Hafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kathimerini zitiert einen griechischen Leuchtturm-Fan mit diesen Worten: <em>Das Gebäude, das man Leuchtturm nennt, existiert, um etwas zu dienen, das draußen und weit davon entfernt ist. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das stimmt auf eine gewisse Weise. Der Hauptzweck dieses Gebäudes liegt nicht im Gebäude selbst, sondern weit davon entfernt. Das unterscheidet Leuchttürme von anderen Zweckbauten. Vielleicht liegt darin auch ihr ganz besonderes Geheimnis? Wer kann das schon mit Gewissheit sagen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitung berichtet, dass der 2. Weltkrieg für die griechischen Leuchttürme wirklich schlimm war. Die deutschen Besatzer haben viele von ihnen demontiert oder zerstört. Nach Ende des Bürgerkriegs bis Anfang der 1950er Jahre begann die Marine, das Netz der Leuchttürme instand zu setzen. Alle noch existierenden Leuchttürme hat die Marine modernisiert, neue Türme hat man auch gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass diese Gebäude direkt am Meer stehen, gehört zur Natur der Sache. Leider greifen Feuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse die Bausubstanz an. Viele Leuchttürme sind inzwischen wieder sanierungsbedürftig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zukunft der Leuchttürme</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich geändert hat, sind die Besatzungen. Gab es früher auf jedem Leuchtturm einen menschlichen Leuchtturmwärter, sind viele inzwischen technisch gesteuert. Nur noch 62 Leuchttürme an der griechischen Küste haben menschliche Wächter. Der Beruf des Leuchtturmwärters stirbt aber nicht aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen werden dort gebraucht, wo die Leuchttürme abgelegen am Meer stehen. Sind sie defekt, müssen sie repariert werden. Kann dorthin kein Handwerker aus dem nächst gelegenen Ort kommen, muss jemand vor Ort sein, der den Job erledigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leuchtturmwärter sind eine ganz besondere Spezies Mensch. Ich denke, für diese Leute wird es an den Küsten immer etwas zu tun geben. Und das ist gut so, nicht nur in Griechenland.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/">Leuchttürme sind die hellen Wächter der Küste</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/leuchttuerme-sind-die-hellen-waechter-der-kueste/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</title>
		<link>https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/</link>
					<comments>https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1913]]></category>
		<category><![CDATA[Adrianopel]]></category>
		<category><![CDATA[alte Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Balkankriege]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgarien]]></category>
		<category><![CDATA[Edirne]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresthema 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasiatische Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinasienfeldzug]]></category>
		<category><![CDATA[Osmanisches Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Ostthrakien]]></category>
		<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Lausanne]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag von Sèvres]]></category>
		<category><![CDATA[Πύργος Ρολογιού]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=10192</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der heutigen Stadt Edirne im Jahr 1913. Das Bild entstand in einer Zeit der Spannungen. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/">Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Bild zu diesem Beitrag zeigt den Uhrturm der Stadt <a href="https://maps.app.goo.gl/M1nzmYeGaBGNTgrB8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Edirne</a> im Jahr 1913. Inzwischen ist er abgerissen. Heutige Besucher dieser türkischen Stadt sehen ihn nicht mehr. Beim heurigen Jahresthema des Hellas Blog geht es um <a href="https://hellas.blog/tag/alte-fotos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">alte Fotos</a>. Auch wenn Edirne nicht zu Griechenland gehört, erzählt dieses Foto eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf. Daher greife ich es im Hellas Blog auf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Bild aus Edirne vom Uhrturm im Jahr 1913</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Foto entstand in der Stadt Edirne, die auf Griechisch Adrianoupoli (Αδριανούπολη) und auf Bulgarisch Odrin (Одрин) heißt. In der deutschen Sprache verwendete man das Wort Adrianopel für sie.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized" id="Der-Uhrturm-von-Edirne-/-Adrianopel-im-Jahr-1913"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg" alt="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" class="wp-image-10191" style="width:400px;height:auto" title="Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-300x300.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-150x150.jpg 150w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/12/Edirne-Uhrturm-1913-768x768.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Uhrturm von Edirne / Adrianopel im Jahr 1913</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst  möchte ich einmal auf das Foto selbst eingehen. Wir sehen eine gepflasterte Straße, auf deren beiden Seiten Stadthäuser stehen. In der Mitte der Straße fließt ein Rinnsal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Straße gehen Menschen, teils transportieren sie Waren auf ihren Schultern. Fahrzeuge oder Tiere für den Lastentransport sehen wir nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der linken Seite des Fotos sehen wir einen Baum ohne Blätter. Vermutlich ist das Bild im Winter entstanden. Dazu passt auch die warme Kleidung der Menschen auf dem Bild. Soweit ich es erkennen kann, sehen wir ausschließlich Männer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Häusern rechts und links der Straße fällt ein interessantes Architekturmerkmal auf. Bei zweistöckigen Häusern hat das obere Stockwerk einen Vorbau mit Fenstern. Diese sind schlecht einzusehen. Man kann aber gut aus ihnen herausschauen und bekommt alles mit, was auf der Straße passiert. Das war die Domäne der moslemischen Frauen in der osmanischen Gesellschaft. Sie verließen ihre Häuser nur im Ausnahmefall. Das mag es auch bei Angehörigen anderer Religionen gegeben haben. Im Osmanischen Reich galten zumindest in der Mehrheitsbevölkerung klare Regeln: Männer draußen, Frauen drinnen. Eine ähnliche Architektur von Wohngebäuden aus dieser Zeit sehen wir auch in Nordgriechenland, zum Beispiel in <a href="https://hellas.blog/komotini/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Komotini</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welchem Volk die Männer auf dem Foto angehören, kann ich nicht sagen. In Edirne spiegelte sich zu dieser Zeit die Völkervielfalt des Osmanischen Reichs auf dem Balkan wieder. Hier lebten Türken, Griechen, Bulgaren und Angehörige vieler anderer Völker. Leider herrschten im Jahr 1913 schlimme Spannungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon berichte ich weiter unten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Makedonische Turm wird zum Uhrturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich sehen wir im Hintergrund einen Uhrturm. Der steht auf einem der vier Türme der Stadtmauer, welche in Antike und byzantinischer Zeit die Stadt schützte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Edirne war Hauptstadt des byzantinischen Themas Makedonien. Ein Thema war eine militärische Verwaltungseinheit des byzantinischen Reichs, wobei der Befehlshaber auch zivile Aufgaben hatte. Da der Turm aus dieser Zeit noch stand, bezeichneten die Menschen der Stadt ihn als den Makedonischen Turm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit war er das höchste Gebäude der Stadt. 1867 ließ der damalige Gouverneur von Edirne den Turm mit Holzböden und Uhren aus Frankreich ausstatten. So erhielt der Makedonische Turm die Funktion eines Uhrturms. Das war am Ende des 19. Jahrhunderts der Weg, in einer Stadt eine allgemein gültige Uhrzeit festzulegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1894 stürzte das Bauwerk ein. Aus Stein- und Ziegelresten errichtete man einen neuen Turm, den wir auf dem Foto sehen. Die Uhren waren in den runden Nischen angebracht, die wir an den Fassaden sehen. Während des 1. Weltkriegs waren hier italienische Soldaten einquartiert, die einen großen Teil der Uhren stahlen. 1926 hat man die Uhren erneuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1953 gab es ein Erdbeben, das den Turm schwer beschädigt hat. Die Risse an den Wänden ließen sich nicht reparieren. Es bestand auch kein Bedarf für einen Uhrturm mehr, denn inzwischen waren Taschen- oder Armbanduhren sehr verbreitet. Daher hat man die drei Stockwerke des Turmaufbaus am 6. Juli 1953 gesprengt und abgerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Foto zu diesem Abschnitt seht Ihr ein Bild des makedonischen Turms, wie er heute noch zu sehen ist. Unterhalb davon befinden sich Steine und Mauern. 2004 hat das Edirne-Museum hier Ausgrabungen durchgeführt. Dabei haben die Archäologen Fundamente des römischen Kastells und Stadtmauern aus dieser Zeit ausgegraben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Mai 2017 ist der Makedonische Turm als Kulturdenkmal registriert worden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Spannungen des Jahres 1913 in Edirne</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Berichte ich vom Uhrturm im Jahr 1913, muss ich auch von den Menschen berichten, die damals in Edirne gelebt haben. Die Balkankriege haben der Stadt und ihren Menschen übel mitgespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 1. Balkankrieg nahm Bulgarien die Stadt nach einer viermonatigen Belagerung am 26. März 1913 ein. Da ich vermute, dass das Foto im Winter entstanden ist, muss das wohl während der Belagerung gewesen sein. In Ostthrakien gab es zahlreiche Konflikte. Viele Bulgaren, die als Untertanen des Osmanischen Reichts dort lebten, suchten in Edirne Zuflucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1913 kam es zum 2. Balkankrieg. Der Türkei gelang es, die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt zurückzuerobern. Das war für die Bulgaren sehr übel. Viele wurden getötet, viele vertrieben. Kirchen und andere Gebäude der Bulgarischen Minderheit haben die Eroberer zerstört. Später konnte ein Teil der bulgarischen Menschen nach Edirne zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Edirne gab es aber keine Ruhe. Hier lebten auch viele Griechen. Nach Ende des 1. Weltkriegs kam die Stadt durch den&nbsp;Vertrag von Sèvres&nbsp;zu Griechenland. Im Anschluss an den gescheiterten Kleinasienfeldzug und die Kleinasiatische Katastrophe war das vorbei. Mit dem&nbsp;Vertrag von Lausanne&nbsp;kam Edirne wieder zur Türkei. Zu diesem Staat gehört sie seitdem.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/">Der Uhrturm von Edirne im Jahr 1913</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/uhrturm-edirne-1913/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die archäologische Stätte von Oinoi bei Marathonas</title>
		<link>https://hellas.blog/archaeologische-staette-oinoi-marathonas/</link>
					<comments>https://hellas.blog/archaeologische-staette-oinoi-marathonas/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2024 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Archäologische Stätten]]></category>
		<category><![CDATA[Guido I. de la Roche]]></category>
		<category><![CDATA[Herzogtum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Marathonas]]></category>
		<category><![CDATA[Oinoi bei Marathon]]></category>
		<category><![CDATA[Periferia Attika]]></category>
		<category><![CDATA[Regionaleinheit Westattika]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=8812</guid>

