Griechenland

Hitze in Athen und anderen Teilen von Griechenland

Mitte Juni 2024 hat die Hitze Athen und große Teile von Griechenland im Griff. Die Akropolis ist tagsüber geschlossen und die Stadt Athen aktiviert ihren Katastrophenplan.

Touristen strömen über die Propyläen in die Akropolis
Touristen strömen über die Propyläen in die Akropolis

Schüler bleiben daheim und wer kann, arbeitet im Homeoffice. Lieferdienste dürfen zwischen 12 und 17 Uhr ihre Produkte nicht ausliefern. So berichtet es die Welt am 12. Juni 2024. Auch betroffen von der Hitzewelle ist die Türkei. Neben Athen betroffen sind auf Mittelgriechenland, die Peloponnes, Kreta und die Südliche Ägäis.

Ich habe versucht, mir dazu aus griechischen Medien ein genaueres Bild zu machen.

Seit dem 12. Juni 2024 ergreift die Stadt Athen Notfallmaßnahmen. Die Menschen der Stadt können sich an die Hotline für den Bürgerservice (Telefon 1595) oder die Hotline der Städtischen Kliniken (0030 210 3638049) wenden.

Die Stadtverwaltung bittet darum, Abfälle nicht zwischen 11 Uhr und 17 Uhr in die Mülltonnen und Müllcontainer zu werfen. Deren Abholung/Entsorgung findet in den Morgen- und Nachstunden statt. Die Stadt Athen muss auch auf die eigenen Mitarbeiter achten. Denen macht die Hitze zu schaffen wie allen anderen Menschen auch.

Wo die Menschen in Athen Kühle finden können

In „Freundschaftsclubs“ stehen zwischen 9 Uhr und 21 Uhr klimatisierte Räume zur Verfügung. Dort können sich Menschen aufhalten, die mit der Hitze sonst nicht zurechtkommen.

Ich habe diese Adressen herausfinden können:

Einige dieser Orte sind nur für die Hitzezeit geöffnet, sonst nicht. Im Zweifel ruft bitte dort an, ehe Ihr hingeht. Die Rufnummern findet Ihr auf den verlinkten Einträgen bei Google Maps.

Es gibt natürlich noch andere Alternativen: Museen. Die sind oft klimatisiert. Ein kulturelles Tagesprogramm ist somit eine gute Methode, um sich der ganz großen Hitze zu entziehen.

Besondere Hilfen werden für Obdachlose organisiert. Zwei Streetwork-Teams des Aufnahme- und Solidaritätszentrums Athen (ΚΥΑΔΑ) sind auf den Straßen unterwegs. Sie versorgen die Obdachlosen mit kühlem Wasser, Mahlzeiten und anderen lebenswichtigen Dingen. Ansprechpartner stehen auch im Zentrum selbst zur Verfügung.

Feuergefahr, Sorge um die Tiere und anderes

Ebenfalls in höhere Alarmbereitschaft versetzt ist die Polizei der Stadt Athen. Die Grünflächen und Wälder im Stadtzentrum und den umliegenden Gegenden werden auch mit Drohnen kontrolliert.

Athen, von der Akropolis aus gesehen
Athen, von der Akropolis aus gesehen

Deren Wärmebildkameras können Temperaturveränderungen erkennen. Das Ziel dieser Maßnahme ist, entstehende Brände sofort festzustellen und zu bekämpfen. In Athen selbst könnt Ihr das am Lykavettos (Drohnen und Streifegänge der Polizei) sowie dem Philopappos und dem Lambrakis (hier patrouillieren nur Streifen) sehen.

Schließlich wird auch an die Tiere der Stadt gedacht. Mehr als 150 Tränken werden für sie in den Stadtvierteln von Athen aufgestellt. Habt Ihr ein Tier dabei, erreicht Ihr die städtische Veterinärklinik unter der Rufnummer 0030 210 7483967.

So lange die Hitze Athen und andere Teile von Griechenland im Griff hat, müssen die Menschen gut Acht aufeinander, auf die Tiere und die Natur geben. Mit etwas Glück haben die Meteorologen Recht, und die Temperaturen gehen zum Wochenende etwas zurück.

Roland Richter

geboren 1969 in Hannover, Jurist und Griechenland-Fan

4 Gedanken zu „Hitze in Athen und anderen Teilen von Griechenland

  • Rainer Kirmse , Altenburg

    In Griechenland, in Deutschland,
    Extremwetter in jedem Land.
    Athen, Berlin und weltweit,
    Probleme in jeder Stadt.

    HITZE IN DER STADT

    Ist das Klima oder Wetter?
    So fragen schwitzende Städter.
    Die Stadt ist uns lieb und teuer,
    doch zu heiß wird’s im Gemäuer,
    wenn Sonne scheint ohn‘ Unterlass
    und weit und breit kein kühles Nass.

    Der Beton wirkt hier als Therme,
    heizt sich auf und speichert Wärme.
    Die Betonwüste braucht Oasen,
    Wasserstellen und dazu Rasen;
    Bäume, die uns Schatten spenden.
    Die Bodenversiegelung beenden!

