Griechenland verbietet Sunbeds an über 250 Stränden
France24 berichtet, dass Griechenland in diesem Jahr an 251 Ständen Sunbeds und die Bewirtschaftung verbietet.
Darum verbietet man Sunbeds an Stränden in Griechenland
In diesem Jahr dürfen 251 Strände nicht bewirtschaftet werden. 2025 waren es 238 und 2024 nur 198 Strände. Warum passiert das?

Griechenlands Strände sind für viele ein Geschäft. Leute vermieten Liegen und Sonnenschirme. Sie bieten den Gästen Essen, Trinken und andere Kleinigkeiten an. Damit kann man im Sommer viel Geld machen.
Das kollidiert vielerorts mit dem Naturschutz. Meeresschildkröten können ihre Eier nicht ablegen. Oder Mönchsrobben haben nicht die Ruhe, um sich an Land auszuruhen. Nicht nur die zu Natura 2000 gehörenden Strände brauchen Entlastung.
Der Übertourismus ist in Griechenland längst schon an den Stränden angekommen. Im letzten Jahr ist in diesem Zusammenhang der Elefonisi Beach auf Kreta in die Schlagzeilen gekommen. Influencer spielen hier eine unheilvolle Rolle.
Immer mehr Urlauber kommen an bisher nicht frequentierte Strände. Wer die bewirtschaftet, profitiert. Die Natur hat das Nachsehen.
Griechenland ist sehr auf Förderung des Tourismus und Steigerung der Besucherzahlen aus. Aber auch der Umweltschutz hat seine Priorität. Deshalb versucht das Land, an bestimmten Stränden durchzugreifen.
Rekorde beim Tourismus bedrohen die Natur
Das letzte Jahr brachte Griechenland Rekordzahlen beim Tourismus. Davon wollen viele profitieren. Die Strände sind Mittel zum Zweck.

Ende April schlugen Ordnungskräfte auf Gavdos zu. Die kleine Insel liegt südlich von Kreta. Hier wohnen um die 140 Menschen. Sie wollen von den Touristen profitieren. Sie brauchen Einnahmen.
Im Sommer kommen Touristen rüber. Ein gutes Geschäft für diejenigen, die den Strand bewirtschaften und die Boote organisieren. Legal? Belange des Umweltschutzes?
Das ist jetzt weg. Die Behörden haben mit einer interessanten Begründung durchgegriffen: Brandgefahr.
Auf Milos sollte am Sarakiniko Beach ein Hotelkomplex gebaut werden. Legal? Nein. Der Bau ist gestoppt. Auf Dauer? Ich bin mir da nicht so sicher.
Südlich von Kreta und im Ionischen Meer sollen neue Gasfelder erschlossen werden. Das bringt Beeinträchtigungen für die Umwelt mit sich. Die Regierung will aber bestehende Meeresparks ausweiten und neue Schutzzonen ausweisen.
Es geht um die Versorgung mit Energie und großes Geld. Die Bewirtschaftung von Stränden läuft oft an der Steuer vorbei und hat ökonomisch für die Regierung keine so große Bedeutung.
Belange des Umweltschutzes zwingen die Regierung zum Abwägen. Was wiegt mehr? Neue Energie aus dem Meer, deren Umweltbeeinträchtigungen anderswo durch die Ausweitung von Schutzgebieten kompensiert werden muss. Oder illegal bewirtschaftete Strände, deren Einnahmen oft an der Steuer vorbei gehen?
Eigentlich ist es egal. Wenn Touristen von Stränden auf Dauer ferngehalten werden könnten, wäre das nicht schlecht.