					<description><![CDATA[<p>Etwas westlich von Marathonas liegt Oinoi (Οινόη), die archäologische Stätte dort hat einen Turm aus der Zeit der Franken und ältere Ruinen. Wenn Du in Marathon bist, solltest Du einen Abstecher hierher machen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologische-staette-oinoi-marathonas/">Die archäologische Stätte von Oinoi bei Marathonas</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Etwas westlich von Marathonas liegt Oinoi (Οινόη), die archäologische Stätte dort ist echt spannend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ort sollte nicht mit dem gleichnamigen Städtchen Oinoi verwechselt werden, dass nordwestlich von Athen liegt. Wenn Ihr also hierher wollt, begebt Euch erst einmal in die Stadt Marathon, die auf Griechisch Marathonas (Μαραθώνας) heißt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen leben hier nicht. Es gibt etwas Landwirtschaft, das war es auf den ersten Blick aber auch. Nur lohnt sich gerade hier ein zweiter Blick. Es gibt erstaunlicherweise hier einiges zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du in der Gegend bist, solltest Du hierher einen Abstecher machen. Du kommst von Marathon aus am besten mit dem Auto hierher. Dazu fährst Du auf der Straße Spilaiou Panos nach Westen aus Marathon raus. In Sichtweite des großen steinernen Turms suchst Du Dir eine Stelle, wo Du Dein Auto abstellen kannst. Und dann läufst Du los.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oinoi hat eine sehr alte Geschichte. Darauf deutet schon die andere Schreibweise des Ortsnamens in lateinischen Buchstaben hin: Oenoe oder Oinoe: Das entspricht der Umschrift des altgriechischen Wortes Οἰνόη. In der Antike war dieser Ort einer der vier athenischen Siedlungen, die es in der Ebene von Marathon gab. Die Existenz des antiken Demos Oinoe ist&nbsp;<a href="https://epigraphy.packhum.org/search?patt=%CE%9F%CE%B9%CE%BD" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch verschiedene Inschriften belegt</a>. Im 3. Jahrhundert n.Chr. hat man die Siedlung aufgegeben. Oinoi ist seitdem vor allem eine landwirtschaftlich genutzte Gegend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Turm und archäologische Stätte von Oinoi</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der wohl markanteste Punkt hier ist der&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/uGFoo7Mwv9VE2bQM9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Turm von Oinoi</a>. Von diesen Türmen gab es früher einige in der Gegend. Ihre primäre Funktion war die Gegend zu sichern.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized" id="Turm-Oinoi-Marathonas"><img decoding="async" width="800" height="451" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Oinoi-Turm.jpg" alt="Der Turm von Oinoi bei Marathonas" class="wp-image-8811" style="width:400px" title="Der Turm von Oinoi bei Marathonas" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Oinoi-Turm.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Oinoi-Turm-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2024/08/Oinoi-Turm-768x433.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Turm von Oinoi bei Marathonas</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Turm ist der einzige seiner Art, der in der Gegend noch steht. Erbaut wurde er unter der Herrschaft von Guido I. de la Roche. Guido – französisch auch Guy genannt – war der Sohn von Otto de la Roche, Herr von Athen und Theben und ab 1260 nannte er sich sogar Herzog von Athen. Ganz sicher konnte er sich seiner Herrschaftsansprüche in Griechenland aber nicht sein. Daher sorgte er für eine gute Bewachung seiner Ländereien. Für die griechischen Menschen hier war das nur bedingt gut. Zum einen muss man sehen, dass die fränkischen Soldaten die Landschaft vor dem Eindringen von Feinden geschützt haben, die Otto oder Guido die Machtansprüche hätten streitig machen können. Aber auf der anderen Seite ist zu beachten, dass die Einwohner der Gegend die Sache mit ihren Abgaben finanzieren mussten. Denn die steckte sich nicht nur der Herzog von Athen in die Tasche. Auch die Soldaten vor Ort wollten essen und trinken, und die örtliche Bevölkerung musste das bezahlen bzw. die Lebensmittel und den Wein liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Zweck dieses Turms wird auch die sichere Lagerung von Getreide genannt. Ich persönlich glaube das nicht. Solch ein Bauwerk ist als Getreidespeicher nicht geeignet. Zudem ist ein Turm aus Stein viel zu aufwändig für diesen Zweck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite der Straße ist die kleine&nbsp;<a href="https://maps.app.goo.gl/HBj4QZj57Pt2N1B28" target="_blank" rel="noreferrer noopener">archäologische Stätte von Oinoi</a>, bei der Du ebenfalls vorbeischauen solltest. Die Ruinen, die Du siehst, stammen aus der römischen Zeit. Hier gibt es Überreste eines antiken Aquädukts. Nicht antik und überhaupt nicht schön anzusehen ist ein dickes Rohr, das durch die antiken Ruinen führt. Es gehört dem Wasserversorger EYDAP. Dass die Menschen angesichts der allgemeinen&nbsp;<a href="https://hellas.blog/tag/wasserknappheit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wasserknappheit</a>&nbsp;das kostbare Nass benötigen, ist für mich selbstverständlich. Aber ich finde es abstoßend, wenn dafür wertvolle antike Ruinen überbaut werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Waldbrände 2024 haben die Ruinen verschont</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://hellas.blog/waldbraende-juli-2024-griechenland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Juli</a> und August 2024 gab es in der Region schlimme Brände. Auch Oinoi hat es getroffen. Das sieht man aktuell auch an der Vegetation. Die Ruinen selbst und insbesondere der Turm sind aber nicht beschädigt worden. Es ist alles noch da.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schaut vorbei, wenn Ihr in der Gegend seid</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei: Ein Besuch des Turms und der Ruinen von Oinoi lohnt sich auf jeden Fall, wenn Du ohnehin in der Gegend bist. Das Gelände ist frei zugänglich, Öffnungszeiten gibt es nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/archaeologische-staette-oinoi-marathonas/">Die archäologische Stätte von Oinoi bei Marathonas</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/archaeologische-staette-oinoi-marathonas/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Uhrturm von Póros</title>
		<link>https://hellas.blog/uhrturm-poros/</link>
					<comments>https://hellas.blog/uhrturm-poros/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2024 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reisetipps und Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Clock Tower]]></category>