    Das Klima hat sich gewandelt,
    höchste Zeit, dass die Stadt handelt.
    Für Gesundheit und Wohlergeh’n,
    lasset steh’n Bäume und Alleen.
    An allen Straßen soll es blüh’n,
    unsere Städte brauchen Grün.

    Wetter ist himmlische Wahrheit.
    Der Wetterbericht bringt Klarheit
    mit der Isobarenkarte,
    Heiligtum der Wettersparte.
    Ob im Osten oder Westen,
    das Wetter ist nicht vom Besten.

    Azorenhoch und Islandtief,
    der Wettergott treibt’s intensiv.
    Die Omega-Wetterlage
    macht Sommertage zur Plage.
    Von Meck-Pomm bis nach Baden
    wird die Sonne uns kräftig braten.
    ( Wie in Griechenland und Athen,
    der Klimawandel ist das Problem )

    KLIMAWAHRHEITEN

    Tornados, Hitze, Wassernot;
    Feuer wüten in Wald und Flur.
    Das Wetter gerät aus dem Lot,
    Klimawandel zieht seine Spur.

    Borkenkäfer in der Kiefer,
    auch zur Fichte zieht Geziefer.
    Statt sattes Grün und Waldeslust,
    kranke Bäume und Förster’s Frust.

    Profitgier lässt Wälder schwinden,
    fördert weltweit Umweltsünden.
    Die grüne Lunge des Planeten
    in Gefahr, da hilft kein Beten.

    Jeder Baum, der zum Opfer fällt,
    macht etwas ärmer uns’re Welt.
    Wenn’s mit dem Wald zu Ende geht,
    stirbt letztlich der ganze Planet.
    Den Niedergang abzuwenden,
    liegt in unser aller Händen.

    DER MENSCH IM ANTHROPOZÄN

    Der Mensch macht sich die Erde Untertan,
    getrieben vom ewigen Wachstumswahn.
    Autos werden größer, Straßen breiter,
    die Wälder dagegen schrumpfen weiter.

    Es ist höchste Zeit für uns, zu handeln,
    endlich uns’ren Lebensstil zu wandeln.
    Was nützt uns Wohlstand und alles Geld,
    wenn am Ende kollabiert die Welt?

    Man produziert und produziert,
    plündert Ressourcen ungeniert.
    Gewinnmaximierung ist Pflicht,
    die intakte Natur zählt nicht.
    Börsenkurse steh’n im Fokus,
    Umweltschutz in den Lokus.

    Plastikflut und Wegwerftrend,
    man konsumiert permanent.
    Nur unser ständiges Kaufen
    hält das System am Laufen.
    Unser westlicher Lebensstil
    taugt nicht als Menschheitsziel.

    Die Jagd nach ewigem Wachstum
    bringt letztlich den Planeten um.
    Das oberste Gebot der Zeit
    muss heißen Nachhaltigkeit.
    Statt nur nach Profit zu streben,
    im Einklang mit der Natur leben.

    Zu viele Buchen und Eichen
    mussten schon der Kohle weichen.
    Retten wir den herrlichen Wald,
    bewahren die Artenvielfalt.
    Kämpfen wir für Mutter Erde,
    dass sie nicht zur Wüste werde.

    Der Mensch, dieses kluge Wesen
    kann im Gesicht der Erde lesen.
    Er sieht die drohende Gefahr,
    spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
    Homo sapiens muss aufwachen,
    seine Hausaufgaben machen.

    Wir alle stehen in der Pflicht,
    maßvoll leben ist kein Verzicht.
    Teilen und Second Hand der Trend,
    Repair vor Neukauf konsequent.
    Bei allem etwas Enthaltsamkeit,
    nehmen wir uns die Freiheit.😉

    Für die Zukunft des Planeten,
    weg mit Panzern und Raketen.
    Lasst die weißen Tauben fliegen,
    Aggression und Hass besiegen.
    Die Leute legen ab den Neid,
    die Religionen ihren Streit.

    Fromme und Heiden sind vereint,
    uns’re Sonne für alle scheint.
    Keiner ist des Anderen Knecht,
    für alle gilt das Menschenrecht.
    Jeder kann glauben, was er will,
    Frieden und Freiheit unser Ziel.

    Die Umwelt schützen, Raubbau beenden,
    das Anthropozän zum Guten wenden.
    Ökonomie und Ökologie im Verein,
    der blaue Planet wird uns dankbar sein.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

    Antwort
  • Pingback: Feuer und Waldbrand im Juni 2024 - Hellas Blog

  • Kalimera, Griechenland wird in den nächsten Jahren die Auswirkungen des Klimawandels noch deutlicher zu spüren bekommen. Zu diesem Fazit kommt der Professor für Klimatologie an der Kapodistrias-Universität Athen, Panagiotis Nastos. Die Veränderungen in diesem Bereich würden in einem immer rasanteren Tempo voranschreiten.

    In den letzten Jahren folgte ein extremes Wetterphänomen auf das andere: verheerendere Waldbrände, Hitzerekorde im Hochsommer, Spitzentemperaturen teils bis spät in den Herbst hinein, aber auch unerwartet heftigen Schneefälle.

    Viele Grüße aus Hamburg, kv

    Antwort

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