Illegale Suche nach antiken Artefakten führt zu Verhaftungen
In der Nähe von Karpenisi führt ihre illegale Suche nach im Boden verborgenen antiken Artefakten zur Verhaftung von zwei Männern. Darüber berichtet Evrytanikos Palmos am 4. Juli 2026.
Hellas kompakt: zwei Verhaftungen wegen der Suche nach Artefakten
Zwei Männer haben illegal in der Gegend um Karpenisi nach im Boden vergrabenen Artefakten aus der Antike gesucht. Die Polizei kam ihnen auf die Schliche. Am 25. Juni 2026 klickten die Handschellen.
Die illegale Schatzsuche bringt das Gefängnis
Den Erfolg für ihre Arbeit können Beamte des 1. Polizeireviers der Kriminalpolizei Karpenisi verbuchen.

(Bildquelle: Polizei Karpenisi)
Ihnen sind am 25. Juni 2026 in der Nähe von Karpenisi zwei griechische Staatsbürger ins Netz gegangen. Die beiden waren mit ihrem Privatwagen unterwegs. Zuvor war schon der Verdacht aufgekommen, dass sich die beiden bei der illegalen Suche nach Artefakten betätigen. Und so war es auch.
Ihr Fahrzeug wurde gezielt kontrolliert. Es gehörte einem der Verdächtigen, da gab es keine Ausreden und kein Lamentieren.
Bei der Durchsuchung des Kofferraums haben die Beamte eine Reihe von speziellen Werkzeugen gefunden, mit denen man sich auf Schatzsuche machen kann. Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen hatten die beiden natürlich nicht.
- 2 Metalldetektoren mit fünf Batterien.
- Ein batteriebetriebener Signalverstärker, der über Kabel mit zwei Bodenantennen aus Edelstahl verbunden ist .
- Kabelgebundene und drahtlose elektronische Detektoren.
- Drahtlose Fernbedienung und Klappstange für den Metalldetektor.
- Ein Hammer, eine Axt und ein Handgrabwerkzeug.
Auch das persönliche Gepäck der beiden haben die Polizisten kontrolliert. Dabei konnten sie das Pfefferspray sicherstellen.
Die Voruntersuchung und die eigentliche Verhaftungsmaßnahme hat die Polizei vollständig im Auftrag der Kriminalstaatsanwaltschaft Karpenisi durchgeführt.
Kulturgutschutz in Griechenland
Archäologische Fundstücke in Griechenland sind nicht nur eine große Freude für Museumsbesucher. Leider gibt es auch immer wieder Leute, die sich durch den illegalen Handel mit antiken Stücken bereichern. Fälle wie 2025 auf Kreta oder die im Jahr 2023 zurückgegebenen 351 Stücke sind leider keine Ausnahme.
Hier sind bei den Tätern – zumindest nach dem, was ich in der Presse lese – keine antiken Stücke gefunden worden. Wer so gut ausgerüstet ist wie diese beiden, macht sowas aber nicht zum ersten mal. Hoffentlich findet man heraus, was genau diese Leute gefunden hat und kommt deren Abnehmern auf die Spur.
Dass die beiden für ihre illegale Suche nach antiken Artefakten jetzt ihre Verhaftungen kassiert haben, ist ja schön und gut. Aber man muss an die Hinterleute rankommen, die davon profitieren. Ich hoffe, das gelingt.