		<category><![CDATA[Clocktower]]></category>
		<category><![CDATA[Insel]]></category>
		<category><![CDATA[Inselurlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Ioannis Papadopoulos]]></category>
		<category><![CDATA[Poros]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseziel]]></category>
		<category><![CDATA[Sehenswürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrturm]]></category>
		<category><![CDATA[Ιωάννης Παπαδόπουλος]]></category>
		<category><![CDATA[Πύργος Ρολογιού]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=5269</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hoch über der Insel Poros steht ihr Wahrzeichen: Der Uhrturm. Er stammt aus dem Jahr 1927. Von dort oben hast Du eine fantastische Aussicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-poros/">Der Uhrturm von Póros</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Wahrzeichen von <a href="https://hellas.blog/poros/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Póros</a> (Πόρος) ist der Uhrturm, der hoch auf dem Berg des Ortes steht. Auf Englisch heißt er Clock Tower of Poros, auf Griechisch Πύργος Ρολογιού του Πόρου. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Uhrturm als Sehenswürdigkeit auf Póros</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Definitiv ist der Uhrturm eine Sehenswürdigkeit auf der Insel. Er ist nicht zu übersehen und ich finde, er ist auch ein lohnendes Ziel. Deshalb ist es ganz interessant, mehr über ihn zu erfahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="450" height="800" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-am-Abend.jpg" alt="Uhrturm Poros am Abend" class="wp-image-5273" style="width:250px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-am-Abend.jpg 450w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-am-Abend-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><figcaption class="wp-element-caption">Uhrturm Poros am Abend<br>(Foto: Ursula Sailer)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die historische Uhr von Póros ist 1927 erbaut worden. Bezahlt hat den Bau Ioánnis Papadópoulos (Ιωάννης Παπαδόπουλος), der als Abgeordneter unter anderem Póros im Parlament Griechenlands vertrat. Sein Wahlbezirk war Piräus und Troizen, Póros gehörte dazu. Papadópoulos betrachtete Póros als seine Heimat, weshalb er der Insel den Uhrturm zum Geschenk machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ioánnis Papadópoulos war als Händler sehr geschickt und so zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen. Er begann mit einer Getreidemühle in Piräus und kaufte 1903 ein Dampfschiff. Dieses taufte er Póros und ließ es auf der Linie Piräus &#8211; Ägina &#8211; Methana &#8211; Póros fahren. In den 1930er Jahren gewann er seinen Bezirk mehrfach und war Abgeordneter im griechischen Parlament.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in den Turm verbaute Uhr haben übrigens Uhrmacher in Italien gefertigt. Der Mechanismus der Uhr ist allerdings älter. Er ist 1915 in den USA gebaut worden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="360" height="640" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-Uhrwerk.jpg" alt="Das Uhrwerk im Uhrturm von Poros" class="wp-image-5276" style="width:250px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-Uhrwerk.jpg 360w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/10/Uhrturm-Poros-Uhrwerk-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Uhrwerk im Uhrturm von Póros<br>(Foto: Ursula Sailer)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Uhrturm machte Papadópoulos Póros noch weitere Geschenke: Er bezahlte das Gemeindegebäude sowie das Denkmal für die gefallenen Helden der Insel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gemeinde Póros hat sich bei ihm dafür erkenntlich gezeigt, indem sie noch zu seinen Lebzeiten die Straße am Ufer nach ihm benannte. Der <a href="https://maps.app.goo.gl/BCNzXe2TE1QEEezW7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leoforos Papadopoulou</a> führt  vom Anleger der Autofähre am Meer entlang in Richtung des Anlegers der Schnellfähre. An dieser Straße liegt auch das Haus, das er seinerzeit bewohnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1927 schenkte er der Insel Póros die in Italien hergestellte historische Uhr, die heute das Erkennungszeichen der Insel ist. Außerdem wurden auf seine Kosten das Denkmal der gefallenen Helden und das Gemeindegebäude auf dem zentralen Platz errichtet. Der Gemeinderat von Póros benannte mit seinem Beschluss vom 24. Mai 1931 die Strandstraße der Insel „Leoforo Io. Papadópoulos“, auf der sich sein bis heute erhaltenes Haus befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Jahre erlitt der Uhrturm erhebliche Schäden. Im Jahr 2000 ist seine Sanierung beschlossen worden. Seit Abschluss dieser Arbeiten ist der Turm in einem leichten Blau gestrichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das Gebäude im Laufe der Zeit erhebliche Schäden erlitten hatte, wurde im Jahr 2000 eine Sanierung beschlossen.&nbsp;Das Uhrwerk hat man im Rahmen der Reparatur modifiziert. Seit 2015 steht es im Erdgeschoss des Gebäudes. Alle Besucher können es in einer Glasvitrine sehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie komme ich zum Uhrturm von Póros?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Uhrturm kommst Du ganz einfach. Du musst aus Póros Stadt in Richtung des Turms loslaufen, und zwar immer nach oben. Über kurz oder lang bist Du dann dort. Der Weg ist gar nicht zu verfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du auf Póros bist, solltest Du unbedingt hoch gehen. Vom Uhrturm aus hast Du wirklich eine tolle Aussicht über die Altstadt von Póros, die umliegende Gegend und das Meer.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/uhrturm-poros/">Der Uhrturm von Póros</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/uhrturm-poros/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Goulas in Emporio</title>
		<link>https://hellas.blog/der-goulas-in-emporio/</link>
					<comments>https://hellas.blog/der-goulas-in-emporio/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2023 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Burg]]></category>
		<category><![CDATA[Dargenta]]></category>
		<category><![CDATA[Emporio]]></category>
		<category><![CDATA[Euböa]]></category>
		<category><![CDATA[Goulas]]></category>
		<category><![CDATA[Gulas]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes]]></category>
		<category><![CDATA[kule]]></category>
