Geschichte

Herakles und die Lernäische Hydra

Eine der 12 Aufgaben des Herakles war es, die Lernäische Hydra aus dem Leben zu befördern. Dazu gibt es im Archäologischen Nationalmuseum Athen eine Darstellung. Die stelle ich im Rahmen des Jahresthemas 2026 in diesem Beitrag vor.

Nummer 2 der 12 Aufgaben des Herakles

Herakles hatte Familie. Sein Cousin Eurystheus trug ihm 12 Arbeiten auf, die er ausführen musste. Die zweite Arbeit war, dass Herakles die böse Schlange besiegen musste, die bei Lerna ihr Unwesen trieb. Man nannte sie auch eine Hydra.

Herakles und die Lernäische Hydra
Herakles und die Lernäische Hydra

Das Problem dieses Tiers waren seine Köpfe. Schlug man einen ab, wuchsen zwei nach. Wie viele es letztendlich waren, da gibt es unterschiedliche Überlieferungen. Die Angaben schwanken zwischen 7 und 12 Köpfen.

Herakles hatte eine Aufgabe zu lösen, die vor ihm keiner bewältigen konnte. Die Hydra musste weg.

Der rettende Einfall kam wohl von seinem Neffen Iolaos. Der half ihm und hatte die Idee, den Stumpf eines abgetrennten Kopfes auszubrennen. So ließ sich verhindern, dass neue Köpfe nachwachsen konnten.

Mit dieser List konnte Herakles letztendlich die Lernäische Hydra töten und so seine Aufgabe lösen.

Es gibt Überlieferungen, nach denen Hera den Erfolg des Herakles verhindern wollte. sie schickte ihm einen Krebs. Der biss Herakles andauernd in den Fuß und wollte ihn ablenken. Herakles tötete ihn schließlich. Hera erhob den Krebs danach in den Sternenhimmel, wo er bis heute das Sternzeichen des Krebs bildet.

Eurystheus wollte die Aufgabe nicht anerkennen. Herakles sollte sie alleine lösen, hatte aber Hilfe von Iolaos. Letzten Endes zählte sie aber.

Herakles und die Lernäische Hydra auf einem Skyphos

Im Archäologischen Nationalmuseum ist ein Skyphos zu sehen, der die finale Szene dieser Geschichte zeigt. In der Mitte der Darstellung sehen wir die Hydra mit ihren vielen Schlangenköpfen. Und rechts ist Herakles mit seinem Schwert, der ihr zu Leibe rückt.

Die Inventarnummer des Artefakts ist 416.

Bei dem Gefäß handelt es sich von der Form her um einen Skyphos (σκύφος). Das ist eine altgriechische Trinkschale mit niedrigem Fuß und zwei horizontalen Henkeln nahe der Mündung.

Das Stück ist um 500 vor Christus entstanden. Es wird der Krokotos-Gruppe zugeschrieben. Das sind attische Vasenmaler, die gegen Ende des 6. Jahrhunderts v.Chr. aktiv waren. Namen zu den Künstlern sind nicht bekannt.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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