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Die Zufahrt nach Dodoni ist gesperrt

Die Epirus Post berichtet, dass die Zufahrt nach Dodoni gesperrt ist. Schuld sind Bauarbeiten.

Deshalb ist die Zufahrt nach Dodoni gesperrt

Dodoni ist eine Gemeinde in der Region Epirus. Dort liegt es im Regionalbezirk Ioannina.

Dodoni: Baumaterial und Schutt auf Straße
Dodoni: Baumaterial und Schutt auf Straße
(Bild generiert von Software)

Eine ländliche Gegend. Immerhin leben hier über 9600 Menschen. Und es gibt das Dorf, nach dem die Gemeinde benannt ist.

Jetzt ist für die Bewohner des Dorfes Dodoni der Zugang zu ihren Häusern unmöglich. Denn die Hauptstraße ist gesperrt.

Wir haben Winter. Aber weder Schnee noch Schäden sind die Ursache der Probleme.

Die Straße ist aus einem anderen Grund unpassierbar. Der liegt an Bauarbeiten an einer privaten Stützmauer. Verschiedene Materialien sind auf der Straße verteilt.

Warnschilder? Fehlanzeige.

Auf der Straße liegen Schutt und Baumaterialien. Und sie blockieren effektiv die Hälfte der Gemeinde.

Zwei Einwohner hätten wegen gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Das war nicht möglich. Die Unfallgefahr ist sehr groß.

Die Bewohner haben sich bereits an den Dorfvorsteher gewandt. Sein sofortiges Eingreifen ist erforderlich. Aber nichts passiert.

Dass die Zufahrt nach Dodoni gesperrt ist, erzeugt Angst und Wut bei den Menschen, die hier leben.

Warum freie Straßen für Dodoni wichtig sind

Dodoni liegt in einem fruchtbaren Tal am Fuß des Tomaros. Die Landschaft verbindet sanfte Hügel, Olivenhaine und weite Felder. In der Gegend gibt es auch Ruinen eines antiken Heiligtums.

Für ernsthafte medizinische Fälle ist das nächstgelegene größere Krankenhaus in der Stadt Ioannina zu finden. Dabei handelt es sich um das General Hospital in Ioannina. Die Fahrt dorthin dauert je nach Straßenverhältnissen etwa dreißig bis vierzig Minuten.

Und genau das ist der Punkt, wenn ein Mensch in Not ist. Freie, gut befahrbare Straßen sind lebenswichtig. Sie ermöglichen schnelle Notfalltransporte. Wenn die Straße – wie hier – einfach gesperrt wird, geraten andere Einwohner in Lebensgefahr.

Aus welchen Gründen die örtlichen Autoritäten nicht handeln, kann ich nur vermuten. Leider zeigt Dodoni die unschöne Seite des griechischen Lebens. Machen die „richtigen“ Leute so etwas, sind Gefahren für die einfache Bevölkerung nicht so wichtig.

Als Tourist kannst Du nichts tun. Aber solche Vorkommnisse sollte man auch nicht lächelnd als Folklore abtun. Hier leben Menschen, die Zugang zu medizinischer Versorgung haben müssen.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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