		<category><![CDATA[Patmos]]></category>
		<category><![CDATA[Santorin]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Venezianer]]></category>
		<category><![CDATA[Εμπορείο]]></category>
		<category><![CDATA[πύργος του Γουλά]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=1372</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Goulas in Emporio ist eine befestigte Turmanlage, in der früher die örtlichen Feudalherren wohnten. Hier wurde Getreide eingelagert, bei Angriffen fanden die Menschen im Goulas Zuflucht. Heute ist das Gebäude sehr verfallen und aktuell (2022) für Besucher nicht zugänglich. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-goulas-in-emporio/">Der Goulas in Emporio</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Goulas ist eine große, alte Turmanlage, die sich am Rande des Ortes <a href="https://hellas.blog/tag/emporio/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Emporio</a> (Εμπορείο) auf <a href="https://hellas.blog/santorin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Santorin</a> erhebt. Sie sieht aus wie eine Festung. Man nennt sie auch den Turm von Goulas (πύργος του Γουλά).  Das Wort Goulas leitet sich von <em>kule</em> ab, dem türkischen Wort für Turm. Dieser Turm ist im 14. Jahrhundert erbaut worden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_1.jpg" alt="Blick auf den Goulas vom gegenüberliegenden Berg" class="wp-image-1375" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_1.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_1-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_1-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf den Goulas vom gegenüberliegenden Gavrilos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Errichtung des Goulas hängt mit der Herrschaft Venedigs über die Insel zusammen. 1296 hatte Byzanz die Herrschaft über Santorin an Venedig verloren. Die Venezianer etablierten ein Feudalsystem und beherrschten Santorin von fünf befestigten Orten aus, den so genannten fünf Burgen von Santorin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das waren Ia, Pyrgos, Akrotiri, der Fels Skaros bei Imorovigli und eben auch Emporio. Dem Ort sieht man die Anlage der Wohnhäuser ein einer gut geschützten Burganlage heute noch an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Venedig eingesetzten Feudalherren lebten in turmähnlichen <em>Goulades</em>. Diese dienten als Wohnsitz der herrschenden Familie, als Getreidespeicher und auch als Fluchtburgen im Fall einer Bedrohung. In Emporio herrschte eine Familie Dargenta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Goulas diente der Verteidigung. Die Bewohner von Emporio fanden hier Schutz vor Piratenüberfällen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was genau war der Goulas?</h2>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="445" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_4.jpg" alt="Seitenansicht des Goulas aus Richtung Emporio" class="wp-image-1393" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_4.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_4-300x167.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_4-768x427.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seitenansicht des Goulas aus Richtung Emporio</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Goulas ist mehr eine Festung als ein Turm. Zur eigentlichen Burg von Emporio gibt es einen Verbindungsgang. Im Goulas wurde die Ernte gelagert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Emporio war in dieser Zeit das Handelszentrum von Santorin. Als solches war es durch Überfälle permanent gefährdet, was die Burg des Ortes erklärt. Da diese die Einwohner zwar schützen, nicht aber ernähren konnte, hat man zusätzlich noch den Goulas errichtet. Dieser war mit den Mitteln der damaligen Zeit noch schwerer zu erobern als die eigentliche Burg. Daher diente der Goulas auch als Zufluchtsort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine Verbindung des Goulas zur Insel Patmos. Auf dieser schrieb Johannes seine Offenbarung nieder. Dieser Johannes wird als <em><a href="https://hellas.blog/8-mai-namenstag-von-theologos-und-theologia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Johannes der Theologe</a></em> verehrt und noch heute befindet sich auf Patmos eines der bedeutendsten Klöster der orthodoxen Christenheit.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="415" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_3.jpg" alt="Ansicht des Goulas von der Straße aus" class="wp-image-1392" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_3.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_3-300x156.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_3-768x398.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ansicht des Goulas von der Straße oberhalb der Festung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung ist eine Legende, nach welcher der Goulas von Emporio von denselben Mönchen erbaut worden sein soll, die zuvor auf Patmos das Kloster des Johannes errichtet haben. Da dieses Kloster 1088 errichtet wurde und der Goulas ungefähr 400 Jahre später, ist das nicht möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher halte ich das wirklich nur für eine Geschichte, die dem Goulas eine besondere Bedeutung verleihen soll. Aber sie hat einen historischen Kern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Familie Dargenta blieb nicht ewig. Nach ihr nutzten Mönche von der Insel Patmos den Goulas. In ihm wurden Schätze des Klosters aufbewahrt. Deshalb gibt es im Inneren des Goulas eine Kapelle, die dem Heiligen Christodoulos geweiht ist, dem Gründer des Klosters auf Patmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Agios Christodoulos ist um 1021 in Nikaia zur Welt gekommen. Der Ort liegt in der römischen Provinz <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bithynien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bithynien</a> in der heutigen Türkei. Ein erstes Kloster gründete er auf dem Berg Latmos in Karien. Mit Unterstützung des Kaisers Alexios I. Komninos gründete er schließlich das Kloster von Patmos. Nach einem arabischen Überfall auf Patmos floh Christodoulos nach <a href="https://hellas.blog/tag/euboea/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Euböa</a>, wo er starb. Als Sterbejahr sind sowohl 1093 als auch 1101 überliefert. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Lohnt sich der Besuch des Goulas?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die spannende Frage lautet, ob sich ein Besuch des Goulas lohnt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_2.jpg" alt="Für Besucher ist der Goulas gesperrt" class="wp-image-1391" style="width:400px" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_2.