Despotiko
Despotiko (Δεσποτικό) ist eine Insel der Kykladen. Sie liegt gegenüber von Antiparos.
Das ist Despotiko
Heute ist Despotiko unbewohnt. Zahlreiche Funde aus der Bronzezeit und der Antike belegen, dass die Insel früher ein kulturelles Zentrum war.

(Bildquelle: lifo.gr)
Das Magazin lifo.gr bespricht ein neu erschienenes Buch über Despotiko. In dem geht es um Fotos und Geschichten.
Das Heiligtum des Apollo veränderte die Kykladen. So überschreibt das Magazin seinen Artikel.
Anlass ist eine zweisprachige Publikation über die Insel. Auf Griechisch und Englisch geht es mit Fotos und Geschichten um Despotiko. Das Buch berichtet über die Jahrzehnte lange Forschungstätigkeit auf der Insel.
Despotiko war eines der wichtigsten religiösen Zentren auf der Insel. Die antiken Ruinen sind heute gut zu sehen. Weitere Ausgrabungen wurden auf Tsimintiri durchgeführt. Das ist eine kleine Insel zwischen Despotiko und Antiparos.
Ein wichtiges Heiligtum in der Antike
Die frühesten Spuren menschlicher Aktivität auf Despotiko reichen bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurück.

(Bild erstellt von Software)
Das Heiligtum blühte in der spätarchaischen Periode (zweite Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr.) auf, obwohl die frühesten Hinweise auf Verehrung aus der geometrischen Periode (9.–8. Jahrhundert v. Chr.) stammen. Es wurde von den Einwohnern von Paros gegründet, einer damals reichen Insel, bekannt für ihren hochwertigen Marmor.
Archäologie: Bei Ausgrabungen wurden Reste eines dorischen Tempels, Altäre und weitere Gebäude freigelegt. Die Wiedererrichtung von drei dorischen Säulen hat dem Ruinenfeld eine dritte Dimension verliehen.
Funde: Im Tempel wurden rund 600 Gegenstände gefunden, die meisten aus der archaischen Zeit, darunter Keramikvasen, Statuen, Metallobjekte und ägyptische sowie syrische Gegenstände, was auf die weitreichenden Verbindungen des Heiligtums hinweist.
Das Heiligtum, das auch der Göttin Artemis gewidmet war, war ein wichtiges religiöses Zentrum, das möglicherweise größer war als das bekanntere Heiligtum auf Delos.
Das Buch
Ich habe das Buch selbst nicht gelesen. Falls Du Dich dafür interessierst, brauchst Du diese Informationen:
- Δεσποτικό. Φωτογραφίες και ιστορίες – Despotiko. Photographs and Stories.
- deutsch: Despotiko. Fotografien und Geschichten
- Sprachen: Griechisch und Englisch
- Herausgegeben von: Yannos Kourayos & Ilia Daifa (Γιάννος Κουράγιος & Ίλια Νταϊφά)
- Preis: 40 Euro
- Bezugsmöglichkeit: Homepage von Melissa Publications
Du kannst das Buch direkt beim Verlag bestellen. Beachte bitte, dass die Texte im Buch auf Griechisch und Englisch verfasst sind.
