Griechenland

Regionalbezirk Piräus

Piräus ist ein Regionalbezirk in der griechischen Region Attika.

Das ist der Regionalbezirk Piräus

Der griechische Name für den Regionalbezirk Piräus ist Periferiaki Enotita Pireos (Περιφερειακή Ενότητα Πειραιώς). Im Deutschen verwendet man statt des Begriffs Regionalbezirk auch das Wort Regionale Einheit oder Regionaleinheit.

Regionalbezirk Piräus
Regionalbezirk Piräus

Ich möchte Euch die fünf Gemeinden des Regionalbezirks vorstellen.

Piräus

Piräus (Πειραιάς, altgriechisch: Πειραιεύς) ist die drittgrößte Stadt in Griechenland. Die Stadt ist der größte Passagier- und Containerhafen in Griechenland. Schon in der Antike war Piräus der Hafen für Athen, daran hat sich bis heute nichts geändert. Gemeinsam mit der griechischen Hauptstadt bildet Piräus einen Ballungsraum.

Im Grund genommen dreht sich in dieser Stadt alles um den Schiffsverkehr. Das beginnt schon bei ihrem Namen. Das Wort Piräus leitet sich vom altgriechischen Wort περαιεύς (peraieus) ab, das übersetzt Fährmann bedeutet. Möglicherweise bezieht es sich auf einen Fährverkehr, der in der Antike zwischen Piräus und Phaleron bestand. Phaleron kennen wir heute als Paleo Faliro (Παλαιό Φάληρο), der Ort gehört zum Regionalbezirk Attika-Süd. An dieser Bedeutung hat sich bis heute nichts geändert. Piräus ist der größte Hafen in Griechenland. Mehr Informationen zu ihm findest Du auf der Homepage des Hafens von Piräus.

Keratsini-Drapetsona

Diese Gegend war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt. Im 20. Jahrhundert setzten eine rasante Urbanisierung und Industrialisierung ein. Die einstmals selbständigen Orte sind zusammengewachsen und bilden seit 2011 eine Gemeinde. Heute sind sie von Handelshäfen, Werften, Raffinerien und Industriebetrieben geprägt. Eine historische Besonderheit ist das Elektrizitätswerk. Hier fand im Oktober 1944 der letzte Kampf zwischen der deutschen Besatzung und dem griechischen Widerstand statt. Die griechische Seite konnte ihn für sich entscheiden. Kurz danach endete die deutsche Besatzung.

Korydallos

Die Gemeinde Korydallos liegt südlich der Autobahn 8 und nördlich von Piräus. Der Ort ist vor allem dafür bekannt, dass sich hier das größte Gefängnis Griechenlands befindet. Der deutsche Journalist Günter Wallraff war hier 1974 inhaftiert, nachdem er sich an Protestaktionen gegen die griechische Militärdiktatur beteiligt hatte. Freigelassen wurde er nach dem Ende der Diktatur.

Nikea-Agios Ioannis Rendis

Die 2011 entstandene Gemeinde liegt im Osten von Piräus. Sie besteht aus Agios Ioannis Rendis und Nikea. Während Agios Ioannis Rendis industriell geprägt ist, handelt es sich bei Nikea um eine Stadt, die in den 1920er Jahren für Flüchtlinge aus Kleinasien entstanden ist. Ursprünglich hieß sie Nea Kokkina, seit 1940 Nikea. Im März und später im August 1944 kam es zu bewaffnetem Widerstand gegen die deutsche Besatzung, wegen derer es zahlreiche Folterungen und Hinrichtungen gab. Für die zahlreichen Märtyrer gibt es hier mehrere Gedenkorte.

Perama

Der wichtigste Wirtschaftszweig dieser Gemeinde sind Häfen und Werften. Auch gibt es mehrere Lagerstätten der petrochemischen Industrie Griechenlands, die zu Umweltproblemen geführt haben. Eine Müllhalde sorgt ebenfalls für eine starke chemische Umweltbelastung. Es gibt Pläne, sie zu renaturieren. Leider ist auch das Meer in dieser Region stark belastet. Das kommt nicht nur Umweltgifte vom Land. Es gibt zahlreiche Schiffswracks, die nicht gehoben wurden. Heute ist Perama ein wichtiger Hafen für den Fährverkehr nach Salamis. Die Gemeinde ist nicht über das Straßenbahnnetz an den Ballungsraum Athen angebunden. Die Verbindung über Busse ist aber gut.

Piräus im Hellas Blog

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Dies ist der jüngste Beitrag mit einem Bezug auf diesen Regionalbezirk.

Hinweis zum Bild über den Regionalbezirk

Das Bild zum Regionalbezirk habe ich mit Hilfe einer KI generiert. Es könnte dort so aussehen – aber das unter der Beschriftung liegende Bild ist nicht real.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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