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_2-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2022/12/Santorin_Emporio_Goulas_2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Für Besucher ist der Goulas gesperrt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte diese Frage mit einem &#8222;derzeit nicht wirklich&#8220; beantworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich sieht der Goulas sehr imposant aus. Ich hoffe, das kommt auf den Fotos zu diesem Beitrag auch gut rüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das Gebäude ist sehr marode. Daher ist es für den Publikumsverkehr gesperrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fand es ganz beeindruckend, mir den Goulas von außen anzusehen. Aber nach einer viertel Stunde hatte ich alles gesehen, was ich von der Straße aus sehen konnte. Wenn man nicht ohnehin mit dem Mietwagen auf der Insel unterwegs ist, dann lohnt sich die Mühe nicht, beim Goulas vorbeizuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem ein Blick auf den Goulas aus der Ferne reicht, der kann einen Abstecher zur <a href="https://hellas.blog/agios-nikolaos-marmaritis-emporio/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kapelle Nikolaos Marmaritis</a> machen. Die ist mit dem Bus gut zu erreichen, der von Perissa nach Fira (und umgekehrt) geht. Von der Kapelle aus hat man einen guten Blick über die Weinfelder bis hin zum Goulas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte der Goulas restauriert werden und eines Tages wieder für Besucher geöffnet sein, sieht die Sache aber ganz anders aus. Dann &#8211; da bin ich mir sicher &#8211; wird er ein touristisches Highlight auf Santorin sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/der-goulas-in-emporio/">Der Goulas in Emporio</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/der-goulas-in-emporio/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der weiße Turm von Thessaloniki</title>
		<link>https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/</link>
					<comments>https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Festland]]></category>
		<category><![CDATA[1430]]></category>
		<category><![CDATA[1535]]></category>
		<category><![CDATA[1536]]></category>
		<category><![CDATA[1884]]></category>
		<category><![CDATA[1912]]></category>
		<category><![CDATA[1917]]></category>
		<category><![CDATA[1927]]></category>
		<category><![CDATA[1985]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin I]]></category>
		<category><![CDATA[Lefkos Pyrgos]]></category>
		<category><![CDATA[Murad II.]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Süleyman der Prächtige]]></category>
		<category><![CDATA[Thessaloniki]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Turm]]></category>
		<category><![CDATA[Λευκός Πύργος]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=3325</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Weiße Turm ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Thessaloniki. Du kannst ihn besuchen. In ihm ist heute ein Museum.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/">Der weiße Turm von Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Weiße Turm (Λευκός Πύργος = Lefkos Pyrgos) ist das schon weither sichtbare Wahrzeichen von <a href="https://hellas.blog/tag/thessaloniki/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Thessaloniki</a>. Seinen heutigen Namen erhielt der Weiße Turm im Jahr 1912. Im Rahmen des Ersten Balkankriegs haben griechische Truppen Thessaloniki eingenommen. Im Rahmen einer symbolischen Handlung kalkten sie den Turm weiß. Seitdem nennen die Menschen ihn den Weißen Turm.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Eine kurze Geschichte des Weißen Turms</h1>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Weisser-Turm.jpg" alt="Der Weiße Turm von Thessaloniki - Foto von Maria Laftsidis-Krüger" class="wp-image-3321" style="width:300px;height:400px" width="300" height="400" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Weisser-Turm.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Weisser-Turm-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Weiße Turm von Thessaloniki &#8211; Foto von Maria Laftsidis-Krüger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Geschichte beginnt im Jahr 1430. Da haben die Osmanen unter Sultan Murad II Thessaloniki erobert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Weiße Turm ist danach errichtet worden, und zwar durch Sultan Süleyman den Prächtigen. Am westlichen und östlichen Ende der Seemauer von Thessaloniki ließ er zwei Türme errichten. Der westliche Turm existiert nicht mehr, den östlichen Turm kennen wir heute als den Weißen Turm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich diente der Turm zum Abschluss und zur Bewachung des östlichen Endes der Seemauern von Thessaloniki. Schon vor der Eroberung durch die Osmanen stand hier ein byzantinischer Turm. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Turm der Osmanen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich ist der heutige Turm 1535 oder 1536 fertig gestellt worden. Bis zum Jahr 1912 gab es am Turm eine Inschrift in osmanischem Türkisch, die den Bau auf das Jahr 942 des islamischen Kalenders festlegte, was 1535/36 der christlichen Zeitrechnung entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Osmanen nutzten den Weißen Turm nicht nur als Befestigungsanlage, sondern auch als Unterkunft für Truppen und als Gefängnis. Für die Gefangenen war die Zeit dort oft auch mit Folter verbunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den weißen Turm herum gab es eine Mauer, welche die Anlage zusätzlich schützte. Das war aufgrund der militärischen Nutzung aus Sicht der Türken notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des <a href="https://hellas.blog/griechischer-freiheitskampf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">griechischen Unabhängigkeitskampfes</a> war der Weiße Turm der Ort eines Massakers. Der Freiheitskampf gegen die osmanische Herrschaft war auch in Nordgriechenland ausgebrochen, ist dort jedoch gescheitert. Die türkischen Herrscher machten den Griechen auf sehr brutale Weise klar, dass eine Revolution keine gute Idee ist. Sultan Mahmud II hat 1826 befohlen, die Gefangenen im Weißen Turm zu töten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Folge dieser Tat und auch der brutalen Folter an griechischen Gefangenen nannten die Griechen den Komplex &#8222;Roter Turm&#8220; oder &#8222;Turm des Blutes&#8220;.</p>



