Der Pelion sagt Nein zu neuen Windkraftanlagen
Die Zeitung taxydromos.gr berichtet, dass man auf dem Pelion ein deutliches Nein zu neuen Windkrftanlagen sagt. Das habe ich mir näher angesehen.
Warum sagt der Pelion Nein zu Windkraftanlagen?
Der südliche Teil der Halbinsel bildet die Gemeinde Süd-Pelion in der Regionaleinheit Magnisia. Warum möchte man ausgerechnet dort keine neuen Windräder?

Die Befürchtung ist, dass die Naturlandschaft nachhaltig und zum Nachteil von Mensch und Natur verändert wird. Deshalb sagt man auf dem Pelion so deutlich Nein zu neuen Windkraftanlagen.
Taxydromos zitiert den Bürgermeister von Süd-Pelion, Michalis Mitzikos. Der wies darauf hin, dass das Problem der unerwünschten Bauten die Gemeinde beunruhige. Sie werden das Naturbild ernsthaft verändern. Entscheidend sei, dass die Rechtslage zu Natura 2000 nicht respektiert werde. Die Gemeinde hat Beschwerde beim Staatsrat eingelegt, dem höchsten griechischen Verfassungs- und Verwaltungsgericht.
Die Gemeinde kann den Kampf nicht alleine führen. Der Bürgermeister hofft, dass auch die Region Thessalien vor Gericht zieht. Von dort wurde ihm bereits signalisiert, dass auch die Region gegen die Installation neuer Windparks sei.
Weitere Unterstützung sucht die Gemeinde bei den Menschen vor Ort. Ein Referendum soll durchgeführt werden.
Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass die Kommunalverwaltung und die lokale Bevölkerung eine wesentliche Rolle bei der Planung und Genehmigung von Projekten spielen müssen, die das langfristige Erscheinungsbild und die Entwicklungsperspektiven des Gebiets beeinflussen könnten.
Beschluss des Gemeinderats von Süd-Pelion
Die Zeitung zitiert diese Beschlüsse. Der Gemeinderat:
- Spricht sich gegen die weitere Errichtung von Windkraftanlagen aus.
- Spricht sich gegen die Einbeziehung aller Gemeindeeinheiten von Argalasti, Afetoni, Milia, Sepiado und Trikeri in die Windenergie-Eignungsgebiete aus.
- Unterstützt den Beschluss des Gemeinderats, beim Staatsrat rechtlich gegen die Ausbaupläne vorzugehen. Die Rechtmäßigkeit der entsprechenden Verordnungen soll überprüft werden.
- Unterstützt alle bisherigen Maßnahmen der Gemeinde Süd-Pelion. Er ermächtigt die zuständigen Organe der Gemeinde, alle notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten.
- Fordert eine gesonderte, dokumentierte Überprüfung der Einbeziehung von Gemeinden in die Windeignungsgebiete. Die Gemeinde Süd-Pelion über die Daten ist über die Einstufung und deren Begründung zu informieren.
- Fordert, für jedes geplante Projekt dessen Tragfähigkeit die Auswirkungen im Bereich erneuerbarer Energien zu bewerten. Auswirkungen auf Gelände, Biodiversität und Landschaft sind besonders zu berücksichtigen.
- Fordert den umfassenden Schutz der Natur, Siedlungen, archäologischen und kulturellen Denkmäler im südlichen Pelion.
- Fordert eine besondere Berücksichtigung der Auswirkungen auf Landwirtschaft, Tourismus, Wirtschaft und die Lebensqualität der Bewohner.
- Ruft die politisch Verantwortlichen der übergeordneten Gebietskörperschaften auf, sich abzustimmen und gemeinsame Maßnahmen zu ergreifen.
Die Übersetzung habe ich nach bestem Wissen gefertigt. Sie ist nicht wörtlich, sondern fasst die Beschlüsse sinngemäß zusammen. Sollte ich einen Fehler gemacht haben, bitte ich um einen Hinweis. Dieser Beschluss ist meiner Meinung nach primär politischer Natur. Eine unmittelbare Rechtswirkung entfaltet er nicht.
