Koronisia
Koronisia (Κορωνησία) ist eine Insel im Ambrakischen Golf, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Sie ist bewohnt. Das kleine Dorf heißt wie auch die Insel.
Das musst du über Koronisia wissen
Die Insel gehört zur griechischen Region Epirus. Auf ihr leben 134 Menschen. Koronisia gehört verwaltungstechnisch zur Gemeinde Arta.

1913 kam der Ort erst zu Griechenland, bis dahin herrschten noch die Osmanen. Das Dorf ist ein lohnenswertes Ziel für einen Ausflug, wenn Du in der Gegend bist.
Die Sehenswürdigkeiten des Dorfes zwei Kirchen und die restaurierte Ruine eines Turms. Weiter ist noch der kleine Hafen zu nennen, den Du besuchen kannst.
An erster Stelle möchte ich die Kirche Muttergottes nennen. Auf griechisch heißt sie Naos Genesiou tis Theotokou Koronisias (Ναός Γενεσίου της Θεοτόκου Κορωνησίας). Wörtlich möchte ich das mit Kirche der Geburt der Jungfrau Maria in Koronisia übersetzen. Sie liegt im oberen Bereich des Ortes.
Die Ursprünge dieses Gotteshauses liegen im 10. Jahrhundert. Das heutige Gebäude ist spätbyzantinisch. Sie hat graue Mauern und ein rotes Dach. Ich finde, diese Kirche sieht wunderschön aus. Man hat sie mehrfach umgebaut. Der letzte Umbau erfolgte im 20. Jahrhundert. Heute dient sie der Gemeinde als Pfarrkirche.
Kloster und Kapelle
Vor langer Zeit gab es hier auch ein Kloster. Das ist 1193 erstmals in einer Urkunde erwähnt worden. Damals bestand noch das oströmische Reich. Dessen Niedergang und die lange osmanische Herrschaft überstand das Kloster. 1918 ist das Kloster aufgegeben worden.
Weiter gibt es noch eine kleine Kapelle. Sie ist dem Heiligen Onouphrios von Preveza geweiht. Dieser Heilige soll im späten 18. Jahrhundert in Koronisia gewirkt haben. Viel habe ich über ihn nicht herausfinden können. Er könnte aus Berati stammen, das im heutigen Albanien liegt. Andere sagen, er stamme aus Kastoria. Selbst darüber, ob er nun Grieche oder Albaner war, gibt es unterschiedliche Meinungen. Nach meiner Ansicht ist das egal. Dass er ein sehr frommer Mann war, steht außer Zweifel. Innerhalb der kirchlichen Hierarchie hatte er eine herausgehobene Position inne.
Zu der Zeit, als Onouphrios auf Koronisia war, gab es auf der Insel kein Wasser. Er war – so wie die Mönche und alle anderen Einwohner des Ortes – gezwungen, sich das benötigte Süßwasser vom Festland zu holen. Onouphrios ergriff die Initiative und grub in der Nähe des Klosters einen Brunnen. Den gibt es noch heute. Und Seilriefen zeigen, wie sehr die Menschen der Insel ihn früher gebraucht haben. Ich finde, dass Onouphrios deshalb zu Recht noch heute auf der Insel verehrt wird.
Am Rand des Hafens steht eine kleine Kapelle. Sie ist dem Heiligen Spiridon geweiht. Ich finde, sie zeigt sehr schön die Frömmigkeit der Menschen auf dieser Insel.
Festung und Hafen
Im Süden gibt es die Ruine einer kleinen Festung namens Koulia. Ali Pascha hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Der herrschte zu dieser Zeit über diese Region. In den zurückliegenden Jahrzehnten ist die Festung ziemlich verfallen. Aber vor einigen Jahren hat man die Anlage umfassend renoviert. Heute dient sie dem Ort als Kulturzentrum.
Den Abschluss Deines Besuchs solltest Du im Hafen machen. Er liegt im Westen des Orts. Der Fischfang spielt spielte hier schon immer eine wichtige Rolle. Im Hafen liegen die Boote, mit denen die Fischer auch heute noch ihren Unterhalt bestreiten.
Unterkunft, Tavernen und Cafes
Du kannst auch länger auf der Insel bleiben. Unterkommen kannst Du im Asterias, das über die einschlägigen Portale gebucht werden kann. Einen sehr guten Eindruck machen auch die Koronisia Apartments und es gibt noch die Apartments E.Spyrou.
Die kulinarische Rundreise beginnt zwischen den beiden letzteren Unterkünften mit der Patentas Fisch Taverne. Hier bekommst Du Speisen aus dem Meer. Gehst Du in Richtung des Hafens, kommst Du am Kyma Cafe vorbei. Hier kannst Du einkehren und eine Kleinigkeit trinken.
Am Hafen gibt es drei Tavernen. Im Süden beginnen wir mit dem Gar Oida, das von Frauen geführt wird. Hier kannst Du einkehren oder auch Speisen mitnehmen. An der anderen Ecke des Hafens ist das Floisvos 1938, zu dem dasselbe gesagt werden kann. Und kurz hinter dem Hafen liegt das Avra Fish Restaurant, in dem Du hervorragende Küche aus dem Meer bekommst.
Eine Empfehlung für eine dieser Möglichkeiten möchte ich ausdrücklich nicht abgeben. Wenn Du vor Ort bist, dann entscheide Dich spontan, wo Du einkehrst. Die Küche ist vom Meer dominiert. Ich würde vielleicht fragen, ob sie fangfrischen Fisch haben. Die Restaurants nehmen nämlich gerne den frisch angelandeten Fisch und bereiten ihn für ihre Gäste. Gerade in er Saison ist so viel Nachfrage, dass der Fisch aber auch mal aus sein kann. Deshalb würde ich fragen.
So kommst du nach Koronisia
Die Insel ist über eine Straße mit dem Festland verbunden. Du kommst am besten mit dem Auto hierher. Die Straße führt über das Meer, sie zu befahren ist ein besonderes Erlebnis. Möchtest Du mehr darüber wissen, lies meinen Blogbeitrag zur Straße auf die Insel.