<h3 class="wp-block-heading">1912: Der Turm des Blutes wird der Weiße Turm </h3>





<p class="wp-block-paragraph">Als die Griechen unter Kommando des Thronfolgers Konstantin I Thessaloniki erobern und für Griechenland gewinnen konnten, kalkten sie den Turm in einer symbolischen Handlung weiß. Das war Ende 1912. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch wurde nicht nur der Schreckensort der türkischen Besatzer sichtbar gereinigt. Der Turm erhielt zugleich auch den Namen, unter dem wir ihn heute kennen: Weißer Turm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der militärischen Nutzung entsprechend war der Turm von einer Mauer umgeben. Die Griechen haben sie 1917 abgerissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Weißeln des Turms und den Abriss der Mauer haben die Griechen den Ort der türkischen Schreckensherrschaft beseitigt, ohne den Turm abreißen zu müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde es schön, dass es noch Fotos aus der Zeit vor dem Abriss der Mauer gibt. So kann man sich gut vorstellen, wie die Anlage einst ausgesehen hat. Allerdings verstehe ich auch sehr gut, weshalb die Griechen den Turm weiß gekalkt und von der umgebenden Mauer befreit haben. Auf diese Weise wurde der Ort des Schreckens zu einem positiven Identifikationspunkt für die Menschen in Thessaloniki. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Teile der Mauer sind übrigens 2007/08 wieder freigelegt worden. So kann man auch vor Ort einen Eindruck davon gewinnen, wie die Anlage früher ausgesehen hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Weiße Turm in neuerer Zeit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Ersten Weltkriegs war im Turm ein Kommunikationszentrum der Alliierten untergebracht. Diese militärische Nutzung blieb auch nach Kriegsende erhalten, wenn auch durch das griechische Militär. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Radiopionier Christos Tsingiridis sendete aus dem Weißen Turm am 25. März 1927 seine erste Radiosendung. Dabei nutzte er eine Antenne der griechischen Marine, die auf dem Turm installiert war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich wurde der Turm von 1985 bis 1994 für eine Dauerausstellung über Geschichte und Kunst in Thessaloniki genutzt. Nachdem 1994 das Museum für byzantinische Kultur eröffnet hat, sind die Exponate nach und nach dorthin überführt worden.  Danach wurde der Turm für verschiedene Ausstellungen genutzt. Er sollte ein kultureller Ort bleiben. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Die Architektur des Weißen Turms</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebäude ist 33 m hoch. Es hat einen Umfang von 70 m und erstreckt sich über 6 Etagen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Aufgang-im-Inneren-des-Weissen-Turms.jpg" alt="Aufgang im Inneren des Weißen Turms - Foto von Maria Laftsidis-Krüger" class="wp-image-3323" style="width:300px;height:225px" width="300" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Aufgang-im-Inneren-des-Weissen-Turms.jpg 400w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Aufgang-im-Inneren-des-Weissen-Turms-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufgang im Inneren des Weißen Turms<br>Foto von Maria Laftsidis-Krüger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Turm besteht auf zwei zylinderförmigen Bauteilen, die aufeinander aufsitzen. Der untere Bauteil ist 27 m hoch, der obere Teil des Turms misst weitere 6 m. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der obere Teil hat einen viel geringeren Umfang und hat einen großzügigen Rundgang. Dieser ist durch eine Mauer mit Zinnen begrenzt, die das Bild des Turms prägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der obere Teil schließt mit einer Plattform ab, die einen Durchmesser von etwa 10 m hat. Auch sie ist mit einer Mauer umgrenzt, die Zinnen hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Fensteröffnungen des Turms sind Schießscharten. Das war seiner militärischen Nutzung geschuldet. Schließlich war er als Wehrturm konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des Turms führt ein Ganz über die 6 Stockwerke nach oben. Die Stufen sind sehr lang gezogen. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Das Museum im Weißen Turm</h1>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Tisch-mit-Ausstellungsstuecken.jpg" alt="Tisch mit Ausstellungsstücken - Foto von Maria Laftsidis-Krüger" class="wp-image-3322" style="width:300px;height:169px" width="300" height="169" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Tisch-mit-Ausstellungsstuecken.jpg 600w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/05/Tisch-mit-Ausstellungsstuecken-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tisch mit Ausstellungsstücken <br>Foto von Maria Laftsidis-Krüger</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heute befindet sich im Weißen Turm ein kleines Museum. Dieses hat 2008 seine Pforten geöffnet. Im Turm ist eine Dauerausstellung eingerichtet, die den Besucher mitnimmt auf eine historische Reise durch die Geschichte Thessalonikis von ihrer Gründung bis in die Moderne. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sehen sind Skulpturen, Fresken, Fragmente von Mosaikböden, Bilder, Münzen, Töpferware sowie Gegenstände aus Glas und Metall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Museum ist über mehrere Etagen im Weißen Turm verteilt. In jedem Stockwerk gilt die Ausstellung einem anderen Thema aus der Geschichte der Stadt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meinungen über den kulturellen Wert des Museums sind sehr unterschiedlich. Wer ein Fan von Museen ist, wird vermutlich enttäuscht sein. Die Erläuterungen zu dem, was man sieht, sind nur zum Teil auf Englisch. Es gibt einen deutschen Audioguide, der aber nicht sehr in die Tiefe geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst finde die Nutzung als Museum gut. Und ich finde es auch in Ordnung, dass ein kleiner Eintritt erhoben wird. Denn auf diese Weise wird der Weiße Turm sehr schön genutzt und die Kosten für den Unterhalt können eingespielt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Besucher meinen, dass sich das beste Ausstellungsstück dieses Museums aber nicht in seinem Inneren befinde. Ganz oben ist ein Balkon, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Stadt und das Meer hat. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Wie komme ich zum Weißen Turm?</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weiße Turm steht am Ufer des Meeres an der Promenade von Thessaloniki. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst ihn nicht verfehlen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Adresse: <a href="https://goo.gl/maps/4G5SRYNVjqJe68rV9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Leoforos Nikis, Ecke Platia Lefkou Pyrgou</a> (Πλατεία Λευκού Πύργου, Platz des Weißen Turms).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Homepage: <a href="http://www.lpth.gr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Griechisch</a> und <a href="http://www.lpth.gr/indexeg.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Englisch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontakt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Telefon: ++30 2310 267 832</li>