Protest gegen Windräder auch an anderen Orten
Der Pelion ist nicht allein in Griechenland. Mich erinnert dieser Protest an das Nein auf Naxos oder die Proteste in Kosmas. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist wichtig, der Schutz der bestehenden Natur ist es aber auch. Beides in Ausgleich zu bringen, ist der Schlüssel für die Zukunft.

Auch wenn ich selbst kein Fachmann/frau bin, habe ich durch meinen Lebenspartner ein völlig anderes Bild vom Thema Windkraft bekommen, als noch vor ein paar Jahren. Mein Partner, der Ingenieur für Anlagentechnik und Energieberater ist, war Anfangs auch wohlwollend eingestellt, gegenüber Wind- und Solarkraft. Während er weiterhin Solar (wo es Sinn macht) unterstützen würde, musste er durch lange Studien und Forschung über ein Jahr, hinsichtlich der Nutzung der Windkraft, seine Einschätzung komplett revidieren. Windkraft ist nicht nur erschreckend ineffektiv, sondern umweltbedingt eine Katastrophe größeren Ausmaßes. Nach allem, was er zusammen getragen, berechnet und herausgefunden hat, sind die negativen Auswirkungen auf das Mikroklima, die Natur und den Menschen, drastisch und die Energieausbeute lächerlich gering. Nicht nur, dass viele Insekten und Vogelschwärme regelrecht geschreddert werden, Waldflächen verschwinden, die für die Reinigung der Luft und die Luftfeuchtigkeit wichtig sind, sich die klimatischen Bedingungen der Umgebung, nach Jahren zum Negativen, zu ändern beginnen und die Böden dort immer trockener werden und immer mehr Menschen gesundheitlich schlecht auf den Infraschall reagieren (Herzrasen, Schwindel, schlechter Schlaf, Unruhe, Kopfschmerz), nein, das Schlimmste ist der Abrieb. Wenn man sich die Rotorblätter nach ein bis zwei Jahren Nutzung ansieht, erst Recht bei älteren Modellen, sieht man deutlich wie ausgefranst die Ränder aussehen. Die Rotorblätter sind beschichtet, mit einer Beschichtung die vor Korrosion, Eis, Starkregen und Hagel schützen soll. Tatsächlich lösen sich aber über das Jahr über 100kg (pro Windrad) Partikel von diesen Blättern ab und verteilen sich in der Luft, dem Boden, dem Grundwasser. Die Teilchen um die es geht sind Ewigkeitschemikalien, oder PFAS, die Teflon ähnlich sind. Dieser Abrieb ist krebserregend, bringt den Hormonhaushalt durcheinander und verseucht die ganze Umgebung. Die Wasserwerke sind (zur Zeit noch) nicht dazu ausgelegt diese Teilchen herausfiltern zu können, nebenbei bemerkt landet ja auch vieles aus der Luft auf den Feldern oder in den Mägen der Viehherden und damit direkt auf unserem Teller. Das kann und darf so nicht bleiben, weil die Folgen nicht absehbar sind. Warum werden diese Mords-Maschinen also weiter aufgestellt? Weil es ein Business-Modell ist, dass viele gierige Investoren auf den Plan ruft. Das hat sehr viel mit der EU-Förderung zu tun, die da reinfließt und den Betrieb zu einer Gelddruckmaschine macht. Wo die Förderung ausläuft, endet meist das Projekt, weil es nicht wirtschaftlich ist. Im Übrigen kümmert sich niemand darum, was aus den Windrad-Leichen wird, die nicht mehr betrieben werden, es gibt keine „Endlager“ mit umweltgerechter Entsorgung, ein Rückbau der Flächen ist im übrigen sehr teuer und für den gibt es kein Geld vom Staat oder Förderungen. Die Griechen regen sich primär über die „optische Umweltverschmutzung“, den Lärm und das Roden der Wälder auf, die gesundheitlichen Folgen jedoch, haben sie noch gar nicht auf dem Schirm…
Ein empfehlenswerter Film zum Thema: https://wennderwindsichdreht.film/