Griechenland

Achaia: 30 Millionen Euro für Straßenbau und Hochwasserschutz

30 Millionen Euro investiert man im Regionalbezirk Achaia in Straßenbau und Hochwasserschutz. So berichtet es Peloponnisos am 26. Januar.

Straßenbau und Hochwasserschutz: Große Infrastrukturprojekte in Achaia starten

In der Regionaleinheit Achaia beginnt eine neue, wichtige Phase der Entwicklung. Die Region Westgriechenland startet ein großes Paket an Infrastrukturprojekten mit einem Gesamtbudget von rund 30 Millionen Euro.

Erdarbeiten für den Hochwasserschutz
Erdarbeiten für den Hochwasserschutz
(Bildquelle: pelop.gr)

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Verkehrssicherheit deutlich zu verbessern und die Region besser vor Hochwasser zu schützen. Besonders wichtig sind diese Projekte nach den schweren Bränden im August 2025, die große Schäden an Natur und Infrastruktur verursacht haben.

Die Planung der Region basiert auf zwei klaren Schwerpunkten. Der erste Schwerpunkt ist die Sicherheit auf den Straßen. Viele Straßen in Achaia sind stark genutzt. Aber die Instandhaltung ist ein drängendes Thema. Der zweite Schwerpunkt ist der Hochwasserschutz in Gebieten, die durch die Brände besonders gefährdet sind. Nach Bränden kann Regen schneller zu Überschwemmungen führen, weil der Boden kein Wasser mehr hält.

Ein großer Teil der Mittel fließt in die Instandhaltung des nationalen und provinziellen Straßennetzes. Straßen in den Gemeinden Kalavryta, Aigialeia, Patras, Erymanthos und West-Achaia werden in den Jahren 2026 und 2027 erneuert. Auch verbessert man die Straßenmarkierungen und Verkehrsschilder. Das sorgt für bessere Sicht, klarere Orientierung und mehr Sicherheit für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Zusätzlich reinigt man Gräben, schneidet Straßenränder frei und repariert kleine technische Anlagen. Auch Ampeln und Beleuchtungsanlagen will man modernisieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reparatur von Schäden durch Erdrutsche und Brände. Besonders betroffen sind mehrere Nationalstraßen sowie die Nationalstraße 31, die im August 2025 stark beschädigt wurde. Diese Arbeiten sind notwendig, um den Verkehr langfristig sicher und zuverlässig zu halten.

Hochwasserschutz

Ein zentrales Thema ist außerdem der Hochwasserschutz. Für Flüsse, Bäche und Nebenflüsse in Aigialeia, Kalavryta und Erymanthos sind umfangreiche Reinigungs- und Wiederherstellungsarbeiten geplant. Flussbetten und Hänge werden gesäubert und stabilisiert. Auch die Peiros-Brücke im Industriegebiet von Patras wird instand gesetzt. Diese Maßnahmen sollen zukünftige Überschwemmungen verhindern und Menschen, Häuser und Betriebe schützen.

Die Infrastruktur ist wichtig für Westgriechenland

Der stellvertretende Regionalgouverneur Charalambos Bonanos betont, dass diese Projekte das Bild der Region nachhaltig verändern sollen. Es gehe nicht um symbolische Maßnahmen, sondern um konkrete Verbesserungen im Alltag der Bürger. Auch Vasilis Giannopoulos, zuständig für Infrastruktur und öffentliche Arbeiten, hebt hervor, dass Westgriechenland im neuen Programmzeitraum 2026–2030 über eines der größten Budgets Griechenlands verfügt.

Die Projekte in Achaia zeigen klar: Die Region investiert gezielt in Sicherheit, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt für eine stabile und zukunftsfähige Entwicklung Westgriechenlands.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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