<li>E-mail:&nbsp;<a href="mailto:info@lpth.gr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">info@lpth.gr</a> oder&nbsp;<a href="mailto:mbp@culture.gr" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mbp@culture.gr</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Möchtest Du für eine größere Gruppe den Besuch des Weißen Turms organisieren, nimm auf jeden Fall vorab per Telefon Kontakt auf. </p>



<h1 class="wp-block-heading">Eintritt und Öffnungszeiten des Weißen Turms</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weiße Turm ist heute ein öffentliches Museum. Innerhalb der Öffnungszeiten kannst Du ihn gegen Eintritt besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eintrittspreis:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>April bis Oktober: 6 Euro, mit Reduktion 3 Euro</li>



<li>November bis März: 3 Euro</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Personengruppen zahlen keinen Eintritt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kinder und Jugendliche aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union bis zu einem Alter von 25 Jahren (Personalausweis bereit halten)</li>



<li>Kinder bis 5 Jahre aus Nicht-EU-Staaten </li>



<li>Personen, die älter sind als 25 Jahre und die eine Abend- oder Berufsschule besuchen</li>



<li>Lehrkräfte, die Klassen begleiten</li>



<li>Schwerbehinderte (derzeit mit mindesten 80% anerkanntem Behinderungsgrad)</li>



<li>Bestimmte soziale Gruppen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt ist an diesen Tagen für alle Besucher frei:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>6. März (Erinnerungstag an Melina Mercouri)</li>



<li>18. April (Internationaler Tag der Denkmäler)</li>



<li>18. Mai (Internationaler Tag der Museen)</li>



<li>Letztes Wochenende im September (Europäische Tage des Kulturerbes)</li>



<li>November bis März: Jeder erste Sonntag im Monat</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Öffnungszeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>April bis Oktober: 8 Uhr bis 20 Uhr</li>



<li>November bis März: 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weiße Turm ist an diesen Tagen geschlossen: 1. Januar, 25. März, Ostersonntag, 1. Mai, 25. Dezember, 26. Dezember</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Details zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und den Gruppen, die vom Eintrittspreis befreit sind stehen auf <a href="https://www.mbp.gr/en/visit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dieser Seite</a>. Diese Regelungen gelten sowohl für den Weißen Turm als auch für das Byzantinische Museum von Thessaloniki.</p>



