Rhodos und Abzocke im Sommer 2025
Die britische Daily Mail berichtet von Abzocke, der britische Touristen in Rhodos Stadt ausgesetzt. Es scheint, dass man in der Chora der Insel Rhodos manchmal sehr aufpassen muss.
Rhodos leidet 2025 unter Übertourismus und Abzocke
Es dürfte einen Zusammenhang geben zwischen sehr vielen Besuchern der Insel und der Verlockung des schnellen Geldes, der mancher Gastwirt oder Geschäftsinhaber erliegt.
Der Rhodos Report berichtet, dass Rhodos Stadt der Ort mit den zweitmeisten Touristen pro Einwohner ist. Auf einen Einwohner kommen im Schnitt 26,33 Touristen. Das ist wirklich viel.

(Bildquelle: reader.gr)
Nach meiner Einschätzung dürfte ein sehr großer Anteil dieser Reisenden aus Leuten bestehen, die mit einem Kreuzfahrtschiff nach Rhodos kommen. Die landen an und fahren am nächsten Tag ab. Dann heißt es „aus den Augen, aus dem Sinn“ und vor Ort hat niemand ein schlechtes Gewissen.
Eine Reporterin der Daily Mail reiste jetzt nach Rhodos Stadt und recherchierte selbst. Er ist gezielt in die sechs auf TripAdvisor und Google am schlechtesten bewerteten Restaurants und Bars gegangen. Er wollte herausfinden, mit welchen Methoden Kunden dort abgezockt wurden.
Die Namen dieser Gaststätten möchte ich hier im Hellas Blog nicht nennen. Einmal werden die gerne umbenannt, wie eines der von der Reporterin recherchierten Beispiele zeigt. Zum anderen habe ich keine Lust, mich in meinem Blog mit Anwälten dieser Gaststätten zu beschäftigen.
Ein Kriterium, an dem man mögliche Abzocke erkennen kann, ist die fehlende Angaben von Preisen auf den Speise- oder Getränkekarten. Das kennt man leider auch von anderen Orten in Griechenland, zum Beispiel Mykonos oder Santorin.
Dass eine Gaststätte Getränke nur in sehr großen Gefäßen anbietet, finde ich persönlich dagegen nicht schlimm. Die Daily Mail schreibt von einer Bar, in der es Bier nicht unter einem Liter gab, und der kostete 10 Euro. Ob man eine so große Menge Bier trinken möchte oder nicht, können Erwachsene selbst entscheiden. Und in einer touristischen Gegend sind 10 Euro für einen Liter Bier immer noch viel Geld, aber jetzt nicht völlig aus der Welt gegriffen.
Interessanter wird es, was der Reporter über Zahlungen berichtete. Kartenzahlung funktionierte auf einmal nicht, man bat um Barzahlung. Er hat recherchiert, dass das mit System gemacht wurde. Barzahlung ohne Rechnung aus der Kasse ist ein beliebter Trick, um Einnahmen an der Steuer vorbei zu kassieren.
Ein anderer Punkt ist die Ansprache von Touristen durch Mitarbeiter eines Restaurants. Dieser Trick bringt mich persönlich zum Weglaufen. Andere laufen in die Falle. Meine persönliche Erfahrung: Bei Restaurants, die eine Ansprache von Passanten auf der Straße nötig haben, stimmt irgendetwas nicht.
Noch ein Trick, an dem man Abzocke erkennen kann: Der Name eines Restaurants ist von Außen nicht klar zu erkennen. Die Reporterin machte auch illustre Erfahrungen damit, dass ganz andere Essen oder Getränke gebracht wurden, als sie bestellt hatte. Die Erlebnisse beim Bezahlen waren dann nicht minder seltsam und mit dem, was eigentlich bestellt war, und den dazu ausgewiesenen Preisen nicht zu vereinbaren. Bei den hochpreisigen Speisen hatte sie auch eine gute Qualität erwartet. Die aber gab es nicht.
Tipps zur Vermeidung von Abzocke
Wenn Du an einem touristischen Hotspot wie Rhodos Stadt bist, dann wird es voll und teuer. Das muss Dir von vornherein klar sein. Wenn Du die Gefahr von Abzocke umgehen möchtest, dann schau auf Google Maps und dort auf die Bewertungen, ehe Du in eine Taverne oder Bar gehst. Liegt die Bewertung unter drei (von 5) Punkten, lohnt nicht einmal der Blick auf die Speisenkarte.
