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Museum für Kykladische Kunst in Athen

Das Museum für Kykladische Kunst zeigt Artefakte der Kykladenkultur, wobei die Zeitspanne der gezeigten Stücke von der Steinzeit bis in die Antike reicht. Zu sehen sind nicht nur Stücke von den Kykladen, sondern auch von anderen Inseln. Auf griechisch heißt es Μουσείο Κυκλαδικής Τέχνης (Mousio Kykladikis Technis), auf englisch Museum of Cycladic Art.

Athen und sein Museum für Kykladische Kunst

Das Museum für Kykladische Kunst widmet sich der Kykladenkultur und der Vorgeschichte Zyperns. Es zeigt aber auch Artefakte, die das Alltagsleben im antiken Athen dokumentieren.

Das Museum für Kykladische Kunst im Megaro Stathatou
Das Museum für Kykladische Kunst im Megaro Stathatou

Als ich das Museum besucht habe, war der Eingangsbereich von den Bauaktivitäten geprägt. Was zunächst störend anmutete, war es aber nicht. Der Eintritt war wegen der Bautätigkeit reduziert. Und im Inneren des Museums habe ich davon dann überhaupt nichts mehr mitbekommen.

Ich habe das Museum durch einen Eingang betreten, der seitlich der schönen Treppe zum prachtvollen alten Eingang liegt. Durch einen Gang (mit reichlich Spuren der Bauarbeiten) ging es in einen großen Raum. Dort befindet sich nicht nur die Kasse, sondern auch der Shop zum Museum und das Cafe.

Neben der Kasse sind Treppe und Aufzug zu den oberen Stockwerken. In diesen befinden sich die drei Hauptausstellungen, die derzeit zu sehen sind.

Im 1. Stock sehen wir die Ausstellung mit Artefakten der frühen Kykladenkultur. Diese stammen aus der Zeit zwischen 3.200 v.Chr. und 2.000 v.Chr. Schriftliche Überlieferungen aus dieser Zeit gibt es nicht. Was wir wissen, leiten wir aus archäologischen Funden ab. Und was ich hier gesehen habe, ist wirklich sensationell. Übrigens gibt es auch im Archäologischen Nationalmuseum Funde aus der Kykladenkultur. Ich finde, beide Sammlungen ergänzen sich sehr gut. Wer das eine gesehen hat, sollte sich auch die andere Sammlung anschauen.

In der 2. Etage folgt die Ausstellung antiker Artefakte aus Zypern. Das ist wirklich lohnenswert. Eine so gute Zusammenstellung von Fundstücken aus Zypern habe ich sonst in Athen nirgends gesehen.

Und in der 3. Etage findest Du die Ausstellung über das Leben in Athen während der klassischen Antike. Ich finde, diese Stücke ergänzen sehr gut, was Du in anderen Museen in Athen sehen kannst.

Geschichte und Gebäude des Museums

Dieses Museum geht auf die Sammler Nicholas und Dolly Goulandris zurück. Sie haben Kykladenidole gesammelt und diese 1978 erstmals im Benaki Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Resonanz war überaus positiv. Nicholas Goulandris starb 1983. Seine Frau Dolly übereignete die gesamte Sammlung der neu gegründeten N. P. Goulandris Foundation. Diese Stiftung ist Trägerin des Musems

Ein Platz für das Museum konnte im Megaro Stathatou gefunden werden. Das Haus wurde 1895 als repräsentatives Anwesen für die Familie Stathatos errichtet. Sein Architekt war Ernst Ziller. Die Familie bewohnte es bis 1938. Danach diente es verschiedenen offiziellen Zwecken. 1982 erwarb es der griechische Staat. Dort sollten Staatsgäste untergebracht werden. Das Gebäude erwies sich jedoch als dafür nicht geeignet. So konnte es 1991 der Stiftung übergeben werden und es wurde zur Heimstatt für das neue Museum für Kykladische Kunst.

Das Museumsgebäude wird derzeit renoviert. Das ist nicht nur gut für die Zukunft. Wegen der mit den Bauarbeiten verbundenen Belästigungen zahlen die Besucher einen reduzierten Eintrittspreis.

Rolands Meinung zum Museum für Kykladische Kunst

Ich habe das Museum erstmals im November 2025 besucht. Davor hatte ich zwar schon von ihm gehört. Aber den Weg hierher hatte ich nicht gefunden. Das habe ich unbedingt ändern wollen.

Meine Erwartungshaltung war, viel über die Kunst der Kykladenkultur zu erfahren. Die Stücke, die man hier sieht, sind wirklich sensationell. Positiv überrascht war ich über die Ausstellung zu Zypern. Vor meinem Besuch hatte ich mich nicht informiert. Gefunden habe ich die beste Zusammenstellung antiker Artefakte der Insel, die ich bisher gesehen habe. Und die Ausstellung über das Alltagsleben im antiken Athen ist didaktisch wirklich gut gemacht.

Dass ist nicht schon früher einmal in diesem Museum war, bedauere ich im Nachhinein. Es ist wirklich toll. Und trotz der Einschränkungen durch die Bauarbeiten ist es den Besuch wert. Nimm Dir Zeit, es gibt hier wirklich viel zu sehen.

Weitere Bilder aus dem Museum

Informationen für Deinen Besuch im Museum

Die offizielle Adresse des Museums für Kykladische Kunst ist Neofitou Douka 4 in Athen, Griechenland. Der Eingang befindet sich an der Leoforos Vasilissis Sofias.

Du erreichst das Museum gut mit der Metro. Dazu steigst Du am Syntagma Platz aus. Du läufst links am Parlament vorbei die Leoforos Vasilissis Sofias entlang. Rechts von Dir liegt der Nationalgarten. Du bleibst auf der linken Seite der Straße. In Höhe des Endes des Nationalgartens befindet sich das Gebäude des Museums.

Für Deinen Besuch im Museum sind diese Informationen wichtig:

  • Eintritt:
    • regulärer Eintritt: 12 Euro (ermäßigt 9 Euro)
    • Reduktion während der Bauarbeiten: 9 Euro für alle
    • Bestimmte Personengruppen haben aufgrund staatlicher Bestimmungen grundsätzlich freien Eintritt. Wenn Du wissen möchtest, ob Du dazu gehörst, lies bitte die Informationen auf der Seite des griechischen Kulturministeriums.
  • Öffnungszeiten
    • Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag: 10 bis 18 Uhr
    • Donnerstag: 10 Uhr bis Mitternacht
    • Sonntag: 10 bis 16 Uhr
    • Dienstags geschlossen
  • Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität ist möglich.
    Das Museum stellt Informationen für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung.

Kontakt zum Museum:

Weitere Informationen findest Du auf der Homepage des Museums.

Das Museum für Kykladische Kunst im Hellas Blog

Dies sind die jüngsten Beiträge mit Bezug auf das Museum für Kykladische Kunst in Athen.

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Hinweis zu diesem Beitrag

Dieser Beitrag beruht auf dem, was ich im November 2025 selbst gesehen habe. Da habe ich das Museum besucht. Solltest Du bei Deinem Besuch auf dieser Seite feststellen, dass eine in ihr enthaltene Information nicht richtig ist, schreib mir bitte eine E-Mail. Meine Mailadresse steht im Impressum. Danke!

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

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