Der Krieg mit dem Iran kann sich auf Preise für Fähren in Griechenland auswirken
Die Teuerung des Öls durch den Krieg mit dem Iran setzt die Preise für Fähren in Griechenland unter Druck. Darüber berichtet Cyclades24 am 10. März 2026.
Griechenland, der Krieg im Iran und die Preise für Fähren
Wegen des Kriegs mit Iran fallen Öllieferungen von Anliegerstaaten des Persischen Golfs aus. Denn sie müssen durch die Straße von Hormus. Und die ist aufgrund der aktuellen Situation für Öltanker nicht zu befahren. Ausbleibende Öllieferungen aus der Region führen zu einem dramatischen Anstieg der Ölpreise auf der ganzen Welt.

Der Iran-Krieg und die Spannungen im Nahen Osten hat Auswirkungen auch auf Griechenland. Ihn bekommen Reisende und Einheimische im Geldbeutel zu spüren.
In Mitteleuropa merken das wir derzeit jeden Tag an der Tankstelle. Und auch die griechische Küstenschifffahrt setzt die Situation unter Druck. Steigende Kosten für Kraftstoffe setzen die Betriebskosten der Unternehmen unter Druck.
In Griechenland führt das zu erheblichen Herausforderungen.
Experten meinen, dass die Preise führ Fähren in Griechenland durch den Krieg mit dem Iran steigen müssen. Die Treibstoffkosten machen etwa die Hälfte der Betriebskosten eines Schiffs aus.
Bei einem Barrel-Preis von 92 bis 93 Dollar sind griechische Reedereien durch den Iran-Krieg mit 14 Millionen Euro belastet. Der Rohölpreis ist durch diesen Krieg um etwa 50% angestiegen. Das ist eine dramatische Belastung für die Wirtschaft nicht nur in Griechenland.
Die Regierung beobachtet die Entwicklung auf den internationalen Kraftstoffmärkten sehr genau. Zwischenzeitlich lag der Rohölpreis ja auch oberhalb von 100 Doller pro Barrel.
Die in Griechenland verantwortlichen staatlichen Stellen führen mit den Reedereien Gespräche. Das Ziel der Politik ist, ein weiteres Ansteigen der Fährpreise zu vermeiden.
Die Überlegungen gehen in verschiedene Richtungen. Die Hafengebühren für Fähren könnten gesenkt werden, das würde die Reedereien entlasten. Zudem gibt es Überlegungen, wie Ressourcen aus nationalen oder europäischen Fonds genutzt werden könnten, um die Belastungen der Reedereien zu verringern. Zu beachten ist aber, dass Mittel für Energiewende und die Verringerung von Schadstoffemissionen nicht ohne weiteres zur Subvention von Kraftstoffen genutzt werden können. Dafür sind diese Fonds nicht da.
Umweltverpflichtungen als faule Ausrede für Preiserhöhungen
Die Reedereien beklagen auch, dass die Branche mit neuen Umweltverpflichtungen und Vorschriften der Europäischen Union belastet werde. Vorgaben der Politik würden die Kosten für Erhalt und Betrieb von Schiffen erhöhen. Aus diesem Grund falle es schwer, die derzeitigen Fährpreise aufrecht zu erhalten.
Das möchte ich gerne kurz kommentieren. Über die Anforderungen zum Umwelt- und Klimaschutz klagen die Betreiber von Fähren und anderen Schiffen in Griechenland schon lange. Ich kann das in Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ehrlich gesagt nicht ernst nehmen.
Und eines sehe ich auch ganz klar: Heben die Redereien die Preise für Fähren in Griechenland jetzt an, bleiben die Preiserhöhungen bestehen, wenn der Krieg im Iran vorbei ist.
Deshalb bin ich der Meinung, dass die von der Regierung verfolgten Ansätze wie z.B. die Senkung von Hafengebühren viel besser sind.
Man sieht auf jeden Fall, dass die internationale Entwicklung Auswirkungen auch auf Griechenland hat. Dass die Reedereien wegen dem Spannungen unter Druck stehen, verstehe ich. Aber die derzeitige Lage für wohl dauerhafte Preiserhöhungen auszunutzen, ist nicht fair.
Mein Eindruck ist, dass die Reeder die Lage im Nahen Osten ausnutzen wollen, um ihre Einnahmen und Gewinne zu steigern. Das verteuert nicht nur private Reisen und die Lebenssituation der Menschen auf den griechischen Inseln. Für die Wirtschaft in Griechenland wäre das fatal.
Die Fährpreise stiegen bereits im letzten Jahr
In 2025 sind die Preise für Fähren in Griechenland um 15 Prozent gestiegen, und das hatte nichts mit einem Krieg im Iran oder anderswo zu tun.
Da waren es bereits die Umweltvorschriften der Europäischen Union, die zur Begründung herhalten mussten. Das hielt ich ein Stück weit auch für glaubwürdig. Denn die führen zu dauerhaft höheren Kraftstoffpreisen, die nun einmal letzten Endes von den Reisenden zu bezahlen sind. Und das geht nur über die Tickets.
Die aktuelle Lage ist anders. Der Krieg mit dem Iran wird kein Dauerzustand sein, er ist hoffentlich bald zu ende. Den Menschen in den betroffenen Gebieten wünsche ich Frieden. Und der wird kommen.
Was nicht geht, wenn der Frieden kommt, sind die Preiserhöhungen für Dienstleistungen wie zum Beispiel die Fahrten mit den Fähren. Ich verstehe ökonomische Sachzwänge aufgrund gestiegener Kraftstoffpreise. Aber diese Anstiege sind ersichtlich nur vorübergehender Natur und rechtfertigen deshalb keine Preisanhebungen auf Dauer.
Mein Eindruck ist, dass hier die aktuelle und nur vorübergehende Marktlage für dauerhafte Preiserhöhungen genutzt werden soll. Für mich ist das Abzocke, und sonst nichts.
Preiserhöhungen in Griechenland
Mit Preisen und ihren Erhöhungen setze ich mich nur ab und an im Hellas Blog auseinander.
Der Krieg mit dem Iran kann sich auf Preise für Fähren in Griechenland auswirken
Die Preise für Fähren steigen 2025 um voraussichtlich 15 Prozent
Eintrittspreise für Museen und archäologische Stätten werden erhöht
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