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5 sensationelle archäologische Entdeckungen in 2025

Das Portal in.gr berichtet über 5 archäologische Entdeckungen, die unser Wissen über die Welt der Antike und davor erweitert haben. Eine davon liegt in Griechenland. Ich möchte mir aber alle fünf ansehen.

Das sind fünf archäologische Entdeckungen, die in 2025 begeistert haben

Fangen wir mit Griechenland an, dort geht es um den Papoura Hügel bei Kastelli auf Kreta. Die anderen Entdeckungen liegen in Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien.

Der Papoura Hügel auf Kreta

Bei Iraklio baut man einen neuen Flughafen. Der liegt weiter im Landesinneren als der derzeitige Airport. Der hat seine Kapazitäten schon längst überschritten. Zudem sind sehr viele Menschen in der Stadt vom Fluglärm betroffen. Dass Abhilfe nötig ist, bestreitet niemand.

Ausgrabungen auf den Papoura Hügel
Ausgrabungen auf den Papoura Hügel
(Bildquelle: Mononews.gr)

Der neue Flughafen braucht eine Radaranlage. Als deren Standort hat man den Papoura Hügel bei Kastelli gewählt. Von der Lage her ist der Hügel ideal für den Zweck. Bis dahin dachte man, dass außer Gestrüpp dort nichts wäre.

Als die Bauarbeiten begannen, kam es jedoch zu einer großen Überraschung. Auf dem Hügel entdeckten die Arbeiter ein Bauwerk. Die damaligen Menschen haben es wahrscheinlich zwischen 2000 v.Chr. und 1700 v.Chr. errichtet. Es hat einen Durchmesser von 48 m. Der Rundbau besteht aus 8 konzentrischen Kreisen. Ein vergleichbares Bauwerk gibt es auf der ganzen Welt nicht.

Die Frage war nun, was passieren sollte. Dazu gab es zwei Meinungen. Die einen sagen, man brauche die Radaranlage wie sie geplant ist, um den neuen Flughafen termingerecht in Betrieb nehmen zu können. Einen anderen Standort könne man nicht finden.

Andere sagen, dass man das Gelände freilegen und erforschen müsse. Dieses Bauwerk sei einzigartig. Deshalb dürfe man hier kein modernes Gebäude errichten. Unter dem Motto Rettet Papoura haben Aktivisten sogar eine Petition gestartet.

Das Radar wird auf dem Papoura gebaut

Geholfen hat das nichts. Man baut das neue Radar wie gelant auf dem Papoura Hügel, und zwar neben dem Rundbau. In den ERT-News erfahren wir den Grund. Der Papoura Hügel ermöglicht wegen seiner Lage die größtmögliche Radarabdeckung, ohne dass es während des Anflugs zu Problemen mit der Erfassung der Flugzeuge kommt. In den nächst geeigneten Standorten für die Radaranlage käme es zu einer Beobachtungslücke von 24 Sekunden. Das könne in dieser kritischen Phase eines Flugs nicht akzeptiert werden.

Flugsicherheit ist wichtig. Erst am 4. Januar 2026 kam es zu einer Funkstörung in Griechenland. Die Fluglotsen konnten nicht miteinander kommunizieren. Deshalb wurde der Luftraum über dem Land gesperrt. Die Sicherheit ist nicht verhandelbar.

Das Radar soll etwa 100 m vom Monument entfernt liegen. Der Rundbau aus minoischer Zeit solle für Besucher zugänglich sein.

Vielleicht ist das ein guter Kompromiss. Auf diese Weise sind genügend Gelder zu mobilisieren, um das Areal zu erforschen und dauerhaft für Touristen zugänglich zu machen. Zudem können die Verantwortlichen zeigen, ob sie durch eine moderne Bauweise wirklich eine Beeinträchtigung historischer Monumente vermeiden können.

Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien

Auf die anderen Entdeckungen möchte ich nur kurz eingehen. Der Schwerpunkt dieses Blogs liegt ja auf Griechenland. Wenn es um 5 archäologische Entdeckungen aus 2025 geht, sollen sie aber zumindest erwähnt werden.

Italien: Pompeji

Die Ruinen von Pompeji sind schon lange bekannt. Die Ausgrabungen werden fortgeführt und führen zu immer neuen großen und kleinen Entdeckungen. In diesem Jahr konnte das Rätsel entschlüsselt werden, wie die Römer selbstheilenden Beton hergestellt haben. In 2025 hat man eine intakte antike Baustelle freigelegt. Jetzt kennen wir die römischen Bautechniken zur Zeit um das Jahr 79 n.Chr. Mehr darüber erfährst Du aus einer Veröffentlichung in Nature Communications.

Frankreich: Steinmauer im Meer

Vor der bretonischen Küste haben Unterwasser-Archäologen eine Steinmauer entdeckt. Sie ist 7000 Jahre alt und 120 m lang. Die Forscher datieren sie auf die Zeit zwischen 5800 v.Chr. und 5300 v.Chr. Eine solche Struktur ist für diese Zeit in Frankreich einzigartig.

Spanien: 5000 Jahre altes Grab

In der Nähe der Kleinstadt Teba haben Archäologen eine Grabanlage entdeckt, die 5000 Jahre alt ist. Die Anlage liegt weit im Landesinneren. Gefunden wurden zahlreiche Schätze, so auch Muscheln aus dem Meer. Darüber berichtete Focus. Mit diesem Fund ist nachgewiesen, dass es ein Fernhandelsnetz gegeben haben muss und dass Objekte aus dem Meer spirituell wichtige Prestigeobjekte waren. Mehr über den Fund erfährst Du auf einer Meldung, welche die Universität Cadiz auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Großbritannien: Stonehenge

Bei Stonehenge haben Forscher bei Durrington Walls einen gigantischen Grubenring entdeckt. Mindestens 16 von ihnen bilden einen regelmäßigen Kreis um das Henge von Durrington Walls. Mehr darüber erfährst Du aus einer Veröffentlichung auf Internet Archaeology. So erfahren wir mehr über die Anlage bei Stonehenge.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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