Wenn die Bewertungen gut sind, dann schau als nächstes auf die Karte und die zu den Essen und Getränken genannten Preisen. Wenn das nicht leicht verständlich und in einem vernünftigen Verhältnis steht, dann solltest Du weitergehen. Gaststätten, die ihre Preise gar nicht erst aushängen, solltest Du meiden.
Als drittes wirf einen Blick in das Restaurant. Spricht Dich an, was Du bei anderen Gästen auf dem Tisch siehst? Dann kannst Du es riskieren, wenn die ersten beiden Hürden genommen sind.
Und falls man Dir etwas anderes bringt als das, was Du bestellt hast: Lass es sofort zurück gehen. Nimmst Du es an und isst oder trinkst Du davon, wird man Dir das in Rechnung stellen. Und Du brauchst nicht zu glauben, dass Du preiswert davon kommst.
Ich persönlich vermeide inzwischen touristische Hotspots. Aber selbst dort gibt es immer auch Angebote, die fair und gut sind. Aus dem Viertel Psirri in Athen kann ich sagen, dass die sogar
Auch den meisten Griechen ist unangenehm, was manche Gastronomen treiben. iEidiseis schreibt kritisch über die Abzocke auf Rhodos. Ein Touristenpaar zitieren sie, wenn es über Abzocke-Gastronomen seine Meinung sagt: „Sie sind Gauner. Sie brachten uns zwei Cocktails und sie kosteten uns 60 Euro. Sie brachten uns riesige Goldfischgläser, nach denen wir nicht gefragt hatten“.
Wenn Du in Rhodos Stadt bist, passe bitte gut auf. Außerhalb des touristischen Bereichs der Altstadt und in anderen Orten auf Rhodos geht es zum Glück deutlich fairer zu.

Fisch ist teurer in Griechenland. Eine Fischplatte für 2 Personen kann da schon mal teuer ausfallen, zumal in so touristischen Gegenden wie der Altstadt von Rhodos, wo die Touristen eh nur einmal essen gehen.
Aber das ist natürlich trotzdem zu viel. Das
PS.
Wenn es sich um das Restaurant Captain‘s Garden handelt: die haben schon so viele schlechte Bewertungen bei tripadvisor, da nützt eine mehr auch nix mehr. Kommt genug ahnungslose Laufkundschaft vorbei zum Abzocken.
https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g189449-d2219688-Reviews-Captain_s_Garden-Rhodes_Dodecanese_South_Aegean.html
Du sprichst etwas richtiges an: Fisch ist teuer geworden. Das hängt mit der Überfischung der Meere zusammen. Ein großer Teil des in Griechenland konsumierten Fischs kommt inzwischen aus dem Atlantik. Die gestiegenen Preise haben aber auch eine positive Seite: Sie sichern den noch gebliebenen kleinen Fischern die Existenz.
Wir waren heute in Rhodos Altstadt .
Der Durst auf ein kühles Bier trieb uns in eine Gaststätte in der Nähe eines Platzes mit einem jüdischen Gedenkstein .
Da sitzen auch Papageien rum die Kellner waren freundlich und boten neben dem Bier an einen typisch griechischen Fischteller und einen Salat für 2 Personen zu servieren .
Jetzt hinsetzen : Die Rechnung kam handschriftlich …194 Euro
Totale Abzocke , aber will man im Urlaub die Polizei rufen ???
Ich hätte die handschriftliche Rechnung behalten und erstmal fotografiert. Dann hätte ich – gut sichtbar für alle – die Speisenkarte mit Preisen, die Gaststätte und den Kellner fotografiert. Anschließend hätte ich gefragt, ob man sich auf einen angemessenen Betrag einigen kann oder die Polizei rufen muss. Wenn der Wirt dann auf den Betrag besteht, hätte ich die Polizei rufen lassen und selbst Strafanzeige gestellt. Kostet zwar Zeit und ist ärgerlich. Aber nur so kommt man halbwegs normal aus der Sache raus.
Danke, dass Ihr Euer Erlebnis hier geschildert habt.
Pingback: Auf Rhodos gibt es seit Mai 2025 einen Rückgang der Buchungen - Hellas Blog