<h1 class="wp-block-heading">Der Weiße Turm ist nicht barrierefrei</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Für Menschen mit einer Gehbehinderung ist der Weiße Turm nur bedingt geeignet. Er ist nicht barrierefrei. Die Treppenstufen sind lang und flach. Personen mit Einschränkungen beim Gehen können sie schaffen. Leider ist der Turm für Rollstuhlfahrer nicht geeignet. Da es sich um historische Bausubstanz handelt, wird sich das vermutlich auch nicht ändern lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/">Der weiße Turm von Thessaloniki</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/weisser-turm-thessaloniki/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Frankenturm auf der Akropolis</title>
		<link>https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/</link>
					<comments>https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Roland Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Aug 2023 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[1308]]></category>
		<category><![CDATA[1385]]></category>
		<category><![CDATA[1460]]></category>
		<category><![CDATA[1874]]></category>
		<category><![CDATA[Akropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Frankenturm]]></category>
		<category><![CDATA[Frankokratia]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Schliemann]]></category>
		<category><![CDATA[Herzogtum Athen]]></category>
		<category><![CDATA[Mehmet II.]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Bankes Harraden]]></category>
		<category><![CDATA[Turm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hellas.blog/?p=4245</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Frankenturm auf der Akropolis ist 1874 abgerissen worden. Auf alten Fotos und Bildern ist er noch zu sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/">Der Frankenturm auf der Akropolis</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Früher stand auf der <a href="https://hellas.blog/akropolis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Akropolis</a> in <a href="https://hellas.blog/athen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Athen</a> ein Turm, den wir als Frankenturm kennen. 1874 hat man ihn abgerissen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828.jpg" alt="Der Frankenturm auf der Akropolis 1828" class="wp-image-4244" width="400" height="225" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828-300x169.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Der-Frankenturm-auf-der-Akropolis-1828-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Frankenturm, gemalt von Richard Bankes Harraden</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Blog bin ich schon auf das Bild <a href="https://hellas.blog/richard-bankes-harraden-blick-auf-athen-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blick auf Athen von Richard Bankes Harradan von 1828</a> eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühere <a href="https://hellas.blog/die-besiedlung-der-akropolis-um-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Besiedlung der Akropolis</a> sowie <a href="https://hellas.blog/olympieion-und-hadrianstor-1828/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Olympieion und Hadrianstor</a> sind interessante Details auf diesem Bild. Der Frankenturm ist es auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harradan hielt sich Anfang der 1820er Jahre in Athen auf. Er sah die Stadt in der letzten Phase der osmanischen Herrschaft über die Stadt. Und er malte sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein bevorzugter Ort, um die Stadt darzustellen, war der Musenhügel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der Name <a href="https://goo.gl/maps/Zwep5ndmbe4XkokM6" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Philopapposhügel</a> (λόφος του Φιλοπάππου) geläufiger für diesen kleinen Berg, der gegenüber der Akropolis liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was waren die Franken in Griechenland?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Krieger aus Franken müssen durch Griechenland gezogen sein und dort einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Die orthodoxen Griechen übernahmen den Namen des germanischen Volksstammes als Bezeichnung für katholische Christen aus Westeuropa. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Venezianer und andere in Griechenland  Herrschaftsgebiete errichteten, bezeichneten die Einheimischen das als Frankenherrschaft. Das griechische Wort dafür ist Frankokratia (Φραγκοκρατία).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Herzogtum Athen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Von 1205 bis 1458 gab es das Herzogtum Athen (Δουκᾶτον Ἀθηνῶν). Der erste Herzog hieß Otto de la Roche. Otto war ein kleiner Ritter aus Burgund, der im Rahmen des Vierten Kreuzzugs nach Athen gelangte. Seine Familie hielt das Herzogtum bis 1308, dann wurden sei durch Katalanen verdrängt. 1385 drang der Florentiner Nerio I. Acciaiuoli nach Athen, die Katalanen hielten die Akropolis noch gut 3 Jahre. Die Familie Acciaiuoli herrschte aber nicht lange über das Herzogtum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Athen herrschten noch die Venezianer und später die Familie der Paläologen, die auch das Kaiserhaus in Byzanz stellte. Unter ihnen stellte aber weiterhin die Familie Acciaiuoli die Herzöge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre nach dem Fall von Konstantinopel eroberte der osmanische Sultan Mehmet II das Herzogtum. Der letzte Herzog war Francesco II. Acciaiuoli, im Juni 1458 kapitulierte er. Sein Leben wurde geschont. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings plante Francesco eine Verschwörung, um Athen wieder für sich zu gewinnen. Mehmet II ließ ihn deshalb 1460 beseitigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Frankenturm</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Propyläen der Akropolis dienten den Herzögen von Athen als Residenz. Zu diesem Zweck wurden sie mit antikem Baumaterial umgebaut. Dabei ließen sie auch den Turm errichten, den wir als Frankenturm kennen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862.jpg" alt="Frankenturm im Mai 1862" class="wp-image-4251" width="400" height="331" srcset="https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862.jpg 800w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862-300x248.jpg 300w, https://hellas.blog/wp-content/uploads/2023/08/Frankenturm-im-Mai-1862-768x635.jpg 768w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frankenturm im Mai 1862</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wann genau dieser Turm errichtet worden ist, konnte bislang nicht sicher geklärt werden. Sein Bau wird der Familie Accioiuoli zugeschrieben. Aber auch die Familie de la Roche, die ersten Herzöge von Athen, residierten auf der Akropolis. Möglicherweise ist in dieser Zeit bereits mit der Errichtung eines Gebäudes an dieser Stelle begonnen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Foto ist gut zu sehen, dass der Turm eine fast quadratische Form hatte. Er war 8,7 m lang und 7,8 m breit. Er ragte 26 m hoch über die Akropolis und muss einen tollen Ausblick über Athen geboten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil des Baumaterials wurde anderen Gebäuden auf der Akropolis entnommen. Weiteres Baumaterial ist wohl auch aus nahen Steinbrüchen besorgt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Errichtet wurde er in der Turm in einer sehr massiven Bauweise. Die Wand war an der Basis 1,75 m dick. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von außen führte eine Holztreppe hoch zum Eingang in den Turm. Im Inneren führte eine weitere Holztreppe nach oben. Was von außen als eine sehr repräsentative Residenz der Herzöge von Athen wirkt, muss tatsächlich sehr beengt gewesen sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Abriss 1874</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sehen wir den Frankenturm nicht mehr. Er ist 1874 abgerissen worden. Als treibende Kraft dafür gilt <a href="https://hellas.blog/heinrich-schliemann/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heinrich Schliemann</a>. Ihm ging es darum, die klassische Architektur der Akropolis wieder herzustellen. Damit bewegte er sich durchaus in der Vorstellungswelt seiner Zeit. Den Griechen war sehr daran gelegen, alles zu beseitigen, was nach Ende der byzantinischen Herrschaft auf der Akropolis entstanden ist. Der Parthenon war schon längst keine Moschee mehr, auch die Wohnhäuser sind beseitigt worden. Was noch stand, war der mittelalterliche Frankenturm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich empfinde seinen Abriss als kulturellen Verlust. Es wäre schön gewesen, wenn man ihn an anderer Stelle zumindest wieder aufgebaut hätte. Allerdings ist sein Baumaterial wohl in die Wiederherstellung der klassischen Bauten auf der Akropolis geflossen. Was uns vom Frankenturm bleibt, ist eine Erinnerung aus alten Schriften, Bildern und Fotos. Der Rest ist Geschichte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/">Der Frankenturm auf der Akropolis</a> erschien zuerst auf <a href="https://hellas.blog">Hellas Blog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://hellas.blog/frankenturm-akropolis/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
