Die neue Egnatia Autobahn
Durch Nordgriechenland führt schon bald eine neue Autobahn, die nach der wichtigen antiken Straße den Namen Egnatia trägt.
Die neue Egnatia wird eine private Autobahn sein
Das Portal metaforespress berichtet, dass die Egnatia jetzt auf ein privates Konsortium übergegangen ist.
Verantwortlich ist jetzt das Konsortium GEK TERNA – Egis Projects. Zur Verwaltung der neu zu bauenden Egnatia hat man ein eigenes Unternehmen gegründet. Es heißt „Neue Egnatia Odos“.
Neben der umfangreichen Instandhaltung der Autobahn soll es auch 16 Tankstellen und 12 Freizeitstationen errichten.
Laut Beamten des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr belaufen sich die geplanten Investitionen auf 1,8 Milliarden. Euro. Veranschlagt ist eine Vertragslaufzeit von 35 Jahren.
Der Staat profitiert aber schon jetzt von der Privatisierung der Autobahn. Es sollen 1,3 Milliarden Euro in die Kassen des griechischen Fiskus fließen. Die sind zur Reduzierung der Staatsverschuldung bestimmt.
Das Geschäft mit Tankstellen und Freizeiteinrichtungen
Die derzeitige Egnatia ist erst 2009 fertiggestellt worden. Viel Straße muss man also nicht bauen.

Für was sollen dann die veranschlagten 1,8 Milliarden Euro ausgegeben werden? Sicherlich nicht zum Schutz von Bären, die auch in Zukunft auf die Straße laufen könnten.
Die Tankstellen und Freizeiteinrichtungen könnten sehr lukrative Projekte sein. An einer wichtigen Autobahn muss es die Möglichkeit geben, die Fahrzeuge mit Kraftstoff bzw. Strom zu versorgen.
Was nun Freizeiteinrichtungen angeht, habe ich im Internet bislang keine konkreten Pläne gefunden. Aber letzten Endes können auch solche Unternehmen die Region aufwerten.
Aus diesem Grund sehe ich das Vorhaben nicht grundsätzlich negativ. Die Egnatia führt durch ein Gebiet, das überwiegend strukturschwach ist. Starke Verkehrswege sind gut. Und diese Betriebe schaffen auch Arbeitsplätze, die dringend notwendig sind.
Ein solches Vorhaben kann auch nicht von kleinen Unternehmen auf die Beine gestellt werden. Insofern verstehe ich auch, dass man diese Aufgabe auf ein kapitalstarkes Konsortium übertragen hat.
Aus meiner Sicht wichtig ist, dass die Autobahn instandgehalten wird und dass es ein gutes Angebot an Tankstellen gibt. Ich habe den Eindruck, das ist für die nächsten Jahrzehnte gesichert.
